{"id":"centesimus-annus","title":"Centesimus Annus (1. Mai 1991)","issuer":null,"type":"Magisterial document","date":null,"authority":"Roman Pontiff","availableLanguages":["de","en","es","fr","it","la","pt"],"languages":{"de":{"code":"de","label":"Deutsch","contentFormat":"plain-text","text":"Centesimus Annus (1. Mai 1991)\n\nDer Heilige Stuhl\n\nDeutsch\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nDer Heilige Stuhl\n\nMagisterium\n\nKalender\n\nLiturgische Feiern\n\nKarten für Päpstliche Audienzen und Feiern\n\nPäpste\n\nKardinalskollegium\n\nRömische Kurie und andere Organisationen\n\nSynode\n\nPresseamt\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nJohannes Paul II.\n\nEnzykliken\n\nA\n\nA\n\nA\n\nPDF-Erstellung läuft.....\n\nDE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- HU\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\n- ZH\n\nIoannes Paulus PP. II\n\nCentesimus annus\n\nAn die Verehrten Mitbrüder im Bischofsamt\n\nden Klerus, die Ordensleute,\n\ndie Gläubigen der Katholischen Kirche\n\nund alle Menschen Guten Willens\n\nzum hundertsten Jahrestag von\n\nRerum Novarum\n\nSegen\n\nVerehrte Mitbrüder, liebe Söhne und Töchter,\n\nGruß und Apostolischen Segen!\n\nEINLEITUNG\n\n1. Der hundertste Jahrestag der Verkündigung der Enzyklika meines ehrwürdigen Vorgängers Leo XIII., die mit den Worten Rerum novarum 1beginnt, zeigt in der Gegenwartsgeschichte der Kirche und auch in meinem Pontifikat ein Datum an, dem beachtliche Bedeutung zukommt. War doch dieser Enzyklika das Privileg beschieden, daß ihrer die Päpste seit dem vierzigsten Jahrestag ihrer Veröffentlichung bis zum neunzigsten mit feierlichen Dokumenten gedachten. Man kann sagen, ihr Gang durch die Geschichte hat seinen Rhythmus von anderen Schreiben erhalten, die die Enzyklika in Erinnerung riefen und sie zugleich aktualisierten. 2\n\nWenn ich es auf Grund von Bitten zahlreicher Bischöfe, kirchlicher Institutionen, akademischer Studienzentren, Unternehmer und Arbeiter — sowohl einzelner wie Mitglieder von Vereinigungen — zum hundertsten Jahrestag ebenso mache, möchte ich zunächst die Dankesschuld erfüllen, die die ganze Kirche dem großen Papst Leo XIII. und seinem »unsterblichen Dokument« 3 gegenüber hat. Ich möchte auch zeigen, daß der reiche Saft, der aus jener Wurzel quillt, mit den Jahren nicht versiegt, sondern sogar noch fruchtbarer geworden ist. Davon geben die Initiativen verschiedenster Art Zeugnis, die dieser Jubiläumsfeier vorausgegangen sind, sie begleiten und auf sie folgen werden, Initiativen die von den Bischofskonferenzen, von internationalen Körperschaften, von Universitäten und akademischen Instituten, von Berufsvereinigungen und anderen Einrichtungen und Personen in vielen Teilen der Welt gefördert wurden.\n\n2. Die vorliegende Enzyklika reiht sich ein in diese Gedenkfeiern, um vor allem Gott, von dem »jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt« (Jak 1, 17) dafür zu danken, daß er sich eines vor hundert Jahren vom Stuhl Petri erlassenen Dokumentes bedient und dadurch in der Kirche und in der Welt soviel Gutes bewirkt und soviel Licht verbreitet hat. Das Gedenken, das hier begangen wird, betrifft die Enzyklika Leos zusammen mit den anderen Enzykliken und Schreiben meiner Vorgänger, die mit der Grundlegung und dem Aufbau der »Soziallehre« bzw. des »Sozialen Lehramtes« der Kirche dazu beigetragen haben, Rerum novarum in der heutigen Zeit gegenwärtig und wirksam zu machen.\n\nAuf die Gültigkeit dieser Lehre nehmen bereits zwei Enzykliken Bezug, die ich während meines Pontifikats veröffentlicht habe: Laborem exercens über die menschliche Arbeit und Sollicitudo rei socialis über die aktuellen Probleme der Entwicklung der Menschen und Völker. 4\n\n3. Mit dem Vorschlag, die Enzyklika Leos XIII. »wiederzulesen«, lade ich zugleich ein, »zurückzublicken« auf ihren Text selbst, um den Reichtum der grundlegenden Prinzipien wiederzuentdecken, die für die Lösung der Arbeiterfrage ausgesprochen wurden. Ferner ermuntere ich, »sich umzublicken«, hinzublicken auf das »Neue«, das uns umgibt und in das wir gewissermaßen eingetaucht sind. Dieses Neue, das sehr verschieden von dem »Neuen« ist, was das letzte Jahrzehnt des vorigen Jahrhunderts kennzeichnete. Schließlich lade ich ein, »in die Zukunft zu blicken«, wo wir bereits das dritte christliche Jahrtausend ahnend erkennen, das für uns voll von Unbekanntem, aber auch von Hoffnungen ist. Unbekanntes und Hoffnungen, die sich an unsere Vorstellungskraft und Kreativität wenden, indem sie unsere Verantwortung als Jünger des »einen Meisters«, Christus (vgl. Mt 23, 8), neu erwecken, im Aufzeigen des »Weges«, bei der Verkündigung der »Wahrheit« und in der Vermittlung des »Lebens«, das er selber ist (vgl. Joh 14, 6).\n\nDurch diese »neue Begegnung« soll nicht nur der b1eibende Wert dieser Lehre bekräftigt werden, sondern es soll auch der wahre Sinn der Überlieferung der Kirche offenbar werden. Einer stets lebendigen und schöpferischen Kirche, die aufbaut auf dem von unseren Vätern im Glauben gelegten Grund und vor allem auf jenem Grund, den im Namen Jesu Christi »die Apostel an die Kirche weitergegeben haben«, 5 dem Grund, »den niemand anderer legen kann« (vgl. 1 Kor 3, 11).\n\nDas Bewußtsein von seiner Sendung als Nachfolger Petri bewog Leo XIII., das Wort zu ergreifen, und dasselbe Bewußtsein beseelt heute seinen Nachfolger. Wie er und die Päpste vor und nach ihm lasse ich mich vom Bild des Evangeliums inspirieren, des »Schriftgelehrten, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist« und von dem der Herr sagt, er »gleiche einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt« (Mt 13, 52). Der Vorrat, auf den ich mich beziehe, ist der mächtige Strom der Überlieferung der Kirche, der das seit jeher empfangene und weitergegebene »Alte« enthält und erlaubt, das »Neue«, unter dem sich das Leben der Kirche und der Welt vollzieht, zu deuten.\n\nZu diesen Bausteinen, die durch ihre Eingliederung in die Tradition zum festen Bestand und nicht nur zur Bereicherung dieser Tradition, sondern auch zur neuen Lebenskraft des Glaubens werden, gehört die Tatkraft von Millionen von Menschen, die angeregt und geleitet vom Sozialen Lehramt der Kirche, sich dem Dienst in der Welt zur Verfügung gestellt haben. Im persönlichen Einsatz oder in Form von Gruppen, Gemeinschaften und Organisationen werden sie zu einer Großbewegung zur Verteidigung und zum Schutz der Würde des Menschen. Dadurch haben sie in den Wechselfällen der Geschichte zum Aufbau einer gerechteren Gesellschaft beigetragen und dem Unrecht eine Grenze gesetzt.\n\nZiel der vorliegenden Enzyklika ist es, die Ergiebigkeit der von Leo XIII. ausgesprochenen Grundsätze herauszustellen, die zum Lehrgut der Kirche gehören und darum für die Autorität des Lehramtes bindend sind. Die pastorale Sorge hat mich aber bewogen, darüber hinaus eine Analyse einiger Ereignisse der jüngsten Geschichte vorzulegen. Es muß nicht eigens betont werden, daß die aufmerksame Beobachtung des Verlaufes der Ereignisse — um die neuen Erfordernisse für die Evangelisierung zu erkennen — zur Aufgabe der Bischöfe gehört. Sie wollen mit dieser Untersuchung freilich kein endgültiges Urteil abgeben, da das auf Grund der besonderen Eigenart ihres Lehramtes gar nicht in dessen spezifischen Bereich gehört.\n\nI. KAPITEL - WESENSZÜGE VON »RERUM NOVARUM«\n\n4. Gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts stand die Kirche einem geschichtlichen Prozeß gegenüber, der schon seit einiger Zeit im Gange war, nun aber einen neuralgischen Punkt erreichte. Ausschlaggebender Faktor dieses Prozesses war — neben dem vielfältigen Einfluß der vorherrschenden Ideologien — ein ganzes Bündel radikaler Veränderungen auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet, aber auch im Bereich von Wissenschaft und Technik. Ergebnis dieser Veränderungen war auf politischem Gebiet eine neue Gesellschafts- und Staatsauffassung und folglich auch eine neue Auffassung der Autorität gewesen. Eine traditionelle Gesellschaft war im Begriff sich aufzulösen, und eine andere befand sich im Entstehen, voller Hoffnungen auf neue Freiheiten, aber auch reich an Gefahren neuer Formen von Ungerechtigkeit und Knechtschaft.\n\nAuf wirtschaftlichem Gebiet, wo die Entdeckungen und Anwendungen der Wissenschaften zusammenflossen, war man Schritt für Schritt zu neuen Strukturen in der Güterproduktion gelangt. Es entstand eine neue Form des Eigentums, das Kapital, und eine neue Art der Arbeit, die Lohnarbeit, gekennzeichnet von der Fließbandproduktion, ohne jede Berücksichtigung von Geschlecht, Alter oder Familiensituation des Arbeiters, einzig und allein bestimmt von der Leistung im Blick auf die Steigerung des Profits.\n\nDie Arbeit wurde so zu einer Ware, die frei auf dem Markt gekauft und verkauft werden konnte und deren Preis vom Gesetz von Angebot und Nachfrage bestimmt wurde, ohne Rücksicht auf das für den Unterhalt des Arbeiters und seiner Familie notwendige Lebensminimum. Noch dazu hatte der Arbeiter nicht eimmal die Sicherheit, »seine Ware« auf diese Weise verkaufen zu können. Er war ständig von der Arbeitslosigkeit bedroht, die angesichts des Fehlens jeder sozialen Fürsorge das Schreckgespenst des Hungertodes bedeutete.\n\nDie soziale Folge dieser Umwandlung war »die Spaltung der Gesellschaft in zwei Klassen, die eine ungeheure Kluft voneinander trennt«. 6 Diese Situation verband sich mit einer tiefgreifenden Veränderung der politischen Ordnung. So versuchte die damals vorherrschende politische Theorie, durch entsprechende Gesetze oder, umgekehrt, durch bewußte Unterlassung jeglicher Einmischung die totale Wirtschaftsfreiheit zu fördern. Gleichzeitig entstand in organisierter und nicht selten gewaltsamer Form eine andere Auffassung von Eigentum und Wirtschaft, die eine neue politische und gesellschaftliche Ordnung in sich schloß.\n\nAls am Höhepunkt dieser Auseinandersetzung das ungeheure und weitverbreitete soziale Unrecht voll zutage trat und die Gefahr einer von den damaligen »sozialistischen« Strömungen geförderten Revolution drohte, griff Leo XIII. mit einem Dokument ein, das sich in organischer Weise mit dem Thema der »Arbeiterfrage« auseinandersetzte. Dieser Enzyklika waren andere vorausgegangen, die sich mehr mit politischen Aussagen beschäftigten, später folgten noch weitere nach. 7 In diesem Zusammenhang sei vor allem an die Enzyklika Libertas praestantissimum erinnert, in der auf die grundlegende Verbindung zwischen menschlicher Freiheit und Wahrheit hingewiesen wurde. Das besagt, daß eine Freiheit, die es ablehnt, sich an die Wahrheit zu binden, in Willkür verfallen und am Ende sich den niedrigsten Leidenschaften überlassen und damit sich selber zerstören würde. Denn woher sonst stammen all die Übel, auf die Rerum novarum antworten will, wenn nicht aus einer Freiheit, die sich im wirtschaftlichen und sozialen Bereich von der Wahrheit über den Menschen völlig loslöst?\n\nDer Papst ließ sich außerdem von der Lehre seiner Vorgänger inspirieren und ebenso von einer Reihe bischöflicher Dokumente. Er wurde angeregt von wissenschaftlichen Studien der Laien, von der Tätigkeit katholischer Bewegungen und Vereinigungen und von den konkreten sozialen Werken, die das Leben der Kirche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kennzeichneten.\n\n5. Das »Neue«, auf das der Papst Bezug nahm, war alles andere als positiv. Der erste Abschnitt der Enzyklika beschreibt das »Neue«, das ihr den Namen gab, mit harten Worten: »Der Geist der Neuerung, welcher seit langem durch die Völker geht, mußte, nachdem er auf dem politischen Gebiete seine verderblichen Wirkungen entfaltet hatte, folgerichtig auch das volkswirtschaftliche Gebiet ergreifen. Viele Umstände begünstigten diese Entwicklung; die Industrie hat durch die Vervollkommnung der technischen Hilfsmittel und eine neue Produktionsweise mächtigen Aufschwung genommen; das gegenseitige Verhältnis der besitzenden Klasse und der Arbeiter hat sich wesentlich umgestaltet; das Kapital ist in den Händen einer geringen Zahl angehäuft, während die große Menge verarmt; es wächst in den Arbeitern das Selbstbewußtsein, ihre Organisation erstarkt; dazu gesellt sich der Niedergang der Sitten. Dieses alles hat den sozialen Konflikt wachgerufen, vor welchem wir stehen«. 8\n\nDer Papst, die Kirche und ebenso die bürgerliche Gesellschaft standen vor einer durch Konflikt gespaltenen Gesellschaft. Dieser Konflikt war um so härter und unmenschlicher als er weder Regel noch Gesetz kannte. Es war der Konflikt zwischen Kapital und Arbeit oder — wie es die Enzyklika nannte — die Arbeiterfrage. Eben zu diesem Konflikt wollte der Papst in den schärfsten Worten, die ihm damals zur Verfügung standen, seine Meinung kundtun.\n\nHier bietet sich eine erste Überlegung an, die die Enzyklika für die heutige Zeit nahelegt. Angesichts eines Konfliktes, der die einen in der Not des Überlebens den anderen im Besitz des Überflusses wie »Wölfe« gegenüberstellte, zweifelte der Papst nicht daran, kraft seines »apostolischen Amtes« 9 eingreifen zu müssen, das heißt auf Grund des von Jesus Christus empfangenen Sendungsauftrags, »die Lämmer und Schafe zu weiden« (vgl. Joh 21, 15-17) sowie auf Erden »für das Reich Gottes zu binden und zu lösen« (vgl. Mt 16, 19). Seine Absicht war es, den Frieden wiederherzustellen. Dem heutigen Leser kann die strenge Verurteilung des Klassenkampfes, die die Enzyklika klar und deutlich aussprach, nicht verborgen bleiben. 10 Aber Leo war sich sehr wohl dessen bewußt, daß sich der Friede nur auf dem Fundament der Gerechtigkeit aufbauen läßt. Darum bildeten die Aussagen über die Grundlagen der Gerechtigkeit in der damaligen Wirtschaft und Gesellschaft den Hauptinhalt der Enzyklika. 11\n\nAuf diese Weise setzte Leo XIII., dem Vorbild seiner Vorgänger folgend, ein bleibendes Beispiel für die Kirche. Sie muß in bestimmten menschlichen Situationen, sei es auf individueller und sozialer, nationaler und internationaler Ebene, das Wort ergreifen. Dafür hat sie eine eigene Lehre, ein Lehrgebäude aufgestellt, das es ihr ermöglicht, die soziale Wirklichkeit zu analysieren, sie zu beurteilen und Richtlinien für eine gerechte Lösung der daraus entstehenden Probleme anzugeben.\n\nZur Zeit Leos XIII. war eine derartige Überzeugung vom Recht und der Pflicht der Kirche noch weit davon entfernt, allgemein anerkannt zu werden. Es herrschte vielmehr eine zweifache Tendenz: die eine, ausgerichtet auf diese Welt und dieses Leben, das mit dem Glauben nichts zu tun hatte; die andere, einseitig dem jenseitigen Heil zugewandt, das jedoch für das Erdenleben bedeutungslos blieb. Mit der Veröffentlichung von Rerum novarum verlieh der Papst der Kirche gleichsam das »Statut des Bürgerrechtes« in der wechselvollen Wirklichkeit des öffentlichen Lebens der Menschen und der Staaten. Dies wurde in den späteren Jahren noch stärker bestätigt. In der Tat, die Verkündigung und Verbreitung der Soziallehre gehört wesentlich zum Sendungsauftrag der Glaubensverkündigung der Kirche; sie gehört zur christlichen Botschaft, weil sie deren konkrete Auswirkungen für das Leben in der Gesellschaft vor Augen stellt und damit die tägliche Arbeit und den mit ihr verbundenen Kampf für die Gerechtigkeit in das Zeugnis für Christus den Erlöser miteinbezieht. Sie bildet darüber hinaus eine Quelle der Einheit und des Friedens angesichts der Konflikte, die im wirtschaftlich-sozialen Bereich unvermeidlich auftreten. Auf diese Weise wird es möglich, die neuen Situationen zu bestehen, ohne die transzendente Würde der menschlichen Person weder bei sich selbst noch bei seinen Gegnern zu verletzen, und sie zu einer richtigen Lösung zu führen.\n\nDie Gültigkeit dieser Orientierung bietet mir jetzt, im Abstand von hundert Jahren, die Gelegenheit, auch einen Beitrag zum Aufbau der »christlichen Soziallehre« zu leisten. Die »Neuevangelisierung«, die die moderne Welt dringend nötig hat und auf der ich wiederholt insistiert habe, muß zu ihren wesentlichen Bestandteilen die Verkündigung der Soziallehre der Kirche zählen. Diese Lehre ist so, wie zur Zeit Leos XIII., geeignet, den Weg zu weisen, um auf die großen Herausforderungen der Gegenwart nach der Krise der Ideologien Antwort zu geben. Man muß, wie damals, wiederholen, daß es keine echte Lösung der »sozialen Frage« außerhalb des Evangeliums gibt und daß das »Neue« in diesem Evangelium seinen Raum der Wahrheit und der sittlichen Grundlegung findet.\n\n6. Mit der Absicht, durch seine Enzyklika den Konflikt zwischen Kapital und Arbeit zu klären, verkündete Leo XIII. die Grundrechte der Arbeiter. Deshalb stellt die Würde des Arbeiters und damit die Würde der Arbeit überhaupt den Schlüssel für die Lektüre der Enzyklika dar. »Arbeiten heißt, seine Kräfte anstrengen zur Beschaffung der irdischen Bedürfnisse, besonders des notwendigen Lebensunterhaltes«. 12 Der Papst bezeichnet die Arbeit als »persönlich, insofern die betätigte Kraft und Anstrengung persönliches Gut des Arbeitenden ist«. 13 Die Arbeit gehört somit zur Berufung jedes Menschen; der Mensch entfaltet und verwirklicht sich in seiner Arbeit. Die Arbeit hat gleichzeitig eine soziale Dimension wegen ihrer engen Beziehung sowohl zur Familie als auch zum Gemeinwohl, denn »es ist eine unumstößliche Wahrheit, nicht anderswoher als aus der Arbeit der Werktätigen entstehe Wohlhabenheit im Staate«. 14 Dies habe ich in der Enzyklika Laborem exercens 15 aufgegriffen und neu dargelegt.\n\nEin anderer wichtiger Grundsatz ist zweifellos das Recht auf »Privateigentum« . l6 Aus dem Umfang, den die Enzyklika diesem Grundsatz widmet, kann man erkennen, welche Bedeutung der Papst ihm beimißt. Er ist sich natürlich bewußt, daß das Privateigentum keinen absoluten Wert darstellt, und er versäumt es nicht, die Grundsätze der notwendigen Ergänzung anzuführen, vor allem den der universalen Bestimmung der Güter der Erde. l7\n\nEs trifft zweifellos zu, daß der Rahmen des Privateigentums, an den Leo XIII. hauptsächlich denkt, der des Landbesitzes ist. 18 Das ist jedoch kein Hindernis dafür, daß die Gründe, die dort für die Geltung des Privateigentums angeführt werden, auch heute ihren Wert bewahren. Es ist dies vor allem die Geltung des Rechtes auf den Besitz der Dinge, die für die persönliche Entfaltung und die der eigenen Familie notwendig sind — ganz abgesehen davon, welche konkrete Form dieses Recht auch immer annehmen mag. Das muß heute von neuem deutlich gemacht werden angesichts der Veränderungen, deren Zeugen wir jetzt sind und die in Systemen stattgefunden haben, wo bisher das Kollektiveigentum an den Produktionsmitteln herrschte; und es muß auch im Hinblick auf die wachsenden Erscheinungsformen der Armut betont werden. Es geht um die Vorenthaltung des Privateigentums in vielen Teilen der Welt, auch unter jenen Systemen, die das Recht auf Privateigentum zu einem ihrer Schwerpunkte machen. Infolge dieser Veränderungen und des Weiterbestehens der Armut erweist sich eine gründlichere Analyse des Problems als notwendig. Ich werde darauf in einem späteren Teil dieses Dokumentes ausführlicher eingehen.\n\n7. In enger Beziehung zum Thema des Rechtes auf Eigentum macht die Enzyklika Leos XIII. andere Rechte als eigene und unveräußerliche Rechte der menschlichen Person geltend. Darunter kommt auf Grund des Umfanges, den der Papst ihm widmet, und der Bedeutung, die er ihm beimißt, dem »natürlichen Recht des Menschen«, private Vereinigungen zu bilden, ein besonderer Vorrang zu. Das besagt zunächst das Recht, Berufsvereinigungen von Unternehmern und Arbeitern oder von Arbeitern allein zu gründen. 19\n\nHierin wird der Grund dafür gesehen, daß die Kirche die Gründung von Vereinigungen, die sich heute Gewerkschaften nennen, verteidigt und billigt. Das geschieht gewiß nicht aus ideologischen Vorurteilen oder um sich einem Klassendenken zu beugen, sondern weil es sich um ein natürliches Recht des Menschen handelt, das seiner Eingliederung in eine politische Gemeinschaft vorausgeht. »Der Staat besitzt nicht schlechthin die Vollmacht, ihr Dasein zu verbieten ... Das Naturrecht kann der Staat nicht vernichten, sein Beruf ist es vielmehr, dasselbe zu schützen. Verbietet ein Staat dennoch die Bildung solcher Genossenschaften, so handelt er gegen sein eigenes Prinzip«. 20\n\nZusammen mit diesem Recht, — und das muß hervorgehoben werden — anerkennt der Papst für die Arbeiter oder, in seiner Sprache, für die »Proletarier« mit gleicher Klarheit das Recht auf die »Begrenzung der Arbeitszeit«, auf die entsprechende Freizeit und auf den Schutz der Kinder und der Frauen, vor allem was ihre Arbeitsweise und Arbeitsdauer betrifft. 21\n\nWenn man bedenkt, was uns die Geschichte über die zulässigen oder zumindest gesetzlich nicht ausgeschlossenen Methoden bei der Anstellung berichtet, kann man die harte Aussage des Papstes wohl verstehen. Es gab keine Garantie, weder was die Arbeitsstunden noch was die hygienischen Verhältnisse betraf, auch auf das Alter und das Geschlecht der Arbeitsuchenden wurde keine Rücksicht genommen. »Die Gerechtigkeit und die Menschlichkeit erheben Einspruch — schreibt Leo — gegen Arbeitsforderungen von solcher Höhe, daß der Körper unterliegt und der Geist sich abstumpft«. Und unter Bezugnahme auf den Vertrag, der derartige »Arbeitsverhältnisse« bestimmen sollte, präzisiert er: »Bei jeder Verbindlichkeit, die zwischen Arbeitgebern und Arbeitern eingegangen wird, ist ausdrücklich oder stillschweigend die Bedingung vorhanden«, daß den Arbeitern soviel Ruhe zu sichern ist, »als zur Herstellung ihrer bei der Arbeit aufgewendeten Kräfte nötig ist«. Und er schließt mit dem Satz: »Eine Vereinbarung ohne diese Bedingung wäre sittlich nicht zulässig«. 22\n\n8. Kurz darauf kommt der Papst auf ein weiteres Recht des Arbeiters als Person zu sprechen. Es handelt sich um das Recht auf »gerechten Lohn«, das nicht dem freien Einvernehmen der Parteien überlassen bleiben kann. Denn »da der Lohnsatz vom Arbeiter angenommen wird, so könnte es scheinen, als sei der Arbeitgeber nach erfolgter Auszahlung des Lohnes aller weiteren Verbindlichkeiten enthoben«. 23 Zudem hat der Staat — wie es damals hieß — keine Machtbefugnis, in die Festlegung dieser Verträge einzugreifen, außer die Erfüllung dessen sicherzustellen, was ausdrücklich vereinbart worden war. Eine solche rein pragmatische und von einem unerbittlichen Individualismus getragene Auffassung von dem Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wird in der Enzyklika hart gegeißelt, weil sie der zweifachen Natur der Arbeit in ihrer persönlichen und notwendigen Eigenart widerspricht. Auch wenn die Arbeit als persönliches Faktum zur Verfügbarkeit jedes einzelnen über seine Fähigkeiten und Kräfte gehört, so wird sie als notwendiges Faktum von der schweren Verpflichtung bestimmt, daß sich jeder »am Leben erhalten muß«. »Hat demnach jeder ein natürliches Recht — so schließt der Papst —, den Lebensunterhalt zu finden, so ist hinwieder der Dürftige hierzu allein auf die Händearbeit notwendig angewiesen«. 24\n\nDer Lohn muß ausreichend sein, um den Arbeiter und seine Familie zu erhalten. Wenn der Arbeiter »sich aus reiner Not oder um einem schlimmeren Zustande zu entgehen, den allzu harten Bedingungen beugt, die ihm nun einmal vom Arbeitsherrn oder Unternehmer auferlegt werden, so heißt das Gewalt leiden, und die Gerechtigkeit erhebt gegen einen solchen Zwang Einspruch«. 25\n\nGebe Gott, daß diese Worte, die in der Entwicklung des sogenannten »ungezähmten Kapitalismus« geschrieben worden sind, nicht heute mit derselben Härte wiederholt werden müssen. Leider stößt man auch heute auf Fälle von Verträgen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, in denen die elementarste Gerechtigkeit in Fragen der Arbeit von Minderjährigen oder Frauen, der geregelten Arbeitszeit, des hygienischen Zustands der Arbeitsplätze und der entsprechenden Entlohnung ignoriert wird. Und das trotz der internationalen Erklärungen und Konventionen 26 und der entsprechenden Gesetzgebung der einzelnen Staaten. Der Papst schrieb der »staatlichen Autorität« die »strenge Pflicht« zu, sich in gebührender Weise um das Wohl der Arbeiter zu kümmern, weil er mit der Unterlassung dieser Pflicht die Gerechtigkeit verletzte, ja, er scheute sich nicht, von »ausgleichender Gerechtigkeit« zu sprechen. 27\n\n9. Zu diesen Rechten fügt Leo XIII. im Zusammenhang mit der Situation der Arbeiter ein weiteres hinzu, woran ich erinnern möchte, auch wegen der Bedeutung, die es hat und die es in jüngster Zeit hinzugewonnen hat. Es ist das Recht auf freie Erfüllung der religiösen Pflichten. Der Papst verkündet es ausdrücklich im Zusammenhang mit den anderen Rechten und Pflichten der Arbeiter. Er tut das trotz der auch zu seiner Zeit weitverbreiteten Meinung, daß bestimmte Fragen ausschließlich in den Privatbereich des einzelnen fielen. Er macht die pflichtmäßige Sonntagsruhe geltend, um dem Menschen den Gedanken an die Güter des Jenseits und die Pflichten der Gottesverehrung zu ermöglichen. 28 Dieses Recht, das in einem Gebot wurzelt, kann dem Menschen niemand vorenthalten. »Keine Gewalt darf sich ungestraft an der Würde des Menschen vergreifen, die doch Gott selbst mit großer Achtung über ihn verfügt«. Der Staat muß den Arbeitern die Ausübung dieses Rechts zusichern. 29\n\nMan wird kaum fehlgehen, wenn man in diesen eindeutigen Aussagen den Keim des Grundrechtes auf Religionsfreiheit sieht, das zum Thema vieler feierlicher internationaler Erklärungen und Konventionen 30 sowie der bekannten Konzilserklärung und wiederholter Aussagen meines eigenen Lehramtes 31 geworden ist. In diesem Zusammenhang muß man sich fragen, ob die geltenden Gesetzesvorschriften und die Praxis der Industriegesellschaften die Ausübung dieses elementaren Rechtes auf die Sonntagsruhe heute effektiv gewährleisten.\n\n10. Ein anderes wichtiges Merkmal, das reich ist an Aussagen für unsere Zeit, ist das Verständnis der Beziehung zwischen Staat und Bürgern. Rerum novarum kritisiert die zwei Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme: den Sozialismus und den Liberalismus. Dem Sozialismus ist der erste Teil gewidmet, in dem das Recht auf Privateigentum bestätigt wird. Dem zweiten System ist kein eigener Abschnitt gewidmet, sondern — und das muß angemerkt werden — der Papst behält sich seine Kritik am damaligen Liberalismus vor, bis er im zweiten Teil das Thema der Pflichten des Staates aufgreift. 32 Der Staat kann sich nicht darauf beschränken, »nur für einen Teil der Staatsangehörigen« — nämlich die wohlhabenden und vom Schicksal begünstigten — »zu sorgen, den andern aber«, der zweifellos die große Mehrheit der Gesellschaft darstellt, »zu vernachlässigen«. Wenn dies geschieht, so verletzt er die Gerechtigkeit, welche jedem das Seine zu geben bereit ist. »Doch muß der Staat beim Rechtsschutz zugunsten der Privaten eine ganz besondere Fürsorge für die niedere, besitzlose Masse sich angelegen sein lassen. Die Wohlhabenden sind nämlich nicht in dem Maße auf den öffentlichen Schutz angewiesen, sie haben selbst die Hilfe eher zur Hand; dagegen hängen die Besitzlosen, ohne eigenen Boden unter den Füßen, fast ganz von der Fürsorge des Staates ab. Die Lohnarbeiter also, die ja zumeist die Besitzlosen bilden, müssen vom Staat in besondere Obhut genommen werden«. 33\n\nDiese Stellen der Enzyklika sind heute vor allem von Bedeutung angesichts neuer Formen der Armut, die es in der Welt gibt. Denn es sind Aussagen, die weder von einer bestimmten Staatsauffassung noch von einer besonderen politischen Theorie abhängen. Der Papst bekräftigt ein Grundprinzip jeder gesunden politischen Ordnung: Je schutzloser Menschen in einer Gesellschaft sind, um so mehr hängen sie von der Anteilnahme und Sorge der anderen und insbesondere vom Eingreifen der staatlichen Autorität ab.\n\nSo erweist sich das Prinzip, das wir heute Solidaritätsprinzip nennen und an dessen Gültigkeit sowohl in der Ordnung innerhalb der einzelnen Nation als auch in der internationalen Ordnung ich in Sollicitudo rei socialis erinnert habe, 34 als eines der grundlegenden Prinzipien der christlichen Auffassung der gesellschaftlichen und politischen Ordnung. Es wird von Leo XIII. mehrmals unter dem Namen »Freundschaft« angeführt, ein Ausdruck, den wir schon in der griechischen Philosophie finden. Von Pius XI. wird es mit dem nicht weniger bedeutungsvollen Namen »soziale Liebe« bezeichnet. Paul VI. hat den Begriff mit den heutigen vielfältigen Dimensionen der sozialen Frage erweitert und von »Zivilisation der Liebe« gesprochen. 35\n\n11. Das Wiederlesen der Enzyklika in der Wirklichkeit unserer Zeit erlaubt uns, die stete Sorge und das ständige Bemühen der Kirche jenen Menschen gegenüber richtig einzuschätzen, denen die besondere Vorliebe Jesu galt. Der Inhalt der Enzyklika ist ein sprechendes Zeugnis für die Kontinuität dessen in der Kirche, was man heute »die vorrangige Option für die Armen« nennt; eine Option, die ich als einen »besonderen Vorrang in der Weise, wie die christliche Liebe ausgeübt wird«, definiert habe. 36 Die Enzyklika über die »Arbeiterfrage« ist also eine Enzyklika über die Armen und über das schreckliche Los, in das der neue und nicht selten gewaltsame Prozeß der Industrialisierung riesige Menschenmassen gestoßen hatte. Auch heute noch rufen in weiten Teilen der Welt ähnliche wirtschaftliche, soziale und politische Umwälzungen dieselben Ubel hervor.\n\nWenn Leo XIII. an den Staat appelliert, die Lage der Armen in Gerechtigkeit zu lindern, so tut er das, weil er richtigerweise erkennt, daß dem Staat die Aufgabe obliegt, über das Gemeinwohl zu wachen. Daß er dafür zu sorgen hat, daß jeder Bereich des gesellschaftlichen Lebens, der wirtschaftliche miteingeschlossen, unter Beachtung der berechtigten jeweiligen Autonomie zur Förderung des Gemeinwohles beiträgt. Das darf jedoch nicht zur Annahme führen, daß nach Papst Leo jede Lösung sozialer Fragen einzig vom Staat kommen soll. Im Gegenteil, der Papst betont immer wieder die notwendigen Grenzen im Eingreifen des Staates. Der Staat hat instrumentalen Charakter, da der einzelne, die Familie und die Gesellschaft vor ihm bestehen und der Staat dazu da ist, die Rechte des einen und der anderen zu schützen, nicht aber zu unterdrücken. 37\n\nDie Aktualität dieser Überlegungen kann niemandem entgehen; ich werde weiter unten auf dieses wichtige Thema der mit der Natur des Staates zusammenhängenden Grenzen nochmals zurückkommen. Die hervorgehobenen Punkte sind sicher nicht die einzigen, die der Enzyklika eine in der Kontinuität des sozialen Lehramtes der Kirche erstaunliche Aktualität verleihen; das auch im Licht einer gesunden Auffassung vom Privateigentum, von der Arbeit, vom Wirtschaftsprozeß, von der Wirklichkeit des Staates und vor allem vom Menschen selber. Weitere Themen werden später bei der Behandlung einiger Aspekte der heutigen Welt erwähnt werden. Doch gilt es schon jetzt festzuhalten, daß das, was das Herzstück der Enzyklika ausmacht und was sowohl sie als die ganze Soziallehre der Kirche zuinnerst bestimmt, die richtige Auffassung von der menschlichen Person und ihrem einzigartigen Wert ist, insofern »der Mensch... auf Erden das einzige von Gott um seiner selbst willen gewollte Geschöpf ist«. 38 In ihn hat er sein Bild und Gleichnis eingemeißelt (vgl. Gen 1, 26) und ihm damit eine unvergleichliche Würde verliehen, auf der die Enzyklika wiederholt so eindringlich besteht. Jenseits aller Rechte, die der Mensch durch sein Tun und Handeln erwirbt, besitzt er Rechte, die nicht im Entgelt für seine Leistung bestehen, sondern seiner wesenhaften Würde als Person entspringen.\n\nII. KAPITEL - AUF DEM WEG ZUM »NEUEN« VON HEUTE\n\n12. Es wäre keine angemessene Jubiläumsfeier für Rerum novarum, würde man dabei nicht die heutige Situation ins Auge fassen. Schon von seinem Inhalt her gibt das Dokument Anlaß zu einer derartigen Betrachtung, weil der geschichtliche Rahmen und die daraus abgeleitete Vorausschau sich im Lichte des Gesamtgeschehens der nachfolgenden Jahrzehnte als erstaunlich exakt herausstellen.\n\nDas wird in besonderer Weise von den Ereignissen der letzten Monate des Jahres 1989 und der ersten des Jahres 1990 bestätigt. Diese und die radikalen Umgestaltungen lassen sich nur auf Grund der unmittelbar vorhergehenden Situationen erklären. Sie haben das, was Leo XIII. voraussah und was die immer besorgteren Warnungen seiner Nachfolger ankündigten, gleichsam festgeschrieben und institutionalisiert. Papst Leo sah in der Tat unter allen Aspekten, politisch, sozial und wirtschaftlich, die negativen Folgen einer Gesellschaftsordnung voraus, wie sie der Sozialismus vorlegte, der sich freilich damals noch im Stadium der Sozialphilosophie und einer mehr oder weniger strukturierten Bewegung befand. Man mag sich darüber wundern, daß der Papst seine Kritik an den Lösungen, die sich für die »Arbeiterfrage« anboten, beim Sozialismus ansetzte. Dieser trat damals noch gar nicht — wie es später tatsächlich geschah — in Gestalt eines starken und mächtigen Staates mit allen ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auf. Der Papst urteilte jedenfalls richtig, wenn er die Gefahr sah, die darin bestand, daß der breiten Masse eine scheinbar so einfache und radikale Lösung der »Arbeiterfrage« vorgelegt wurde. Das erweist sich also um so treffender, wenn man das alles im Zusammenhang der grauenvollen Ungerechtigkeit sieht, in der sich die proletarischen Massen in den seit kurzem industrialisierten Nationen befanden.\n\nHier gilt es zweierlei zu unterstreichen: einerseits die große Klarheit in der Wahrnehmung der tatsächlichen Lage der Proletarier, Männer, Frauen und Kinder, in ihrer ganzen Härte; andererseits die nicht geringere Klarheit, mit der er das Übel einer Lösung erkennt, die unter dem Anschein, die Stellung von Armen und Reichen umzukehren, tatsächlich aber jenen zum Schaden gereicht, denen zu helfen sie vorgab. Das Heilmittel würde sich damit als schlimmer herausstellen als das Übel. Im Erkennen des Wesens des Sozialismus seiner Zeit mit dessen Forderung nach Abschaffung des Privateigentums gelangte Leo XIII. zum Kern der Frage.\n\nSeine Worte verdienen es, neu gelesen zu werden: »Zur Hebung dieses Übels (der ungerechten Verteilung des Reichtums und des Elends der Proletarier) verbreiten die Sozialisten, indem sie die Besitzlosen gegen die Reichen aufstacheln, die Behauptung, der private Besitz müsse aufhören, um einer Gemeinschaft der Güter Platz zu machen ...; indessen ist dieses Programm weit entfernt, etwas zur Lösung der Frage beizutragen; es schädigt vielmehr die arbeitenden Klassen selbst; es ist ferner sehr ungerecht, indem es die rechtmäßigen Besitzer vergewaltigt, es ist endlich der staatlichen Aufgabe zuwider, ja führt die Staaten in völlige Auflösung«. 39 Besser könnte man die durch die Einführung dieser Art des Sozialismus als Staatssystem verursachten Übel nicht aufzeigen: Es ist jenes System, das später unter dem Namen »realer Sozialismus« bekannt werden sollte.\n\n13. Wenn wir jetzt die begonnene Reflexion vertiefen und auch das mit hereinnehmen, was in den Enzykliken Laborem exercens und Sollicitudo rei socialis gesagt worden ist, müssen wir hinzufügen, daß der Grundirrtum des Sozialismus anthropologischer Natur ist. Er betrachtet den einzelnen Menschen lediglich als ein Instrument und Molekül des gesellschaftlichen Organismus, so daß das Wohl des einzelnen dem Ablauf des wirtschaftlich-gesellschaftlichen Mechanismus völlig untergeordnet wird; gleichzeitig ist man der Meinung, daß eben dieses Wohl unabhängig von freier Entscheidung und ohne eine ganz persönliche und unübertragbare Verantwortung gegenüber dem Guten verwirklicht werden könne. Der Mensch wird auf diese Weise zu einem Bündel gesellschaftlicher Beziehungen verkürzt, es verschwindet der Begriff der Person als autonomes Subjekt moralischer Entscheidung, das gerade dadurch die gesellschaftliche Ordnung aufbaut. Aus dieser verfehlten Sicht der Person folgen die Verkehrung des Rechtes, das den Raum für die Ausübung der Freiheit bestimmt, und ebenso die Ablehnung des Privateigentums. Der Mensch, der gar nichts hat, was er »sein eigen« nennen kann, und jeder Möglichkeit entbehrt, sich durch eigene Initiative seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wird völlig abhängig von den gesellschaftlichen Mechanismen und von denen, die sie kontrollieren. Es wird dem Menschen äußerst schwer, seine Würde als Person zu erkennen. Damit aber wird der Weg zur Errichtung einer echten menschlichen Gemeinschaft verbaut.\n\nIm Gegensatz dazu folgt aus der christlichen Sicht der Person notwendigerweise die richtige Sicht der Gesellschaft. Nach Rerum novarum und der ganzen Soziallehre der Kirche erschöpft sich die gesellschaftliche Natur des Menschen nicht im Staat, sondern sie verwirklicht sich in verschiedenen Zwischengruppen, angefangen von der Familie bis hin zu den wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Gruppen, die in derselben menschlichen Natur ihren Ursprung haben und daher — immer innerhalb des Gemeinwohls — ihre eigene Autonomie besitzen. Das ist die — wie ich sie nenne — »Subjektivität der Gesellschaft«, die zusammen mit der Subjektivität des einzelnen vom »realen Sozialismus« zerstört wurde. 40\n\nWenn wir uns weiter fragen, woher diese irrige Sichtweise des Wesens der Person und der »Subjektivität« der Gesellschaft stammt, können wir nur antworten, daß seine Hauptursache der Atheismus ist. In der Antwort auf den Anruf Gottes, der sich in den Dingen der Welt manifestiert, wird sich der Mensch seiner übernatürlichen Würde bewußt. Jeder Mensch muß diese Antwort geben. Darin besteht die Krönung seines Menschseins, und kein gesellschaftlicher Mechanismus und kein kollektives Subjekt kann ihn dabei vertreten. Die Leugnung Gottes beraubt die Person ihres tragenden Grundes und führt damit zu einer Gesellschaftsordnung ohne Anerkennung der Würde und Verantwortung der menschlichen Person.\n\nDer Atheismus, von dem hier die Rede ist, hängt eng mit dem Rationalismus der Aufklärung zusammen, der die Wirklichkeit des Menschen und der Gesellschaft mechanisch versteht. So wird die tiefste Sicht der wahren Größe des Menschen geleugnet, sein Vorrang vor den Dingen. Aber ebenso verneint wird der Widerspruch, der in seinem Herzen wohnt: zwischen dem Verlangen nach einem Vollbesitz des Guten und der eigenen Unfähigkeit, es zu erlangen, und das daraus erwachsene Heilsbedürfnis.\n\n14. Aus derselben atheistischen Wurzel stammt auch die Wahl der Methode des Sozialismus, die in Rerum novarum verurteilt wird. Es handelt sich um den Klassenkampf. Der Papst hat keineswegs die Absicht, jegliche Form sozialer Konflikte zu verurteilen. Die Kirche weiß nur zu gut, daß in der Geschichte unvermeidlich Interessenskonflikte zwischen verschiedenen sozialen Gruppen auftreten und daß der Christ dazu oft entschieden und konsequent Stellung beziehen muß. Die Enzyklika Laborem exercens hat mit aller Deutlichkeit die positive Rolle des Konfliktes anerkannt, wenn dieser als »Kampf für die soziale Gerechtigkeit« angesehen wird. 41 In Quadragesimo anno heißt es: »Wenn sich der Klassenkampf der Aktionen der Gewalt und des gegenseitigen Hasses enthält, verwandelt er sich nach und nach in eine ehrliche Diskussion, die auf der Suche nach der Gerechtigkeit gegründet ist«. 42\n\nWas am Klassenkampf verurteilt wird, ist die Auffassung eines Konfliktes, der sich von keiner Erwägung ethischer oder rechtlicher Art leiten läßt; der sich weigert, die Personenwürde im anderen (und damit die eigene) anzuerkennen; der daher einen angemessenen Vergleich ausschließt und nicht mehr das Gesamtwohl der Gesellschaft, vielmehr ausschließlich das Sonderinteresse einer Gruppe im Auge hat, das sich an die Stelle des Gemeinwohls setzt und daher vernichten will, was sich ihm entgegenstellt. Es handelt sich, bezogen auf die interne Konfrontation gesellschaftlicher Gruppen, um die Wiederholung der Theorie vom »totalen Krieg«, den der Materialismus und Imperialismus jener Tage für das Verhältnis der internationalen Beziehungen aufzwangen. Diese Theorie ersetzte die Suche nach einem gerechten Ausgleich der Interessen der verschiedenen Nationen mit dem absoluten Vorrang der eigenen Interessen bis hin zur Vernichtung unter Anwendung aller Mittel. Lüge, Terror gegen die Zivilbevölkerung, Massenvernichtungswaffen (deren Anwendung man gerade in jenen Jahren zu planen begann), Machtmittel des Widerstandes gegen den Feind waren nicht ausgeschlossen. Der Klassenkampf im marxistischen Sinn und der Militarismus haben gleiche Wurzeln: den Atheismus und die Verachtung der menschlichen Person, die das Prinzip der Macht über Vernunft und Recht setzen.\n\n15. Rerum novarum stellt sich der Verstaatlichung der Produktionsmittel entgegen, die den Bürger als nur kleinen Bestandteil der Staatsmaschinerie herabwürdigen würde. Nicht weniger energisch aber kritisiert die Enzyklika eine Staatsauffassung, die die Wirtschaft aus seinen Interessen und Maßnahmen völlig ausklammern würde. Zweifellos gibt es einen berechtigten Raum der Freiheit in der Wirtschaft, in den der Staat nicht eingreifen soll. Aber der Staat hat die Aufgabe, den rechtlichen Rahmen zu erstellen, innerhalb dessen sich das Wirtschaftsleben entfalten kann. Damit schafft er die Grundvoraussetzung für eine freie Wirtschaft, die in einer gewissen Gleichheit unter den Beteiligten besteht, so daß der eine nicht so übermächtig wird, daß er den anderen praktisch zur Sklaverei verurteilt. 43\n\nAngesichts solcher Gefahren zeigt Rerum novarum den Weg gerechter Reformen auf, die der Arbeit ihre Würde als freies Tun des Menschen wiedergeben. Das besagt unter anderem vor allem die Verantwortung von seiten der Gesellschaft und des Staates, den Arbeiter vor dem Alptraum der Arbeitslosigkeit zu schützten. Dies wurde im Verlauf der Zeit durch zwei sich ergänzende Wege versucht: Durch eine Wirtschaftspolitik mit dem Ziel eines ausgeglichenen Wachstums und der Sicherung von Vollbeschäftigung und ebenso mit einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, verbunden mit einer Politik der Umschulung, die den Wechsel eines Arbeiters von einem Krisensektor in einen Entwicklungssektor erleichtert.\n\nFerner müssen Gesellschaft und Staat für ein angemessenes Lohnniveau sorgen, das dem Arbeiter und seiner Familie den Unterhalt sichert und die Möglichkeit zum Sparen erlaubt. Es erfordert Anstrengungen, um den Arbeitern stets jenes fachliche Wissen und Können zu vermitteln, damit ihre Arbeit zur Verbesserung der Produktion beiträgt. Es ist ebenso notwendig, darüber zu wachen und gesetzgeberische Maßnahmen zu ergreifen, um die schändliche Ausbeutung insbesondere der Schwachen, der Einwanderer und der an den Rand gedrängten Arbeiter zu verhindern. Hier liegt die entscheidende Aufgabe der Gewerkschaften, die Mindestlohn und Arbeitsbedingungen aushandeln.\n\nSchließlich ist die Sicherung einer »menschlichen« Arbeitszeit und eine entsprechende Erholung zu garantieren. Von Bedeutung ist das Recht, die eigene Persönlichkeit am Arbeitsplatz einzubringen, ohne daß dabei das eigene Gewissen oder die Menschenwürde Schaden leiden. Hier ist von neuem an die Rolle der Gewerkschaften zu appellieren, die nicht nur als Verhandlungspartner, sondern auch als »Ort« dienen sollen, an dem die Persönlichkeit des Arbeiters zur Geltung kommen kann. Sie sollen dazu beitragen, eine echte Arbeitskultur zu entwickeln und den Arbeitern die volle menschliche Anteilnahme am Unternehmen zu ermöglichen. 44 Zur Verwirklichung dieser Ziele muß der Staat, sei es unmittelbar oder mittelbar, seinen Beitrag leisten. Mittelbar dadurch, daß er nach dem Prinzip der Subsidiarität möglichst günstige Voraussetzungen für die freie Entfaltung der Wirtschaft bietet, die damit ein reiches Angebot an Arbeitsmöglichkeiten und einen Grundstock für den Wohlstand schafft. Unmittelbar leistet der Staat seinen Beitrag, wenn er nach dem Prinzip der Solidarität, zur Verteidigung des Schwächeren Grenzen setzt, die über die Arbeitsbedingungen entscheiden, und wenn er dem beschäftigungslosen Arbeiter das Existenzminimum garantiert. 45\n\nDie Enzyklika und mit ihr das soziale Lehramt hatten in den Jahren der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert einen vielfältigen Einfluß. Dieser Einfluß zeigt sich in zahlreichen Reformen auf dem Gebiet der Sozialgesetzgebung, der Altersversorgung, der Krankenversicherung, der Unfallverhütung, immer im Hinblick auf eine umfassendere und größere Achtung vor den Rechten der Arbeiter. 46\n\n16. Die Reformen wurden zum Teil von den Staaten selber durchgeführt, zum Teil aber hatte die Arbeiterbewegung im Kampf um ihre Durchsetzung eine wichtige Rolle. Als Reaktion des moralischen Gewissens gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung entstanden, kam sie in der Folge in einem gewissen Maße unter den Einfluß jener marxistischen Ideologie, gegen die sich Rerum novarum wandte. Die Arbeiterbewegung entfaltete umfangreiche gewerkschaftliche und reformerische Aktivitäten, die sich vom Nebel der Ideologie fernhielt. Sie befaßte sich mit den täglichen Anliegen der Arbeiter, und hier traf sich ihr Bemühen oft mit dem der Christen, für die Arbeiter bessere Lebensbedingungen zu schaffen.\n\nIn die gleiche Richtung gingen auch die Bemühungen der organisierten Selbsthilfe der Gesellschaft in der Erstellung wirksamer Formen der Solidarität, die imstande waren, das Wirtschaftswachstum mit mehr Achtung vor dem Menschen zu verbinden. Hier ist an die vielfältige Tätigkeit zu erinnern, an der Christen einen wesentlichen Anteil hatten: in der Gründung von Produktions-, Konsum- und Kreditgenossenschaften, in der Förderung der Volks- und Berufsbildung, in den verschiedenen Versuchen der Mitbeteiligung am Betrieb und ganz allgemein am Leben der Gesellschaft.\n\nWenn es im Blick auf die Vergangenheit angebracht ist, Gott zu danken, weil die große Enzyklika in den Herzen nicht ohne Antwort blieb, sondern zu großmütigem Handeln angeregt hat, so ist dennoch daran zu erinnern, daß ihre prophetische Botschaft von den Menschen ihrer Zeit nicht in vollem Umfang aufgenommen wurde. Gerade dadurch kam es zu ernsten Katastrophen.\n\n17. Wenn man die Enzyklika in Verbindung mit dem ganzen Reichtum des Lehramtes Leos liest, 47 so erkennt man, daß sie auf wirtschaftlich-gesellschaftlichem Gebiet die Konsequenzen eines Irrtums von größter Tragweite aufzeigt. Dieser Irrtum besteht, wie ich vorher sagte, in einem Verständnis der menschlichen Freiheit, die sie vom Gehorsam gegenüber der Wahrheit und damit auch von der Pflicht, die Rechte der Menschen zu respektieren, entbindet. Inhalt der Freiheit wird dann die Selbstliebe, die bis zur Verachtung Gottes und des Nächsten führt, die in der Verfolgung der eigenen Interessen keine Grenzen kennt und die auf die Forderungen der Gerechtigkeit keine Rücksicht nimmt. 48\n\nGerade dieser Irrtum kam voll zur Wirkung in der tragischen Abfolge von Kriegen, die zwischen 1914 und 1945 Europa und die ganze Welt erschütterten. Diese Kriege waren Auswirkungen des Militarismus und des maßlosen Nationalismus und der damit verbundenen Formen von Totalitarismus. Sie entstehen aus dem Klassenkampf, aus Bürgerkriegen und ideologischen Kämpfen. Ohne die schreckliche Last von Haß und Rachsucht, die sich wegen derart zahlreicher Ungerechtigkeiten sowohl auf internationaler Ebene als auch auf jener im Inneren der einzelnen Staaten anhäufte, wäre ein Krieg von solch totaler Grausamkeit, in dem alle Kräfte großer Nationen eingesetzt wurden, in dem man vor Verletzung heiligster Menschenrechte nicht zurückschreckte, in dem die Ausrottung ganzer Völker und gesellschaftlicher Gruppen geplant und durchgeführt wurde, nicht möglich gewesen. Wir denken hier besonders an das jüdische Volk, dessen schreckliches Schicksal zum Symbol für jene Verirrungen wurde, zu denen der Mensch kommen kann, wenn er sich gegen Gott wendet.\n\nHaß und Ungerechtigkeit bemächtigen sich immer noch ganzer Nationen. Sie lassen sich nur dann zum Handeln bewegen, wenn sie von Ideologien legitimiert und organisiert werden, die sich mehr auf die eigene Ahnung als auf die Wahrheit über den Menschen gründen. 49 Die Enzyklika Rerum novarum hat sich gegen die Ideologien des Hasses zur Wehr gesetzt und Wege der Gerechtigkeit zur Überwindung von Gewalt und Feindschaft aufgezeigt. Möchte die Erinnerung an jene schrecklichen Ereignisse das Handeln aller Menschen beeinflussen, insbesondere das der Verantwortlichen der Völker unserer Zeit. Einer Zeit, in der neues Unrecht neuen Haß nährt und neue Ideologien am Horizont auftauchen, die die Gewalt verherrlichen.\n\n18. Gewiß, seit 1945 schweigen die Waffen auf dem europäischen Kontinent. Der wahre Friede aber — daran sei erinnert — ist niemals das Ergebnis eines errungenen militärischen Sieges, sondern besteht in der Überwindung der Kriegsursachen und in der echten Aussöhnung unter den Völkern. Während vieler Jahre gab es in Europa und in der Welt jedoch eher eine Situation des Nicht-Krieges als des authentischen Friedens. Eine Hälfte des europäischen Kontinents geriet unter die Herrschaft der kommunistischen Diktatur, während die andere Hälfte darauf bedacht war, sich gegen eine solche Gefahr abzusichern. Viele Völker verlieren die Möglichkeit, über sich selbst zu verfügen. Sie werden in die bedrückenden Grenzen eines Machtblockes eingeschlossen, während man darauf hinarbeitet, ihr Geschichtsbewußtsein und die Wurzeln ihrer Jahrhunderte alten Kultur auszulöschen. Ungeheure Massen von Menschen werden als Folge der gewaltsamen Teilung dazu gezwungen, ihr Land zu verlassen, und werden gewaltsam vertrieben.\n\nEin irrsinniger Rüstungswettlauf verschlingt die Mittel, die nötig wären, um eine Entwicklung der eigenen Wirtschaft zu sichern und den am meisten benachteiligten Nationen zu helfen. Der wissenschaftliche und technologische Fortschritt, der zum Wohlergehen des Menschen beitragen sollte, wird zum Instrument für den Krieg. Man gebraucht Wissenschaft und Technik, um immer vollkommenere Waffen zur Massenvernichtung zu produzieren, während eine Ideologie, die eine Perversion echter Philosophie darstellt, die theoretische Rechtfertigung für den neuen Krieg liefern soll. Dieser Krieg wird nicht nur erwartet und vorbereitet, er wird geführt mit ungeheurem Blutvergießen in verschiedenen Teilen der Welt. Die Logik der Blöcke und Machtbereiche, die in den verschiedenen Dokumenten der Kirche und jüngst in der Enzyklika Sollicitudo rei socialis 50 angeprangert wurden, verfährt in der Weise, daß die in den Ländern der dritten Welt entstandenen Streitigkeiten und Unstimmigkeiten systematisch gefördert und ausgenützt werden, um dem Gegner Schwierigkeiten zu machen.\n\nExtremistische Gruppen, die diese Konflikte mit Waffengewalt lösen wollen, finden politische und militärische Unterstützung. Sie werden mit Waffen versehen und für den Krieg ausgebildet, während jene, die sich unter Respektierung der legitimen Interessen aller Beteiligten um friedliche und menschliche Lösungen bemühen, isoliert bleiben und oft Opfer ihrer Gegner werden.\n\nAuch die militärische Aufrüstung vieler Länder der dritten Welt und die sie zerfleischenden Stammesfehden, die Ausbreitung des Terrorismus und der stets barbarischer werdenden Mittel der politisch-militärischen Auseinandersetzung stellen eine der Hauptursachen dar in der Brüchigkeit des Friedens nach dem zweiten Weltkrieg. Auf der ganzen Welt lastet schließlich die Bedrohung eines Atomkrieges, der die ganze Menschheit auslöschen kann. Die für militärische Zwecke angewandte Wissenschaft gibt dem von Ideologie geförderten Haß die entscheidenden Möglichkeiten. Aber der Krieg kann ohne Sieger und Besiegte im Selbstmord der Menschheit enden, und deshalb muß man die Logik, die dazu führt, radikal zurückweisen, närnlich die Idee, daß der Kampf zur Vernichtung des Feindes, die Gegnerschaft und der Krieg zur Entwicklung und zum Fortschritt der Geschichte beitragen. 51 Wenn man die Notwendigkeit dieser Ablehnung einsieht, dann muß notwendigerweise die Logik des »totalen Krieges« wie die des »Klassenkampfes« in Krise geraten.\n\n19. Am Ende des zweiten Weltkrieges ist ein solcher Fortschritt des Bewußtseins aber erst in den Anfängen. Was die Aufmerksamkeit erregt, ist die Ausbreitung des kommunistischen Totalitarismus auf mehr als die Hälfte Europas und weite Teile der Welt. Der Krieg, der die Freiheit wiederbringen und das Recht der Völker wiederherstellen sollte, geht ohne die Verwirklichung dieser Ziele zu Ende. Viele Völker, besonders jene, die schwer gelitten hatten, erfahren das Gegenteil. Diese Situation hat verschiedene Antworten hervorgebracht.\n\nIn einigen Ländern sieht man nach der Zerstörung des Krieges auf verschiedenen Gebieten ein positives Bemühen zum Aufbau einer demokratischen Gesellschaft, die sich von sozialer Gerechtigkeit leiten läßt und dem Kommunismus sein revolutionäres Potential entzieht, das sich auf die ausgebeuteten und unterdrückten Massen gründet. Dieses Bemühen wird im allgemeinen durch die Methoden der freien Marktwirtschaft unterstützt. Durch stabile Währung und Sicherheit der sozialen Beziehungen sucht man die Voraussetzungen für ein stabiles und gesundes Wirtschaftswachstum zu schaffen, in dem die Menschen mit ihrer Arbeit für sich selbst und für ihre Kinder eine bessere Zukunft bauen können. Zugleich will man vermeiden, daß die Marktmechanismen zum ausschließlichen Bezugspunkt für das gesamte gesellschaftliche Leben werden. Man strebt eine öffentliche Kontrolle an, die das Prinzip der Bestimmung der Güter der Erde für alle wirksam zur Geltung kommen läßt. Die verhältnismäßig guten Arbeitsmöglichkeiten, ein solides System der sozialen und beruflichen Sicherheit, die Freiheit zur Gründung von Vereinigungen und die ausgeprägte Tätigkeit von Gewerkschaften, Vorkehrungen für den Fall der Arbeitslosigkeit, die Möglichkeit demokratischer Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, all das sollte dazu beitragen, die Arbeit ihres Warencharakters zu entkleiden und ihr die Möglichkeit zu geben, sie in Würde auszuführen.\n\nEs gibt sodann andere soziale Kräfte und geistige Bewegungen, die sich dem Marxismus durch die Erstellung von Systemen »nationaler Sicherheit« entgegenstellen. Ihr Ziel ist, die ganze Gesellschaft bis in die feinsten Verästelungen zu kontrollieren, um marxistische Infiltration zu verhindern. Sie verherrlichen und steigern die Macht des Staates und wollen so ihre Völker vor dem Kommunismus bewahren. Dabei geraten sie aber ernstlich in die Gefahr, jene Freiheit und jene Werte des Menschen zu zerstören, in deren Namen man sich diesem entgegenstellen muß.\n\nEine weitere praktische Antwort wird schließlich von der Wohlstands- oder Konsumgesellschaft verkörpert. Sie sucht den Marxismus auf der Ebene eines reinen Materialismus zu besiegen, indem gezeigt wird, daß eine Gesellschaft der freien Marktwirtschaft die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse des Menschen besser gewährleisten kann als der Kommunismus, wobei geistige Werte ebenso außer acht gelassen werden. Einerseits ist es wahr, daß dieses soziale Modell den Zusammenbruch des Marxismus aufzeigt, insofern er eine neue und bessere Gesellschaft erstellen wollte. Andererseits stimmt es mit ihm aber in Wirklichkeit überein, insofern es jede Eigenständigkeit, jede Berufung zum sittlichen Handeln, zum Recht, zur Kultur und zur Religion leugnet und den Menschen völlig auf den Bereich der Wirtschaft und die Befriedigung materieller Bedürfnisse reduziert.\n\n20. In derselben Zeitspanne vollzieht sich ein grandioser Prozeß der »Dekolonisation«, durch den viele Länder die Unabhängigkeit und das Recht der freien Selbstbestimmung erhalten. Aber mit der formalen Erlangung der staatlichen Souveränität befinden sich diese Länder oft erst am Beginn des Weges zu einer echten Unabhängigkeit. Tatsächlich bleiben wichtige Bereiche der Wirtschaft noch in den Händen großer ausländischer Unternehmen, die nicht bereit sind, sich auf Dauer zur Entwicklung des Gastlandes zu verpflichten. Oft wird die Politik selbst von ausländischen Mächten kontrolliert. Im Inneren der Staaten leben Stammesgruppen, die noch nicht zu einer echten nationalen Gemeinschaft verschmolzen sind. Es fehlen darüber hinaus kompetente Fachleute, die fähig sind, die Verwaltung des Staates sachgerecht und in rechtschaffener Weise zu ordnen. Es fehlen ebenso die Rahmenbedingungen effizienter und verantwortungsbewußter Wirtschaftsführung.\n\nIn der dargelegten Situation scheint es vielen, daß der Marxismus für den Aufbau der Nation und des Staates richtungsweisend sein könnte, und darum entstehen verschiedene Spielarten des Sozialismus mit spezifisch nationalem Charakter. So vermischen sich in vielen Ideologien, die sich jeweils andersartig darstellen, legitime Forderungen nationaler Befreiung, Nationalismen und Militarismen sowie Grundsätze alter Volksüberlieferungen, die oft verwandt erscheinen mit der christlichen Soziallehre, und Begriffe des Marxismus-Leninismus.\n\n21. Schließlich ist daran zu erinnern, daß sich nach dem zweiten Weltkrieg als Reaktion auf seine Schrecken ein lebendiges Bewußtsein für die Menschenrechte verbreitete. Es hat in verschiedenen internationalen Dokumenten 52 seinen Ausdruck gefunden, und ebenso in der Erarbeitung eines neuen Völkerrechtes, zu dem der Heilige Stuhl einen beständigen Beitrag geleistet hat. Der Angelpunkt dieser Entwicklung aber war die Organisation der Vereinten Nationen. Nicht nur das Bewußtsein des Rechts des einzelnen ist gewachsen, sondern auch das der Rechte der Völker. Man erkannte klarer die Notwendigkeit, dahin zu wirken, die Unterschiede in den verschiedenen Regionen der Welt auszugleichen, die den Kernpunkt der sozialen Frage von der nationalen auf die internationale Ebene verlagert haben. 53\n\nNimmt man auch diese Entwicklung mit Genugtuung zur Kenntnis, so kann man doch nicht die Tatsache übersehen, daß die Gesamtbilanz der verschiedenen Entwicklungshilfen keineswegs immer positiv ist. Den Vereinten Nationen ist es bis jetzt nicht gelungen, an Stelle des Krieges ein wirksames Instrumentarium zur Lösung internationaler Konflikte auszuarbeiten. Das erscheint als das dringendste Problem, das die internationale Gemeinschaft zu lösen hat.\n\nIII. KAPITEL - DAS JAHR 1989\n\n22. Von der eben geschilderten und in der Enzyklika Sollicitudo rei socialis bereits ausführlich dargestellten Weltlage her begreift man die unerwartete und vielversprechende Tragweite der Geschehnisse der letzten Jahre. Ihr Höhepunkt waren sicher die Ereignisse des Jahres 1989 in den Ländern Mittel- und Osteuropas; sie umfassen aber einen größeren Zeitbogen und einen breiteren geographischen Horizont. Im Laufe der achtziger Jahre brechen nacheinander in einigen Ländern Lateinamerikas, aber auch Afrikas und Asiens diktatorische, von Unterdrückung gekennzeichnete Regimes zusammen; in anderen Fällen beginnt ein schwieriger, aber erfolgreicher Übergang hin zu gerechteren und demokratischen politischen Strukturen. Einen wichtigen, ja entscheidenden Beitrag hat dabei der Einsatz der Kirche für die Verteidigung und die Förderung der Menschenrechte geleistet. In stark ideologisierten Milieus, wo eine völlig einseitige Beeinflussung das Bewußtsein von der gemeinsamen menschlichen Würde trübte, hat die Kirche klar und nachdrücklich geltend gemacht, daß jeder Mensch, welche persönlichen Überzeugungen er auch immer haben mag, das Ebenbild Gottes in sich trage und daher Achtung verdiene. In dieser Aussage hat sich die große Mehrheit des Volkes oft wiedererkannt, und das hat zur Suche nach Kampfformen und politischen Lösungen geführt, die der Würde des Menschen mehr entsprechen.\n\nAus diesem historischen Prozeß sind neue Formen der Demokratie hervorgegangen. Sie geben Hoffnung auf einen Wandel in den brüchigen politischen und sozialen Strukturen, die nicht nur von der Hypothek schmerzlicher Ungerechtigkeit und Verbitterung, sondern auch von einer geschädigten Wirtschaft und schweren sozialen Konflikten belastet sind. Während ich zusammen mit der ganzen Kirche Gott für das oft heldenhafte Zeugnis danke, das viele Bischöfe, ganze Christengemeinden und einzelne Gläubige und andere Menschen guten Willens unter diesen schwierigen Umständen gegeben haben, bete ich darum, daß Er die Anstrengungen aller zum Aufbau einer besseren Zukunft unterstützen möge. Diese Verantwortung trifft nicht nur die Bürger jener Länder, sondern alle Christen und Menschen guten Willens. Es geht darum zu beweisen, daß die umfassenden Probleme jener Völker auf dem Weg des Dialogs und der Solidarität eher gelöst werden können als durch die Vernichtung des Gegners und durch Krieg.\n\n23. Unter den zahlreichen Faktoren des Zusammenbruches der von Unterdrückung gekennzeichneten Regimes verdienen einige besonders erwähnt zu werden. Der entscheidende Faktor, der den Wandel in Gang gebracht hat, ist zweifellos die Verletzung der Rechte der Arbeit. Man darf nicht vergessen, daß die entscheidende Krise der Systeme, die vorgeben, Ausdruck der Herrschaft und der Diktatur der Arbeiter zu sein, mit den großen Arbeiterbewegungen beginnt, die in Polen im Namen der Solidarität stattfanden. Es sind die Massen der Arbeiter, die der Ideologie, die angeblich in ihrem Namen spricht, die Legitimation entziehen. Die gleichen Arbeiter stoßen in der harten Erfahrung der Arbeit und der Unterdrückung auf die Aussagen und Grundsätze der Soziallehre der Kirche, und dies bedeutet für sie eine Neuentdeckung.\n\nEs muß ausdrücklich betont werden, daß der Zusammenbruch dieser Machtblöcke überall durch einen gewaltlosen Kampf erreicht wurde, der nur von den Waffen der Wahrheit und der Gerechtigkeit Gebrauch machte. Der Marxismus war der Meinung, daß es erst nach Radikalisierung der sozialen Gegensätze möglich wäre, durch eine gewaltsame Auseinandersetzung zu einer Lösung zu gelangen. Die Kämpfe hingegen, die zum Zusammenbruch des Marxismus führten, bemühten sich mit Zähigkeit, alle Wege der Verhandlung, des Dialogs und des Zeugnisses der Wahrheit zu gehen. Man appellierte an das Gewissen des Gegners und man war bemüht, in ihm das Bewußtsein der gemeinsamen Menschenwürde zu wecken.\n\nMan konnte den Eindruck haben, daß die aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangene und vom Abkommen von Jalta festgelegte Ordnung Europas nur durch einen neuerlichen Krieg erschüttert werden könnte. Statt dessen ist sie von dem gewaltlosen Engagement von Menschen überwunden worden, die sich stets geweigert hatten, der Macht der Gewalt zu weichen, und Schritt für Schritt wirksame Mittel zu finden wußten, um von der Wahrheit Zeugnis abzulegen. Das hat den Gegner entwaffnet. Denn die Gewalt muß sich immer mit der Lüge rechtfertigen. Sie gibt vor, auch wenn der Anschein trügt, die Verteidigung eines Rechts oder die Abwehr einer Bedrohung im Auge zu haben. 54 Ich danke Gott dafür, daß Er das Herz der Menschen in der Zeit der schweren Prüfung gestärkt hat, und bitte Ihn, daß dieses Beispiel auch an anderen Orten und in anderen Situationen zur Geltung komme. Mögen die Menschen lernen, gewaltlos für die Gerechtigkeit zu kämpfen, in den internen Auseinandersetzungen auf den Klassenkampf zu verzichten und in internationalen Konflikten auf den Krieg.\n\n24. Die zweite Ursache der Krise ist zweifellos die Untauglichkeit des Wirtschaftssystems. Hier geht es nicht bloß um ein technisches Problem, sondern vielmehr um die Folgen der Verletzung der menschlichen Rechte auf wirtschaftliche Initiative, auf Eigentum und auf Freiheit im Bereich der Wirtschaft. Dazu kommt die kulturelle und nationale Dimension. Man kann den Menschen nicht einseitig von der Wirtschaft her begreifen und auch nicht aufGrund der bloßen Zugehörigkeit zu einer Klasse. Der Mensch wird am umfassendsten dann erfaßt, wenn er im Kontext seiner Kultur gesehen wird, das heißt, wie er sich durch die Sprache, die eigene Geschichte und durch die Grundhaltungen in den entscheidenden Ereignissen des Lebens, in der Geburt, in der Liebe, im Tod, darstellt. Im Mittelpunkt jeder Kultur steht die Haltung, die der Mensch dem größten Geheimnis gegenüber einnimmt: dem Geheimnis Gottes. Die Kulturen der einzelnen Nationen sind im Grunde nur verschiedene Weisen, sich der Frage nach dem Sinn der eigenen Existenz zu stellen; wird diese Frage ausgeklammert, entarten die Kultur und die Moral der Völker. Deshalb hat sich der Kampf für die Verteidigung der Rechte der Arbeit spontan mit dem Kampf für die Kultur und die Rechte der Nation verbunden.\n\nDie wahre Ursache der jüngsten Ereignisse ist jedoch die vom Atheismus hervorgerufene geistige Leere. Sie hat die jungen Generationen ohne Orientierung gelassen und sie nicht selten veranlaßt, bei ihrer ununterdrückbaren Suche nach der eigenen Identität und nach dem Sinn des Lebens die religiösen Wurzeln der Kultur ihrer Nationen und die Person Christi selbst wiederzuentdecken als einzige Antwort auf die im Herzen jedes Menschen vorhandene Sehnsucht nach Glück, Wahrheit und Leben. Diesem Suchen ist das Zeugnis all derer entgegengekommen, die unter schwierigen Umständen und unter Verfolgungen Gott die Treue hielten. Der Marxismus hatte versprochen, das Verlangen nach Gott aus dem Herzen des Menschen zu tilgen. Die Ergebnisse aber haben bewiesen, daß dies nicht gelingen kann, ohne dieses Herz selber zu zerrütten.\n\n25. Die Ereignisse des Jahres 1989 bieten ein Beispiel für den Erfolg des Verhandlungswillens und des evangelischen Geistes gegenüber einem Gegner, der entschlossen war, sich nicht von sittlichen Normen eingrenzen zu lassen. Sie sind eine Warnung für alle, die im Namen des politischen Realismus Recht und Moral aus der Politik verbannen wollen. Der Kampf, der zu den Veränderungen von 1989 führte, hat sicher Klarheit, Mäßigung, Leiden und Opfer verlangt; er ist in gewissem Sinne aus dem Gebet entstanden und wäre ohne ein grenzenloses Vertrauen in Gott, den Herrn der Geschichte, der das Herz der Menschen in seinen Händen hält, undenkbar gewesen. Indem der Mensch sein Leiden für die Wahrheit und die Freiheit dem Leiden Christi am Kreuz hinzufügt, vermag er das Wunder des Friedens zu vollbringen und ist imstande, den schmalen Pfad zu erkennen zwischen der Feigheit, die dem Bösen weicht, und der Gewalt, die sich zwar einbildet, das Böse zu bekämpfen, es aber in Wirklichkeit verschlimmert.\n\nMan darf allerdings nicht die zahlreichen Bedingtheiten übersehen, von denen die Freiheit des einzelnen Menschen abhängt. Sie beeinflussen die Freiheit, aber bestimmen sie nicht; sie erleichtern mehr oder weniger ihre Ausübung, können sie aber nicht zerstören. Es ist nicht nur vom ethischen Standpunkt her nicht gestattet, die Natur des Menschen, der zur Freiheit geschaffen ist, zu übersehen. Es ist praktisch gar nicht möglich. Dort, wo sich die Gesellschaft so organisiert, daß der legitime Raum der Freiheit willkürlich eingeschränkt oder gar zerstört wird, löst sich das gesellschaftliche Leben nach und nach auf und verfällt schließlich.\n\nDer zur Freiheit geschaffene Mensch trägt in sich die Wunde der Ursünde, die ihn ständig zum Bösen treibt und erlösungsbedürftig macht. Diese Lehre ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil der christlichen Offenbarung, sondern sie besitzt auch einen großen hermeneutischen Wert, weil sie die Wirklichkeit des Menschen begreifen hilft. Der Mensch strebt zum Guten, aber er ist auch des Bösen fähig; er kann über sein unmittelbares Interesse hinausgehen und bleibt dennoch daran gebunden. Die Gesellschaftsordnung wird um so beständiger sein, je mehr sie dieser Tatsache Rechnung trägt. Sie wird nicht das persönliche Interesse dem Gesamtinteresse der Gesellschaft entgegenstellen, sondern nach Möglichkeiten einer fruchtbaren Zusammenarbeit suchen. Denn wo das Interesse des einzelnen gewaltsam unterdrückt wird, wird es durch ein drückendes System bürokratischer Kontrolle ersetzt, das die Quellen der Initiative und Kreativität versiegen läßt. Wenn Menschen meinen, sie verfügten über das Geheimnis einer vollkommenen Gesellschaftsordnung, die das Böse unmöglich macht, dann glauben sie auch, daß sie für deren Verwirklichung jedes Mittel, auch Gewalt und Lüge, einsetzen dürfen. Die Politik wird dann zu einer »weltlichen Religion«, die sich einbildet, das Paradies in dieser Welt zu errichten. Aber niemals wird irgendeine politische Gesellschaft, die ihre eigene Autonomie und ihre eigenen Gesetze besitzt, 55 mit dem Reich Gottes verwechselt werden können. Das biblische Gleichnis vom guten Samen und vom Unkraut (vgl. Mt 13, 24-30; 36-43) lehrt uns aber, daß es allein Gott zusteht, die Söhne des Reiches und die Söhne des Bösen zu scheiden, und daß dieses Urteil erst am Ende der Zeiten stattfinden wird. Indem der Mensch sich anmaßt, dieses Urteil schon jetzt zu verkünden, setzt er sich an die Stelle Gottes und widersetzt sich seiner Geduld.\n\nDurch den Opfertod Christi am Kreuz ist der Sieg des Reiches Gottes ein für allemal erworben. Doch Christ sein besagt immer den Kampf gegen die Anfechtungen und die Macht des Bösen. Erst am Ende der Geschichte wird der Herr zum Endgericht wiederkommen in Herrlichkeit (vgl. Mt 25, 31) und den neuen Himmel und die neue Erde errichten (vgl. 2 Petr 3, 13; Offb 21, 2). Solange aber die Geschichte währt, vollzieht sich der Kampf zwischen Gut und Böse im Herzen des Menschen.\n\nWas uns die Schrift über die Bestimmung des Gottesreiches lehrt, ist nicht ohne Folgen für das Leben der weltlichen Gesellschaften, die der irdischen Wirklichkeit angehören mit aller Unvollkommenheit und Vorläufigkeit, mit der diese behaftet ist. Das Reich Gottes, das in der Welt gegenwärtig ist, ohne von der Welt zu sein, erleuchtet die Ordnung der menschlichen Gesellschaft, während die Kräfte der Gnade sie durchdringen und beleben. So werden die Erfordernisse einer menschenwürdigen Gesellschaft besser erfaßt, die Abirrungen berichtigt und der Mut, für das Gute zu wirken, gestärkt. Zu dieser Aufgabe der Neubelebung der Welt des Menschen aus dem Evangelium sind, zusammen mit allen Menschen guten Willens, die Christen und in besonderer Weise die Laien aufgerufen. 56\n\n26. Die Ereignisse von 1989 haben sich vorwiegend in den Ländern Ost- und Mitteleuropas zugetragen; sie haben jedoch eine weltweite Bedeutung, da von ihnen positive und negative Folgen ausgehen, die die ganze Menschheitsfamilie betreffen. Diese Folgen haben keinen mechanischen oder fatalistischen Charakter, sondern sind Herausforderungen an die menschliche Freiheit zur Mitarbeit am Heilsplan Gottes, der in der Geschichte handelt.\n\nDie erste Folge war in einigen Ländern die Begegnung zwischen Kirche und Arbeiterbewegung, die aus einer sittlichen und ausdrücklich christlichen Reaktion gegen eine weitverbreitete Situation der Ungerechtigkeit entstanden war. In der Überzeugung, die Proletarier müßten sich, um wirksam gegen die Unterdrückung zu kämpfen, die ökonomistischen und materialistischen Theorien des entstehenden Kapitalismus aneignen, geriet diese Bewegung für ungefähr ein Jahrhundert unter die Vorherrschaft des Marxismus.\n\nIn der Krise des Marxismus tauchen spontan die Formen des Arbeiterbewußtseins wieder auf, die eine Forderung nach Gerechtigkeit und Anerkennung der Würde der Arbeit zum Ausdruck bringen, wie sie der Soziallehre der Kirche entspricht. 57 Die Arbeiterbewegung mündet in eine allgemeinere Bewegung der Werktätigen und der Menschen guten Willens für die Befreiung des Menschen und für die Bejahung seiner Rechte ein. Sie erfaßt heute viele Länder und weit davon entfernt, sich der katholischen Kirche entgegenzustellen, blickt sie mit Interesse auf diese Kirche.\n\nDie Krise des Marxismus beseitigt nicht die Situationen von Ungerechtigkeit und Unterdrückung in der Welt; von ihnen holte sich der Marxismus seinen Zulauf, indem er sie als sein Werkzeug benutzte. Allen denen, die heute auf der Suche nach einer neuen und authentischen Theorie und Praxis der Befreiung sind, bietet die Kirche nicht nur ihre Soziallehre und überhaupt ihre Botschaft über den in Christus erlösten Menschen, sondern auch ihren konkreten Einsatz und ihre Hilfe für den Kampf gegen die Ausgrenzung und das Leiden an.\n\nDas ehrliche Verlangen, auf der Seite der Unterdrückten zu stehen und nicht vom Lauf der Geschichte abgeschnitten zu werden, hat in jüngster Vergangenheit viele Gläubige dazu verleitet, auf verschiedene Weise einen gar nicht möglichen Kompromiß zwischen Marxismus und Christentum zu versuchen. Unsere Zeit ist dabei, all das zu überwinden, was an jenen Versuchen unzulässig war, und neigt dazu, wieder den positiven Wert einer authentischen Theologie der umfassenden menschlichen Befreiung geltend zu machen. 58 Unter dieser Hinsicht erweisen sich die Ereignisse des Jahres 1989 auch für die Länder der Dritten Welt als bedeutsam, die auf der Suche nach dem Weg ihrer Entwicklung sind, so wie es die Länder Mittel- und Osteuropas gewesen sind.\n\n27. Die zweite Folgerung betrifft die Völker Europas. In den Jahren, in denen der Kommunismus herrschte und auch schon vorher wurden zahlreiche individuelle und soziale, regionale und nationale Ungerechtigkeiten begangen. Viel Haß und Groll hat sich aufgestaut. Es besteht die Gefahr, daß sich nach dem Zusammenbruch der Diktatur diese Gefühle des Hasses und des Zornes neu entladen und ernste Konflikte und Trauer auslösen, sobald die moralische Kraft und das bewußte Bemühen, von der Wahrheit Zeugnis zu geben, nachlassen. Es ist zu wünschen, daß vor allem in den Herzen jener, die für die Gerechtigkeit kämpfen, nicht Haß und Gewalt triumphieren und in allen der Geist des Friedens und der Vergebung wachse.\n\nEs müssen jedoch konkrete Schritte unternommen werden, um internationale Strukturen zu schaffen bzw. zu stärken, denen es im Fall von Konflikten zwischen den Nationen möglich ist, durch den entsprechenden Schiedsspruch einzugreifen. Auf diese Weise werden jeder Nation ihre Rechte gesichert und gleichzeitig werden durch gerechte Übereinkunft und friedliche Schlichtung die Rechte der anderen gewahrt. Das alles ist besonders notwendig für die europäischen Nationen, die durch das Band der gemeinsamen Kultur und tausendjährigen Geschichte eng miteinander verbunden sind. Für den moralischen und wirtschaftlichen Wiederaufbau in den Ländern, die den Kommunismus aufgegeben haben, bedarf es einer großen Anstrengung. Über lange Zeit wurden die elementarsten Wirtschaftsbeziehungen verzerrt. Grundlegende Tugenden des Wirtschaftslebens, wie Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit, Fleiß, wurden entwürdigt. Es braucht einen geduldigen materiellen und moralischen Wiederaufbau. Gleichzeitig fordern die von jahrelangen Entbehrungen zermürbten Völker von ihren Regierungen greifbare und schnelle Erfolge, was den Wohlstand betrifft, und eine angemessene Befriedigung ihrer berechtigten Ansprüche.\n\nDer Zusammenbruch des Marxismus hatte natürlich Auswirkungen von großer Tragweite auf die Spaltung der Erde in voneinander abgeschlossene und miteinander eifersüchtig ringende Welten. Er rückt die Wirklichkeit der gegenseitigen Abhängigkeit der Völker klarer ins Licht und ebenso die Tatsache, daß die menschliche Arbeit von Natur aus dazu bestimmt ist, die Völker zu verbinden, nicht aber sie zu spalten. Friede und Wohlergehen sind Güter, die dem ganzen Menschengeschlecht gehören. Es ist nicht möglich, sie zu Recht und auf Dauer zu genießen, wenn sie zum Schaden anderer Völker und Nationen gewonnen und bewahrt werden, indem sie ihre Rechte verletzen oder sie von den Quellen des Wohlstandes ausschließen.\n\n28. Für einige Länder Europas beginnt in gewissem Sinne die eigentliche Nachkriegszeit. Die radikale Neuordnung der bisherigen Kollektivwirtschaften bringt Probleme und Opfer mit sich, die sich mit jenen vergleichen lassen, die die westlichen Länder des Kontinents für ihren Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg auf sich nahmen. Es ist nur gerecht, daß die ehemals kommunistischen Länder in den derzeitigen Schwierigkeiten von der solidarischen Hilfe der anderen Nationen unterstützt werden. Natürlich müssen sie selbst die ersten Baumeister ihrer Entwicklung sein; aber es muß ihnen eine entsprechende Möglichkeit dazu geboten werden. Das kann nur mit der Hilfe der anderen Länder geschehen. Die derzeitige von Schwierigkeiten und Mangel geprägte Lage ist die Folge eines historischen Prozesses, in dem die ehemaligen kommunistischen Länder meist Objekt und nicht Subjekt waren. Sie befinden sich also nicht auf Grund ihrer freien Entscheidung oder auf Grund begangener Irrtümer in dieser Situation, sondern infolge tragischer geschichtlicher Ereignisse, die ihnen gewaltsam aufgezwungen wurden und die sie daran gehindert haben, den Weg der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu gehen.\n\nDie Hilfe der anderen, vor allem der europäischen Länder, die an dieser Geschichte teilgenommen haben und dafür Mitverantwortung tragen, entspricht einer Verpflichtung der Gerechtigkeit. Aber sie entspricht auch dem Interesse und dem allgemeinen Wohl Europas. Europa wird nicht in Frieden leben können, wenn die vielfältigen Konflikte, die als Folge der Vergangenheit aufbrechen, sich durch wirtschaftlichen Niedergang, geistige Unzufriedenheit und Verzweiflung verschärfen.\n\nDiese Forderung darf jedoch nicht dazu verleiten, die Bemühungen um Unterstützung und Hilfe an die Länder der Dritten Welt zu verringern, die oft unter noch schwereren Situationen der Not und Armut leiden. 59 Es wird vielmehr außerordentlicher Anstrengungen bedürfen, um die Ressourcen, an denen es der Welt insgesamt nicht fehlt, für das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung aller aufzubringen. Man wird die Prioritäten und die Werteskalen, auf Grund derer die wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen getroffen werden, neu definieren müssen. Gewaltige Mittel können durch den Abbau des riesigen Militärpotentials, das im Ost-West-Konflikt aufgebaut worden war, verfügbar gemacht werden. Sie könnten noch wesentlich gesteigert werden, wenn es gelingt, anstelle von Kriegen wirksame Verfahren für die Lösung von Konflikten festzulegen und damit das Prinzip der Rüstungskontrolle und der Rüstungsbeschränkung in Verbindung mit geeigneten Maßnahmen gegen den Waffenhandel auch in den Ländern der Dritten Welt anzuwenden. 60 Vor allem aber ist es notwendig, eine Denkweise aufzugeben, die die Armen der Erde — Personen und Völker — als eine Last und als unerwünschte Menschen ansieht, die das zu konsumieren beanspruchen, was andere erzeugt haben. Die Armen verlangen das Recht, an der Nutzung der materiellen Güter teilzuhaben und ihre Arbeitsfähigkeit einzubringen, um eine gerechtere und für alle glücklichere Welt aufzubauen. Die Hebung der Armen ist eine große Gelegenheit für das sittliche, kulturelle und wirtschaftliche Wachstum der gesamten Menschheit.\n\n29. Schließlich darf die Entwicklung nicht ausschließlich ökonomisch, sondern im gesamtmenschlichen Sinn verstanden werden. 61 Es geht nicht einfach darum, alle Völker auf das Niveau zu heben, dessen sich heute die reichsten Länder erfreuen. Es geht vielmehr darum, in solidarischer Zusammenarbeit ein menschenwürdigeres Leben aufzubauen, die Würde und Kreativität jedes einzelnen wirksam zu steigern, seine Fähigkeit, auf seine Berufung und damit auf den darin enthaltenen Anruf Gottes zu antworten. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung steht die Ausübung des Rechtes und der Pflicht, Gott zu suchen, ihn kennenzulernen und nach dieser Erkenntnis zu leben. 62 In den totalitären und autoritären Regimes wurde das Prinzip des Vorrangs der Macht vor der Vernunft auf die Spitze getrieben. Der Mensch wurde gewaltsam zur Annahme einer Weltanschauung gezwungen, zu der er nicht durch das Bemühen der eigenen Vernunft und die Ausübung seiner Freiheit gelangt war. Dieses Prinzip muß zum Sturz gebracht werden und die Rechte des menschlichen Gewissens, das nur der Wahrheit, sowohl der natürlichen wie der geoffenbarten, verpflichtet ist, müssen wieder voll zur Geltung kommen. In der Anerkennung dieser Rechte besteht die wesentliche Grundlage jeder wirklich freien politischen Ordnung. 63 Es ist wichtig, dieses Prinzip heute aus drei Gründen neu einzuschärfen.\n\na) Die alten Formen des Totalitarismus und Autoritarismus sind noch nicht vollständig besiegt und es besteht die Gefahr, daß sie neuen Auftrieb bekommen. Das drängt zu einem erneuerten Bemühen um Zusammenarbeit und Solidarität zwischen allen Ländern.\n\nb) Es gibt in den Industrieländern bisweilen eine geradezu besessene Propaganda für die rein utilitaristischen Werte, verbunden mit einer Enthemmung der Triebe und einem Drang zum unmittelbaren Genuß, die ein Erkennen und Anerkennen einer Werthierarchie im Leben geradezu unmöglich macht.\n\nc) In einigen Ländern zeigen sich neue Formen eines religiösen Fundamentalismus. Verschleiert, aber auch offen wird den Bürgern eines anderen Glaubensbekenntnisses die freie Ausübung ihrer bürgerlichen und religiösen Rechte verwehrt. Sie werden daran gehindert, sich voll am kulturellen Geschehen zu beteiligen. Der Kirche wird das Recht auf freie Verkündigung des Evangeliums eingeschränkt. Menschen, die diese Botschaft hören, wird verboten, sie anzunehmen und sich zu Christus zu bekehren. Ohne die Achtung des natürlichen Grundrechtes, die Wahrheit zu erkennen und nach ihr zu leben, gibt es keinen echten Fortschritt. Aus diesem Recht folgt als seine Verwirklichung und Vertiefung das Recht, Jesus Christus, der das wahre Gut des Menschen ist, frei zu entdecken und anzunehmen. 