Marienerscheinungen
Botschaft & Unterscheidung

Marienerscheinungen

Guadalupe, Lourdes, Fatima und weitere Erscheinungsorte: der Ablauf, die Zeugen, die Botschaften und die kirchlichen Entscheidungen.

Das Thema verstehen

Maria begegnet den Menschen und ruft zu Christus.

In Guadalupe begegnet Maria Juan Diego; in Lourdes spricht sie zu Bernadette; in Fatima ruft sie die Hirtenkinder zu Gebet und Umkehr. Die Erscheinungsberichte haben Namen, Orte und Zeiten. Sie wurden durch die Aussagen der Beteiligten, durch frühe Aufzeichnungen und durch kirchliche Untersuchungen überliefert.

Jedes Dossier stellt zuerst den Verlauf mit den Handlungen, Botschaften und Begleitereignissen dar. Danach folgen die Zeugen und die Untersuchung: ihre Aussagen, das Verhalten der Beteiligten, die Übereinstimmung mit dem Glauben sowie körperliche oder materielle Befunde und die geistlichen Früchte.

Die kirchlichen Urteile werden mit Datum und ihrem konkreten Inhalt wiedergegeben. Die ausdrückliche Anerkennung von Erscheinungen und eine pastorale Zulassung haben unterschiedliche Reichweite. Einwände zu Zeugnissen, Umständen und einzelnen Untersuchungen erhalten im unteren Teil eine begründete Antwort.

Die Untersuchung im Einzelnen
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Prüfweg und kirchliches Urteil →

12 Dossiers

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Banneux: Die Jungfrau der Armen

Banneux, Provinz Lüttich · 15. Januar bis 2. März 1933

Am 15. Januar 1933 erschien die Gottesmutter der elfjährigen Mariette Beco vor dem Elternhaus in Banneux. In insgesamt acht Begegnungen führte sie das Mädchen zu einer Quelle, bezeichnete sich als Jungfrau der Armen und bat um Gebet und eine kleine Kapelle. Die Quelle widmete sie allen Völkern und der Linderung des Leidens. Bischof Louis-Joseph Kerkhofs liess das Geschehen über Jahre untersuchen und erkannte 1949 die Wirklichkeit der acht Erscheinungen ohne Vorbehalt an. Banneux wurde so zu einem besonders den Armen und Kranken zugewandten Wallfahrtsort.

Acht Erscheinungen 1949 anerkanntLesen →
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Beauraing: Die Mutter mit dem goldenen Herzen

Beauraing · 29. November 1932 bis 3. Januar 1933

Zwischen dem 29. November 1932 und dem 3. Januar 1933 erschien die Gottesmutter fünf Kindern aus Beauraing insgesamt 33-mal. Albert, Fernande und Gilberte Voisin sowie Andrée und Gilberte Degeimbre sahen sie zunächst bei der Schule und später beim Weissdorn im Garten. Maria zeigte ihr goldenes Herz und rief zu Gebet, Wallfahrt und Umkehr auf. Nach Jahren der Untersuchung erlaubte die Kirche zunächst die Verehrung. 1949 erkannte Bischof André-Marie Charue den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen ausdrücklich an; in sein Urteil gingen auch zwei geprüfte Heilungen ein.

Verehrung 1943 erlaubt; 1949 anerkanntLesen →
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Champion: Maria und die Kinder des neuen Landes

Champion, Wisconsin · Oktober 1859; Anerkennung 8. Dezember 2010

1859 begegnete die belgische Einwanderin Adele Brise in Wisconsin dreimal der Gottesmutter. Maria gab ihr einen konkreten Auftrag: die Kinder der Siedlerfamilien im Glauben unterweisen und für die Umkehr der Sünder beten. Adele nahm die Aufgabe an. Aus ihrem Dienst erwuchsen Unterricht, eine Kapelle und eine bleibende Wallfahrt. Das Heiligtum überstand 1871 das grosse Peshtigo-Feuer und wurde für die Menschen ein Ort besonderer Dankbarkeit. Bischof David Ricken erkannte 2010 nach fachlicher Prüfung den übernatürlichen Charakter des wesentlichen Erscheinungsgeschehens von 1859 an.