64\n\nIV. KAPITEL - DAS PRIVATEIGENTUM UND DIE UNIVERSALE BESTIMMUNG DER GÜTER\n\n30. In Rerum novarum machte Leo XIII. gegen den Sozialismus seiner Zeit nachdrücklich den natürlichen Charakter des Rechtes auf privates Eigentum mit verschiedenen Argumenten geltend. 65 Dieses für die Autonomie und Entwicklung der Menschen grundlegende Recht ist von der Kirche bis in unsere Tage stets verteidigt worden. Ebenso lehrt die Kirche, daß der Güterbesitz kein absolutes Recht darstellt, sondern in seiner Rechtsnatur die ihm eigenen Grenzen in sich trägt.\n\nZugleich mit der Verkündigung des Rechtes auf Privateigentum stellte der Papst mit gleicher Eindringlichkeit fest, daß der »Gebrauch« der Güter, der der Freiheit anvertraut ist, der ursprünglichen Zielbestimmung der geschaffenen Güter für alle und dem im Evangelium bekundeten Willen Jesu Christi untergeordnet sei. So schrieb er: »Es ergeht also die Mahnung... an die mit Glücksgütern Gesegneten ... Die auffälligen Drohungen Jesu Christi an die Reichen müßten diese mit Furcht erfüllen, denn dem ewigen Richter wird einst strengste Rechenschaft über den Gebrauch der Güter dieses Lebens abgelegt werden müssen«. Und indem er den hl. Thomas von Aquin zitiert, fährt er fort: »Fragt man nun, wie der Gebrauch des Besitzes beschaffen sein müsse, so antwortet die Kirche ...: \"Der Mensch muß die äußeren Dinge nicht wie ein Eigentum, sondern wie gemeinsames Gut betrachten\"«, denn »über den Gesetzen und den Urteilen der Menschen steht das Gesetz und der Richtspruch Christi«. 66\n\nDie Nachfolger Leos XIII. haben die Doppelaussage wiederholt: die Notwendigkeit und damit die Erlaubtheit des Privateigentums und zugleich die Grenzen, die auf ihm lasten. 67 Auch das II. Vatikanische Konzil hat die traditionelle Lehre wieder vorgelegt mit Worten, die es verdienen, genau wiedergegeben zu werden: »Darum soll der Mensch, der sich dieser Güter bedient, die äußeren Dinge, die er rechtmäßig besitzt, nicht nur als ihm persönlich zu eigen, sondern muß er sie zugleich auch als Gemeingut ansehen in dem Sinn, daß sie nicht ihm allein, sondern auch anderen von Nutzen sein können«. Und etwas später heißt es: »Privateigentum oder ein gewisses Maß an Verfügungsmacht über äußere Güter vermitteln den unbedingt nötigen Raum für eigenverantwortliche Gestaltung des persönlichen Lebens jedes Einzelnen und seiner Familie; sie müssen als eine Art Verlängerung der menschlichen Freiheit betrachtet werden ... Aber auch das Privateigentum selbst hat eine ihm wesentliche soziale Seite; sie hat ihre Grundlage in der Widmung der Erdengüter an alle«. 68 Dieselbe Lehre habe ich zuerst in der Ansprache an die III. Konferenz der lateinamerikanischen Bischöfe in Puebla und dann in den Enzykliken Laborem exercens und Sollicitudo rei socialis aufgegriffen. 69\n\n31. Wenn man diese Lehre über das Recht auf Eigentum und die Gemeinbestimmung der Güter im Hinblick auf unsere Zeit wieder liest, kann man sich die Frage nach dem Ursprung der Güter stellen, die den Lebensunterhalt des Menschen bilden, seine Bedürfnisse befriedigen und Objekt seiner Rechte sind.\n\nDer erste Ursprung alles Guten ist Gottes Handeln selbst, der die Welt und den Menschen geschaffen und dem Menschen die Erde übergeben hat, damit er sie sich durch seine Arbeit unterwerfe und ihre Früchte genieße (vgl. Gen 1, 28-29). Gott hat die Erde dem ganzen Menschengeschlecht geschenkt, ohne jemanden auszuschließen oder zu bevorzugen, auf daß sie alle seine Mitglieder ernähre. Hier liegt die Wurzel der universalen Bestimmung der Güter der Erde. Sie ist auf Grund ihrer Fruchtbarkeit und Fähigkeit, die Bedürfnisse des Menschen zu erfüllen, die erste Gabe Gottes für den Lebensunterhalt des Menschen. Doch die Erde schenkt ihre Früchte nicht ohne eine bewußte Antwort des Menschen auf die Gabe Gottes, das heißt ohne Arbeit. Durch die Arbeit gelingt es dem Menschen, sich unter Gebrauch seines Verstandes und seiner Freiheit die Erde zu unterwerfen und zu seiner würdigen Wohnstatt zu machen. Auf diese Weise macht er sich einen Teil der Erde zu eigen, den er sich durch Arbeit erworben hat. Hier liegt der Ursprung des Privateigentums. Natürlich hat der Mensch auch die Verantwortung, nicht zu verhindern, daß andere Menschen ihren Anteil an der Gabe Gottes erhalten, ja, er muß mit ihnen zusammenarbeiten, so daß sie miteinander über die ganze Erde herrschen.\n\nIn der Geschichte finden sich am Beginn jeder menschlichen Gesellschaft stets diese beiden Faktoren: die Arbeit und die Erde. Nicht immer aber stehen sie im selben Verhältnis zueinander. Früher erschien die natürliche Fruchtbarkeit der Erde als der Hauptfaktor des Reichtums, was sie auch tatsächlich war, während die Arbeit eine Art Hilfe und Unterstützung dieser Fruchtbarkeit war. Heute aber wird die menschliche Arbeit als Produktionsfaktor der geistigen und materiellen Reichtümer immer wichtiger. Zudem wird offenkundig, daß die Arbeit des einen und die Arbeit der anderen ineinandergreifen und sich verflechten. Arbeiten ist heute mehr denn je ein Arbeiten mit den anderen und ein Arbeiten für die anderen: Arbeiten besagt, etwas für jemanden tun. Die Arbeit ist um so fruchtbarer und produktiver, je mehr der Mensch imstande ist, die Produktivkraft der Erde und die wahren Bedürfnisse des anderen Menschen zu erkennen, für den die Arbeit getan wird.\n\n32. Aber besonders in der heutigen Zeit gibt es noch eine andere Form von Eigentum, der keine geringere Bedeutung als dem Besitz der Erde zukommt: Es ist das der Besitz von Wissen, von Technik und von Können. Der Reichtum der Industrienationen beruht zu einem viel größeren Teil auf dieser Art des Eigentums als auf dem der natürlichen Ressourcen.\n\nEs wurde bereits darauf hingewiesen, daß der Mensch mit den anderen Menschen arbeitet, daß er an einem »Gemeinschaftswerk« teilnimmt, das immer weitere Kreise umfaßt. Wer ein Produkt erstellt, tut das außer zum persönlichen Gebrauch im allgemeinen dafür, daß andere davon Gebrauch machen können, nachdem sie den durch freie Verhandlung vereinbarten gerechten Preis gezahlt haben. Gerade die Fähigkeit, die Bedürfnisse der anderen Menschen und die Kombinationen der geeignetsten Produktionsfaktoren für ihre Befriedigung rechtzeitig zu erkennen, ist eine bedeutende Quelle des Reichtums in der modernen Gesellschaft. Viele Güter können gar nicht durch die Arbeitskraft nur eines einzelnen wirksam erstellt werden, sondern sie erfordern die Zusammenarbeit vieler für dasselbe Ziel. Einen solchen Produktionsprozeß zu organisieren, seinen Bestand zu planen, dafür zu sorgen, daß er, unter Übernahme der notwendigen Risiken, der Befriedigung der Bedürfnissee positiv entspricht: auch das ist eine Quelle des Reichtums in der heutigen Gesellschaft. So wird die Rolle der geordneten und schöpferischen menschlichen Arbeit immer offensichtlicher und entscheidender. Aber ebenso sichtbar wird — als wesentlich zu dieser Arbeit gehörend — die Bedeutung der wirtschaftlichen Initiative und des Unternehmertums. 70\n\nEin solcher Vorgang, der eine vom Christentum seit jeher vertretene Wahrheit über den Menschen konkret ins Licht rückt, muß mit Aufmerksamkeit und Wohlwollen betrachtet werden. Die wichtigste Ressource des Menschen ist in der Tat, zusammen mit der Erde, der Mensch selbst. Sein Verstand entdeckt die Produktivkraft der Erde und die Vielfalt der Formen, wie die menschlichen Bedürfnisse befriedigt werden können. Seine geordnete Arbeit in solidarischer Zusammenarbeit ermöglichen die Erstellung von immer umfassenderen und zuverlässigeren Arbeitsgemeinschaften zur Umgestaltung der natürlichen und menschlichen Umwelt. In diesen Prozeß sind wichtige Tugenden miteinbezogen, wie Fleiß, Umsicht beim Eingehen zumutbarer Risiken, Zuverlässigkeit und Treue in den zwischenmenschlichen Beziehungen, Festigkeit bei der Durchführung von schwierigen und schmerzvollen, aber für die Betriebsgemeinschaft notwendigen Entscheidungen und bei der Bewältigung etwaiger Schicksalsschläge.\n\nDie moderne Betriebswirtschaft enthält durchaus positive Aspekte. Ihre Wurzel ist die Freiheit des Menschen, die sich in der Wirtschaft wie auf vielen anderen Gebieten verwirklicht. Die Wirtschaft ist ein Teilbereich des vielfältigen menschlichen Tuns und in ihr gilt, wie auf jedem anderen Gebiet, das Recht auf Freiheit sowie die Pflicht, von ihr verantwortlichen Gebrauch zu machen. Aber hier gibt es spezifische Unterschiede zwischen den Tendenzen der modernen Gesellschaft und jenen der Vergangenheit. War früher der entscheidende Produktionsfaktor die Erde und später das Kapital, verstanden als Gesamtbestand an Maschinen und Produktionsmitteln, so ist heute der entscheidende Faktor immer mehr der Mensch selbst, das heißt seine Erkenntnisfähigkeit in Form wissenschaftlicher Einsicht, seine Fähigkeit, Organisation in Solidarität zu erstellen, und sein Vermögen, das Bedürfnis des anderen wahrzunehmen und zu befriedigen.\n\n33. Es ist jedoch notwendig, auf die mit diesem Vorgang zusammenhängenden Gefahren und Probleme hinzuweisen. Viele Menschen, vielleicht die große Mehrheit verfügen heute nicht über Mittel, die ihnen tatsächlich und auf menschenwürdige Weise den Eintritt in ein Betriebssystem erlauben, in dem die Arbeit eine wahrhaft zentrale Stellung einnimmt. Sie haben keine Möglichkeit, jene Grundkenntnisse zu erwerben, die es ihnen ermöglichen würden, ihre Kreativität zum Ausdruck zu bringen und ihre Leistungsfähigkeit zu entfalten. Sie haben keine Gelegenheit, in das Gefüge von Beziehungen und Kommunikationen einzutreten, das ihnen die Erfahrung vermitteln würde, daß ihre Fähigkeiten geschätzt und gebraucht werden. Um es kurz zu sagen: Sie sind, wenn auch nicht gerade Ausgebeutete, doch weithin Randexistenzen; die wirtschaftliche Entwicklung geht über ihre Köpfe hinweg, wenn sie nicht sogar die ohnehin schon engen Räume ihrer traditionellen Subsistenzwirtschaften noch weiter einschränkt. Unfähig, der Konkurrenz von Waren standzuhalten, die auf neue Weise hergestellt werden und Bedürfnissen begegnen, die sie früher mit herkömmlichen Organisationsformen zu bewältigen gewohnt waren, angelockt vom Glanz eines zur Schau gestellten, aber für sie unerreichbaren Reichtums und gleichzeitig getrieben von der Not, drängen sich diese Menschen in den Städten der Dritten Welt zusammen, wo sie oft kulturell entwurzelt sich in Situationen drohender Unsicherheit befinden, ohne Möglichkeit zur Integration. Ihnen wird de facto keine Menschenwürde zuerkannt, und manchmal versucht man sie durch eine zwangsweise vorgenommene menschenunwürdige Bevölkerungskontrolle aus der Geschichte zu eliminieren.\n\nViele andere Menschen leben, auch wenn sie nicht völlige Randexistenzen sind, in einem Milieu, wo der Kampf um das Notwendigste den absoluten Vorrang hat. Dort herrschen noch die Regeln des Kapitalismus der Gründerzeit mit einer Erbarmungslosigkeit, die jener der finstersten Jahre der ersten Industrialisierungsphase in nichts nachsteht. In anderen Fällen ist noch der Boden der Grundfaktor der Wirtschaft. Jene aber, die ihn bebauen, sind von seinem Besitz ausgeschlossen und befinden sich in der Lage halber Sklaven. 71 In solchen Fällen kann man noch heute wie zur Zeit von Rerum novarum von einer unmenschlichen Ausbeutung sprechen. Trotz der großen Veränderungen, die in den fortgeschrittenen Gesellschaften stattgefunden haben, ist das menschliche Defizit des Kapitalismus mit der daraus sich ergebenden Herrschaft der Dinge über die Menschen keineswegs überwunden; ja, für die Armen kam zum Mangel an materiellen Gütern noch der Mangel an Wissen und Bildung hinzu, der es ihnen unmöglich macht, sich aus ihrer Lage erniedrigender Unterwerfung zu befreien.\n\nUnter ähnlichen Bedingungen lebt leider noch immer die große Mehrheit der Bewohner der Dritten Welt. Es wäre jedoch falsch, diese Dritte Welt in einem bloß räumlichen Sinn zu verstehen. In ihr wurden in manchen Gegenden und in einigen gesellschaftlichen Bereichen Entwicklungsprozesse gefördert, die sich nicht so sehr auf die Erschließung materiellen Reichtums als vielmehr auf die der »menschlichen Ressourcen« konzentriert haben.\n\nNoch vor wenigen Jahren wurde behauptet, die Entwicklung würde von der Isolierung der ärmsten Länder vom Weltmarkt und davon abhängen, daß sie nur auf ihre eigenen Kräfte vertrauen. Die jüngste Erfahrung aber hat bewiesen, daß die Länder, die sich ausgeschlossen haben, Stagnation und Rückgang erlitten haben; eine Entwicklung hingegen haben jene Länder durchgemacht, denen es gelungen ist, in das allgemeine Gefüge der internationalen Wirtschaftsbeziehungen einzutreten. Das größte Problem scheint also darin zu bestehen, einen gerechten Zugang zum internationalen Markt zu erhalten, der nicht auf dem einseitigen Prinzip der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, sondern auf der Erschließung menschlicher Ressourcen beruht. 72\n\nDritte-Welt-Aspekte treten jedoch auch in den Industrieländern dort auf, wo der ununterbrochene Wandel in den Produktionsweisen und im Konsumverhalten bereits erworbene Kenntnisse und langjährige Berufserfahrungen abwertet und ein ständiges Bemühen der Umschulung und Anpassung erfordert. Jene, denen es nicht gelingt, mit der Zeit Schritt zu halten, werden leicht an den Rand gedrängt. Mit ihnen werden die Alten, die Jugendlichen, denen der Einstieg in die Gesellschaft nicht gelingt, und allgemein die Schwachen und die sogenannte Vierte Welt zu Randgruppen. Auch die Situation der Frau ist unter diesen Bedingungen alles eher als leicht.\n\n34. Sowohl auf nationaler Ebene der einzelnen Nationen wie auch auf jener der internationalen Beziehungen scheint der freie Markt das wirksamste Instrument für die Anlage der Ressourcen und für die beste Befriedigung der Bedürfnisse zu sein. Das gilt allerdings nur für jene Bedürfnisse, die »bezahlbar« sind, die über eine Kaufkraft verfügen, und für jene Ressourcen, die »verkäuflich« sind und damit einen angemessenen Preis erzielen können. Es gibt aber unzählige menschliche Bedürfnisse, die keinen Zugang zum Markt haben. Es ist strenge Pflicht der Gerechtigkeit und der Wahrheit zu verhindern, daß die fundamentalen menschlichen Bedürfnisse unbefriedigt bleiben und daß die davon betroffenen Menschen zugrunde gehen. Diesen notleidenden Menschen muß geholfen werden, sich das nötige Wissen zu erwerben, in den Kreis der internationalen Beziehungen einzutreten, ihre Anlagen zu entwickeln, um Fähigkeiten und Ressourcen besser einbringen zu können. Noch vor der Logik des Austausches gleicher Werte und der für sie wesentlichen Formen der Gerechtigkeit gibt es etwas, das dem Menschen als Menschen zusteht, das heißt auf Grund seiner einmaligen Würde. Dieses ihm zustehende Etwas ist untrennbar verbunden mit der Möglichkeit, zu überleben und einen aktiven Beitrag zum Gemeinwohl der Menschheit zu leisten.\n\nIm Zusammenhang mit der Dritten Welt bewahren jene Zielsetzungen, die von Rerum novarum angeführt wurden, um zu vermeiden, daß die Arbeit des Menschen und der Mensch selber auf das Niveau einer bloßen Ware herabgedrückt werden, ihre volle Gültigkeit (in manchen Fällen ein Ziel, das zu erreichen noch ansteht): der familiengerechte Lohn; die Sozialversicherungen für Alter und Arbeitslosigkeit; der angemessene Schutz der Arbeitsbedingungen.\n\n35. Hier tut sich ein großes und fruchtbares Feld des Einsatzes und des Kampfes im Namen der Gerechtigkeit für die Gewerkschaften und für die anderen Organisationen der Arbeiter auf, die ihre Rechte verteidigen und ihre Subjektivität schützen. Sie haben aber gleichzeitig eine wesentliche Aufgabe kultureller Art, indem sie dazu beitragen, daß die Arbeiter vollwertig und in Würde am Leben der Nation teilnehmen und auf dem Weg der Entwicklung fortschreiten.\n\nIn diesem Sinne kann man mit Recht von einem Kampf gegen ein Wirtschaftssystem sprechen, hier verstanden als Methode, die die absolute Vorherrschaft des Kapitals, des Besitzes der Produktionsmittel und des Bodens über die freie Subjektivität der Arbeit des Menschen festhalten will. 73 Für diesen Kampf gegen ein solches System eignet sich als Alternativmodell nicht das sozialistische System, das tatsächlich nichts anderes als einen Staatskapitalismus darstellt. Es geht vielmehr um eine Gesellschaftsordnung der freien Arbeit, der Unternehmen und derBeteiligung. Sie stellt sich keineswegs gegen den Markt, sondern verlangt, daß er von den sozialen Kräften und vom Staat in angemessener Weise kontrolliert werde, um die Befriedigung der Grundbedürfnisse der Gesellschaft zu gewährleisten.\n\nDie Kirche anerkennt die berechtigte Funktion des Gewinnes als Indikator für den guten Zustand und Betrieb des Unternehmens. Wenn ein Unternehmen mit Gewinn produziert, bedeutet das, daß die Produktionsfaktoren sachgemäß eingesetzt und die menschlichen Bedürfnisse gebührend erfüllt wurden. Doch der Gewinn ist nicht das einzige Anzeichen für den Zustand des Unternehmens. Es ist durchaus möglich, daß die Wirtschaftsbilanz in Ordnung ist, aber zugleich die Menschen, die das kostbarste Vermögen des Unternehmens darstellen, gedemütigt und in ihrer Würde verletzt werden. Das ist nicht nur moralisch unzulässig, sondern muß auf weite Sicht gesehen auch negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens haben. Denn Zweck des Unternehmens ist nicht bloß die Gewinnerzeugung, sondern auch die Verwirklichung als Gemeinschaft von Menschen, die auf verschiedene Weise die Erfüllung ihrer grundlegenden Bedürfnisse anstreben und zugleich eine besondere Gruppe im Dienst der Gesamtgesellschaft bilden. Der Gewinn ist ein Regulator des Unternehmens, aber nicht der einzige. Hinzukommen andere menschliche und moralische Faktoren, die auf lange Sicht gesehen zumindest ebenso entscheidend sind für das Leben des Unternehmens.\n\nMan sieht daraus, wie unhaltbar die Behauptung ist, die Niederlage des sogenannten »realen Sozialismus« lasse den Kapitalismus als einziges Modell wirtschaftlicher Organisation übrig. Es gilt, die Barrieren und Monopole zu durchbrechen, die so viele Völker am Rande der Entwicklung liegenlassen. Es gilt, für alle — einzelne und Nationen — die Grundbedingungen für die Teilnahme an der Entwicklung sicherzustellen. Diese Zielsetzung verlangt geplante und verantwortungsvolle Anstrengungen von seiten der ganzen internationalen Gemeinschaft. Die stärkeren Nationen müssen den schwachen Gelegenheiten zur Eingliederung in das internationale Leben anbieten, und die schwachen müssen in der Lage sein, diese Angebote aufzugreifen. Sie müssen dazu die notwendigen Anstrengungen und Opfer aufbringen, indem sie die politische und wirtschaftliche Stabilität, die Sicherheit für die Zukunft, die Förderung der Fähigkeiten der eigenen Arbeiter, die Ausbildung leistungsfähiger Unternehmer, die sich ihrer Verantwortung bewußt sind, gewährleisten. 74\n\nHeute lastet auf all den positiven Anstrengungen, die diesbezüglich unternommen werden, das großenteils noch ungelöste Problem der Auslandsverschuldung der ärmsten Länder. Der Grundsatz, daß die Schulden gezahlt werden müssen, ist sicher richtig. Es ist jedoch nicht erlaubt, eine Zahlung einzufordern oder zu beanspruchen, die zu politischen Maßnahmen zwingt, die ganze Völker in den Hunger und in die Verzweiflung treiben würden. Man kann nicht verlangen, daß die aufgelaufenen Schulden mit unzumutbaren Opfern bezahlt werden. In diesen Fällen ist es notwendig — wie es übrigens teilweise schon geschieht —, Formen der Erleichterung der Rückzahlung, der Stundung oder auch der Tilgung der Schulden zu finden, Formen, die mit dem Grundrecht der Völker auf Erhaltung und Fortschritt vereinbar sind.\n\n36. Es muß nun auf die besonderen Probleme und Gefahren hingewiesen werden, die innerhalb der Wirtschaften der Industrieländer mit ihren spezifischen Eigenschaften auftreten. In den früheren Entwicklungsstufen hat der Mensch immer unter dem Druck der Not gelebt. Seine Bedürfnisse waren bescheiden und gewissermaßen schon in den gegebenen Strukturen seiner leiblichen Verfassung festgelegt. Die wirtschaftliche Tätigkeit beschränkte sich darauf, sie zu befriedigen. Das Problem besteht heute nicht nur darin, eine bestimmte Menge ausreichender Güter anzubieten, sondern auch in der Nachfrage nach der Qualität: Qualität der zu erzeugenden und zu konsumierenden Güter, Qualität der beanspruchten Dienste, Qualität der Umvelt und des Lebens überhaupt.\n\nDie Nachfrage nach einem qualitativ befriedigenderen und reicheren Leben ist an sich berechtigt. Man muß dabei aber die neue Verantwortung und die neuen Gefahren unterstreichen, die mit dieser geschichtlichen Phase zusammenhängen. In der Art und Weise, wie die neuen Bedürfnisse entstehen und definiert werden, drückt sich immer auch eine mehr oder weniger zutreffende Auffassung vom Menschen und seinem wahren Wohl aus. Die Entscheidung für bestimmte Formen von Produktion und Konsum bringt immer auch eine bestimmte Kultur als Gesamtauffassung des Lebens zum Ausdruck. Hier entsteht das Phänomen des Konsumismus. Bei der Entdeckung neuer Bedürfnisse und neuer Möglichkeiten, sie zu befriedigen, muß man sich von einem Menschenbild leiten lassen, das alle Dimensionen seines Seins berücksichtigt und die materiellen und triebhaften den inneren und geistigen unterordnet. Überläßt man sich hingegen direkt seinen Trieben, unter Verkennung der Werte des persönlichen Gewissens und der Freiheit, können Konsumgewohnheiten und Lebensweisen entstehen, die objektiv unzulässig sind und nicht selten der körperlichen und geistigen Gesundheit schaden. Das Wirtschaftssystem besitzt in sich selber keine Kriterien, die gestatten, die neuen und höheren Formen der Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse einwandfrei von den neuen, künstlich erzeugten Bedürfnissen zu unterscheiden, die die Heranbildung einer reifen Persönlichkeit verhindern. Es braucht daher dringend ein groß angelegtes erzieherisches und kulturelles Bemühen, das die Erziehung der Konsumenten zu einem verantwortlichen Verbraucherverhalten, die Weckung eines hohen Verantwortungsbewußtseins bei den Produzenten und vor allem bei den Trägern der Kommunikationsmittel sowie das notwendige Eingreifen der staatlichen Behörden umfaßt.\n\nEin augenfälliges Beispiel künstlichen Konsums, der sich gegen die Gesundheit und gegen die Würde des Menschen richtet und sich gewiß nicht leicht unter Kontrolle bringen läßt, ist die Droge. Ihre Ausbreitung ist Anzeichen einer ernsten Funktionsstörung des Gesellschaftssystems und schließt gleichfalls eine materialistische und in einem gewissen Sinn destruktive »Lesart« der menschlichen Bedürfnisse ein. Die Erneuerungsfähigkeit der freien Wirtschaft wird so schließlich einseitig und unzureichend realisiert. Die Droge wie auch die Pornographie und andere Konsumismusformen versuchen die entstandene geistige Leere auszufüllen, indem sie sich die Anfälligkeit der Schwachen zunutze machen.\n\nNicht das Verlangen nach einem besseren Leben ist schlecht, sondern falsch ist ein Lebensstil, der vorgibt, dann besser zu sein, wenn er auf das Haben und nicht auf das Sein ausgerichtet ist. Man will mehr haben, nicht um mehr zu sein, sondern um das Leben in Selbstgefälligkeit zu konsumieren. 75 Es ist daher notwendig, sich um den Aufbau von Lebensweisen zu bemühen, in denen die Suche nach dem Wahren, Schönen und Guten und die Verbundenheit mit den anderen für ein gemeinsames Wachstum jene Elemente sind, die die Entscheidungen für Konsum, Sparen und Investitionen bestimmen. In diesem Zusammenhang kann ich nicht allein an die Pflicht der Nächstenliebe erinnern, das heißt die Pflicht, mit dem eigenen »Überfluß« und bisweilen auch mit dem, was man selber »nötig« hat, zu helfen, um das bereitzustellen, was für das Leben des Armen unentbehrlich ist. Ich weise auch darauf hin, daß eine Entscheidung, lieber an diesem als an jenem Ort, lieber in diesem und nicht in einem anderen Sektor zu investieren, immer auch eine moralische und kulturelle Entscheidung ist. Unumgängliche wirtschaftliche Bedingungen und politische Stabilität vorausgesetzt, wird die Entscheidung zu investieren, das heißt, einem Volk die Chance zu geben, seine eigene Arbeit zu verwerten, auch von einer Haltung der Sympathie und von dem Vertrauen in die Vorsehung bestimmt. Gerade darin kommt die menschliche Qualität dessen zum Vorschein, der die Entscheidung trifft.\n\n37. Gleichfalls besorgniserregend ist, neben dem Problem des Konsumismus und mit ihm eng verknüpft, die Frage der Ökologie. Der Mensch, der mehr von dem Verlangen nach Besitz und Genuß als dem nach Sein und Entfaltung ergriffen ist, konsumiert auf maßlose und undisziplinierte Weise die Ressourcen der Erde und selbst ihre Existenz. Der unbesonnenen Zerstörung der natürlichen Umwelt liegt ein heute leider weitverbreiteter anthropologischer Irrtum zugrunde. Der Mensch, der seine Fähigkeit entdeckt, mit seiner Arbeit die Welt umzugestalten und in einem gewissen Sinne neu zu »schaffen«, vergißt, daß sich das immer nur auf der Grundlage der ersten Ur-Schenkung der Dinge von seiten Gottes ereignet. Der Mensch meint, willkürlich über die Erde verfügen zu können, indem er sie ohne Vorbehalte seinem Willen unterwirft, als hätte sie nicht eine eigene Gestalt und eine ihr vorher von Gott verliehene Bestimmung, die der Mensch entfalten kann, aber nicht verraten darf. Statt seine Aufgabe als Mitarbeiter Gottes am Schöpfungswerk zu verwirklichen, setzt sich der Mensch an die Stelle Gottes und ruft dadurch schließlich die Auflehnung der Natur hervor, die von ihm mehr tyrannisiert als verwaltet wird. 76\n\nIn dieser Haltung läßt sich vor allem eine Armseligkeit oder Beschränktheit der Sichtweise des Menschen erkennen. Er ist von dem Verlangen beseelt, die Dinge zu besitzen, statt sie an der Wahrheit auszurichten; er entbehrt jener uneigennützigen, selbstlosen, ästhetischen Haltung, die aus dem Staunen über das Sein und über die Schönheit entsteht, das in den sichtbaren Dingen die Botschaft des unsichtbaren Schöpfergottes erkennen läßt. In diesem Zusammenhang muß sich die heutige Menschheit ihrer Pflichten und Aufgaben gegenüber den künftigen Generationen bewußt sein.\n\n38. Außer der sinnlosen Zerstörung der natürlichen Umwelt muß hier die noch schwerwiegendere Zerstörung der mensch1ichen Umwelt erwähnt werden; man ist noch weit davon entfernt, ihr die notwendige Beachtung zu schenken. Während man sich mit Recht, wenn auch viel weniger als notwendig darum kümmert, die natürlichen Lebensbedingungen der verschiedenen, vom Aussterben bedrohten Tierarten zu bewahren, weil man sich bewußt ist, daß jede von ihnen einen besonderen Beitrag zum allgemeinen Gleichgewicht der Erde erbringt, engagiert man sich viel zu wenig für die Wahrung der moralischen Bedingungen einer glaubwürdigen »Humanökologie«. Nicht allein die Erde ist von Gott dem Menschen gegeben worden, daß er von ihr unter Beachtung der ursprünglichen Zielsetzung des Gutes, das ihm geschenkt wurde, Gebrauch machen soll. Aber der Mensch ist sich selbst von Gott geschenkt worden; darum muß er die natürliche und moralische Struktur, mit der er ausgestattet wurde, respektieren. In diesem Zusammenhang sind die ernsten Probleme der modernen Verstädterung zu erwähnen, die Notwendigkeit einer städtischen Kultur, die Sorge trägt für das Leben der Menschen, und auch die gebührende Berücksichtigung einer »Sozialökologie« der Arbeit.\n\nDer Mensch empfängt von Gott seine ihm wesenhafte Würde und mit ihr die Fähigkeit, über jede Gesellschaftsordnung in Richtung der Wahrheit und des Guten hinauszuschreiten. Er wird jedoch gleichzeitig von der gesellschaftlichen Struktur, in der er lebt, beeinflußt, von der Erziehung, die er erhalten hat, und von der Umwelt. Diese Elemente können sein Leben nach der Wahrheit erleichtern, aber auch behindern. Die Entscheidungen, auf Grund derer sich ein menschliches Milieu herausbildet, können spezifische Strukturen der Sünde erzeugen, die die volle Verwirklichung derer, die von ihnen vielfältig bedrückt werden, verhindern. Solche Strukturen abzubauen und durch authentischere Formen des Zusammenlebens zu ersetzen, ist eine Aufgabe, die Mut und Ausdauer erfordert. 77\n\n39. Die erste und grundlegende Struktur zu Gunsten der »Humanökologie« ist die Familie, in deren Schoß der Mensch die entscheidenden Anfangsgründe über die Wahrheit und das Gute empfängt, wo er lernt, was lieben und geliebt werden heißt und was es konkret besagt, Person zu sein. Hier ist die auf die Ehe gegründete Familie gemeint, wo die gegenseitige Hingabe von Mann und Frau eine Lebensatmosphäre schafft, in der das Kind geboren werden und seine Fähigkeiten entfalten kann. Wo es sich seiner Würde bewußt wird und sich auf die Auseinandersetzung mit seinem einmaligen und unwiederholbaren Schicksal vorbereiten kann. Oft geschieht es jedoch, daß der Mensch entmutigt wird, die naturgegebenen Bedingungen der Weitergabe des Lebens auf sich zu nehmen. Er läßt sich dazu verleiten, sich selbst und sein Leben als eine Folge von Sensationen zu betrachten, die es zu erleben gilt und nicht als eine Aufgabe, die zu erfüllen ist. Daraus entsteht ein Mangel an Freiheit, der von der Verpflichtung, sich fest mit einem anderen Menschen zu verbinden und Kinder zu zeugen, zurückscheut oder dazu verleitet, Partner und Kinder als eines der vielen »Dinge« anzusehen, die man, je nach eigenem Geschmack, haben oder nicht haben kann und die mit anderen Möglichkeiten in Konkurrenz treten.\n\nDie Familie muß wieder als das Heiligtum des Lebens angesehen werden. Sie ist in der Tat heilig: Sie ist der Ort, an dem das Leben, Gabe Gottes, in angemessener Weise angenommen und gegen die vielfältigen Angriffe, denen es ausgesetzt ist, geschützt wird und wo es sich entsprechend den Forderungen eines echten menschlichen Wachstums entfalten kann. Gegen die sogenannte Kultur des Todes stellt die Familie den Sitz der Kultur des Lebens dar.\n\nDer Geist des Menschen scheint auf diesem Gebiet mehr darauf bedacht zu sein, die Quellen des Lebens zu beschränken, zu unterdrücken und zu vernichten, bis hin zur leider so weltweit verbreiteten Abtreibung, als die Möglichkeiten des Lebens selbst zu verteidigen und zu eröffnen. In der Enzyklika Sollicitudo rei socialis wurden die systematischen Kampagnen zur Geburtenkontrolle mit aller Klarheit kritisiert. Auf Grund einer entstellten Auffassung des demographischen Problems und im Klima eines »absoluten Mangels an Respekt vor der Entscheidungsfreiheit der betroffenen Personen« werden diese oft einem »unerträglichen Druck« ausgesetzt, »um sie für diese neue Form der Unterdrückung gefügig zu machen«. 78 Es handelt sich hier um eine Politik, die mit Hilfe neuer Techniken ihren Aktionsradius bis hin zu einem »Krieg mit chemischen Waffen« ausweitet, um das Leben von Millionen schutzloser Menschen zu vergiften.\n\nDiese Kritik richtet sich nicht so sehr gegen ein Wirtschaftssystem als gegen ein ethisch-kulturelles System. Die Wirtschaft ist ja nur ein Aspekt und eine Dimension der Vielfalt des menschlichen Handelns. Wenn sie verabsolutiert wird, wenn die Produktion und der Konsum der Waren schließlich die Mitte des gesellschaftlichen Lebens einnehmen und zum einzigen Wert der Gesellschaft werden, der keinem anderen mehr untergeordnet wird, so ist die Ursache dafür nicht allein und nicht so sehr im Wirtschaftssystem selbst als in der Tatsache zu suchen, daß das ganze sozio-kulturelle System mit der Vernachlässigung der sittlichen und religiösen Dimension versagt hat und sich nunmehr allein auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen beschränkt. 79\n\nDas alles läßt sich zusammenfassen, indem man noch einmal feststellt, daß die wirtschaftliche Freiheit nur ein Element der menschlichen Freiheit ist. Wenn sie sich für autonom erklärt, das heißt, wenn der Mensch mehr als Produzent bzw. Konsument von Gütern, nicht aber als ein Subjekt gesehen wird, das produziert und konsumiert, um zu leben, dann verliert sie ihre notwendige Beziehung zum Menschen, den sie schließlich entfremdet und unterdrückt. 80\n\n40. Es ist Aufgabe des Staates, für die Verteidigung und den Schutz jener gemeinsamen Güter, wie die natürliche und die menschliche Umwelt, zu sorgen, deren Bewahrung von den Marktmechanismen allein nicht gewährleistet werden kann. Wie der Staat zu Zeiten des alten Kapitalismus die Pflicht hatte, die fundamentalen Rechte der Arbeit zu verteidigen, so haben er und die ganze Gesellschaft angesichts des neuen Kapitalismus nun die Pflicht, die gemeinsamen Güter zu verteidigen, die unter anderem den Rahmen bilden, in dem allein es jedem einzelnen möglich ist, seine persönlichen Ziele auf gerechte Weise zu verwirklichen.\n\nHier stoßen wir auf eine neue Grenze des Marktes: Es gibt gemeinsame und qualitative Bedürfnisse, die mit Hilfe seiner Mechanismen nicht befriedigt werden können. Es gibt wichtige menschliche Erfordernisse, die sich seiner Logik entziehen. Es gibt Güter, die auf Grund ihrer Natur nicht verkauft und gekauft werden können und dürfen. Gewiß bieten die Marktmechanismen sichere Vorteile. Sie helfen unter anderem dabei, besseren Gebrauch von den Ressourcen zu machen; sie fördern den Austausch der Produkte und stellen den Willen und die Präferenzen des Menschen in den Mittelpunkt, die sich im Vertrag mit denen eines anderen Menschen treffen. Diese Mechanismen schließen jedoch die Gefahr einer »Vergötzung« des Marktes ein, der die Existenz von Gütern ignoriert, die ihrer Natur nach weder bloße Waren sind noch sein können.\n\n41. Der Marxismus hat die kapitalistischen bürgerlichen Gesellschaften kritisiert, indem er ihnen die Vermarktung und die Entfremdung des menschlichen Daseins vorwarf. Dieser Vorwurf beruht zweifellos auf einer falschen und unsachgemäßen Auffassung des Begriffes Entfremdung. Er wird einseitig aus dem Bereich der Produktions- und Eigentumsverhältnisse abgeleitet, das heißt, es wird ihm eine materialistische Begründung zugeschrieben. Es werden außerdem die Berechtigung und die positive Bedeutung der Marktbeziehungen in ihrem spezifischen Bereich geleugnet. Daher behauptet der Marximus, nur in einer kollektiven Gesellschaftsordnung könnte die Entfremdung beseitigt werden. Die historische Erfahrung der sozialistischen Länder hat auf traurige Weise gezeigt, daß der Kollektivismus die Entfremdung nicht beseitigt, sondern noch steigert, weil der Mangel am Notwendigsten und das wirtschaftliche Versagen hinzukommen.\n\nDie geschichtliche Erfahrung des Westens ihrerseits zeigt, daß dennoch, obwohl die marxistische Analyse und Begründung der Entfremdung falsch sind, die Entfremdung mit dem Verlust des wahren Lebenssinnes auch in den westlichen Gesellschaften eine reale Gegebenheit ist. Denn sie ereignet sich im Konsum, wenn der Mensch in ein Netz falscher und oberflächlicher Befriedigungen hineingezogen wird, statt daß man ihm hilft, die echte und konkrete Erfahrung seiner Persönlichkeit zu machen. Sie ereignet sich auch bei der Arbeit, wenn diese so organisiert wird, daß sie möglichst hohe Erträge abwirft, man sich aber nicht darum kümmert, daß der Arbeiter sich durch seine Arbeit mehr oder weniger als Mensch verwirklicht, je nachdem, ob seine Teilnahme an einer echten solidarischen Gemeinschaft wächst oder ob seine Isolierung in einem Komplex von Beziehungen eines erbitterten Konkurrenzkampfes und gegenseitiger Entfremdung zunimmt, in dem er nur als ein Mittel, nicht aber als ein Ziel angesehen wird.\n\nWir müssen den Begriff der »Entfremdung« auf seinen christlichen Sinngehalt zurückführen und in ihm die Umkehrung von Mitteln und Zielen wieder aufleben lassen. Wenn der Mensch auf die Anerkennung des Wertes und der Größe der Person bei sich selbst und im anderen verzichtet, beraubt er sich in der Tat der Möglichkeit, sich seines Menschseins zu freuen und in jene Beziehung der Solidarität und Gemeinschaft mit den anderen Menschen einzutreten, für die ihn Gott geschaffen hat. Denn durch die freie Selbsthingabe wird der Mensch wahrhaftig er selbst. 81 Ermöglicht wird diese Hingabe durch die dem Menschen wesenseigene »Fähigkeit zur Transzendenz«. Der Mensch kann sich nicht an ein bloß menschliches Projekt der Wirklichkeit, an ein abstraktes Ideal oder an falsche Utopien verschenken. Der Mensch als Person kann sich nur an einen anderen oder an andere Menschen und endlich an Gott hingeben, der der Urheber seines Seins und der Einzige ist, der seine Hingabe ganz anzunehmen vermag. 82 Entfremdet wird der Mensch, der es ablehnt, über sich selbst hinauszugehen und die Erfahrung der Selbsthingabe und der Bildung einer an seiner letzten Bestimmung orientierten echten menschlichen Gemeinschaft zu leben. Diese letzte Zielbestimmung des Menschen aber ist Gott selber. Entfremdet wird eine Gesellschaft, die in ihren sozialen Organisationsformen, in Produktion und Konsum, die Verwirklichung dieser Hingabe und die Bildung dieser zwischenmenschlichen Solidarität erschwert.\n\nIn der westlichen Gesellschaft wurde die Ausbeutung wenigstens in den von Karl Marx analysierten und beschriebenen Formen überwunden. Nicht überwunden wurde jedoch die Entfremdung in den verschiedenen Formen von Ausbeutung, wenn sich die Menschen gegenseitig als Werkzeuge benutzen und bei der immer raffinierteren Befriedigung ihrer Sonder- und Sekundärbedürfnisse taub werden für die hauptsächlichen und echten Bedürfnisse, die auch die Art und Weise der Befriedigung der anderen Bedürfnisse regeln sollen. 83 Der Mensch, der sich nur oder vorwiegend um das Haben und den Genuß kümmert, der nicht mehr fähig ist, seine Triebe und Leidenschaften zu beherrschen und sie im Gehorsam gegenüber der Wahrheit unterzuordnen, kann nicht frei sein. Der Gehorsam gegenüber der Wahrheit über Gott und über den Menschen ist die erste Voraussetzung der Freiheit, da er ihm erlaubt, seine Bedürfnisse, seine Wünsche und die Art und Weise ihrer Befriedigung einer rechten Hierarchie entsprechend zu ordnen, so daß der Besitz der Dinge für ihn ein Mittel zum Wachstum ist. Ein Hindernis kann diesem Wachstum aus der Manipulation erstehen, die von jenen Massenmedien vorgenommen wird, die mit der Macht einer geradezu organisierten Zähigkeit Moden und Meinungstrends aufzwingen, ohne daß es möglich wäre, ihre Voraussetzungen einer kritischen Prüfung zu unterziehen.\n\n42. Um zur Eingangsfrage zurückzukehren: Kann man etwa sagen, daß nach dem Scheitern des Kommunismus der Kapitalismus das siegreiche Gesellschaftssystem sei und daß er das Ziel der Anstrengungen der Länder ist, die ihre Wirtschaft und ihre Gesellschaft neu aufzubauen versuchen? Ist vielleicht er das Modell, das den Ländern der Dritten Welt vorgeschlagen werden soll, die nach dem Weg für den wahren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt suchen?\n\nDie Antwort ist natürlich kompliziert. Wird mit »Kapitalismus« ein Wirtschaftssystem bezeichnet, das die grundlegende und positive Rolle des Unternehmens, des Marktes, des Privateigentums und der daraus folgenden Verantwortung für die Produktionsmittel, der freien Kreativität des Menschen im Bereich der Wirtschaft anerkennt, ist die Antwort sicher positiv. Vielleicht wäre es passender, von »Unternehmenswirtschaft« oder »Markwirtschaft« oder einfach »freier Wirtschaft« zu sprechen. Wird aber unter »Kapitalismus« ein System verstanden, in dem die wirtschaftliche Freiheit nicht in eine feste Rechtsordnung eingebunden ist, die sie in den Dienst der vollen menschlichen Freiheit stellt und sie als eine besondere Dimension dieser Freiheit mit ihrem ethischen und religiösen Mittelpunkt ansieht, dann ist die Antwort ebenso entschieden negativ.\n\nDie marxistische Lösung ist gescheitert, aber in der Welt bestehen nach wie vor Formen der Ausgrenzung und Ausbeutung, insbesondere in der Dritten Welt, sowie Erscheinungen menschlicher Entfremdung, besonders in den Industrieländern, gegen die die Kirche mit Nachdruck ihre Stimme erhebt. Massen von Menschen leben noch immer in Situationen großen materiellen und moralischen Elends. Der Zusammenbruch des kommunistischen Systems beseitigt sicher in vielen Ländern ein Hindernis in der sachgemäßen und realistischen Auseinandersetzung mit diesen Problemen, aber das reicht nicht aus, um sie zu lösen. Es besteht die Gefahr, daß sich eine radikale kapitalistische Ideologie breitmacht, die es ablehnt, sie auch nur zu erwägen, da sie glaubt, daß jeder Versuch, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, von vornherein zum Scheitern verurteilt sei, und ihre Lösung in einem blinden Glauben der freien Entfaltung der Marktkräfte überläßt.\n\n43. Die Kirche hat keine eigenen Modelle vorzulegen. Die konkreten und erfolgreichen Modelle können nur im Rahmen der jeweils verschiedenen historischen Situationen durch das Bemühen aller Verantwortlichen gefunden werden, die sich den konkreten Problemen in allen ihren eng miteinander verflochtenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekten stellen. 84 Diesem Bemühen bietet die Kirche als unerläßliche geistige Orientierung ihre Soziallehre an, die — wie schon gesagt — die positive Bedeutung des Marktes und des Unternehmens anerkennt, aber gleichzeitig darauf hinweist, daß beide unbedingt auf das Gemeinwohl ausgerichtet sein müssen. Sie anerkennt auch die Rechtmäßigkeit der Anstrengungen der Arbeiter, um die volle Achtung ihrer Würde und eine größere Beteiligung am Leben des Unternehmens zu erlangen. Auch wenn sie zusammen mit anderen und unter der Leitung anderer arbeiten, sollen sie doch in gewissem Sinne »in eigener Sache arbeiten« 85 unter Einsatz ihrer Intelligenz und ihrer Freiheit.\n\nDie umfassende Entwicklung des Menschen in der Arbeit widerspricht nicht den Anforderungen einer höheren Produktivität und eines größeren Ertrages der Arbeit. Im Gegenteil, sie fördert diese sogar, auch wenn das verfestigte Machtverhältnisse schwächen kann. Das Unternehmen darf nicht ausschließlich als »Kapitalgesellschaft« angesehen werden; es ist zugleich eine »Gemeinschaft von Menschen«, zu der als Partner in je verschiedener Weise und mit spezifischen Verantwortlichkeiten sowohl jene beitragen, die das für ihre Tätigkeit nötige Kapital einbringen, als auch jene, die mit ihrer Arbeit daran mitwirken. Um diese Ziele zu erreichen, braucht es noch einen großen gemeinsamen Einsatz der Arbeiter, dessen Ziel die Befreiung und die umfassende Förderung des Menschen ist.\n\nIm Licht des »Neuen« von heute wurde das Verhältnis zwischen dem Privateigentum und der universalen Bestimmung der Güter »wiedergelesen«. Der Mensch verwirklicht sich selbst durch seinen Verstand und seine Freiheit und übernimmt dabei als Gegenstand und Werkzeug die Dinge dieser Welt und eignet sie sich an. In diesem Tun des Menschen hat das Recht auf die Initiative und das Recht auf das Privateigentum seinen Grund. Durch seine Arbeit setzt sich der Mensch nicht nur für sich, sondern auch für die anderen und mit den anderen ein: Jeder trägt zur Arbeit und zum Wohl anderer bei. Der Mensch arbeitet, um die Bedürfnisse seiner Familie, der Gemeinschaft, zu der er gehört, der Nation und schließlich der ganzen Menschheit zu erfüllen. 86 Er trägt außerdem zur Arbeit der anderen bei, die im selben Unternehmen tätig sind, sowie, in einer Solidaritätskette, die sich progressiv fortsetzt, zur Arbeit der Lieferanten bzw. zum Konsum der Kunden. Das Eigentum an Produktionsmitteln sowohl im industriellen wie im landwirtschaftlichen Bereich ist gerechtfertigt, wenn es einer nutzbringenden Arbeit dient. Es wird hingegen rechtswidrig, wenn es nicht aufgewertet wird oder dazu dient, die Arbeit anderer zu behindern, um einen Gewinn zu erzielen, der nicht aus der Gesamtausweitung der Arbeit und des gesellschaftlichen Reichtums erwächst, sondern aus ihrer Unterdrückung, aus der unzulässigen Ausbeutung, aus der Spekulation und aus dem Zerbrechen der Solidarität in der Welt der Arbeit. 87 Ein solches Eigentum besitzt keinerlei Rechtfertigung und stellt einen Mißbrauch vor Gott und den Menschen dar.\n\nDie Verpflichtung, im Schweiße seines Angesichtes sein Brot zu verdienen, besagt gleichzeitig ein Recht. Eine Gesellschaft, in der dieses Recht systematisch verweigert wird, in der es die wirtschaftspolitischen Maßnahmen den Arbeitern nicht ermöglichen, eine befriedigende Beschäftigungslage zu erreichen, kann weder ihre sittliche Rechtfertigung noch den gerechten sozialen Frieden erlangen. 88 Wie sich die Person in der freien Selbsthingabe voll verwirklicht, so findet das Eigentum seine sittliche Rechtfertigung darin, daß es unter den erforderlichen Umständen und in der erforderlichen Zeit Arbeitsgelegenheiten und menschliches Wachstum für alle schafft.\n\nV. KAPITEL - STAAT UND KULTUR\n\n44. Leo XIII. wußte sehr wohl, daß man eine gesunde Staatstheorie braucht, um eine normale Entfaltung der menschlichen Tätigkeiten zu gewährleisten, der geistigen und der materiellen, die beide unerläßlich sind. 89 In einem Abschnitt von Rerum novarum legt er darum die Organisation der Gesellschaft nach den drei Gewalten — der gesetzgebenden, der ausführenden und der richterlichen — vor; dies war in der damaligen Zeit in der Lehre der Kirche eine Neuheit. 90 Diese Ordnung spiegelt eine realistische Sicht der sozialen Natur des Menschen, die eine entsprechende Gesetzgebung zum Schutz der Freiheit aller erfordert. Zu diesem Zweck ist es besser, wenn jede Macht von anderen Mächten und anderen Kompetenzbereichen ausgeglichen wird, die sie in ihren rechten Grenzen halten. Das ist das Prinzip des »Rechtsstaates«, in dem das Gesetz und nicht die Willkür der Menschen herrscht.\n\nIm Gegensatz zu dieser Auffassung vertritt in der modernen Zeit der Totalitarismus in seiner marxistisch-leninistischen Ausprägung die Meinung, daß einige Menschen auf Grund einer tieferen Kenntnis der Entwicklungsgesetze der Gesellschaft oder durch eine klassenmäßige Sonderstellung oder durch einen Kontakt mit den eigentlichen Quellen des kollektiven Bewußtseins vom Irrtum frei sind und daher Anspruch auf die Ausübung einer absoluten Macht erheben können. Hinzukommt, daß der Totalitarismus aus der Verneinung der Wahrheit im objektiven Sinn entsteht: Wenn es keine transzendente Wahrheit gibt, der gehorchend der Mensch zu seiner vollen Identität gelangt, gibt es kein sicheres Prinzip, das gerechte Beziehungen zwischen den Menschen gewährleistet. Ihr Klasseninteresse, Gruppeninteresse und nationales Interesse bringt sie unweigerlich in Gegensatz zueinander. Wenn die transzendente Wahrheit nicht anerkannt wird, dann triumphiert die Gewalt der Macht und jeder trachtet, bis zum Äußersten von den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln Gebrauch zu machen, um ohne Rücksicht auf die Rechte des anderen sein Interesse und seine Meinung durchzusetzen. Der Mensch wird da nur insoweit respektiert, als man ihn als Werkzeug für ein egoistisches Ziel benutzen kann. Die Wurzel des modernen Totalitarismus liegt also in der Verneinung der transzendenten Würde des Menschen, der sichtbares Abbild des unsichtbaren Gottes ist. Eben deshalb, auf Grund seiner Natur, ist er Subjekt von Rechten, die niemand verletzen darf: weder der einzelne, noch die Gruppe, die Klasse, die Nation oder der Staat. Auch die gesellschaftliche Mehrheit darf das nicht tun, indem sie gegen eine Minderheit vorgeht, sie ausgrenzt, unterdrückt, ausbeutet oder sie zu vernichten versucht. 91\n\n45. Die Kultur und die Praxis des Totalitarismus ziehen auch die Verneinung der Kirche nach sich. Der Staat oder die Partei, die glaubt, in der Geschichte das absolute Gute verwirklichen zu können, und sich über alle Werte hinwegsetzt, kann nicht zulassen, daß ein objekives Kriterium für Gut und Böse außer dem Willen der Herrschenden anerkannt wird, das unter bestimmten Umständen auch dazu dienen kann, ihr Verhalten kritisch zu beurteilen. Das erklärt, warum der Totalitarismus die Kirche zu vernichten oder wenigstens zu unterwerfen trachtet, indem er sie zu einem Werkzeug seines ideologischen Apparates macht. 92\n\nDas Bestreben des totalitären Staates läuft noch immer darauf hinaus, die Nation, die Gesellschaft, die Familie, die Religionsgemeinschaften und die Menschen selbst in sich aufzusaugen. Durch die Verteidigung ihrer Freiheit verteidigt die Kirche zugleich den Menschen, der Gott mehr gehorchen muß als den Menschen (vgl. Apg 5, 29), die Familie, die verschiedenen gesellschaftlichen Organisationen und die Nationen, alles Realitäten, die ihren je eigenen Autonomie- und Souveränitätsbereich besitzen.\n\n46. Die Kirche weiß das System der Demokratie zu schätzen, insoweit es die Beteiligung der Bürger an den politischen Entscheidungen sicherstellt und den Regierten die Möglichkeit garantiert, sowohl ihre Regierungen zu wählen und zu kontrollieren als auch dort, wo es sich als notwendig erweist, sie auf friedliche Weise zu ersetzen. 93 Sie kann daher nicht die Bildung schmaler Führungsgruppen billigen, die aus Sonderinteressen oder aus ideologischen Absichten die Staatsmacht an sich reißen.\n\nEine wahre Demokratie ist nur in einem Rechtsstaat und auf der Grundlage einer richtigen Auffassung vom Menschen möglich. Sie erfordert die Erstellung der notwendigen Vorbedingungen für die Förderung sowohl der einzelnen Menschen durch die Erziehung und die Heranbildung zu den echten Idealen als auch der »Subjektivität« der Gesellschaft durch die Schaffung von Strukturen der Beteiligung und Mitverantwortung. Heute neigt man zu der Behauptung, der Agnostizismus und der skeptische Relativismus seien die Philosophie und die Grundhaltung, die den demokratischen politischen Formen entsprechen. Und alle, die überzeugt sind, die Wahrheit zu kennen, und an ihr festhalten, seien vom demokratischen Standpunkt her nicht vertrauenswürdig, weil sie nicht akzeptieren, daß die Wahrheit von der Mehrheit bestimmt werde bzw. je nach dem unterschiedlichen politischen Gleichgewicht schwanke. In diesem Zusammenhang muß gesagt werden, daß dann, wenn es keine letzte Wahrheit gibt, die das politische Handeln leitet und ihm Orientierung gibt, die Ideen und Überzeugungen leicht für Machtzwecke mißbraucht werden können. Eine Demokratie ohne Werte verwandelt sich, wie die Geschichte beweist, leicht in einen offenen oder hinterhältigen Totalitarismus.\n\nDie Kirche verschließt auch nicht die Augen vor der Gefahr des Fanatismus oder Fundamentalismus derer, die glauben, im Namen einer angeblich wissenschaftlichen oder religiösen Ideologie den anderen Menschen ihre Auffassung von dem, was wahr und gut ist, aufzwingen zu können. Die christliche Wahrheit ist nicht von dieser Art. Der christliche Glaube, der keine Ideologie ist, maßt sich nicht an, die bunte sozio-politische Wirklichkeit in ein strenges Schema einzuzwängen. Er anerkennt, daß sich das Leben des Menschen in der Geschichte unter verschiedenen und nicht immer vollkommenen Bedingungen verwirklicht. Darum gehört zum Vorgehen der Kirche, die stets die transzendente Würde der Person beteuert, die Achtung der Freiheit. 94\n\nAber die Freiheit erhält erst durch die Annahme der Wahrheit ihren vollen Wert. In einer Welt ohne Wahrheit verliert die Freiheit ihre Grundlage, und der Mensch ist der Gewalt der Leidenschaften und offenen oder verborgenen Bedingtheiten ausgesetzt. Der Christ lebt die Freiheit (vgl. Joh 8, 31. 32) und dient ihr, indem er seinem Sendungsauftrag getreu die Wahrheit, die er erkannt hat, immer wieder anbietet. Im Dialog mit den anderen Menschen wird er jedem Beitrag an Wahrheit, dem er in der Lebensgeschichte und in der Kultur der einzelnen und der Nationen begegnet, Achtung zollen; er wird aber nicht darauf verzichten, all das zu vertreten, was ihn sein Glaube und der rechte Gebrauch der Vernunft gelehrt haben. 95\n\n47. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Totalitarismus und zahlreicher anderer totalitärer Regimes und solcher der »nationalen Sicherheit« erleben wir heute ein, wenn auch nicht unumstrittenes Überwiegen des demokratischen Ideals, verbunden mit einem lebendigen Bewußtsein und einer Sorge für die Menschenrechte. Aber gerade darum müssen die Völker, die ihre innere Ordnung neugestalten, durch die ausdrückliche Anerkennung dieser Rechte der Demokratie eine glaubwürdige und solide Grundlage geben 96. Unter den vorrangigsten Rechten sind zu erwähnen: das Recht auf Leben, zu dem wesentlich das Recht gehört, nach der Zeugung im Mutterschoß heranzuwachsen; das Recht, in einer geeinten Familie und in einem sittlichen Milieu zu leben, das für die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit geeignet ist; das Recht, seinen Verstand und seine Freiheit in der Suche und Erkenntnis der Wahrheit zur Reife zu bringen; das Recht, an der Arbeit zur Erschließung der Güter der Erde teilzunehmen und daraus den Lebensunterhalt für sich und die Seinen zu gewinnen; das Recht auf freie Gründung einer Familie und auf Empfang und Erziehung der Kinder durch verantwortungsvollen Gebrauch der eigenen Sexualität. Quelle und Synthese dieser Rechte ist in gewissem Sinne die Religionsfreiheit, verstanden als Recht, in der Wahrheit des eigenen Glaubens und in Übereinstimmung mit der transzendenten Würde der eigenen Person zu leben. 97\n\nAuch in den Ländern mit demokratischen Regierungsformen werden diese Rechte nicht immer voll respektiert. Wir beziehen uns hier nicht nur auf den Skandal der Abtreibung, sondern auch auf verschiedene Anzeichen einer Krise der demokratischen Systeme, denen mitunter die Fähigkeit zu Entscheidungen für das Gemeinwohl abhanden gekommen zu sein scheint. Anfragen von seiten der Gesellschaft werden bisweilen nicht nach Kriterien der Gerechtigkeit und Sittlichkeit geprüft, sondern mehr nach der Wahl oder Finanzkraft der Gruppen, die sie unterstützen. Derartige Entartungen des politischen Verhaltens erzeugen mit der Zeit Mißtrauen und Gleichgültigkeit und in der Folge eine Abnahme der politischen Beteiligung und des Gemeinsinnes in der Bevölkerung, die sich hintergangen und enttäuscht fühlt. Daraus ergibt sich das wachsende Unvermögen, Einzelinteressen in eine umfassende Sicht des Gemeinwohles einzuordnen. Dieses ist ja nicht einfach die Summe der Einzelinteressen. Es besagt vielmehr ihre Bewertung und Zuordnung auf Grund einer ausgewogenen Werthierarchie und letzten Endes auf Grund eines klaren Verständnisses der Würde und der Rechte der Person. 98\n\nDie Kirche achtet die berechtigte Autonomie der demokratischen Ordnung. Es steht ihr nicht zu, sich zu Gunsten der einen oder anderen institutionellen oder verfassungsmäßigen Lösung zu äußern. Der Beitrag, den sie zu dieser Ordnung anbietet, ist die Sicht von der Würde der Person, die sich im Geheimnis des Mensch gewordenen Wortes in ihrer ganzen Fülle offenbart. 99\n\n48. Diese allgemeinen Überlegungen finden ihren Niederschlag auch in der Aufgabe des Staates im Bereich der Wirtschaft. Die Wirtschaft, insbesondere die Marktwirtschaft, kann sich nicht in einem institutionellen, rechtlichen und politischen Leerraum abspielen. Im Gegenteil, sie setzt die Sicherheit der individuellen Freiheit und des Eigentums sowie eine stabile Währung und leistungsfähige öffentliche Dienste voraus. Hauptaufgabe des Staates ist es darum, diese Sicherheit zu garantieren, so daß der, der arbeitet und produziert, die Früchte seiner Arbeit genießen kann und sich angespornt fühlt, seine Arbeit effizient und redlich zu vollbringen. Der Mangel an Sicherheit, begleitet von der Korruption der staatlichen Behörden und von dem Umsichgreifen unlauterer Quellen der Bereicherung und des leichten Gewinnes auf Grund eines rechtswidrigen oder rein spekulativen Treibens, ist eines der Haupthindernisse für die Entwicklung und für die Wirtschaftsordnung.\n\nEine andere Aufgabe des Staates besteht darin, die Ausübung der Menschenrechte im wirtschaftlichen Bereich zu überwachen und zu leiten. Aber die erste Verantwortung auf diesem Gebiet liegt nicht beim Staat, sondern bei den einzelnen und bei den verschiedenen Gruppen und Vereinigungen, in denen sich die Gesellschaft artikuliert. Der Staat könnte das Recht aller Bürger auf Arbeit nicht direkt sicherstellen, ohne das gesamte Wirtschaftsleben zu reglementieren und die freie Initiative der einzelnen abzutöten. Das besagt jedoch nicht, daß er auf diesem Gebiet überhaupt keine Kompetenz habe, wie jene behaupten, die für einen völligen Verzicht auf Ordnungsnormen im Bereich der Wirtschaft eintreten. Ja, der Staat hat die Pflicht, die Tätigkeit der Unternehmen dahingehend zu unterstützen, daß er Bedingungen für die Sicherstellung von Arbeitsgelegenheiten schafft. Er muß die Tätigkeit dort, wo sie sich als unzureichend erweist, anregen bzw. ihr in Augenblicken der Krise unter die Arme greifen.\n\nDer Staat hat des weiteren das Recht einzugreifen, wenn Monopolstellungen die Entwicklung verzögern oder behindern. Aber außer diesen Aufgaben der Harmonisierung und Steuerung der Entwicklung kann er in Ausnahmefällen Vertretungsfunktionen wahrnehmen, wenn gesellschaftliche Bereiche oder Unternehmenssysteme zu schwach oder erst im Entstehen begriffen und daher noch unfähig sind, ihre Aufgabe zu erfüllen. Solche stellvertretenden Interventionen, die durch dringende, vom Gemeinwohl geforderte Gründe gerechtfertigt sind, müssen aber zeitlich möglichst begrenzt sein, um nicht den genannten Bereichen und Unternehmenssystemen die ihnen eigenen Kompetenzen auf Dauer zu entziehen und nicht den Umfang der staatlichen Intervention übermäßig auszuweiten. Dies wäre sowohl für die wirtschaftliche wie für die bürgerliche Freiheit schädlich.\n\nIn den letzten Jahren hat man eine umfangreiche Ausweitung dieser Interventionen erlebt, was gewissermaßen zu einem neuen Typ von Staat, dem »Wohlfahrtsstaat«, geführt hat. Diese Entwicklungen erfolgten in manchen Staaten, um auf geeignete Weise den zahlreichen Nöten und Bedürfnissen dadurch abzuhelfen, daß man menschenunwürdige Formen der Armut und Entbehrung beseitigte. Es fehlte jedoch nicht an Auswüchsen und Mißbräuchen, die besonders in jüngster Zeit harte Kritik am Wohlfahrtsstaat auslösten, der als »Fürsorgestaat« bezeichnet wurde. Funktionsstörungen und Mängel im Wohlfahrtsstaat rühren von einem unzutreffenden Verständnis der Aufgaben des Staates her. Auch auf diesem Gebiet muß das Subsidiaritätsprinzip gelten: Eine übergeordnete Gesellschaft darf nicht in das innere Leben einer untergeordneten Gesellschaft dadurch eingreifen, daß sie diese ihrer Kompetenzen beraubt. Sie soll sie im Notfall unterstützen und ihr dazu helfen, ihr eigenes Handeln mit dem der anderen gesellschaftlichen Kräfte im Hinblick auf das Gemeinwohl abzustimmen. 100\n\nDer Wohlfahrtsstaat, der direkt eingreift und die Gesellschaft ihrer Verantwortung beraubt, löst den Verlust an menschlicher Energie und das Aufblähen der Staatsapparate aus, die mehr von bürokratischer Logik als von dem Bemühen beherrscht werden, den Empfängern zu dienen; Hand in Hand damit geht eine ungeheure Ausgabensteigerung. Wie es scheint kennt tatsächlich derjenige die Not besser und vermag die anstehenden Bedürfnisse besser zu befriedigen, der ihr am nächsten ist und sich zum Nächsten des Notleidenden macht. Es muß hinzugefügt werden, daß nicht selten eine bestimmte Art von Bedürfnissen keine bloß materielle Antwort erfordern, sondern daß es darauf ankommt, die tiefere menschliche Not und Anfrage herauszuhören. Man denke auch an die Situation der Flüchtlinge, der Einwanderer, der Alten oder Kranken und an all die verschiedenen Formen, die Beistand und Fürsorge brauchen, wie im Fall der Drogenabhängigen: alles Menschen, denen nur von jemandem wirksam geholfen werden kann, der ihnen außer der nötigen Behandlung eine aufrichtige brüderliche Hilfe anbietet.\n\n49. Auf diesem Gebiet ist die Kirche getreu dem Auftrag Christi, ihres Gründers, seit jeher mit ihren Werken präsent, um dem bedürftigen Menschen eine materielle Unterstützung anzubieten, die ihn nicht erniedrigt und nicht zu einem Fürsorgeobjekt herabsetzt, sondern ihm hilft, aus seiner prekären Lage herauszufinden, indem sie seine Würde als Person fördert. Mit großer Dankbarkeit an Gott muß man darauf hinweisen, daß die tätige Liebe in der Kirche nie erloschen ist und heute eine vielfältige, ermutigende Zunahme verzeichnen kann. Besondere Erwähnung verdient in diesem Zusammenhang das Phänomen des freiwilligen Dienstes, den die Kirche dadurch unterstützt und fördert, daß sie alle zur Mitarbeit anspornt, um ihn in seinen Initiativen zu unterstützen und zu ermutigen.\n\nUm die heute verbreitete individualistische Denkweise zu überwinden, braucht es ein konkretes Bemühen um Solidarität und Liebe, das in der Familie beginnt mit dem Rückhalt, den die Eheleute einander geben, und dann mit der Sorge der Generationen füreinander. Auf diese Weise qualifiziert sich die Familie auch als Arbeits- und Solidaritätsgemeinschaft. Es kommt jedoch vor, daß die Familie, wenn sie bereit ist, ihrer Berufung voll zu entsprechen, ohne die nötige Unterstützung von seiten des Staates bleibt und daher nicht über ausreichende Mittel verfügt. Es ist dringend notwendig, nicht nur die Familienpolitik, sondern auch die Sozialpolitik zu fördern, deren Hauptziel die Farnilie selbst sein muß. Ihr muß durch die Gewährung entsprechender Hilfsmittel und wirksamer Formen der Unterstützung bei der Erziehung der Kinder wie bei der Sorge für die alten Menschen geholfen werden, um deren Abschiebung aus dem engeren Familienverband zu vermeiden und so die Beziehungen zwischen den Generationen neu zu stärken. 101\n\nAußer der Familie erfüllen auch andere gesellschaftliche Zwischenkörper wichtige Aufgaben und aktivieren spezifische Solidaritätsnetze. Diese reifen in der Tat zu echten Gemeinschaften von Personen heran, beleben das gesellschaftliche Gefüge und verhindern, daß es in die Anonymität und in eine unpersönliche Vermassung absinkt, wie es in der modernen Gesellschaft leider häufig der Fall ist. Der Mensch lebt in der Vielfalt der zwischenmenschlichen Beziehungen, und in ihr wächst die »Subjektivität der Gesellschaft«. Der einzelne wird heute oft zwischen den beiden Polen Staat und Markt erdrückt. Es hat manchmal den Anschein, als existierte er nur als Produzent und Konsument von Waren oder als Objekt der staatlichen Verwaltung. Es wird vergessen, daß das Zusammenleben der Menschen weder den Markt noch den Staat zum Endziel hat. Es besitzt in sich selber einen einzigartigen Wert, dem Staat und Markt dienen sollen. Der Mensch ist vor allem ein Wesen, das die Wahrheit sucht und sich bemüht, sie zu leben und sie in einem dauernden Dialog zu ergründen, der die vergangenen und die künftigen Generationen einbezieht. 102\n\n50. Von dieser offenen Suche nach der Wahrheit ist die Kultur der Nation gekennzeichnet. Denn das Erbe der weitergegebenen und übernommenen Werte wird von der jungen Generation immer einer Hinterfragung unterworfen. Hinterfragen heißt nicht notwendigerweise zerstören oder von vornherein ablehnen; es besagt vielmehr vor allem, diese Werte im eigenen Leben einer Prüfung zu unterziehen und sie sich durch diese daseinsbezogene Prüfung lebendiger, aktueller und persönlicher zu eigen zu machen. Dabei muß unterschieden werden zwischen dem, was in der Tradition Gültigkeit besitzt, und Unwahrem und Irrtümern oder veralteten Formen, die durch andere, zeitgemäßere ersetzt werden können.\n\nIn diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, daß sich auch die Evangelisierung in die Kultur der Nationen einfügt, indem sie diese auf ihrem Weg zur Wahrheit unterstützt und ihr bei dem Bemühen um Läuterung und Anreicherung hilft. 103 Wenn sich eine Kultur jedoch in sich selber verschließt und veraltete Lebensformen zu verewigen sucht, indem sie jeden Austausch und jede Auseinandersetzung über die Wahrheit vom Menschen ablehnt, dann wird sie unfruchtbar und verfällt.\n\n51. Das gesamte menschliche Tun hat seinen Platz in einer Kultur und erfolgt in Wechselwirkung mit ihr. Für eine angemessene Gestaltung dieser Kultur braucht es die Einbeziehung des ganzen Menschen, der darin seine Kreativität, seine Intelligenz, sein Wissen von der Welt und den Menschen entfaltet. Außerdem bringt er in sie ein seine Fähigkeit zur Selbstbeherrschung, zum persönlichen Opfer, zur Solidarität und zur Bereitschaft, das Gemeinwohl zu fördern. Darum wird die erste und wichtigste Arbeit im Herzen des Menschen vollbracht. Die Art und Weise, wie er sich um den Aufbau seiner Zukunft bemüht, hängt von der Auffassung ab, die er von sich selbst und seiner Zielbestimmung hat. Auf dieser Ebene liegt der spezifische und entscheidende Beitrag der Kirche für die wahre Kultur. Sie fördert die Qualität jener menschlichen Haltungen, die die Kultur des Friedens den Modellen vorziehen, die den Menschen in der Masse erniedrigen, die Rolle seiner Initiative und seiner Freiheit verkennen und seine Größe in die Taten des Konflikts und des Krieges verlegen. Die Kirche leistet einen solchen Dienst, indem sie die Wahrheit über die Erschaffung der Welt verkündet, die Gott in die Hände der Menschen gelegt hat, damit sie sie durch ihre Arbeit fruchtbarer und vollkommener machen; und indem sie die Wahrheit über die Erlösung verkündet, durch die der Sohn Gottes alle Menschen gerettet und sie zugleich miteinander verbunden hat, indem er sie füreinander verantwortlich machte. Die Hl. Schrift spricht zu uns ständig über den tätigen Einsatz für den Bruder und konfrontiert uns mit einer Mitverantwortung, die alle Menschen umfassen soll.\n\nDiese Forderung macht nicht halt an den Grenzen der eigenen Familie und auch nicht der Nation oder des Staates. Sie umfaßt in gestufter Weise die ganze Menschheit, so daß sich kein Mensch als unbeteiligt oder gleichgültig gegenüber dem Schicksal eines anderen Gliedes der Menschheitsfamilie ansehen darf. Kein Mensch kann behaupten, für das Schicksal seines Bruders nicht verantwortlich zu sein (vgl. Gen 4, 9; Lk 10, 29-37:Mt 25, 31-46)!\n\nDie aufmerksame, zuvorkommende Sorge für den Nächsten gerade in der Stunde der Not, heute erleichtert auch durch die neuen Kommunikationsmittel, die die Menschen einander nähergebracht haben, ist besonders wichtig bei der Suche nach anderen Möglichkeiten zur Lösung der internationalen Konflikte als dem Krieg. Es läßt sich unschwer behaupten, daß die schreckliche Gewalt der Vernichtungsmittel, die selbst den mittleren und kleinen Mächten zugänglich sind, und die immer engere Verflechtung zwischen den Völkern der ganzen Erde es sehr schwierig oder praktisch unmöglich machen, die Auswirkungen eines Konfliktes zu begrenzen.\n\n52. Die Päpste Benedikt XV. und seine Nachfolger haben diese Gefahr klar erkannt. l04 Ich selber habe anläßlich des jüngsten dramatischen Krieges im Persischen Golf den Ruf wiederholt: »Nie wieder Krieg«! Nein, nie wieder ein Krieg, der das Leben der Unschuldigen vernichtet; der töten lehrt und das Leben derer, die töten, gleichfalls zerstört; der eine Dauerspur von Zorn und Haß zurückläßt und die gerechte Lösung jener Probleme, die ihn ausgelöst haben, erschwert! Wie in den einzelnen Staaten endlich der Zeitpunkt kam, wo an die Stelle des Systems der persönlichen Rache und Vergeltung die Herrschaft des Gesetzes trat, so ist es jetzt dringend notwendig, daß in der internationalen Völkergemeinschaft ein ähnlicher Fortschritt stattfindet. Man darf nie vergessen, daß ein Krieg immer reale und schwerwiegende Ursachen hat: erlittene Ungerechtigkeiten, Vereitelung berechtigter Bestrebungen, Elend und Ausbeutung verzweifelter Menschenmassen, die keine reale Möglichkeit sehen, ihre Situation auf friedlichem Weg zu verbessern.\n\nDarum heißt der andere Name für Frieden Entwicklung. 105 Genauso wie es die gemeinsame Verantwortung gibt, den Krieg zu verhindern, so gibt es die gemeinsame Verantwortung, die Entwicklung zu fördern. Wie es auf nationaler Ebene möglich und geboten ist, eine Wirtschaft aufzubauen, die das Funktionieren des Marktes am Gemeinwohl orientiert, genauso müssen auf internationaler Ebene geeignete Maßnahmen getroffen werden. Es braucht also ein großes Bemühen um gegenseitiges Verstehen, um Wissen voneinander und um Sensibilisierung der Gewissen. Das ist die ersehnte Kultur, die das Vertrauen in die menschliche Leistungsfähigkeit des Armen wachsen läßt und damit in seine Fähigkeit, seine Lage durch die Arbeit zu verbessern bzw. einen positiven Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand zu leisten. Dazu müssen aber dem Armen — ob Einzelperson oder Nation — Bedingungen angeboten werden, die tatsächlich annehmbar sind. Solche Gelegenheiten zu schaffen, ist Aufgabe einer weltweiten Zusammenarbeit für die Entwicklung. Das bedeutet auch den Verzicht auf Gewinn- und Machtpositionen, über die die Wirtschaften der Industrienationen zum eigenen Vorteil verfügen. 106\n\nDas kann tiefgreifende Veränderungen der überlieferten Lebensstile mit sich bringen, um der Verschwendung der Ressourcen der Natur und der Menschen Einhalt zu gebieten und so allen Völkern und Menschen der Erde zu ermöglichen, in ausreichendem Maße daran teilzuhaben. Hinzukommen muß außerdem die Erschließung der neuen materiellen und geistigen Güter als Frucht der Arbeit und der Kultur der heutigen Randvölker, um so zur umfassenden Bereicherung der Völkerfamilie zu gelangen.\n\nVI. KAPITEL - DER MENSCH IST DER WEG DER KIRCHE\n\n53. Angesichts des Elends des Proletariats sagte Leo XIII.: »Mit voller Zuversicht treten Wir an diese Aufgabe heran und im Bewußtsein, daß Uns das Wort gebührt ....; so könnte das Stillschweigen eine Verletzung Unserer Pflicht scheinen«. 107 Die Kirche hat in den letzten hundert Jahren wiederholt ihre Stellungnahme zum Ausdruck gebracht, indem sie die Entwicklung der sozialen Frage aus der Nähe verfolgte. Sie tat das gewiß nicht, um vergangene Privilegien zurückzugewinnen oder ihre Auffassung anderen aufzuzwingen. Ihr einziges Ziel war die Sorge und Verantwortung für den ihr von Christus anvertrauten Menschen, für diesen Menschen, der, wie das II. Vatikanische Konzil betont, das einzige von Gott um seiner selbst willen gewollte Geschöpf ist und mit dem Gott seinen Plan hat, nämlich Teilhabe am ewigen Heil. Es handelt sich nicht um einen »abstrakten« Menschen, sondern um den realen, »konkreten« und »geschichtlichen« Menschen. Es handelt sich um jeden einzelnen Menschen, denn jeder ist vom Geheimnis der Erlösung betroffen, mit jedem ist Christus für immer durch dieses Geheimnis verbunden. 108 Daraus folgt, daß die Kirche den Menschen nicht verlassen darf und daß »dieser Mensch der erste Weg ist, den die Kirche bei der Erfüllung ihres Auftrags beschreiten muß ..., den Weg, der von Christus selbst vorgezeichnet ist und unabänderlich durch das Geheimnis der Menschwerdung und der Erlösung führt«. 109\n\nDas ist die einzige Inspiration, von der sich die Soziallehre der Kirche leiten läßt. Wenn sie sie Schritt für Schritt, vor allem seit dem Datum, dessen wir heute gedenken, in systematischer Form dargelegt hat, so deshalb, weil den Horizont des ganzen Reichtums der kirchlichen Lehre der Mensch in seiner konkreten Wirklichkeit als Sünder und als Gerechtfertigter darstellt.\n\n54. Die heutige Soziallehre hat besonders den Menschen im Auge, insofern er in das komplizierte Beziehungsgeflecht der modernen Gesellschaften eingebunden ist. Die Humanwissenschaften und die Philosophie dienen dazu, die zentrale Stellung des Menschen in der Gesellschaft zu deuten und ihn in die Lage zu versetzen, sich selbst als »soziales Wesen« besser zu begreifen. Allein der Glaube enthüllt ihm voll seine wahre Identität. Von dieser Identität geht die Soziallehre der Kirche aus. Ihr Ziel ist es, unter Zuhilfenahme sämtlicher Beiträge der Wissenschaften und der Philosophie dem Menschen auf dem Weg zu seinem Heil beizustehen.\n\nDie Enzyklika Rerum novarum kann als ein wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verständnis des ausgehenden 19. Jahrhunderts gelesen werden. Ihr besonderer Wert liegt aber darin, daß sie ein Dokument des Lehramtes ist, das sich zusammen mit vielen anderen Dokumenten dieser Art in den Evangelisierungsauftrag der Kirche einreiht. Daraus folgt, daß der Soziallehre die Bedeutung eines Instrumentes der Glaubensverkündigung zukommt: Als solches verkündet sie jedem Menschen Gott und das Heilsmysterium in Christus und enthüllt dadurch den Menschen dem Menschen selbst. In diesem und nur in diesem Licht befaßt sie sich mit den anderen Fragen: mit den Menschenrechten jedes einzelnen, insbesondere des »Proletariats«, mit Familie und Erziehung, mit den Aufgaben des Staates, mit der nationalen und internationalen Ordnung, mit dem Wirtschaftsleben, der Kultur, mit Krieg und Frieden, mit der Achtung des Lebens vom Zeitpunkt der Empfängnis bis zum Tod.\n\n55. Die Kirche empfängt den »Sinn des Menschen« von der göttlichen Offenbarung. »Um den Menschen, den wahren, unverkürzten Menschen zu erkennen, muß man Gott erkennen«, sagte Paul VI. und zitierte gleich darauf die hl. Katharina von Siena, die in einem Gebet denselben Gedanken aussprach: »In deiner Natur, ewige Gottheit, werde ich meine eigene Natur erkennen«. 110\n\nDarum ist christliche Anthropologie in Wirklichkeit ein Kapitel der Theologie, und die Soziallehre der Kirche, die sich des Menschen annimmt, sich um ihn und sein Verhalten in der Welt kümmert, gehört aus demselben Grund »in den Bereich der Theologie und insbesondere der Moraltheologie. 111 Die theologische Dimension erweist sich sowohl für die Interpretation wie für die Lösung der heutigen Probleme des menschlichen Zusammenlebens als unabdingbar. Das gilt — um es in aller Deutlichkeit zu sagen — sowohl gegenüber der »atheistischen« Lösung, die den Menschen seiner fundamentalen Bausteine, nämlich des geistlichen, beraubt, als auch gegenüber den permissiven und konsumistischen Lösungen, die es unter verschiedenen Vorwänden darauf abgesehen haben, ihn von seiner Unabhängigkeit von jedem Gesetz und von Gott zu überzeugen, indem sie ihn in einen für ihn selbst und die anderen schädlichen Egoismus einsperren.\n\nWenn die Kirche dem Menschen Gottes Heil verkündet, wenn sie ihm durch die Sakramente das göttliche Leben anbietet und vermittelt, wenn sie seinem Leben durch die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe Orientierung gibt, dann trägt sie zur Bereicherung der Würde des Menschen bei. Aber so wie sie diesen ihren religiösen und transzendenten Sendungsauftrag für den Menschen niemals aufgeben kann, so ist sie sich darüber im klaren, daß ihr Wirken auch heute auf Schwierigkeiten und Hindernisse stößt. Deshalb läßt sie sich immer wieder mit neuen Kräften und neuen Methoden auf die Evangelisierung ein, die den ganzen Menschen fördert. Auch zu Beginn des dritten Jahrtausends ist sie »Zeichen und Schutz der Transzendenz der menschlichen Person«, 112 wie sie es vom Anfang ihres Bestehens an auf ihrem gemeinsamen Weg mit dem Menschen durch die ganze Geschichte immer getan hat. Die Enzyklika Rerum novarum ist ein sprechender Beweis dafür.\n\n56. Am hundertsten Jahrestag dieser Enzyklika möchte ich allen jenen danken, die sich für das Studium, die Vertiefung und die Verbreitung der christlichen Soziallehre eingesetzt haben. Dazu ist die Mitarbeit der Lokalkirchen unerläßlich, und es ist mein Wunsch, daß das Jubiläum Anlaß für einen neuen Auftrieb zu ihrem Studium, ihrer Verbreitung und Anwendung in den vielfältigen Bereichen sein möge.\n\nGanz besonders wünsche ich, daß sie in den verschiedenen Ländern bekannt gemacht und in die Tat umgesetzt wird, wo sich nach dem Zusammenbruch des realen Sozialismus eine ernste Desorientierung beim Werk des Neuaufbaus zeigt. Die westlichen Länder laufen ihrerseits Gefahr, in diesem Scheitern den einseitigen Sieg ihres Wirtschaftssystems zu sehen, und kümmern sich daher nicht darum, an ihrem System die gebotenen Korrekturen vorzunehmen. Die Länder der Dritten Welt befinden sich mehr denn je in der dramatischen Situation der Unterentwicklung, die mit jedem Tag ernster wird.\n\nNachdem Leo XIII. die Prinzipien und Richtlinien für die Lösung der Arbeiterfrage dargelegt hatte, schrieb er am Ende der Enzyklika einen entscheidenden Satz: »Möge jeder Berufene Hand anlegen und ohne Verzug, damit die Heilung des bereits gewaltig angewachsenen Übels nicht durch Säumnis noch schwieriger werde«. Dann fügte er hinzu: »Was aber die Kirche angeht, so wird diese keinen Augenblick ihre allseitige Hilfe vermissen lassen«. 113\n\n57. Für die Kirche darf die soziale Botschaft des Evangeliums nicht als eine Theorie, sondern vor allem als eine Grundlage und eine Motivierung zum Handeln angesehen werden. Unter dem Einfluß dieser Botschaft verteilten einige der ersten Christen ihren Besitz an die Armen und gaben Zeugnis davon, daß trotz der unterschiedlichen sozialen Herkunft ein friedliches und solidarisches Zusammenleben möglich war. Aus der Kraft des Evangeliums bebauten im Laufe der Jahrhunderte die Mönche die Erde, die Ordensmänner und Ordensfrauen gründeten Spitäler und Asyle für die Armen, die Bruderschaften sowie Männer und Frauen aller Schichten sorgten sich um die Bedürftigen und um die Randgruppen. Sie waren überzeugt, daß die Worte Christi: »Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan« (Mt 25, 40) kein frommer Wunsch bleiben durften, sondern zu einer konkreten Lebensverpflichtung werden mußten.\n\nDie Kirche ist sich heute mehr denn je dessen bewußt, daß ihre soziale Botschaft mehr im Zeugnis der Werke als in ihrer inneren Folgerichtigkeit und Logik Glaubwürdigkeit finden wird. Auch aus diesem Bewußtsein stammt ihre vorrangige Option für die Armen, die nie andere Gruppen ausschließt oder diskriminiert. Es handelt sich um eine Option, die nicht nur für die materielle Armut gilt, da bekanntlich besonders in der modernen Gesellschaft viele Formen nicht bloß wirtschaftlicher, sondern auch kultureller und religiöser Armut anzutreffen sind. Ihre Liebe zu den Armen, die entscheidend ist und zu ihrer festen Tradition gehört, läßt die Kirche sich der Welt zuwenden, in der trotz des technisch-wirtschaftlichen Fortschritts die Armut gigantische Formen anzunehmen droht. In den westlichen Ländern haben wir die vielfältige Armut der Randgruppen, der Alten und Kranken, der Opfer des Konsumismus und zudem noch das Elend der zahlreichen Flüchtlinge und Emigranten. In den Entwicklungsländern zeichnen sich am Horizont dramatische Krisen ab, wenn nicht rechtzeitig international aufeinander abgestimmte Maßnahmen ergriffen werden.\n\n58. Die Liebe zum Menschen und vor allem zum Armen, in dem die Kirche Christus sieht, nimmt in der Förderung der Gerechtigkeit ihre konkrete Gestalt an. Sie wird sich nie voll verwirklichen lassen, wenn die Menschen im Bedürftigen, der um eine Hilfe für sein Leben bittet, nicht einen ungelegenen Aufdringling oder eine Last sehen, sondern die Gelegenheit zum Guten an sich, die Möglichkeit zu einem größeren Reichtum. Erst dieses Bewußtsein wird ihnen den Mut geben, sich dem Risiko und dem Wandel zu stellen, die in jedem glaubwürdigen Versuch, dem anderen Menschen zu helfen, inbegriffen sind. Es geht ja nicht bloß darum, vom Überfluß abzugeben, sondern ganzen Völkern den Zugang in den Kreis der wirtschaftlichen und menschlichen Entwicklung zu eröffnen, von dem sie ausgeschlossen oder ausgegrenzt sind. Dafür genügt es nicht, aus dem Überfluß zu geben, den unsere Welt reichlich produziert. Dazu müssen sich vor allem die Lebensweisen, die Modelle von Produktion und Konsum und die verfestigten Machtstrukturen ändern, die heute die Gesellschaften beherrschen. Es geht auch nicht darum, Instrumente der gesellschaftlichen Ordnung, die sich bewährt haben, zu zerstören, sondern sie auf ein richtig verstandenes Gemeinwohl für die ganze Menschheitsfamilie auszurichten. Heute stehen wir vor den Bestrebungen einer sogenannten »weltweiten Wirtschaft«, ein Phänomen, das sicher nicht zu verwerfen ist, enthält es doch außerordentliche Möglichkeiten zu einem größeren Wohlstand. Immer spürbarer ist jedoch das Verlangen, daß dieser zunehmenden Internationalisierung der Wirtschaft wirksame internationale Kontroll- und Leitungsorgane entsprechen, die die Wirtschaft auf das Gemeinwohl hinlenken. Dazu ist ein einzelner Staat, und wäre es auch der mächtigste der Erde, allein nicht in der Lage. Um zu einem solchen Ergebnis zu gelangen, muß das Übereinkommen zwischen den großen Ländern wachsen, und in den internationalen Organen müssen die Interessen der großen Menschheitsfamilie gerecht vertreten werden. Es ist auch notwendig, daß sie bei der Einschätzung der Folgen ihrer Entscheidungen stets jene Völker und Länder entsprechend berücksichtigen, die auf dem internationalen Markt kaum ins Gewicht fallen, sondern in denen sich die schlimmste und bitterste Not ansammelt und die größere Entwicklungshilfe nötig haben. Auf diesem Gebiet bleibt zweifellos noch viel zu tun.\n\n59. Damit also die Gerechtigkeit verwirklicht wird und die Versuche der Menschen zu ihrer Verwirklichung Erfolg haben, braucht es das Geschenk der Gnade, die von Gott kommt. Durch sie vollzieht sich im Zusammenwirken mit der Freiheit der Menschen jene geheimnisvolle Gegenwart Gottes in der Geschichte, die die Vorsehung ist.\n\nDie in der Nachfolge Christi erlebte neue Erfahrung muß den anderen Menschen in der Konkretheit ihrer Schwierigkeiten, Auseinandersetzungen, Probleme und Herausforderungen mitgeteilt werden, damit sie, vom Licht des Glaubens erleuchtet und menschlicher gemacht werden. Denn dieser hilft nicht nur, Lösungen zu finden, sondern macht es auch möglich, die Situationen des Leidens menschlich zu leben, auf daß sich in ihnen der Mensch nicht verliert und seine Würde und Berufung nicht vergißt.\n\nDie Soziallehre enthält zudem eine wichtige interdisziplinäre Dimension. Um in verschiedenen und sich ständig verändernden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereichen die eine Wahrheit über den Menschen besser zur Geltung zu bringen, tritt diese Lehre mit den verschiedenen Disziplinen, die sich mit dem Menschen befassen, in einen Dialog ein, integriert ihre Beiträge und hilft ihnen, in einem breiteren Horizont dem Dienst am einzelnen, in seiner vollen Berufung erkannten und geliebten Menschen zu öffnen.\n\nNeben der interdisziplinären Dimension muß sodann die praktische und in gewissem Sinne experimentelle Dimension dieser Lehre erwähnt werden. Sie liegt im Schnittpunkt des christlichen Lebens und Bewußtseins mit den Situationen der Welt und findet ihren Ausdruck in den Anstrengungen, die einzelne, Familien, im Kultur- und Sozialbereich Tätige, Politiker und Staatsmänner unternehmen, um dem christlichen Leben Gestalt und Anwendung in der Geschichte zu verleihen.\n\n60. Als Leo XIII. die Grundsätze für die Lösung der Arbeiterfrage verkündete, schrieb er: »Allerdings ist in dieser wichtigen Frage auch die Tätigkeit und Anstrengung anderer Faktoren unentbehrlich«. 114 Er war davon überzeugt, daß die schweren, von der Industriegesellschaft verursachten Probleme nur durch die Zusammenarbeit aller Kräfte gelöst werden konnten. Diese Feststellung ist zu einem bleibenden Element der Soziallehre der Kirche geworden. Das erklärt unter anderem, warum Johannes XXIII. seine Enzyklika über den Frieden auch an »alle Menschen guten Willens« richtete.\n\nPapst Leo stellte freilich mit Schmerz fest, daß die Ideologien der damaligen Zeit, besonders der Liberalismus und der Marxismus, diese Zusammenarbeit ablehnten. Inzwischen hat sich vieles geändert, besonders in den letzten Jahren. Die Welt von heute ist sich immer mehr bewußt, daß die Lösung der ernsten nationalen und internationalen Probleme nicht nur eine Frage der Wirtschaft oder der Rechts- oder Gesellschaftsordnung ist, sondern klare sittlich-religiöse Werte sowie die Änderung der Gesinnung, des Verhaltens und der Strukturen erfordert. Diesen Beitrag anzubieten, fühlt sich die Kirche in besonderer Weise verantwortlich, und es besteht — wie ich in der Enzyklika Sollicitudo rei socialis geschrieben habe — die begründete Hoffnung, daß auch jene große Gruppe, die sich zu keiner Religion bekennt, dazu beitragen kann, der sozialen Frage das notwendige sittliche Fundament zu geben. 115\n\nIn demselben Dokument habe ich auch einen Appell an die christlichen Kirchen und an alle großen Weltreligionen gerichtet und sie aufgefordert, einstimmig Zeugnis zu geben von den gemeinsamen Überzeugungen von der Würde des Menschen, der von Gott erschaffen ist. 116 Ich bin nämlich überzeugt, daß den Religionen heute und morgen eine herausragende Rolle für die Bewahrung des Friedens und für den Aufbau einer menschenwürdigen Gesellschaft zufallen wird.\n\nAndererseits gilt die Bereitschaft zum Dialog und zur Zusammenarbeit für alle Menschen guten Willens und insbesondere für jene Personen und Gruppen, die sowohl auf nationaler wie auf internationaler Ebene eine besondere Verantwortung auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet haben.\n\n61. Das »nahezu sklavische Joch« am Beginn der Industriegesellschaft nötigte meinen Vorgänger, zur Verteidigung des Menschen das Wort zu ergreifen. Dieser Verpflichtung ist die Kirche in diesen hundert Jahren treu geblieben! Sie hat in die stürmische Phase des Klassenkampfes nach dem Ersten Weltkrieg eingegriffen, um den Menschen vor der wirtschaftlichen Ausbeutung und vor der Tyrannei der totalitären Systeme zu verteidigen. Sie hat die Würde des Menschen in den Mittelpunkt ihrer sozialen Botschaften nach dem Zweiten Weltkrieg gestellt, als sie auf der universalen Bestimmung der materiellen Güter, auf einer Gesellschaftsordnung ohne Unterdrückung und gegründet auf den Geist der Zusammenarbeit und der Solidarität bestand. Sie hat stets betont, daß der Mensch und die Gesellschaft nicht allein diese Güter, sondern auch geistige und religiöse Werte brauchen. Während sie sich immer besser darüber klar wurde, daß zu viele Menschen nicht im Wohlstand der westlichen Welt, sondern im Elend der Entwicklungsländer leben und eine Situation ertragen, die noch immer jene des »nahezu sklavischen Jochs« ist, fühlte und fühlt sie sich verpflichtet, diese Tatsache mit aller Klarheit und Offenheit anzukreiden, auch wenn sie weiß, daß ihr Appell nicht immer von allen wohlwollend aufgenommen werden wird.\n\nHundert Jahre nach der Veröffentlichung von Rerum novarum steht die Kirche wiederum vor »Neuem« und vor neuen Herausforderungen. Dieses Jubiläum soll daher alle Menschen guten Willens und insbesondere die Glaubenden in ihrem Bemühen bestärken.\n\n62. Meine vorliegende Enzyklika hat in die Vergangenheit geblickt, sie ist aber vor allem auf die Zukunft ausgerichtet. Wie Rerum novarum steht sie gleichsam an der Schwelle des neuen Jahrhunderts und will dessen Kommen mit Gottes Hilfe vorbereiten.\n\nDas wahre und ewig »Neue« kommt zu allen Zeiten aus der unendlichen Macht Gottes, der spricht: »Seht, ich mache alles neu« (Offb 21, 5 ). Diese Worte beziehen sich auf die Vollendung der Geschichte, wenn Christus »seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt ..., damit Gott herrscht über alles und in allem« ( 1 Kor 15, 24. 28).Aber der Christ weiß, daß das Neue, das wir in seiner Fülle bei der Rückkehr des Herrn erwarten, schon gegenwärtig ist seit der Erschaffung der Welt, und zwar seitdem Gott in Jesus Christus Mensch geworden und mit ihm und durch ihn den Menschen zu einer »neuen Schöpfung« gemacht hat (2 Kor 5, 17; Gal 6,5).\n\nAm Ende dieser Enzyklika danke ich dem allmächtigen Gott, der seiner Kirche das Licht und die Kraft geschenkt hat, den Menschen auf dem Erdenweg zu seiner ewigen Bestimmung zu begleiten. Auch im dritten Jahrtausend wird die Kirche treu den Weg des Menschen zu ihrem eigenen machen, im Bewußtsein, daß sie nicht allein unterwegs ist, sondern mit Christus, ihrem Herrn. Er hat den Weg des Menschen zu dem seinen gemacht und geht mit allen Menschen, auch wenn sie sich dessen nicht bewußt sind.\n\nMaria, die Mutter des Erlösers, die an der Seite Christi bleibt auf seinem Weg zu den Menschen und mit den Menschen und die der Kirche auf der Pilgerschaft des Glaubens vorangeht, begleite mit ihrer mütterlichen Fürsprache die Menschheit ins nächste Jahrtausend in Treue zu dem, der »derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit« (vgl. Hebr 13, 8), Jesus Christus, unser Herr, in dessen Namen ich alle von Herzen segne.\n\nGegeben zu Rom, bei St. Peter, am 1. Mai — Gedächtnis des hl. Josef des Arbeiters — 1991, im dreizehnten Jahr meines Pontifikates.\n\nCopyright © Dikasterium für Kommunikation\n\nDer Heilige Stuhl\n\nDer Heilige Stuhl","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html","sha256":"6821b10f17ac9148d9bb126f3e48e872e0a6f042ded19147dec62d0e80d79e74","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/de.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/de.txt"}]},"en":{"code":"en","label":"English","contentFormat":"plain-text","text":"Centesimus Annus (1 May 1991)\n\nThe Holy See\n\nEnglish\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nThe Holy See\n\nMagisterium\n\nCalendar\n\nLiturgical Celebrations\n\nTickets for Papal Audiences and Celebrations\n\nSupreme Pontiffs\n\nCollege of Cardinals\n\nRoman Curia and Other Organizations\n\nSynod\n\nPress Office\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nJohn Paul II\n\nEncyclicals\n\nA\n\nA\n\nA\n\nPDF generation in progress.....\n\nDE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- HU\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\n- ZH\n\nJOHN PAUL II\n\nHOLY FATHER\n\n« CENTESIMUS ANNUS »\n\nENCYCLICAL LETTER\n\nTO HIS VENERABLE BROTHER BISHOPS\n\nIN THE EPISCOPATE\n\nTHE PRIESTS AND DEACONS\n\nFAMILIES OF MEN AND WOMEN RELIGIOUS\n\nALL THE CHRISTIAN FAITHFUL\n\nAND TO ALL MEN AND WOMEN\n\nOF GOOD WILL\n\nON THE HUNDRETH ANNIVERSARY OF\n\nRERUM NOVARUM\n\nBlessing\n\nVenerable Brothers,\n\nBeloved Sons and Daughters,\n\nHealth and the Apostolic Blessing!\n\nINTRODUCTION\n\n1. The Centenary of the promulgation of the Encyclical which begins with the words \"Rerum novarum\",1 by my predecessor of venerable memory Pope Leo XIII, is an occasion of great importance for the present history of the Church and for my own Pontificate. It is an Encyclical that has the distinction of having been commemorated by solemn Papal documents from its fortieth anniversary to its ninetieth. It may be said that its path through history has been marked by other documents which paid tribute to it and applied it to the circumstances of the day.2\n\nIn doing likewise for the hundredth anniversary, in response to requests from many Bishops, Church institutions, and study centres, as well as business leaders and workers, both individually and as members of associations, I wish first and foremost to satisfy the debt of gratitude which the whole Church owes to this great Pope and his \"immortal document\".3 I also mean to show that the vital energies rising from that root have not been spent with the passing of the years, but rather have increased even more. This is evident from the various initiatives which have preceded, and which are to accompany and follow the celebration, initiatives promoted by Episcopal Conferences, by international agencies, universities and academic institutes, by professional associations and by other institutions and individuals in many parts of the world.\n\n2. The present Encyclical is part of these celebrations, which are meant to thank God — the origin of \"every good endowment and every perfect gift\" (Jas 1:17) — for having used a document published a century ago by the See of Peter to achieve so much good and to radiate so much light in the Church and in the world. Although the commemoration at hand is meant to honour Rerum novarum, it also honours those Encyclicals and other documents of my Predecessors which have helped to make Pope Leo's Encyclical present and alive in history, thus constituting what would come to be called the Church's \"social doctrine\", \"social teaching\" or even \"social magisterium\".\n\nThe validity of this teaching has already been pointed out in two Encyclicals published during my Pontificate: Laborem exercens on human work, and Sollicitudo rei socialis on current problems regarding the development of individuals and peoples.4\n\n3. I now wish to propose a \"re-reading\" of Pope Leo's Encyclical by issuing an invitation to \"look back\" at the text itself in order to discover anew the richness of the fundamental principles which it formulated for dealing with the question of the condition of workers. But this is also an invitation to \"look around\" at the \"new things\" which surround us and in which we find ourselves caught up, very different from the \"new things\" which characterized the final decade of the last century. Finally, it is an invitation to \"look to the future\" at a time when we can already glimpse the third Millennium of the Christian era, so filled with uncertainties but also with promises — uncertainties and promises which appeal to our imagination and creativity, and which reawaken our responsibility, as disciples of the \"one teacher\" (cf. Mt 23:8), to show the way, to proclaim the truth and to communicate the life which is Christ (cf. Jn 14:6).\n\nA re-reading of this kind will not only confirm the permanent value of such teaching, but will also manifest the true meaning of the Church's Tradition which, being ever living and vital, builds upon the foundation laid by our fathers in the faith, and particularly upon what \"the Apostles passed down to the Church\"5 in the name of Jesus Christ, who is her irreplaceable foundation (cf. 1 Cor 3:11).\n\nIt was out of an awareness of his mission as the Successor of Peter that Pope Leo XIII proposed to speak out, and Peter's Successor today is moved by that same awareness. Like Pope Leo and the Popes before and after him, I take my inspiration from the Gospel image of \"the scribe who has been trained for the kingdom of heaven\", whom the Lord compares to \"a householder who brings out of his treasure what is new and what is old\" (Mt 13:52). The treasure is the great outpouring of the Church's Tradition, which contains \"what is old\" — received and passed on from the very beginning — and which enables us to interpret the \"new things\" in the midst of which the life of the Church and the world unfolds.\n\nAmong the things which become \"old\" as a result of being incorporated into Tradition, and which offer opportunities and material for enriching both Tradition and the life of faith, there is the fruitful activity of many millions of people, who, spurred on by the social Magisterium, have sought to make that teaching the inspiration for their involvement in the world. Acting either as individuals or joined together in various groups, associations and organizations, these people represent a great movement for the defence of the human person and the safeguarding of human dignity. Amid changing historical circumstances, this movement has contributed to the building up of a more just society or at least to the curbing of injustice.\n\nThe present Encyclical seeks to show the fruitfulness of the principles enunciated by Leo XIII, which belong to the Church's doctrinal patrimony and, as such, involve the exercise of her teaching authority. But pastoral solicitude also prompts me to propose an analysis of some events of recent history. It goes without saying that part of the responsibility of Pastors is to give careful consideration to current events in order to discern the new requirements of evangelization. However, such an analysis is not meant to pass definitive judgments since this does not fall per se within the Magisterium's specific domain.\n\nI. CHARACTERISTICS OF \"RERUM NOVARUM\"\n\n4. Towards the end of the last century the Church found herself facing an historical process which had already been taking place for some time, but which was by then reaching a critical point. The determining factor in this process was a combination of radical changes which had taken place in the political, economic and social fields, and in the areas of science and technology, to say nothing of the wide influence of the prevailing ideologies. In the sphere of politics, the result of these changes was a new conception of society and of the State, and consequently of authority itself. A traditional society was passing away and another was beginning to be formed — one which brought the hope of new freedoms but also the threat of new forms of injustice and servitude.\n\nIn the sphere of economics, in which scientific discoveries and their practical application come together, new structures for the production of consumer goods had progressively taken shape. A new form of property had appeared — capital; and a new form of labour — labour for wages, characterized by high rates of production which lacked due regard for sex, age or family situation, and were determined solely by efficiency, with a view to increasing profits.\n\nIn this way labour became a commodity to be freely bought and sold on the market, its price determined by the law of supply and demand, without taking into account the bare minimum required for the support of the individual and his family. Moreover, the worker was not even sure of being able to sell \"his own commodity\", continually threatened as he was by unemployment, which, in the absence of any kind of social security, meant the spectre of death by starvation.\n\nThe result of this transformation was a society \"divided into two classes, separated by a deep chasm\".6 This situation was linked to the marked change taking place in the political order already mentioned. Thus the prevailing political theory of the time sought to promote total economic freedom by appropriate laws, or, conversely, by a deliberate lack of any intervention. At the same time, another conception of property and economic life was beginning to appear in an organized and often violent form, one which implied a new political and social structure.\n\nAt the height of this clash, when people finally began to realize fully the very grave injustice of social realities in many places and the danger of a revolution fanned by ideals which were then called \"socialist\", Pope Leo XIII intervened with a document which dealt in a systematic way with the \"condition of the workers\". The Encyclical had been preceded by others devoted to teachings of a political character; still others would appear later.7 Here, particular mention must be made of the Encyclical Libertas praestantissimum, which called attention to the essential bond between human freedom and truth, so that freedom which refused to be bound to the truth would fall into arbitrariness and end up submitting itself to the vilest of passions, to the point of self-destruction. Indeed, what is the origin of all the evils to which Rerum novarum wished to respond, if not a kind of freedom which, in the area of economic and social activity, cuts itself off from the truth about man?\n\nThe Pope also drew inspiration from the teaching of his Predecessors, as well as from the many documents issued by Bishops, from scientific studies promoted by members of the laity, from the work of Catholic movements and associations, and from the Church's practical achievements in the social field during the second half of the nineteenth century.\n\n5. The \"new things\" to which the Pope devoted his attention were anything but positive. The first paragraph of the Encyclical describes in strong terms the \"new things\" (rerum novarum) which gave it its name: \"That the spirit of revolutionary change which has long been disturbing the nations of the world should have passed beyond the sphere of politics and made its influence felt in the related sphere of practical economics is not surprising. Progress in industry, the development of new trades, the changing relationship between employers and workers, the enormous wealth of a few as opposed to the poverty of the many, the increasing self-reliance of the workers and their closer association with each other, as well as a notable decline in morality: all these elements have led to the conflict now taking place\".8\n\nThe Pope and the Church with him were confronted, as was the civil community, by a society which was torn by a conflict all the more harsh and inhumane because it knew no rule or regulation. It was the conflict between capital and labour, or — as the Encyclical puts it — the worker question. It is precisely about this conflict, in the very pointed terms in which it then appeared, that the Pope did not hesitate to speak.\n\nHere we find the first reflection for our times as suggested by the Encyclical. In the face of a conflict which set man against man, almost as if they were \"wolves\", a conflict between the extremes of mere physical survival on the one side and opulence on the other, the Pope did not hesitate to intervene by virtue of his \"apostolic office\",9 that is, on the basis of the mission received from Jesus Christ himself to \"feed his lambs and tend his sheep\" (cf. Jn 21:15-17), and to \"bind and loose\" on earth for the Kingdom of Heaven (cf. Mt 16:19). The Pope's intention was certainly to restore peace, and the present-day reader cannot fail to note his severe condemnation, in no uncertain terms, of the class struggle.10 However, the Pope was very much aware that peace is built on the foundation of justice: what was essential to the Encyclical was precisely its proclamation of the fundamental conditions for justice in the economic and social situation of the time.11\n\nIn this way, Pope Leo XIII, in the footsteps of his Predecessors, created a lasting paradigm for the Church. The Church, in fact, has something to say about specific human situations, both individual and communal, national and international. She formulates a genuine doctrine for these situations, a corpus which enables her to analyze social realities, to make judgments about them and to indicate directions to be taken for the just resolution of the problems involved.\n\nIn Pope Leo XIII's time such a concept of the Church's right and duty was far from being commonly admitted. Indeed, a two-fold approach prevailed: one directed to this world and this life, to which faith ought to remain extraneous; the other directed towards a purely other-worldly salvation, which neither enlightens nor directs existence on earth. The Pope's approach in publishing Rerum novarum gave the Church \"citizenship status\" as it were, amid the changing realities of public life, and this standing would be more fully confirmed later on. In effect, to teach and to spread her social doctrine pertains to the Church's evangelizing mission and is an essential part of the Christian message, since this doctrine points out the direct consequences of that message in the life of society and situates daily work and struggles for justice in the context of bearing witness to Christ the Saviour. This doctrine is likewise a source of unity and peace in dealing with the conflicts which inevitably arise in social and economic life. Thus it is possible to meet these new situations without degrading the human person's transcendent dignity, either in oneself or in one's adversaries, and to direct those situations towards just solutions.\n\nToday, at a distance of a hundred years, the validity of this approach affords me the opportunity to contribute to the development of Christian social doctrine. The \"new evangelization\", which the modern world urgently needs and which I have emphasized many times, must include among its essential elements a proclamation of the Church's social doctrine. As in the days of Pope Leo XIII, this doctrine is still suitable for indicating the right way to respond to the great challenges of today, when ideologies are being increasingly discredited. Now, as then, we need to repeat that there can be no genuine solution of the \"social question\" apart from the Gospel, and that the \"new things\" can find in the Gospel the context for their correct understanding and the proper moral perspective for judgment on them.\n\n6. With the intention of shedding light on the conflict which had arisen between capital and labour, Pope Leo XIII affirmed the fundamental rights of workers. Indeed, the key to reading the Encyclical is the dignity of the worker as such, and, for the same reason, the dignity of work, which is defined as follows: \"to exert oneself for the sake of procuring what is necessary for the various purposes of life, and first of all for self-preservation\".12 The Pope describes work as \"personal, inasmuch as the energy expended is bound up with the personality and is the exclusive property of him who acts, and, furthermore, was given to him for his advantage\".13 Work thus belongs to the vocation of every person; indeed, man expresses and fulfils himself by working. At the same time, work has a \"social\" dimension through its intimate relationship not only to the family, but also to the common good, since \"it may truly be said that it is only by the labour of working-men that States grow rich\".14 These are themes that I have taken up and developed in my Encyclical Laborem exercens.15\n\nAnother important principle is undoubtedly that of the right to \"private property\".16 The amount of space devoted to this subject in the Encyclical shows the importance attached to it. The Pope is well aware that private property is not an absolute value, nor does he fail to proclaim the necessary complementary principles, such as the universal destination of the earth's goods.17\n\nOn the other hand, it is certainly true that the type of private property which Leo XIII mainly considers is land ownership.18 But this does not mean that the reasons adduced to safeguard private property or to affirm the right to possess the things necessary for one's personal development and the development of one's family, whatever the concrete form which that right may assume, are not still valid today. This is something which must be affirmed once more in the face of the changes we are witnessing in systems formerly dominated by collective ownership of the means of production, as well as in the face of the increasing instances of poverty or, more precisely, of hindrances to private ownership in many parts of the world, including those where systems predominate which are based on an affirmation of the right to private property. As a result of these changes and of the persistence of poverty, a deeper analysis of the problem is called for, an analysis which will be developed later in this document.\n\n7. In close connection with the right to private property, Pope Leo XIII's Encyclical also affirms other rights as inalienable and proper to the human person. Prominent among these, because of the space which the Pope devotes to it and the importance which he attaches to it, is the \"natural human right\" to form private associations. This means above all the right to establish professional associations of employers and workers, or of workers alone.19 Here we find the reason for the Church's defence and approval of the establishment of what are commonly called trade unions: certainly not because of ideological prejudices or in order to surrender to a class mentality, but because the right of association is a natural right of the human being, which therefore precedes his or her incorporation into political society. Indeed, the formation of unions \"cannot ... be prohibited by the State\", because \"the State is bound to protect natural rights, not to destroy them; and if it forbids its citizens to form associations, it contradicts the very principle of its own existence\".20\n\nTogether with this right, which — it must be stressed — the Pope explicitly acknowledges as belonging to workers, or, using his own language, to \"the working class\", the Encyclical affirms just as clearly the right to the \"limitation of working hours\", the right to legitimate rest and the right of children and women21 to be treated differently with regard to the type and duration of work.\n\nIf we keep in mind what history tells us about the practices permitted or at least not excluded by law regarding the way in which workers were employed, without any guarantees as to working hours or the hygienic conditions of the work-place, or even regarding the age and sex of apprentices, we can appreciate the Pope's severe statement: \"It is neither just nor human so to grind men down with excessive labour as to stupefy their minds and wear out their bodies\". And referring to the \"contract\" aimed at putting into effect \"labour relations\" of this sort, he affirms with greater precision, that \"in all agreements between employers and workers there is always the condition expressed or understood\" that proper rest be allowed, proportionate to \"the wear and tear of one's strength\". He then concludes: \"To agree in any other sense would be against what is right and just\".22\n\n8. The Pope immediately adds another right which the worker has as a person. This is the right to a \"just wage\", which cannot be left to the \"free consent of the parties, so that the employer, having paid what was agreed upon, has done his part and seemingly is not called upon to do anything beyond\".23 It was said at the time that the State does not have the power to intervene in the terms of these contracts, except to ensure the fulfilment of what had been explicitly agreed upon. This concept of relations between employers and employees, purely pragmatic and inspired by a thorough-going individualism, is severely censured in the Encyclical as contrary to the twofold nature of work as a personal and necessary reality. For if work as something personal belongs to the sphere of the individual's free use of his own abilities and energy, as something necessary it is governed by the grave obligation of every individual to ensure \"the preservation of life\". \"It necessarily follows\", the Pope concludes, \"that every individual has a natural right to procure what is required to live; and the poor can procure that in no other way than by what they can earn through their work\".24\n\nA workman's wages should be sufficient to enable him to support himself, his wife and his children. \"If through necessity or fear of a worse evil the workman accepts harder conditions because an employer or contractor will afford no better, he is made the victim of force and injustice\".25\n\nWould that these words, written at a time when what has been called \"unbridled capitalism\" was pressing forward, should not have to be repeated today with the same severity. Unfortunately, even today one finds instances of contracts between employers and employees which lack reference to the most elementary justice regarding the employment of children or women, working hours, the hygienic condition of the work-place and fair pay; and this is the case despite the International Declarations and Conventions on the subject26 and the internal laws of States. The Pope attributed to the \"public authority\" the \"strict duty\" of providing properly for the welfare of the workers, because a failure to do so violates justice; indeed, he did not hesitate to speak of \"distributive justice\".27\n\n9. To these rights Pope Leo XIII adds another right regarding the condition of the working class, one which I wish to mention because of its importance: namely, the right to discharge freely one's religious duties. The Pope wished to proclaim this right within the context of the other rights and duties of workers, notwithstanding the general opinion, even in his day, that such questions pertained exclusively to an individual's private life. He affirms the need for Sunday rest so that people may turn their thoughts to heavenly things and to the worship which they owe to Almighty God.28 No one can take away this human right, which is based on a commandment; in the words of the Pope: \"no man may with impunity violate that human dignity which God himself treats with great reverence\", and consequently, the State must guarantee to the worker the exercise of this freedom.29\n\nIt would not be mistaken to see in this clear statement a springboard for the principle of the right to religious freedom, which was to become the subject of many solemn International Declarations and Conventions,30 as well as of the Second Vatican Council's well-known Declaration and of my own repeated teaching.31 In this regard, one may ask whether existing laws and the practice of industrialized societies effectively ensure in our own day the exercise of this basic right to Sunday rest.\n\n10. Another important aspect, which has many applications to our own day, is the concept of the relationship between the State and its citizens. Rerum novarum criticizes two social and economic systems: socialism and liberalism. The opening section, in which the right to private property is reaffirmed, is devoted to socialism. Liberalism is not the subject of a special section, but it is worth noting that criticisms of it are raised in the treatment of the duties of the State.32 The State cannot limit itself to \"favouring one portion of the citizens\", namely the rich and prosperous, nor can it \"neglect the other\", which clearly represents the majority of society. Otherwise, there would be a violation of that law of justice which ordains that every person should receive his due. \"When there is question of defending the rights of individuals, the defenceless and the poor have a claim to special consideration. The richer class has many ways of shielding itself, and stands less in need of help from the State; whereas the mass of the poor have no resources of their own to fall back on, and must chiefly depend on the assistance of the State. It is for this reason that wage-earners, since they mostly belong to the latter class, should be specially cared for and protected by the Government\".33\n\nThese passages are relevant today, especially in the face of the new forms of poverty in the world, and also because they are affirmations which do not depend on a specific notion of the State or on a particular political theory. Leo XIII is repeating an elementary principle of sound political organization, namely, the more that individuals are defenceless within a given society, the more they require the care and concern of others, and in particular the intervention of governmental authority.\n\nIn this way what we nowadays call the principle of solidarity, the validity of which both in the internal order of each nation and in the international order I have discussed in the Encyclical Sollicitudo rei socialis,34 is clearly seen to be one of the fundamental principles of the Christian view of social and political organization. This principle is frequently stated by Pope Leo XIII, who uses the term \"friendship\", a concept already found in Greek philosophy. Pope Pius XI refers to it with the equally meaningful term \"social charity\". Pope Paul VI, expanding the concept to cover the many modern aspects of the social question, speaks of a \"civilization of love\".35\n\n11. Re-reading the Encyclical in the light of contemporary realities enables us to appreciate the Church's constant concern for and dedication to categories of people who are especially beloved to the Lord Jesus. The content of the text is an excellent testimony to the continuity within the Church of the so-called \"preferential option for the poor\", an option which I defined as a \"special form of primacy in the exercise of Christian charity\".36 Pope Leo's Encyclical on the \"condition of the workers\" is thus an Encyclical on the poor and on the terrible conditions to which the new and often violent process of industrialization had reduced great multitudes of people. Today, in many parts of the world, similar processes of economic, social and political transformation are creating the same evils.\n\nIf Pope Leo XIII calls upon the State to remedy the condition of the poor in accordance with justice, he does so because of his timely awareness that the State has the duty of watching over the common good and of ensuring that every sector of social life, not excluding the economic one, contributes to achieving that good, while respecting the rightful autonomy of each sector. This should not however lead us to think that Pope Leo expected the State to solve every social problem. On the contrary, he frequently insists on necessary limits to the State's intervention and on its instrumental character, inasmuch as the individual, the family and society are prior to the State, and inasmuch as the State exists in order to protect their rights and not stifle them.37\n\nThe relevance of these reflections for our own day is inescapable. It will be useful to return later to this important subject of the limits inherent in the nature of the state. For now, the points which have been emphasized (certainly not the only ones in the Encyclical) are situated in continuity with the Church's social teaching, and in the light of a sound view of private property, work, the economic process, the reality of the State and, above all, of man himself. Other themes will be mentioned later when we examine certain aspects of the contemporary situation. From this point forward it will be necessary to keep in mind that the main thread and, in a certain sense, the guiding principle of Pope Leo's Encyclical, and of all of the Church's social doctrine, is a correct view of the human person and of his unique value, inasmuch as \"man ... is the only creature on earth which God willed for itself\".38 God has imprinted his own image and likeness on man (cf. Gen 1:26), conferring upon him an incomparable dignity, as the Encyclical frequently insists. In effect, beyond the rights which man acquires by his own work, there exist rights which do not correspond to any work he performs, but which flow from his essential dignity as a person.\n\nII. TOWARDS THE \"NEW THINGS\" OF TODAY\n\n12. The commemoration of Rerum novarum would be incomplete unless reference were also made to the situation of the world today. The document lends itself to such a reference, because the historical picture and the prognosis which it suggests have proved to be surprisingly accurate in the light of what has happened since then.\n\nThis is especially confirmed by the events which took place near the end of 1989 and at the beginning of 1990. These events, and the radical transformations which followed, can only be explained by the preceding situations which, to a certain extent, crystallized or institutionalized Leo XIII's predictions and the increasingly disturbing signs noted by his Successors. Pope Leo foresaw the negative consequences — political, social and economic — of the social order proposed by \"socialism\", which at that time was still only a social philosophy and not yet a fully structured movement. It may seem surprising that \"socialism\" appeared at the beginning of the Pope's critique of solutions to the \"question of the working class\" at a time when \"socialism\" was not yet in the form of a strong and powerful State, with all the resources which that implies, as was later to happen. However, he correctly judged the danger posed to the masses by the attractive presentation of this simple and radical solution to the \"question of the working class\" of the time — all the more so when one considers the terrible situation of injustice in which the working classes of the recently industrialized nations found themselves.\n\nTwo things must be emphasized here: first, the great clarity in perceiving, in all its harshness, the actual condition of the working class — men, women and children; secondly, equal clarity in recognizing the evil of a solution which, by appearing to reverse the positions of the poor and the rich, was in reality detrimental to the very people whom it was meant to help. The remedy would prove worse than the sickness. By defining the nature of the socialism of his day as the suppression of private property, Leo XIII arrived at the crux of the problem.\n\nHis words deserve to be re-read attentively: \"To remedy these wrongs (the unjust distribution of wealth and the poverty of the workers), the Socialists encourage the poor man's envy of the rich and strive to do away with private property, contending that individual possessions should become the common property of all...; but their contentions are so clearly powerless to end the controversy that, were they carried into effect, the working man himself would be among the first to suffer. They are moreover emphatically unjust, for they would rob the lawful possessor, distort the functions of the State, and create utter confusion in the community\".39 The evils caused by the setting up of this type of socialism as a State system — what would later be called \"Real Socialism\" — could not be better expressed.\n\n13. Continuing our reflections, and referring also to what has been said in the Encyclicals Laborem exercens and Sollicitudo rei socialis, we have to add that the fundamental error of socialism is anthropological in nature. Socialism considers the individual person simply as an element, a molecule within the social organism, so that the good of the individual is completely subordinated to the functioning of the socio-economic mechanism. Socialism likewise maintains that the good of the individual can be realized without reference to his free choice, to the unique and exclusive responsibility which he exercises in the face of good or evil. Man is thus reduced to a series of social relationships, and the concept of the person as the autonomous subject of moral decision disappears, the very subject whose decisions build the social order. From this mistaken conception of the person there arise both a distortion of law, which defines the sphere of the exercise of freedom, and an opposition to private property. A person who is deprived of something he can call \"his own\", and of the possibility of earning a living through his own initiative, comes to depend on the social machine and on those who control it. This makes it much more difficult for him to recognize his dignity as a person, and hinders progress towards the building up of an authentic human community.\n\nIn contrast, from the Christian vision of the human person there necessarily follows a correct picture of society. According to Rerum novarum and the whole social doctrine of the Church, the social nature of man is not completely fulfilled in the State, but is realized in various intermediary groups, beginning with the family and including economic, social, political and cultural groups which stem from human nature itself and have their own autonomy, always with a view to the common good. This is what I have called the \"subjectivity\" of society which, together with the subjectivity of the individual, was cancelled out by \"Real Socialism\".40\n\nIf we then inquire as to the source of this mistaken concept of the nature of the person and the \"subjectivity\" of society, we must reply that its first cause is atheism. It is by responding to the call of God contained in the being of things that man becomes aware of his transcendent dignity. Every individual must give this response, which constitutes the apex of his humanity, and no social mechanism or collective subject can substitute for it. The denial of God deprives the person of his foundation, and consequently leads to a reorganization of the social order without reference to the person's dignity and responsibility.\n\nThe atheism of which we are speaking is also closely connected with the rationalism of the Enlightenment, which views human and social reality in a mechanistic way. Thus there is a denial of the supreme insight concerning man's true greatness, his transcendence in respect to earthly realities, the contradiction in his heart between the desire for the fullness of what is good and his own inability to attain it and, above all, the need for salvation which results from this situation.\n\n14. From the same atheistic source, socialism also derives its choice of the means of action condemned in Rerum novarum, namely, class struggle. The Pope does not, of course, intend to condemn every possible form of social conflict. The Church is well aware that in the course of history conflicts of interest between different social groups inevitably arise, and that in the face of such conflicts Christians must often take a position, honestly and decisively. The Encyclical Laborem exercens moreover clearly recognized the positive role of conflict when it takes the form of a \"struggle for social justice\";41 Quadragesimo anno had already stated that \"if the class struggle abstains from enmities and mutual hatred, it gradually changes into an honest discussion of differences founded on a desire for justice\".42\n\nHowever, what is condemned in class struggle is the idea that conflict is not restrained by ethical or juridical considerations, or by respect for the dignity of others (and consequently of oneself); a reasonable compromise is thus excluded, and what is pursued is not the general good of society, but a partisan interest which replaces the common good and sets out to destroy whatever stands in its way. In a word, it is a question of transferring to the sphere of internal conflict between social groups the doctrine of \"total war\", which the militarism and imperialism of that time brought to bear on international relations. As a result of this doctrine, the search for a proper balance between the interests of the various nations was replaced by attempts to impose the absolute domination of one's own side through the destruction of the other side's capacity to resist, using every possible means, not excluding the use of lies, terror tactics against citizens, and weapons of utter destruction (which precisely in those years were beginning to be designed). Therefore class struggle in the Marxist sense and militarism have the same root, namely, atheism and contempt for the human person, which place the principle of force above that of reason and law.\n\n15. Rerum novarum is opposed to State control of the means of production, which would reduce every citizen to being a \"cog\" in the State machine. It is no less forceful in criticizing a concept of the State which completely excludes the economic sector from the State's range of interest and action. There is certainly a legitimate sphere of autonomy in economic life which the State should not enter. The State, however, has the task of determining the juridical framework within which economic affairs are to be conducted, and thus of safeguarding the prerequisites of a free economy, which presumes a certain equality between the parties, such that one party would not be so powerful as practically to reduce the other to subservience.43\n\nIn this regard, Rerum novarum points the way to just reforms which can restore dignity to work as the free activity of man. These reforms imply that society and the State will both assume responsibility, especially for protecting the worker from the nightmare of unemployment. Historically, this has happened in two converging ways: either through economic policies aimed at ensuring balanced growth and full employment, or through unemployment insurance and retraining programmes capable of ensuring a smooth transfer of workers from crisis sectors to those in expansion.\n\nFurthermore, society and the State must ensure wage levels adequate for the maintenance of the worker and his family, including a certain amount for savings. This requires a continuous effort to improve workers' training and capability so that their work will be more skilled and productive, as well as careful controls and adequate legislative measures to block shameful forms of exploitation, especially to the disadvantage of the most vulnerable workers, of immigrants and of those on the margins of society. The role of trade unions in negotiating minimum salaries and working conditions is decisive in this area.\n\nFinally, \"humane\" working hours and adequate free-time need to be guaranteed, as well as the right to express one's own personality at the work-place without suffering any affront to one's conscience or personal dignity. This is the place to mention once more the role of trade unions, not only in negotiating contracts, but also as \"places\" where workers can express themselves. They serve the development of an authentic culture of work and help workers to share in a fully human way in the life of their place of employment.44\n\nThe State must contribute to the achievement of these goals both directly and indirectly. Indirectly and according to the principle of subsidiarity, by creating favourable conditions for the free exercise of economic activity, which will lead to abundant opportunities for employment and sources of wealth. Directly and according to the principle of solidarity, by defending the weakest, by placing certain limits on the autonomy of the parties who determine working conditions, and by ensuring in every case the necessary minimum support for the unemployed worker.45\n\nThe Encyclical and the related social teaching of the Church had far-reaching influence in the years bridging the nineteenth and twentieth centuries. This influence is evident in the numerous reforms which were introduced in the areas of social security, pensions, health insurance and compensation in the case of accidents, within the framework of greater respect for the rights of workers.46\n\n16. These reforms were carried out in part by States, but in the struggle to achieve them the role of the workers' movement was an important one. This movement, which began as a response of moral conscience to unjust and harmful situations, conducted a widespread campaign for reform, far removed from vague ideology and closer to the daily needs of workers. In this context its efforts were often joined to those of Christians in order to improve workers' living conditions. Later on, this movement was dominated to a certain extent by the Marxist ideology against which Rerum novarum had spoken.\n\nThese same reforms were also partly the result of an open process by which society organized itself through the establishment of effective instruments of solidarity, which were capable of sustaining an economic growth more respectful of the values of the person. Here we should remember the numerous efforts to which Christians made a notable contribution in establishing producers', consumers' and credit cooperatives, in promoting general education and professional training, in experimenting with various forms of participation in the life of the work-place and in the life of society in general.\n\nThus, as we look at the past, there is good reason to thank God that the great Encyclical was not without an echo in human hearts and indeed led to a generous response on the practical level. Still, we must acknowledge that its prophetic message was not fully accepted by people at the time. Precisely for this reason there ensued some very serious tragedies.\n\n17. Reading the Encyclical within the context of Pope Leo's whole magisterium,47 we see how it points essentially to the socio-economic consequences of an error which has even greater implications. As has been mentioned, this error consists in an understanding of human freedom which detaches it from obedience to the truth, and consequently from the duty to respect the rights of others. The essence of freedom then becomes self-love carried to the point of contempt for God and neighbour, a self-love which leads to an unbridled affirmation of self-interest and which refuses to be limited by any demand of justice.48\n\nThis very error had extreme consequences in the tragic series of wars which ravaged Europe and the world between 1914 and 1945. Some of these resulted from militarism and exaggerated nationalism, and from related forms of totalitarianism; some derived from the class struggle; still others were civil wars or wars of an ideological nature. Without the terrible burden of hatred and resentment which had built up as a result of so many injustices both on the international level and within individual States, such cruel wars would not have been possible, in which great nations invested their energies and in which there was no hesitation to violate the most sacred human rights, with the extermination of entire peoples and social groups being planned and carried out. Here we recall the Jewish people in particular, whose terrible fate has become a symbol of the aberration of which man is capable when he turns against God.\n\nHowever, it is only when hatred and injustice are sanctioned and organized by the ideologies based on them, rather than on the truth about man, that they take possession of entire nations and drive them to act.49 Rerum novarum opposed ideologies of hatred and showed how violence and resentment could be overcome by justice. May the memory of those terrible events guide the actions of everyone, particularly the leaders of nations in our own time, when other forms of injustice are fuelling new hatreds and when new ideologies which exalt violence are appearing on the horizon.\n\n18. While it is true that since 1945 weapons have been silent on the European continent, it must be remembered that true peace is never simply the result of military victory, but rather implies both the removal of the causes of war and genuine reconciliation between peoples. For many years there has been in Europe and the world a situation of non-war rather than genuine peace. Half of the continent fell under the domination of a Communist dictatorship, while the other half organized itself in defence against this threat. Many peoples lost the ability to control their own destiny and were enclosed within the suffocating boundaries of an empire in which efforts were made to destroy their historical memory and the centuries-old roots of their culture. As a result of this violent division of Europe, enormous masses of people were compelled to leave their homeland or were forcibly deported.\n\nAn insane arms race swallowed up the resources needed for the development of national economies and for assistance to the less developed nations. Scientific and technological progress, which should have contributed to man's well-being, was transformed into an instrument of war: science and technology were directed to the production of ever more efficient and destructive weapons. Meanwhile, an ideology, a perversion of authentic philosophy, was called upon to provide doctrinal justification for the new war. And this war was not simply expected and prepared for, but was actually fought with enormous bloodshed in various parts of the world. The logic of power blocs or empires, denounced in various Church documents and recently in the Encyclical Sollicitudo rei socialis,50 led to a situation in which controversies and disagreements among Third World countries were systematically aggravated and exploited in order to create difficulties for the adversary.\n\nExtremist groups, seeking to resolve such controversies through the use of arms, found ready political and military support and were equipped and trained for war; those who tried to find peaceful and humane solutions, with respect for the legitimate interests of all parties, remained isolated and often fell victim to their opponents. In addition, the precariousness of the peace which followed the Second World War was one of the principal causes of the militarization of many Third World countries and the fratricidal conflicts which afflicted them, as well as of the spread of terrorism and of increasingly barbaric means of political and military conflict. Moreover, the whole world was oppressed by the threat of an atomic war capable of leading to the extinction of humanity. Science used for military purposes had placed this decisive instrument at the disposal of hatred, strengthened by ideology. But if war can end without winners or losers in a suicide of humanity, then we must repudiate the logic which leads to it: the idea that the effort to destroy the enemy, confrontation and war itself are factors of progress and historical advancement.51 When the need for this repudiation is understood, the concepts of \"total war\" and \"class struggle\" must necessarily be called into question.\n\n19. At the end of the Second World War, however, such a development was still being formed in people's consciences. What received attention was the spread of Communist totalitarianism over more than half of Europe and over other parts of the world. The war, which should have re-established freedom and restored the right of nations, ended without having attained these goals. Indeed, in a way, for many peoples, especially those which had suffered most during the war, it openly contradicted these goals. It may be said that the situation which arose has evoked different responses.\n\nFollowing the destruction caused by the war, we see in some countries and under certain aspects a positive effort to rebuild a democratic society inspired by social justice, so as to deprive Communism of the revolutionary potential represented by masses of people subjected to exploitation and oppression. In general, such attempts endeavour to preserve free market mechanisms, ensuring, by means of a stable currency and the harmony of social relations, the conditions for steady and healthy economic growth in which people through their own work can build a better future for themselves and their families. At the same time, these attempts try to avoid making market mechanisms the only point of reference for social life, and they tend to subject them to public control which upholds the principle of the common destination of material goods. In this context, an abundance of work opportunities, a solid system of social security and professional training, the freedom to join trade unions and the effective action of unions, the assistance provided in cases of unemployment, the opportunities for democratic participation in the life of society — all these are meant to deliver work from the mere condition of \"a commodity\", and to guarantee its dignity.\n\nThen there are the other social forces and ideological movements which oppose Marxism by setting up systems of \"national security\", aimed at controlling the whole of society in a systematic way, in order to make Marxist infiltration impossible. By emphasizing and increasing the power of the State, they wish to protect their people from Communism, but in doing so they run the grave risk of destroying the freedom and values of the person, the very things for whose sake it is necessary to oppose Communism.\n\nAnother kind of response, practical in nature, is represented by the affluent society or the consumer society. It seeks to defeat Marxism on the level of pure materialism by showing how a free-market society can achieve a greater satisfaction of material human needs than Communism, while equally excluding spiritual values. In reality, while on the one hand it is true that this social model shows the failure of Marxism to contribute to a humane and better society, on the other hand, insofar as it denies an autonomous existence and value to morality, law, culture and religion, it agrees with Marxism, in the sense that it totally reduces man to the sphere of economics and the satisfaction of material needs.\n\n20. During the same period a widespread process of \"decolonization\" occurred, by which many countries gained or regained their independence and the right freely to determine their own destiny. With the formal re-acquisition of State sovereignty, however, these countries often find themselves merely at the beginning of the journey towards the construction of genuine independence. Decisive sectors of the economy still remain de facto in the hands of large foreign companies which are unwilling to commit themselves to the long-term development of the host country. Political life itself is controlled by foreign powers, while within the national boundaries there are tribal groups not yet amalgamated into a genuine national community. Also lacking is a class of competent professional people capable of running the State apparatus in an honest and just way, nor are there qualified personnel for managing the economy in an efficient and responsible manner.\n\nGiven this situation, many think that Marxism can offer a sort of short-cut for building up the nation and the State; thus many variants of socialism emerge with specific national characteristics. Legitimate demands for national recovery, forms of nationalism and also of militarism, principles drawn from ancient popular traditions (which are sometimes in harmony with Christian social doctrine) and Marxist-Leninist concepts and ideas — all these mingle in the many ideologies which take shape in ways that differ from case to case.\n\n21. Lastly, it should be remembered that after the Second World War, and in reaction to its horrors, there arose a more lively sense of human rights, which found recognition in a number of International Documents52 and, one might say, in the drawing up of a new \"right of nations\", to which the Holy See has constantly contributed. The focal point of this evolution has been the United Nations Organization. Not only has there been a development in awareness of the rights of individuals, but also in awareness of the rights of nations, as well as a clearer realization of the need to act in order to remedy the grave imbalances that exist between the various geographical areas of the world. In a certain sense, these imbalances have shifted the centre of the social question from the national to the international level.53\n\nWhile noting this process with satisfaction, nevertheless one cannot ignore the fact that the overall balance of the various policies of aid for development has not always been positive. The United Nations, moreover, has not yet succeeded in establishing, as alternatives to war, effective means for the resolution of international conflicts. This seems to be the most urgent problem which the international community has yet to resolve.\n\nIII. THE YEAR 1989\n\n22. It is on the basis of the world situation just described, and already elaborated in the Encyclical Sollicitudo rei socialis, that the unexpected and promising significance of the events of recent years can be understood. Although they certainly reached their climax in 1989 in the countries of Central and Eastern Europe, they embrace a longer period of time and a wider geographical area. In the course of the 80s, certain dictatorial and oppressive regimes fell one by one in some countries of Latin America and also of Africa and Asia. In other cases there began a difficult but productive transition towards more participatory and more just political structures. An important, even decisive, contribution was made by the Church's commitment to defend and promote human rights. In situations strongly influenced by ideology, in which polarization obscured the awareness of a human dignity common to all, the Church affirmed clearly and forcefully that every individual — whatever his or her personal convictions — bears the image of God and therefore deserves respect. Often, the vast majority of people identified themselves with this kind of affirmation, and this led to a search for forms of protest and for political solutions more respectful of the dignity of the person.\n\nFrom this historical process new forms of democracy have emerged which offer a hope for change in fragile political and social structures weighed down by a painful series of injustices and resentments, as well as by a heavily damaged economy and serious social conflicts. Together with the whole Church, I thank God for the often heroic witness borne in such difficult circumstances by many Pastors, entire Christian communities, individual members of the faithful, and other people of good will; at the same time I pray that he will sustain the efforts being made by everyone to build a better future. This is, in fact, a responsibility which falls not only to the citizens of the countries in question, but to all Christians and people of good will. It is a question of showing that the complex problems faced by those peoples can be resolved through dialogue and solidarity, rather than by a struggle to destroy the enemy through war.\n\n23. Among the many factors involved in the fall of oppressive regimes, some deserve special mention. Certainly, the decisive factor which gave rise to the changes was the violation of the rights of workers. It cannot be forgotten that the fundamental crisis of systems claiming to express the rule and indeed the dictatorship of the working class began with the great upheavals which took place in Poland in the name of solidarity. It was the throngs of working people which foreswore the ideology which presumed to speak in their name. On the basis of a hard, lived experience of work and of oppression, it was they who recovered and, in a sense, rediscovered the content and principles of the Church's social doctrine.\n\nAlso worthy of emphasis is the fact that the fall of this kind of \"bloc\" or empire was accomplished almost everywhere by means of peaceful protest, using only the weapons of truth and justice. While Marxism held that only by exacerbating social conflicts was it possible to resolve them through violent confrontation, the protests which led to the collapse of Marxism tenaciously insisted on trying every avenue of negotiation, dialogue, and witness to the truth, appealing to the conscience of the adversary and seeking to reawaken in him a sense of shared human dignity.\n\nIt seemed that the European order resulting from the Second World War and sanctioned by the Yalta Agreements could only be overturned by another war. Instead, it has been overcome by the non-violent commitment of people who, while always refusing to yield to the force of power, succeeded time after time in finding effective ways of bearing witness to the truth. This disarmed the adversary, since violence always needs to justify itself through deceit, and to appear, however falsely, to be defending a right or responding to a threat posed by others.54 Once again I thank God for having sustained people's hearts amid difficult trials, and I pray that this example will prevail in other places and other circumstances. May people learn to fight for justice without violence, renouncing class struggle in their internal disputes, and war in international ones.\n\n24. The second factor in the crisis was certainly the inefficiency of the economic system, which is not to be considered simply as a technical problem, but rather a consequence of the violation of the human rights to private initiative, to ownership of property and to freedom in the economic sector. To this must be added the cultural and national dimension: it is not possible to understand man on the basis of economics alone, nor to define him simply on the basis of class membership. Man is understood in a more complete way when he is situated within the sphere of culture through his language, history, and the position he takes towards the fundamental events of life, such as birth, love, work and death. At the heart of every culture lies the attitude man takes to the greatest mystery: the mystery of God. Different cultures are basically different ways of facing the question of the meaning of personal existence. When this question is eliminated, the culture and moral life of nations are corrupted. For this reason the struggle to defend work was spontaneously linked to the struggle for culture and for national rights.\n\nBut the true cause of the new developments was the spiritual void brought about by atheism, which deprived the younger generations of a sense of direction and in many cases led them, in the irrepressible search for personal identity and for the meaning of life, to rediscover the religious roots of their national cultures, and to rediscover the person of Christ himself as the existentially adequate response to the desire in every human heart for goodness, truth and life. This search was supported by the witness of those who, in difficult circumstances and under persecution, remained faithful to God. Marxism had promised to uproot the need for God from the human heart, but the results have shown that it is not possible to succeed in this without throwing the heart into turmoil.\n\n25. The events of 1989 are an example of the success of willingness to negotiate and of the Gospel spirit in the face of an adversary determined not to be bound by moral principles. These events are a warning to those who, in the name of political realism, wish to banish law and morality from the political arena. Undoubtedly, the struggle which led to the changes of 1989 called for clarity, moderation, suffering and sacrifice. In a certain sense, it was a struggle born of prayer, and it would have been unthinkable without immense trust in God, the Lord of history, who carries the human heart in his hands. It is by uniting his own sufferings for the sake of truth and freedom to the sufferings of Christ on the Cross that man is able to accomplish the miracle of peace and is in a position to discern the often narrow path between the cowardice which gives in to evil and the violence which, under the illusion of fighting evil, only makes it worse.\n\nNevertheless, it cannot be forgotten that the manner in which the individual exercises his freedom is conditioned in innumerable ways. While these certainly have an influence on freedom, they do not determine it; they make the exercise of freedom more difficult or less difficult, but they cannot destroy it. Not only is it wrong from the ethical point of view to disregard human nature, which is made for freedom, but in practice it is impossible to do so. Where society is so organized as to reduce arbitrarily or even suppress the sphere in which freedom is legitimately exercised, the result is that the life of society becomes progressively disorganized and goes into decline.\n\nMoreover, man, who was created for freedom, bears within himself the wound of original sin, which constantly draws him towards evil and puts him in need of redemption. Not only is this doctrine an integral part of Christian revelation; it also has great hermeneutical value insofar as it helps one to understand human reality. Man tends towards good, but he is also capable of evil. He can transcend his immediate interest and still remain bound to it. The social order will be all the more stable, the more it takes this fact into account and does not place in opposition personal interest and the interests of society as a whole, but rather seeks ways to bring them into fruitful harmony. In fact, where self-interest is violently suppressed, it is replaced by a burdensome system of bureaucratic control which dries up the wellsprings of initiative and creativity. When people think they possess the secret of a perfect social organization which makes evil impossible, they also think that they can use any means, including violence and deceit, in order to bring that organization into being. Politics then becomes a \"secular religion\" which operates under the illusion of creating paradise in this world. But no political society — which possesses its own autonomy and laws55 — can ever be confused with the Kingdom of God. The Gospel parable of the weeds among the wheat (cf. Mt 13:24-30; 36-43) teaches that it is for God alone to separate the subjects of the Kingdom from the subjects of the Evil One, and that this judgment will take place at the end of time. By presuming to anticipate judgment here and now, man puts himself in the place of God and sets himself against the patience of God.\n\nThrough Christ's sacrifice on the Cross, the victory of the Kingdom of God has been achieved once and for all. Nevertheless, the Christian life involves a struggle against temptation and the forces of evil. Only at the end of history will the Lord return in glory for the final judgment (cf. Mt 25:31) with the establishment of a new heaven and a new earth (cf. 2 Pt 3:13; Rev 21:1); but as long as time lasts the struggle between good and evil continues even in the human heart itself.\n\nWhat Sacred Scripture teaches us about the prospects of the Kingdom of God is not without consequences for the life of temporal societies, which, as the adjective indicates, belong to the realm of time, with all that this implies of imperfection and impermanence. The Kingdom of God, being in the world without being of the world, throws light on the order of human society, while the power of grace penetrates that order and gives it life. In this way the requirements of a society worthy of man are better perceived, deviations are corrected, the courage to work for what is good is reinforced. In union with all people of good will, Christians, especially the laity, are called to this task of imbuing human realities with the Gospel.56\n\n26. The events of 1989 took place principally in the countries of Eastern and Central Europe. However, they have worldwide importance because they have positive and negative consequences which concern the whole human family. These consequences are not mechanistic or fatalistic in character, but rather are opportunities for human freedom to cooperate with the merciful plan of God who acts within history.\n\nThe first consequence was an encounter in some countries between the Church and the workers' movement, which came about as a result of an ethical and explicitly Christian reaction against a widespread situation of injustice. For about a century the workers' movement had fallen in part under the dominance of Marxism, in the conviction that the working class, in order to struggle effectively against oppression, had to appropriate its economic and materialistic theories.\n\nIn the crisis of Marxism, the natural dictates of the consciences of workers have re-emerged in a demand for justice and a recognition of the dignity of work, in conformity with the social doctrine of the Church.57 The worker movement is part of a more general movement among workers and other people of good will for the liberation of the human person and for the affirmation of human rights. It is a movement which today has spread to many countries, and which, far from opposing the Catholic Church, looks to her with interest.\n\nThe crisis of Marxism does not rid the world of the situations of injustice and oppression which Marxism itself exploited and on which it fed. To those who are searching today for a new and authentic theory and praxis of liberation, the Church offers not only her social doctrine and, in general, her teaching about the human person redeemed in Christ, but also her concrete commitment and material assistance in the struggle against marginalization and suffering.\n\nIn the recent past, the sincere desire to be on the side of the oppressed and not to be cut off from the course of history has led many believers to seek in various ways an impossible compromise between Marxism and Christianity. Moving beyond all that was short-lived in these attempts, present circumstances are leading to a reaffirmation of the positive value of an authentic theology of integral human liberation.58 Considered from this point of view, the events of 1989 are proving to be important also for the countries of the Third World, which are searching for their own path to development, just as they were important for the countries of Central and Eastern Europe.\n\n27. The second consequence concerns the peoples of Europe themselves. Many individual, social, regional and national injustices were committed during and prior to the years in which Communism dominated; much hatred and ill-will have accumulated. There is a real danger that these will re-explode after the collapse of dictatorship, provoking serious conflicts and casualties, should there be a lessening of the moral commitment and conscious striving to bear witness to the truth which were the inspiration for past efforts. It is to be hoped that hatred and violence will not triumph in people's hearts, especially among those who are struggling for justice, and that all people will grow in the spirit of peace and forgiveness.\n\nWhat is needed are concrete steps to create or consolidate international structures capable of intervening through appropriate arbitration in the conflicts which arise between nations, so that each nation can uphold its own rights and reach a just agreement and peaceful settlement vis-à-vis the rights of others. This is especially needed for the nations of Europe, which are closely united in a bond of common culture and an age old history. A great effort is needed to rebuild morally and economically the countries which have abandoned Communism. For a long Time the most elementary economic relationships were distorted, and basic virtues of economic life, such as truthfulness, trustworthiness and hard work were denigrated. A patient material and moral reconstruction is needed, even as people, exhausted by longstanding privation, are asking their governments for tangible and immediate results in the form of material benefits and an adequate fulfilment of their legitimate aspirations.\n\nThe fall of Marxism has naturally had a great impact on the division of the planet into worlds which are closed to one another and in jealous competition. It has further highlighted the reality of interdependence among peoples, as well as the fact that human work, by its nature, is meant to unite peoples, not divide them. Peace and prosperity, in fact, are goods which belong to the whole human race: it is not possible to enjoy them in a proper and lasting way if they are achieved and maintained at the cost of other peoples and nations, by violating their rights or excluding them from the sources of well-being.\n\n28. In a sense, for some countries of Europe the real post-war period is just beginning. The radical reordering of economic systems, hitherto collectivized, entails problems and sacrifices comparable to those which the countries of Western Europe had to face in order to rebuild after the Second World War. It is right that in the present difficulties the formerly Communist countries should be aided by the united effort of other nations. Obviously they themselves must be the primary agents of their own development, but they must also be given a reasonable opportunity to accomplish this goal, something that cannot happen without the help of other countries. Moreover, their present condition, marked by difficulties and shortages, is the result of an historical process in which the formerly Communist countries were often objects and not subjects. Thus they find themselves in the present situation not as a result of free choice or mistakes which were made, but as a consequence of tragic historical events which were violently imposed on them, and which prevented them from following the path of economic and social development.\n\nAssistance from other countries, especially the countries of Europe which were part of that history and which bear responsibility for it, represents a debt in justice. But it also corresponds to the interest and welfare of Europe as a whole, since Europe cannot live in peace if the various conflicts which have arisen as a result of the past are to become more acute because of a situation of economic disorder, spiritual dissatisfaction and desperation.\n\nThis need, however, must not lead to a slackening of efforts to sustain and assist the countries of the Third World, which often suffer even more serious conditions of poverty and want.59 What is called for is a special effort to mobilize resources, which are not lacking in the world as a whole, for the purpose of economic growth and common development, redefining the priorities and hierarchies of values on the basis of which economic and political choices are made. Enormous resources can be made available by disarming the huge military machines which were constructed for the conflict between East and West. These resources could become even more abundant if, in place of war, reliable procedures for the resolution of conflicts could be set up, with the resulting spread of the principle of arms control and arms reduction, also in the countries of the Third World, through the adoption of appropriate measures against the arms trade.60 But it will be necessary above all to abandon a mentality in which the poor — as individuals and as peoples — are considered a burden, as irksome intruders trying to consume what others have produced. The poor ask for the right to share in enjoying material goods and to make good use of their capacity for work, thus creating a world that is more just and prosperous for all. The advancement of the poor constitutes a great opportunity for the moral, cultural and even economic growth of all humanity.\n\n29. Finally, development must not be understood solely in economic terms, but in a way that is fully human.61 It is not only a question of raising all peoples to the level currently enjoyed by the richest countries, but rather of building up a more decent life through united labour, of concretely enhancing every individual's dignity and creativity, as well as his capacity to respond to his personal vocation, and thus to God's call. The apex of development is the exercise of the right and duty to seek God, to know him and to live in accordance with that knowledge.62 In the totalitarian and authoritarian regimes, the principle that force predominates over reason was carried to the extreme. Man was compelled to submit to a conception of reality imposed on him by coercion, and not reached by virtue of his own reason and the exercise of his own freedom. This principle must be overturned and total recognition must be given to the rights of the human conscience, which is bound only to the truth, both natural and revealed. The recognition of these rights represents the primary foundation of every authentically free political order.63 It is important to reaffirm this latter principle for several reasons:\n\na) because the old forms of totalitarianism and authoritarianism are not yet completely vanquished; indeed there is a risk that they will regain their strength. This demands renewed efforts of cooperation and solidarity between all countries;\n\nb) because in the developed countries there is sometimes an excessive promotion of purely utilitarian values, with an appeal to the appetites and inclinations towards immediate gratification, making it difficult to recognize and respect the hierarchy of the true values of human existence;\n\nc) because in some countries new forms of religious fundamentalism are emerging which covertly, or even openly, deny to citizens of faiths other than that of the majority the full exercise of their civil and religious rights, preventing them from taking part in the cultural process, and restricting both the Church's right to preach the Gospel and the rights of those who hear this preaching to accept it and to be converted to Christ. No authentic progress is possible without respect for the natural and fundamental right to know the truth and live according to that truth. The exercise and development of this right includes the right to discover and freely to accept Jesus Christ, who is man's true good.64\n\nIV. PRIVATE PROPERTY AND THE UNIVERSAL DESTINATION OF MATERIAL GOODS\n\n30. In Rerum novarum, Leo XIII strongly affirmed the natural character of the right to private property, using various arguments against the socialism of his time.65 This right, which is fundamental for the autonomy and development of the person, has always been defended by the Church up to our own day. At the same time, the Church teaches that the possession of material goods is not an absolute right, and that its limits are inscribed in its very nature as a human right.