1859er Erscheinungsgeschehen 2010 anerkanntLesen →
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Fátima: Die Kinder und das Sonnenzeichen

Cova da Iria bei Fátima · 13. Mai bis 13. Oktober 1917

Am 13. Mai 1917 erschien die Gottesmutter den Hirtenkindern Lúcia, Francisco und Jacinta bei Fátima. Sie rief zu Gebet und Umkehr auf. Für den Abschluss der Begegnungen kündigte sie ein öffentliches Wunder an. Am 13. Oktober versammelten sich zahlreiche Menschen in der Cova da Iria und erlebten das Sonnenwunder: die auffälligen Farben und Bewegungen der Sonne, die auch Zeugen ausserhalb des Kreises der Kinder beschrieben. Zeitnahe Befragungen, Presseberichte und der anschliessende kirchliche Prozess geben Fátima ein besonders reiches Quellenfundament. 1930 erklärte der zuständige Bischof die Visionen für glaubwürdig.

Visionen 1930 für glaubwürdig erklärtLesen →
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Guadalupe: Juan Diego und das Bild auf der Tilma

Tepeyac, Mexiko-Stadt · 9.–12. Dezember 1531

Vom 9. bis 12. Dezember 1531 begegnet Maria Juan Diego am Tepeyac und beauftragt ihn, Bischof Juan de Zumárraga um ein Heiligtum zu bitten. Als der Bischof eine Bestätigung verlangt, bringt Juan Diego ihm Blumen; beim Öffnen seines Umhangs erscheint darauf das Bild Mariens. Sein Onkel Juan Bernardino erfährt zugleich Heilung. Juan Diegos Zeugnis, die erhaltene Tilma und die Geschichte ihrer Verehrung stehen im Mittelpunkt dieses Dossiers.

Kirchlich verehrtes MarienheiligtumLesen →
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Knock: Das schweigende Zeichen des Lammes

Knock, County Mayo · 21. August 1879

Am regnerischen Abend des 21. August 1879 erschien an der Giebelwand der Pfarrkirche von Knock ein helles, schweigendes Bild: Maria, Josef und Johannes der Evangelist, daneben ein Altar mit dem Lamm, dem Kreuz und Engeln. Bewohner des Dorfes beobachteten das Geschehen etwa zwei Stunden lang. Schon wenige Wochen später wurden ihre Aussagen kirchlich aufgenommen und als glaubwürdig beurteilt. Eine weitere Untersuchung befragte die noch lebenden Zeugen. Aus diesem gemeinsamen Zeugnis erwuchs die Wallfahrt zu einem heute internationalen marianischen und eucharistischen Heiligtum.

Positive Zeugenprüfungen; internationales HeiligtumLesen →
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La Salette: Die weinende Mutter und der Ruf zur Umkehr

La Salette-Fallavaux, Dauphiné · 19. September 1846

Am 19. September 1846 erschien die Gottesmutter den Hirtenkindern Mélanie Calvat und Maximin Giraud oberhalb von La Salette. Sie weinte, trug ein Kruzifix und rief zur Umkehr: Gottes Namen ehren, den Sonntag heiligen, beten und fasten. Die Kinder sollten ihre Botschaft dem Volk weitergeben. Nach fünf Jahren Untersuchung erkannte Bischof Philibert de Bruillard die Erscheinung 1851 an; sein Nachfolger bestätigte das Urteil 1855 nach weiterer Prüfung. Die Tränen Marias und das Kreuz auf ihrer Brust gehören zusammen: Der Ruf zur Bekehrung führt zum gekreuzigten Erlöser.

1851 anerkannt, 1855 bestätigtLesen →
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Lourdes: Bernadette und die Unbefleckte Empfängnis

Massabielle, Lourdes · 11. Februar bis 16. Juli 1858

Am 11. Februar 1858 erschien die Gottesmutter der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous in der Grotte von Massabielle. Achtzehn Begegnungen folgten bis zum 16. Juli. Maria rief zu Gebet und Busse auf, führte Bernadette zur Quelle und bat um eine Kapelle und Prozessionen. Am 25. März nannte sie ihren Namen: die Unbefleckte Empfängnis. Bernadette blieb ihrem Zeugnis unter Befragungen und Widerstand treu. Nach mehrjähriger Untersuchung erkannte Bischof Bertrand-Sévère Laurence die Erscheinungen 1862 an. Aus dem Ort der Begegnung wuchs ein Heiligtum des Gebetes, der Umkehr und der Hilfe für Kranke.