\n\nWhile the Pope proclaimed the right to private ownership, he affirmed with equal clarity that the \"use\" of goods, while marked by freedom, is subordinated to their original common destination as created goods, as well as to the will of Jesus Christ as expressed in the Gospel. Pope Leo wrote: \"those whom fortune favours are admonished ... that they should tremble at the warnings of Jesus Christ ... and that a most strict account must be given to the Supreme Judge for the use of all they possess\"; and quoting Saint Thomas Aquinas, he added: \"But if the question be asked, how must one's possessions be used? the Church replies without hesitation that man should not consider his material possessions as his own, but as common to all...\", because \"above the laws and judgments of men stands the law, the judgment of Christ\".66\n\nThe Successors of Leo XIII have repeated this twofold affirmation: the necessity and therefore the legitimacy of private ownership, as well as the limits which are imposed on it.67 The Second Vatican Council likewise clearly restated the traditional doctrine in words which bear repeating: \"In making use of the exterior things we lawfully possess, we ought to regard them not just as our own but also as common, in the sense that they can profit not only the owners but others too\"; and a little later we read: \"Private property or some ownership of external goods affords each person the scope needed for personal and family autonomy, and should be regarded as an extension of human freedom ... Of its nature private property also has a social function which is based on the law of the common purpose of goods\".68 I have returned to this same doctrine, first in my address to the Third Conference of the Latin American Bishops at Puebla, and later in the Encyclicals Laborem exercens and Sollicitudo rei socialis.69\n\n31. Re-reading this teaching on the right to property and the common destination of material wealth as it applies to the present time, the question can be raised concerning the origin of the material goods which sustain human life, satisfy people's needs and are an object of their rights.\n\nThe original source of all that is good is the very act of God, who created both the earth and man, and who gave the earth to man so that he might have dominion over it by his work and enjoy its fruits (Gen 1:28). God gave the earth to the whole human race for the sustenance of all its members, without excluding or favouring anyone. This is the foundation of the universal destination of the earth's goods. The earth, by reason of its fruitfulness and its capacity to satisfy human needs, is God's first gift for the sustenance of human life. But the earth does not yield its fruits without a particular human response to God's gift, that is to say, without work. It is through work that man, using his intelligence and exercising his freedom, succeeds in dominating the earth and making it a fitting home. In this way, he makes part of the earth his own, precisely the part which he has acquired through work; this is the origin of individual property. Obviously, he also has the responsibility not to hinder others from having their own part of God's gift; indeed, he must cooperate with others so that together all can dominate the earth.\n\nIn history, these two factors — work and the land — are to be found at the beginning of every human society. However, they do not always stand in the same relationship to each other. At one time the natural fruitfulness of the earth appeared to be, and was in fact, the primary factor of wealth, while work was, as it were, the help and support for this fruitfulness. In our time, the role of human work is becoming increasingly important as the productive factor both of non-material and of material wealth. Moreover, it is becoming clearer how a person's work is naturally interrelated with the work of others. More than ever, work is work with others and work for others: it is a matter of doing something for someone else. Work becomes ever more fruitful and productive to the extent that people become more knowledgeable of the productive potentialities of the earth and more profoundly cognisant of the needs of those for whom their work is done.\n\n32. In our time, in particular, there exists another form of ownership which is becoming no less important than land: the possession of know-how, technology and skill. The wealth of the industrialized nations is based much more on this kind of ownership than on natural resources.\n\nMention has just been made of the fact that people work with each other, sharing in a \"community of work\" which embraces ever widening circles. A person who produces something other than for his own use generally does so in order that others may use it after they have paid a just price, mutually agreed upon through free bargaining. It is precisely the ability to foresee both the needs of others and the combinations of productive factors most adapted to satisfying those needs that constitutes another important source of wealth in modern society. Besides, many goods cannot be adequately produced through the work of an isolated individual; they require the cooperation of many people in working towards a common goal. Organizing such a productive effort, planning its duration in time, making sure that it corresponds in a positive way to the demands which it must satisfy, and taking the necessary risks — all this too is a source of wealth in today's society. In this way, the role of disciplined and creative human work and, as an essential part of that work, initiative and entrepreneurial ability becomes increasingly evident and decisive.70\n\nThis process, which throws practical light on a truth about the person which Christianity has constantly affirmed, should be viewed carefully and favourably. Indeed, besides the earth, man's principal resource is man himself. His intelligence enables him to discover the earth's productive potential and the many different ways in which human needs can be satisfied. It is his disciplined work in close collaboration with others that makes possible the creation of ever more extensive working communities which can be relied upon to transform man's natural and human environments. Important virtues are involved in this process, such as diligence, industriousness, prudence in undertaking reasonable risks, reliability and fidelity in interpersonal relationships, as well as courage in carrying out decisions which are difficult and painful but necessary, both for the overall working of a business and in meeting possible set-backs.\n\nThe modern business economy has positive aspects. Its basis is human freedom exercised in the economic field, just as it is exercised in many other fields. Economic activity is indeed but one sector in a great variety of human activities, and like every other sector, it includes the right to freedom, as well as the duty of making responsible use of freedom. But it is important to note that there are specific differences between the trends of modern society and those of the past, even the recent past. Whereas at one time the decisive factor of production was the land, and later capital — understood as a total complex of the instruments of production — today the decisive factor is increasingly man himself, that is, his knowledge, especially his scientific knowledge, his capacity for interrelated and compact organization, as well as his ability to perceive the needs of others and to satisfy them.\n\n33. However, the risks and problems connected with this kind of process should be pointed out. The fact is that many people, perhaps the majority today, do not have the means which would enable them to take their place in an effective and humanly dignified way within a productive system in which work is truly central. They have no possibility of acquiring the basic knowledge which would enable them to express their creativity and develop their potential. They have no way of entering the network of knowledge and intercommunication which would enable them to see their qualities appreciated and utilized. Thus, if not actually exploited, they are to a great extent marginalized; economic development takes place over their heads, so to speak, when it does not actually reduce the already narrow scope of their old subsistence economies. They are unable to compete against the goods which are produced in ways which are new and which properly respond to needs, needs which they had previously been accustomed to meeting through traditional forms of organization. Allured by the dazzle of an opulence which is beyond their reach, and at the same time driven by necessity, these people crowd the cities of the Third World where they are often without cultural roots, and where they are exposed to situations of violent uncertainty, without the possibility of becoming integrated. Their dignity is not acknowledged in any real way, and sometimes there are even attempts to eliminate them from history through coercive forms of demographic control which are contrary to human dignity.\n\nMany other people, while not completely marginalized, live in situations in which the struggle for a bare minimum is uppermost. These are situations in which the rules of the earliest period of capitalism still flourish in conditions of \"ruthlessness\" in no way inferior to the darkest moments of the first phase of industrialization. In other cases the land is still the central element in the economic process, but those who cultivate it are excluded from ownership and are reduced to a state of quasi-servitude.71 In these cases, it is still possible today, as in the days of Rerum novarum, to speak of inhuman exploitation. In spite of the great changes which have taken place in the more advanced societies, the human inadequacies of capitalism and the resulting domination of things over people are far from disappearing. In fact, for the poor, to the lack of material goods has been added a lack of knowledge and training which prevents them from escaping their state of humiliating subjection.\n\nUnfortunately, the great majority of people in the Third World still live in such conditions. It would be a mistake, however, to understand this \"world\" in purely geographic terms. In some regions and in some social sectors of that world, development programmes have been set up which are centered on the use not so much of the material resources available but of the \"human resources\".\n\nEven in recent years it was thought that the poorest countries would develop by isolating themselves from the world market and by depending only on their own resources. Recent experience has shown that countries which did this have suffered stagnation and recession, while the countries which experienced development were those which succeeded in taking part in the general interrelated economic activities at the international level. It seems therefore that the chief problem is that of gaining fair access to the international market, based not on the unilateral principle of the exploitation of the natural resources of these countries but on the proper use of human resources.72\n\nHowever, aspects typical of the Third World also appear in developed countries, where the constant transformation of the methods of production and consumption devalues certain acquired skills and professional expertise, and thus requires a continual effort of re-training and updating. Those who fail to keep up with the times can easily be marginalized, as can the elderly, the young people who are incapable of finding their place in the life of society and, in general, those who are weakest or part of the so-called Fourth World. The situation of women too is far from easy in these conditions.\n\n34. It would appear that, on the level of individual nations and of international relations, the free market is the most efficient instrument for utilizing resources and effectively responding to needs. But this is true only for those needs which are \"solvent\", insofar as they are endowed with purchasing power, and for those resources which are \"marketable\", insofar as they are capable of obtaining a satisfactory price. But there are many human needs which find no place on the market. It is a strict duty of justice and truth not to allow fundamental human needs to remain unsatisfied, and not to allow those burdened by such needs to perish. It is also necessary to help these needy people to acquire expertise, to enter the circle of exchange, and to develop their skills in order to make the best use of their capacities and resources. Even prior to the logic of a fair exchange of goods and the forms of justice appropriate to it, there exists something which is due to man because he is man, by reason of his lofty dignity. Inseparable from that required \"something\" is the possibility to survive and, at the same time, to make an active contribution to the common good of humanity.\n\nIn Third World contexts, certain objectives stated by Rerum novarum remain valid, and, in some cases, still constitute a goal yet to be reached, if man's work and his very being are not to be reduced to the level of a mere commodity. These objectives include a sufficient wage for the support of the family, social insurance for old age and unemployment, and adequate protection for the conditions of employment.\n\n35. Here we find a wide range of opportunities for commitment and effort in the name of justice on the part of trade unions and other workers' organizations. These defend workers' rights and protect their interests as persons, while fulfilling a vital cultural role, so as to enable workers to participate more fully and honourably in the life of their nation and to assist them along the path of development.\n\nIn this sense, it is right to speak of a struggle against an economic system, if the latter is understood as a method of upholding the absolute predominance of capital, the possession of the means of production and of the land, in contrast to the free and personal nature of human work.73 In the struggle against such a system, what is being proposed as an alternative is not the socialist system, which in fact turns out to be State capitalism, but rather a society of free work, of enterprise and of participation. Such a society is not directed against the market, but demands that the market be appropriately controlled by the forces of society and by the State, so as to guarantee that the basic needs of the whole of society are satisfied.\n\nThe Church acknowledges the legitimate role of profit as an indication that a business is functioning well. When a firm makes a profit, this means that productive factors have been properly employed and corresponding human needs have been duly satisfied. But profitability is not the only indicator of a firm's condition. It is possible for the financial accounts to be in order, and yet for the people — who make up the firm's most valuable asset — to be humiliated and their dignity offended. Besides being morally inadmissible, this will eventually have negative repercussions on the firm's economic efficiency. In fact, the purpose of a business firm is not simply to make a profit, but is to be found in its very existence as a community of persons who in various ways are endeavouring to satisfy their basic needs, and who form a particular group at the service of the whole of society. Profit is a regulator of the life of a business, but it is not the only one; other human and moral factors must also be considered which, in the long term, are at least equally important for the life of a business.\n\nWe have seen that it is unacceptable to say that the defeat of so-called \"Real Socialism\" leaves capitalism as the only model of economic organization. It is necessary to break down the barriers and monopolies which leave so many countries on the margins of development, and to provide all individuals and nations with the basic conditions which will enable them to share in development. This goal calls for programmed and responsible efforts on the part of the entire international community. Stronger nations must offer weaker ones opportunities for taking their place in international life, and the latter must learn how to use these opportunities by making the necessary efforts and sacrifices and by ensuring political and economic stability, the certainty of better prospects for the future, the improvement of workers' skills, and the training of competent business leaders who are conscious of their responsibilities.74\n\nAt present, the positive efforts which have been made along these lines are being affected by the still largely unsolved problem of the foreign debt of the poorer countries. The principle that debts must be paid is certainly just. However, it is not right to demand or expect payment when the effect would be the imposition of political choices leading to hunger and despair for entire peoples. It cannot be expected that the debts which have been contracted should be paid at the price of unbearable sacrifices. In such cases it is necessary to find — as in fact is partly happening — ways to lighten, defer or even cancel the debt, compatible with the fundamental right of peoples to subsistence and progress.\n\n36. It would now be helpful to direct our attention to the specific problems and threats emerging within the more advanced economies and which are related to their particular characteristics. In earlier stages of development, man always lived under the weight of necessity. His needs were few and were determined, to a degree, by the objective structures of his physical make-up. Economic activity was directed towards satisfying these needs. It is clear that today the problem is not only one of supplying people with a sufficient quantity of goods, but also of responding to a demand for quality: the quality of the goods to be produced and consumed, the quality of the services to be enjoyed, the quality of the environment and of life in general.\n\nTo call for an existence which is qualitatively more satisfying is of itself legitimate, but one cannot fail to draw attention to the new responsibilities and dangers connected with this phase of history. The manner in which new needs arise and are defined is always marked by a more or less appropriate concept of man and of his true good. A given culture reveals its overall understanding of life through the choices it makes in production and consumption. It is here that the phenomenon of consumerism arises. In singling out new needs and new means to meet them, one must be guided by a comprehensive picture of man which respects all the dimensions of his being and which subordinates his material and instinctive dimensions to his interior and spiritual ones. If, on the contrary, a direct appeal is made to his instincts — while ignoring in various ways the reality of the person as intelligent and free — then consumer attitudes and life-styles can be created which are objectively improper and often damaging to his physical and spiritual health. Of itself, an economic system does not possess criteria for correctly distinguishing new and higher forms of satisfying human needs from artificial new needs which hinder the formation of a mature personality. Thus a great deal of educational and cultural work is urgently needed, including the education of consumers in the responsible use of their power of choice, the formation of a strong sense of responsibility among producers and among people in the mass media in particular, as well as the necessary intervention by public authorities.\n\nA striking example of artificial consumption contrary to the health and dignity of the human person, and certainly not easy to control, is the use of drugs. Widespread drug use is a sign of a serious malfunction in the social system; it also implies a materialistic and, in a certain sense, destructive \"reading\" of human needs. In this way the innovative capacity of a free economy is brought to a one-sided and inadequate conclusion. Drugs, as well as pornography and other forms of consumerism which exploit the frailty of the weak, tend to fill the resulting spiritual void.\n\nIt is not wrong to want to live better; what is wrong is a style of life which is presumed to be better when it is directed towards \"having\" rather than \"being\", and which wants to have more, not in order to be more but in order to spend life in enjoyment as an end in itself.75 It is therefore necessary to create life-styles in which the quest for truth, beauty, goodness and communion with others for the sake of common growth are the factors which determine consumer choices, savings and investments. In this regard, it is not a matter of the duty of charity alone, that is, the duty to give from one's \"abundance\", and sometimes even out of one's needs, in order to provide what is essential for the life of a poor person. I am referring to the fact that even the decision to invest in one place rather than another, in one productive sector rather than another, is always a moral and cultural choice. Given the utter necessity of certain economic conditions and of political stability, the decision to invest, that is, to offer people an opportunity to make good use of their own labour, is also determined by an attitude of human sympathy and trust in Providence, which reveal the human quality of the person making such decisions.\n\n37. Equally worrying is the ecological question which accompanies the problem of consumerism and which is closely connected to it. In his desire to have and to enjoy rather than to be and to grow, man consumes the resources of the earth and his own life in an excessive and disordered way. At the root of the senseless destruction of the natural environment lies an anthropological error, which unfortunately is widespread in our day. Man, who discovers his capacity to transform and in a certain sense create the world through his own work, forgets that this is always based on God's prior and original gift of the things that are. Man thinks that he can make arbitrary use of the earth, subjecting it without restraint to his will, as though it did not have its own requisites and a prior God-given purpose, which man can indeed develop but must not betray. Instead of carrying out his role as a co-operator with God in the work of creation, man sets himself up in place of God and thus ends up provoking a rebellion on the part of nature, which is more tyrannized than governed by him.76\n\nIn all this, one notes first the poverty or narrowness of man's outlook, motivated as he is by a desire to possess things rather than to relate them to the truth, and lacking that disinterested, unselfish and aesthetic attitude that is born of wonder in the presence of being and of the beauty which enables one to see in visible things the message of the invisible God who created them. In this regard, humanity today must be conscious of its duties and obligations towards future generations.\n\n38. In addition to the irrational destruction of the natural environment, we must also mention the more serious destruction of the human environment, something which is by no means receiving the attention it deserves. Although people are rightly worried — though much less than they should be — about preserving the natural habitats of the various animal species threatened with extinction, because they realize that each of these species makes its particular contribution to the balance of nature in general, too little effort is made to safeguard the moral conditions for an authentic \"human ecology\". Not only has God given the earth to man, who must use it with respect for the original good purpose for which it was given to him, but man too is God's gift to man. He must therefore respect the natural and moral structure with which he has been endowed. In this context, mention should be made of the serious problems of modern urbanization, of the need for urban planning which is concerned with how people are to live, and of the attention which should be given to a \"social ecology\" of work.\n\nMan receives from God his essential dignity and with it the capacity to transcend every social order so as to move towards truth and goodness. But he is also conditioned by the social structure in which he lives, by the education he has received and by his environment. These elements can either help or hinder his living in accordance with the truth. The decisions which create a human environment can give rise to specific structures of sin which impede the full realization of those who are in any way oppressed by them. To destroy such structures and replace them with more authentic forms of living in community is a task which demands courage and patience.77\n\n39. The first and fundamental structure for \"human ecology\" is the family, in which man receives his first formative ideas about truth and goodness, and learns what it means to love and to be loved, and thus what it actually means to be a person. Here we mean the family founded on marriage, in which the mutual gift of self by husband and wife creates an environment in which children can be born and develop their potentialities, become aware of their dignity and prepare to face their unique and individual destiny. But it often happens that people are discouraged from creating the proper conditions for human reproduction and are led to consider themselves and their lives as a series of sensations to be experienced rather than as a work to be accomplished. The result is a lack of freedom, which causes a person to reject a commitment to enter into a stable relationship with another person and to bring children into the world, or which leads people to consider children as one of the many \"things\" which an individual can have or not have, according to taste, and which compete with other possibilities.\n\nIt is necessary to go back to seeing the family as the sanctuary of life. The family is indeed sacred: it is the place in which life — the gift of God — can be properly welcomed and protected against the many attacks to which it is exposed, and can develop in accordance with what constitutes authentic human growth. In the face of the so-called culture of death, the family is the heart of the culture of life.\n\nHuman ingenuity seems to be directed more towards limiting, suppressing or destroying the sources of life — including recourse to abortion, which unfortunately is so widespread in the world — than towards defending and opening up the possibilities of life. The Encyclical Sollicitudo rei socialis denounced systematic anti-childbearing campaigns which, on the basis of a distorted view of the demographic problem and in a climate of \"absolute lack of respect for the freedom of choice of the parties involved\", often subject them \"to intolerable pressures ... in order to force them to submit to this new form of oppression\".78 These policies are extending their field of action by the use of new techniques, to the point of poisoning the lives of millions of defenceless human beings, as if in a form of \"chemical warfare\".\n\nThese criticisms are directed not so much against an economic system as against an ethical and cultural system. The economy in fact is only one aspect and one dimension of the whole of human activity. If economic life is absolutized, if the production and consumption of goods become the centre of social life and society's only value, not subject to any other value, the reason is to be found not so much in the economic system itself as in the fact that the entire socio-cultural system, by ignoring the ethical and religious dimension, has been weakened, and ends by limiting itself to the production of goods and services alone.79\n\nAll of this can be summed up by repeating once more that economic freedom is only one element of human freedom. When it becomes autonomous, when man is seen more as a producer or consumer of goods than as a subject who produces and consumes in order to live, then economic freedom loses its necessary relationship to the human person and ends up by alienating and oppressing him.80\n\n40. It is the task of the State to provide for the defence and preservation of common goods such as the natural and human environments, which cannot be safeguarded simply by market forces. Just as in the time of primitive capitalism the State had the duty of defending the basic rights of workers, so now, with the new capitalism, the State and all of society have the duty of defending those collective goods which, among others, constitute the essential framework for the legitimate pursuit of personal goals on the part of each individual.\n\nHere we find a new limit on the market: there are collective and qualitative needs which cannot be satisfied by market mechanisms. There are important human needs which escape its logic. There are goods which by their very nature cannot and must not be bought or sold. Certainly the mechanisms of the market offer secure advantages: they help to utilize resources better; they promote the exchange of products; above all they give central place to the person's desires and preferences, which, in a contract, meet the desires and preferences of another person. Nevertheless, these mechanisms carry the risk of an \"idolatry\" of the market, an idolatry which ignores the existence of goods which by their nature are not and cannot be mere commodities.\n\n41. Marxism criticized capitalist bourgeois societies, blaming them for the commercialization and alienation of human existence. This rebuke is of course based on a mistaken and inadequate idea of alienation, derived solely from the sphere of relationships of production and ownership, that is, giving them a materialistic foundation and moreover denying the legitimacy and positive value of market relationships even in their own sphere. Marxism thus ends up by affirming that only in a collective society can alienation be eliminated. However, the historical experience of socialist countries has sadly demonstrated that collectivism does not do away with alienation but rather increases it, adding to it a lack of basic necessities and economic inefficiency.\n\nThe historical experience of the West, for its part, shows that even if the Marxist analysis and its foundation of alienation are false, nevertheless alienation — and the loss of the authentic meaning of life — is a reality in Western societies too. This happens in consumerism, when people are ensnared in a web of false and superficial gratifications rather than being helped to experience their personhood in an authentic and concrete way. Alienation is found also in work, when it is organized so as to ensure maximum returns and profits with no concern whether the worker, through his own labour, grows or diminishes as a person, either through increased sharing in a genuinely supportive community or through increased isolation in a maze of relationships marked by destructive competitiveness and estrangement, in which he is considered only a means and not an end.\n\nThe concept of alienation needs to be led back to the Christian vision of reality, by recognizing in alienation a reversal of means and ends. When man does not recognize in himself and in others the value and grandeur of the human person, he effectively deprives himself of the possibility of benefitting from his humanity and of entering into that relationship of solidarity and communion with others for which God created him. Indeed, it is through the free gift of self that man truly finds himself.81 This gift is made possible by the human person's essential \"capacity for transcendence\". Man cannot give himself to a purely human plan for reality, to an abstract ideal or to a false utopia. As a person, he can give himself to another person or to other persons, and ultimately to God, who is the author of his being and who alone can fully accept his gift.82 A man is alienated if he refuses to transcend himself and to live the experience of self-giving and of the formation of an authentic human community oriented towards his final destiny, which is God. A society is alienated if its forms of social organization, production and consumption make it more difficult to offer this gift of self and to establish this solidarity between people.\n\nExploitation, at least in the forms analyzed and described by Karl Marx, has been overcome in Western society. Alienation, however, has not been overcome as it exists in various forms of exploitation, when people use one another, and when they seek an ever more refined satisfaction of their individual and secondary needs, while ignoring the principal and authentic needs which ought to regulate the manner of satisfying the other ones too.83 A person who is concerned solely or primarily with possessing and enjoying, who is no longer able to control his instincts and passions, or to subordinate them by obedience to the truth, cannot be free: obedience to the truth about God and man is the first condition of freedom, making it possible for a person to order his needs and desires and to choose the means of satisfying them according to a correct scale of values, so that the ownership of things may become an occasion of growth for him. This growth can be hindered as a result of manipulation by the means of mass communication, which impose fashions and trends of opinion through carefully orchestrated repetition, without it being possible to subject to critical scrutiny the premises on which these fashions and trends are based.\n\n42. Returning now to the initial question: can it perhaps be said that, after the failure of Communism, capitalism is the victorious social system, and that capitalism should be the goal of the countries now making efforts to rebuild their economy and society? Is this the model which ought to be proposed to the countries of the Third World which are searching for the path to true economic and civil progress?\n\nThe answer is obviously complex. If by \"capitalism\" is meant an economic system which recognizes the fundamental and positive role of business, the market, private property and the resulting responsibility for the means of production, as well as free human creativity in the economic sector, then the answer is certainly in the affirmative, even though it would perhaps be more appropriate to speak of a \"business economy\", \"market economy\" or simply \"free economy\". But if by \"capitalism\" is meant a system in which freedom in the economic sector is not circumscribed within a strong juridical framework which places it at the service of human freedom in its totality, and which sees it as a particular aspect of that freedom, the core of which is ethical and religious, then the reply is certainly negative.\n\nThe Marxist solution has failed, but the realities of marginalization and exploitation remain in the world, especially the Third World, as does the reality of human alienation, especially in the more advanced countries. Against these phenomena the Church strongly raises her voice. Vast multitudes are still living in conditions of great material and moral poverty. The collapse of the Communist system in so many countries certainly removes an obstacle to facing these problems in an appropriate and realistic way, but it is not enough to bring about their solution. Indeed, there is a risk that a radical capitalistic ideology could spread which refuses even to consider these problems, in the a priori belief that any attempt to solve them is doomed to failure, and which blindly entrusts their solution to the free development of market forces.\n\n43. The Church has no models to present; models that are real and truly effective can only arise within the framework of different historical situations, through the efforts of all those who responsibly confront concrete problems in all their social, economic, political and cultural aspects, as these interact with one another.84 For such a task the Church offers her social teaching as an indispensable and ideal orientation, a teaching which, as already mentioned, recognizes the positive value of the market and of enterprise, but which at the same time points out that these need to be oriented towards the common good. This teaching also recognizes the legitimacy of workers' efforts to obtain full respect for their dignity and to gain broader areas of participation in the life of industrial enterprises so that, while cooperating with others and under the direction of others, they can in a certain sense \"work for themselves\"85 through the exercise of their intelligence and freedom.\n\nThe integral development of the human person through work does not impede but rather promotes the greater productivity and efficiency of work itself, even though it may weaken consolidated power structures. A business cannot be considered only as a \"society of capital goods\"; it is also a \"society of persons\" in which people participate in different ways and with specific responsibilities, whether they supply the necessary capital for the company's activities or take part in such activities through their labour. To achieve these goals there is still need for a broad associated workers' movement, directed towards the liberation and promotion of the whole person.\n\nIn the light of today's \"new things\", we have re-read the relationship between individual or private property and the universal destination of material wealth. Man fulfils himself by using his intelligence and freedom. In so doing he utilizes the things of this world as objects and instruments and makes them his own. The foundation of the right to private initiative and ownership is to be found in this activity. By means of his work man commits himself, not only for his own sake but also for others and with others. Each person collaborates in the work of others and for their good. Man works in order to provide for the needs of his family, his community, his nation, and ultimately all humanity.86 Moreover, he collaborates in the work of his fellow employees, as well as in the work of suppliers and in the customers' use of goods, in a progressively expanding chain of solidarity. Ownership of the means of production, whether in industry or agriculture, is just and legitimate if it serves useful work. It becomes illegitimate, however, when it is not utilized or when it serves to impede the work of others, in an effort to gain a profit which is not the result of the overall expansion of work and the wealth of society, but rather is the result of curbing them or of illicit exploitation, speculation or the breaking of solidarity among working people.87 Ownership of this kind has no justification, and represents an abuse in the sight of God and man.\n\nThe obligation to earn one's bread by the sweat of one's brow also presumes the right to do so. A society in which this right is systematically denied, in which economic policies do not allow workers to reach satisfactory levels of employment, cannot be justified from an ethical point of view, nor can that society attain social peace.88 Just as the person fully realizes himself in the free gift of self, so too ownership morally justifies itself in the creation, at the proper time and in the proper way, of opportunities for work and human growth for all.\n\nV. STATE AND CULTURE\n\n44. Pope Leo XIII was aware of the need for a sound theory of the State in order to ensure the normal development of man's spiritual and temporal activities, both of which are indispensable.89 For this reason, in one passage of Rerum novarum he presents the organization of society according to the three powers — legislative, executive and judicial — , something which at the time represented a novelty in Church teaching.90 Such an ordering reflects a realistic vision of man's social nature, which calls for legislation capable of protecting the freedom of all. To that end, it is preferable that each power be balanced by other powers and by other spheres of responsibility which keep it within proper bounds. This is the principle of the \"rule of law\", in which the law is sovereign, and not the arbitrary will of individuals.\n\nIn modern times, this concept has been opposed by totalitarianism, which, in its Marxist-Leninist form, maintains that some people, by virtue of a deeper knowledge of the laws of the development of society, or through membership of a particular class or through contact with the deeper sources of the collective consciousness, are exempt from error and can therefore arrogate to themselves the exercise of absolute power. It must be added that totalitarianism arises out of a denial of truth in the objective sense. If there is no transcendent truth, in obedience to which man achieves his full identity, then there is no sure principle for guaranteeing just relations between people. Their self-interest as a class, group or nation would inevitably set them in opposition to one another. If one does not acknowledge transcendent truth, then the force of power takes over, and each person tends to make full use of the means at his disposal in order to impose his own interests or his own opinion, with no regard for the rights of others. People are then respected only to the extent that they can be exploited for selfish ends. Thus, the root of modern totalitarianism is to be found in the denial of the transcendent dignity of the human person who, as the visible image of the invisible God, is therefore by his very nature the subject of rights which no one may violate — no individual, group, class, nation or State. Not even the majority of a social body may violate these rights, by going against the minority, by isolating, oppressing, or exploiting it, or by attempting to annihilate it.91\n\n45. The culture and praxis of totalitarianism also involve a rejection of the Church. The State or the party which claims to be able to lead history towards perfect goodness, and which sets itself above all values, cannot tolerate the affirmation of an objective criterion of good and evil beyond the will of those in power, since such a criterion, in given circumstances, could be used to judge their actions. This explains why totalitarianism attempts to destroy the Church, or at least to reduce her to submission, making her an instrument of its own ideological apparatus.92\n\nFurthermore, the totalitarian State tends to absorb within itself the nation, society, the family, religious groups and individuals themselves. In defending her own freedom, the Church is also defending the human person, who must obey God rather than men (cf. Acts 5:29), as well as defending the family, the various social organizations and nations — all of which enjoy their own spheres of autonomy and sovereignty.\n\n46. The Church values the democratic system inasmuch as it ensures the participation of citizens in making political choices, guarantees to the governed the possibility both of electing and holding accountable those who govern them, and of replacing them through peaceful means when appropriate.93 Thus she cannot encourage the formation of narrow ruling groups which usurp the power of the State for individual interests or for ideological ends.\n\nAuthentic democracy is possible only in a State ruled by law, and on the basis of a correct conception of the human person. It requires that the necessary conditions be present for the advancement both of the individual through education and formation in true ideals, and of the \"subjectivity\" of society through the creation of structures of participation and shared responsibility. Nowadays there is a tendency to claim that agnosticism and sceptical relativism are the philosophy and the basic attitude which correspond to democratic forms of political life. Those who are convinced that they know the truth and firmly adhere to it are considered unreliable from a democratic point of view, since they do not accept that truth is determined by the majority, or that it is subject to variation according to different political trends. It must be observed in this regard that if there is no ultimate truth to guide and direct political activity, then ideas and convictions can easily be manipulated for reasons of power. As history demonstrates, a democracy without values easily turns into open or thinly disguised totalitarianism.\n\nNor does the Church close her eyes to the danger of fanaticism or fundamentalism among those who, in the name of an ideology which purports to be scientific or religious, claim the right to impose on others their own concept of what is true and good. Christian truth is not of this kind. Since it is not an ideology, the Christian faith does not presume to imprison changing socio-political realities in a rigid schema, and it recognizes that human life is realized in history in conditions that are diverse and imperfect. Furthermore, in constantly reaffirming the transcendent dignity of the person, the Church's method is always that of respect for freedom.94\n\nBut freedom attains its full development only by accepting the truth. In a world without truth, freedom loses its foundation and man is exposed to the violence of passion and to manipulation, both open and hidden. The Christian upholds freedom and serves it, constantly offering to others the truth which he has known (cf. Jn 8:31-32), in accordance with the missionary nature of his vocation. While paying heed to every fragment of truth which he encounters in the life experience and in the culture of individuals and of nations, he will not fail to affirm in dialogue with others all that his faith and the correct use of reason have enabled him to understand.95\n\n47. Following the collapse of Communist totalitarianism and of many other totalitarian and \"national security\" regimes, today we are witnessing a predominance, not without signs of opposition, of the democratic ideal, together with lively attention to and concern for human rights. But for this very reason it is necessary for peoples in the process of reforming their systems to give democracy an authentic and solid foundation through the explicit recognition of those rights.96 Among the most important of these rights, mention must be made of the right to life, an integral part of which is the right of the child to develop in the mother's womb from the moment of conception; the right to live in a united family and in a moral environment conducive to the growth of the child's personality; the right to develop one's intelligence and freedom in seeking and knowing the truth; the right to share in the work which makes wise use of the earth's material resources, and to derive from that work the means to support oneself and one's dependents; and the right freely to establish a family, to have and to rear children through the responsible exercise of one's sexuality. In a certain sense, the source and synthesis of these rights is religious freedom, understood as the right to live in the truth of one's faith and in conformity with one's transcendent dignity as a person.97\n\nEven in countries with democratic forms of government, these rights are not always fully respected. Here we are referring not only to the scandal of abortion, but also to different aspects of a crisis within democracies themselves, which seem at times to have lost the ability to make decisions aimed at the common good. Certain demands which arise within society are sometimes not examined in accordance with criteria of justice and morality, but rather on the basis of the electoral or financial power of the groups promoting them. With time, such distortions of political conduct create distrust and apathy, with a subsequent decline in the political participation and civic spirit of the general population, which feels abused and disillusioned. As a result, there is a growing inability to situate particular interests within the framework of a coherent vision of the common good. The latter is not simply the sum total of particular interests; rather it involves an assessment and integration of those interests on the basis of a balanced hierarchy of values; ultimately, it demands a correct understanding of the dignity and the rights of the person.98\n\nThe Church respects the legitimate autonomy of the democratic order and is not entitled to express preferences for this or that institutional or constitutional solution. Her contribution to the political order is precisely her vision of the dignity of the person revealed in all its fullness in the mystery of the Incarnate Word.99\n\n48. These general observations also apply to the role of the State in the economic sector. Economic activity, especially the activity of a market economy, cannot be conducted in an institutional, juridical or political vacuum. On the contrary, it presupposes sure guarantees of individual freedom and private property, as well as a stable currency and efficient public services. Hence the principle task of the State is to guarantee this security, so that those who work and produce can enjoy the fruits of their labours and thus feel encouraged to work efficiently and honestly. The absence of stability, together with the corruption of public officials and the spread of improper sources of growing rich and of easy profits deriving from illegal or purely speculative activities, constitutes one of the chief obstacles to development and to the economic order.\n\nAnother task of the State is that of overseeing and directing the exercise of human rights in the economic sector. However, primary responsibility in this area belongs not to the State but to individuals and to the various groups and associations which make up society. The State could not directly ensure the right to work for all its citizens unless it controlled every aspect of economic life and restricted the free initiative of individuals. This does not mean, however, that the State has no competence in this domain, as was claimed by those who argued against any rules in the economic sphere. Rather, the State has a duty to sustain business activities by creating conditions which will ensure job opportunities, by stimulating those activities where they are lacking or by supporting them in moments of crisis.\n\nThe State has the further right to intervene when particular monopolies create delays or obstacles to development. In addition to the tasks of harmonizing and guiding development, in exceptional circumstances the State can also exercise a substitute function, when social sectors or business systems are too weak or are just getting under way, and are not equal to the task at hand. Such supplementary interventions, which are justified by urgent reasons touching the common good, must be as brief as possible, so as to avoid removing permanently from society and business systems the functions which are properly theirs, and so as to avoid enlarging excessively the sphere of State intervention to the detriment of both economic and civil freedom.\n\nIn recent years the range of such intervention has vastly expanded, to the point of creating a new type of State, the so-called \"Welfare State\". This has happened in some countries in order to respond better to many needs and demands, by remedying forms of poverty and deprivation unworthy of the human person. However, excesses and abuses, especially in recent years, have provoked very harsh criticisms of the Welfare State, dubbed the \"Social Assistance State\". Malfunctions and defects in the Social Assistance State are the result of an inadequate understanding of the tasks proper to the State. Here again the principle of subsidiarity must be respected: a community of a higher order should not interfere in the internal life of a community of a lower order, depriving the latter of its functions, but rather should support it in case of need and help to coordinate its activity with the activities of the rest of society, always with a view to the common good.100\n\nBy intervening directly and depriving society of its responsibility, the Social Assistance State leads to a loss of human energies and an inordinate increase of public agencies, which are dominated more by bureaucratic ways of thinking than by concern for serving their clients, and which are accompanied by an enormous increase in spending. In fact, it would appear that needs are best understood and satisfied by people who are closest to them and who act as neighbours to those in need. It should be added that certain kinds of demands often call for a response which is not simply material but which is capable of perceiving the deeper human need. One thinks of the condition of refugees, immigrants, the elderly, the sick, and all those in circumstances which call for assistance, such as drug abusers: all these people can be helped effectively only by those who offer them genuine fraternal support, in addition to the necessary care.\n\n49. Faithful to the mission received from Christ her Founder, the Church has always been present and active among the needy, offering them material assistance in ways that neither humiliate nor reduce them to mere objects of assistance, but which help them to escape their precarious situation by promoting their dignity as persons. With heartfelt gratitude to God it must be pointed out that active charity has never ceased to be practised in the Church; indeed, today it is showing a manifold and gratifying increase. In this regard, special mention must be made of volunteer work, which the Church favours and promotes by urging everyone to cooperate in supporting and encouraging its undertakings.\n\nIn order to overcome today's widespread individualistic mentality, what is required is a concrete commitment to solidarity and charity, beginning in the family with the mutual support of husband and wife and the care which the different generations give to one another. In this sense the family too can be called a community of work and solidarity. It can happen, however, that when a family does decide to live up fully to its vocation, it finds itself without the necessary support from the State and without sufficient resources. It is urgent therefore to promote not only family policies, but also those social policies which have the family as their principle object, policies which assist the family by providing adequate resources and efficient means of support, both for bringing up children and for looking after the elderly, so as to avoid distancing the latter from the family unit and in order to strengthen relations between generations.101\n\nApart from the family, other intermediate communities exercise primary functions and give life to specific networks of solidarity. These develop as real communities of persons and strengthen the social fabric, preventing society from becoming an anonymous and impersonal mass, as unfortunately often happens today. It is in interrelationships on many levels that a person lives, and that society becomes more \"personalized\". The individual today is often suffocated between two poles represented by the State and the marketplace. At times it seems as though he exists only as a producer and consumer of goods, or as an object of State administration. People lose sight of the fact that life in society has neither the market nor the State as its final purpose, since life itself has a unique value which the State and the market must serve. Man remains above all a being who seeks the truth and strives to live in that truth, deepening his understanding of it through a dialogue which involves past and future generations.102\n\n50. From this open search for truth, which is renewed in every generation, the culture of a nation derives its character. Indeed, the heritage of values which has been received and handed down is always challenged by the young. To challenge does not necessarily mean to destroy or reject a priori, but above all to put these values to the test in one's own life, and through this existential verification to make them more real, relevant and personal, distinguishing the valid elements in the tradition from false and erroneous ones, or from obsolete forms which can be usefully replaced by others more suited to the times.\n\nIn this context, it is appropriate to recall that evangelization too plays a role in the culture of the various nations, sustaining culture in its progress towards the truth, and assisting in the work of its purification and enrichment.103 However, when a culture becomes inward looking, and tries to perpetuate obsolete ways of living by rejecting any exchange or debate with regard to the truth about man, then it becomes sterile and is heading for decadence.\n\n51. All human activity takes place within a culture and interacts with culture. For an adequate formation of a culture, the involvement of the whole man is required, whereby he exercises his creativity, intelligence, and knowledge of the world and of people. Furthermore, he displays his capacity for self-control, personal sacrifice, solidarity and readiness to promote the common good. Thus the first and most important task is accomplished within man's heart. The way in which he is involved in building his own future depends on the understanding he has of himself and of his own destiny. It is on this level that the Church's specific and decisive contribution to true culture is to be found. The Church promotes those aspects of human behaviour which favour a true culture of peace, as opposed to models in which the individual is lost in the crowd, in which the role of his initiative and freedom is neglected, and in which his greatness is posited in the arts of conflict and war. The Church renders this service to human society by preaching the truth about the creation of the world, which God has placed in human hands so that people may make it fruitful and more perfect through their work; and by preaching the truth about the Redemption, whereby the Son of God has saved mankind and at the same time has united all people, making them responsible for one another. Sacred Scripture continually speaks to us of an active commitment to our neighbour and demands of us a shared responsibility for all of humanity.\n\nThis duty is not limited to one's own family, nation or State, but extends progressively to all mankind, since no one can consider himself extraneous or indifferent to the lot of another member of the human family. No one can say that he is not responsible for the well-being of his brother or sister (cf. Gen 4:9; Lk 10:29-37; Mt 25:31-46). Attentive and pressing concern for one's neighbour in a moment of need — made easier today because of the new means of communication which have brought people closer together — is especially important with regard to in the search for ways to resolve international conflicts other than by war. It is not hard to see that the terrifying power of the means of destruction — to which even medium and small-sized countries have access — and the ever closer links between the peoples of the whole world make it very difficult or practically impossible to limit the consequences of a conflict.\n\n52. Pope Benedict XV and his Successors clearly understood this danger.104 I myself, on the occasion of the recent tragic war in the Persian Gulf, repeated the cry: \"Never again war!\". No, never again war, which destroys the lives of innocent people, teaches how to kill, throws into upheaval even the lives of those who do the killing and leaves behind a trail of resentment and hatred, thus making it all the more difficult to find a just solution of the very problems which provoked the war. Just as the time has finally come when in individual States a system of private vendetta and reprisal has given way to the rule of law, so too a similar step forward is now urgently needed in the international community. Furthermore, it must not be forgotten that at the root of war there are usually real and serious grievances: injustices suffered, legitimate aspirations frustrated, poverty, and the exploitation of multitudes of desperate people who see no real possibility of improving their lot by peaceful means.\n\nFor this reason, another name for peace is development.105 Just as there is a collective responsibility for avoiding war, so too there is a collective responsibility for promoting development. Just as within individual societies it is possible and right to organize a solid economy which will direct the functioning of the market to the common good, so too there is a similar need for adequate interventions on the international level. For this to happen, a great effort must be made to enhance mutual understanding and knowledge, and to increase the sensitivity of consciences. This is the culture which is hoped for, one which fosters trust in the human potential of the poor, and consequently in their ability to improve their condition through work or to make a positive contribution to economic prosperity. But to accomplish this, the poor — be they individuals or nations — need to be provided with realistic opportunities. Creating such conditions calls for a concerted worldwide effort to promote development, an effort which also involves sacrificing the positions of income and of power enjoyed by the more developed economies.106\n\nThis may mean making important changes in established life-styles, in order to limit the waste of environmental and human resources, thus enabling every individual and all the peoples of the earth to have a sufficient share of those resources. In addition, the new material and spiritual resources must be utilized which are the result of the work and culture of peoples who today are on the margins of the international community, so as to obtain an overall human enrichment of the family of nations.\n\nVI. MAN IS THE WAY OF THE CHURCH\n\n53. Faced with the poverty of the working class, Pope Leo XIII wrote: \"We approach this subject with confidence, and in the exercise of the rights which manifestly pertain to us ... By keeping silence we would seem to neglect the duty incumbent on us\".107 During the last hundred years the Church has repeatedly expressed her thinking, while closely following the continuing development of the social question. She has certainly not done this in order to recover former privileges or to impose her own vision. Her sole purpose has been care and responsibility for man, who has been entrusted to her by Christ himself: for this man, whom, as the Second Vatican Council recalls, is the only creature on earth which God willed for its own sake, and for which God has his plan, that is, a share in eternal salvation. We are not dealing here with man in the \"abstract\", but with the real, \"concrete\", \"historical\" man. We are dealing with each individual, since each one is included in the mystery of Redemption, and through this mystery Christ has united himself with each one for ever.108 It follows that the Church cannot abandon man, and that \"this man is the primary route that the Church must travel in fulfilling her mission ... the way traced out by Christ himself, the way that leads invariably through the mystery of the Incarnation and the Redemption\".109\n\nThis, and this alone, is the principle which inspires the Church's social doctrine. The Church has gradually developed that doctrine in a systematic way, above all in the century that has followed the date we are commemorating, precisely because the horizon of the Church's whole wealth of doctrine is man in his concrete reality as sinful and righteous.\n\n54. Today, the Church's social doctrine focuses especially on man as he is involved in a complex network of relationships within modern societies. The human sciences and philosophy are helpful for interpreting man's central place within society and for enabling him to understand himself better as a \"social being\". However, man's true identity is only fully revealed to him through faith, and it is precisely from faith that the Church's social teaching begins. While drawing upon all the contributions made by the sciences and philosophy, her social teaching is aimed at helping man on the path of salvation.\n\nThe Encyclical Rerum novarum can be read as a valid contribution to socio-economic analysis at the end of the nineteenth century, but its specific value derives from the fact that it is a document of the Magisterium and is fully a part of the Church's evangelizing mission, together with many other documents of this nature. Thus the Church's social teaching is itself a valid instrument of evangelization. As such, it proclaims God and his mystery of salvation in Christ to every human being, and for that very reason reveals man to himself. In this light, and only in this light, does it concern itself with everything else: the human rights of the individual, and in particular of the \"working class\", the family and education, the duties of the State, the ordering of national and international society, economic life, culture, war and peace, and respect for life from the moment of conception until death.\n\n55. The Church receives \"the meaning of man\" from Divine Revelation. \"In order to know man, authentic man, man in his fullness, one must know God\", said Pope Paul VI, and he went on to quote Saint Catherine of Siena, who, in prayer, expressed the same idea: \"In your nature, O eternal Godhead, I shall know my own nature\".110\n\nChristian anthropology therefore is really a chapter of theology, and for this reason, the Church's social doctrine, by its concern for man and by its interest in him and in the way he conducts himself in the world, \"belongs to the field ... of theology and particularly of moral theology\".111 The theological dimension is needed both for interpreting and solving present-day problems in human society. It is worth noting that this is true in contrast both to the \"atheistic\" solution, which deprives man of one of his basic dimensions, namely the spiritual one, and to permissive and consumerist solutions, which under various pretexts seek to convince man that he is free from every law and from God himself, thus imprisoning him within a selfishness which ultimately harms both him and others.\n\nWhen the Church proclaims God's salvation to man, when she offers and communicates the life of God through the sacraments, when she gives direction to human life through the commandments of love of God and neighbour, she contributes to the enrichment of human dignity. But just as the Church can never abandon her religious and transcendent mission on behalf of man, so too she is aware that today her activity meets with particular difficulties and obstacles. That is why she devotes herself with ever new energies and methods to an evangelization which promotes the whole human being. Even on the eve of the third Millennium she continues to be \"a sign and safeguard of the transcendence of the human person\",112 as indeed she has always sought to be from the beginning of her existence, walking together with man through history. The Encyclical Rerum novarum itself is a significant sign of this.\n\n56. On the hundredth anniversary of that Encyclical I wish to thank all those who have devoted themselves to studying, expounding and making better known Christian social teaching. To this end, the cooperation of the local Churches is indispensable, and I would hope that the present anniversary will be a source of fresh enthusiasm for studying, spreading and applying that teaching in various contexts.\n\nIn particular, I wish this teaching to be made known and applied in the countries which, following the collapse of \"Real Socialism\", are experiencing a serious lack of direction in the work of rebuilding. The Western countries, in turn, run the risk of seeing this collapse as a one-sided victory of their own economic system, and thereby failing to make necessary corrections in that system. Meanwhile, the countries of the Third World are experiencing more than ever the tragedy of underdevelopment, which is becoming more serious with each passing day.\n\nAfter formulating principles and guidelines for the solution of the worker question, Pope Leo XIII made this incisive statement: \"Everyone should put his hand to the work which falls to his share, and that at once and straightway, lest the evil which is already so great become through delay absolutely beyond remedy\", and he added, \"in regard to the Church, her cooperation will never be found lacking\".113\n\n57. As far as the Church is concerned, the social message of the Gospel must not be considered a theory, but above all else a basis and a motivation for action. Inspired by this message, some of the first Christians distributed their goods to the poor, bearing witness to the fact that, despite different social origins, it was possible for people to live together in peace and harmony. Through the power of the Gospel, down the centuries monks tilled the land, men and women Religious founded hospitals and shelters for the poor, Confraternities as well as individual men and women of all states of life devoted themselves to the needy and to those on the margins of society, convinced as they were that Christ's words \"as you did it to one of the least of these my brethren, you did it to me\" (Mt 25:40) were not intended to remain a pious wish, but were meant to become a concrete life commitment.\n\nToday more than ever, the Church is aware that her social message will gain credibility more immediately from the witness of actions than as a result of its internal logic and consistency. This awareness is also a source of her preferential option for the poor, which is never exclusive or discriminatory towards other groups. This option is not limited to material poverty, since it is well known that there are many other forms of poverty, especially in modern society—not only economic but cultural and spiritual poverty as well. The Church's love for the poor, which is essential for her and a part of her constant tradition, impels her to give attention to a world in which poverty is threatening to assume massive proportions in spite of technological and economic progress. In the countries of the West, different forms of poverty are being experienced by groups which live on the margins of society, by the elderly and the sick, by the victims of consumerism, and even more immediately by so many refugees and migrants. In the developing countries, tragic crises loom on the horizon unless internationally coordinated measures are taken before it is too late.\n\n58. Love for others, and in the first place love for the poor, in whom the Church sees Christ himself, is made concrete in the promotion of justice. Justice will never be fully attained unless people see in the poor person, who is asking for help in order to survive, not an annoyance or a burden, but an opportunity for showing kindness and a chance for greater enrichment. Only such an awareness can give the courage needed to face the risk and the change involved in every authentic attempt to come to the aid of another. It is not merely a matter of \"giving from one's surplus\", but of helping entire peoples which are presently excluded or marginalized to enter into the sphere of economic and human development. For this to happen, it is not enough to draw on the surplus goods which in fact our world abundantly produces; it requires above all a change of life-styles, of models of production and consumption, and of the established structures of power which today govern societies. Nor is it a matter of eliminating instruments of social organization which have proved useful, but rather of orienting them according to an adequate notion of the common good in relation to the whole human family. Today we are facing the so-called \"globalization\" of the economy, a phenomenon which is not to be dismissed, since it can create unusual opportunities for greater prosperity. There is a growing feeling, however, that this increasing internationalization of the economy ought to be accompanied by effective international agencies which will oversee and direct the economy to the common good, something that an individual State, even if it were the most powerful on earth, would not be in a position to do. In order to achieve this result, it is necessary that there be increased coordination among the more powerful countries, and that in international agencies the interests of the whole human family be equally represented. It is also necessary that in evaluating the consequences of their decisions, these agencies always give sufficient consideration to peoples and countries which have little weight in the international market, but which are burdened by the most acute and desperate needs, and are thus more dependent on support for their development. Much remains to be done in this area.\n\n59. Therefore, in order that the demands of justice may be met, and attempts to achieve this goal may succeed, what is needed is the gift of grace, a gift which comes from God. Grace, in cooperation with human freedom, constitutes that mysterious presence of God in history which is Providence.\n\nThe newness which is experienced in following Christ demands to be communicated to other people in their concrete difficulties, struggles, problems and challenges, so that these can then be illuminated and made more human in the light of faith. Faith not only helps people to find solutions; it makes even situations of suffering humanly bearable, so that in these situations people will not become lost or forget their dignity and vocation.\n\nIn addition, the Church's social teaching has an important interdisciplinary dimension. In order better to incarnate the one truth about man in different and constantly changing social, economic and political contexts, this teaching enters into dialogue with the various disciplines concerned with man. It assimilates what these disciplines have to contribute, and helps them to open themselves to a broader horizon, aimed at serving the individual person who is acknowledged and loved in the fullness of his or her vocation.\n\nParallel with the interdisciplinary aspect, mention should also be made of the practical and as it were experiential dimension of this teaching, which is to be found at the crossroads where Christian life and conscience come into contact with the real world. This teaching is seen in the efforts of individuals, families, people involved in cultural and social life, as well as politicians and statesmen to give it a concrete form and application in history.\n\n60. In proclaiming the principles for a solution of the worker question, Pope Leo XIII wrote: \"This most serious question demands the attention and the efforts of others\".114 He was convinced that the grave problems caused by industrial society could be solved only by cooperation between all forces. This affirmation has become a permanent element of the Church's social teaching, and also explains why Pope John XXIII addressed his Encyclical on peace to \"all people of good will\".\n\nPope Leo, however, acknowledged with sorrow that the ideologies of his time, especially Liberalism and Marxism, rejected such cooperation. Since then, many things have changed, especially in recent years. The world today is ever more aware that solving serious national and international problems is not just a matter of economic production or of juridical or social organization, but also calls for specific ethical and religious values, as well as changes of mentality, behaviour and structures. The Church feels a particular responsibility to offer this contribution and, as I have written in the Encyclical Sollicitudo rei socialis, there is a reasonable hope that the many people who profess no religion will also contribute to providing the social question with the necessary ethical foundation.115\n\nIn that same Encyclical I also addressed an appeal to the Christian Churches and to all the great world religions, inviting them to offer the unanimous witness of our common convictions regarding the dignity of man, created by God.116 In fact I am convinced that the various religions, now and in the future, will have a preeminent role in preserving peace and in building a society worthy of man.\n\nIndeed, openness to dialogue and to cooperation is required of all people of good will, and in particular of individuals and groups with specific responsibilities in the areas of politics, economics and social life, at both the national and international levels.\n\n61. At the beginning of industrialized society, it was \"a yoke little better than that of slavery itself\" which led my Predecessor to speak out in defence of man. Over the past hundred years the Church has remained faithful to this duty. Indeed, she intervened in the turbulent period of class struggle after the First World War in order to defend man from economic exploitation and from the tyranny of the totalitarian systems. After the Second World War, she put the dignity of the person at the centre of her social messages, insisting that material goods were meant for all, and that the social order ought to be free of oppression and based on a spirit of cooperation and solidarity. The Church has constantly repeated that the person and society need not only material goods but spiritual and religious values as well. Furthermore, as she has become more aware of the fact that too many people live, not in the prosperity of the Western world, but in the poverty of the developing countries amid conditions which are still \"a yoke little better than that of slavery itself\", she has felt and continues to feel obliged to denounce this fact with absolute clarity and frankness, although she knows that her call will not always win favour with everyone.\n\nOne hundred years after the publication of Rerum novarum, the Church finds herself still facing \"new things\" and new challenges. The centenary celebration should therefore confirm the commitment of all people of good will and of believers in particular.\n\n62. The present Encyclical has looked at the past, but above all it is directed to the future. Like Rerum novarum, it comes almost at the threshold of a new century, and its intention, with God's help, is to prepare for that moment.\n\nIn every age the true and perennial \"newness of things\" comes from the infinite power of God, who says: \"Behold, I make all things new\" (Rev 21:5). These words refer to the fulfilment of history, when Christ \"delivers the Kingdom to God the Father ... that God may be everything to everyone\" (1 Cor 15:24,28). But the Christian well knows that the newness which we await in its fullness at the Lord's second coming has been present since the creation of the world, and in a special way since the time when God became man in Jesus Christ and brought about a \"new creation\" with him and through him (2 Cor 5:17; Gal 6:15).\n\nIn concluding this Encyclical I again give thanks to Almighty God, who has granted his Church the light and strength to accompany humanity on its earthly journey towards its eternal destiny. In the third Millennium too, the Church will be faithful in making man's way her own, knowing that she does not walk alone, but with Christ her Lord. It is Christ who made man's way his own, and who guides him, even when he is unaware of it.\n\nMary, the Mother of the Redeemer, constantly remained beside Christ in his journey towards the human family and in its midst, and she goes before the Church on the pilgrimage of faith. May her maternal intercession accompany humanity towards the next Millennium, in fidelity to him who \"is the same yesterday and today and for ever\" (cf. Heb 13:8), Jesus Christ our Lord, in whose name I cordially impart my blessing to all.\n\nGiven in Rome, at Saint Peter's, on 1 May, the Memorial of Saint Joseph the Worker, in the year 1991, the thirteenth of my Pontificate.\n\nJOHN PAUL II\n\n1. Leo XIII, Encyclical Letter\n\nRerum Novarum (May 15, 1891):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, XI, Romae 1892, 97-144.\n\n2. Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimoAnno (May 15,1931):\n\nAAS 23 (1931),177-228; Pius XII, Radio Message of June 1, 1941:\n\nAAS 33 (1941), 195-205; John XXIII, Encyclical Letter\n\nMater et Magistra (May 15, 1961):\n\nAAS 53 (1961), 401-464; Paul VI, Apostolic Epistle\n\nOctogesima Adveniens (May 14, 1971):\n\nAAS 63 (1971), 401-441.\n\n3. Cf. Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimoAnno, III,\n\nloc. cit., 228.\n\n4. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens (September 14, 1981):\n\nAAS 73 (1981), 577-647; Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis (December 30, 1987):\n\nAAS 80 (1988), 513-586.\n\n5. Cf. St. Irenaeus,\n\nAdversus Haereses, I, 10, 1; III, 4, 1:\n\nPG 7, 549f.; 855f.;\n\nS. Ch. 264, 154f.; 211, 44-46.\n\n6. Leo XIII, Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 132.\n\n7. Cf., e.g., Leo XIII, Encyclical Epistle\n\nArcanum Divinae Sapientiae (February 10,1880):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Encyclical Epistle\n\nDiuturnum Illud (June 29, 1881):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; Encyclical Letter\n\nLibertas Praestantissimum (June 20, 1888):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246; Encyclical Epistle\n\nGraves de communi (January 18, 1901):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, XXI, Romae 1902, 320.\n\n8. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 97.\n\n9.\n\nIbid.:\n\nloc. cit., 98.\n\n10. Cf.\n\nibid.:\n\nloc. cit., 109f.\n\n11. Cf.\n\nibid.: description of working conditions; 44: anti-Christian workers' associations:\n\nloc. cit., 110f.; 136f.\n\n12.\n\nIbid.:\n\nloc. cit., 130; cf. also 114f.\n\n13.\n\nIbid.:\n\nloc. cit., 130.\n\n14.\n\nIbid.:\n\nloc. cit., 123.\n\n15. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 1, 2, 6:\n\nloc. cit., 578-583; 589-592.\n\n16. Cf. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 99-107.\n\n17. Cf.\n\nibid.: loc. cit., 102f.\n\n18. Cf.\n\nibid.: loc. cit., 101-104.\n\n19. Cf.\n\nibid.: loc. cit., 134f.; 137f.\n\n20.\n\nIbid.: loc. cit., 135.\n\n21. Cf.\n\nIbid.: loc. cit., 128-129.\n\n22.\n\nIbid.: loc. cit., 129.\n\n23.\n\nIbid.: loc. cit., 129.\n\n24.\n\nIbid.: loc. cit., 130f.\n\n25.\n\nIbid.: loc. cit., 131.\n\n26. Cf. Universal Declaration of Human Rights.\n\n27. Cf. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 121-123.\n\n28. Cf.\n\nibid.: loc. cit., 127.\n\n29.\n\nIbid.: loc. cit., 126f.\n\n30. Cf. Universal Declaration of Human Rights; Declaration on the elimination of every form of intolerance and discrimination based on religion or convictions.\n\n31. Second Vatican Ecumenical Council, Declaration on Religious Freedom\n\nDignitatis Humanae; John Paul II, Letter to Heads of State (September 1, 1980):\n\nAAS 72 (1980), 1252-1260; Message for the 1988 World Day of Peace (January 1, 1988):\n\nAAS 80 (1988), 278-286.\n\n32. Cf. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum: 42:\n\nloc. cit., 99-105; 130f.; 135.\n\n33.\n\nIbid.: loc. cit., 125.\n\n34. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 38-40:\n\nloc. cit., 564-569; cf. also John XXIII, Encyclical Letter\n\nMater et Magistra,\n\nloc. cit., 407.\n\n35. Cf. Leo XIII, Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 114-116; Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimo Anno, III,\n\nloc. cit., 208; Paul VI, Homily for the Closing of the Holy Year (December 25,1975):\n\nAAS 68 (1976), 145; Message for the 1977 World Day of Peace (January 1, 1977):\n\nAAS 68 (1976), 709.\n\n36. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 42\n\n: loc. cit., 572.\n\n37. Cf. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 101f.; 104f.; 130f.; 136.\n\n38. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 24.\n\n39. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 99.\n\n40. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 15, 28:\n\nloc. cit., 530; 548ff.\n\n41. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 11-15:\n\nloc. cit., 602-618.\n\n42. Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimo Anno, III, 113:\n\nloc. cit., 213.\n\n43. Cf. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 121-125.\n\n44. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 20: loc. cit., 629-632; Discourse to the International Labor Organization (I.L.O.) in Geneva (June 15, 1982):\n\nInsegnamenti V/2 (1982), 2250-2266; Paul VI, Discourse to the same Organization (June 10, 1969):\n\nAAS 61 (1969), 491-502.\n\n45. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 8:\n\nloc. cit., 594-598.\n\n46. Cf. Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimo Anno, 14:\n\nloc. cit., 178-181.\n\n47. Cf. Encyclical Epistle\n\nArcanum Divinae Sapientiae (February 10, 1880):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Encyclical Epistle\n\nDiuturnum Illud (June 29, 1881 ):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, II, Romae 1882, 269287; Encyclical Epistle\n\nImmortale Dei (November 1, 1885):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, V, Romae 1886, 118-150; Encyclical Letter\n\nSapientiae Christianae (January 10, 1890):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, X, Romae 1891,10-41; Encyclical Epistle\n\nQuod Apostolici Muneris (December 28,1878):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, I, Romae 1881, 170-183; Encyclical Letter\n\nLibertas Praestantissimum (June 20, 1888):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246.\n\n48. Cf. Leo XIII, Encyclical Letter\n\nLibertas Praestantissimum, 10:\n\nloc. cit., 224-226.\n\n49. Cf. Message for the 1980 World Day of Peace:\n\nAAS 71 (1979),1572-1580.\n\n50. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 20:\n\nloc. cit., 536f.\n\n51. Cf. John XXIII, Encyclical Letter\n\nPacem in Terris (April 11, 1963), III:\n\nAAS 55 (1963), 286-289.\n\n52. Cf. Universal Declaration of Human Rights, issued in 1948; John XXIII, Encyclical Letter\n\nPacem in Terris, IV:\n\nloc. cit., 291-296; \"Final Act\" of the Conference on Cooperation and Security in Europe, Helsinki, 1975.\n\n53. Cf. Paul VI, Encyclical Letter\n\nPopulorum Progressio (March 26, 1967), 61-65:\n\nAAS 59 (1967), 287-289.\n\n54. Cf. Message for the 1980 World Day of Peace:\n\nloc. cit., 1572-1580.\n\n55. Cf. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 36; 39.\n\n56. Cf. Apostolic Exhortation\n\nChristifideles Laici (December 30, 1988), 32-44:\n\nAAS 81 (1989), 431-481.\n\n57. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 20:\n\nloc. cit., 629-632.\n\n58. Cf Congregation for the Doctrine of the Faith, Instruction on Christian Freedom and Liberation\n\nLibertatis Conscientia (March 22, 1986):\n\nAAS 79 (1987), 554-599.\n\n59. Cf. Discourse at the Headquarters of the E.C.W.A. on the occasion of the Tenth Anniversary of the \"Appeal for the Sahel\" (Ouagadougou, Burkina Faso, January 29, 1990):\n\nAAS 82 (1990), 816-821.\n\n60. Cf. John XXIII, Encyclical Letter\n\nPacem in Terris, III:\n\nloc. cit., 286-288.\n\n61. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 27-28: loc. cit., 547-550; Paul VI, Encyclical Letter\n\nPopulorum Progressio, 43-44:\n\nloc. cit., 278f.\n\n62. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 29-31:\n\nloc. cit., 550-556.\n\n63. Cf. Helsinki Final Act and Vienna Accord; Leo XIII, Encyclical Letter\n\nLibertas Praestantissimum, 5:\n\nloc. cit., 215-217.\n\n64. Cf. Encyclical Letter\n\nRedemptoris Missio (December 7, 1990), 7:\n\nL'Osservatore Romano, January 23, 1991.\n\n65. Cf. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum: loc. cit., 99-107; 131-133.\n\n66.\n\nIbid., 111-113f.\n\n67. Cf. Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimo Anno, II;\n\nloc. cit., 191; Pius XII, Radio Message on June 1,1941:\n\nloc. cit., 199; John XXIII, Encyclical Letter\n\nMater et Magistra: loc. cit., 428-429; Paul VI, Encyclical Letter\n\nPopulorum Progressio, 22-24:\n\nloc. cit., 268f.\n\n68. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 69; 71.\n\n69. Cf. Discourse to Latin American Bishops at Puebla (January 28, 1979), III, 4:\n\nAAS 71 (1979), 199-201; Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 14:\n\nloc. cit., 612-616; Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 42:\n\nloc. cit., 572-574.\n\n70. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 15:\n\nloc. cit., 528-531.\n\n71. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 21:\n\nloc. cit., 632-634.\n\n72. Cf. Paul VI, Encyclical Letter\n\nPopulorum Progressio, 33-42:\n\nloc. cit., 273-278.\n\n73. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 7:\n\nloc. cit., 592-594.\n\n74. Cf.\n\nibid., 8:\n\nloc. cit., 594-598.\n\n75. Cf. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 35; Paul VI, Encyclical Letter\n\nPopulorum Progressio, 19:\n\nloc. cit., 266f.\n\n76. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 34:\n\nloc. cit., 559f.; Message for the 1990 World Day of Peace:\n\nAAS 82 (1990), 147-156.\n\n77. Cf. Apostolic Exhortation\n\nReconciliatio et Poenitentia (December 2,1984),16:\n\nAAS 77 (1985), 213-217; Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimo Anno, III:\n\nloc. cit., 219.\n\n78. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 25:\n\nloc. cit., 544.\n\n79. Cf.\n\nibid., 34:\n\nloc. cit., 559f.\n\n80. Cf. Encyclical Letter\n\nRedemptor Hominis (March 4,1979),15:\n\nAAS 71 (1979), 286-289.\n\n81. Cf. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 24.\n\n82. Cf.\n\nibid., 41.\n\n83. Cf.\n\nibid., 26.\n\n84. Cf. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 36; Paul VI, Apostolic Epistle\n\nOctogesima Adveniens, 2-5:\n\nloc. cit., 402-405.\n\n85. Cf. Encyclical Letter\n\nLaborem Exercens, 15:\n\nloc. cit., 616-618.\n\n86. Cf.\n\nibid., 10:\n\nloc. cit., 600-602.\n\n87.\n\nIbid., 14:\n\nloc. cit., 612-616.\n\n88. Cf.\n\nibid., 18:\n\nloc. cit., 622-625.\n\n89. Cf. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum: loc. cit., 126-128.\n\n90.\n\nIbid., 121 f.\n\n91. Cf. Leo XIII, Encyclical Letter\n\nLibertas Praestantissimum:\n\nloc. cit., 224-226.\n\n92. Cf. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 76.\n\n93. Cf.\n\nibid., 29; Pius XII, Christmas Radio Message on December 24, 1944:\n\nAAS 37 (1945), 10-20.\n\n94. Cf. Second Vatican Ecumenical Council, Declaration on Religious Freedom\n\nDignitatis Humanae.\n\n95. Cf. Encyclical Letter\n\nRedemptoris Missio, l l :\n\nL'OsservatoreRomano, January 23, 1991.\n\n96. Cf. Encyclical Letter\n\nRedemptor Hominis, 17:\n\nloc. cit., 270-272.\n\n97. Cf. Message for the 1988 World Day of Peace:\n\nloc. cit., 1572-1580; Message for the 1991 World Day of Peace:\n\nL'OsservatoreRomano, December 19, 1990; Second Vatican Ecumenical Council, Declaration on Religious Freedom\n\nDignitatis Humanae, 1-2.\n\n98. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 26.\n\n99. Cf.\n\nibid., 22.\n\n100. Pius XI, Encyclical Letter\n\nQuadragesimo Anno, I :\n\nloc. cit., 184-186.\n\n101. Cf. Apostolic Exhortation\n\nFamiliaris Consortio (November 22, 1981), 45:\n\nAAS 74 (1982), 136f.\n\n102. Cf. Discourse to UNESCO (June 2, 1980): AAS 72 (1980), 735-752.\n\n103. Cf. Encyclical Letter\n\nRedemptoris Missio, 39; 52\n\nL'Osservatore Romano, January 23, 1991.\n\n104. Cf. Benedict XV, Exhortation\n\nUbi Primum (September 8, 1914):\n\nAAS 6 (1914), 501f.; Pius XI, Radio Message to the Catholic Faithful and to the entire world (September 29, 1938):\n\nAAS 30 (1938), 309f.; Pius XII, Radio Message to the entire world (August 24, 1939):\n\nAAS 31 (1939), 333-335; John XXIII, Encyclical Letter\n\nPacem in Terris, III:\n\nloc. cit., 285-289; Paul VI, Discourse at the United Nations (October 4, 1965):\n\nAAS 57 (1965), 877-885.\n\n105. Cf. Paul VI, Encyclical Letter\n\nPopulorum Progressio, 76-77:\n\nloc. cit., 294f.\n\n106. Cf. Apostolic Exhortation\n\nFamiliaris Consortio, 48:\n\nloc. cit., 139f.\n\n107. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum: loc. cit., 107.\n\n108. Cf. Encyclical Letter\n\nRedemptor Hominis, 13:\n\nloc. cit., 283.\n\n109.\n\nIbid., 14:\n\nloc. cit., 284f.\n\n110. Paul VI, Homily at the Final Public Session of the Second Vatican Ecumenical Council (December 7, 1965):\n\nAAS 58 (1966), 58.\n\n111. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 41:\n\nloc. cit., 571.\n\n112. Second Vatican Ecumenical Council, Pastoral Constitution on the Church in the World of Today\n\nGaudium et Spes, 76; cf. John Paul II, Encyclical Letter\n\nRedemptor Hominis, 13:\n\nloc. cit., 283.\n\n113. Encyclical Letter\n\nRerum Novarum:\n\nloc. cit., 143.\n\n114.\n\nIbid., 107.\n\n115. Cf. Encyclical Letter\n\nSollicitudo Rei Socialis, 38:\n\nloc. cit., 564566.\n\n116.\n\nIbid., 47:\n\nloc. cit., 582.\n\nCopyright © Dicastery for Communication\n\nThe Holy See\n\nThe Holy See","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/en/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html","sha256":"9813dee57b4c27b9eef5b24707fccd51b187b26c880c60e3ffc7aecadc5454bc","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/en.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/en.txt"}]},"es":{"code":"es","label":"Español","contentFormat":"plain-text","text":"Centesimus Annus (1 de mayo de 1991)\n\nLa Santa Sede\n\nespañol\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nLa Santa Sede\n\nMagisterium\n\nCalendario\n\nCelebraciones Litúrgicas\n\nBilletes Audiencias y Celebraciones papales\n\nSumos Pontífices\n\nColegio Cardenalicio\n\nCuria Romana y otras organizaciones\n\nSínodo\n\nOficina de Prensa\n\nVatican News\n\nL'Osservatore Romano\n\nJuan Pablo II\n\nEncíclicas\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGeneración de PDF en curso.....\n\nDE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- HU\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\n- ZH\n\nCARTA ENCÍCLICA\n\nCENTESIMUS ANNUS\n\nDEL SUMO PONTÍFICE\n\nJUAN PABLO II\n\nA SUS HERMANOS EN EL EPISCOPADO\n\nAL CLERO\n\nA LAS FAMILIAS RELIGIOSAS\n\nA LOS FIELES DE LA IGLESIA CATÓLICA\n\nY A TODOS LOS HOMBRES\n\nDE BUENA VOLUNTAD\n\nEN EL CENTENARIO DE LA RERUM NOVARUM\n\nVenerables hermanos,\n\namadísimos hijos e hijas:\n\n¡Salud y bendición apostólica!\n\nINTRODUCCIÓN\n\n1. El centenario de la promulgación de la encíclica de mi predecesor León XIII, de venerada memoria, que comienza con las palabras Rerum novarum 1, marca una fecha de relevante importancia en la historia reciente de la Iglesia y también en mi pontificado. A ella, en efecto, le ha cabido el privilegio de ser conmemorada, con solemnes documentos, por los Sumos Pontífices, a partir de su cuadragésimo aniversario hasta el nonagésimo: se puede decir que su íter histórico ha sido recordado con otros escritos que, al mismo tiempo, la actualizaban 2.\n\nAl hacer yo otro tanto para su primer centenario, a petición de numerosos obispos, instituciones eclesiales, centros de estudios, empresarios y trabajadores, bien sea a título personal, bien en cuanto miembros de asociaciones, deseo ante todo satisfacer la deuda de gratitud que la Iglesia entera ha contraído con el gran Papa y con su «inmortal documento»3. Es también mi deseo mostrar cómo la rica savia, que sube desde aquella raíz, no se ha agotado con el paso de los años, sino que, por el contrario, se ha hecho más fecunda. Dan testimonio de ello las iniciativas de diversa índole que han precedido, las que acompañan y las que seguirán a esta celebración; iniciativas promovidas por las Conferencias episcopales, por organismos internacionales, universidades e institutos académicos, asociaciones profesionales, así como por otras instituciones y personas en tantas partes del mundo.\n\n2. La presente encíclica se sitúa en el marco de estas celebraciones para dar gracias a Dios, del cual «desciende todo don excelente y toda donación perfecta» (St 1, 17), porque se ha valido de un documento, emanado hace ahora cien años por la Sede de Pedro, el cual había de dar tantos beneficios a la Iglesia y al mundo y difundir tanta luz. La conmemoración que aquí se hace se refiere a la encíclica leoniana y también a las encíclicas y demás escritos de mis predecesores, que han contribuido a hacerla actual y operante en el tiempo, constituyendo así la que iba a ser llamada «doctrina social», «enseñanza social» o también «magisterio social» de la Iglesia.\n\nA la validez de tal enseñanza se refieren ya dos encíclicas que he publicado en los años de mi pontificado: la Laborem exercens sobre el trabajo humano, y la Sollicitudo rei socialis sobre los problemas actuales del desarrollo de los hombres y de los pueblos 4.\n\n3. Quiero proponer ahora una «relectura» de la encíclica leoniana, invitando a «echar una mirada retrospectiva» a su propio texto, para descubrir nuevamente la riqueza de los principios fundamentales formulados en ella, en orden a la solución de la cuestión obrera. Invito además a «mirar alrededor», a las «cosas nuevas» que nos rodean y en las que, por así decirlo, nos hallamos inmersos, tan diversas de las «cosas nuevas» que caracterizaron el último decenio del siglo pasado. Invito, en fin, a «mirar al futuro», cuando ya se vislumbra el tercer milenio de la era cristiana, cargado de incógnitas, pero también de promesas. Incógnitas y promesas que interpelan nuestra imaginación y creatividad, a la vez que estimulan nuestra responsabilidad, como discípulos del único maestro, Cristo (cf. Mt 23, 8), con miras a indicar el camino a proclamar la verdad y a comunicar la vida que es él mismo (cf. Jn 14, 6).\n\nDe este modo, no sólo se confirmará el valor permanente de tales enseñanzas, sino que se manifestará también el verdadero sentido de la Tradición de la Iglesia, la cual, siempre viva y siempre vital, edifica sobre el fundamento puesto por nuestros padres en la fe y, singularmente, sobre el que ha sido «transmitido por los Apóstoles a la Iglesia»5, en nombre de Jesucristo, el fundamento que nadie puede sustituir (cf. 1 Co 3, 11).\n\nConsciente de su misión como sucesor de Pedro, León XIII se propuso hablar, y esta misma conciencia es la que anima hoy a su sucesor. Al igual que él y otros Pontífices anteriores y posteriores a él, me voy a inspirar en la imagen evangélica del «escriba que se ha hecho discípulo del Reino de los cielos», del cual dice el Señor que «es como el amo de casa que saca de su tesoro cosas nuevas y cosas viejas» (Mt 13, 52). Este tesoro es la gran corriente de la Tradición de la Iglesia, que contiene las «cosas viejas», recibidas y transmitidas desde siempre, y que permite descubrir las «cosas nuevas», en medio de las cuales transcurre la vida de la Iglesia y del mundo.\n\nDe tales cosas que, incorporándose a la Tradición, se hacen antiguas, ofreciendo así ocasiones y material para enriquecimiento de la misma y de la vida de fe, forma parte también la actividad fecunda de millones y millones de hombres, quienes a impulsos del magisterio social se han esforzado por inspirarse en él con miras al propio compromiso con el mundo. Actuando individualmente o bien coordinados en grupos, asociaciones y organizaciones, ellos han constituido como un gran movimiento para la defensa de la persona humana y para la tutela de su dignidad, lo cual, en las alternantes vicisitudes de la historia, ha contribuido a construir una sociedad más justa o, al menos, a poner barreras y límites a la injusticia.\n\nLa presente encíclica trata de poner en evidencia la fecundidad de los principios expresados por León XIII, los cuales pertenecen al patrimonio doctrinal de la Iglesia y, por ello, implican la autoridad del Magisterio. Pero la solicitud pastoral me ha movido además a proponer el análisis de algunos acontecimientos de la historia reciente. Es superfluo subrayar que la consideración atenta del curso de los acontecimientos, para discernir las nuevas exigencias de la evangelización, forma parte del deber de los pastores. Tal examen sin embargo no pretende dar juicios definitivos, ya que de por sí no atañe al ámbito específico del Magisterio.\n\nCAPÍTULO I\n\nRASGOS CARACTERÍSTICOS DE LA RERUM NOVARUM\n\n4. A finales del siglo pasado la Iglesia se encontró ante un proceso histórico, presente ya desde hacía tiempo, pero que alcanzaba entonces su punto álgido. Factor determinante de tal proceso lo constituyó un conjunto de cambios radicales ocurridos en el campo político, económico y social, e incluso en el ámbito científico y técnico, aparte el múltiple influjo de las ideologías dominantes. Resultado de todos estos cambios había sido, en el campo político, una nueva concepción de la sociedad, del Estado y, como consecuencia, de la autoridad. Una sociedad tradicional se iba extinguiendo, mientras comenzaba a formarse otra cargada con la esperanza de nuevas libertades, pero al mismo tiempo con los peligros de nuevas formas de injusticia y de esclavitud.\n\nEn el campo económico, donde confluían los descubrimientos científicos y sus aplicaciones, se había llegado progresivamente a nuevas estructuras en la producción de bienes de consumo. Había aparecido una nueva forma de propiedad, el capital, y una nueva forma de trabajo, el trabajo asalariado, caracterizado por gravosos ritmos de producción, sin la debida consideración para con el sexo, la edad o la situación familiar, y determinado únicamente por la eficiencia con vistas al incremento de los beneficios.\n\nEl trabajo se convertía de este modo en mercancía, que podía comprarse y venderse libremente en el mercado y cuyo precio era regulado por la ley de la oferta y la demanda, sin tener en cuenta el mínimo vital necesario para el sustento de la persona y de su familia. Además, el trabajador ni siquiera tenía la seguridad de llegar a vender la «propia mercancía», al estar continuamente amenazado por el desempleo, el cual, a falta de previsión social, significaba el espectro de la muerte por hambre.\n\nConsecuencia de esta transformación era «la división de la sociedad en dos clases separadas por un abismo profundo»6. Tal situación se entrelazaba con el acentuado cambio político. Y así, la teoría política entonces dominante trataba de promover la total libertad económica con leyes adecuadas o, al contrario, con una deliberada ausencia de cualquier clase de intervención. Al mismo tiempo comenzaba a surgir de forma organizada, no pocas veces violenta, otra concepción de la propiedad y de la vida económica que implicaba una nueva organización política y social.\n\nEn el momento culminante de esta contraposición, cuando ya se veía claramente la gravísima injusticia de la realidad social, que se daba en muchas partes, y el peligro de una revolución favorecida por las concepciones llamadas entonces «socialistas», León XIII intervino con un documento que afrontaba de manera orgánica la «cuestión obrera». A esta encíclica habían precedido otras dedicadas preferentemente a enseñanzas de carácter político; más adelante irían apareciendo otras7. En este contexto hay que recordar en particular la encíclica Libertas praestantissimum, en la que se ponía de relieve la relación intrínseca de la libertad humana con la verdad, de manera que una libertad que rechazara vincularse con la verdad caería en el arbitrio y acabaría por someterse a las pasiones más viles y destruirse a sí misma. En efecto, ¿de dónde derivan todos los males frente a los cuales quiere reaccionar la Rerum novarum, sino de una libertad que, en la esfera de la actividad económica y social, se separa de la verdad del hombre?\n\nEl Pontífice se inspiraba, además, en las enseñanzas de sus predecesores, en muchos documentos episcopales, en estudios científicos promovidos por seglares, en la acción de movimientos y asociaciones católicas, así como en las realizaciones concretas en campo social, que caracterizaron la vida de la Iglesia en la segunda mitad del siglo XIX.\n\n5. Las «cosas nuevas», que el Papa tenía ante sí, no eran ni mucho menos positivas todas ellas. Al contrario, el primer párrafo de la encíclica describe las «cosas nuevas», que le han dado el nombre, con duras palabras: «Despertada el ansia de novedades que desde hace ya tiempo agita a los pueblos, era de esperar que las ganas de cambiarlo todo llegara un día a pasarse del campo de la política al terreno, con él colindante, de la economía. En efecto, los adelantos de la industria y de las profesiones, que caminan por nuevos derroteros; el cambio operado en las relaciones mutuas entre patronos y obreros; la acumulación de las riquezas en manos de unos pocos y la pobreza de la inmensa mayoría; la mayor confianza de los obreros en sí mismos y la más estrecha cohesión entre ellos, juntamente con la relajación de la moral, han determinado el planteamiento del conflicto» 8.\n\nEl Papa, y con él la Iglesia, lo mismo que la sociedad civil, se encontraban ante una sociedad dividida por un conflicto, tanto más duro e inhumano en cuanto que no conocía reglas ni normas. Se trataba del conflicto entre el capital y el trabajo, o —como lo llamaba la encíclica— la cuestión obrera, sobre la cual precisamente, y en los términos críticos en que entonces se planteaba, no dudó en hablar el Papa.\n\nNos hallamos aquí ante la primera reflexión, que la encíclica nos sugiere hoy. Ante un conflicto que contraponía, como si fueran «lobos», un hombre a otro hombre, incluso en el plano de la subsistencia física de unos y la opulencia de otros, el Papa sintió el deber de intervenir en virtud de su «ministerio apostólico» 9, esto es, de la misión recibida de Jesucristo mismo de «apacentar los corderos y las ovejas» (cf. Jn 21, 15-17) y de «atar y desatar» en la tierra por el Reino de los cielos (cf. Mt 16, 19). Su intención era ciertamente la de restablecer la paz, razón por la cual el lector contemporáneo no puede menos de advertir la severa condena de la lucha de clases, que el Papa pronunciaba sin ambages 10. Pero era consciente de que la paz se edifica sobre el fundamento de la justicia: contenido esencial de la encíclica fue precisamente proclamar las condiciones fundamentales de la justicia en la coyuntura económica y social de entonces 11.\n\nDe esta manera León XIII, siguiendo las huellas de sus predecesores, establecía un paradigma permanente para la Iglesia. Ésta, en efecto, hace oír su voz ante determinadas situaciones humanas, individuales y comunitarias, nacionales e internacionales, para las cuales formula una verdadera doctrina, un corpus, que le permite analizar las realidades sociales, pronunciarse sobre ellas y dar orientaciones para la justa solución de los problemas derivados de las mismas.\n\nEn tiempos de León XIII semejante concepción del derecho-deber de la Iglesia estaba muy lejos de ser admitido comúnmente. En efecto, prevalecía una doble tendencia: una, orientada hacia este mundo y esta vida, a la que debía permanecer extraña la fe; la otra, dirigida hacia una salvación puramente ultraterrena, pero que no iluminaba ni orientaba su presencia en la tierra. La actitud del Papa al publicar la Rerum novarum confiere a la Iglesia una especie de «carta de ciudadanía» respecto a las realidades cambiantes de la vida pública, y esto se corroboraría aún más posteriormente. En efecto, para la Iglesia enseñar y difundir la doctrina social pertenece a su misión evangelizadora y forma parte esencial del mensaje cristiano, ya que esta doctrina expone sus consecuencias directas en la vida de la sociedad y encuadra incluso el trabajo cotidiano y las luchas por la justicia en el testimonio a Cristo Salvador. Asimismo viene a ser una fuente de unidad y de paz frente a los conflictos que surgen inevitablemente en el sector socioeconómico. De esta manera se pueden vivir las nuevas situaciones, sin degradar la dignidad trascendente de la persona humana ni en sí mismos ni en los adversarios, y orientarlas hacia una recta solución.\n\nLa validez de esta orientación, a cien años de distancia, me ofrece la oportunidad de contribuir al desarrollo de la «doctrina social cristiana». La «nueva evangelización», de la que el mundo moderno tiene urgente necesidad y sobre la cual he insistido en más de una ocasión, debe incluir entre sus elementos esenciales el anuncio de la doctrina social de la Iglesia, que, como en tiempos de León XIII, sigue siendo idónea para indicar el recto camino a la hora de dar respuesta a los grandes desafíos de la edad contemporánea, mientras crece el descrédito de las ideologías. Como entonces, hay que repetir que no existe verdadera solución para la «cuestión social» fuera del Evangelio y que, por otra parte, las «cosas nuevas» pueden hallar en él su propio espacio de verdad y el debido planteamiento moral.\n\n6. Con el propósito de esclarecer el conflicto que se había creado entre capital y trabajo, León XIII defendía los derechos fundamentales de los trabajadores. De ahí que la clave de lectura del texto leoniano sea la dignidad del trabajador en cuanto tal y, por esto mismo, la dignidad del trabajo, definido como «la actividad ordenada a proveer a las necesidades de la vida, y en concreto a su conservación»12. El Pontífice califica el trabajo como «personal», ya que «la fuerza activa es inherente a la persona y totalmente propia de quien la desarrolla y en cuyo beneficio ha sido dada»13. El trabajo pertenece, por tanto, a la vocación de toda persona; es más, el hombre se expresa y se realiza mediante su actividad laboral. Al mismo tiempo, el trabajo tiene una dimensión social, por su íntima relación bien sea con la familia, bien sea con el bien común, «porque se puede afirmar con verdad que el trabajo de los obreros es el que produce la riqueza de los Estados»14. Todo esto ha quedado recogido y desarrollado en mi encíclica Laborem exercens 15.\n\nOtro principio importante es sin duda el del derecho a la «propiedad privada»16. El espacio que la encíclica le dedica revela ya la importancia que se le atribuye. El Papa es consciente de que la propiedad privada no es un valor absoluto, por lo cual no deja de proclamar los principios que necesariamente lo complementan, como el del destino universal de los bienes de la tierra 17.\n\nPor otra parte, no cabe duda de que el tipo de propiedad privada que León XIII considera principalmente, es el de la propiedad de la tierra18. Sin embargo, esto no quita que todavía hoy conserven su valor las razones aducidas para tutelar la propiedad privada, esto es, para afirmar el derecho a poseer lo necesario para el desarrollo personal y el de la propia familia, sea cual sea la forma concreta que este derecho pueda asumir. Esto hay que seguir sosteniéndolo hoy día, tanto frente a los cambios de los que somos testigos, acaecidos en los sistemas donde imperaba la propiedad colectiva de los medios de producción, como frente a los crecientes fenómenos de pobreza o, más exactamente, a los obstáculos a la propiedad privada, que se dan en tantas partes del mundo, incluidas aquellas donde predominan los sistemas que consideran como punto de apoyo la afirmación del derecho a la propiedad privada. Como consecuencia de estos cambios y de la persistente pobreza, se hace necesario un análisis más profundo del problema, como se verá más adelante.\n\n7. En estrecha relación con el derecho de propiedad, la encíclica de León XIII afirma también otros derechos, como propios e inalienables de la persona humana. Entre éstos destaca, dado el espacio que el Papa le dedica y la importancia que le atribuye, el «derecho natural del hombre» a formar asociaciones privadas; lo cual significa ante todo el derecho a crear asociaciones profesionales de empresarios y obreros, o de obreros solamente 19. Ésta es la razón por la cual la Iglesia defiende y aprueba la creación de los llamados sindicatos, no ciertamente por prejuicios ideológicos, ni tampoco por ceder a una mentalidad de clase, sino porque se trata precisamente de un «derecho natural» del ser humano y, por consiguiente, anterior a su integración en la sociedad política. En efecto, «el Estado no puede prohibir su formación», porque «el Estado debe tutelar los derechos naturales, no destruirlos. Prohibiendo tales asociaciones, se contradiría a sí mismo»20.\n\nJunto con este derecho, que el Papa —es obligado subrayarlo— reconoce explícitamente a los obreros o, según su vocabulario, a los «proletarios», se afirma con igual claridad el derecho a la «limitación de las horas de trabajo», al legítimo descanso y a un trato diverso a los niños y a las mujeres 21 en lo relativo al tipo de trabajo y a la duración del mismo.\n\nSi se tiene presente lo que dice la historia a propósito de los procedimientos consentidos, o al menos no excluidos legalmente, en orden a la contratación sin garantía alguna en lo referente a las horas de trabajo, ni a las condiciones higiénicas del ambiente, más aún, sin reparo para con la edad y el sexo de los candidatos al empleo, se comprende muy bien la severa afirmación del Papa: «No es justo ni humano exigir al hombre tanto trabajo que termine por embotarse su mente y debilitarse su cuerpo». Y con mayor precisión, refiriéndose al contrato, entendido en el sentido de hacer entrar en vigor tales «relaciones de trabajo», afirma: «En toda convención estipulada entre patronos y obreros, va incluida siempre la condición expresa o tácita» de que se provea convenientemente al descanso, en proporción con la «cantidad de energías consumidas en el trabajo». Y después concluye: «un pacto contrario sería inmoral»22.\n\n8. A continuación el Papa enuncia otro derecho del obrero como persona. Se trata del derecho al «salario justo», que no puede dejarse «al libre acuerdo entre las partes, ya que, según eso, pagado el salario convenido, parece como si el patrono hubiera cumplido ya con su deber y no debiera nada más»23. El Estado, se decía entonces, no tiene poder para intervenir en la determinación de estos contratos, sino para asegurar el cumplimiento de cuanto se ha pactado explícitamente. Semejante concepción de las relaciones entre patronos y obreros, puramente pragmática e inspirada en un riguroso individualismo, es criticada severamente en la encíclica como contraria a la doble naturaleza del trabajo, en cuanto factor personal y necesario. Si el trabajo, en cuanto es personal, pertenece a la disponibilidad que cada uno posee de las propias facultades y energías, en cuanto es necesario está regulado por la grave obligación que tiene cada uno de «conservar su vida»; de ahí «la necesaria consecuencia —concluye el Papa— del derecho a buscarse cuanto sirve al sustento de la vida, cosa que para la gente pobre se reduce al salario ganado con su propio trabajo»24.\n\nEl salario debe ser, pues, suficiente para el sustento del obrero y de su familia. Si el trabajador, «obligado por la necesidad o acosado por el miedo de un mal mayor, acepta, aun no queriéndola, una condición más dura, porque se la imponen el patrono o el empresario, esto es ciertamente soportar una violencia, contra la cual clama la justicia»25.\n\nOjalá que estas palabras, escritas cuando avanzaba el llamado «capitalismo salvaje», no deban repetirse hoy día con la misma severidad. Por desgracia, hoy todavía se dan casos de contratos entre patronos y obreros, en los que se ignora la más elemental justicia en materia de trabajo de los menores o de las mujeres, de horarios de trabajo, estado higiénico de los locales y legítima retribución. Y esto a pesar de las Declaraciones y Convenciones internacionales al respecto 26 y no obstante las leyes internas de los Estados. El Papa atribuía a la «autoridad pública» el «deber estricto» de prestar la debida atención al bienestar de los trabajadores, porque lo contrario sería ofender a la justicia; es más, no dudaba en hablar de «justicia distributiva»27.\n\n9. Refiriéndose siempre a la condición obrera, a estos derechos León XIII añade otro, que considero necesario recordar por su importancia: el derecho a cumplir libremente los propios deberes religiosos. El Papa lo proclama en el contexto de los demás derechos y deberes de los obreros, no obstante el clima general que, incluso en su tiempo, consideraba ciertas cuestiones como pertinentes exclusivamente a la esfera privada. Él ratifica la necesidad del descanso festivo, para que el hombre eleve su pensamiento hacia los bienes de arriba y rinda el culto debido a la majestad divina 28. De este derecho, basado en un mandamiento, nadie puede privar al hombre: «a nadie es lícito violar impunemente la dignidad del hombre, de quien Dios mismo dispone con gran respeto». En consecuencia, el Estado debe asegurar al obrero el ejercicio de esta libertad 29.\n\nNo se equivocaría quien viese en esta nítida afirmación el germen del principio del derecho a la libertad religiosa, que posteriormente ha sido objeto de muchas y solemnes Declaraciones y Convenciones internacionales 30, así como de la conocida Declaración conciliar y de mis constantes enseñanzas31. A este respecto hemos de preguntarnos si los ordenamientos legales vigentes y la praxis de las sociedades industrializadas aseguran hoy efectivamente el cumplimiento de este derecho elemental al descanso festivo.\n\n10. Otra nota importante, rica de enseñanzas para nuestros días, es la concepción de las relaciones entre el Estado y los ciudadanos. La Rerum novarum critica los dos sistemas sociales y económicos: el socialismo y el liberalismo. Al primero está dedicada la parte inicial, en la cual se reafirma el derecho a la propiedad privada; al segundo no se le dedica una sección especial, sino que —y esto merece mucha atención— se le reservan críticas, a la hora de afrontar el tema de los deberes del Estado 32, el cual no puede limitarse a «favorecer a una parte de los ciudadanos», esto es, a la rica y próspera, y «descuidar a la otra», que representa indudablemente la gran mayoría del cuerpo social; de lo contrario se viola la justicia, que manda dar a cada uno lo suyo. Sin embargo, «en la tutela de estos derechos de los individuos, se debe tener especial consideración para con los débiles y pobres. La clase rica, poderosa ya de por sí, tiene menos necesidad de ser protegida por los poderes públicos; en cambio, la clase proletaria, al carecer de un propio apoyo tiene necesidad específica de buscarlo en la protección del Estado. Por tanto es a los obreros, en su mayoría débiles y necesitados, a quienes el Estado debe dirigir sus preferencias y sus cuidados»33.\n\nTodos estos pasos conservan hoy su validez, sobre todo frente a las nuevas formas de pobreza existentes en el mundo; y además porque tales afirmaciones no dependen de una determinada concepción del Estado, ni de una particular teoría política. El Papa insiste sobre un principio elemental de sana organización política, a saber, que los individuos, cuanto más indefensos están en una sociedad, tanto más necesitan el apoyo y el cuidado de los demás, en particular, la intervención de la autoridad pública.\n\nDe esta manera el principio que hoy llamamos de solidaridad y cuya validez, ya sea en el orden interno de cada nación, ya sea en el orden internacional, he recordado en la Sollicitudo rei socialis 34, se demuestra como uno de los principios básicos de la concepción cristiana de la organización social y política. León XIII lo enuncia varias veces con el nombre de «amistad», que encontramos ya en la filosofía griega; por Pío XI es designado con la expresión no menos significativa de «caridad social», mientras que Pablo VI, ampliando el concepto, de conformidad con las actuales y múltiples dimensiones de la cuestión social, hablaba de «civilización del amor»35.\n\n11. La relectura de aquella encíclica, a la luz de las realidades contemporáneas, nos permite apreciar la constante preocupación y dedicación de la Iglesia por aquellas personas que son objeto de predilección por parte de Jesús, nuestro Señor. El contenido del texto es un testimonio excelente de la continuidad, dentro de la Iglesia, de lo que ahora se llama «opción preferencial por los pobres»; opción que en la Sollicitudo rei socialis es definida como una «forma especial de primacía en el ejercicio de la caridad cristiana»36. La encíclica sobre la «cuestión obrera» es, pues, una encíclica sobre los pobres y sobre la terrible condición a la que el nuevo y con frecuencia violento proceso de industrialización había reducido a grandes multitudes. También hoy, en gran parte del mundo, semejantes procesos de transformación económica, social y política originan los mismos males.\n\nSi León XIII se apela al Estado para poner un remedio justo a la condición de los pobres, lo hace también porque reconoce oportunamente que el Estado tiene la incumbencia de velar por el bien común y cuidar que todas las esferas de la vida social, sin excluir la económica, contribuyan a promoverlo, naturalmente dentro del respeto debido a la justa autonomía de cada una de ellas. Esto, sin embargo, no autoriza a pensar que según el Papa toda solución de la cuestión social deba provenir del Estado. Al contrario, él insiste varias veces sobre los necesarios límites de la intervención del Estado y sobre su carácter instrumental, ya que el individuo, la familia y la sociedad son anteriores a él y el Estado mismo existe para tutelar los derechos de aquél y de éstas, y no para sofocarlos 37.\n\nA nadie se le escapa la actualidad de estas reflexiones. Sobre el tema tan importante de las limitaciones inherentes a la naturaleza del Estado, convendrá volver más adelante. Mientras tanto, los puntos subrayados —ciertamente no los únicos de la encíclica— están en la línea de continuidad con el magisterio social de la Iglesia y a la luz de una sana concepción de la propiedad privada, del trabajo, del proceso económico de la realidad del Estado y, sobre todo, del hombre mismo. Otros temas serán mencionados más adelante, al examinar algunos aspectos de la realidad contemporánea. Pero hay que tener presente desde ahora que lo que constituye la trama y en cierto modo la guía de la encíclica y, en verdad, de toda la doctrina social de la Iglesia, es la correcta concepción de la persona humana y de su valor único, porque «el hombre... en la tierra es la sola criatura que Dios ha querido por sí misma»38. En él ha impreso su imagen y semejanza (cf. Gn 1, 26), confiriéndole una dignidad incomparable, sobre la que insiste repetidamente la encíclica. En efecto, aparte de los derechos que el hombre adquiere con su propio trabajo, hay otros derechos que no proceden de ninguna obra realizada por él, sino de su dignidad esencial de persona.\n\nCAPÍTULO II\n\nHACIA LAS \"COSAS NUEVAS\" DE HOY\n\n12. La conmemoración de la Rerum novarum no sería apropiada sin echar una mirada a la situación actual. Por su contenido, el documento se presta a tal consideración, ya que su marco histórico y las previsiones en él apuntadas se revelan sorprendentemente justas, a la luz de cuanto sucedió después.\n\nEsto mismo queda confirmado, en particular, por los acontecimientos de los últimos meses del año 1989 y primeros del 1990. Tales acontecimientos y las posteriores transformaciones radicales no se explican si no es a la luz de las situaciones anteriores, que en cierta medida habían cristalizado o institucionalizado las previsiones de León XIII y las señales, cada vez más inquietantes, vislumbradas por sus sucesores. En efecto, el Papa previó las consecuencias negativas —bajo todos los aspectos, político, social, y económico— de un ordenamiento de la sociedad tal como lo proponía el «socialismo», que entonces se hallaba todavía en el estadio de filosofía social y de movimiento más o menos estructurado. Algunos se podrían sorprender de que el Papa criticara las soluciones que se daban a la «cuestión obrera» comenzando por el socialismo, cuando éste aún no se presentaba —como sucedió más tarde— bajo la forma de un Estado fuerte y poderoso, con todos los recursos a su disposición. Sin embargo, él supo valorar justamente el peligro que representaba para las masas ofrecerles el atractivo de una solución tan simple como radical de la cuestión obrera de entonces. Esto resulta más verdadero aún, si lo comparamos con la terrible condición de injusticia en que versaban las masas proletarias de las naciones recién industrializadas.\n\nEs necesario subrayar aquí dos cosas: por una parte, la gran lucidez en percibir, en toda su crudeza, la verdadera condición de los proletarios, hombres, mujeres y niños; por otra, la no menor claridad en intuir los males de una solución que, bajo la apariencia de una inversión de posiciones entre pobres y ricos, en realidad perjudicaba a quienes se proponía ayudar. De este modo el remedio venía a ser peor que el mal. Al poner de manifiesto que la naturaleza del socialismo de su tiempo estaba en la supresión de la propiedad privada, León XIII llegaba de veras al núcleo de la cuestión.\n\nMerecen ser leídas con atención sus palabras: «Para solucionar este mal (la injusta distribución de las riquezas junto con la miseria de los proletarios) los socialistas instigan a los pobres al odio contra los ricos y tratan de acabar con la propiedad privada estimando mejor que, en su lugar, todos los bienes sean comunes...; pero esta teoría es tan inadecuada para resolver la cuestión, que incluso llega a perjudicar a las propias clases obreras; y es además sumamente injusta, pues ejerce violencia contra los legítimos poseedores, altera la misión del Estado y perturba fundamentalmente todo el orden social»39. No se podían indicar mejor los males acarreados por la instauración de este tipo de socialismo como sistema de Estado, que sería llamado más adelante «socialismo real».\n\n13. Ahondando ahora en esta reflexión y haciendo referencia a lo que ya se ha dicho en las encíclicas Laborem exercens y Sollicitudo rei socialis, hay que añadir aquí que el error fundamental del socialismo es de carácter antropológico. Efectivamente, considera a todo hombre como un simple elemento y una molécula del organismo social, de manera que el bien del individuo se subordina al funcionamiento del mecanismo económico-social. Por otra parte, considera que este mismo bien puede ser alcanzado al margen de su opción autónoma, de su responsabilidad asumida, única y exclusiva, ante el bien o el mal. El hombre queda reducido así a una serie de relaciones sociales, desapareciendo el concepto de persona como sujeto autónomo de decisión moral, que es quien edifica el orden social, mediante tal decisión. De esta errónea concepción de la persona provienen la distorsión del derecho, que define el ámbito del ejercicio de la libertad, y la oposición a la propiedad privada. El hombre, en efecto, cuando carece de algo que pueda llamar «suyo» y no tiene posibilidad de ganar para vivir por su propia iniciativa, pasa a depender de la máquina social y de quienes la controlan, lo cual le crea dificultades mayores para reconocer su dignidad de persona y entorpece su camino para la constitución de una auténtica comunidad humana.\n\nPor el contrario, de la concepción cristiana de la persona se sigue necesariamente una justa visión de la sociedad. Según la Rerum novarum y la doctrina social de la Iglesia, la socialidad del hombre no se agota en el Estado, sino que se realiza en diversos grupos intermedios, comenzando por la familia y siguiendo por los grupos económicos, sociales, políticos y culturales, los cuales, como provienen de la misma naturaleza humana, tienen su propia autonomía, sin salirse del ámbito del bien común. Es a esto a lo que he llamado «subjetividad de la sociedad» la cual, junto con la subjetividad del individuo, ha sido anulada por el socialismo real 40.\n\nSi luego nos preguntamos dónde nace esa errónea concepción de la naturaleza de la persona y de la «subjetividad» de la sociedad, hay que responder que su causa principal es el ateísmo. Precisamente en la respuesta a la llamada de Dios, implícita en el ser de las cosas, es donde el hombre se hace consciente de su trascendente dignidad. Todo hombre ha de dar esta respuesta, en la que consiste el culmen de su humanidad y que ningún mecanismo social o sujeto colectivo puede sustituir. La negación de Dios priva de su fundamento a la persona y, consiguientemente, la induce a organizar el orden social prescindiendo de la dignidad y responsabilidad de la persona.\n\nEl ateísmo del que aquí se habla tiene estrecha relación con el racionalismo iluminista, que concibe la realidad humana y social del hombre de manera mecanicista. Se niega de este modo la intuición última acerca de la verdadera grandeza del hombre, su trascendencia respecto al mundo material, la contradicción que él siente en su corazón entre el deseo de una plenitud de bien y la propia incapacidad para conseguirlo y, sobre todo, la necesidad de salvación que de ahí se deriva.\n\n14. De la misma raíz atea brota también la elección de los medios de acción propia del socialismo, condenado en la Rerum novarum. Se trata de la lucha de clases. El Papa, ciertamente, no pretende condenar todas y cada una de las formas de conflictividad social. La Iglesia sabe muy bien que, a lo largo de la historia, surgen inevitablemente los conflictos de intereses entre diversos grupos sociales y que frente a ellos el cristiano no pocas veces debe pronunciarse con coherencia y decisión. Por lo demás, la encíclica Laborem exercens ha reconocido claramente el papel positivo del conflicto cuando se configura como «lucha por la justicia social»41. Ya en la Quadragesimo anno se decía: «En efecto, cuando la lucha de clases se abstiene de los actos de violencia y del odio recíproco, se transforma poco a poco en una discusión honesta, fundada en la búsqueda de la justicia»42.\n\nLo que se condena en la lucha de clases es la idea de un conflicto que no está limitado por consideraciones de carácter ético o jurídico, que se niega a respetar la dignidad de la persona en el otro y por tanto en sí mismo, que excluye, en definitiva, un acuerdo razonable y persigue no ya el bien general de la sociedad, sino más bien un interés de parte que suplanta al bien común y aspira a destruir lo que se le opone. Se trata, en una palabra, de presentar de nuevo —en el terreno de la confrontación interna entre los grupos sociales— la doctrina de la «guerra total», que el militarismo y el imperialismo de aquella época imponían en el ámbito de las relaciones internacionales. Tal doctrina, que buscaba el justo equilibrio entre los intereses de las diversas naciones, sustituía a la del absoluto predominio de la propia parte, mediante la destrucción del poder de resistencia del adversario, llevada a cabo por todos los medios, sin excluir el uso de la mentira, el terror contra las personas civiles, las armas destructivas de masa, que precisamente en aquellos años comenzaban a proyectarse. La lucha de clases en sentido marxista y el militarismo tienen, pues, las mismas raíces: el ateísmo y el desprecio de la persona humana, que hacen prevalecer el principio de la fuerza sobre el de la razón y del derecho.\n\n15. La Rerum novarum se opone a la estatalización de los medios de producción, que reduciría a todo ciudadano a una «pieza» en el engranaje de la máquina estatal. Con no menor decisión critica una concepción del Estado que deja la esfera de la economía totalmente fuera del propio campo de interés y de acción. Existe ciertamente una legítima esfera de autonomía de la actividad económica, donde no debe intervenir el Estado. A éste, sin embargo, le corresponde determinar el marco jurídico dentro del cual se desarrollan las relaciones económicas y salvaguardar así las condiciones fundamentales de una economía libre, que presupone una cierta igualdad entre las partes, no sea que una de ellas supere talmente en poder a la otra que la pueda reducir prácticamente a esclavitud 43.\n\nA este respecto, la Rerum novarum señala la vía de las justas reformas, que devuelven al trabajo su dignidad de libre actividad del hombre. Son reformas que suponen, por parte de la sociedad y del Estado, asumirse las responsabilidades en orden a defender al trabajador contra el íncubo del desempleo. Históricamente esto se ha logrado de dos modos convergentes: con políticas económicas, dirigidas a asegurar el crecimiento equilibrado y la condición de pleno empleo; con seguros contra el desempleo obrero y con políticas de cualificación profesional, capaces de facilitar a los trabajadores el paso de sectores en crisis a otros en desarrollo.\n\nPor otra parte, la sociedad y el Estado deben asegurar unos niveles salariales adecuados al mantenimiento del trabajador y de su familia, incluso con una cierta capacidad de ahorro. Esto requiere esfuerzos para dar a los trabajadores conocimientos y aptitudes cada vez más amplios, capacitándolos así para un trabajo más cualificado y productivo; pero requiere también una asidua vigilancia y las convenientes medidas legislativas para acabar con fenómenos vergonzosos de explotación, sobre todo en perjuicio de los trabajadores más débiles, inmigrados o marginales. En este sector es decisivo el papel de los sindicatos que contratan los mínimos salariales y las condiciones de trabajo.\n\nEn fin, hay que garantizar el respeto por horarios «humanos» de trabajo y de descanso, y el derecho a expresar la propia personalidad en el lugar de trabajo, sin ser conculcados de ningún modo en la propia conciencia o en la propia dignidad. Hay que mencionar aquí de nuevo el papel de los sindicatos no sólo como instrumentos de negociación, sino también como «lugares» donde se expresa la personalidad de los trabajadores: sus servicios contribuyen al desarrollo de una auténtica cultura del trabajo y ayudan a participar de manera plenamente humana en la vida de la empresa 44.\n\nPara conseguir estos fines el Estado debe participar directa o indirectamente. Indirectamente y según el principio de subsidiariedad, creando las condiciones favorables al libre ejercicio de la actividad económica, encauzada hacia una oferta abundante de oportunidades de trabajo y de fuentes de riqueza. Directamente y según el principio de solidaridad, poniendo, en defensa de los más débiles, algunos límites a la autonomía de las partes que deciden las condiciones de trabajo, y asegurando en todo caso un mínimo vital al trabajador en paro 45.\n\nLa encíclica y el magisterio social, con ella relacionado, tuvieron una notable influencia entre los últimos años del siglo XIX y primeros del XX. Este influjo quedó reflejado en numerosas reformas introducidas en los sectores de la previsión social, las pensiones, los seguros de enfermedad y de accidentes; todo ello en el marco de un mayor respeto de los derechos de los trabajadores 46.\n\n16. Las reformas fueron realizadas en parte por los Estados; pero en la lucha por conseguirlas tuvo un papel importante la acción del Movimiento obrero. Nacido como reacción de la conciencia moral contra situaciones de injusticia y de daño, desarrolló una vasta actividad sindical, reformista, lejos de las nieblas de la ideología y más cercana a las necesidades diarias de los trabajadores. En este ámbito, sus esfuerzos se sumaron con frecuencia a los de los cristianos para conseguir mejores condiciones de vida para los trabajadores. Después, este Movimiento estuvo dominado, en cierto modo, precisamente por la ideología marxista contra la que se dirigía la Rerum novarum.\n\nLas mismas reformas fueron también el resultado de un libre proceso de auto-organización de la sociedad, con la aplicación de instrumentos eficaces de solidaridad, idóneos para sostener un crecimiento económico más respetuoso de los valores de la persona. Hay que recordar aquí su múltiple actividad, con una notable aportación de los cristianos, en la fundación de cooperativas de producción, consumo y crédito, en promover la enseñanza pública y la formación profesional, en la experimentación de diversas formas de participación en la vida de la empresa y, en general, de la sociedad.\n\nSi mirando al pasado tenemos motivos para dar gracias a Dios porque la gran encíclica no ha quedado sin resonancia en los corazones y ha servido de impulso a una operante generosidad, sin embargo hay que reconocer que el anuncio profético que lleva consigo no fue acogido plenamente por los hombres de aquel tiempo, lo cual precisamente ha dado lugar a no pocas y graves desgracias.\n\n17. Leyendo la encíclica en relación con todo el rico magisterio leoniano 47, se nota que, en el fondo, está señalando las consecuencias de un error de mayor alcance en el campo económico-social. Es el error que, como ya se ha dicho, consiste en una concepción de la libertad humana que la aparta de la obediencia de la verdad y, por tanto, también del deber de respetar los derechos de los demás hombres. El contenido de la libertad se transforma entonces en amor propio, con desprecio de Dios y del prójimo; amor que conduce al afianzamiento ilimitado del propio interés y que no se deja limitar por ninguna obligación de justicia 48.\n\nEste error precisamente llega a sus extremas consecuencias durante el trágico ciclo de las guerras que sacudieron Europa y el mundo entre 1914 y 1945. Fueron guerras originadas por el militarismo, por el nacionalismo exasperado, por las formas de totalitarismo relacionado con ellas, así como por guerras derivadas de la lucha de clases, de guerras civiles e ideológicas. Sin la terrible carga de odio y rencor, acumulada a causa de tantas injusticias, bien sea a nivel internacional bien sea dentro de cada Estado, no hubieran sido posibles guerras de tanta crueldad en las que se invirtieron las energías de grandes naciones; en las que no se dudó ante la violación de los derechos humanos más sagrados; en las que fue planificado y llevado a cabo el exterminio de pueblos y grupos sociales enteros. Recordamos aquí singularmente al pueblo hebreo, cuyo terrible destino se ha convertido en símbolo de las aberraciones adonde puede llegar el hombre cuando se vuelve contra Dios.\n\nSin embargo, el odio y la injusticia se apoderan de naciones enteras, impulsándolas a la acción, sólo cuando son legitimados y organizados por ideologías que se fundan sobre ellos en vez de hacerlo sobre la verdad del hombre 49. La Rerum novarum combatía las ideologías que llevan al odio e indicaba la vía para vencer la violencia y el rencor mediante la justicia. Ojalá el recuerdo de tan terribles acontecimientos guíe las acciones de todos los hombres, en particular las de los gobernantes de los pueblos, en estos tiempos nuestros en que otras injusticias alimentan nuevos odios y se perfilan en el horizonte nuevas ideologías que exal- tan la violencia.\n\n18. Es verdad que desde 1945 las armas están calladas en el continente europeo; sin embargo, la verdadera paz —recordémoslo— no es el resultado de la victoria militar, sino algo que implica la superación de las causas de la guerra y la auténtica reconciliación entre los pueblos. Por muchos años, sin embargo, ha habido en Europa y en el mundo una situación de no- guerra, más que de paz auténtica. Mitad del continente cae bajo el dominio de la dictadura comunista, mientras la otra mitad se organiza para defenderse contra tal peligro. Muchos pueblos pierden el poder de autogobernarse, encerrados en los confines opresores de un imperio, mientras se trata de destruir su memoria histórica y la raíz secular de su cultura. Como consecuencia de esta división violenta, masas enormes de hombres son obligadas a abandonar su tierra y deportadas forzosamente.\n\nUna carrera desenfrenada a los armamentos absorbe los recursos necesarios para el desarrollo de las economías internas y para ayudar a las naciones menos favorecidas. El progreso científico y tecnológico, que debiera contribuir al bienestar del hombre, se transforma en instrumento de guerra: ciencia y técnica son utilizadas para producir armas cada vez más perfeccionadas y destructivas; contemporáneamente, a una ideología que es perversión de la auténtica filosofía se le pide dar justificaciones doctrinales para la nueva guerra. Ésta no sólo es esperada y preparada, sino que es también combatida con enorme derramamiento de sangre en varias partes del mundo. La lógica de los bloques o imperios, denunciada en los documentos de la Iglesia y más recientemente en la encíclica Sollicitudo rei socialis 50, hace que las controversias y discordias que surgen en los países del Tercer Mundo sean sistemáticamente incrementadas y explotadas para crear dificultades al adversario.\n\nLos grupos extremistas, que tratan de resolver tales controversias por medio de las armas, encuentran fácilmente apoyos políticos y militares, son armados y adiestrados para la guerra, mientras que quienes se esfuerzan por encontrar soluciones pacíficas y humanas, respetuosas para con los legítimos intereses de todas las partes, permanecen aislados y caen a menudo víctima de sus adversarios. Incluso la militarización de tantos países del Tercer Mundo y las luchas fratricidas que los han atormentado, la difusión del terrorismo y de medios cada vez más crueles de lucha político-militar tienen una de sus causas principales en la precariedad de la paz que ha seguido a la segunda guerra mundial. En definitiva, sobre todo el mundo se cierne la amenaza de una guerra atómica, capaz de acabar con la humanidad. La ciencia utilizada para fines militares pone a disposición del odio, fomentado por las ideologías, el instrumento decisivo. Pero la guerra puede terminar, sin vencedores ni vencidos, en un suicidio de la humanidad; por lo cual hay que repudiar la lógica que conduce a ella, la idea de que la lucha por la destrucción del adversario, la contradicción y la guerra misma sean factores de progreso y de avance de la historia 51. Cuando se comprende la necesidad de este rechazo, deben entrar forzosamente en crisis tanto la lógica de la «guerra total», como la de la «lucha de clases».\n\n19. Al final de la segunda guerra mundial, este proceso se está formando todavía en las conciencias; pero el dato que se ofrece a la vista es la extensión del totalitarismo comunista a más de la mitad de Europa y a gran parte del mundo. La guerra, que tendría que haber devuelto la libertad y haber restaurado el derecho de las gentes, se concluye sin haber conseguido estos fines; más aún, se concluye en un modo abiertamente contradictorio para muchos pueblos, especialmente para aquellos que más habían sufrido. Se puede decir que la situación creada ha dado lugar a diversas respuestas.\n\nEn algunos países y bajo ciertos aspectos, después de las destrucciones de la guerra, se asiste a un esfuerzo positivo por reconstruir una sociedad democrática inspirada en la justicia social, que priva al comunismo de su potencial revolucionario, constituido por muchedumbres explotadas y oprimidas. Estas iniciativas tratan, en general, de mantener los mecanismos de libre mercado, asegurando, mediante la estabilidad monetaria y la seguridad de las relaciones sociales, las condiciones para un crecimiento económico estable y sano, dentro del cual los hombres, gracias a su trabajo, puedan construirse un futuro mejor para sí y para sus hijos. Al mismo tiempo, se trata de evitar que los mecanismos de mercado sean el único punto de referencia de la vida social y tienden a someterlos a un control público que haga valer el principio del destino común de los bienes de la tierra. Una cierta abundancia de ofertas de trabajo, un sólido sistema de seguridad social y de capacitación profesional, la libertad de asociación y la acción incisiva del sindicato, la previsión social en caso de desempleo, los instrumentos de participación democrática en la vida social, dentro de este contexto deberían preservar el trabajo de la condición de «mercancía» y garantizar la posibilidad de realizarlo dignamente.\n\nExisten, además, otras fuerzas sociales y movimientos ideales que se oponen al marxismo con la construcción de sistemas de «seguridad nacional», que tratan de controlar capilarmente toda la sociedad para imposibilitar la infiltración marxista. Se proponen preservar del comunismo a sus pueblos exaltando e incrementando el poder del Estado, pero con esto corren el grave riesgo de destruir la libertad y los valores de la persona, en nombre de los cuales hay que oponerse al comunismo.\n\nOtra forma de respuesta práctica, finalmente, está representada por la sociedad del bienestar o sociedad de consumo. Ésta tiende a derrotar al marxismo en el terreno del puro materialismo, mostrando cómo una sociedad de libre mercado es capaz de satisfacer las necesidades materiales humanas más plenamente de lo que aseguraba el comunismo y excluyendo también los valores espirituales. En realidad, si bien por un lado es cierto que este modelo social muestra el fracaso del marxismo para construir una sociedad nueva y mejor, por otro, al negar su existencia autónoma y su valor a la moral y al derecho, así como a la cultura y a la religión, coincide con el marxismo en reducir totalmente al hombre a la esfera de lo económico y a la satisfacción de las necesidades materiales.\n\n20. En el mismo período se va desarrollando un grandioso proceso de «descolonización», en virtud del cual numerosos países consiguen o recuperan la independencia y el derecho a disponer libremente de sí mismos. No obstante, con la reconquista formal de su soberanía estatal, estos países en muchos casos están comenzando apenas el camino de la construcción de una auténtica independencia. En efecto, sectores decisivos de la economía siguen todavía en manos de grandes empresas de fuera, las cuales no aceptan un compromiso duradero que las vincule al desarrollo del país que las recibe. En ocasiones, la vida política está sujeta también al control de fuerzas extranjeras, mientras que dentro de las fronteras del Estado conviven a veces grupos tribales, no amalgamados todavía en una auténtica comunidad nacional. Falta, además, un núcleo de profesionales competentes, capaces de hacer funcionar, de manera honesta y regular, el aparato administrativo del Estado, y faltan también equipos de personas especializadas para una eficiente y responsable gestión de la economía.\n\nAnte esta situación, a muchos les parece que el marxismo puede proporcionar como un atajo para la edificación de la nación y del Estado; de ahí nacen diversas variantes del socialismo con un carácter nacional específico. Se mezclan así en muchas ideologías, que se van formando de manera cada vez más diversa, legítimas exigencias de liberación nacional, formas de nacionalismo y hasta de militarismo, principios sacados de antiguas tradiciones populares, en sintonía a veces con la doctrina social cristiana, y conceptos del marxismo-leninismo.\n\n21. Hay que recordar, por último, que después de la segunda guerra mundial, y en parte como reacción a sus horrores, se ha ido difundiendo un sentimiento más vivo de los derechos humanos, que ha sido reconocido en diversos documentos internacionales 52, y en la elaboración, podría decirse, de un nuevo «derecho de gentes», al que la Santa Sede ha dado una constante aportación. La pieza clave de esta evolución ha sido la Organización de la Naciones Unidas. No sólo ha crecido la conciencia del derecho de los individuos, sino también la de los derechos de las naciones, mientras se advierte mejor la necesidad de actuar para corregir los graves desequilibrios existentes entre las diversas áreas geográficas del mundo que, en cierto sentido, han desplazado el centro de la cuestión social del ámbito nacional al plano internacional 53.\n\nAl constatar con satisfacción todo este proceso, no se puede sin embargo soslayar el hecho de que el balance global de las diversas políticas de ayuda al desarrollo no siempre es positivo. Por otra parte, las Naciones Unidas no han logrado hasta ahora poner en pie instrumentos eficaces para la solución de los conflictos internacionales como alternativa a la guerra, lo cual parece ser el problema más urgente que la comunidad internacional debe aún resolver.\n\nCAPÍTULO III\n\nEL AÑO 1989\n\n22. Partiendo de la situación mundial apenas descrita, y ya expuesta con amplitud en la encíclica Sollicitudo rei socialis, se comprende el alcance inesperado y prometedor de los acontecimientos ocurridos en los últimos años. Su culminación es ciertamente lo ocurrido el año 1989 en los países de Europa central y oriental; pero abarcan un arco de tiempo y un horizonte geográfico más amplios. A lo largo de los años ochenta van cayendo poco a poco en algunos países de América Latina, e incluso de África y de Asia, ciertos regímenes dictatoriales y opresores; en otros casos da comienzo un camino de transición, difícil pero fecundo, hacia formas políticas más justas y de mayor participación. Una ayuda importante e incluso decisiva la ha dado la Iglesia, con su compromiso en favor de la defensa y promoción de los derechos del hombre. En ambientes intensamente ideologizados, donde posturas partidistas ofuscaban la conciencia de la común dignidad humana, la Iglesia ha afirmado con sencillez y energía que todo hombre —sean cuales sean sus convicciones personales— lleva dentro de sí la imagen de Dios y, por tanto, merece respeto. En esta afirmación se ha identificado con frecuencia la gran mayoría del pueblo, lo cual ha llevado a buscar formas de lucha y soluciones políticas más respetuosas para con la dignidad de la persona humana.\n\nDe este proceso histórico han surgido nuevas formas de democracia, que ofrecen esperanzas de un cambio en las frágiles estructuras políticas y sociales, gravadas por la hipoteca de una dolorosa serie de injusticias y rencores, aparte de una economía arruinada y de graves conflictos sociales. Mientras en unión con toda la Iglesia doy gracias a Dios por el testimonio, en ocasiones heroico, que han dado no pocos pastores, comunidades cristianas enteras, fieles en particular y hombres de buena voluntad en tan difíciles circunstancias, le pido que sostenga los esfuerzos de todos para construir un futuro mejor. Es ésta una responsabilidad no sólo de los ciudadanos de aquellos países, sino también de todos los cristianos y de los hombres de buena voluntad. Se trata de mostrar cómo los complejos problemas de aquellos pueblos se pueden resolver por medio del diálogo y de la solidaridad, en vez de la lucha para destruir al adversario y en vez de la guerra.\n\n23. Entre los numerosos factores de la caída de los regímenes opresores, algunos merecen ser recordados de modo especial. El factor decisivo que ha puesto en marcha los cambios es sin duda alguna la violación de los derechos del trabajador. No se puede olvidar que la crisis fundamental de los sistemas que pretenden ser expresión del gobierno y, lo que es más, de la dictadura del proletariado da comienzo con las grandes revueltas habidas en Polonia en nombre de la solidaridad. Son las muchedumbres de los trabajadores las que desautorizan la ideología, que pretende ser su voz; son ellas las que encuentran y como si descubrieran de nuevo expresiones y principios de la doctrina social de la Iglesia, partiendo de la experiencia, vivida y difícil, del trabajo y de la opresión.\n\nMerece ser subrayado también el hecho de que casi en todas partes se haya llegado a la caída de semejante «bloque» o imperio a través de una lucha pacífica, que emplea solamente las armas de la verdad y de la justicia. Mientras el marxismo consideraba que únicamente llevando hasta el extremo las contradicciones sociales era posible darles solución por medio del choque violento, las luchas que han conducido a la caída del marxismo insisten tenazmente en intentar todas las vías de la negociación, del diálogo, del testimonio de la verdad, apelando a la conciencia del adversario y tratando de despertar en éste el sentido de la común dignidad humana.\n\nParecía como si el orden europeo, surgido de la segunda guerra mundial y consagrado por los Acuerdos de Yalta, ya no pudiese ser alterado más que por otra guerra. Y sin embargo, ha sido superado por el compromiso no violento de hombres que, resistiéndose siempre a ceder al poder de la fuerza, han sabido encontrar, una y otra vez, formas eficaces para dar testimonio de la verdad. Esta actitud ha desarmado al adversario, ya que la violencia tiene siempre necesidad de justificarse con la mentira y de asumir, aunque sea falsamente, el aspecto de la defensa de un derecho o de respuesta a una amenaza ajena 54. Doy también gracias a Dios por haber mantenido firme el corazón de los hombres durante aquella difícil prueba, pidiéndole que este ejemplo pueda servir en otros lugares y en otras circunstancias. ¡Ojalá los hombres aprendan a luchar por la justicia sin violencia, renunciando a la lucha de clases en las controversias internas, así como a la guerra en las internacionales!\n\n24. El segundo factor de crisis es, en verdad, la ineficiencia del sistema económico, lo cual no ha de considerarse como un problema puramente técnico, sino más bien como consecuencia de la violación de los derechos humanos a la iniciativa, a la propiedad y a la libertad en el sector de la economía. A este aspecto hay que asociar en un segundo momento la dimensión cultural y la nacional. No es posible comprender al hombre, considerándolo unilateralmente a partir del sector de la economía, ni es posible definirlo simplemente tomando como base su pertenencia a una clase social. Al hombre se le comprende de manera más exhaustiva si es visto en la esfera de la cultura a través de la lengua, la historia y las actitudes que asume ante los acontecimientos fundamentales de la existencia, como son nacer, amar, trabajar, morir. El punto central de toda cultura lo ocupa la actitud que el hombre asume ante el misterio más grande: el misterio de Dios. Las culturas de las diversas naciones son, en el fondo, otras tantas maneras diversas de plantear la pregunta acerca del sentido de la existencia personal. Cuando esta pregunta es eliminada, se corrompen la cultura y la vida moral de las naciones. Por esto, la lucha por la defensa del trabajo se ha unido espontáneamente a la lucha por la cultura y por los derechos nacionales.\n\nLa verdadera causa de las «novedades», sin embargo, es el vacío espiritual provocado por el ateísmo, el cual ha dejado sin orientación a las jóvenes generaciones y en no pocos casos las ha inducido, en la insoslayable búsqueda de la propia identidad y del sentido de la vida, a descubrir las raíces religiosas de la cultura de sus naciones y la persona misma de Cristo, como respuesta existencialmente adecuada al deseo de bien, de verdad y de vida que hay en el corazón de todo hombre. Esta búsqueda ha sido confortada por el testimonio de cuantos, en circunstancias difíciles y en medio de la persecución, han permanecido fieles a Dios. El marxismo había prometido desenraizar del corazón humano la necesidad de Dios; pero los resultados han demostrado que no es posible lograrlo sin trastocar ese mismo corazón.\n\n25. Los acontecimientos del año 1989 ofrecen un ejemplo de éxito de la voluntad de negociación y del espíritu evangélico contra un adversario decidido a no dejarse condicionar por principios morales: son una amonestación para cuantos, en nombre del realismo político, quieren eliminar del ruedo de la política el derecho y la moral. Ciertamente la lucha que ha desem- bocado en los cambios del 1989 ha exigido lucidez, moderación, sufrimientos y sacrificios; en cierto sentido, ha nacido de la oración y hubiera sido impensable sin una ilimitada confianza en Dios, Señor de la historia, que tiene en sus manos el corazón de los hombres. Uniendo el propio sufrimiento por la verdad y por la libertad al de Cristo en la cruz, es así como el hombre puede hacer el milagro de la paz y ponerse en condiciones de acertar con el sendero a veces estrecho entre la mezquindad que cede al mal y la violencia que, creyendo ilusoriamente combatirlo, lo agrava.\n\nSin embargo, no se pueden ignorar los innumerables condicionamientos, en medio de los cuales viene a encontrarse la libertad individual a la hora de actuar: de hecho la influencian, pero no la determinan; facilitan más o menos su ejercicio, pero no pueden destruirla. No sólo no es lícito desatender desde el punto de vista ético la naturaleza del hombre que ha sido creado para la libertad, sino que esto ni siquiera es posible en la práctica. Donde la sociedad se organiza reduciendo de manera arbitraria o incluso eliminando el ámbito en que se ejercita legítimamente la libertad, el resultado es la desorganización y la decadencia progresiva de la vida social.\n\nPor otra parte, el hombre creado para la libertad lleva dentro de sí la herida del pecado original que lo empuja continuamente hacia el mal y hace que necesite la redención. Esta doctrina no sólo es parte integrante de la revelación cristiana, sino que tiene también un gran valor hermenéutico en cuanto ayuda a comprender la realidad humana. El hombre tiende hacia el bien, pero es también capaz del mal; puede trascender su interés inmediato y, sin embargo, permanece vinculado a él. El orden social será tanto más sólido cuanto más tenga en cuenta este hecho y no oponga el interés individual al de la sociedad en su conjunto, sino que busque más bien los modos de su fructuosa coordinación. De hecho, donde el interés individual es suprimido violentamente, queda sustituido por un oneroso y opresivo sistema de control burocrático que esteriliza toda iniciativa y creatividad. Cuando los hombres se creen en posesión del secreto de una organización social perfecta que hace imposible el mal, piensan también que pueden usar todos los medios, incluso la violencia o la mentira, para realizarla. La política se convierte entonces en una «religión secular», que cree ilusoriamente que puede construir el paraíso en este mundo. De ahí que cualquier sociedad política, que tiene su propia autonomía y sus propias leyes 55, nunca podrá confundirse con el Reino de Dios. La parábola evangélica de la buena semilla y la cizaña (cf. Mt 13, 24-30; 36-43) nos enseña que corresponde solamente a Dios separar a los seguidores del Reino y a los seguidores del Maligno, y que este juicio tendrá lugar al final de los tiempos. Pretendiendo anticipar el juicio ya desde ahora, el hombre trata de suplantar a Dios y se opone a su paciencia.\n\nGracias al sacrificio de Cristo en la cruz, la victoria del Reino de Dios ha sido conquistada de una vez para siempre; sin embargo, la condición cristiana exige la lucha contra las tentaciones y las fuerzas del mal. Solamente al final de los tiempos, volverá el Señor en su gloria para el juicio final (cf. Mt 25, 31) instaurando los cielos nuevos y la tierra nueva (cf. 2 Pe 3, 13; Ap 21, 1), pero, mientras tanto, la lucha entre el bien y el mal continúa incluso en el corazón del hombre.\n\nLo que la Sagrada Escritura nos enseña respecto de los destinos del Reino de Dios tiene sus consecuencias en la vida de la sociedad temporal, la cual —como indica la palabra misma— pertenece a la realidad del tiempo con todo lo que conlleva de imperfecto y provisional. El Reino de Dios, presente en el mundo sin ser del mundo, ilumina el orden de la sociedad humana, mientras que las energías de la gracia lo penetran y vivifican. Así se perciben mejor las exigencias de una sociedad digna del hombre; se corrigen las desviaciones y se corrobora el ánimo para obrar el bien. A esta labor de animación evangélica de las realidades humanas están llamados, junto con todos los hombres de buena voluntad, todos los cristianos y de manera especial los seglares 56.\n\n26. Los acontecimientos del año 1989 han tenido lugar principalmente en los países de Europa oriental y central; sin embargo, revisten importancia universal, ya que de ellos se desprenden consecuencias positivas y negativas que afectan a toda la familia humana. Tales consecuencias no se dan de forma mecánica o fatalista, sino que son más bien ocasiones que se ofrecen a la libertad humana para colaborar con el designio misericordioso de Dios que actúa en la historia.\n\nLa primera consecuencia ha sido, en algunos países, el encuentro entre la Iglesia y el Movimiento obrero, nacido como una reacción de orden ético y concretamente cristiano contra una vasta situación de injusticia. Durante casi un siglo dicho Movimiento en gran parte había caído bajo la hegemonía del marxismo, no sin la convicción de que los proletarios, para luchar eficazmente contra la opresión, debían asumir las teorías materialistas y economicistas.\n\nEn la crisis del marxismo brotan de nuevo las formas espontáneas de la conciencia obrera, que ponen de manifiesto una exigencia de justicia y de reconocimiento de la dignidad del trabajo, conforme a la doctrina social de la Iglesia 57. El Movimiento obrero desemboca en un movimiento más general de los trabajadores y de los hombres de buena voluntad, orientado a la liberación de la persona humana y a la consolidación de sus derechos; hoy día está presente en muchos países y, lejos de contraponerse a la Iglesia católica, la mira con interés.