Achtzehn Erscheinungen 1862 anerkanntLesen →
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Notre-Dame du Laus: Ein Heiligtum der Versöhnung

Saint-Étienne-le-Laus, Hautes-Alpes · Erscheinungsüberlieferung 1664–1718; Anerkennung 2008

Im Mai 1664 begegnete die junge Hirtin Benoîte Rencurel der Gottesmutter im Vallon des Fours. Maria führte sie zur Kapelle Bon Rencontre, die zum Mittelpunkt eines Heiligtums der Versöhnung wurde. Benoîte begleitete Pilger, ermutigte sie zur Umkehr und führte sie zum Sakrament der Beichte. Zeitgenössische Geistliche und weitere Begleiter hielten ihr Leben und ihre Aussagen in einer umfangreichen schriftlichen Überlieferung fest. Die Kirche erlaubte die Wallfahrt bereits 1665. Nach einer erneuten fachlichen Untersuchung erkannte Bischof Jean-Michel di Falco Léandri 2008 den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen ausdrücklich an.

Erscheinungen 2008 ausdrücklich anerkanntLesen →
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Pontmain: Hoffnung in einer Kriegsnacht

Pontmain, Mayenne · 17. Januar 1871

Am Abend des 17. Januar 1871 erschien die Gottesmutter vier Kindern über dem Dorf Pontmain. Frankreich stand im Krieg; die Familien bangten um ihre Angehörigen. Während Pfarrer Michel Guérin mit den Dorfbewohnern betete, lasen die Kinder die Botschaft auf einem Schriftband: beharrlich beten und auf Gottes Erhörung vertrauen. Eugène und Joseph Barbedette, Françoise Richer und Jeanne-Marie Lebossé bezeugen das Geschehen. Nach der Untersuchung erkannte Bischof Casimir Wicart die Erscheinung am 2. Februar 1872 ausdrücklich an. Pontmain wurde zu einem Ort der Hoffnung und der Fürbitte.

Bischöflich anerkannt am 2. Februar 1872Lesen →
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Rue du Bac: Die Erscheinungen und die Wunderbare Medaille

Rue du Bac, Paris · Juli bis Dezember 1830

In der Pariser Rue du Bac begegnete die Gottesmutter 1830 der jungen Ordensschwester Catherine Labouré. In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli sprach sie mit ihr in der Kapelle; am 27. November zeigte sie ihr das Bild für die spätere Wunderbare Medaille. Catherine vertraute die Begegnungen ihrem Beichtvater Jean-Marie Aladel an. Mit kirchlicher Erlaubnis wurden 1832 die ersten Medaillen geprägt. Sie verbreiteten sich rasch als Gebetszeichen des Vertrauens auf Gottes Gnade. Catherine selbst blieb im verborgenen Dienst an alten Menschen. Ihre Heiligsprechung und die liturgische Aufnahme der Medaillenverehrung verankerten diese Geschichte im Leben der Kirche.

Kirchlich getragene Verehrung und MedaillenfrömmigkeitLesen →
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San Nicolás: Die Mutter des Rosenkranzes am Paraná

San Nicolás de los Arroyos · Seit 25. September 1983; Urteil vom 22. Mai 2016

Am 25. September 1983 begegnete die Gottesmutter Gladys Quiroga de Motta in San Nicolás. Die Mutter zweier Töchter vertraute sich einem Priester an und gab die empfangenen Botschaften weiter: Rosenkranzgebet, Umkehr und Treue zu Christus. In einer älteren Statue der Rosenkranzmadonna erkannte sie die Gestalt ihrer Begegnungen wieder. Aus dem Geschehen erwuchs eine grosse Wallfahrt mit einem eigenen Heiligtum. Nach langjähriger kirchlicher Begleitung und der Beratung durch Fachleute und Zeugen erkannte Bischof Héctor Cardelli 2016 den übernatürlichen Charakter des marianischen Geschehens in seiner Diözese an.

Diözesane Anerkennung vom 22. Mai 2016Lesen →
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