\n\nLa crisis del marxismo no elimina en el mundo las situaciones de injusticia y de opresión existentes, de las que se alimentaba el marxismo mismo, instrumentalizándolas. A quienes hoy día buscan una nueva y auténtica teoría y praxis de liberación, la Iglesia ofrece no sólo la doctrina social y, en general, sus enseñanzas sobre la persona redimida por Cristo, sino también su compromiso concreto de ayuda para combatir la marginación y el sufrimiento.\n\nEn el pasado reciente, el deseo sincero de ponerse de parte de los oprimidos y de no quedarse fuera del curso de la historia ha inducido a muchos creyentes a buscar por diversos caminos un compromiso imposible entre marxismo y cristianismo. El tiempo presente, a la vez que ha superado todo lo que había de caduco en estos intentos, lleva a reafirmar la positividad de una auténtica teología de la liberación humana integral 58. Considerados desde este punto de vista, los acontecimientos de 1989 vienen a ser importantes incluso para los países del llamado Tercer Mundo, que están buscando la vía de su desarrollo, lo mismo que lo han sido para los de Europa central y oriental.\n\n27. La segunda consecuencia afecta a los pueblos de Europa. En los años en que dominaba el comunismo, y también antes, se cometieron muchas injusticias individuales y sociales, regionales y nacionales; se acumularon muchos odios y rencores. Y sigue siendo real el peligro de que vuelvan a explotar, después de la caída de la dictadura, provocando graves conflictos y muertes, si disminuyen a su vez la tensión moral y la firmeza consciente en dar testimonio de la verdad, que han animado los esfuerzos del tiempo pasado. Es de esperar que el odio y la violencia no triunfen en los corazones, sobre todo de quienes luchan en favor de la justicia, sino que crezca en todos el espíritu de paz y de perdón.\n\nSin embargo, es necesario a este respecto que se den pasos concretos para crear o consolidar estructuras internacionales, capaces de intervenir, para el conveniente arbitraje, en los conflictos que surjan entre las naciones, de manera que cada una de ellas pueda hacer valer los propios derechos, alcanzando el justo acuerdo y la pacífica conciliación con los derechos de los demás. Todo esto es particularmente necesario para las naciones europeas, íntimamente unidas entre sí por los vínculos de una cultura común y de una historia milenaria. En efecto, hace falta un gran esfuerzo para la reconstrucción moral y económica en los países que han abandonado el comunismo. Durante mucho tiempo las relaciones económicas más elementales han sido distorsionadas y han sido zaheridas virtudes relacionadas con el sector de la economía, como la veracidad, la fiabilidad, la laboriosidad. Se siente la necesidad de una paciente reconstrucción material y moral, mientras los pueblos extenuados por largas privaciones piden a sus gobernantes logros de bienestar tangibles e inmediatos y una adecuada satisfacción de sus legítimas aspiraciones.\n\nNaturalmente, la caída del marxismo ha tenido consecuencias de gran alcance por lo que se refiere a la repartición de la tierra en mundos incomunicados unos con otros y en recelosa competencia entre sí; por otra parte, ha puesto más de manifiesto el hecho de la interdependencia, así como que el trabajo humano está destinado por su naturaleza a unir a los pueblos y no a dividirlos. Efectivamente, la paz y la prosperidad son bienes que pertenecen a todo el género humano, de manera que no es posible gozar de ellos correcta y duraderamente si son obtenidos y mantenidos en perjuicio de otros pueblos y naciones, violando sus derechos o excluyéndolos de las fuentes del bienestar.\n\n28. Para algunos países de Europa comienza ahora, en cierto sentido, la verdadera postguerra. La radical reestructuración de las economías, hasta ayer colectivizadas, comporta problemas y sacrificios, comparables con los que tuvieron que imponerse los países occidentales del continente para su reconstrucción después del segundo conflicto mundial. Es justo que en las presentes dificultades los países excomunistas sean ayudados por el esfuerzo solidario de las otras naciones: obviamente, han de ser ellos los primeros artífices de su propio desarrollo; pero se les ha de dar una razonable oportunidad para realizarlo, y esto no puede lograrse sin la ayuda de los otros países. Por lo demás, las actuales condiciones de dificultad y penuria son la consecuencia de un proceso histórico, del que los países excomunistas han sido a veces objeto y no sujeto; por tanto, si se hallan en esas condiciones no es por propia elección o a causa de errores cometidos, sino como consecuencia de trágicos acontecimientos históricos impuestos por la violencia, que les han impedido proseguir por el camino del desarrollo económico y civil.\n\nLa ayuda de otros países, sobre todo europeos, que han tenido parte en la misma historia y de la que son responsables, corresponde a una deuda de justicia. Pero corresponde también al interés y al bien general de Europa, la cual no podrá vivir en paz, si los conflictos de diversa índole, que surgen como consecuencia del pasado, se van agravando a causa de una situación de desorden económico, de espiritual insatisfacción y desesperación.\n\nEsta exigencia, sin embargo, no debe inducir a frenar los esfuerzos para prestar apoyo y ayuda a los países del Tercer Mundo, que sufren a veces condiciones de insuficiencia y de pobreza bastante más graves 59. Será necesario un esfuerzo extraordinario para movilizar los recursos, de los que el mundo en su conjunto no carece, hacia objetivos de crecimiento económico y de desarrollo común, fijando de nuevo las prioridades y las escalas de valores, sobre cuya base se deciden las opciones económicas y políticas. Pueden hacerse disponibles ingentes recursos con el desarme de los enormes aparatos militares, creados para el conflicto entre Este y Oeste. Éstos podrán resultar aún mayores, si se logra establecer procedimientos fiables para la solución de los conflictos, alternativas a la guerra, y extender, por tanto, el principio del control y de la reducción de los armamentos incluso en los países del Tercer Mundo, adoptando oportunas medidas contra su comercio 60. Sobre todo será necesario abandonar una mentalidad que considera a los pobres —personas y pueblos— como un fardo o como molestos e importunos, ávidos de consumir lo que otros han producido. Los pobres exigen el derecho de participar y gozar de los bienes materiales y de hacer fructificar su capacidad de trabajo, creando así un mundo más justo y más próspero para todos. La promoción de los pobres es una gran ocasión para el crecimiento moral, cultural e incluso económico de la humanidad entera.\n\n29. En fin, el desarrollo no debe ser entendido de manera exclusivamente económica, sino bajo una dimensión humana integral 61. No se trata solamente de elevar a todos los pueblos al nivel del que gozan hoy los países más ricos, sino de fundar sobre el trabajo solidario una vida más digna, hacer crecer efectivamente la dignidad y la creatividad de toda persona, su capacidad de responder a la propia vocación y, por tanto, a la llamada de Dios. El punto culminante del desarrollo conlleva el ejercicio del derecho-deber de buscar a Dios, conocerlo y vivir según tal conocimiento 62. En los regímenes totalitarios y autoritarios se ha extremado el principio de la primacía de la fuerza sobre la razón. El hombre se ha visto obligado a sufrir una concepción de la realidad impuesta por la fuerza, y no conseguida mediante el esfuerzo de la propia razón y el ejercicio de la propia libertad. Hay que invertir los términos de ese principio y reconocer íntegramente los derechos de la conciencia humana, vinculada solamente a la verdad natural y revelada. En el reconocimiento de estos derechos consiste el fundamento primario de todo ordenamiento político auténticamente libre 63. Es importante reafirmar este principio por varios motivos:\n\na) porque las antiguas formas de totalitarismo y de autoritarismo todavía no han sido superadas completamente y existe aún el riesgo de que recobren vigor: esto exige un renovado esfuerzo de colaboración y de solidaridad entre todos los países;\n\nb) porque en los países desarrollados se hace a veces excesiva propaganda de los valores puramente utilitarios, al provocar de manera desenfrenada los instintos y las tendencias al goce inmediato, lo cual hace difícil el reconocimiento y el respeto de la jerarquía de los verdaderos valores de la existencia humana;\n\nc) porque en algunos países surgen nuevas formas de fundamentalismo religioso que, velada o también abiertamente, niegan a los ciudadanos de credos diversos de los de la mayoría el pleno ejercicio de sus derechos civiles y religiosos, les impiden participar en el debate cultural, restringen el derecho de la Iglesia a predicar el Evangelio y el derecho de los hombres que escuchan tal predicación a acogerla y convertirse a Cristo. No es posible ningún progreso auténtico sin el respeto del derecho natural y originario a conocer la verdad y vivir según la misma. A este derecho va unido, para su ejercicio y profundización, el derecho a descubrir y acoger libremente a Jesucristo, que es el verdadero bien del hombre 64.\n\nCAPÍTULO IV\n\nLA PROPIEDAD PRIVADA\n\nY EL DESTINO UNIVERSAL DE LOS BIENES\n\n30. En la Rerum novarum León XIII afirmaba enérgicamente y con varios argumentos el carácter natural del derecho a la propiedad privada, en contra del socialismo de su tiempo 65. Este derecho, fundamental en toda persona para su autonomía y su desarrollo, ha sido defendido siempre por la Iglesia hasta nuestros días. Asimismo, la Iglesia enseña que la propiedad de los bienes no es un derecho absoluto, ya que en su naturaleza de derecho humano lleva inscrita la propia limitación.\n\nA la vez que proclamaba con fuerza el derecho a la propiedad privada, el Pontífice afirmaba con igual claridad que el «uso» de los bienes, confiado a la propia libertad, está subordinado al destino primigenio y común de los bienes creados y también a la voluntad de Jesucristo, manifestada en el Evangelio. Escribía a este respecto: «Así pues los afortunados quedan avisados...; los ricos deben temer las tremendas amenazas de Jesucristo, ya que más pronto o más tarde habrán de dar cuenta severísima al divino Juez del uso de las riquezas»; y, citando a santo Tomás de Aquino, añadía: «Si se pregunta cómo debe ser el uso de los bienes, la Iglesia responderá sin vacilación alguna: \"a este respecto el hombre no debe considerar los bienes externos como propios, sino como comunes\"... porque \"por encima de las leyes y de los juicios de los hombres está la ley, el juicio de Cristo\"»66.\n\nLos sucesores de León XIII han repetido esta doble afirmación: la necesidad y, por tanto, la licitud de la propiedad privada, así como los límites que pesan sobre ella 67. También el Concilio Vaticano II ha propuesto de nuevo la doctrina tradicional con palabras que merecen ser citadas aquí textualmente: «El hombre, usando estos bienes, no debe considerar las cosas exteriores que legítimamente posee como exclusivamente suyas, sino también como comunes, en el sentido de que no le aprovechen a él solamente, sino también a los demás». Y un poco más adelante: «La propiedad privada o un cierto dominio sobre los bienes externos aseguran a cada cual una zona absolutamente necesaria de autonomía personal y familiar, y deben ser considerados como una ampliación de la libertad humana... La propiedad privada, por su misma naturaleza, tiene también una índole social, cuyo fundamento reside en el destino común de los bienes»68. La misma doctrina social ha sido objeto de consideración por mi parte, primeramente en el discurso a la III Conferencia del Episcopado latinoamericano en Puebla y posteriormente en las encíclicas Laborem exercens y Sollicitudo rei socialis 69.\n\n31. Releyendo estas enseñanzas sobre el derecho a la propiedad y el destino común de los bienes en relación con nuestro tiempo, se puede plantear la cuestión acerca del origen de los bienes que sustentan la vida del hombre, que satisfacen sus necesidades y son objeto de sus derechos.\n\nEl origen primigenio de todo lo que es un bien es el acto mismo de Dios que ha creado el mundo y el hombre, y que ha dado a éste la tierra para que la domine con su trabajo y goce de sus frutos (cf. Gn 1, 28-29). Dios ha dado la tierra a todo el género humano para que ella sustente a todos sus habitantes, sin excluir a nadie ni privilegiar a ninguno. He ahí, pues, la raíz primera del destino universal de los bienes de la tierra. Ésta, por su misma fecundidad y capacidad de satisfacer las necesidades del hombre, es el primer don de Dios para el sustento de la vida humana. Ahora bien, la tierra no da sus frutos sin una peculiar respuesta del hombre al don de Dios, es decir, sin el trabajo. Mediante el trabajo, el hombre, usando su inteligencia y su libertad, logra dominarla y hacer de ella su digna morada. De este modo, se apropia una parte de la tierra, la que se ha conquistado con su trabajo: he ahí el origen de la propiedad individual. Obviamente le incumbe también la responsabilidad de no impedir que otros hombres obtengan su parte del don de Dios, es más, debe cooperar con ellos para dominar juntos toda la tierra.\n\nA lo largo de la historia, en los comienzos de toda sociedad humana, encontramos siempre estos dos factores, el trabajo y la tierra; en cambio, no siempre hay entre ellos la misma relación. En otros tiempos la natural fecundidad de la tierra aparecía, y era de hecho, como el factor principal de riqueza, mientras que el trabajo servía de ayuda y favorecía tal fecundidad. En nuestro tiempo es cada vez más importante el papel del trabajo humano en cuanto factor productivo de las riquezas inmateriales y materiales; por otra parte, es evidente que el trabajo de un hombre se conecta naturalmente con el de otros hombres. Hoy más que nunca, trabajar es trabajar con otros y trabajar para otros: es hacer algo para alguien. El trabajo es tanto más fecundo y productivo, cuanto el hombre se hace más capaz de conocer las potencialidades productivas de la tierra y ver en profundidad las necesidades de los otros hombres, para quienes se trabaja.\n\n32. Existe otra forma de propiedad, concretamente en nuestro tiempo, que tiene una importancia no inferior a la de la tierra: es la propiedad del conocimiento, de la técnica y del saber. En este tipo de propiedad, mucho más que en los recursos naturales, se funda la riqueza de las naciones industrializadas.\n\nSe ha aludido al hecho de que el hombre trabaja con los otros hombres, tomando parte en un «trabajo social» que abarca círculos progresivamente más amplios. Quien produce una cosa lo hace generalmente —aparte del uso personal que de ella pueda hacer— para que otros puedan disfrutar de la misma, después de haber pagado el justo precio, establecido de común acuerdo mediante una libre negociación. Precisamente la capacidad de conocer oportunamente las necesidades de los demás hombres y el conjunto de los factores productivos más apropiados para satisfacerlas es otra fuente importante de riqueza en una sociedad moderna. Por lo demás, muchos bienes no pueden ser producidos de manera adecuada por un solo individuo, sino que exigen la colaboración de muchos. Organizar ese esfuerzo productivo, programar su duración en el tiempo, procurar que corresponda de manera positiva a las necesidades que debe satisfacer, asumiendo los riesgos necesarios: todo esto es también una fuente de riqueza en la sociedad actual. Así se hace cada vez más evidente y determinante el papel del trabajo humano, disciplinado y creativo, y el de las capacidades de iniciativa y de espíritu emprendedor, como parte esencial del mismo trabajo 70.\n\nDicho proceso, que pone concretamente de manifiesto una verdad sobre la persona, afirmada sin cesar por el cristianismo, debe ser mirado con atención y positivamente. En efecto, el principal recurso del hombre es, junto con la tierra, el hombre mismo. Es su inteligencia la que descubre las potencialidades productivas de la tierra y las múltiples modalidades con que se pueden satisfacer las necesidades humanas. Es su trabajo disciplinado, en solidaria colaboración, el que permite la creación de comunidades de trabajo cada vez más amplias y seguras para llevar a cabo la transformación del ambiente natural y la del mismo ambiente humano. En este proceso están comprometidas importantes virtudes, como son la diligencia, la laboriosidad, la prudencia en asumir los riesgos razonables, la fiabilidad y la lealtad en las relaciones interpersonales, la resolución de ánimo en la ejecución de decisiones difíciles y dolorosas, pero necesarias para el trabajo común de la empresa y para hacer frente a los eventuales reveses de fortuna.\n\nLa moderna economía de empresa comporta aspectos positivos, cuya raíz es la libertad de la persona, que se expresa en el campo económico y en otros campos. En efecto, la economía es un sector de la múltiple actividad humana y en ella, como en todos los demás campos, es tan válido el derecho a la libertad como el deber de hacer uso responsable del mismo. Hay, además, diferencias específicas entre estas tendencias de la sociedad moderna y las del pasado incluso reciente. Si en otros tiempos el factor decisivo de la producción era la tierra y luego lo fue el capital, entendido como conjunto masivo de maquinaria y de bienes instrumentales, hoy día el factor decisivo es cada vez más el hombre mismo, es decir, su capacidad de conocimiento, que se pone de manifiesto mediante el saber científico, y su capacidad de organización solidaria, así como la de intuir y satisfacer las necesidades de los demás.\n\n33. Sin embargo, es necesario descubrir y hacer presentes los riesgos y los problemas relacionados con este tipo de proceso. De hecho, hoy muchos hombres, quizá la gran mayoría, no disponen de medios que les permitan entrar de manera efectiva y humanamente digna en un sistema de empresa, donde el trabajo ocupa una posición realmente central. No tienen posibilidad de adquirir los conocimientos básicos, que les ayuden a expresar su creatividad y desarrollar sus capacidades. No consiguen entrar en la red de conocimientos y de intercomunicaciones que les permitiría ver apreciadas y utilizadas sus cualidades. Ellos, aunque no explotados propiamente, son marginados ampliamente y el desarrollo económico se realiza, por así decirlo, por encima de su alcance, limitando incluso los espacios ya reducidos de sus antiguas economías de subsistencia. Esos hombres, impotentes para resistir a la competencia de mercancías producidas con métodos nuevos y que satisfacen necesidades que anteriormente ellos solían afrontar con sus formas organizativas tradicionales, ofuscados por el esplendor de una ostentosa opulencia, inalcanzable para ellos, coartados a su vez por la necesidad, esos hombres forman verdaderas aglomeraciones en las ciudades del Tercer Mundo, donde a menudo se ven desarraigados culturalmente, en medio de situaciones de violencia y sin posibilidad de integración. No se les reconoce, de hecho, su dignidad y, en ocasiones, se trata de eliminarlos de la historia mediante formas coactivas de control demográfico, contrarias a la dignidad humana.\n\nOtros muchos hombres, aun no estando marginados del todo, viven en ambientes donde la lucha por lo necesario es absolutamente prioritaria y donde están vigentes todavía las reglas del capitalismo primitivo, junto con una despiadada situación que no tiene nada que envidiar a la de los momentos más oscuros de la primera fase de industrialización. En otros casos sigue siendo la tierra el elemento principal del proceso económico, con lo cual quienes la cultivan, al ser excluidos de su propiedad, se ven reducidos a condiciones de semiesclavitud 71. Ante estos casos, se puede hablar hoy día, como en tiempos de la Rerum novarum, de una explotación inhumana. A pesar de los grandes cambios acaecidos en las sociedades más avanzadas, las carencias humanas del capitalismo, con el consiguiente dominio de las cosas sobre los hombres, están lejos de haber desaparecido; es más, para los pobres, a la falta de bienes materiales se ha añadido la del saber y de conocimientos, que les impide salir del estado de humillante dependencia.\n\nPor desgracia, la gran mayoría de los habitantes del Tercer Mundo vive aún en esas condiciones. Sería, sin embargo, un error entender este mundo en sentido solamente geográfico. En algunas regiones y en sectores sociales del mismo se han emprendido procesos de desarrollo orientados no tanto a la valoración de los recursos materiales, cuanto a la del «recurso humano».\n\nEn años recientes se ha afirmado que el desarrollo de los países más pobres dependía del aislamiento del mercado mundial, así como de su confianza exclusiva en las propias fuerzas. La historia reciente ha puesto de manifiesto que los países que se han marginado han experimentado un estancamiento y retroceso; en cambio, han experimentado un desarrollo los países que han logrado introducirse en la interrelación general de las actividades económicas a nivel internacional. Parece, pues, que el mayor problema está en conseguir un acceso equitativo al mercado internacional, fundado no sobre el principio unilateral de la explotación de los recursos naturales, sino sobre la valoración de los recursos humanos 72.\n\nCon todo, aspectos típicos del Tercer Mundo se dan también en los países desarrollados, donde la transformación incesante de los modos de producción y de consumo devalúa ciertos conocimientos ya adquiridos y profesionalidades consolidadas, exigiendo un esfuerzo continuo de recalificación y de puesta al día. Los que no logran ir al compás de los tiempos pueden quedar fácilmente marginados, y junto con ellos, lo son también los ancianos, los jóvenes incapaces de inserirse en la vida social y, en general, las personas más débiles y el llamado Cuarto Mundo. La situación de la mujer en estas condiciones no es nada fácil.\n\n34. Da la impresión de que, tanto a nivel de naciones, como de relaciones internacionales, el libre mercado es el instrumento más eficaz para colocar los recursos y responder eficazmente a las necesidades. Sin embargo, esto vale sólo para aquellas necesidades que son «solventables», con poder adquisitivo, y para aquellos recursos que son «vendibles», esto es, capaces de alcanzar un precio conveniente. Pero existen numerosas necesidades humanas que no tienen salida en el mercado. Es un estricto deber de justicia y de verdad impedir que queden sin satisfacer las necesidades humanas fundamentales y que perezcan los hombres oprimidos por ellas. Además, es preciso que se ayude a estos hombres necesitados a conseguir los conocimientos, a entrar en el círculo de las interrelaciones, a desarrollar sus aptitudes para poder valorar mejor sus capacidades y recursos. Por encima de la lógica de los intercambios a base de los parámetros y de sus formas justas, existe algo que es debido al hombre porque es hombre, en virtud de su eminente dignidad. Este algo debido conlleva inseparablemente la posibilidad de sobrevivir y de participar activamente en el bien común de la humanidad.\n\nEn el contexto del Tercer Mundo conservan toda su validez —y en ciertos casos son todavía una meta por alcanzar— los objetivos indicados por la Rerum novarum, para evitar que el trabajo del hombre y el hombre mismo se reduzcan al nivel de simple mercancía: el salario suficiente para la vida de familia, los seguros sociales para la vejez y el desempleo, la adecuada tutela de las condiciones de trabajo.\n\n35. Se abre aquí un vasto y fecundo campo de acción y de lucha, en nombre de la justicia, para los sindicatos y demás organizaciones de los trabajadores, que defienden sus derechos y tutelan su persona, desempeñando al mismo tiempo una función esencial de carácter cultural, para hacerles participar de manera más plena y digna en la vida de la nación y ayudarles en la vía del desarrollo.\n\nEn este sentido se puede hablar justamente de lucha contra un sistema económico, entendido como método que asegura el predominio absoluto del capital, la posesión de los medios de producción y la tierra, respecto a la libre subjetividad del trabajo del hombre 73. En la lucha contra este sistema no se pone, como modelo alternativo, el sistema socialista, que de hecho es un capitalismo de Estado, sino una sociedad basada en el trabajo libre, en la empresa y en la participación. Esta sociedad tampoco se opone al mercado, sino que exige que éste sea controlado oportunamente por las fuerzas sociales y por el Estado, de manera que se garantice la satisfacción de las exigencias fundamentales de toda la sociedad.\n\nLa Iglesia reconoce la justa función de los beneficios, como índice de la buena marcha de la empresa. Cuando una empresa da beneficios significa que los factores productivos han sido utilizados adecuadamente y que las correspondientes necesidades humanas han sido satisfechas debidamente. Sin embargo, los beneficios no son el único índice de las condiciones de la empresa. Es posible que los balances económicos sean correctos y que al mismo tiempo los hombres, que constituyen el patrimonio más valioso de la empresa, sean humillados y ofendidos en su dignidad. Además de ser moralmente inadmisible, esto no puede menos de tener reflejos negativos para el futuro, hasta para la eficiencia económica de la empresa. En efecto, finalidad de la empresa no es simplemente la producción de beneficios, sino más bien la existencia misma de la empresa como comunidad de hombres que, de diversas maneras, buscan la satisfacción de sus necesidades fundamentales y constituyen un grupo particular al servicio de la sociedad entera. Los beneficios son un elemento regulador de la vida de la empresa, pero no el único; junto con ellos hay que considerar otros factores humanos y morales que, a largo plazo, son por lo menos igualmente esenciales para la vida de la empresa.\n\nQueda mostrado cuán inaceptable es la afirmación de que la derrota del socialismo deja al capitalismo como único modelo de organización económica. Hay que romper las barreras y los monopolios que colocan a tantos pueblos al margen del desarrollo, y asegurar a todos —individuos y naciones— las condiciones básicas que permitan participar en dicho desarrollo. Este objetivo exige esfuerzos programados y responsables por parte de toda la comunidad internacional. Es necesario que las naciones más fuertes sepan ofrecer a las más débiles oportunidades de inserción en la vida internacional; que las más débiles sepan aceptar estas oportunidades, haciendo los esfuerzos y los sacrificios necesarios para ello, asegurando la estabilidad del marco político y económico, la certeza de perspectivas para el futuro, el desarrollo de las capacidades de los propios trabajadores, la formación de empresarios eficientes y conscientes de sus responsabilidades 74.\n\nActualmente, sobre los esfuerzos positivos que se han llevado a cabo en este sentido grava el problema, todavía no resuelto en gran parte, de la deuda exterior de los países más pobres. Es ciertamente justo el principio de que las deudas deben ser pagadas. No es lícito, en cambio, exigir o pretender su pago, cuando éste vendría a imponer de hecho opciones políticas tales que llevaran al hambre y a la desesperación a poblaciones enteras. No se puede pretender que las deudas contraídas sean pagadas con sacrificios insoportables. En estos casos es necesario —como, por lo demás, está ocurriendo en parte— encontrar modalidades de reducción, dilación o extinción de la deuda, compatibles con el derecho fundamental de los pueblos a la subsistencia y al progreso.\n\n36. Conviene ahora dirigir la atención a los problemas específicos y a las amenazas, que surgen dentro de las economías más avanzadas y en relación con sus peculiares características. En las precedentes fases de desarrollo, el hombre ha vivido siempre condicionado bajo el peso de la necesidad. Las cosas necesarias eran pocas, ya fijadas de alguna manera por las estructuras objetivas de su constitución corpórea, y la actividad económica estaba orientada a satisfacerlas. Está claro, sin embargo, que hoy el problema no es sólo ofrecer una cantidad de bienes suficientes, sino el de responder a un demanda de calidad: calidad de la mercancía que se produce y se consume; calidad de los servicios que se disfrutan; calidad del ambiente y de la vida en general.\n\nLa demanda de una existencia cualitativamente más satisfactoria y más rica es algo en sí legítimo; sin embargo hay que poner de relieve las nuevas responsabilidades y peligros anejos a esta fase histórica. En el mundo, donde surgen y se delimitan nuevas necesidades, se da siempre una concepción más o menos adecuada del hombre y de su verdadero bien. A través de las opciones de producción y de consumo se pone de manifiesto una determinada cultura, como concepción global de la vida. De ahí nace el fenómeno del consumismo. Al descubrir nuevas necesidades y nuevas modalidades para su satisfacción, es necesario dejarse guiar por una imagen integral del hombre, que respete todas las dimensiones de su ser y que subordine las materiales e instintivas a las interiores y espirituales. Por el contrario, al dirigirse directamente a sus instintos, prescindiendo en uno u otro modo de su realidad personal, consciente y libre, se pueden crear hábitos de consumo y estilos de vida objetivamente ilícitos y con frecuencia incluso perjudiciales para su salud física y espiritual. El sistema económico no posee en sí mismo criterios que permitan distinguir correctamente las nuevas y más elevadas formas de satisfacción de las nuevas necesidades humanas, que son un obstáculo para la formación de una personalidad madura. Es, pues, necesaria y urgente una gran obra educativa y cultural, que comprenda la educación de los consumidores para un uso responsable de su capacidad de elección, la formación de un profundo sentido de responsabilidad en los productores y sobre todo en los profesionales de los medios de comunicación social, además de la necesaria intervención de las autoridades públicas.\n\nUn ejemplo llamativo de consumismo, contrario a la salud y a la dignidad del hombre y que ciertamente no es fácil controlar, es el de la droga. Su difusión es índice de una grave disfunción del sistema social, que supone una visión materialista y, en cierto sentido, destructiva de las necesidades humanas. De este modo la capacidad innovadora de la economía libre termina por realizarse de manera unilateral e inadecuada. La droga, así como la pornografía y otras formas de consumismo, al explotar la fragilidad de los débiles, pretenden llenar el vacío espiritual que se ha venido a crear.\n\nNo es malo el deseo de vivir mejor, pero es equivocado el estilo de vida que se presume como mejor, cuando está orientado a tener y no a ser, y que quiere tener más no para ser más, sino para consumir la existencia en un goce que se propone como fin en sí mismo 75. Por esto, es necesario esforzarse por implantar estilos de vida, a tenor de los cuales la búsqueda de la verdad, de la belleza y del bien, así como la comunión con los demás hombres para un crecimiento común sean los elementos que determinen las opciones del consumo, de los ahorros y de las inversiones. A este respecto, no puedo limitarme a recordar el deber de la caridad, esto es, el deber de ayudar con lo propio «superfluo» y, a veces, incluso con lo propio «necesario», para dar al pobre lo indispensable para vivir. Me refiero al hecho de que también la opción de invertir en un lugar y no en otro, en un sector productivo en vez de otro, es siempre una opción moral y cultural. Dadas ciertas condiciones económicas y de estabilidad política absolutamente imprescindibles, la decisión de invertir, esto es, de ofrecer a un pueblo la ocasión de dar valor al propio trabajo, está asimismo determinada por una actitud de querer ayudar y por la confianza en la Providencia, lo cual muestra las cualidades humanas de quien decide.\n\n37. Es asimismo preocupante, junto con el problema del consumismo y estrictamente vinculado con él, la cuestión ecológica. El hombre, impulsado por el deseo de tener y gozar, más que de ser y de crecer, consume de manera excesiva y desordenada los recursos de la tierra y su misma vida. En la raíz de la insensata destrucción del ambiente natural hay un error antropológico, por desgracia muy difundido en nuestro tiempo. El hombre, que descubre su capacidad de transformar y, en cierto sentido, de «crear» el mundo con el propio trabajo, olvida que éste se desarrolla siempre sobre la base de la primera y originaria donación de las cosas por parte de Dios. Cree que puede disponer arbitrariamente de la tierra, sometiéndola sin reservas a su voluntad como si ella no tuviese una fisonomía propia y un destino anterior dados por Dios, y que el hombre puede desarrollar ciertamente, pero que no debe traicionar. En vez de desempeñar su papel de colaborador de Dios en la obra de la creación, el hombre suplanta a Dios y con ello provoca la rebelión de la naturaleza, más bien tiranizada que gobernada por él 76.\n\nEsto demuestra, sobre todo, mezquindad o estrechez de miras del hombre, animado por el deseo de poseer las cosas en vez de relacionarlas con la verdad, y falto de aquella actitud desinteresada, gratuita, estética que nace del asombro por el ser y por la belleza que permite leer en las cosas visibles el mensaje de Dios invisible que las ha creado. A este respecto, la humanidad de hoy debe ser consciente de sus deberes y de su cometido para con las generaciones futuras.\n\n38. Además de la destrucción irracional del ambiente natural hay que recordar aquí la más grave aún del ambiente humano, al que, sin embargo, se está lejos de prestar la necesaria atención. Mientras nos preocupamos justamente, aunque mucho menos de lo necesario, de preservar los «habitat» naturales de las diversas especies animales amenazadas de extinción, porque nos damos cuenta de que cada una de ellas aporta su propia contribución al equilibrio general de la tierra, nos esforzamos muy poco por salvaguardar las condiciones morales de una auténtica «ecología humana». No sólo la tierra ha sido dada por Dios al hombre, el cual debe usarla respetando la intención originaria de que es un bien, según la cual le ha sido dada; incluso el hombre es para sí mismo un don de Dios y, por tanto, debe respetar la estructura natural y moral de la que ha sido dotado. Hay que mencionar en este contexto los graves problemas de la moderna urbanización, la necesidad de un urbanismo preocupado por la vida de las personas, así como la debida atención a una «ecología social» del trabajo.\n\nEl hombre recibe de Dios su dignidad esencial y con ella la capacidad de trascender todo ordenamiento de la sociedad hacia la verdad y el bien. Sin embargo, está condicionado por la estructura social en que vive, por la educación recibida y por el ambiente. Estos elementos pueden facilitar u obstaculizar su vivir según la verdad. Las decisiones, gracias a las cuales se constituye un ambiente humano, pueden crear estructuras concretas de pecado, impidiendo la plena realización de quienes son oprimidos de diversas maneras por las mismas. Demoler tales estructuras y sustituirlas con formas más auténticas de convivencia es un cometido que exige valentía y paciencia 77.\n\n39. La primera estructura fundamental a favor de la «ecología humana» es la familia, en cuyo seno el hombre recibe las primeras nociones sobre la verdad y el bien; aprende qué quiere decir amar y ser amado, y por consiguiente qué quiere decir en concreto ser una persona. Se entiende aquí la familia fundada en el matrimonio, en el que el don recíproco de sí por parte del hombre y de la mujer crea un ambiente de vida en el cual el niño puede nacer y desarrollar sus potencialidades, hacerse consciente de su dignidad y prepararse a afrontar su destino único e irrepetible. En cambio, sucede con frecuencia que el hombre se siente desanimado a realizar las condiciones auténticas de la reproducción humana y se ve inducido a considerar la propia vida y a sí mismo como un conjunto de sensaciones que hay que experimentar más bien que como una obra a realizar. De aquí nace una falta de libertad que le hace renunciar al compromiso de vincularse de manera estable con otra persona y engendrar hijos, o bien le mueve a considerar a éstos como una de tantas «cosas» que es posible tener o no tener, según los propios gustos, y que se presentan como otras opciones.\n\nHay que volver a considerar la familia como el santuario de la vida. En efecto, es sagrada: es el ámbito donde la vida, don de Dios, puede ser acogida y protegida de manera adecuada contra los múltiples ataques a que está expuesta, y puede desarrollarse según las exigencias de un auténtico crecimiento humano. Contra la llamada cultura de la muerte, la familia constituye la sede de la cultura de la vida.\n\nEl ingenio del hombre parece orientarse, en este campo, a limitar, suprimir o anular las fuentes de la vida, recurriendo incluso al aborto, tan extendido por desgracia en el mundo, más que a defender y abrir las posibilidades a la vida misma. En la encíclica Sollicitudo rei socialis han sido denunciadas las campañas sistemáticas contra la natalidad, que, sobre la base de una concepción deformada del problema demográfico y en un clima de «absoluta falta de respeto por la libertad de decisión de las personas interesadas», las someten frecuentemente a «intolerables presiones... para plegarlas a esta forma nueva de opresión»78. Se trata de políticas que con técnicas nuevas extienden su radio de acción hasta llegar, como en una «guerra química», a envenenar la vida de millones de seres humanos indefensos.\n\nEstas críticas van dirigidas no tanto contra un sistema económico, cuanto contra un sistema ético-cultural. En efecto, la economía es sólo un aspecto y una dimensión de la compleja actividad humana. Si es absolutizada, si la producción y el consumo de las mercancías ocupan el centro de la vida social y se convierten en el único valor de la sociedad, no subordinado a ningún otro, la causa hay que buscarla no sólo y no tanto en el sistema económico mismo, cuanto en el hecho de que todo el sistema sociocultural, al ignorar la dimensión ética y religiosa, se ha debilitado, limitándose únicamente a la producción de bienes y servicios 79.\n\nTodo esto se puede resumir afirmando una vez más que la libertad económica es solamente un elemento de la libertad humana. Cuando aquella se vuelve autónoma, es decir, cuando el hombre es considerado más como un productor o un consumidor de bienes que como un sujeto que produce y consume para vivir, entonces pierde su necesaria relación con la persona humana y termina por alienarla y oprimirla 80.\n\n40. Es deber del Estado proveer a la defensa y tutela de los bienes colectivos, como son el ambiente natural y el ambiente humano, cuya salvaguardia no puede estar asegurada por los simples mecanismos de mercado. Así como en tiempos del viejo capitalismo el Estado tenía el deber de defender los derechos fundamentales del trabajo, así ahora con el nuevo capitalismo el Estado y la sociedad tienen el deber de defender los bienes colectivos que, entre otras cosas, constituyen el único marco dentro del cual es posible para cada uno conseguir legítimamente sus fines individuales.\n\nHe ahí un nuevo límite del mercado: existen necesidades colectivas y cualitativas que no pueden ser satisfechas mediante sus mecanismos; hay exigencias humanas importantes que escapan a su lógica; hay bienes que, por su naturaleza, no se pueden ni se deben vender o comprar. Ciertamente, los mecanismos de mercado ofrecen ventajas seguras; ayudan, entre otras cosas, a utilizar mejor los recursos; favorecen el intercambio de los productos y, sobre todo, dan la primacía a la voluntad y a las preferencias de la persona, que, en el contrato, se confrontan con las de otras personas. No obstante, conllevan el riesgo de una «idolatría» del mercado, que ignora la existencia de bienes que, por su naturaleza, no son ni pueden ser simples mercancías.\n\n41. El marxismo ha criticado las sociedades burguesas y capitalistas, reprochándoles la mercantilización y la alienación de la existencia humana. Ciertamente, este reproche está basado sobre una concepción equivocada e inadecuada de la alienación, según la cual ésta depende únicamente de la esfera de las relaciones de producción y propiedad, esto es, atribuyéndole un fundamento materialista y negando, además, la legitimidad y la positividad de las relaciones de mercado incluso en su propio ámbito. El marxismo acaba afirmando así que sólo en una sociedad de tipo colectivista podría erradicarse la alienación. Ahora bien, la experiencia histórica de los países socialistas ha demostrado tristemente que el colectivismo no acaba con la alienación, sino que más bien la incrementa, al añadirle la penuria de las cosas necesarias y la ineficacia económica.\n\nLa experiencia histórica de Occidente, por su parte, demuestra que, si bien el análisis y el fundamento marxista de la alienación son falsas, sin embargo la alienación, junto con la pérdida del sentido auténtico de la existencia, es una realidad incluso en las sociedades occidentales. En efecto, la alienación se verifica en el consumo, cuando el hombre se ve implicado en una red de satisfacciones falsas y superficiales, en vez de ser ayudado a experimentar su personalidad auténtica y concreta. La alienación se verifica también en el trabajo, cuando se organiza de manera tal que «maximaliza» solamente sus frutos y ganancias y no se preocupa de que el trabajador, mediante el propio trabajo, se realice como hombre, según que aumente su participación en una auténtica comunidad solidaria, o bien su aislamiento en un complejo de relaciones de exacerbada competencia y de recíproca exclusión, en la cual es considerado sólo como un medio y no como un fin.\n\nEs necesario iluminar, desde la concepción cristiana, el concepto de alienación, descubriendo en él la inversión entre los medios y los fines: el hombre, cuando no reconoce el valor y la grandeza de la persona en sí mismo y en el otro, se priva de hecho de la posibilidad de gozar de la propia humanidad y de establecer una relación de solidaridad y comunión con los demás hombres, para lo cual fue creado por Dios. En efecto, es mediante la propia donación libre como el hombre se realiza auténticamente a sí mismo 81, y esta donación es posible gracias a la esencial «capacidad de trascendencia» de la persona humana. El hombre no puede darse a un proyecto solamente humano de la realidad, a un ideal abstracto, ni a falsas utopías. En cuanto persona, puede darse a otra persona o a otras personas y, por último, a Dios, que es el autor de su ser y el único que puede acoger plenamente su donación 82. Se aliena el hombre que rechaza trascenderse a sí mismo y vivir la experiencia de la autodonación y de la formación de una auténtica comunidad humana, orientada a su destino último que es Dios. Está alienada una sociedad que, en sus formas de organización social, de producción y consumo, hace más difícil la realización de esta donación y la formación de esa solidaridad interhumana.\n\nEn la sociedad occidental se ha superado la explotación, al menos en las formas analizadas y descritas por Marx. No se ha superado, en cambio, la alienación en las diversas formas de explotación, cuando los hombres se instrumentalizan mutuamente y, para satisfacer cada vez más refinadamente sus necesidades particulares y secundarias, se hacen sordos a las principales y auténticas, que deben regular incluso el modo de satisfacer otras necesidades 83. El hombre que se preocupa sólo o prevalentemente de tener y gozar, incapaz de dominar sus instintos y sus pasiones y de subordinarlas mediante la obediencia a la verdad, no puede ser libre. La obediencia a la verdad sobre Dios y sobre el hombre es la primera condición de la libertad, que le permite ordenar las propias necesidades, los propios deseos y el modo de satisfacerlos según una justa jerarquía de valores, de manera que la posesión de las cosas sea para él un medio de crecimiento. Un obstáculo a esto puede venir de la manipulación llevada a cabo por los medios de comunicación social, cuando imponen con la fuerza persuasiva de insistentes campañas, modas y corrientes de opinión, sin que sea posible someter a un examen crítico las premisas sobre las que se fundan.\n\n42. Volviendo ahora a la pregunta inicial, ¿se puede decir quizá que, después del fracaso del comunismo, el sistema vencedor sea el capitalismo, y que hacia él estén dirigidos los esfuerzos de los países que tratan de reconstruir su economía y su sociedad? ¿Es quizá éste el modelo que es necesario proponer a los países del Tercer Mundo, que buscan la vía del verdadero progreso económico y civil?\n\nLa respuesta obviamente es compleja. Si por «capitalismo» se entiende un sistema económico que reconoce el papel fundamental y positivo de la empresa, del mercado, de la propiedad privada y de la consiguiente responsabilidad para con los medios de producción, de la libre creatividad humana en el sector de la economía, la respuesta ciertamente es positiva, aunque quizá sería más apropiado hablar de «economía de empresa», «economía de mercado», o simplemente de «economía libre». Pero si por «capitalismo» se entiende un sistema en el cual la libertad, en el ámbito económico, no está encuadrada en un sólido contexto jurídico que la ponga al servicio de la libertad humana integral y la considere como una particular dimensión de la misma, cuyo centro es ético y religioso, entonces la respuesta es absolutamente negativa.\n\nLa solución marxista ha fracasado, pero permanecen en el mundo fenómenos de marginación y explotación, especialmente en el Tercer Mundo, así como fenómenos de alienación humana, especialmente en los países más avanzados; contra tales fenómenos se alza con firmeza la voz de la Iglesia. Ingentes muchedumbres viven aún en condiciones de gran miseria material y moral. El fracaso del sistema comunista en tantos países elimina ciertamente un obstáculo a la hora de afrontar de manera adecuada y realista estos problemas; pero eso no basta para resolverlos. Es más, existe el riesgo de que se difunda una ideología radical de tipo capitalista, que rechaza incluso el tomarlos en consideración, porque a priori considera condenado al fracaso todo intento de afrontarlos y, de forma fideísta, confía su solución al libre desarrollo de las fuerzas de mercado.\n\n43. La Iglesia no tiene modelos para proponer. Los modelos reales y verdaderamente eficaces pueden nacer solamente de las diversas situaciones históricas, gracias al esfuerzo de todos los responsables que afronten los problemas concretos en todos sus aspectos sociales, económicos, políticos y culturales que se relacionan entre sí 84. Para este objetivo la Iglesia ofrece, como orientación ideal e indispensable, la propia doctrina social, la cual —como queda dicho— reconoce la positividad del mercado y de la empresa, pero al mismo tiempo indica que éstos han de estar orientados hacia el bien común. Esta doctrina reconoce también la legitimidad de los esfuerzos de los trabajadores por conseguir el pleno respeto de su dignidad y espacios más amplios de participación en la vida de la empresa, de manera que, aun trabajando juntamente con otros y bajo la dirección de otros, puedan considerar en cierto sentido que «trabajan en algo propio» 85, al ejercitar su inteligencia y libertad.\n\nEl desarrollo integral de la persona humana en el trabajo no contradice, sino que favorece más bien la mayor productividad y eficacia del trabajo mismo, por más que esto puede debilitar centros de poder ya consolidados. La empresa no puede considerarse única- mente como una «sociedad de capitales»; es, al mismo tiempo, una «sociedad de personas», en la que entran a formar parte de manera diversa y con responsabilidades específicas los que aportan el capital necesario para su actividad y los que colaboran con su trabajo. Para conseguir estos fines, sigue siendo necesario todavía un gran movimiento asociativo de los trabajadores, cuyo objetivo es la liberación y la promoción integral de la persona.\n\nA la luz de las «cosas nuevas» de hoy ha sido considerada nuevamente la relación entre la propiedad individual o privada y el destino universal de los bienes. El hombre se realiza a sí mismo por medio de su inteligencia y su libertad y, obrando así, asume como objeto e instrumento las cosas del mundo, a la vez que se apropia de ellas. En este modo de actuar se encuentra el fundamento del derecho a la iniciativa y a la propiedad individual. Mediante su trabajo el hombre se compromete no sólo en favor suyo, sino también en favor de los demás y con los demás: cada uno colabora en el trabajo y en el bien de los otros. El hombre trabaja para cubrir las necesidades de su familia, de la comunidad de la que forma parte, de la nación y, en definitiva, de toda la humanidad 86. Colabora, asimismo, en la actividad de los que trabajan en la misma empresa e igualmente en el trabajo de los proveedores o en el consumo de los clientes, en una cadena de solidaridad que se extiende progresivamente. La propiedad de los medios de producción, tanto en el campo industrial como agrícola, es justa y legítima cuando se emplea para un trabajo útil; pero resulta ilegítima cuando no es valorada o sirve para impedir el trabajo de los demás u obtener unas ganancias que no son fruto de la expansión global del trabajo y de la riqueza social, sino más bien de su compresión, de la explotación ilícita, de la especulación y de la ruptura de la solidaridad en el mundo laboral 87. Este tipo de propiedad no tiene ninguna justificación y constituye un abuso ante Dios y los hombres.\n\nLa obligación de ganar el pan con el sudor de la propia frente supone, al mismo tiempo, un derecho. Una sociedad en la que este derecho se niegue sistemáticamente y las medidas de política económica no permitan a los trabajadores alcanzar niveles satisfactorios de ocupación, no puede conseguir su legitimación ética ni la justa paz social 88. Así como la persona se realiza plenamente en la libre donación de sí misma, así también la propiedad se justifica moralmente cuando crea, en los debidos modos y circunstancias, oportunidades de trabajo y crecimiento humano para todos.\n\nCAPÍTULO V\n\nESTADO Y CULTURA\n\n44. León XIII no ignoraba que una sana teoría del Estado era necesaria para asegurar el desarrollo normal de las actividades humanas: las espirituales y las materiales, entrambas indispensables 89. Por esto, en un pasaje de la Rerum novarum el Papa presenta la organización de la sociedad estructurada en tres poderes —legislativo, ejecutivo y judicial—, lo cual constituía entonces una novedad en las enseñanzas de la Iglesia 90. Tal ordenamiento refleja una visión realista de la naturaleza social del hombre, la cual exige una legislación adecuada para proteger la libertad de todos. A este respecto es preferible que un poder esté equilibrado por otros poderes y otras esferas de competencia, que lo mantengan en su justo límite. Es éste el principio del «Estado de derecho», en el cual es soberana la ley y no la voluntad arbitraria de los hombres.\n\nA esta concepción se ha opuesto en tiempos modernos el totalitarismo, el cual, en la forma marxista-leninista, considera que algunos hombres, en virtud de un conocimiento más profundo de las leyes de desarrollo de la sociedad, por una particular situación de clase o por contacto con las fuentes más profundas de la conciencia colectiva, están exentos del error y pueden, por tanto, arrogarse el ejercicio de un poder absoluto. A esto hay que añadir que el totalitarismo nace de la negación de la verdad en sentido objetivo. Si no existe una verdad trascendente, con cuya obediencia el hombre conquista su plena identidad, tampoco existe ningún principio seguro que garantice relaciones justas entre los hombres: los intereses de clase, grupo o nación, los contraponen inevitablemente unos a otros. Si no se reconoce la verdad trascendente, triunfa la fuerza del poder, y cada uno tiende a utilizar hasta el extremo los medios de que dispone para imponer su propio interés o la propia opinión, sin respetar los derechos de los demás. Entonces el hombre es respetado solamente en la medida en que es posible instrumentalizarlo para que se afirme en su egoísmo. La raíz del totalitarismo moderno hay que verla, por tanto, en la negación de la dignidad trascendente de la persona humana, imagen visible de Dios invisible y, precisamente por esto, sujeto natural de derechos que nadie puede violar: ni el individuo, el grupo, la clase social, ni la nación o el Estado. No puede hacerlo tampoco la mayoría de un cuerpo social, poniéndose en contra de la minoría, marginándola, oprimiéndola, explotándola o incluso intentando destruirla 91.\n\n45. La cultura y la praxis del totalitarismo comportan además la negación de la Iglesia. El Estado, o bien el partido, que cree poder realizar en la historia el bien absoluto y se erige por encima de todos los valores, no puede tolerar que se sostenga un criterio objetivo del bien y del mal, por encima de la voluntad de los gobernantes y que, en determinadas circunstancias, puede servir para juzgar su comportamiento. Esto explica por qué el totalitarismo trata de destruir la Iglesia o, al menos, someterla, convirtiéndola en instrumento del propio aparato ideológico 92.\n\nEl Estado totalitario tiende, además, a absorber en sí mismo la nación, la sociedad, la familia, las comunidades religiosas y las mismas personas. Defendiendo la propia libertad, la Iglesia defiende la persona, que debe obedecer a Dios antes que a los hombres (cf. Hch 5, 29); defiende la familia, las diversas organizaciones sociales y las naciones, realidades todas que gozan de un propio ámbito de autonomía y soberanía.\n\n46. La Iglesia aprecia el sistema de la democracia, en la medida en que asegura la participación de los ciudadanos en las opciones políticas y garantiza a los gobernados la posibilidad de elegir y controlar a sus propios gobernantes, o bien la de sustituirlos oportunamente de manera pacífica 93. Por esto mismo, no puede favorecer la formación de grupos dirigentes restringidos que, por intereses particulares o por motivos ideológicos, usurpan el poder del Estado.\n\nUna auténtica democracia es posible solamente en un Estado de derecho y sobre la base de una recta concepción de la persona humana. Requiere que se den las condiciones necesarias para la promoción de las personas concretas, mediante la educación y la formación en los verdaderos ideales, así como de la «subjetividad» de la sociedad mediante la creación de estructuras de participación y de corresponsabilidad. Hoy se tiende a afirmar que el agnosticismo y el relativismo escéptico son la filosofía y la actitud fundamental correspondientes a las formas políticas democráticas, y que cuantos están convencidos de conocer la verdad y se adhieren a ella con firmeza no son fiables desde el punto de vista democrático, al no aceptar que la verdad sea determinada por la mayoría o que sea variable según los diversos equilibrios políticos. A este propósito, hay que observar que, si no existe una verdad última, la cual guía y orienta la acción política, entonces las ideas y las convicciones humanas pueden ser instrumentalizadas fácilmente para fines de poder. Una democracia sin valores se convierte con facilidad en un totalitarismo visible o encubierto, como demuestra la historia.\n\nLa Iglesia tampoco cierra los ojos ante el peligro del fanatismo o fundamentalismo de quienes, en nombre de una ideología con pretensiones de científica o religiosa, creen que pueden imponer a los demás hombres su concepción de la verdad y del bien. No es de esta índole la verdad cristiana. Al no ser ideológica, la fe cristiana no pretende encuadrar en un rígido esquema la cambiante realidad sociopolítica y reconoce que la vida del hombre se desarrolla en la historia en condiciones diversas y no perfectas. La Iglesia, por tanto, al ratificar constantemente la trascendente dignidad de la persona, utiliza como método propio el respeto de la libertad 94.\n\nLa libertad, no obstante, es valorizada en pleno solamente por la aceptación de la verdad. En un mundo sin verdad la libertad pierde su consistencia y el hombre queda expuesto a la violencia de las pasiones y a condicionamientos patentes o encubiertos. El cristiano vive la libertad y la sirve (cf. Jn 8, 31-32), proponiendo continuamente, en conformidad con la naturaleza misionera de su vocación, la verdad que ha conocido. En el diálogo con los demás hombres y estando atento a la parte de verdad que encuentra en la experiencia de vida y en la cultura de las personas y de las naciones, el cristiano no renuncia a afirmar todo lo que le han dado a conocer su fe y el correcto ejercicio de su razón 95.\n\n47. Después de la caída del totalitarismo comunista y de otros muchos regímenes totalitarios y de «seguridad nacional», asistimos hoy al predominio, no sin contrastes, del ideal democrático junto con una viva atención y preocupación por los derechos humanos. Pero, precisamente por esto, es necesario que los pueblos que están reformando sus ordenamientos den a la democracia un auténtico y sólido fundamento, mediante el reconocimiento explícito de estos derechos 96. Entre los principales hay que recordar: el derecho a la vida, del que forma parte integrante el derecho del hijo a crecer bajo el corazón de la madre, después de haber sido concebido; el derecho a vivir en una familia unida y en un ambiente moral, favorable al desarrollo de la propia personalidad; el derecho a madurar la propia inteligencia y la propia libertad a través de la búsqueda y el conocimiento de la verdad; el derecho a participar en el trabajo para valorar los bienes de la tierra y recabar del mismo el sustento propio y de los seres queridos; el derecho a fundar libremente una familia, a acoger y educar a los hijos, haciendo uso responsable de la propia sexualidad. Fuente y síntesis de estos derechos es, en cierto sentido, la libertad religiosa, entendida como derecho a vivir en la verdad de la propia fe y en conformidad con la dignidad trascendente de la propia persona 97.\n\nTambién en los países donde están vigentes formas de gobierno democrático no siempre son repetados totalmente estos derechos. Y nos referimos no solamente al escándalo del aborto, sino también a diversos aspectos de una crisis de los sistemas democráticos, que a veces parece que han perdido la capacidad de decidir según el bien común. Los interrogantes que se plantean en la sociedad a menudo no son examinados según criterios de justicia y moralidad, sino más bien de acuerdo con la fuerza electoral o financiera de los grupos que los sostienen. Semejantes desviaciones de la actividad política con el tiempo producen desconfianza y apatía, con lo cual disminuye la participación y el espíritu cívico entre la población, que se siente perjudicada y desilusionada. De ahí viene la creciente incapacidad para encuadrar los intereses particulares en una visión coherente del bien común. Éste, en efecto, no es la simple suma de los intereses particulares, sino que implica su valoración y armonización, hecha según una equilibrada jerarquía de valores y, en última instancia, según una exacta comprensión de la dignidad y de los derechos de la persona 98.\n\nLa Iglesia respeta la legítima autonomía del orden democrático; pero no posee título alguno para expresar preferencias por una u otra solución institucional o constitucional. La aportación que ella ofrece en este sentido es precisamente el concepto de la dignidad de la persona, que se manifiesta en toda su plenitud en el misterio del Verbo encarnado 99.\n\n48. Estas consideraciones generales se reflejan también sobre el papel del Estado en el sector de la economía. La actividad económica, en particular la economía de mercado, no puede desenvolverse en medio de un vacío institucional, jurídico y político. Por el contrario, supone una seguridad que garantiza la libertad individual y la propiedad, además de un sistema monetario estable y servicios públicos eficientes. La primera incumbencia del Estado es, pues, la de garantizar esa seguridad, de manera que quien trabaja y produce pueda gozar de los frutos de su trabajo y, por tanto, se sienta estimulado a realizarlo eficiente y honestamente. La falta de seguridad, junto con la corrupción de los poderes públicos y la proliferación de fuentes impropias de enriquecimiento y de beneficios fáciles, basados en actividades ilegales o puramente especulativas, es uno de los obstáculos principales para el desarrollo y para el orden económico.\n\nOtra incumbencia del Estado es la de vigilar y encauzar el ejercicio de los derechos humanos en el sector económico; pero en este campo la primera responsabilidad no es del Estado, sino de cada persona y de los diversos grupos y asociaciones en que se articula la sociedad. El Estado no podría asegurar directamente el derecho a un puesto de trabajo de todos los ciudadanos, sin estructurar rígidamente toda la vida económica y sofocar la libre iniciativa de los individuos. Lo cual, sin embargo, no significa que el Estado no tenga ninguna competencia en este ámbito, como han afirmado quienes propugnan la ausencia de reglas en la esfera económica. Es más, el Estado tiene el deber de secundar la actividad de las empresas, creando condiciones que aseguren oportunidades de trabajo, estimulándola donde sea insuficiente o sosteniéndola en momentos de crisis.\n\nEl Estado tiene, además, el derecho a intervenir, cuando situaciones particulares de monopolio creen rémoras u obstáculos al desarrollo. Pero, aparte de estas incumbencias de armonización y dirección del desarrollo, el Estado puede ejercer funciones de suplencia en situaciones excepcionales, cuando sectores sociales o sistemas de empresas, demasiado débiles o en vías de formación, sean inadecuados para su cometido. Tales intervenciones de suplencia, justificadas por razones urgentes que atañen al bien común, en la medida de lo posible deben ser limitadas temporalmente, para no privar establemente de sus competencias a dichos sectores sociales y sistemas de empresas y para no ampliar excesivamente el ámbito de intervención estatal de manera perjudicial para la libertad tanto económica como civil.\n\nEn los últimos años ha tenido lugar una vasta ampliación de ese tipo de intervención, que ha llegado a constituir en cierto modo un Estado de índole nueva: el «Estado del bienestar». Esta evolución se ha dado en algunos Estados para responder de manera más adecuada a muchas necesidades y carencias tratando de remediar formas de pobreza y de privación indignas de la persona humana. No obstante, no han faltado excesos y abusos que, especialmente en los años más recientes, han provocado duras críticas a ese Estado del bienestar, calificado como «Estado asistencial». Deficiencias y abusos del mismo derivan de una inadecuada comprensión de los deberes propios del Estado. En este ámbito también debe ser respetado el principio de subsidiariedad. Una estructura social de orden superior no debe interferir en la vida interna de un grupo social de orden inferior, privándola de sus competencias, sino que más bien debe sostenerla en caso de necesidad y ayudarla a coordinar su acción con la de los demás componentes sociales, con miras al bien común 100.\n\nAl intervenir directamente y quitar responsabilidad a la sociedad, el Estado asistencial provoca la pérdida de energías humanas y el aumento exagerado de los aparatos públicos, dominados por lógicas burocráticas más que por la preocupación de servir a los usuarios, con enorme crecimiento de los gastos. Efectivamente, parece que conoce mejor las necesidades y logra sastisfacerlas de modo más adecuado quien está próximo a ellas o quien está cerca del necesitado. Además, un cierto tipo de necesidades requiere con frecuencia una respuesta que sea no sólo material, sino que sepa descubrir su exigencia humana más profunda. Conviene pensar también en la situación de los prófugos y emigrantes, de los ancianos y enfermos, y en todos los demás casos, necesitados de asistencia, como es el de los drogadictos: personas todas ellas que pueden ser ayudadas de manera eficaz solamente por quien les ofrece, aparte de los cuidados necesarios, un apoyo sinceramente fraterno.\n\n49. En este campo la Iglesia, fiel al mandato de Cristo, su Fundador, está presente desde siempre con sus obras, que tienden a ofrecer al hombre necesitado un apoyo material que no lo humille ni lo reduzca a ser únicamente objeto de asistencia, sino que lo ayude a salir de su situación precaria, promoviendo su dignidad de persona. Gracias a Dios, hay que decir que la caridad operante nunca se ha apagado en la Iglesia y, es más, tiene actualmente un multiforme y consolador incremento. A este respecto, es digno de mención especial el fenómeno del voluntariado, que la Iglesia favorece y promueve, solicitando la colaboración de todos para sostenerlo y animarlo en sus iniciativas.\n\nPara superar la mentalidad individualista, hoy día tan difundida, se requiere un compromiso concreto de solidaridad y caridad, que comienza dentro de la familia con la mutua ayuda de los esposos y, luego, con las atenciones que las generaciones se prestan entre sí. De este modo la familia se cualifica como comunidad de trabajo y de solidaridad. Pero ocurre que cuando la familia decide realizar plenamente su vocación, se puede encontrar sin el apoyo necesario por parte del Estado, que no dispone de recursos suficientes. Es urgente, entonces, promover iniciativas políticas no sólo en favor de la familia, sino también políticas sociales que tengan como objetivo principal a la familia misma, ayudándola mediante la asignación de recursos adecuados e instrumentos eficaces de ayuda, bien sea para la educación de los hijos, bien sea para la atención de los ancianos, evitando su alejamiento del núcleo familiar y consolidando las relaciones entre las generaciones 101.\n\nAdemás de la familia, desarrollan también funciones primarias y ponen en marcha estructuras específicas de solidaridad otras sociedades intermedias. Efectivamente, éstas maduran como verdaderas comunidades de personas y refuerzan el tejido social, impidiendo que caiga en el anonimato y en una masificación impersonal, bastante frecuente por desgracia en la sociedad moderna. En medio de esa múltiple inter- acción de las relaciones vive la persona y crece la «subjetividad de la sociedad». El individuo hoy día queda sofocado con frecuencia entre los dos polos del Estado y del mercado. En efecto, da la impresión a veces de que existe sólo como productor y consumidor de mercancías, o bien como objeto de la administración del Estado, mientras se olvida que la convivencia entre los hombres no tiene como fin ni el mercado ni el Estado, ya que posee en sí misma un valor singular a cuyo servicio deben estar el Estado y el mercado. El hombre es, ante todo, un ser que busca la verdad y se esfuerza por vivirla y profundizarla en un diálogo continuo que implica a las generaciones pasadas y futuras 102.\n\n50. Esta búsqueda abierta de la verdad, que se renueva cada generación, caracteriza la cultura de la nación. En efecto, el patrimonio de los valores heredados y adquiridos, es con frecuencia objeto de contestación por parte de los jóvenes. Contestar, por otra parte, no quiere decir necesariamente destruir o rechazar a priori, sino que quiere significar sobre todo someter a prueba en la propia vida y, tras esta verificación existencial, hacer que esos valores sean más vivos, actuales y personales, discerniendo lo que en la tradición es válido respecto de falsedades y errores o de formas obsoletas, que pueden ser sustituidas por otras más en consonancia con los tiempos.\n\nEn este contexto conviene recordar que la evangelización se inserta también en la cultura de las naciones, ayudando a ésta en su camino hacia la verdad y en la tarea de purificación y enriquecimiento 103. Pero, cuando una cultura se encierra en sí misma y trata de perpetuar formas de vida anticuadas, rechazando cualquier cambio y confrontación sobre la verdad del hombre, entonces se vuelve estéril y lleva a su decadencia.\n\n51. Toda la actividad humana tiene lugar dentro de una cultura y tiene una recíproca relación con ella. Para una adecuada formación de esa cultura se requiere la participación directa de todo el hombre, el cual desarrolla en ella su creatividad, su inteligencia, su conocimiento del mundo y de los demás hombres. A ella dedica también su capacidad de autodominio, de sacrificio personal, de solidaridad y disponibilidad para promover el bien común. Por esto, la primera y más importante labor se realiza en el corazón del hombre, y el modo como éste se compromete a construir el propio futuro depende de la concepción que tiene de sí mismo y de su destino. Es a este nivel donde tiene lugar la contribución específica y decisiva de la Iglesia en favor de la verdadera cultura. Ella promueve el nivel de los comportamientos humanos que favorecen la cultura de la paz contra los modelos que anulan al hombre en la masa, ignoran el papel de su creatividad y libertad y ponen la grandeza del hombre en sus dotes para el conflicto y para la guerra. La Iglesia lleva a cabo este servicio predicando la verdad sobre la creación del mundo, que Dios ha puesto en las manos de los hombres para que lo hagan fecundo y más perfecto con su trabajo, y predicando la verdad sobre la Redención, mediante la cual el Hijo de Dios ha salvado a todos los hombres y al mismo tiempo los ha unido entre sí haciéndolos responsables unos de otros. La Sagrada Escritura nos habla continuamente del compromiso activo en favor del hermano y nos presenta la exigencia de una corresponsabilidad que debe abarcar a todos los hombres.\n\nEsta exigencia no se limita a los confines de la propia familia, y ni siquiera de la nación o del Estado, sino que afecta ordenadamente a toda la humanidad, de manera que nadie debe considerarse extraño o indiferente a la suerte de otro miembro de la familia humana. En efecto, nadie puede afirmar que no es responsable de la suerte de su hermano (cf. Gn 4, 9; Lc 10, 29-37; Mt 25, 31-46). La atenta y diligente solicitud hacia el prójimo, en el momento mismo de la necesidad, —facilitada incluso por los nuevos medios de comunicación que han acercado más a los hombres entre sí— es muy importante para la búsqueda de los instrumentos de solución de los conflictos internacionales que puedan ser una alternativa a la guerra. No es difícil afirmar que el ingente poder de los medios de destrucción, accesibles incluso a las medias y pequeñas potencias, y la conexión cada vez más estrecha entre los pueblos de toda la tierra, hacen muy arduo o prácticamente imposible limitar las consecuencias de un conflicto.\n\n52. Los Pontífices Benedicto XV y sus sucesores han visto claramente este peligro 104, y yo mismo, con ocasión de la reciente y dramática guerra en el Golfo Pérsico, he repetido el grito: «¡Nunca más la guerra!». ¡No, nunca más la guerra!, que destruye la vida de los inocentes, que enseña a matar y trastorna igualmente la vida de los que matan, que deja tras de sí una secuela de rencores y odios, y hace más difícil la justa solución de los mismos problemas que la han provocado. Así como dentro de cada Estado ha llegado finalmente el tiempo en que el sistema de la venganza privada y de la represalia ha sido sustituido por el imperio de la ley, así también es urgente ahora que semejante progreso tenga lugar en la Comunidad internacional. No hay que olvidar tampoco que en la raíz de la guerra hay, en general, reales y graves razones: injusticias sufridas, frustraciones de legítimas aspiraciones, miseria o explotación de grandes masas humanas desesperadas, las cuales no ven la posibilidad objetiva de mejorar sus condiciones por las vías de la paz.\n\nPor eso, el otro nombre de la paz es el desarrollo 105. Igual que existe la responsabilidad colectiva de evitar la guerra, existe también la responsabilidad colectiva de promover el desarrollo. Y así como a nivel interno es posible y obligado construir una economía social que oriente el funcionamiento del mercado hacia el bien común, del mismo modo son necesarias también intervenciones adecuadas a nivel internacional. Por esto hace falta un gran esfuerzo de comprensión recíproca, de conocimiento y sensibilización de las conciencias. He ahí la deseada cultura que hace aumentar la confianza en las potencialidades humanas del pobre y, por tanto, en su capacidad de mejorar la propia condición mediante el trabajo y contribuir positivamente al bienestar económico. Sin embargo, para lograr esto, el pobre —individuo o nación— necesita que se le ofrezcan condiciones realmente asequibles. Crear tales condiciones es el deber de una concertación mundial para el desarrollo, que implica además el sacrificio de las posiciones ventajosas en ganancias y poder, de las que se benefician las economías más desarrolladas 106.\n\nEsto puede comportar importantes cambios en los estilos de vida consolidados, con el fin de limitar el despilfarro de los recursos ambientales y humanos, permitiendo así a todos los pueblos y hombres de la tierra el poseerlos en medida suficiente. A esto hay que añadir la valoración de los nuevos bienes materiales y espirituales, fruto del trabajo y de la cultura de los pueblos hoy marginados, para obtener así el enriquecimiento humano general de la familia de las naciones.\n\nCAPÍTULO VI\n\nEL HOMBRE ES EL CAMINO DE LA IGLESIA\n\n53. Ante la miseria del proletariado decía León XIII: «Afrontamos con confianza este argumento y con pleno derecho por parte nuestra... Nos parecería faltar al deber de nuestro oficio si callásemos»107. En los últimos cien años la Iglesia ha manifestado repetidas veces su pensamiento, siguiendo de cerca la continua evolución de la cuestión social, y esto no lo ha hecho ciertamente para recuperar privilegios del pasado o para imponer su propia concepción. Su única finalidad ha sido la atención y la responsabilidad hacia el hombre, confiado a ella por Cristo mismo, hacia este hombre, que, como el Concilio Vaticano II recuerda, es la única criatura que Dios ha querido por sí misma y sobre la cual tiene su proyecto, es decir, la participación en la salvación eterna. No se trata del hombre abstracto, sino del hombre real, concreto e histórico: se trata de cada hombre, porque a cada uno llega el misterio de la redención, y con cada uno se ha unido Cristo para siempre a través de este misterio 108. De ahí se sigue que la Iglesia no puede abandonar al hombre, y que «este hombre es el primer camino que la Iglesia debe recorrer en el cumplimiento de su misión..., camino trazado por Cristo mismo, vía que inmutablemente conduce a través del misterio de la encarnación y de la redención»109.\n\nEs esto y solamente esto lo que inspira la doctrina social de la Iglesia. Si ella ha ido elaborándola progresivamente de forma sistemática, sobre todo a partir de la fecha que estamos conmemorando, es porque toda la riqueza doctrinal de la Iglesia tiene como horizonte al hombre en su realidad concreta de pecador y de justo.\n\n54. La doctrina social, especialmente hoy día, mira al hombre, inserido en la compleja trama de relaciones de la sociedad moderna. Las ciencias humanas y la filosofía ayudan a interpretar la centralidad del hombre en la sociedad y a hacerlo capaz de comprenderse mejor a sí mismo, como «ser social». Sin embargo, solamente la fe le revela plenamente su identidad verdadera, y precisamente de ella arranca la doctrina social de la Iglesia, la cual, valiéndose de todas las aportaciones de las ciencias y de la filosofía, se propone ayudar al hombre en el camino de la salvación.\n\nLa encíclica Rerum novarum puede ser leída como una importante aportación al análisis socioeconómico de finales del siglo XIX, pero su valor particular le viene de ser un documento del Magisterio, que se inserta en la misión evangelizadora de la Iglesia, junto con otros muchos documentos de la misma índole. De esto se deduce que la doctrina social tiene de por sí el valor de un instrumento de evangelización: en cuanto tal, anuncia a Dios y su misterio de salvación en Cristo a todo hombre y, por la misma razón, revela al hombre a sí mismo. Solamente bajo esta perspectiva se ocupa de lo demás: de los derechos humanos de cada uno y, en particular, del «proletariado», la familia y la educación, los deberes del Estado, el ordenamiento de la sociedad nacional e internacional, la vida económica, la cultura, la guerra y la paz, así como del respeto a la vida desde el momento de la concepción hasta la muerte.\n\n55. La Iglesia conoce el «sentido del hombre» gracias a la Revelación divina. «Para conocer al hombre, el hombre verdadero, el hombre integral, hay que conocer a Dios», decía Pablo VI, citando a continuación a santa Catalina de Siena, que en una oración expresaba la misma idea: «En la naturaleza divina, Deidad eterna, conoceré la naturaleza mía»110.\n\nPor eso, la antropología cristiana es en realidad un capítulo de la teología y, por esa misma razón, la doctrina social de la Iglesia, preocupándose del hombre, interesándose por él y por su modo de comportarse en el mundo, «pertenece... al campo de la teología y especialmente de la teología moral»111. La dimensión teológica se hace necesaria para interpretar y resolver los actuales problemas de la convivencia humana. Lo cual es válido —hay que subrayarlo— tanto para la solución «atea», que priva al hombre de una parte esencial, la espiritual, como para las soluciones permisivas o consumísticas, las cuales con diversos pretextos tratan de convencerlo de su independencia de toda ley y de Dios mismo, encerrándolo en un egoísmo que termina por perjudicarle a él y a los demás.\n\nLa Iglesia, cuando anuncia al hombre la salvación de Dios, cuando le ofrece y comunica la vida divina mediante los sacramentos, cuando orienta su vida a través de los mandamientos del amor a Dios y al prójimo, contribuye al enriquecimiento de la dignidad del hombre. Pero la Iglesia, así como no puede abandonar nunca esta misión religiosa y trascendente en favor del hombre, del mismo modo se da cuenta de que su obra encuentra hoy particulares dificultades y obstáculos. He aquí por qué se compromete siempre con renovadas fuerzas y con nuevos métodos en la evangelización que promueve al hombre integral. En vísperas del tercer milenio sigue siendo «signo y salvaguardia del carácter trascendente de la persona humana»112, como ha tratado de hacer siempre desde el comienzo de su existencia, caminando junto al hombre a lo largo de toda la historia. La encíclica Rerum novarum es una expresión significativa de ello.\n\n56. En el primer centenario de esta Encíclica, deseo dar las gracias a todos los que se han dedicado a estudiar, profundizar y divulgar la doctrina social cristiana. Para ello es indispensable la colaboración de las Iglesias locales, y yo espero que la conmemoración sea ocasión de un renovado impulso para su estudio, difusión y aplicación en todos los ámbitos.\n\nDeseo, en particular, que sea dada a conocer y que sea aplicada en los distintos países donde, después de la caída del socialismo real, se manifiesta una grave desorientación en la tarea de reconstrucción. A su vez, los países occidentales corren el peligro de ver en esa caída la victoria unilateral del propio sistema económico, y por ello no se preocupen de introducir en él los debidos cambios. Los países del Tercer Mundo, finalmente, se encuentran más que nunca ante la dramática situación del subdesarrollo, que cada día se hace más grave.\n\nLeón XIII, después de haber formulado los principios y orientaciones para la solución de la cuestión obrera, escribió unas palabras decisivas: «Cada uno haga la parte que le corresponde y no tenga dudas, porque el retraso podría hacer más difícil el cuidado de un mal ya tan grave»; y añade más adelante: «Por lo que se refiere a la Iglesia, nunca ni bajo ningún aspecto ella regateará su esfuerzo»113.\n\n57. Para la Iglesia el mensaje social del Evangelio no debe considerarse como una teoría, sino, por encima de todo, un fundamento y un estímulo para la acción. Impulsados por este mensaje, algunos de los primeros cristianos distribuían sus bienes a los pobres, dando testimonio de que, no obstante las diversas proveniencias sociales, era posible una convivencia pacífica y solidaria. Con la fuerza del Evangelio, en el curso de los siglos, los monjes cultivaron las tierras; los religiosos y las religiosas fundaron hospitales y asilos para los pobres; las cofradías, así como hombres y mujeres de todas las clases sociales, se comprometieron en favor de los necesitados y marginados, convencidos de que las palabras de Cristo: «Cuantas veces hagáis estas cosas a uno de mis hermanos más pequeños, lo habéis hecho a mí» (Mt 25, 40) no deben quedarse en un piadoso deseo, sino convertirse en compromiso concreto de vida.\n\nHoy más que nunca, la Iglesia es consciente de que su mensaje social se hará creíble por el testimonio de las obras, antes que por su coherencia y lógica interna. De esta conciencia deriva también su opción preferencial por los pobres, la cual nunca es exclusiva ni discriminatoria de otros grupos. Se trata, en efecto, de una opción que no vale solamente para la pobreza material, pues es sabido que, especialmente en la sociedad moderna, se hallan muchas formas de pobreza no sólo económica, sino también cultural y religiosa. El amor de la Iglesia por los pobres, que es determinante y pertenece a su constante tradición, la impulsa a dirigirse al mundo en el cual, no obstante el progreso técnico-económico, la pobreza amenaza con alcanzar formas gigantescas. En los países occidentales existe la pobreza múltiple de los grupos marginados, de los ancianos y enfermos, de las víctimas del consumismo y, más aún, la de tantos prófugos y emigrados; en los países en vías de desarrollo se perfilan en el horizonte crisis dramáticas si no se toman a tiempo medidas coordinadas internacionalmente.\n\n58. El amor por el hombre y, en primer lugar, por el pobre, en el que la Iglesia ve a Cristo, se concreta en la promoción de la justicia. Ésta nunca podrá realizarse plenamente si los hombres no reconocen en el necesitado, que pide ayuda para su vida, no a alguien inoportuno o como si fuera una carga, sino la ocasión de un bien en sí, la posibilidad de una riqueza mayor. Sólo esta conciencia dará la fuerza para afrontar el riesgo y el cambio implícitos en toda iniciativa auténtica para ayudar a otro hombre. En efecto, no se trata solamente de dar lo superfluo, sino de ayudar a pueblos enteros —que están excluidos o marginados— a que entren en el círculo del desarrollo económico y humano. Esto será posible no sólo utilizando lo superfluo que nuestro mundo produce en abundancia, sino cambiando sobre todo los estilos de vida, los modelos de producción y de consumo, las estructuras consolidadas de poder que rigen hoy la sociedad. No se trata tampoco de destruir instrumentos de organización social que han dado buena prueba de sí mismos, sino de orientarlos según una concepción adecuada del bien común con referencia a toda la familia humana. Hoy se está experimentando ya la llamada «economía planetaria», fenómeno que no hay que despreciar, porque puede crear oportunidades extraordinarias de mayor bienestar. Pero cada día se siente más la necesidad de que a esta creciente internacionalización de la economía correspondan adecuados órganos internacionales de control y de guía válidos, que orienten la economía misma hacia el bien común, cosa que un Estado solo, aunque fuese el más poderoso de la tierra, no es capaz de lograr. Para poder conseguir este resultado, es necesario que aumente la concertación entre los grandes países y que en los organismos internacionales estén igualmente representados los intereses de toda la gran familia humana. Es preciso también que a la hora de valorar las consecuencias de sus decisiones, tomen siempre en consideración a los pueblos y países que tienen escaso peso en el mercado internacional y que, por otra parte, cargan con toda una serie de necesidades reales y acuciantes que requieren un mayor apoyo para un adecuado desarrollo. Indudablemente, en este campo queda mucho por hacer.\n\n59. Así pues, para que se ejercite la justicia y tengan éxito los esfuerzos de los hombres para establecerla, es necesario el don de la gracia, que viene de Dios. Por medio de ella, en colaboración con la libertad de los hombres, se alcanza la misteriosa presencia de Dios en la historia que es la Providencia.\n\nLa experiencia de novedad vivida en el seguimiento de Cristo exige que sea comunicada a los demás hombres en la realidad concreta de sus dificultades y luchas, problemas y desafíos, para que sean iluminadas y hechas más humanas por la luz de la fe. Ésta, en efecto, no sólo ayuda a encontrar soluciones, sino que hace humanamente soportables incluso las situaciones de sufrimiento, para que el hombre no se pierda en ellas y no olvide su dignidad y vocación.\n\nLa doctrina social, por otra parte, tiene una importante dimensión interdisciplinar. Para encarnar cada vez mejor, en contextos sociales económicos y políticos distintos, y continuamente cambiantes, la única verdad sobre el hombre, esta doctrina entra en diálogo con las diversas disciplinas que se ocupan del hombre, incorpora sus aportaciones y les ayuda a abrirse a horizontes más amplios al servicio de cada persona, conocida y amada en la plenitud de su vocación.\n\nJunto a la dimensión interdisciplinar, hay que recordar también la dimensión práctica y, en cierto sentido, experimental de esta doctrina. Ella se sitúa en el cruce de la vida y de la conciencia cristiana con las situaciones del mundo y se manifiesta en los esfuerzos que realizan los individuos, las familias, cooperadores culturales y sociales, políticos y hombres de Estado, para darles forma y aplicación en la historia.\n\n60. Al enunciar los principios para la solución de la cuestión obrera, León XIII escribía: «La solución de un problema tan arduo requiere el concurso y la cooperación eficaz de otros»114. Estaba convencido de que los graves problemas causados por la sociedad industrial podían ser resueltos solamente mediante la colaboración entre todas las fuerzas. Esta afirmación ha pasado a ser un elemento permanente de la doctrina social de la Iglesia, y esto explica, entre otras cosas, por qué Juan XXIII dirigió su encíclica sobre la paz a «todos los hombres de buena voluntad».\n\nEl Papa León, sin embargo, constataba con dolor que las ideologías de aquel tiempo, especialmente el liberalismo y el marxismo, rechazaban esta colaboración. Desde entonces han cambiado muchas cosas, especialmente en los años más recientes. El mundo actual es cada vez más consciente de que la solución de los graves problemas nacionales e internacionales no es sólo cuestión de producción económica o de organización jurídica o social, sino que requiere precisos valores ético-religiosos, así como un cambio de mentalidad, de comportamiento y de estructuras. La Iglesia siente vivamente la responsabilidad de ofrecer esta colaboración, y —como he escrito en la encíclica Sollicitudo rei socialis— existe la fundada esperanza de que también ese grupo numeroso de personas que no profesa una religión pueda contribuir a dar el necesario fundamento ético a la cuestión social 115.\n\nEn el mismo documento he hecho también una llamada a las Iglesias cristianas y a todas las grandes religiones del mundo, invitándolas a ofrecer el testimonio unánime de las comunes convicciones acerca de la dignidad del hombre, creado por Dios 116. En efecto, estoy persuadido de que las religiones tendrán hoy y mañana una función eminente para la conservación de la paz y para la construcción de una sociedad digna del hombre.\n\nPor otra parte, la disponibilidad al diálogo y a la colaboración incumbe a todos los hombres de buena voluntad y, en particular, a las personas y los grupos que tienen una específica responsabilidad en el campo político, económico y social, tanto a nivel nacional como internacional.\n\n61. Fue «el yugo casi servil», al comienzo de la sociedad industrial, lo que obligó a mi predecesor a tomar la palabra en defensa del hombre. La Iglesia ha permanecido fiel a este compromiso en los pasados cien años. Efectivamente, ha intervenido en el período turbulento de la lucha de clases, después de la primera guerra mundial, para defender al hombre de la explotación económica y de la tiranía de los sistemas totalitarios. Después de la segunda guerra mundial, ha puesto la dignidad de la persona en el centro de sus mensajes sociales, insistiendo en el destino universal de los bienes materiales, sobre un orden social sin opresión basado en el espíritu de colaboración y solidaridad. Luego, ha afirmado continuamente que la persona y la sociedad no tienen necesidad solamente de estos bienes, sino también de los valores espirituales y religiosos. Además, dándose cuenta cada vez mejor de que demasiados hombres viven no en el bienestar del mundo occidental, sino en la miseria de los países en vías de desarrollo y soportan una condición que sigue siendo la del «yugo casi servil», la Iglesia ha sentido y sigue sintiendo la obligación de denunciar tal realidad con toda claridad y franqueza, aunque sepa que su grito no siempre será acogido favorablemente por todos.\n\nA cien años de distancia de la publicación de la Rerum novarum, la Iglesia se halla aún ante «cosas nuevas» y ante nuevos desafíos. Por esto, el presente centenario debe corroborar en su compromiso a todos los «hombres de buena voluntad» y, en concreto, a los creyentes.\n\n62. Esta encíclica de ahora ha querido mirar al pasado, pero sobre todo está orientada al futuro. Al igual que la Rerum novarum, se sitúa casi en los umbrales del nuevo siglo y, con la ayuda divina, se propone preparar su llegada.\n\nEn todo tiempo, la verdadera y perenne «novedad de las cosas» viene de la infinita potencia divina: «He aquí que hago nuevas todas las cosas» (Ap 21, 5). Estas palabras se refieren al cumplimiento de la historia, cuando Cristo entregará «el reino a Dios Padre..., para que Dios sea todo en todas las cosas» (1 Co 15, 24. 28). Pero el cristiano sabe que la novedad, que esperamos en su plenitud a la vuelta del Señor, está presente ya desde la creación del mundo, y precisamente desde que Dios se ha hecho hombre en Cristo Jesús y con él y por él ha hecho «una nueva creación» (2 Co 5, 17; Ga 6, 15).\n\nAl concluir esta encíclica doy gracias de nuevo a Dios omnipotente, porque ha dado a su Iglesia la luz y la fuerza de acompañar al hombre en el camino terreno hacia el destino eterno. También en el tercer milenio la Iglesia será fiel en asumir el camino del hombre, consciente de que no peregrina sola, sino con Cristo, su Señor. Es él quien ha asumido el camino del hombre y lo guía, incluso cuando éste no se da cuenta.\n\nQue María, la Madre del Redentor, la cual permanece junto a Cristo en su camino hacia los hombres y con los hombres, y que precede a la Iglesia en la peregrinación de la fe, acompañe con materna intercesión a la humanidad hacia el próximo milenio, con fidelidad a Jesucristo, nuestro Señor, que «es el mismo ayer y hoy y lo será por siempre» (cf. Hb 13, 8), en cuyo nombre os bendigo a todos de corazón.\n\nDado en Roma, junto a san Pedro, el día 1 de mayo —fiesta de san José obrero— del año 1991, décimo tercero de pontificado.\n\nIOANNES PAULUS PP. II\n\n1. León XIII, Enc.\n\nRerum novarum (15 mayo 1891):\n\nLeonis XIII P. M. Acta, XI, Romae 1892, 97-144.\n\n2. Pío XI, Enc. Quadragesimo anno (15 mayo 1931): AAS 23 (1931), 177-228; Pío XII, Radiomensaje 1 junio 1941: AAS 33 (1941), 195-205; Juan XXIII, Enc. Mater et Magistra (15 mayo 1961): AAS 53 (1961), 401-464; Pablo VI, Cart. Apo. Octogesima adveniens (14 mayo 1971): AAS 63 (1971), 401-441).\n\n3. Cf. Pío XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 228.\n\n4. Enc. Sollicitudo rei socialis (30 diciembre 1987): AAS 84 ( 1988), 513-586.\n\n5. Cf. S. Ireneo, Adversus haereses, I, 10; III, 4, 1: PG 7, 549 s.; 855 s.; S. Ch. 264, 154 s.; 211, 44-46.\n\n6. León XIII, Enc. Rerum novarum: l. c., 132.\n\n7. Cf., por ejemplo, León XIII, Enc. Arcanum divinae sapientiae (10 febrero 1880): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Enc. Diuturnum illud (29 junio 1881): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; Enc. Libertas praestantissimum (20 junio 1888): Leonis XIII P. M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246; Enc. Graves de communi (18 enero 1901): Leonis XIII P. M. Acta, XXI, Romae 1902, 3-20.\n\n8. Enc. Rerum novarum: l. c., 97.\n\n9. Ibid.: l. c., 98.\n\n10. Cf. ibid.: l. c., 109 s.\n\n11. Cf. ibid., 16: descripción de las condiciones de trabajo; asociaciones obreras anticristianas: l. c., 110 s.; 136 s.\n\n12. Ibid.: l. c., 130; cf. también 114 s.\n\n13. Ibid.: l. c., 130.\n\n14. Ibid.: l. c., 123.\n\n15. Cf. Enc. Laborem exercens, 1, 2, 6: l. c., 578-583; 589-592.\n\n16. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 99-107.\n\n17. Cf. ibid.: l. c., 102 s.\n\n18. Cf, ibid.: l. c., 101-104.\n\n19. Cf, ibid.: l. c., 134 s.; 137 s.\n\n20. Ibid.: l. c., 135.\n\n21. Ibid.: l. c., 128-129.\n\n22. Ibid.: l. c., 129.\n\n23. Ibid.: l. c., 129.\n\n24. Ibid.: l. c., 130 s.\n\n25. Ibid.: l. c., 131.\n\n26. Cf. Declaración Universal de los Derechos del Hombre.\n\n27. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 121-123.\n\n28. Cf , ibid.: l. c., 127.\n\n29. Ibid.: l. c., 126.\n\n30. Cf. Declaración Universal de los Derechos del Hombre; Declaración sobre la eliminación de toda forma de intolerancia y discriminación fundadas en la religión o en la convicción.\n\n31. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Declaración Dignitatis humanae sobre la libertad religiosa, Juan Pablo II, Carta a los Jefes de Estado (1 septiembre 1980): AAS 72 (1980),1252-1260; Mensaje para la Jornada Mundial de la Paz 1988: AAS 80 (1988), 278-286.\n\n32. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 99-105; 130 s.; 135.\n\n33. Ibid.: l. c., 125.\n\n34. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 38-40; l. c., 564-569; Juan XXIII, Enc. Mater et Magistra, l. c., 407.\n\n35. Cf. León XIII, Enc. Rerum novarum: l. c., 114-116; Pío XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 208; Pablo VI, Homilía en la misa de clausura del Año Santo (25 diciembre 1975): AAS 68 (1976), 145; Mensaje para la Jornada Mundial de la Paz 1977: AAS 68 ( 1976), 709.\n\n36. Enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l. c., 572.\n\n37. Cf. León XIII, Enc. Rerum novarum: l. c., 101 s.;104 s.; 130 s.; 136.\n\n38. Conc. Ecum. Vat. II, Const, past. Gaudium et spes, sobre la Iglesia en el mundo actual, 24.\n\n39. Enc. Rerum novarum: l. c., 99.\n\n40. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 15, 28: l. c., 530; 548 s.\n\n41. Cf. Enc. Laborem exercens, 11-15: l. c., 602-618.\n\n42. Pío XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 213.\n\n43. Cf. Enc. Rerum novarum: l.c., 121-125.\n\n44. Cf. Enc. Laborem exercens, 20: l. c., 629-632; Discurso a la Organización Internacional del Trabajo (O.I.T.) en Ginebra (15 junio 1982): Insegnamenti V/2 (1982), 2250-2266; Pablo VI, Discurso a la misma Organización ( 10 junio 1969): AAS 61 ( 1969), 491-502.\n\n45. Cf. Enc. Laborem exercens, 8: l. c., 594-598.\n\n46. Cf. Pío XI, Enc. Quadragesimo anno: l. c., 181.\n\n47. Cf. Enc. Arcanum divinae sapientiae ( 10 febrero 1880): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Enc. Diuturnum illud (29 junio 1881): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; Enc. Immortale Dei ( 1 noviembre 1885 ): Leonis XIII P. M. Acta, V, Romae 1886, 118-150; Enc. Sapientiae christianae (10 enero 1890): Leonis XIII P. M. Acta, X, Romae 1891,10-41; Enc. Quod Apostolici muneris (28 diciembre 1878): Leonis XIII P. M. Acta, I, Romae 1881,170-183; Enc. Libertas praestantissimum (20 junio 1888): Leonis XIII P. M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246.\n\n48. Cf. León XIII, Enc. Libertas praestantissimum: l. c., 224-226.\n\n49. Cf. Mensaje para la Jornada Mundial de la Paz 1980: AAS 71 (1979), 1572-1580.\n\n50. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 20: l. c., 536 s.\n\n51. Cf. Juan XXIII, Enc. Pacem in terris (11 abril 1963), III; AAS 55 ( 1963 ), 286-289.\n\n52. Cf. Declaración Universal de los Derechos del Hombre, de 1948; Juan XXI I I, Enc. Pacem in terris, IV: l. c., 291-296; «Acta Final» de la Conferencia sobre la Seguridad y la Cooperación en Europa (CSCE), Helsinki 1975.\n\n53. Cf. Pablo VI, Enc. Populorum progressio (26 marzo 1967), 61-65: AAS 59 (1967), 287-289.\n\n54. Cf. Mensaje para la Jornada Mundial de la Paz 1980: l. c., 1572-1580.\n\n55. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Gaudium et spes, Const. past. sobre la Iglesia en el mundo actual, 36; 39.\n\n56. Cf. Exh. Ap. Christifideles laici (30 diciembre 1988), 32-44: ASS 81 (1989), 431-481.\n\n57. Cf. Enc. Laborem exercens, 20: l. c., 629-632.\n\n58. Congregación para la Doctrina de la Fe, Instrucción sobre la libertad cristiana y la liberación Libertatis conscientia (22 marzo 1986): ASS 79 (1987), 554-559.\n\n59. Cf. Discurso en la sede del Consejo de la C.E.A.O., en ocasión del X aniversario de la «Llamada a favor del Sahel» (Ouagadougou, Burkina Faso, 29 enero 1990): ASS 82 (1990), 816-821.\n\n60. Cf. Juan XXIII, Enc. Pacem in terris, III: l, c., 286-288.\n\n61. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 27-28: l. c., 547-550; Pablo VI, Enc. Populorum progressio, 43-44: l. c., 278 s.\n\n62. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 29-31: l. c., 550-556.\n\n63. Cf. Acta de Helsinki y Acuerdo de Viena; León XIII, Enc. Libertas praestantissimum: l. c., 215-217.\n\n64. Cf. Enc. Redemptoris missio (7 diciembre 1990): L'Osservatore Romano, ed. semanal en lengua española, 25 enero 1991.\n\n65. Cf. Enc, Rerum novarum: l. c., 99-107; 131-133.\n\n66. Ibid.: l. c., 111.113 s.\n\n67. Cf, Pío XI, Enc. Quadragesimo anno, II: l. c., 191; Pío XII, Radiomensaje, 1 de junio de 1941: l, c., 199; Juan XXIII, Enc. Mater et Magistra: l. c., 428-429; Pablo VI, Enc. Populorum progressio, 22-24: l. c., 268 s.\n\n68. Const, past. Gaudium et spes, sobre la Iglesia en el mundo actual, 69; 71.\n\n69 Discurso a los Obispos latinoamericanos en Puebla, 28 de enero de 1979, III, 4: AAS 71 (1979),199-201; Enc, Laborem exercens, 14: l. c., 612-616; Enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l. c., 572-574.\n\n70. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 15: l.c., 528-531.\n\n71.Cf. Enc. Laborem exercens, 21: l.c., 632-634.\n\n72. Cf. Pablo VI, Enc. Populorum progressio, 33-42: l. c., 273-278.\n\n73. Cf. Enc. Laborem exercens, 7: l.c., 592-594.\n\n74. Cf. ibid., 8: l. c., 594-598.\n\n75. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre la Iglesia en el mundo actual, 35; Pablo VI, Enc. Populorum progressio, 19: l. c., 266 s.\n\n76. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 34: l. c., 559 s.; Mensaje para la Jornada Mundial de la Paz 1990: AAS 82 ( 1990), 147-156.\n\n77. Cf. Exh. Ap. Reconciliatio et paenitentia (2 diciembre 1984), 16: AAS 77 (1985), 213-217; Pío XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 219.\n\n78. Enc. Sollicitudo rei socialis, 25: l. c., 544.\n\n79. Ibid., 34: l. c., 559 s.\n\n80. Cf. Enc. Redemptor hominis (4 marzo 1979), 15: AAS 71 ( 1979), 286-289.\n\n81. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const, past. Gaudium et spes, sobre la Iglesia en el mundo actual, 24.\n\n82. Cf . ibid., 41.\n\n83. Cf. ibid., 26.\n\n84. Cf. ibid. Pablo VI, Cart. Ap. Octogesima adveniens, 2-5: L. c., 402-405.\n\n85. Cf. Enc. Laborem exercens, 15: l. c., 616-618.\n\n86. Cf. ibid,, 10: l. c., 600-602.\n\n87. Cf, ibid,, 14: l. c., 612-616.\n\n88. Cf. ibid., 18: l. c., 622-625.\n\n89. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 126-128.\n\n90. Cf. ibid.: l. c., 121 s,\n\n91. Cf. León XIII, Enc. Libertas praestantissimum: l. c., 224-226.\n\n92. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre la Iglesia en el mundo actual, 76.\n\n93. Cf. ibid., 29; Pío XII, Radiomensaje de Navidad (24 diciembre 1944): AAS 37 (1945), 10-20.\n\n94. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Declaración Dignitatis humanae, sobre la libertad religiosa.\n\n95. Cf. Enc. Redemptoris missio, 11: L'Osservatore Romano, ed. semanal en lengua española, 25 enero 1991.\n\n96. Enc. Redemptor hominis, 17: l. c., 270-272.\n\n97. Cf. Mensaje para la Jornada Mundial de la Paz 1988: l. c., 1572-1580; Mensaje para la Jornada Mundial de la Paz 1991: L'Osservatore Romano, ed. semanal en lengua española, 21 diciembre 1990; Conc. Ecum. Vat. II, Declaración Dignitatis humanae, sobre la libertad religiosa 1-2.\n\n98. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre la Iglesia en el mundo actual, 26.\n\n99. Cf. ibid., 22.\n\n100. Cf. Pío XI, Enc. Quadragesimo anno, I: l.c., 184-186.\n\n101. Cf. Exh. Ap. Familiaris consortio (22 noviembre 1981), 45: AAS 74 (1982), 136 s.\n\n102. Cf. Alocución a la UNESCO (2 junio 1980): AAS 72 (1980), 735-752.\n\n103. Cf. Enc. Redemptoris missio, 39; 52: L'Osservatore Romano, ed. semanal en lengua española, 25 enero 1991.\n\n104. Cf. Benedicto XV, Exh. Ubi primum (8 setiembre 1914): AAS 6 (1914), 501 s.; Pío XI, Radiomensaje a todos los fieles católicos y a todo el mundo (29 setiembre 1938): AAS 30 (1938), 309 s.; Pío XII, Radiomensaje a todo el mundo (24 agosto 1939): AAS 31 (1939), 333-335; Juan XXIII, Enc. Pacem in terris, III: l c., 285-289; Pablo VI, Discurso a la O.N.U. (4 octubre 1965): AAS 57 ( 1965 ), 877-885.\n\n105. Cf. Pablo VI, Enc. Populorum progressio, 76-77: l. c., 294 s.\n\n106. Cf. Exh. Ap. Familiaris consortio, 48: l. c., 139 s.\n\n107. Enc. Rerum novarum: l. c., 107.\n\n108. Cf. Enc. Redemptor hominis, 13: l. c., 283.\n\n109. Ibid., 14: l. c., 284 s.\n\n110. Pablo VI, Homilía en la última sesión pública del Concilio Vaticano II (7 diciembre 1965): AAS 58 (1966), 58.\n\n111. Enc. Sollicitudo rei socialis, 41: l. c., 571.\n\n112. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre la Iglesia en el mundo actual, 76; cf. Juan Pablo II, Enc. Redemptor hominis, 13: l. c., 283.\n\n113. Enc. Rerum novarum: l. c., 143.\n\n114. Ibid., 13: l.c., 107.\n\n115. Cf. Sollicitudo rei socialis, 38: l. c., 564-566.\n\n116. Cf. ibid., 47: l. c., 582.\n\nCopyright © Dicasterio para la Comunicación\n\nLa Santa Sede\n\nLa Santa Sede","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/es/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html","sha256":"2f59acf4149f5772923d6d58dde816fffcdb5207a133b42bc70aa24a6efd6019","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/es.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/es.txt"}]},"fr":{"code":"fr","label":"Français","contentFormat":"plain-text","text":"Centesimus Annus (1er mai 1991)\n\nLe Saint-Siège\n\nfrançais\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nLe Saint-Siège\n\nMagisterium\n\nCalendrier\n\nCélébrations liturgiques\n\nBillets pour les audiences et les célébrations papales\n\nSouverains Pontifes\n\nCollège Cardinalice\n\nCurie Romaine et autres Organisations\n\nSynode\n\nBureau de presse\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nJean-Paul II\n\nEncycliques\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGénération du PDF en cours.....\n\nDE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- HU\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\n- ZH\n\nLETTRE ENCYCLIQUE\n\nCENTESIMUS ANNUS\n\nDU SOUVERAIN PONTIFE\n\nJEAN-PAUL II\n\nÀ SES FRÈRES DANS L'ÉPISCOPAT\n\nAU CLERGÉ\n\nAUX FAMILLES RELIGIEUSES\n\nAUX FIDÈLES\n\nDE L'ÉGLISE CATHOLIQUE\n\nET À TOUS LES HOMMES\n\nDE BONNE VOLONTÉ\n\nÀ L'OCCASION DU CENTENAIRE\n\nDE L'ENCYCLIQUE\n\nRERUM NOVARUM\n\nFrères vénérés,\n\nchers Fils et Filles,\n\nsalut et Bénédiction apostolique !\n\nINTRODUCTION\n\n1. Le centenaire de la promulgation de l'encyclique de mon prédécesseur Léon XIII, de vénérée mémoire, qui commence par les mots Rerum novarum (1) marque une date de grande importance dans la présente période de l'histoire de l'Eglise et aussi dans mon pontificat. En effet, cette encyclique a eu le privilège d'être commémorée, de son quarantième à son quatre-vingt-dixième anniversaire, par des documents solennels des Souverains Pontifes : on peut dire que le destin historique de Rerum novarum a été rythmé par d'autres documents qui attiraient l'attention sur elle et en même temps l'actualisaient (2).\n\nEn faisant de même pour le centième anniversaire, à la demande de nombreux évêques, d'institutions ecclésiales, de centres universitaires, de dirigeants d'entreprises et de travailleurs, à titre individuel ou comme membres d'associations, je voudrais avant tout honorer la dette de gratitude qu'a toute l'Eglise à l'égard du grand Pape et de son « document immortel » (3). Je voudrais aussi montrer que la sève généreuse qui monte de cette racine n'a pas été épuisée au fil des ans, mais qu'au contraire elle est devenue plus féconde. En témoignent les initiatives de natures diverses qui ont précédé, qui accompagnent et qui suivront cette célébration, initiatives prises par les Conférences épiscopales, par des Organisations internationales, des Universités et des institutions académiques, des associations professionnelles et d'autres institutions ou personnes dans de nombreuses régions du monde.\n\n2. La présente encyclique prend place dans ces célébrations, pour rendre grâce à Dieu de qui vient « tout don excellent, et toute donation parfaite » (Jc 1, 17 ), parce qu'il s'est servi d'un document venant du Siège de Pierre il y a cent ans pour faire beaucoup de bien et répandre beaucoup de lumière dans l'Eglise et dans le monde. La commémoration que l'on fait ici concerne l'encyclique de Léon XIII, et en même temps les encycliques et les autres documents de mes prédécesseurs qui ont contribué à attirer l'attention sur elle et à développer son influence au long des années en constituant ce qu'on allait appeler la « doctrine sociale », « l'enseignement social » ou encore le « magistère social » de l'Eglise.\n\nDeux encycliques que j'ai publiées au cours de mon pontificat se réfèrent déjà à cet enseignement qui garde sa valeur : Laborem exercens sur le travail humain, et Sollicitudo rei socialis sur les problèmes actuels du développement des hommes et des peuples.\n\n3. Je voudrais proposer maintenant une « relecture » de l'encyclique de Léon XIII, et inviter à porter un regard « rétrospectif » sur son texte lui-même afin de redécouvrir la richesse des principes fondamentaux qui y sont formulés pour la solution de la question ouvrière. Mais j'invite aussi à porter un regard « actuel » sur les « choses nouvelles » qui nous entourent et dans lesquelles nous nous trouvons immergés, pour ainsi dire, bien différentes des « choses nouvelles » qui caractérisaient l'ultime décennie du siècle dernier. J'invite enfin à porter le regard « vers l'avenir », alors qu'on entrevoit déjà le troisième millénaire de l'ère chrétienne, lourd d'inconnu mais aussi de promesses. Inconnu et promesses qui font appel à notre imagination et à notre créativité, qui nous stimulent aussi, en tant que disciples du Christ, le « Maître unique » (cf. Mt 23, 8), dans notre responsabilité de montrer la voie, de proclamer la vérité et de communiquer la vie qu'il est lui-même (cf. Jn 14, 6).\n\nEn agissant ainsi, non seulement on réaffirmera la valeur permanente de cet enseignement, mais on manifestera aussi le vrai sens de la Tradition de l'Eglise qui, toujours vivante et active, construit sur les fondations posées par nos pères dans la foi et particulièrement sur ce que « les Apôtres ont transmis à l'Eglise » (5) au nom de Jésus-Christ : il est le fondement et « nul n'en peut poser d'autre » (cf. 1 Co 3, 11).\n\nC'est en vertu de la conscience qu'il avait de sa mission de successeur de Pierre que Léon XIII décida de prendre la parole, et c'est la même conscience qui anime aujourd'hui son successeur. Comme lui, et comme les Papes avant et après lui, je m'inspire de l'image évangélique du « scribe devenu disciple du Royaume des cieux », dont le Seigneur dit qu'il « est semblable à un propriétaire qui tire de son trésor du neuf et de l'ancien » (Mt 13, 52). Le trésor est le grand courant de la Tradition de l'Eglise qui contient les « choses anciennes », reçues et transmises depuis toujours, et qui permet de lire les « choses nouvelles » au milieu desquelles se déroule la vie de l'Eglise et du monde.\n\nDe ces choses qui, en s'incorporant à la Tradition, deviennent anciennes et qui offrent les matériaux et l'occasion de son enrichissement comme de l'enrichissement de la vie de la foi, fait partie aussi l'activité féconde de millions et de millions d'hommes qui, stimulés par l'enseignement social de l'Eglise, se sont efforcés de s'en inspirer pour leur engagement dans le monde. Agissant individuellement ou rassemblés de diverses manières en groupes, associations et organisations, ils ont constitué comme un grand mouvement pour la défense de la personne humaine et la protection de sa dignité, ce qui a contribué, à travers les vicissitudes diverses de l'histoire, à construire une société plus juste ou du moins à freiner et à limiter l'injustice.\n\nLa présente encyclique cherche à mettre en lumière la fécondité des principes exprimés par Léon XIII, principes qui appartiennent au patrimoine doctrinal de l'Eglise et, à ce titre, engagent l'autorité de son magistère. Mais la sollicitude pastorale m'a conduit, d'autre part, à proposer l'analyse de certains événements récents de l'histoire. Il n'est pas besoin de souligner que la considération attentive du cours des événements, en vue de discerner les exigences nouvelles de l'évangélisation, relève des devoirs qui incombent aux Pasteurs. Toutefois, on n'entend pas exprimer des jugements définitifs en développant ces considérations, car, en elles-mêmes, elles n'entrent pas dans le cadre propre du magistère.\n\nI. TRAITS CARACTÉRISTIQUES DE \"RERUM NOVARUM\"\n\n4. Vers la fin du siècle dernier, l'Eglise dut faire face à un processus historique qui avait déjà commencé depuis quelque temps mais atteignait alors un point critique. Parmi les facteurs déterminants de ce processus, il y eut un ensemble de changements radicaux qui se produisirent dans le domaine politique, économique et social mais aussi dans le cadre de la science et de la technique, sans oublier les influences multiples des idéologies dominantes. Dans le domaine politique, ces changements engendrèrent une nouvelle conception de la société et de l'Etat et, par conséquent, de l'autorité. Une société traditionnelle disparaissait tandis qu'une autre commençait à voir le jour, marquée par l'espoir de nouvelles libertés, mais également par le risque de nouvelles formes d'injustice et d'esclavage.\n\nDans le domaine économique, où convergeaient les découvertes et les applications des sciences, on avait progressivement atteint de nouvelles structures pour la production des biens de consommation. On avait assisté à l'apparition d'une nouvelle forme de propriété, le capital, et d'une nouvelle forme de travail, le travail salarié, caractérisé par de pénibles rythmes de production, négligeant toute considération de sexe, d'âge ou de situation familiale, uniquement déterminé par l'efficacité en vue d'augmenter le profit.\n\nAinsi, le travail devenait une marchandise qui pouvait être librement acquise et vendue sur le marché et dont le prix n'était établi qu'en fonction de la loi de l'offre et de la demande, sans tenir compte du minimum vital nécessaire à la subsistance de la personne et de sa famille. De plus, le travailleur n'était pas même certain de réussir à vendre sa « marchandise » et il se trouvait constamment sous la menace du chômage, ce qui, en l'absence de protection sociale, lui faisait courir le risque de mourir de faim.\n\nLa conséquence de cette transformation était « la division de la société en deux classes séparées par un profond abîme » (6). Cette situation s'ajoutait aux transformations d'ordre politique déjà soulignées. Ainsi, la théorie politique dominante de l'époque tendait à promouvoir la liberté économique totale par des lois adaptées ou au contraire par une absence voulue de toute intervention. Simultanément, commençait à se manifester, sous une forme organisée et d'une manière souvent violente, une autre conception de la propriété et de la vie économique qui entraînait une nouvelle structure politique et sociale.\n\nAu paroxysme de cette opposition, alors qu'apparaissaient en pleine lumière la très grave injustice de la réalité sociale telle qu'elle existait en plusieurs endroits, et le risque d'une révolution favorisée par les idées que l'on appelait alors « socialistes », Léon XIII intervint en publiant un document qui traitait de manière systématique la « question ouvrière ». Cette encyclique avait été précédée par d'autres, consacrées davantage à des enseignements de caractère politique, tandis que d'autres encore devaient suivre (7). C'est dans ce contexte qu'il convient d'évoquer en particulier l'encyclique Libertas praestantissimum dans laquelle était rappelé le lien constitutif de la liberté humaine avec la vérité, lien si fort qu'une liberté qui refuserait de se lier à la vérité tomberait dans l'arbitraire et finirait par se soumettre elle-même aux passions les plus dégradantes et par s'autodétruire. D'où viennent, en effet, tous les maux que veut combattre Rerum novarum sinon d'une liberté qui, dans le domaine de l'activité économique et sociale, s'éloigne de la vérité de l'homme ?\n\nD'autre part, le Souverain Pontife s'inspirait de l'enseignement de ses prédécesseurs ainsi que de nombreux documents épiscopaux, des études scientifiques dues à des laïcs, de l'action de mouvements et d'associations catholiques et des réalisations concrètes dans le domaine social qui marquèrent la vie de l'Eglise dans la seconde moitié du XIXème siècle.\n\n5. Les « choses nouvelles » examinées par le Pape étaient rien moins que positives. Le premier paragraphe de l'encyclique décrit en termes vigoureux les « choses nouvelles » dont elle tire son nom : « A l'heure où grandissait le désir de choses nouvelles qui, depuis longtemps, agite les Etats, il fallait s'attendre à voir la soif de changements passer du domaine de la politique dans la sphère voisine de l'économie. En effet, l'industrie s'est développée et ses méthodes se sont complètement renouvelées. Les rapports entre patrons et ouvriers se sont modifiés, la richesse a afflué entre les mains d'un petit nombre et la multitude est dans l'indigence. Les ouvriers ont conçu une opinion plus haute d'eux-mêmes et ont contracté entre eux une union plus étroite. Tout cela, sans parler de la corruption des moeurs, a eu pour résultat de faire éclater un conflit » (8).\n\nLe Pape et l'Eglise, ainsi que la communauté civile, se trouvaient face à une société divisée par un conflit d'autant plus dur et inhumain qu'il ne connaissait ni règle ni norme, le conflit entre capital et travail ou, comme le dit l'encyclique, la question ouvrière. Précisément sur ce conflit, dans les conditions critiques que l'on observait alors, le Pape n'hésita pas à donner son jugement.\n\nIci intervient la première réflexion suggérée par l'encyclique pour notre temps. Face à un conflit qui opposait les hommes entre eux, pour ainsi dire comme des « loups », jusque sur le plan de la subsistance matérielle des uns et de l'opulence des autres, le Pape ne craignait pas d'intervenir en vertu de sa « charge apostolique » (9), c'est-à-dire de la mission qu'il a reçue de Jésus-Christ lui-même de « paître les agneaux et les brebis » (cf. Jn 21, 15-17), de « lier et délier sur la terre » pour le Royaume des cieux (cf. Mt 16, 19). Son intention était certainement de rétablir la paix, et le lecteur d'aujourd'hui ne peut que remarquer la sévère condamnation de la lutte des classes qu'il prononça sans appel (10). Mais il était bien conscient du fait que la paix s'édifie sur le fondement de la justice : l'encyclique avait précisément pour contenu essentiel de proclamer les conditions fondamentales de la justice dans la conjoncture économique et sociale de l'époque.\n\nLéon XIII, à la suite de ses prédécesseurs, établissait de la sorte un modèle permanent pour l'Eglise. Celle-ci, en effet, a une parole à dire face à des situations humaines déterminées, individuelles et communautaires, nationales et internationales, pour lesquelles elle énonce une véritable doctrine, un corpus qui lui permet d'analyser les réalités sociales, comme aussi de se prononcer sur elles et de donner des orientations pour la juste solution des problèmes qu'elles posent.\n\nDu temps de Léon XIII, une telle conception des droits et des devoirs de l'Eglise était bien loin d'être communément admise. En effet, deux tendances prédominaient : l'une, tournée vers ce monde et vers cette vie, à laquelle la foi devait rester étrangère ; l'autre, vers un salut purement situé dans l'au-delà, et qui n'apportait ni lumière ni orientations pour la vie sur terre. En publiant Rerum novarum, le Pape donnait pour ainsi dire « droit de cité » à l'Eglise dans les réalités changeantes de la vie publique. Cela devait se préciser davantage encore par la suite. En effet, l'enseignement et la diffusion de la doctrine sociale de l'Eglise appartiennent à sa mission d'évangélisation ; c'est une partie essentielle du message chrétien, car cette doctrine en propose les conséquences directes dans la vie de la société et elle place le travail quotidien et la lutte pour la justice dans le cadre du témoignage rendu au Christ Sauveur. Elle est également une source d'unité et de paix face aux conflits qui surgissent inévitablement dans le domaine économique et social. Ainsi, il devient possible de vivre les nouvelles situations sans amoindrir la dignité transcendante de la personne humaine ni en soi-même ni chez les adversaires, et de trouver la voie de solutions correctes.\n\nA cent ans de distance, la valeur d'une telle orientation m'offre l'occasion d'apporter une contribution à l'élaboration de la « doctrine sociale chrétienne ». La « nouvelle évangélisation », dont le monde moderne a un urgent besoin et sur laquelle j'ai insisté de nombreuses fois, doit compter parmi ses éléments essentiels l'annonce de la doctrine sociale de l'Eglise, apte, aujourd'hui comme sous Léon XIII, à indiquer le bon chemin pour répondre aux grands défis du temps présent, dans un contexte de discrédit croissant des idéologies. Comme à cette époque, il faut répéter qu'il n'existe pas de véritable solution de la « question sociale » hors de l'Evangile et que, d'autre part, les « choses nouvelles » peuvent trouver en lui leur espace de vérité et la qualification morale qui convient.\n\n6. En se proposant de faire la lumière sur le conflit survenu entre le capital et le travail, Léon XIII affirmait les droits fondamentaux des travailleurs. C'est pourquoi la clé de lecture du texte pontifical est la dignité du travailleur en tant que tel et, de ce fait, la dignité du travail défini comme « l'activité humaine ordonnée à la satisfaction des besoins de la vie, notamment à sa conservation » (12). Le Pape qualifiait le travail de « personnel », parce que « la force de travail est inhérente à la personne et appartient en propre à celui qui l'exerce et dont elle est l'apanage » (13). Le travail appartient ainsi à la vocation de toute personne ; l'homme s'exprime donc et se réalise dans son activité laborieuse. Le travail possède en même temps une dimension « sociale », par sa relation étroite tant avec la famille qu'avec le bien commun, « puisqu'on peut affirmer sans se tromper que le travail des ouvriers est à l'origine de la richesse des Etats » (14). Tels sont les points que j'ai repris et développés dans l'encyclique Laborem exercens (15).\n\nIl existe sans aucun doute un autre principe important, celui du droit à la « propriété privée ». La longueur du développement que lui consacre l'encyclique révèle à elle seule l'importance qui lui revient. Le Pape est bien conscient du fait que la propriété privée n'est pas une valeur absolue et il ne manque pas de proclamer les principes complémentaires indispensables, tels que celui de la destination universelle des biens de la terre (17).\n\nPar ailleurs, s'il est vrai que le type de propriété privée qu'il considère au premier chef est celui de la propriété de la terre (18), il n'en demeure pas moins qu'aujourd'hui conservent leur valeur les raisons avancées pour protéger la propriété privée, c'est-à-dire pour affirmer le droit de posséder ce qui est nécessaire au développement personnel et à celui de sa famille, quelle que soit la forme effective prise par ce droit. Il faut l'affirmer une nouvelle fois devant les changements, dont nous sommes les témoins, survenus dans les systèmes où régnait le principe de la propriété collective des moyens de production, mais également devant les situations toujours plus nombreuses de pauvreté ou, plus exactement, devant les négations de la propriété privée, qui se présentent dans beaucoup de régions du monde, y compris celles où prédominent les systèmes qui reposent sur l'affirmation du droit à la propriété privée. A la suite de ces changements et de la persistance de la pauvreté, une analyse plus profonde du problème s'avère nécessaire, ce qui sera fait plus loin.\n\n7. En relation étroite avec le droit de propriété, l'encyclique de Léon XIII affirme également d'autres droits, en disant qu'ils sont inhérents à la personne humaine et inaliénables. Au rang de ces droits, le « droit naturel de l'homme » à former des associations privées occupe une place de premier plan par l'ampleur du développement que lui consacre le Pape et l'importance qu'il lui attribue ; il s'agit avant tout du droit à créer des associations professionnelles de chefs d'entreprise et d'ouvriers ou simplement d'ouvriers (19). On saisit ici le motif pour lequel l'Eglise défend et approuve la création de ce qu'on appelle couramment des syndicats, non certes par préjugé idéologique ni pour céder à une mentalité de classe, mais parce que s'associer est un droit naturel de l'être humain et, par conséquent, un droit antérieur à sa reconnaissance par la société politique. En effet, « il n'est pas au pouvoir de l'Etat d'interdire leur existence », car « l'Etat est fait pour protéger et non pour détruire le droit naturel. En interdisant de telles associations, il s'attaquerait lui-même » (20).\n\nAvec ce droit que le Pape — il est juste de le souligner — reconnaît explicitement aux ouvriers, ou, pour reprendre ses termes, aux « prolétaires », sont affirmés de manière tout aussi claire les droits à la « limitation des heures de travail », au repos légitime et à une différence de traitement pour les enfants et les femmes (21) en ce qui concerne la forme et la durée du travail.\n\nSi l'on se souvient de ce que nous apprend l'histoire au sujet des pratiques admises, ou du moins pas interdites par la loi, dans le domaine des contrats, qui étaient passés sans aucune garantie d'horaires ni de conditions d'hygiène dans le travail, sans respect non plus pour l'âge ou le sexe des candidats à l'emploi, on comprend bien la sévérité des paroles du Pape. « Il n'est ni juste ni humain, écrivait-il, d'exiger de l'homme un travail tel qu'il s'abrutisse l'esprit et s'affaiblisse le corps par suite d'une fatigue excessive ». Et, de manière plus précise, en se référant au contrat, qui a pour objectif de faire entrer en vigueur de telles « relations de travail », il affirme : « Dans toute convention passée entre patrons et ouvriers, figure la condition expresse ou tacite » que l'on ménagera un temps de repos convenable, en proportion des « forces dépensées dans le travail » ; puis il conclut : « Un pacte contraire serait immoral » (22).\n\n8. Immédiatement après, le Pape énonce un autre droit du travailleur en tant que personne. Il s'agit du droit à un « juste salaire », droit qui ne peut être laissé « au libre consentement des parties, de telle sorte que l'employeur, après avoir payé le salaire convenu, aurait rempli ses engagements et ne semblerait rien devoir d'autre » (23). L'Etat — disait-on à cette époque — n'a pas le pouvoir d'intervenir dans la détermination de ces contrats, sinon pour veiller à l'accomplissement de ce qui a été expressément convenu. Une telle conception des rapports entre patrons et ouvriers, purement pragmatique et inspirée par un individualisme strict, est sévèrement critiquée dans l'encyclique comme contraire à la double nature du travail en tant que fait personnel et nécessaire. En effet, si le travail, en tant que personnel, fait partie des capacités et des forces dont chacun a la libre disposition, il est, en tant que nécessaire, régi par le grave devoir pour chacun de « se garder en vie » ; « de ce devoir, conclut le Pape, découle nécessairement le droit de se procurer ce qui sert à la subsistance, que les pauvres ne se procurent que moyennant le salaire de leur travail » (24).\n\nLe salaire doit suffire à faire vivre l'ouvrier et sa famille. Si le travailleur, « contraint par la nécessité ou poussé par la crainte d'un mal plus grand, accepte des conditions très dures, que d'ailleurs il ne peut refuser parce qu'elles lui sont imposées par le patron ou par celui qui fait l'offre du travail, il subit une violence contre laquelle la justice proteste » (25).\n\nDieu veuille que ces phrases, écrites tandis que progressait ce qu'on a appelé le « capitalisme sauvage », ne soient pas à reprendre et à répéter aujourd'hui avec la même sévérité ! Malheureusement, aujourd'hui encore, on trouve des cas de contrats passés entre patrons et ouvriers qui ignorent la justice la plus élémentaire en matière de travail des mineurs ou des femmes, pour les horaires de travail, les conditions d'hygiène dans les locaux et la juste rétribution. Cela arrive malgré les Déclarations et les Conventions internationales qui en traitent (26), et même les lois des divers Etats. Le Pape assignait à l'« autorité publique » le « strict devoir » de prendre grand soin du bien-être des travailleurs, parce qu'en ne le faisant pas, on offensait la justice, et il n'hésitait pas à parler de « justice distributive » (27).\n\n9. A ces droits, Léon XIII en ajoute un autre, toujours à propos de la condition ouvrière, que je désire rappeler, étant donné son importance : le droit d'accomplir librement ses devoirs religieux. Le Pape le proclame clairement dans le contexte des autres droits et devoirs des ouvriers, malgré le climat général où, déjà de son temps, on considérait que certaines questions appartenaient exclusivement au domaine de la vie privée. Il affirme la nécessité du repos dominical, afin de rappeler à l'homme la pensée des biens célestes et du culte que l'on doit à la majesté divine (28). De ce droit, qui s'enracine dans un commandement fondamental, personne ne peut priver l'homme : « Il n'est permis à personne de violer impunément cette dignité de l'homme que Dieu lui-même traite avec un grand respect ». Par conséquent, l'Etat doit assurer à l'ouvrier l'exercice de cette liberté (29).\n\nOn ne se tromperait pas en voyant en germe, dans cette affirmation claire, le principe du droit à la liberté religieuse, qui est devenu depuis lors l'objet de nombreuses Déclarations et Conventions internationales solennelles (30), sans oublier la célèbre Déclaration conciliaire et mes enseignements fréquents (31). Sur ce point, nous devons nous demander si les dispositions légales en vigueur et les pratiques des sociétés industrialisées permettent aujourd'hui d'assurer effectivement l'exercice de ce droit élémentaire au repos dominical.\n\n10. Une autre donnée importante, riche d'enseignements pour notre époque, est la conception des rapports de l'Etat avec les citoyens. Rerum novarum critique les deux systèmes sociaux et économiques, le socialisme et le libéralisme. Elle consacre au premier la partie initiale qui réaffirme le droit à la propriété privée. Au contraire, il n'y a pas de section spécialement consacrée au second système, mais — et ceci mérite que l'on y porte attention — les critiques à son égard apparaissent lorsqu'est traité le thème des devoirs de l'Etat (32). L'Etat ne peut se borner à « veiller sur une partie de ses citoyens », celle qui est riche et prospère, et il ne peut « négliger l'autre », qui représente sans aucun doute la grande majorité du corps social. Sinon il est porté atteinte à la justice qui veut que l'on rende à chacun ce qui lui appartient. « Toutefois, dans la protection des droits privés, il doit se préoccuper d'une manière spéciale des petits et des pauvres. La classe riche, qui est forte de par ses biens, a moins besoin de la protection publique ; la classe pauvre, sans richesse pour la mettre à l'abri, compte surtout sur la protection de l'Etat. L'Etat doit donc entourer de soins et d'une sollicitude toute particulière les travailleurs qui appartiennent à la foule des déshérités » (33).\n\nCes passages gardent leur valeur aujourd'hui, surtout face aux nouvelles formes de pauvreté qui existent dans le monde, d'autant que des affirmations si importantes ne dépendent nullement d'une conception déterminée de l'Etat ni d'une théorie politique particulière. Le Pape reprend un principe élémentaire de toute saine organisation politique : dans une société, plus les individus sont vulnérables, plus ils ont besoin de l'intérêt et de l'attention que leur portent les autres, et, en particulier, de l'intervention des pouvoirs publics.\n\nAinsi, le principe de solidarité, comme on dit aujourd'hui, dont j'ai rappelé, dans l'encyclique Sollicitudo rei socialis (34), la valeur dans l'ordre interne de chaque nation comme dans l'ordre international, apparaît comme l'un des principes fondamentaux de la conception chrétienne de l'organisation politique et sociale. Il a été énoncé à plusieurs reprises par Léon XIII sous le nom d'« amitié » que nous trouvons déjà dans la philosophie grecque. Pie XI le désigna par le terme non moins significatif de « charité sociale », tandis que Paul VI, élargissant le concept en fonction des multiples dimensions modernes de la question sociale, parlait de « civilisation de l'amour » (35).\n\n11. En relisant l'encyclique à la lumière de la situation contemporaine, on peut se rendre compte de la sollicitude et de l'action incessantes de l'Eglise en faveur des catégories de personnes qui sont objet de prédilection de la part du Seigneur Jésus. Le contenu du texte est un excellent témoignage de la continuité, dans l'Eglise, de ce qu'on appelle l'« option préférentielle pour les pauvres », option définie comme une « forme spéciale de priorité dans la pratique de la charité chrétienne » (36). L'encyclique sur la « question ouvrière » est donc une encyclique sur les pauvres et sur la terrible condition à laquelle le processus d'industrialisation nouveau et souvent violent avait réduit de très nombreuses personnes. Aujourd'hui encore, dans une grande partie du monde, de tels processus de transformation économique, sociale et politique produisent les mêmes fléaux.\n\nSi Léon XIII en appelle à l'Etat pour remédier selon la justice à la condition des pauvres, il le fait aussi parce qu'il reconnaît, à juste titre, que l'Etat a le devoir de veiller au bien commun et de pourvoir à ce que chaque secteur de la vie sociale, sans exclure celui de l'économie, contribue à le promouvoir, tout en respectant la juste autonomie de chacun d'entre eux. Toutefois, il ne faudrait pas en conclure que, pour le Pape Léon XIII, la solution de la question sociale devrait dans tous les cas venir de l'Etat. Au contraire, il insiste à plusieurs reprises sur les nécessaires limites de l'intervention de l'Etat et sur sa nature de simple instrument, puisque l'individu, la famille et la société lui sont antérieurs et que l'Etat existe pour protéger leurs droits respectifs sans jamais les opprimer (37).\n\nL'actualité de ces réflexions n'échappe à personne. Il conviendra de reprendre plus loin ce thème important des limites inhérentes à la nature de l'Etat. Les points soulignés, qui ne sont pas les seuls abordés par l'encyclique, se situent dans la continuité de l'enseignement social de l'Eglise, et sont éclairés par une saine conception de la propriété privée, du travail, du développement économique, de la nature de l'Etat et, avant tout, de l'homme lui-même. D'autres thèmes seront mentionnés par la suite quand on examinera certains aspects de la réalité contemporaine, mais dès maintenant, il convient de garder présent à l'esprit que ce qui sert de trame et, d'une certaine manière, de guide à l'encyclique et à toute la doctrine sociale de l'Eglise, c'est la juste conception de la personne humaine, de sa valeur unique, dans la mesure où « l'homme est sur la terre la seule créature que Dieu ait voulue pour elle-même » (38). Dans l'homme, il a sculpté son image, à sa ressemblance (cf. Gn 1, 26), en lui donnant une dignité incomparable, sur laquelle l'encyclique insiste à plusieurs reprises. En effet, au-delà des droits que l'homme acquiert par son travail, il existe des droits qui ne sont corrélatifs à aucune de ses activités mais dérivent de sa dignité essentielle de personne.\n\nII. VERS LES \"CHOSES NOUVELLES\" D'AUJOURD'HUI\n\n12. L'anniversaire de Rerum novarum ne serait pas célébré comme il convient si l'on ne regardait pas également la situation actuelle. Déjà, par son contenu, l'encyclique se prête à une telle réflexion ; en effet, le cadre historique et les prévisions qui y sont tracées se révèlent d'une exactitude surprenante, à la lumière de tous les événements ultérieurs.\n\nLes faits des derniers mois de l'année 1989 et du début de 1990 en ont été une confirmation singulière. Ils ne s'expliquent, de même que les transformations radicales qui s'en sont suivies, qu'en fonction des situations antérieures qui avaient cristallisé ou institutionnalisé, dans une certaine mesure, les prévisions de Léon XIII et les signes toujours plus inquiétants perçus par ses successeurs. En effet, le Pape Léon XIII prévoyait les conséquences négatives — sous tous les aspects : politique, social et économique — d'une organisation de la société telle que la proposait le « socialisme », qui en était alors au stade d'une philosophie sociale et d'un mouvement plus ou moins structuré. On pourrait s'étonner de ce que le Pape parte du « socialisme » pour faire la critique des solutions qu'on donnait de la « question ouvrière », alors que le socialisme ne se présentait pas encore, comme cela se produisit ensuite, sous la forme d'un Etat fort et puissant, avec toutes les ressources à sa disposition. Toutefois, il mesura bien le danger que représentait pour les masses la présentation séduisante d'une solution aussi simple que radicale de la « question ouvrière » d'alors. Cela est plus vrai encore si l'on considère l'effroyable condition d'injustice à laquelle étaient réduites les masses prolétariennes dans les nations récemment industrialisées.\n\nIl faut ici souligner deux choses: d'une part, la grande lucidité avec laquelle est perçue, dans toute sa rigueur, la condition réelle des prolétaires, hommes, femmes et enfants; d'autre part, la clarté non moins grande avec laquelle est saisi ce qu'il y a de mauvais dans une solution qui, sous l'apparence d'un renversement des situations des pauvres et des riches, portait en réalité préjudice à ceux-là mêmes qu'on se promettait d'aider. Le remède se serait ainsi révélé pire que le mal. En caractérisant la nature du socialisme de son époque, qui supprimait la propriété privée, Léon XIII allait au coeur du problème.\n\nSes paroles méritent d'être relues avec attention: « Les socialistes, pour guérir ce mal [l'injuste distribution des richesses et la misère des prolétaires], poussent les pauvres à être jaloux de ceux qui possèdent. Ils prétendent que toute propriété de biens privés doit être supprimée, que les biens de chacun doivent être communs à tous... Mais pareille théorie, loin d'être capable de mettre fin au conflit, ferait tort à l'ouvrier si elle était appliquée. D'ailleurs, elle est souverainement injuste, parce qu'elle fait violence aux propriétaires légitimes, dénature les fonctions de l'Etat et bouleverse de fond en comble l'édifice social » (39). On ne saurait pas mieux indiquer les maux entraînés par l'instauration de ce type de socialisme comme système d'Etat, qui prendrait le nom de « socialisme réel ».\n\n13. Approfondissant maintenant la réflexion et aussi en référence à tout ce qui a été dit dans les encycliques Laborem exercens et Sollicitudo rei socialis, il faut ajouter que l'erreur fondamentale du « socialisme » est de caractère anthropologique. En effet, il considère l'individu comme un simple élément, une molécule de l'organisme social, de sorte que le bien de chacun est tout entier subordonné au fonctionnement du mécanisme économique et social, tandis que, par ailleurs, il estime que ce même bien de l'individu peut être atteint hors de tout choix autonome de sa part, hors de sa seule et exclusive décision responsable devant le bien ou le mal. L'homme est ainsi réduit à un ensemble de relations sociales, et c'est alors que disparaît le concept de personne comme sujet autonome de décision morale qui construit l'ordre social par cette décision. De cette conception erronée de la personne découlent la déformation du droit qui définit la sphère d'exercice de la liberté, ainsi que le refus de la propriété privée. En effet, l'homme dépossédé de ce qu'il pourrait dire « sien » et de la possibilité de gagner sa vie par ses initiatives en vient à dépendre de la machine sociale et de ceux qui la contrôlent ; cela lui rend beaucoup plus difficile la reconnaissance de sa propre dignité de personne et entrave la progression vers la constitution d'une authentique communauté humaine.\n\nAu contraire, de la conception chrétienne de la personne résulte nécessairement une vision juste de la société. Selon Rerum novarum et toute la doctrine sociale de l'Eglise, le caractère social de l'homme ne s'épuise pas dans l'Etat, mais il se réalise dans divers groupes intermédiaires, de la famille aux groupes économiques, sociaux, politiques et culturels qui, découlant de la même nature humaine, ont — toujours à l'intérieur du bien commun — leur autonomie propre. C'est ce que j'ai appelé la « personnalité » de la société qui, avec la personnalité de l'individu, a été éliminée par le « socialisme réel » (40).\n\nSi on se demande ensuite d'où naît cette conception erronée de la nature de la personne humaine et de la personnalité de la société, il faut répondre que la première cause en est l'athéisme. C'est par sa réponse à l'appel de Dieu contenu dans l'être des choses que l'homme prend conscience de sa dignité transcendante. Tout homme doit donner cette réponse, car en elle il atteint le sommet de son humanité, et aucun mécanisme social ou sujet collectif ne peut se substituer à lui. La négation de Dieu prive la personne de ses racines et, en conséquence, incite à réorganiser l'ordre social sans tenir compte de la dignité et de la responsabilité de la personne.\n\nL'athéisme dont on parle est, du reste, étroitement lié au rationalisme de la philosophie des lumières, qui conçoit la réalité humaine et sociale d'une manière mécaniste. On nie ainsi l'intuition ultime de la vraie grandeur de l'homme, sa transcendance par rapport au monde des choses, la contradiction qu'il ressent dans son coeur entre le désir d'une plénitude de bien et son impuissance à l'obtenir et, surtout, le besoin de salut qui en dérive.\n\n14. C'est de cette même racine de l'athéisme que découle le choix des moyens d'action propre au socialisme condamné dans Rerum novarum. Il s'agit de la lutte des classes. Le Pape, bien entendu, n'entend pas condamner tout conflit social sous quelque forme que ce soit : l'Eglise sait bien que les conflits d'intérêts entre divers groupes sociaux surgissent inévitablement dans l'histoire et que le chrétien doit souvent prendre position à leur sujet avec décision et cohérence. L'encyclique Laborem exercens, du reste, a reconnu clairement le rôle positif du conflit quand il prend l'aspect d'une « lutte pour la justice sociale » (41) ; et déjà dans Quadragesimo anno on lit : « La lutte des classes, en effet, quand on s'abstient d'actes de violence et de haine réciproque, se transforme peu à peu en une honnête discussion, fondée sur la recherche de la justice » (42).\n\nCe qui est condamné dans la lutte des classes, c'est plutôt l'idée d'un conflit dans lequel n'interviennent pas de considérations de caractère éthique ou juridique, qui se refuse à respecter la dignité de la personne chez autrui (et, par voie de conséquence, en soi- même), qui exclut pour cela un accommodement raisonnable et recherche non pas le bien général de la société, mais plutôt un intérêt de parti qui se substitue au bien commun et veut détruire ce qui s'oppose à lui. Il s'agit, en un mot, de la reprise — dans le domaine du conflit interne entre groupes sociaux — de la doctrine de la « guerre totale » que le militarisme et l'impérialisme de l'époque faisaient prévaloir dans le domaine des rapports internationaux. Cette doctrine substituait à la recherche du juste équilibre entre les intérêts des diverses nations celle de la prédominance absolue de son propre parti moyennant la destruction de la capacité de résistance du parti adverse, effectuée par tous les moyens, y compris le mensonge, la terreur à l'encontre des populations civiles et les armes d'extermination (qui étaient en élaboration précisément durant ces années-là). La lutte des classes au sens marxiste et le militarisme ont donc la même racine : l'athéisme, et le mépris de la personne humaine qui fait prévaloir le principe de la force sur celui de la raison et du droit.\n\n15. Rerum novarum s'oppose — comme on l'a dit — à l'étatisation des instruments de production, qui réduirait chaque citoyen à n'être qu'une pièce dans la machine de l'Etat. Elle critique aussi résolument la conception de l'Etat qui laisse le domaine de l'économie totalement en dehors de son champ d'intérêt et d'action. Certes, il existe une sphère légitime d'autonomie pour les activités économiques, dans laquelle l'Etat ne doit pas entrer. Cependant, il a le devoir de déterminer le cadre juridique à l'intérieur duquel se déploient les rapports économiques et de sauvegarder ainsi les conditions premières d'une économie libre, qui présuppose une certaine égalité entre les parties, d'une manière telle que l'une d'elles ne soit pas par rapport à l'autre puissante au point de la réduire pratiquement en esclavage (43).\n\nA ce sujet, Rerum novarum montre la voie des justes réformes susceptibles de redonner au travail sa dignité d'activité libre de l'homme. Ces réformes supposent que la société et l'Etat prennent leurs responsabilités surtout pour défendre le travailleur contre le cauchemar du chômage. Cela s'est réalisé historiquement de deux manières convergentes : soit par des politiques économiques destinées à assurer une croissance équilibrée et une situation de plein emploi ; soit par les assurances contre le chômage et par des politiques de recyclage professionnel appropriées pour faciliter le passage des travailleurs de secteurs en crise vers d'autres secteurs en développement.\n\nEn outre, la société et l'Etat doivent assurer des niveaux de salaire proportionnés à la subsistance du travailleur et de sa famille, ainsi qu'une certaine possibilité d'épargne. Cela requiert des efforts pour donner aux travailleurs des connaissances et des aptitudes toujours meilleures et susceptibles de rendre leur travail plus qualifié et plus productif ; mais cela requiert aussi une surveillance assidue et des mesures législatives appropriées pour couper court aux honteux phénomènes d'exploitation, surtout au détriment des travailleurs les plus démunis, des immigrés ou des marginaux. Dans ce domaine, le rôle des syndicats, qui négocient le salaire minimum et les conditions de travail, est déterminant.\n\nEnfin, il faut garantir le respect d'horaires « humains » pour le travail et le repos, ainsi que le droit d'exprimer sa personnalité sur les lieux de travail, sans être violenté en aucune manière dans sa conscience ou dans sa dignité. Là encore, il convient de rappeler le rôle des syndicats, non seulement comme instruments de négociation mais encore comme « lieux » d'expression de la personnalité : ils sont utiles au développement d'une authentique culture du travail et ils aident les travailleurs à participer d'une façon pleinement humaine à la vie de l'entreprise (44).\n\nL'Etat doit contribuer à la réalisation de ces objectifs directement et indirectement. Indirectement et suivant le principe de subsidiarité, en créant les conditions favorables au libre exercice de l'activité économique, qui conduit à une offre abondante de possibilités de travail et de sources de richesse. Directement et suivant le principe de solidarité, en imposant, pour la défense des plus faibles, certaines limites à l'autonomie des parties qui décident des conditions du travail, et en assurant dans chaque cas un minimum vital au travailleur sans emploi (45).\n\nL'encyclique et l'enseignement social qui la prolonge ont influencé de multiples manières les dernières années du XIXème siècle et le début du XXème. Cette influence est à l'origine de nombreuses réformes introduites dans les secteurs de la prévoyance sociale, des retraites, des assurances contre les maladies, de la prévention des accidents, tout cela dans le cadre d'un respect plus grand des droits des travailleurs (46).\n\n16. Les réformes furent en partie réalisées par les Etats, mais, dans la lutte pour les obtenir, l'action du Mouvement ouvrier a joué un rôle important. Né d'une réaction de la conscience morale contre des situations injustes et préjudiciables, il déploya une vaste activité syndicale et réformiste, qui était loin des brumes de l'idéologie et plus proche des besoins quotidiens des travailleurs et, dans ce domaine, ses efforts se joignirent souvent à ceux des chrétiens pour obtenir l'amélioration des conditions de vie des travailleurs.\n\nPar la suite, ce mouvement fut dans une certaine mesure dominé précisément par l'idéologie marxiste contre laquelle se dressait Rerum novarum.\n\nCes mêmes réformes furent aussi le résultat d'un libre processus d'auto-organisation de la société, avec la mise au point d'instruments efficaces de solidarité, aptes à soutenir une croissance économique plus respectueuse des valeurs de la personne. Il faut rappeler ici les multiples activités, avec la contribution notable des chrétiens, d'où ont résulté la fondation de coopératives de production, de consommation et de crédit, la promotion de l'instruction populaire et de la formation professionnelle, l'expérimentation de diverses formes de participation à la vie de l'entreprise et, en général, de la société.\n\nSi donc, en regardant le passé, il y a des raisons de remercier Dieu parce que la grande encyclique n'est pas restée sans résonance dans les coeurs et a poussé à une générosité active, néanmoins il faut reconnaître que l'annonce prophétique dont elle était porteuse n'a pas été complètement accueillie par les hommes de l'époque, et qu'à cause de cela de très grandes catastrophes se sont produites.\n\n17. Quand on lit l'encyclique en la reliant à tout le riche enseignement du Pape Léon XIII (47), on voit qu'au fond elle montre les conséquences d'une erreur de très grande portée sur le terrain économique et social. L'erreur, comme on l'a dit, consiste en une conception de la liberté humaine qui la soustrait à l'obéissance à la vérité et donc aussi au devoir de respecter les droits des autres hommes. Le sens de la liberté se trouve alors dans un amour de soi qui va jusqu'au mépris de Dieu et du prochain, dans un amour qui conduit à l'affirmation illimitée de l'intérêt particulier et ne se laisse arrêter par aucune obligation de justice (48).\n\nLes conséquences extrêmes de cette erreur sont apparues dans le cycle tragique des guerres qui ont secoué l'Europe et le monde entre 1914 et 1945. Il s'agit de guerres provoquées par un militarisme et un nationalisme exacerbés et par les formes de totalitarisme qui y sont liées, il s'agit de guerres provoquées par la lutte des classes, de guerres civiles et idéologiques. Sans le poids implacable de haine et de rancune, accumulées à la suite de tant d'injustices au niveau international et au niveau interne des Etats, on n'aurait pu connaître des guerres d'une telle férocité, où de grandes nations engagèrent leurs forces vives, où l'on n'hésita pas devant la violation des droits les plus sacrés de l'homme et où fut planifiée et exécutée l'extermination de peuples et de groupes sociaux entiers. Nous nous souvenons ici en particulier du peuple juif dont le terrible destin est devenu un symbole de l'aberration à laquelle l'homme peut arriver quand il se tourne contre Dieu.\n\nToutefois, la haine et l'injustice ne s'emparent de nations entières et ne les poussent à l'action que lorsqu'elles sont légitimées et organisées par des idéologies qui se fondent plus sur elles que sur la vérité de l'homme (49). Rerum novarum combattait les idéologies de la haine et a montré les manières de mettre un terme à la violence et à la rancœur par la justice. Puisse le souvenir de ces terribles événements guider les actions de tous les hommes et, en particulier, des gouvernants des peuples de notre temps, alors que d'autres injustices alimentent de nouvelles haines et que se profilent à l'horizon de nouvelles idéologies qui exaltent la violence !\n\n18. Certes, depuis 1945 les armes se taisent sur le continent européen ; toutefois, on se rappellera que la vraie paix n'est jamais le résultat de la victoire militaire, mais suppose l'élimination des causes de la guerre et l'authentique réconciliation entre les peuples. Pendant de nombreuses années, par contre, il y a eu en Europe et dans le monde une situation de non- guerre plus que de paix authentique. La moitié du continent est tombée sous le pouvoir de la dictature communiste, tandis que l'autre partie s'organisait pour se défendre contre ce type de danger. Bien des peuples perdent le pouvoir de disposer d'eux-mêmes, sont enfermés dans les limites d'un empire oppressif tandis qu'on s'efforce de détruire leur mémoire historique et les racines séculaires de leur culture. Des masses énormes d'hommes, à la suite de cette violente partition, sont contraintes d'abandonner leur terre et déportées de force.\n\nUne course folle aux armements absorbe les ressources nécessaires au développement des économies internes et à l'aide aux nations les plus défavorisées. Le progrès scientifique et technique, qui devrait contribuer au bien-être de l'homme, est transformé en instrument de guerre. La science et la technique servent à produire des armes toujours plus perfectionnées et plus destructrices, tandis qu'on demande à une idéologie, qui est une perversion de la philosophie authentique, de fournir des justifications doctrinales à la nouvelle guerre. Et la guerre est non seulement attendue et préparée, mais elle a lieu dans diverses régions du monde et cause d'énormes effusions de sang. De la logique des blocs, ou des empires, dénoncée par les documents de l'Eglise et récemment par l'encyclique Sollicitudo rei socialis (50), il résulte que les controverses et les discordes qui naissent dans les pays du Tiers-Monde sont systématiquement amplifiées et exploitées pour créer des difficultés à l'adversaire.\n\nLes groupes extrémistes, qui cherchent à résoudre ces controverses par les armes, bénéficient facilement d'appuis politiques et militaires, sont armés et entraînés à la guerre, tandis que ceux qui s'efforcent de trouver des solutions pacifiques et humaines, respectant les intérêts légitimes de toutes les parties, restent isolés et sont souvent victimes de leurs adversaires. La militarisation de nombreux pays du Tiers-Monde et les luttes fratricides qui les ont tourmentés, la diffusion du terrorisme et de procédés toujours plus barbares de lutte politico-militaire trouvent aussi une de leurs principales causes dans la précarité de la paix qui a suivi la deuxième guerre mondiale. Sur le monde entier, enfin, pèse la menace d'une guerre atomique, capable de conduire à l'extinction de l'humanité. La science, utilisée à des fins militaires, met à la disposition de la haine, amplifiée par les idéologies, l'arme absolue. Mais la guerre peut se terminer sans vainqueurs ni vaincus dans un suicide de l'humanité, et alors il faut répudier la logique qui y conduit, c'est-à-dire l'idée que la lutte pour la destruction de l'adversaire, la contradiction et la guerre même sont des facteurs de progrès et de marche en avant de l'histoire (51). Si on admet la nécessité de ce refus, la logique de la « guerre totale » comme celle de la « lutte des classes » sont nécessairement remises en cause.\n\n19. Mais à la fin de la deuxième guerre mondiale, un tel processus est encore en train de prendre forme dans les esprits, et le fait qui retient l'attention est l'extension du totalitarisme communiste sur plus de la moitié de l'Europe et sur une partie du monde. La guerre, qui aurait dû rétablir la liberté et restaurer le droit des gens, se conclut sans avoir atteint ces buts, mais au contraire d'une manière qui les contredit ouvertement pour beaucoup de peuples, spécialement ceux qui avaient le plus souffert. On peut dire que la situation qui s'est créée a provoqué des réactions différentes.\n\nDans quelques pays et à certains points de vue, on assiste à un effort positif pour reconstruire, après les destructions de la guerre, une société démocratique inspirée par la justice sociale, qui prive le communisme du potentiel révolutionnaire représenté par les masses humaines exploitées et opprimées. Ces tentatives cherchent en général à maintenir les mécanismes du marché libre, en assurant par la stabilité de la monnaie et la sécurité des rapports sociaux les conditions d'une croissance économique stable et saine, avec laquelle les hommes pourront par leur travail construire un avenir meilleur pour eux et pour leurs enfants. En même temps, on cherche à éviter que les mécanismes du marché soient l'unique point de référence de la vie sociale et on veut les assujettir à un contrôle public qui s'inspire du principe de la destination commune des biens de la terre. Une certaine abondance des offres d'emploi, un système solide de sécurité sociale et de préparation professionnelle, la liberté d'association et l'action vigoureuse des syndicats, la protection sociale en cas de chômage, les instruments de participation démocratique à la vie sociale, tout cela, dans un tel contexte, devrait soustraire le travail à la condition de « marchandise » et garantir la possibilité de l'accomplir dignement.\n\nEn second lieu, d'autres forces sociales et d'autres écoles de pensée s'opposent au marxisme par la construction de systèmes de « sécurité nationale » qui visent à contrôler d'une façon capillaire toute la société pour rendre impossible l'infiltration marxiste. En exaltant et en augmentant le pouvoir de l'Etat, ces systèmes entendent préserver leurs peuples du communisme ; mais, ce faisant, ils courent le risque grave de détruire la liberté et les valeurs de la personne au nom desquelles il faut s'y opposer.\n\nEnfin, une autre forme pratique de réponse est représentée par la société du bien-être, ou société de consommation. Celle-ci tend à l'emporter sur le marxisme sur le terrain du pur matérialisme, montrant qu'une société de libre marché peut obtenir une satisfaction des besoins matériels de l'homme plus complète que celle qu'assure le communisme, tout en excluant également les valeurs spirituelles. En réalité, s'il est vrai, d'une part, que ce modèle social montre l'incapacité du marxisme à construire une société nouvelle et meilleure, d'un autre côté, en refusant à la morale, au droit, à la culture et à la religion leur réalité propre et leur valeur, il le rejoint en réduisant totalement l'homme à la sphère économique et à la satisfaction des besoins matériels.\n\n20. Dans la même période se déroule un impressionnant processus de « décolonisation », dans lequel de nombreux pays acquièrent ou reconquièrent leur indépendance et le droit à disposer librement d'eux-mêmes. Cependant, avec la reconquête formelle de leur souveraineté d'Etat, ces pays se trouvent souvent juste au début du chemin dans la construction d'une authentique indépendance. En fait, des secteurs décisifs de l'économie demeurent encore entre les mains de grandes entreprises étrangères, qui n'acceptent pas de se lier durablement au développement du pays qui leur donne l'hospitalité, et la vie politique elle-même est contrôlée par des forces étrangères, tandis qu'à l'intérieur des frontières de l'Etat cohabitent des groupes ethniques, non encore complètement intégrés dans une authentique communauté nationale. En outre, il manque un groupe de fonctionnaires compétents, capables d'administrer d'une façon honnête et juste l'appareil de l'Etat, ainsi que des cadres pour une gestion efficace et responsable de l'économie.\n\nEtant donné cette situation, il semble à beaucoup que le marxisme peut offrir comme un raccourci pour l'édification de la nation et de l'Etat, et c'est pour cette raison que voient le jour diverses variantes du socialisme avec un caractère national spécifique. Elles se mêlent ainsi aux nombreuses idéologies qui se constituent différemment suivant les cas : exigences légitimes de salut national, formes de nationalisme et aussi de militarisme, principes tirés d'antiques sagesses populaires, parfois accordés avec la doctrine sociale chrétienne, et les concepts du marxisme-léni- nisme.\n\n21. Il faut rappeler enfin qu'après la deuxième guerre mondiale et aussi en réaction contre ses horreurs, s'est répandu un sentiment plus vif des droits de l'homme, qui a trouvé une reconnaissance dans divers Documents internationaux (52) et, pourrait-on dire, dans l'élaboration d'un nouveau « droit des gens » à laquelle le Saint-Siège a apporté constamment sa contribution. Le pivot de cette évolution a été l'Organisation des Nations unies. Non seulement la conscience du droit des individus s'est développée, mais aussi celle des droits des nations, tandis qu'on saisit mieux la nécessité d'agir pour porter remède aux graves déséquilibres entre les différentes aires géographiques du monde, qui, en un sens, ont déplacé le centre de la question sociale du cadre national au niveau international (53).\n\nEn prenant acte de cette évolution avec satisfaction, on ne peut cependant passer sous silence le fait que le bilan d'ensemble des diverses politiques d'aide au développement n'est pas toujours positif. Aux Nations unies, en outre, on n'a pas réussi jusqu'à maintenant à élaborer des procédés efficaces, autres que la guerre, pour la solution des conflits internationaux, et cela semble être le problème le plus urgent que la communauté internationale ait encore à résoudre.\n\nIII. L'ANNÉE 1989\n\n22. C'est à partir de la situation mondiale qui vient d'être décrite, et qui a déjà été largement exposée dans l'encyclique Sollicitudo rei socialis, que l'on comprend la portée inattendue et prometteuse des événements de ces dernières années. Leur point culminant, sans aucun doute, ce sont les événements survenus en 1989 dans les pays de l'Europe centrale et orientale, mais ils couvrent une période et un espace géographique plus larges. Au cours des années 1980, on voit s'écrouler progressivement dans plusieurs pays d'Amérique latine, et aussi d'Afrique et d'Asie, certains régimes de dictature et d'oppression. Dans d'autres cas commence un cheminement, difficile mais fécond, de transition vers des formes politiques qui laissent plus de place à la participation et à la justice. L'Eglise a fourni une contribution importante, et même décisive, par son engagement en faveur de la défense et de la promotion des droits de l'homme : dans des milieux fortement imprégnés d'idéologie, où les prises de position radicales obscurcissaient le sens commun de la dignité humaine, l'Eglise a affirmé avec simplicité et énergie que tout homme, quelles que soient ses convictions personnelles, porte en lui l'image de Dieu et mérite donc le respect. La grande majorité du peuple s'est bien souvent reconnue dans cette affirmation, et cela a conduit à rechercher des formes de lutte et des solutions politiques plus respectueuses de la dignité de la personne.\n\nDe ce processus historique sont sorties de nouvelles formes de démocratie qui suscitent l'espoir d'un changement dans les structures politiques et sociales précaires, grevées de l'hypothèque d'une douloureuse série d'injustices et de rancœurs, qui s'ajoutent à une économie désastreuse et à de pénibles conflits sociaux. Tout en rendant grâce à Dieu, en union avec toute l'Eglise, pour le témoignage, parfois héroïque, que beaucoup de Pasteurs, de communautés chrétiennes comme de simples fidèles et d'autres hommes de bonne volonté ont donné en ces circonstances difficiles, je le prie de soutenir les efforts accomplis par tous pour bâtir un avenir meilleur. C'est là, en effet, une responsabilité qui incombe non seulement aux citoyens de ces pays mais à tous les chrétiens et aux hommes de bonne volonté. Il s'agit de montrer que les problèmes complexes de ces peuples peuvent être résolus par la méthode du dialogue et de la solidarité, et non par la lutte pour détruire l'adversaire ou par la guerre.\n\n23. Parmi les nombreux facteurs de la chute des régimes oppressifs, certains méritent d'être rappelés d'une façon particulière. Le facteur décisif qui a mis en route les changements est assurément la violation des droits du travail. On ne saurait oublier que la crise fondamentale des systèmes qui se prétendent l'expression du gouvernement et même de la dictature des ouvriers commence par les grands mouvements survenus en Pologne au nom de la solidarité. Les foules ouvrières elles-mêmes ôtent sa légitimité à l'idéologie qui prétend parler en leur nom, et elles retrouvent, elles redécouvrent presque, à partir de l'expérience vécue et difficile du travail et de l'oppression, des expressions et des principes de la doctrine sociale de l'Eglise.\n\nUn autre fait mérite d'être souligné : à peu près partout, on est arrivé à faire tomber un tel « bloc », un tel empire, par une lutte pacifique, qui a utilisé les seules armes de la vérité et de la justice. Alors que, selon le marxisme, ce n'est qu'en poussant à l'extrême les contradictions sociales que l'on pouvait les résoudre dans un affrontement violent, les luttes qui ont amené l'écroulement du marxisme persistent avec ténacité à essayer toutes les voies de la négociation, du dialogue, du témoignage de la vérité, faisant appel à la conscience de l'adversaire et cherchant à réveiller en lui le sens commun de la dignité humaine.\n\nApparemment, l'ordre européen issu de la deuxième guerre mondiale et consacré par les Accords de Yalta ne pouvait être ébranlé que par une autre guerre. Et pourtant, il s'est trouvé dépassé par l'action non violente d'hommes qui, alors qu'ils avaient toujours refusé de céder au pouvoir de la force, ont su trouver dans chaque cas la manière efficace de rendre témoignage à la vérité. Cela a désarmé l'adversaire, car la violence a toujours besoin de se légitimer par le mensonge, de se donner l'air, même si c'est faux, de défendre un droit ou de répondre à une menace d'autrui (54). Encore une fois, nous rendons grâce à Dieu qui a soutenu le cœur des hommes au temps de la difficile épreuve, et nous prions pour qu'un tel exemple serve en d'autres lieux et en d'autres circonstances. Puissent les hommes apprendre à lutter sans violence pour la justice, en renonçant à la lutte des classes dans les controverses internes et à la guerre dans les controverses internationales !\n\n24. Comme deuxième facteur de crise, il y a bien certainement l'inefficacité du système économique, qu'il ne faut pas considérer seulement comme un problème technique mais plutôt comme une conséquence de la violation des droits humains à l'initiative, à la propriété et à la liberté dans le domaine économique. Il convient d'ajouter à cet aspect la dimension culturelle et nationale : il n'est pas possible de comprendre l'homme en partant exclusivement du domaine de l'économie, il n'est pas possible de le définir en se fondant uniquement sur son appartenance à une classe. On comprend l'homme d'une manière plus complète si on le replace dans son milieu culturel, en considérant sa langue, son histoire, les positions qu'il adopte devant les événements fondamentaux de l'existence comme la naissance, l'amour, le travail, la mort. Au centre de toute culture se trouve l'attitude que l'homme prend devant le mystère le plus grand, le mystère de Dieu. Au fond, les cultures des diverses nations sont autant de manières d'aborder la question du sens de l'existence personnelle : quand on élimine cette question, la culture et la vie morale des nations se désagrègent. C'est pourquoi la lutte pour la défense du travail s'est liée spontanément à la lutte pour la culture et pour les droits nationaux.\n\nMais la cause véritable de ces nouveautés est le vide spirituel provoqué par l'athéisme qui a laissé les jeunes générations démunies d'orientations et les a amenées bien souvent, dans la recherche irrésistible de leur identité et du sens de la vie, à redécouvrir les racines religieuses de la culture de leurs nations et la personne même du Christ, comme réponse existentiellement adaptée à la soif de vérité et de vie qui est au cœur de tout homme. Cette recherche a été encouragée par le témoignage de ceux qui, dans des circonstances difficiles et au milieu des persécutions, sont restés fidèles à Dieu. Le marxisme s'était promis d'extirper du cœur de l'homme la soif de Dieu, mais les résultats ont montré qu'il est impossible de le faire sans bouleverser le cœur de l'homme.\n\n25. Les événements de 1989 donnent l'exemple du succès remporté par la volonté de négocier et par l'esprit évangélique face à un adversaire décidé à ne pas se laisser arrêter par des principes moraux ; ils constituent donc un avertissement pour tous ceux qui, au nom du réalisme politique, veulent bannir de la politique le droit et la morale. Certes, la lutte qui a conduit aux changements de 1989 a exigé de la lucidité, de la modération, des souffrances et des sacrifices ; en un sens, elle est née de la prière et elle aurait été impensable sans une confiance illimitée en Dieu, Seigneur de l'histoire, qui tient en main le coeur de l'homme. C'est en unissant sa souffrance pour la vérité et la liberté à celle du Christ en Croix que l'homme peut accomplir le miracle de la paix et est capable de découvrir le sentier souvent étroit entre la lâcheté qui cède au mal et la violence qui, croyant le combattre, l'aggrave.\n\nOn ne peut cependant ignorer les innombrables conditionnements au milieu desquels la liberté de l'individu est amenée à agir ; ils affectent, certes, la liberté, mais ils ne la déterminent pas ; ils rendent son exercice plus ou moins facile, mais ils ne peuvent la détruire. Non seulement on n'a pas le droit de méconnaître, du point de vue éthique, la nature de l'homme qui est fait pour la liberté, mais en pratique ce n'est même pas possible. Là où la société s'organise en réduisant arbitrairement ou même en supprimant le champ dans lequel s'exerce légitimement la liberté, il en résulte que la vie sociale se désagrège progressivement et entre en décadence.\n\nEn outre, l'homme, créé pour la liberté, porte en lui la blessure du péché originel qui l'attire continuellement vers le mal et fait qu'il a besoin de rédemption. Non seulement cette doctrine fait partie intégrante de la Révélation chrétienne, mais elle a une grande valeur herméneutique car elle aide à comprendre la réalité humaine. L'homme tend vers le bien, mais il est aussi capable de mal ; il peut transcender son intérêt immédiat et pourtant lui rester lié. L'ordre social sera d'autant plus ferme qu'il tiendra davantage compte de ce fait et qu'il n'opposera pas l'intérêt personnel à celui de la société dans son ensemble, mais qu'il cherchera plutôt comment assurer leur fructueuse coordination. En effet, là où l'intérêt individuel est supprimé par la violence, il est remplacé par un système écrasant de contrôle bureaucratique qui tarit les sources de l'initiative et de la créativité. Quand les hommes croient posséder le secret d'une organisation sociale parfaite qui rend le mal impossible, ils pensent aussi pouvoir utiliser tous les moyens, même la violence ou le mensonge, pour la réaliser. La politique devient alors une « religion séculière » qui croit bâtir le paradis en ce monde. Mais aucune société politique, qui possède sa propre autonomie et ses propres lois (55), ne pourra jamais être confondue avec le Royaume de Dieu. La parabole évangélique du bon grain et de l'ivraie (cf. Mt 13, 24-30. 36-43) enseigne qu'il appartient à Dieu seul de séparer les sujets du Royaume et les sujets du Malin, et que ce jugement arrivera à la fin des temps. En prétendant porter dès maintenant le jugement, l'homme se substitue à Dieu et s'oppose à la patience de Dieu.\n\nPar le sacrifice du Christ sur la Croix, la victoire du Royaume de Dieu est acquise une fois pour toutes. Cependant la condition chrétienne comporte la lutte contre les tentations et les forces du mal. Ce n'est qu'à la fin de l'histoire que le Seigneur reviendra en gloire pour le jugement final (cf. Mt 25, 31) et l'instauration des cieux nouveaux et de la terre nouvelle (cf. 2 P 3, 13 ; Ap 21, 1). Mais, tant que dure le temps, le combat du bien et du mal se poursuit jusque dans le cœur de l'homme.\n\nCe que l'Ecriture nous apprend des destinées du Royaume de Dieu n'est pas sans conséquences pour la vie des sociétés temporelles qui, comme l'indique l'expression, appartiennent aux réalités du temps, avec ce que cela comporte d'imparfait et de provisoire. Le Royaume de Dieu, présent dans le monde sans être du monde, illumine l'ordre de la société humaine, alors que les énergies de la grâce pénètrent et vivifient cet ordre. Ainsi sont mieux perçues les exigences d'une société digne de l'homme, les déviations sont redressées, le courage d'œuvrer pour le bien est conforté. A cette tâche d'animation évangélique des réalités humaines sont appelés, avec tous les hommes de bonne volonté, les chrétiens, et tout spécialement les laïcs (56).\n\n26. Les événements de 1989 se sont déroulés principalement dans les pays d'Europe orientale et centrale. Ils ont toutefois une portée universelle car il en est résulté des conséquences positives et négatives qui intéressent toute la famille humaine. Ces conséquences n'ont pas un caractère mécanique ou fatidique, mais sont comme des occasions offertes à la liberté humaine de collaborer avec le dessein miséricordieux de Dieu qui agit dans l'histoire.\n\nLa première conséquence a été, dans certains pays, la rencontre entre l'Eglise et le Mouvement ouvrier né d'une réaction d'ordre éthique et explicitement chrétien, contre une situation générale d'injustice. Depuis un siècle environ, ce Mouvement était en partie tombé sous l'hégémonie du marxisme, dans la conviction que les prolétaires, pour lutter efficacement contre l'oppression, devaient faire leurs les théories matérialistes et économistes.\n\nDans la crise du marxisme resurgissent les formes spontanées de la conscience ouvrière qui exprime une demande de justice et de reconnaissance de la dignité du travail, conformément à la doctrine sociale de l'Eglise (57). Le Mouvement ouvrier devient un mouvement plus général des travailleurs et des hommes de bonne volonté pour la libération de la personne humaine et pour l'affirmation de ses droits ; il est répandu aujourd'hui dans de nombreux pays et, loin de s'opposer à l'Eglise catholique, il se tourne vers elle avec intérêt.\n\nLa crise du marxisme n'élimine pas du monde les situations d'injustice et d'oppression, que le marxisme lui même exploitait et dont il tirait sa force. A ceux qui, aujourd'hui, sont à la recherche d'une théorie et d'une pratique nouvelles et authentiques de libération, l'Eglise offre non seulement sa doctrine sociale et, d'une façon générale, son enseignement sur la personne, rachetée par le Christ, mais aussi son engagement et sa contribution pour combattre la marginalisation et la souffrance.\n\nDans un passé récent, le désir sincère d'être du côté des opprimés et de ne pas se couper du cours de l'histoire a amené bien des croyants à rechercher de diverses manières un impossible compromis entre le marxisme et le christianisme. Le moment présent dépasse tout ce qu'il y avait de caduc dans ces tentatives et incite en même temps à réaffirmer le caractère positif d'une authentique théologie de la libération intégrale de l'homme (58). Considérés sous cet angle, les événements de 1989 s'avèrent importants aussi pour les pays du Tiers-Monde, qui cherchent la voie de leur développement, comme ils l'ont été pour les pays de l'Europe centrale et orientale.\n\n27. La deuxième conséquence concerne les peuples de l'Europe. Bien des injustices, aux niveaux individuel, social, régional et national, ont été commises pendant les années de domination du communisme et même avant ; bien des haines et des rancœurs ont été accumulées. Après l'écroulement de la dictature, celles-ci risquent fort d'exploser avec violence, provoquant de graves conflits et des deuils, si viennent à manquer la tension morale et la force de rendre consciemment témoignage à la vérité qui ont animé les efforts du passé. Il faut souhaiter que la haine et la violence ne triomphent pas dans les cœurs, surtout en ceux qui luttent pour la justice, et qu'en tous grandisse l'esprit de paix et de pardon !\n\nMais il faut que des démarches concrètes soient effectuées afin de créer ou de consolider des structures internationales capables d'intervenir, pour l'arbitrage convenable dans les conflits qui surgissent entre les nations, de telle sorte que chacune d'entre elles puisse faire valoir ses propres droits et parvenir à un juste accord et à un compromis pacifique avec les droits des autres. Tout cela est particulièrement nécessaire pour les nations européennes, intimement unies par les liens de leur culture commune et de leur histoire millénaire. Un effort considérable doit être consenti pour la reconstruction morale et économique des pays qui ont abandonné le communisme. Pendant très longtemps, les relations économiques les plus élémentaires ont été altérées, et même des vertus fondamentales dans le secteur économique, comme l'honnêteté, la confiance méritée, l'ardeur au travail, ont été méprisées. Une patiente reconstruction matérielle et morale est nécessaire, alors que les peuples épuisés par de longues privations demandent à leurs gouvernants des résultats tangibles et immédiats pour leur bien-être, ainsi que la satisfaction de leurs légitimes aspirations.\n\nLa chute du marxisme a eu naturellement des conséquences importantes en ce qui concerne la division de la terre en mondes fermés l'un à l'autre, opposés dans une concurrence jalouse. La réalité de l'interdépendance des peuples s'en trouve plus clairement mise en lumière, et aussi le fait que le travail humain est par nature destiné à unir les peuples et non à les diviser. La paix et la prospérité, en effet, sont des biens qui appartiennent à tout le genre humain, de sorte qu'il n'est pas possible d'en jouir d'une manière honnête et durable si on les a obtenus et conservés au détriment d'autres peuples et d'autres nations, en violant leurs droits ou en les excluant des sources du bien-être.\n\n28. Pour certains pays d'Europe, c'est, en un sens, le véritable après-guerre qui commence. La restructuration radicale des économies jusque-là collectivisées crée des problèmes et suppose des sacrifices qui peuvent être comparés à ceux que les pays de l'ouest du continent ont dû affronter pour leur reconstruction après le deuxième conflit mondial. Il est juste que, dans les difficultés actuelles, les pays anciennement communistes soient soutenus par l'effort solidaire des autres nations: ils doivent, bien évidemment, être les premiers artisans de leur développement, mais il faut leur donner une possibilité raisonnable de le mettre en œuvre, et cela ne peut se faire sans l'aide des autres pays. D'ailleurs, la situation actuelle, marquée par les difficultés et la pénurie, est la conséquence d'un processus historique dont les pays anciennement communistes ont souvent été les victimes et non les responsables ; ils se trouvent donc dans cette situation non pas en raison de choix libres ou d'erreurs commises, mais parce que de tragiques événements historiques, imposés par la force, les ont empêchés de poursuivre leur développement économique et civil.\n\nL'aide des autres pays, d'Europe spécialement, qui ont eu part à la même histoire et en portent les responsabilités, répond à une dette de justice. Mais elle répond aussi à l'intérêt et au bien général de l'Europe, car celle-ci ne pourra pas vivre en paix si les conflits de diverse nature qui surgissent par suite du passé sont rendus plus aigus par une situation de désordre économique, d'insatisfaction spirituelle et de désespoir.\n\nToutefois, une telle exigence ne doit pas entraîner une diminution des efforts pour soutenir et aider les pays du Tiers-Monde, qui connaissent souvent des conditions de carence et de pauvreté beaucoup plus graves (59). Ce qui est requis, c'est un effort extraordinaire pour mobiliser les ressources, dont le monde dans son ensemble n'est pas dépourvu, vers des objectifs de croissance économique et de développement commun, en redéfinissant les priorités et les échelles des valeurs selon lesquelles sont décidés les choix économiques et politiques. D'immenses ressources peuvent être rendues disponibles par le désarmement des énormes appareils militaires édifiés pour le conflit entre l'Est et l'Ouest. Elles pourront s'avérer encore plus abondantes si l'on arrive à mettre en place des procédures fiables — autres que la guerre — pour résoudre les conflits, puis à propager le principe du contrôle et de la réduction des armements, dans les pays du Tiers-Monde aussi, en prenant les mesures nécessaires contre leur commerce (60). Mais il faudra surtout abandonner la mentalité qui considère les pauvres — personnes et peuples — presque comme un fardeau, comme d'ennuyeux importuns qui prétendent consommer ce que d'autres ont produit. Les pauvres revendiquent le droit d'avoir leur part des biens matériels et de mettre à profit leur capacité de travail afin de créer un monde plus juste et plus prospère pour tous. Le progrès des pauvres est une grande chance pour la croissance morale, culturelle et même économique de toute l'humanité.\n\n29. Enfin, le développement ne doit pas être compris d'une manière exclusivement économique, mais dans un sens intégralement humain (61). Il ne s'agit pas seulement d'élever tous les peuples au niveau dont jouissent aujourd'hui les pays les plus riches, mais de construire, par un travail solidaire, une vie plus digne, de faire croître réellement la dignité et la créativité de chaque personne, sa capacité de répondre à sa vocation et donc à l'appel de Dieu. Au faîte du développement, il y a la mise en oeuvre du droit et du devoir de chercher Dieu, de le connaître et de vivre selon cette connaissance (62). Dans les régimes totalitaires et autoritaires, on a poussé à l'extrême le principe de la prépondérance de la force sur la raison. L'homme a été contraint d'accepter une conception de la réalité imposée par la force et non acquise par l'effort de sa raison et l'exercice de sa liberté. Il faut inverser ce principe et reconnaître intégralement les droits de la conscience humaine, celle-ci n'étant liée qu'à la vérité naturelle et à la vérité révélée. C'est dans la reconnaissance de ces droits que se trouve le fondement premier de tout ordre politique authentiquement libre (63). Il est important de réaffirmer ce principe, pour divers motifs :\n\na) parce que les anciennes formes de totalitarisme et d'autoritarisme ne sont pas encore complètement anéanties et qu'il existe même un risque qu'elles reprennent vigueur : cette situation appelle à un effort renouvelé de collaboration et de solidarité entre tous les pays ;\n\nb) parce que, dans les pays développés, on fait parfois une propagande excessive pour les valeurs purement utilitaires, en stimulant les instincts et les tendances à la jouissance immédiate, ce qui rend difficiles la reconnaissance et le respect de la hiérarchie des vraies valeurs de l'existence humaine ;\n\nc) parce que, dans certains pays, apparaissent de nouvelles formes de fondamentalisme religieux qui, de façon voilée ou même ouvertement, refusent aux citoyens qui ont une foi différente de celle de la majorité le plein exercice de leurs droits civils ou religieux, les empêchent de participer au débat culturel, restreignent le droit qu'a l'Eglise de prêcher l'Evangile et le droit qu'ont les hommes d'accueillir la parole qu'ils ont entendu prêcher et de se convertir au Christ. Aucun progrès authentique n'est possible sans respect du droit naturel élémentaire de connaître la vérité et de vivre selon la vérité. A ce droit se rattache, comme son exercice et son approfondissement, le droit de découvrir et d'accueillir librement Jésus-Christ, qui est le vrai bien de l'homme (64).\n\nIV. LA PROPRIÉTÉ PRIVÉE ET LA DESTINATION UNIVERSELLE DES BIENS\n\n30. Dans l'encyclique Rerum novarum, Léon XIII affirmait avec force, contre le socialisme de son temps, le caractère naturel du droit à la propriété privée, et il s'appuyait sur divers arguments (65). Ce droit, fondamental pour l'autonomie et le développement de la personne, a toujours été défendu par l'Eglise jusqu'à nos jours. L'Eglise enseigne de même que la propriété des biens n'est pas un droit absolu mais comporte, dans sa nature même de droit humain, ses propres limites.\n\nTandis qu'il proclamait le droit à la propriété privée, le Pape affirmait avec la même clarté que l'« usage » des biens, laissé à la liberté, est subordonné à leur destination originelle commune de biens créés et aussi à la volonté de Jésus-Christ, exprimée dans l'Evangile. Il écrivait en effet : « Les fortunés de ce monde sont avertis [...] qu'ils doivent trembler devant les menaces inusitées que Jésus profère contre les riches ; qu'enfin il viendra un jour où ils devront rendre à Dieu, leur juge, un compte très rigoureux de l'usage qu'ils auront fait de leur fortune» ; et, citant saint Thomas d'Aquin, il ajoutait : « Mais si l'on demande en quoi il faut faire consister l'usage des biens, l'Eglise répond sans hésitation : A ce sujet, l'homme ne doit pas tenir les choses extérieures pour privées, mais pour communes », car « au-dessus des jugements de l'homme et de ses lois, il y a la loi et le jugement de Jésus-Christ » (66).\n\nLes successeurs de Léon XIII ont repris cette double affirmation : la nécessité et donc la licéité de la propriété privée, et aussi les limites dont elle est grevée (67). Le Concile Vatican II a également proposé la doctrine traditionnelle dans des termes qui méritent d'être cités littéralement : « L'homme, dans l'usage qu'il fait de ses biens, ne doit jamais tenir les choses qu'il possède légitimement comme n'appartenant qu'à lui, mais les regarder aussi comme communes, en ce sens qu'elles puissent profiter non seulement à lui, mais aussi aux autres ». Et un peu plus loin : « La propriété privée ou un certain pouvoir sur les biens extérieurs assurent à chacun une zone indispensable d'autonomie personnelle et familiale ; il faut les regarder comme un prolongement de la liberté humaine. [...] De par sa nature même, la propriété privée a aussi un caractère social, fondé dans la loi de commune destination des biens » (68). J'ai repris la même doctrine d'abord dans le discours d'ouverture de la III Conférence de l'épiscopat latino-américain à Puebla, puis dans les encycliques Laborem exercens et, plus récemment, Sollicitudo rei socialis (69).\n\n31. Lorsqu'on relit dans le contexte de notre temps cet enseignement sur le droit à la propriété et la destination commune des biens, on peut se poser la question de l'origine des biens qui soutiennent la vie de l'homme, qui satisfont à ses besoins et qui sont l'objet de ses droits.\n\nLa première origine de tout bien est l'acte de Dieu lui-même qui a créé la terre et l'homme, et qui a donné la terre à l'homme pour qu'il la maîtrise par son travail et jouisse de ses fruits (cf. Gn 1, 28-29). Dieu a donné la terre à tout le genre humain pour qu'elle fasse vivre tous ses membres, sans exclure ni privilégier personne. C'est là l'origine de la destination universelle des biens de la terre. En raison de sa fécondité même et de ses possibilités de satisfaire les besoins de l'homme, la terre est le premier don de Dieu pour la subsistance humaine. Or, elle ne produit pas ses fruits sans une réponse spécifique de l'homme au don de Dieu, c'est-à-dire sans le travail. Grâce à son travail, l'homme, utilisant son intelligence et sa liberté, parvient à la dominer et il en fait la demeure qui lui convient. Il s'approprie ainsi une partie de la terre, celle qu'il s'est acquise par son travail. C'est là l'origine de la propriété individuelle. Evidemment, il a aussi la responsabilité de ne pas empêcher que d'autres hommes disposent de leur part du don de Dieu ; au contraire, il doit collaborer avec eux pour dominer ensemble toute la terre.\n\nDans l'histoire, ces deux facteurs, le travail et la terre, se retrouvent toujours au principe de toute société humaine ; cependant ils ne se situent pas toujours dans le même rapport entre eux. Il fut un temps où la fécondité naturelle de la terre paraissait être, et était effectivement, le facteur principal de la richesse, tandis que le travail était en quelque sorte l'aide et le soutien de cette fécondité. En notre temps, le rôle du travail humain devient un facteur toujours plus important pour la production des richesses immatérielles et matérielles ; en outre, il paraît évident que le travail d'un homme s'imbrique naturellement dans celui d'autres hommes. Plus que jamais aujourd'hui, travailler, c'est travailler avec les autres et travailler pour les autres : c'est faire quelque chose pour quelqu'un. Le travail est d'autant plus fécond et productif que l'homme est plus capable de connaître les ressources productives de la terre et de percevoir quels sont les besoins profonds de l'autre pour qui le travail est fourni.\n\n32. Mais, à notre époque, il existe une autre forme de propriété et elle a une importance qui n'est pas inférieure à celle de la terre : c'est la propriété de la connaissance, de la technique et du savoir. La richesse des pays industrialisés se fonde bien plus sur ce type de propriété que sur celui des ressources naturelles.\n\nOn a fait allusion au fait que l'homme travaille avec les autres hommes, prenant part à un « travail social » qui s'étend dans des cercles de plus en plus larges. En règle générale, celui qui produit un objet le fait, non seulement pour son usage personnel, mais aussi pour que d'autres puissent s'en servir après avoir payé le juste prix, convenu d'un commun accord dans une libre négociation. Or, la capacité de connaître en temps utile les besoins des autres hommes et l'ensemble des facteurs de production les plus aptes à les satisfaire, c'est précisément une autre source importante de richesse dans la société moderne. Du reste, beaucoup de biens ne peuvent être produits de la manière qui convient par le travail d'un seul individu, mais ils requièrent la collaboration de nombreuses personnes au même objectif. Organiser un tel effort de production, planifier sa durée, veiller à ce qu'il corresponde positivement aux besoins à satisfaire en prenant les risques nécessaires, tout cela constitue aussi une source de richesses dans la société actuelle. Ainsi devient toujours plus évident et déterminant le rôle du travail humain maîtrisé et créatif et, comme part essentielle de ce travail, celui de la capacité d'initiative et d'entreprise (70).\n\nIl faut considérer avec une attention favorable ce processus qui met en lumière concrètement un enseignement sur la personne que le christianisme a constamment affirmé. En effet, avec la terre, la principale ressource de l'homme, c'est l'homme lui-même. C'est son intelligence qui lui fait découvrir les capacités productives de la terre et les multiples manières dont les besoins humains peuvent être satisfaits. C'est son travail maîtrisé, dans une collaboration solidaire, qui permet la création de communautés de travail toujours plus larges et sûres pour accomplir la transformation du milieu naturel et du milieu humain lui-même. Entrent dans ce processus d'importantes vertus telles que l'application, l'ardeur au travail, la prudence face aux risques raisonnables à prendre, la confiance méritée et la fidélité dans les rapports interpersonnels, l'énergie dans l'exécution de décisions difficiles et douloureuses mais nécessaires pour le travail commun de l'entreprise et pour faire face aux éventuels renversements de situations.\n\nL'économie moderne de l'entreprise comporte des aspects positifs dont la source est la liberté de la personne qui s'exprime dans le domaine économique comme en beaucoup d'autres. En effet, l'économie est un secteur parmi les multiples formes de l'activité humaine, et dans ce secteur, comme en tout autre, le droit à la liberté existe, de même que le devoir d'en faire un usage responsable. Mais il importe de noter qu'il y a des différences caractéristiques entre ces tendances de la société moderne et celles du passé même récent. Si, autrefois, le facteur décisif de la production était la terre, et si, plus tard, c'était le capital, compris comme l'ensemble des machines et des instruments de production, aujourd'hui le facteur décisif est de plus en plus l'homme lui-même, c'est-à-dire sa capacité de connaissance qui apparaît dans le savoir scientifique, sa capacité d'organisation solidaire et sa capacité de saisir et de satisfaire les besoins des autres.\n\n33. On ne peut toutefois omettre de dénoncer les risques et les problèmes liés à ce type d'évolution. En effet, de nombreux hommes, et sans doute la grande majorité, ne disposent pas aujourd'hui des moyens d'entrer, de manière efficace et digne de l'homme, à l'intérieur d'un système d'entreprise dans lequel le travail occupe une place réellement centrale. Ils n'ont la possibilité ni d'acquérir les connaissances de base qui permettent d'exprimer leur créativité et de développer leurs capacités, ni d'entrer dans le réseau de connaissances et d'intercommunications qui leur permettraient de voir apprécier et utiliser leurs qualités. En somme, s'ils ne sont pas exploités, ils sont sérieusement marginalisés ; et le développement économique se poursuit, pour ainsi dire, au-dessus de leur tête, quand il ne va pas jusqu'à restreindre le champ déjà étroit de leurs anciennes économies de subsistance. Incapables de résister à la concurrence de produits obtenus avec des méthodes nouvelles et répondant aux besoins qu'ils satisfaisaient antérieurement dans le cadre d'organisations traditionnelles, alléchés par la splendeur d'une opulence inaccessible pour eux, et en même temps pressés par la nécessité, ces hommes peuplent les villes du Tiers-Monde où ils sont souvent déracinés culturellement et où ils se trouvent dans des situations précaires qui leur font violence, sans possibilité d'intégration. On ne reconnaît pas en fait leur dignité ni leurs capacités humaines positives, et, parfois, on cherche à éliminer leur présence du cours de l'histoire en leur imposant certaines formes de contrôle démographique contraires à la dignité humaine.\n\nBeaucoup d'autres hommes, bien qu'ils ne soient pas tout à fait marginalisés, vivent dans des conditions telles que la lutte pour survivre est de prime nécessité, alors que sont encore en vigueur les pratiques du capitalisme des origines, dans une situation dont la « cruauté » n'a rien à envier à celle des moments les plus noirs de la première phase de l'industrialisation. Dans d'autres cas, c'est encore la terre qui est l'élément central du processus économique, et ceux qui la cultivent, empêchés de la posséder, sont réduits à des conditions de demi-servitude (71). Dans ces cas, on peut parler, aujourd'hui comme au temps de Rerum novarum, d'une exploitation inhumaine. Malgré les changements importants survenus dans les sociétés les plus avancées, les déficiences humaines du capitalisme sont loin d'avoir disparu, et la conséquence en est que les choses matérielles l'emportent sur les hommes ; et plus encore, pour les pauvres, s'est ajoutée à la pénurie de biens matériels celle du savoir et des connaissances qui les empêche de sortir de leur état d'humiliante subordination.\n\nMalheureusement, la grande majorité des habitants du Tiers-Monde vit encore dans de telles conditions. Il serait cependant inexact de comprendre le Tiers- Monde dans un sens uniquement géographique. Dans certaines régions et dans certains secteurs sociaux de ce « Monde », des processus de développement ont été mis en œuvre, centrés moins sur la valorisation des ressources matérielles que sur celle des « ressources humaines ».\n\nIl n'y a pas très longtemps, on soutenait que le développement supposait, pour les pays les plus pauvres, qu'ils restent isolés du marché mondial et ne comptent que sur leurs propres forces. L'expérience de ces dernières années a montré que les pays qui se sont exclus des échanges généraux de l'activité économique sur le plan international ont connu la stagnation et la régression, et que le développement a bénéficié aux pays qui ont réussi à y entrer. Il semble donc que le problème essentiel soit d'obtenir un accès équitable au marché international, fondé non sur le principe unilatéral de l'exploitation des ressources naturelles, mais sur la valorisation des ressources humaines (72).\n\nMais certains aspects caractéristiques du Tiers- Monde apparaissent aussi dans les pays développés où la transformation incessante des modes de production et des types de consommation dévalorise des connaissances acquises et des compétences professionnelles confirmées, ce qui exige un effort continu de mise à jour et de recyclage. Ceux qui ne réussissent pas à suivre le rythme peuvent facilement être marginalisés, comme le sont, en même temps qu'eux, les personnes âgées, les jeunes incapables de bien s'insérer dans la vie sociale, ainsi que, d'une manière générale, les sujets les plus faibles et ce qu'on appelle le Quart- Monde. Dans ces conditions, la situation de la femme est loin d'être facile.\n\n34. Il semble que, à l'intérieur de chaque pays comme dans les rapports internationaux, le marché libre soit l'instrument le plus approprié pour répartir les ressources et répondre efficacement aux besoins. Toutefois, cela ne vaut que pour les besoins « solvables», parce que l'on dispose d'un pouvoir d'achat, et pour les ressources qui sont « vendables », susceptibles d'être payées à un juste prix. Mais il y a de nombreux besoins humains qui ne peuvent être satisfaits par le marché. C'est un strict devoir de justice et de vérité de faire en sorte que les besoins humains fondamentaux ne restent pas insatisfaits et que ne périssent pas les hommes qui souffrent de ces carences. En outre, il faut que ces hommes dans le besoin soient aidés à acquérir des connaissances, à entrer dans les réseaux de relations, à développer leurs aptitudes pour mettre en valeur leurs capacités et leurs ressources personnelles. Avant même la logique des échanges à parité et des formes de la justice qui les régissent, il y a un certain dû à l'homme parce qu'il est homme, en raison de son éminente dignité. Ce dû comporte inséparablement la possibilité de survivre et celle d'apporter une contribution active au bien commun de l'humanité.\n\nLes objectifs énoncés par Rerum novarum pour éviter de ramener le travail de l'homme et l'homme lui-même au rang d'une simple marchandise gardent toute leur valeur dans le contexte du Tiers-Monde, et, dans certains cas, ils restent encore un but à atteindre : un salaire suffisant pour faire vivre la famille, des assurances sociales pour la vieillesse et le chômage, une réglementation convenable des conditions de travail.\n\n35. Tout cela constitue un champ d'action vaste et fécond pour l'engagement et les luttes, au nom de la justice, des syndicats et des autres organisations de travailleurs qui défendent les droits de ces derniers et protègent leur dignité, alors qu'ils remplissent en même temps une fonction essentielle d'ordre culturel, en vue de les faire participer de plein droit et honorablement à la vie de la nation et de les aider à progresser sur la voie de leur développement.\n\nDans ce sens, on peut parler à juste titre de lutte contre un système économique entendu comme méthode pour assurer la primauté absolue du capital, de la propriété des instruments de production et de la terre sur la liberté et la dignité du travail de l'homme (73). En luttant contre ce système, on ne peut lui opposer, comme modèle de substitution, le système socialiste, qui se trouve être en fait un capitalisme d'Etat, mais on peut opposer une société du travail libre, de l'entreprise et de la participation. Elle ne s'oppose pas au marché, mais demande qu'il soit dûment contrôlé par les forces sociales et par l'Etat, de manière à garantir la satisfaction des besoins fondamentaux de toute la société.\n\nL'Eglise reconnaît le rôle pertinent du profit comme indicateur du bon fonctionnement de l'entreprise. Quand une entreprise génère du profit, cela signifie que les facteurs productifs ont été dûment utilisés et les besoins humains correspondants convenablement satisfaits. Cependant, le profit n'est pas le seul indicateur de l'état de l'entreprise. Il peut arriver que les comptes économiques soient satisfaisants et qu'en même temps les hommes qui constituent le patrimoine le plus précieux de l'entreprise soient humiliés et offensés dans leur dignité. Non seulement cela est moralement inadmissible, mais cela ne peut pas ne pas entraîner par la suite des conséquences négatives même pour l'efficacité économique de l'entreprise. En effet, le but de l'entreprise n'est pas uniquement la production du profit, mais l'existence même de l'entreprise comme communauté de personnes qui, de différentes manières, recherchent la satisfaction de leurs besoins fondamentaux et qui constituent un groupe particulier au service de la société tout entière. Le profit est un régulateur dans la vie de l'établissement mais il n'en est pas le seul ; il faut y ajouter la prise en compte d'autres facteurs humains et moraux qui, à long terme, sont au moins aussi essentiels pour la vie de l'entreprise.\n\nOn a vu que l'on ne peut accepter l'affirmation selon laquelle la défaite du « socialisme réel », comme on l'appelle, fait place au seul modèle capitaliste d'organisation économique. Il faut rompre les barrières et les monopoles qui maintiennent de nombreux peuples en marge du développement, assurer à tous les individus et à toutes les nations les conditions élémentaires qui permettent de participer au développement. Cet objectif requiert des efforts concertés et responsables de la part de toute la communauté internationale. Il convient que les pays les plus puissants sachent donner aux plus pauvres des possibilités d'insertion dans la vie internationale et que les pays les plus démunis sachent saisir ces possibilités, en consentant les efforts et les sacrifices nécessaires, en assurant la stabilité de leur organisation politique et de leur économie, la sûreté dans leurs perspectives d'avenir, l'augmentation du niveau des compétences de leurs travailleurs, la formation de dirigeants d'entreprises efficaces et conscients de leurs responsabilités.\n\nActuellement, sur les efforts constructifs qui sont accomplis dans ce domaine pèse le problème de la dette extérieure des pays les plus pauvres, problème encore en grande partie non résolu. Le principe que les dettes doivent être payées est assurément juste ; mais il n'est pas licite de demander et d'exiger un paiement quand cela reviendrait à imposer en fait des choix politiques de nature à pousser à la faim et au désespoir des populations entières. On ne saurait prétendre au paiement des dettes contractées si c'est au prix de sacrifices insupportables. Dans ces cas, il est nécessaire — comme du reste cela est entrain d'être partiellement fait — de trouver des modalités d'allégement, de report ou même d'extinction de la dette, compatibles avec le droit fondamental des peuples à leur subsistance et à leur progrès.\n\n36. Il convient maintenant d'attirer l'attention sur les problèmes spécifiques et sur les menaces qui surgissent à l'intérieur des économies les plus avancées et qui sont liés à leurs caractéristiques particulières. Dans les étapes antérieures du développement, l'homme a toujours vécu sous l'emprise de la nécessité. Ses besoins étaient réduits, définis en quelque sorte par les seules structures objectives de sa constitution physique, et l'activité économique était conçue pour les satisfaire. Il est clair qu'aujourd'hui, le problème n'est pas seulement de lui offrir une quantité suffisante de biens, mais de répondre à une demande de qualité : qualité des marchandises à produire et à consommer ; qualité des services dont on doit disposer ; qualité du milieu et de la vie en général.\n\nLa demande d'une existence plus satisfaisante qualitativement et plus riche est en soi légitime. Mais on ne peut que mettre l'accent sur les responsabilités nouvelles et sur les dangers liés à cette étape de l'histoire. Dans la manière dont surgissent les besoins nouveaux et dont ils sont définis, intervient toujours une conception plus ou moins juste de l'homme et de son véritable bien. Dans les choix de la production et de la consommation, se manifeste une culture déterminée qui présente une conception d'ensemble de la vie. C'est là qu'apparaît le phénomène de la consommation. Quand on définit de nouveaux besoins et de nouvelles méthodes pour les satisfaire, il est nécessaire qu'on s'inspire d'une image intégrale de l'homme qui respecte toutes les dimensions de son être et subordonne les dimensions physiques et instinctives aux dimensions intérieures et spirituelles. Au contraire, si l'on se réfère directement à ses instincts et si l'on fait abstraction d'une façon ou de l'autre de sa réalité personnelle, consciente et libre, cela peut entraîner des habitudes de consommation et des styles de vie objectivement illégitimes, et souvent préjudiciables à sa santé physique et spirituelle. Le système économique ne comporte pas dans son propre cadre des critères qui permettent de distinguer correctement les formes nouvelles et les plus élevées de satisfaction des besoins humains et les besoins nouveaux induits qui empêchent la personnalité de parvenir à sa maturité. La nécessité et l'urgence apparaissent donc d'un vaste travail éducatif et culturel qui comprenne l'éducation des consommateurs à un usage responsable de leur pouvoir de choisir, la formation d'un sens aigu des responsabilités chez les producteurs, et surtout chez les professionnels des moyens de communication sociale, sans compter l'intervention nécessaire des pouvoirs publics.\n\nLa drogue constitue un cas évident de consommation artificielle, préjudiciable à la santé et à la dignité de l'homme, et, certes, difficile à contrôler. Sa diffusion est le signe d'un grave dysfonctionnement du système social qui suppose une « lecture » matérialiste et, en un sens, destructrice des besoins humains. Ainsi, les capacités d'innovation de l'économie libérale finissent par être mises en oeuvre de manière unilatérale et inappropriée. La drogue, et de même la pornographie et d'autres formes de consommation, exploitant la fragilité des faibles, cherchent à remplir le vide spirituel qui s'est produit.\n\nIl n'est pas mauvais de vouloir vivre mieux, mais ce qui est mauvais, c'est le style de vie qui prétend être meilleur quand il est orienté vers l'avoir et non vers l'être, et quand on veut avoir plus, non pour être plus mais pour consommer l'existence avec une jouissance qui est à elle-même sa fin (75). Il est donc nécessaire de s'employer à modeler un style de vie dans lequel les éléments qui déterminent les choix de consommation, d'épargne et d'investissement soient la recherche du vrai, du beau et du bon, ainsi que la communion avec les autres hommes pour une croissance commune. A ce propos, je ne puis m'en tenir à un rappel du devoir de la charité, c'est-à-dire du devoir de donner de son « superflu » et aussi parfois de son « nécessaire » pour subvenir à la vie du pauvre. Je pense au fait que même le choix d'investir en un lieu plutôt que dans un autre, dans un secteur de production plutôt qu'en un autre, est toujours un choix moral et culturel. Une fois réunies certaines conditions nécessaires dans les domaines de l'économie et de la stabilité politique, la décision d'investir, c'est-à-dire d'offrir à un peuple l'occasion de mettre en valeur son travail, est conditionnée également par une attitude de sympathie et par la confiance en la Providence qui révèlent la qualité humaine de celui qui prend la décision.\n\n37. A côté du problème de la consommation, la question de l'écologie, qui lui est étroitement connexe, inspire autant d'inquiétude. L'homme, saisi par le désir d'avoir et de jouir plus que par celui d'être et de croître, consomme d'une manière excessive et désordonnée les ressources de la terre et sa vie même. A l'origine de la destruction insensée du milieu naturel, il y a une erreur anthropologique, malheureusement répandue à notre époque. L'homme, qui découvre sa capacité de transformer et en un sens de créer le monde par son travail, oublie que cela s'accomplit toujours à partir du premier don originel des choses fait par Dieu. Il croit pouvoir disposer arbitrairement de la terre, en la soumettant sans mesure à sa volonté, comme si elle n'avait pas une forme et une destination antérieures que Dieu lui a données, que l'homme peut développer mais qu'il ne doit pas trahir. Au lieu de remplir son rôle de collaborateur de Dieu dans l'œuvre de la création, l'homme se substitue à Dieu et, ainsi, finit par provoquer la révolte de la nature, plus tyrannisée que gouvernée par lui (76).\n\nEn cela, on remarque avant tout la pauvreté ou la mesquinerie du regard de l'homme, plus animé par le désir de posséder les choses que de les considérer par rapport à la vérité, et qui ne prend pas l'attitude désintéressée, faite de gratuité et de sens esthétique, suscitée par l'émerveillement pour l'être et pour la splendeur qui permet de percevoir dans les choses visibles le message de Dieu invisible qui les a créées. Dans ce domaine, l'humanité d'aujourd'hui doit avoir conscience de ses devoirs et de ses responsabilités envers les générations à venir.\n\n38. En dehors de la destruction irrationnelle du milieu naturel, il faut rappeler ici la destruction encore plus grave du milieu humain, à laquelle on est cependant loin d'accorder l'attention voulue. Alors que l'on se préoccupe à juste titre, même si on est bien loin de ce qui serait nécessaire, de sauvegarder les habitats naturels des différentes espèces animales menacées d'extinction, parce qu'on se rend compte que chacune d'elles apporte sa contribution particulière à l'équilibre général de la terre, on s'engage trop peu dans la sauvegarde des conditions morales d'une « écologie humaine » authentique. Non seulement la terre a été donnée par Dieu à l'homme qui doit en faire usage dans le respect de l'intention primitive, bonne, dans laquelle elle a été donnée, mais l'homme, lui aussi, est donné par Dieu à lui-même et il doit donc respecter la structure naturelle et morale dont il a été doté. Dans ce contexte, il faut mentionner les problèmes graves posés par l'urbanisation moderne, la nécessité d'un urbanisme soucieux de la vie des personnes, de même que l'attention qu'il convient de porter à une « écologie sociale » du travail.\n\nL'homme reçoit de Dieu sa dignité essentielle et, avec elle, la capacité de transcender toute organisation de la société dans le sens de la vérité et du bien. Toutefois, il est aussi conditionné par la structure sociale dans laquelle il vit, par l'éducation reçue et par son milieu. Ces éléments peuvent faciliter ou entraver sa vie selon la vérité. Les décisions grâce auxquelles se constitue un milieu humain peuvent créer des structures de péché spécifiques qui entravent le plein épanouissement de ceux qu'elles oppriment de différentes manières. Démanteler de telles structures et les remplacer par des formes plus authentiques de convivialité constitue une tâche qui requiert courage et patience (77).\n\n39. La première structure fondamentale pour une « écologie humaine » est la famille, au sein de laquelle l'homme reçoit des premières notions déterminantes concernant la vérité et le bien, dans laquelle il apprend ce que signifie aimer et être aimé et, par conséquent, ce que veut dire concrètement être une personne. On pense ici à la famille fondée sur le mariage, où le don de soi réciproque de l'homme et de la femme crée un milieu de vie dans lequel l'enfant peut naître et épanouir ses capacités, devenir conscient de sa dignité et se préparer à affronter son destin unique et irremplaçable. Il arrive souvent, au contraire, que l'homme se décourage de réaliser les conditions authentiques de la reproduction humaine, et il est amené à se considérer lui-même et à considérer sa propre vie comme un ensemble de sensations à expérimenter et non comme une oeuvre à accomplir. Il en résulte un manque de liberté qui fait renoncer au devoir de se lier dans la stabilité avec une autre personne et d'engendrer des enfants, ou bien qui amène à considérer ceux-ci comme une de ces nombreuses « choses » que l'on peut avoir ou ne pas avoir, au gré de ses goûts, et qui entrent en concurrence avec d'autres possibilités.\n\nIl faut en revenir à considérer la famille comme le sanctuaire de la vie. En effet, elle est sacrée, elle est le lieu où la vie, don de Dieu, peut être convenablement accueillie et protégée contre les nombreuses attaques auxquelles elle est exposée, le lieu où elle peut se développer suivant les exigences d'une croissance humaine authentique. Contre ce qu'on appelle la culture de la mort, la famille constitue le lieu de la culture de la vie.\n\nDans ce domaine, le génie de l'homme semble s'employer plus à limiter, à supprimer ou à annuler les sources de la vie, en recourant même à l'avortement, malheureusement très diffusé dans le monde, qu'à défendre et à élargir les possibilités de la vie elle-même. Dans l'encyclique Sollicitudo rei socialis, ont été dénoncées les campagnes systématiques contre la natalité qui, fondées sur une conception faussée du problème démographique dans un climat de « manque absolu de respect pour la liberté de décision des personnes intéressées », les soumettent fréquemment « à d'intolérables pressions [...] pour les plier à cette forme nouvelle d'oppression » (78). Il s'agit de politiques qui étendent leur champ d'action avec des techniques nouvelles jusqu'à parvenir, comme dans une « guerre chimique », à empoisonner la vie de millions d'êtres humains sans défense.\n\nCes critiques s'adressent moins à un système économique qu'à un système éthique et culturel. En effet, l'économie n'est qu'un aspect et une dimension dans la complexité de l'activité humaine. Si elle devient un absolu, si la production et la consommation des marchandises finissent par occuper le centre de la vie sociale et deviennent la seule valeur de la société, soumise à aucune autre, il faut en chercher la cause non seulement et non tant dans le système économique lui-même, mais dans le fait que le système socio-culturel, ignorant la dimension éthique et religieuse, s'est affaibli et se réduit alors à la production des biens et des services (79).\n\nOn peut résumer tout cela en réaffirmant, une fois encore, que la liberté économique n'est qu'un élément de la liberté humaine. Quand elle se rend autonome, quand l'homme est considéré plus comme un producteur ou un consommateur de biens que comme un sujet qui produit et consomme pour vivre, alors elle perd sa juste relation avec la personne humaine et finit par l'aliéner et par l'opprimer (80).\n\n40. L'Etat a le devoir d'assurer la défense et la protection des biens collectifs que sont le milieu naturel et le milieu humain dont la sauvegarde ne peut être obtenue par les seuls mécanismes du marché. Comme, aux temps de l'ancien capitalisme, l'Etat avait le devoir de défendre les droits fondamentaux du travail, de même, avec le nouveau capitalisme, il doit, ainsi que la société, défendre les biens collectifs qui, entre autres, constituent le cadre à l'intérieur duquel il est possible à chacun d'atteindre légitimement ses fins personnelles.\n\nOn retrouve ici une nouvelle limite du marché : il y a des besoins collectifs et qualitatifs qui ne peuvent être satisfaits par ses mécanismes ; il y a des nécessités humaines importantes qui échappent à sa logique ; il y a des biens qui, en raison de leur nature, ne peuvent ni ne doivent être vendus ou achetés. Certes, les mécanismes du marché présentent des avantages solides : entre autres, ils aident à mieux utiliser les ressources ; ils favorisent les échanges de produits ; et, surtout, ils placent au centre la volonté et les préférences de la personne, qui, dans un contrat, rencontrent celles d'une autre personne. Toutefois, ils comportent le risque d'une « idolâtrie » du marché qui ignore l'existence des biens qui, par leur nature, ne sont et ne peuvent être de simples marchandises.\n\n41. Le marxisme a critiqué les sociétés capitalistes bourgeoises, leur reprochant d'aliéner l'existence humaine et d'en faire une marchandise. Ce reproche se fonde assurément sur une conception erronée et inappropriée de l'aliénation, qui la fait dépendre uniquement de la sphère des rapports de production et de propriété, c'est-à-dire qu'il lui attribue un fondement matérialiste et, de plus, nie la légitimité et le caractère positif des relations du marché même dans leur propre domaine. On en vient ainsi à affirmer que l'aliénation ne peut être éliminée que dans une société de type collectiviste. Or, l'expérience historique des pays socialistes a tristement fait la preuve que le collectivisme non seulement ne supprime pas l'aliénation, mais l'augmente plutôt, car il y ajoute la pénurie des biens nécessaires et l'inefficacité économique.\n\nL'expérience historique de l'Occident, de son côté, montre que, même si l'analyse marxiste de l'aliénation et ses fondements sont faux, l'aliénation avec la perte du sens authentique de l'existence est également une réalité dans les sociétés occidentales. On le constate au niveau de la consommation lorsqu'elle engage l'homme dans un réseau de satisfactions superficielles et fausses, au lieu de l'aider à faire l'expérience authentique et concrète de sa personnalité. Elle se retrouve aussi dans le travail, lorsqu'il est organisé de manière à ne valoriser que ses productions et ses revenus sans se soucier de savoir si le travailleur, par son travail, s'épanouit plus ou moins en son humanité, selon qu'augmente l'intensité de sa participation à une véritable communauté solidaire, ou bien que s'aggrave son isolement au sein d'un ensemble de relations caractérisé par une compétitivité exaspérée et des exclusions réciproques, où il n'est considéré que comme un moyen, et non comme une fin.\n\nIl est nécessaire de rapprocher le concept d'aliénation de la vision chrétienne des choses, pour y déceler l'inversion entre les moyens et les fins : quand il ne reconnaît pas la valeur et la grandeur de la personne en lui-même et dans l'autre, l'homme se prive de la possibilité de jouir convenablement de son humanité et d'entrer dans les relations de solidarité et de communion avec les autres hommes pour lesquelles Dieu l'a créé. En effet, c'est par le libre don de soi que l'homme devient authentiquement lui-même (81), et ce don est rendu possible parce que la personne humaine est essentiellement « capable de transcendance ». L'homme ne peut se donner à un projet seulement humain sur la réalité, à un idéal abstrait ou à de fausses utopies. En tant que personne, il peut se donner à une autre personne ou à d'autres personnes et, finalement, à Dieu qui est l'auteur de son être et qui, seul, peut accueillir pleinement ce don (82). L'homme est aliéné quand il refuse de se transcender et de vivre l'expérience du don de soi et de la formation d'une communauté humaine authentique orientée vers sa fin dernière qu'est Dieu. Une société est aliénée quand, dans les formes de son organisation sociale, de la production et de la consommation, elle rend plus difficile la réalisation de ce don et la constitution de cette solidarité entre hommes.\n\nDans la société occidentale, l'exploitation a été surmontée, du moins sous la forme analysée et décrite par Karl Marx. Cependant, l'aliénation n'a pas été surmontée dans les diverses formes d'exploitation lorsque les hommes tirent profit les uns des autres et que, avec la satisfaction toujours plus raffinée de leurs besoins particuliers et secondaires, ils se rendent sourds à leurs besoins essentiels et authentiques qui doivent régir aussi les modalités de la satisfaction des autres besoins (83). L'homme ne peut pas être libre s'il se préoccupe seulement ou surtout de l'avoir et de la jouissance, au point de n'être plus capable de dominer ses instincts et ses passions, ni de les unifier ou de les maîtriser par l'obéissance à la vérité. L'obéissance à la vérité de Dieu et de l'homme est pour lui la condition première de la liberté et lui permet d'ordonner ses besoins, ses désirs et les manières de les satisfaire suivant une juste hiérarchie, de telle sorte que la possession des choses soit pour lui un moyen de grandir. Cette croissance peut être entravée du fait de la manipulation par les médias qui imposent, au moyen d'une insistance bien orchestrée, des modes et des mouvements d'opinion, sans qu'il soit possible de soumettre à une critique attentive les prémisses sur lesquelles ils sont fondés.\n\n42. En revenant maintenant à la question initiale, peut-on dire que, après l'échec du communisme, le capitalisme est le système social qui l'emporte et que c'est vers lui que s'orientent les efforts des pays qui cherchent à reconstruire leur économie et leur société ? Est-ce ce modèle qu'il faut proposer aux pays du Tiers-Monde qui cherchent la voie du vrai progrès de leur économie et de leur société civile ?\n\nLa réponse est évidemment complexe. Si sous le nom de « capitalisme » on désigne un système économique qui reconnaît le rôle fondamental et positif de l'entreprise, du marché, de la propriété privée et de la responsabilité qu'elle implique dans les moyens de production, de la libre créativité humaine dans le secteur économique, la réponse est sûrement positive, même s'il serait peut-être plus approprié de parler d'« économie d'entreprise », ou d'« économie de marché », ou simplement d'« économie libre ». Mais si par « capitalisme » on entend un système où la liberté dans le domaine économique n'est pas encadrée par un contexte juridique ferme qui la met au service de la liberté humaine intégrale et la considère comme une dimension particulière de cette dernière, dont l'axe est d'ordre éthique et religieux, alors la réponse est nettement négative.\n\nLa solution marxiste a échoué, mais des phénomènes de marginalisation et d'exploitation demeurent dans le monde, spécialement dans le Tiers-Monde, de même que des phénomènes d'aliénation humaine, spécialement dans les pays les plus avancés, contre lesquels la voix de l'Eglise s'élève avec fermeté. Des foules importantes vivent encore dans des conditions de profonde misère matérielle et morale. Certes, la chute du système communiste élimine dans de nombreux pays un obstacle pour le traitement approprié et réaliste de ces problèmes, mais cela ne suffit pas à les résoudre. Il y a même un risque de voir se répandre une idéologie radicale de type capitaliste qui refuse jusqu'à leur prise en considération, admettant a priori que toute tentative d'y faire face directement est vouée à l'insuccès, et qui, par principe, en attend la solution du libre développement des forces du marché.\n\n43. L'Eglise n'a pas de modèle à proposer. Les modèles véritables et réellement efficaces ne peuvent être conçus que dans le cadre des différentes situations historiques, par l'effort de tous les responsables qui font face aux problèmes concrets sous tous leurs aspects sociaux, économiques, politiques et culturels imbriqués les uns avec les autres (84). Face à ces responsabilités, l'Eglise présente, comme orientation intellectuelle indispensable, sa doctrine sociale qui — ainsi qu'il a été dit — reconnaît le caractère positif du marché et de l'entreprise, mais qui souligne en même temps la nécessité de leur orientation vers le bien commun. Cette doctrine reconnaît aussi la légitimité des efforts des travailleurs pour obtenir le plein respect de leur dignité et une participation plus large à la vie de l'entreprise, de manière que, tout en travaillant avec d'autres et sous la direction d'autres personnes, ils puissent en un sens travailler « à leur compte» (85), en exerçant leur intelligence et leur liberté.\n\nLe développement intégral de la personne humaine dans le travail ne contredit pas, mais favorise plutôt, une meilleure productivité et une meilleure efficacité du travail lui-même, même si cela peut affaiblir les centres du pouvoir établi. L'entreprise ne peut être considérée seulement comme une « société de capital » ; elle est en même temps une « société de personnes » dans laquelle entrent de différentes manières et avec des responsabilités spécifiques ceux qui fournissent le capital nécessaire à son activité et ceux qui y collaborent par leur travail. Pour atteindre ces objectifs, un vaste mouvement associatif des travailleurs est encore nécessaire, dont le but est la libération et la promotion intégrale de la personne.\n\nOn a relu, à la lumière des « choses nouvelles » d'aujourd'hui, le rapport entre la propriété individuelle, ou privée, et la destination universelle des biens. L'homme s'épanouit par son intelligence et sa liberté, et, ce faisant, il prend comme objet et comme instrument les éléments du monde et il se les approprie. Le fondement du droit d'initiative et de propriété individuelle réside dans cette nature de son action. Par son travail, l'homme se dépense non seulement pour lui-même, mais aussi pour les autres et avec les autres : chacun collabore au travail et au bien d'autrui. L'homme travaille pour subvenir aux besoins de sa famille, de la communauté à laquelle il appartient, de la nation et, en définitive, de l'humanité entière (86). En outre, il collabore au travail des autres personnes qui exercent leur activité dans la même entreprise, de même qu'au travail des fournisseurs et à la consommation des clients, dans une chaîne de solidarité qui s'étend progressivement. La propriété des moyens de production, tant dans le domaine industriel qu'agricole, est juste et légitime, si elle permet un travail utile ; au contraire, elle devient illégitime quand elle n'est pas valorisée ou quand elle sert à empêcher le travail des autres pour obtenir un gain qui ne provient pas du développement d'ensemble du travail et de la richesse sociale, mais plutôt de leur limitation, de l'exploitation illicite, de la spéculation et de la rupture de la solidarité dans le monde du travail (87). Ce type de propriété n'a aucune justification et constitue un abus devant Dieu et devant les hommes.\n\nL'obligation de gagner son pain à la sueur de son front suppose en même temps un droit. Une société dans laquelle ce droit serait systématiquement nié, dans laquelle les mesures de politique économique ne permettraient pas aux travailleurs d'atteindre un niveau satisfaisant d'emploi, ne peut ni obtenir sa légitimation éthique ni assurer la paix sociale. De même que la personne se réalise pleinement dans le libre don de soi, de même la propriété se justifie moralement dans la création, suivant les modalités et les rythmes appropriés, de possibilités d'emploi et de développement humain pour tous.\n\nV. L'ETAT ET LA CULTURE\n\n44. Léon XIII n'ignorait pas qu'il faut une saine théorie de l'Etat pour assurer le développement normal des activités humaines, des activités spirituelles et matérielles, indispensables les unes et les autres (89). A ce sujet, dans un passage de Rerum novarum, il expose l'organisation de la société en trois pouvoirs — législatif, exécutif et judiciaire —, et cela représentait alors une nouveauté dans l'enseignement de l'Eglise (90). Cette structure reflète une conception réaliste de la nature sociale de l'homme qui requiert une législation adaptée pour protéger la liberté de tous. Dans cette perspective, il est préférable que tout pouvoir soit équilibré par d'autres pouvoirs et par d'autres compétences qui le maintiennent dans de justes limites. C'est là le principe de l'« Etat de droit », dans lequel la souveraineté appartient à la loi et non pas aux volontés arbitraires des hommes.\n\nA l'époque moderne, contre cette conception s'est dressé le totalitarisme qui, dans sa forme marxiste-léniniste, considère que quelques hommes, en vertu d'une connaissance plus approfondie des lois du développement de la société, ou à cause de leur appartenance particulière de classe et de leur proximité des sources les plus vives de la conscience collective, sont exempts d'erreur et peuvent donc s'arroger l'exercice d'un pouvoir absolu. Il faut ajouter que le totalitarisme naît de la négation de la vérité au sens objectif du terme : s'il n'existe pas de vérité transcendante, par l'obéissance à laquelle l'homme acquiert sa pleine identité, dans ces conditions, il n'existe aucun principe sûr pour garantir des rapports justes entre les hommes. Leurs intérêts de classe, de groupe ou de nation les opposent inévitablement les uns aux autres. Si la vérité transcendante n'est pas reconnue, la force du pouvoir triomphe, et chacun tend à utiliser jusqu'au bout les moyens dont il dispose pour faire prévaloir ses intérêts ou ses opinions, sans considération pour les droits des autres. Alors l'homme n'est respecté que dans la mesure où il est possible de l'utiliser aux fins d'une prépondérance égoïste. Il faut donc situer la racine du totalitarisme moderne dans la négation de la dignité transcendante de la personne humaine, image visible du Dieu invisible et, précisément pour cela, de par sa nature même, sujet de droits que personne ne peut violer, ni l'individu, ni le groupe, ni la classe, ni la nation, ni l'Etat. La majorité d'un corps social ne peut pas non plus le faire, en se dressant contre la minorité pour la marginaliser, l'opprimer, l'exploiter, ou pour tenter de l'anéantir (91).\n\n45. La culture et la pratique du totalitarisme comportent aussi la négation de l'Eglise. L'Etat, ou le parti, qui considère qu'il peut réaliser dans l'histoire le bien absolu et qui se met lui-même au-dessus de toutes les valeurs, ne peut tolérer que l'on défende un critère objectif du bien et du mal qui soit différent de la volonté des gouvernants et qui, dans certaines circonstances, puisse servir à porter un jugement sur leur comportement. Cela explique pourquoi le totalitarisme cherche à détruire l'Eglise ou du moins à l'assujettir, en en faisant un instrument de son propre système idéologique (92).\n\nL'Etat totalitaire, d'autre part, tend à absorber la nation, la société, la famille, les communautés religieuses et les personnes elles-mêmes. En défendant sa liberté, l'Eglise défend la personne, qui doit obéir à Dieu plutôt qu'aux hommes (cf. Ac 5, 29), la famille, les différentes organisations sociales et les nations, réalités qui jouissent toutes d'un domaine propre d'autonomie et de souveraineté.\n\n46. L'Eglise apprécie le système démocratique, comme système qui assure la participation des citoyens aux choix politiques et garantit aux gouvernés la possibilité de choisir et de contrôler leurs gouvernants, ou de les remplacer de manière pacifique lorsque cela s'avère opportun (93). Cependant, l'Eglise ne peut approuver la constitution de groupes dirigeants restreints qui usurpent le pouvoir de l'Etat au profit de leurs intérêts particuliers ou à des fins idéologiques.\n\nUne démocratie authentique n'est possible que dans un Etat de droit et sur la base d'une conception correcte de la personne humaine. Elle requiert la réalisation des conditions nécessaires pour la promotion des personnes, par l'éducation et la formation à un vrai idéal, et aussi l'épanouissement de la « personnalité » de la société, par la création de structures de participation et de coresponsabilité. On tend à affirmer aujourd'hui que l'agnosticisme et le relativisme sceptique représentent la philosophie et l'attitude fondamentale accordées aux formes démocratiques de la vie politique, et que ceux qui sont convaincus de connaître la vérité et qui lui donnent une ferme adhésion ne sont pas dignes de confiance du point de vue démocratique, parce qu'ils n'acceptent pas que la vérité soit déterminée par la majorité, ou bien qu'elle diffère selon les divers équilibres politiques. A ce propos, il faut observer que, s'il n'existe aucune vérité dernière qui guide et oriente l'action politique, les idées et les convictions peuvent être facilement exploitées au profit du pouvoir. Une démocratie sans valeurs se transforme facilement en un totalitarisme déclaré ou sournois, comme le montre l'histoire.\n\nEt l'Eglise n'ignore pas le danger du fanatisme, ou du fondamentalisme, de ceux qui, au nom d'une idéologie qui se prétend scientifique ou religieuse, estiment pouvoir imposer aux autres hommes leur conception de la vérité et du bien. La vérité chrétienne n'est pas de cette nature. N'étant pas une idéologie, la foi chrétienne ne cherche nullement à enfermer dans le cadre d'un modèle rigide la changeante réalité sociale et politique et elle admet que la vie de l'homme se réalise dans l'histoire de manières diverses et imparfaites. Cependant l'Eglise, en réaffirmant constamment la dignité transcendante de la personne, adopte comme règle d'action le respect de la liberté (94).\n\nMais la liberté n'est pleinement mise en valeur que par l'accueil de la vérité : en un monde sans vérité, la liberté perd sa consistance et l'homme est soumis à la violence des passions et à des conditionnements apparents ou occultes. Le chrétien vit la liberté (cf. Jn 8, 31-32) et il se met au service de la liberté, il propose constamment, en fonction de la nature missionnaire de sa vocation, la vérité qu'il a découverte. Dans le dialogue avec les autres, attentif à tout élément de la vérité qu'il découvre dans l'expérience de la vie et de la culture des personnes et des nations, il ne renoncera pas à affirmer tout ce que sa foi et un sain exercice de la raison lui ont fait connaître.\n\n47. Après la chute du totalitarisme communiste et de nombreux autres régimes totalitaires et de « sécurité nationale », on assiste actuellement, non sans conflits, au succès de l'idéal démocratique dans le monde, allant de pair avec une grande attention et une vive sollicitude pour les droits de l'homme. Mais précisément pour aller dans ce sens, il est nécessaire que les peuples qui sont en train de réformer leurs institutions donnent à la démocratie un fondement authentique et solide grâce à la reconnaissance explicite de ces droits (96). Parmi les principaux, il faut rappeler le droit à la vie dont fait partie intégrante le droit de grandir dans le sein de sa mère après la conception ; puis le droit de vivre dans une famille unie et dans un climat moral favorable au développement de sa personnalité ; le droit d'épanouir son intelligence et sa liberté par la recherche et la connaissance de la vérité ; le droit de participer au travail de mise en valeur des biens de la terre et d'en tirer sa subsistance et celle de ses proches ; le droit de fonder librement une famille, d'accueillir et d'élever des enfants, en exerçant de manière responsable sa sexualité. En un sens, la source et la synthèse de ces droits, c'est la liberté religieuse, entendue comme le droit de vivre dans la vérité de sa foi et conformément à la dignité transcendante de sa personne (97).\n\nMême dans les pays qui connaissent des formes de gouvernement démocratique, ces droits ne sont pas toujours entièrement respectés. Et l'on ne pense pas seulement au scandale de l'avortement, mais aussi aux divers aspects d'une crise des systèmes démocratiques qui semblent avoir parfois altéré la capacité de prendre des décisions en fonction du bien commun. Les requêtes qui viennent de la société ne sont pas toujours examinées selon les critères de la justice et de la moralité, mais plutôt d'après l'influence électorale ou le poids financier des groupes qui les soutiennent. De telles déviations des mœurs politiques finissent par provoquer la défiance et l'apathie, et par entraîner une baisse de la participation politique et de l'esprit civique de la population, qui se sent atteinte et déçue. Il en résulte une incapacité croissante à situer les intérêts privés dans le cadre d'une conception cohérente du bien commun. Celui-ci, en effet, n'est pas seulement la somme des intérêts particuliers, mais il suppose qu'on les évalue et qu'on les harmonise en fonction d'une hiérarchie des valeurs équilibrée et, en dernière analyse, d'une conception correcte de la dignité et des droits de la personne (98).\n\nL'Eglise respecte l'autonomie légitime de l'ordre démocratique et elle n'a pas qualité pour exprimer une préférence de l'une ou l'autre solution institutionnelle ou constitutionnelle. La contribution qu'elle offre à ce titre est justement celle de sa conception de la dignité de la personne qui apparaît en toute plénitude dans le mystère du Verbe incarné (99).\n\n48. Ces considérations d'ordre général rejaillissent également sur le rôle de l'Etat dans le secteur économique. L'activité économique, en particulier celle de l'économie de marché, ne peut se dérouler dans un vide institutionnel, juridique et politique. Elle suppose, au contraire, que soient assurées les garanties des libertés individuelles et de la propriété, sans compter une monnaie stable et des services publics efficaces. Le devoir essentiel de l'Etat est cependant d'assurer ces garanties, afin que ceux qui travaillent et qui produisent puissent jouir du fruit de leur travail et donc se sentir stimulés à l'accomplir avec efficacité et honnêteté. L'un des principaux obstacles au développement et au bon ordre économiques est le défaut de sécurité, accompagné de la corruption des pouvoirs publics et de la multiplication de manières impropres de s'enrichir et de réaliser des profits faciles en recourant à des activités illégales ou purement spéculatives.\n\nL'Etat a par ailleurs le devoir de surveiller et de conduire l'application des droits humains dans le secteur économique ; dans ce domaine, toutefois, la première responsabilité ne revient pas à l'Etat mais aux individus et aux différents groupes ou associations qui composent la société. L'Etat ne pourrait pas assurer directement l'exercice du droit au travail de tous les citoyens sans contrôler toute la vie économique et entraver la liberté des initiatives individuelles. Cependant, cela ne veut pas dire qu'il n'ait aucune compétence dans ce secteur, comme l'ont affirmé ceux qui prônent l'absence totale de règles dans le domaine économique. Au contraire, l'Etat a le devoir de soutenir l'activité des entreprises en créant les conditions qui permettent d'offrir des emplois, en la stimulant dans les cas où elle reste insuffisante ou en la soutenant dans les périodes de crise.\n\nL'Etat a aussi le droit d'intervenir lorsque des situations particulières de monopole pourraient freiner ou empêcher le développement. Mais, à part ces rôles d'harmonisation et d'orientation du développement, il peut remplir des fonctions de suppléance dans des situations exceptionnelles, lorsque des groupes sociaux ou des ensembles d'entreprises trop faibles ou en cours de constitution ne sont pas à la hauteur de leurs tâches. Ces interventions de suppléance, que justifie l'urgence d'agir pour le bien commun, doivent être limitées dans le temps, autant que possible, pour ne pas enlever de manière stable à ces groupes ou à ces entreprises les compétences qui leur appartiennent et pour ne pas étendre à l'excès le cadre de l'action de l'Etat, en portant atteinte à la liberté économique ou civile.\n\nOn a assisté, récemment, à un important élargissement du cadre de ces interventions, ce qui a amené à constituer, en quelque sorte, un Etat de type nouveau, l'« Etat du bien-être ». Ces développements ont eu lieu dans certains Etats pour mieux répondre à beaucoup de besoins, en remédiant à des formes de pauvreté et de privation indignes de la personne humaine. Cependant, au cours de ces dernières années en particulier, des excès ou des abus assez nombreux ont provoqué des critiques sévères de l'Etat du bien-être, que l'on a appelé l'« Etat de l'assistance ». Les dysfonctionnements et les défauts des soutiens publics proviennent d'une conception inappropriée des devoirs spécifiques de l'Etat. Dans ce cadre, il convient de respecter également le principe de subsidiarité: une société d'ordre supérieur ne doit pas intervenir dans la vie interne d'une société d'un ordre inférieur, en lui enlevant ses compétences, mais elle doit plutôt la soutenir en cas de nécessité et l'aider à coordonner son action avec celle des autres éléments qui composent la société, en vue du bien commun (100).\n\nEn intervenant directement et en privant la société de ses responsabilités, l'Etat de l'assistance provoque la déperdition des forces humaines, l'hypertrophie des appareils publics, animés par une logique bureaucratique plus que par la préoccupation d'être au service des usagers, avec une croissance énorme des dépenses. En effet, il semble que les besoins soient mieux connus par ceux qui en sont plus proches ou qui savent s'en rapprocher, et que ceux-ci soient plus à même d'y répondre. On ajoutera que souvent certains types de besoins appellent une réponse qui ne soit pas seulement d'ordre matériel mais qui sache percevoir la requête humaine plus profonde. Que l'on pense aussi aux conditions que connaissent les réfugiés, les immigrés, les personnes âgées ou malades, et aux diverses conditions qui requièrent une assistance, comme dans le cas des toxicomanes, toutes personnes qui ne peuvent être efficacement aidées que par ceux qui leur apportent non seulement les soins nécessaires, mais aussi un soutien sincèrement fraternel.\n\n49. Dans ce domaine, l'Eglise, fidèle au commandement du Christ, son Fondateur, a toujours été présente par ses œuvres conçues pour offrir à l'homme dans le besoin un soutien matériel qui ne l'humilie pas et qui ne le réduise pas à l'état de sujet assisté, mais qui l'aide à sortir de ses conditions précaires en l'affermissant dans sa dignité de personne. Dans une fervente action de grâce, il faut souligner que la charité active ne s'est jamais éteinte dans l'Eglise, et même qu'elle connaît aujourd'hui une progression réconfortante sous de multiples formes. A cet égard, une mention particulière est due au phénomène du volontariat que l'Eglise encourage et promeut en demandant à tous leur collaboration pour le soutenir et l'encourager dans ses initiatives.\n\nPour dépasser la mentalité individualiste répandue aujourd'hui, il faut un engagement concret de solidarité et de charité qui commence à l'intérieur de la famille par le soutien mutuel des époux, puis s'exerce par la prise en charge des générations les unes par les autres. C'est ainsi que la famille se définit comme une communauté de travail et de solidarité. Cependant, il arrive que, lorsque la famille décide de répondre pleinement à sa vocation, elle se trouve privée de l'appui nécessaire de la part de l'Etat, et elle ne dispose pas de ressources suffisantes. Il est urgent de promouvoir non seulement des politiques de la famille, mais aussi des politiques sociales qui aient comme principal objectif la famille elle-même, en l'aidant, par l'affectation de ressources convenables et de moyens efficaces de soutien, tant dans l'éducation des enfants que dans la prise en charge des anciens, afin d'éviter à ces derniers l'éloignement de leur noyau familial et de renforcer les liens entre les générations (101).\n\nA part la famille, d'autres groupes sociaux intermédiaires remplissent des rôles primaires et mettent en œuvre des réseaux de solidarité spécifiques. Ces groupes acquièrent la maturité de vraies communautés de personnes et innervent le tissu social, en l'empêchant de tomber dans l'impersonnalité et l'anonymat de la masse, malheureusement trop fréquents dans la société moderne. C'est dans l'entrecroisement des relations multiples que vit la personne et que progresse la « personnalité » de la société. L'individu est souvent écrasé aujourd'hui entre les deux pôles de l'Etat et du marché. En effet, il semble parfois n'exister que comme producteur et comme consommateur de marchandises, ou comme administré de l'Etat, alors qu'on oublie que la convivialité n'a pour fin ni l'Etat ni le marché, car elle possède en elle-même une valeur unique que l'Etat et le marché doivent servir. L'homme est avant tout un être qui cherche la vérité et qui s'efforce de vivre selon cette vérité, de l'approfondir dans un dialogue constant qui implique les générations passées et à venir (102).\n\n50. La culture de la nation est caractérisée par la recherche ouverte de la vérité qui se renouvelle à chaque génération. En effet, le patrimoine des valeurs transmises et acquises est assez souvent soumis à la contestation par les jeunes. Contester, il est vrai, ne signifie pas nécessairement détruire ou refuser a priori, mais cela vent dire surtout mettre à l'épreuve dans sa propre vie et, par une telle vérification existentielle, rendre ces valeurs plus vivantes, plus actuelles et plus personnelles, en distinguant dans la tradition ce qui est valable de ce qui est faux ou erroné, ou des formes vieillies qui peuvent être remplacées par d'autres plus appropriées à l'époque présente.\n\nA ce propos, il convient de rappeler que l'évangélisation s'insère dans la culture des nations, en affermissant sa recherche de la vérité et en l'aidant à accomplir son travail de purification et d'approfondissement (103). Cependant, quand une culture se ferme sur elle-même et cherche à perpétuer des manières de vivre vieillies, en refusant tout échange et toute confrontation au sujet de la vérité de l'homme, elle devient stérile et va vers la décadence.\n\n51. Toute l'activité humaine se situe à l'intérieur d'une culture et réagit par rapport à celle-ci. Pour que cette culture soit constituée comme il convient, il faut que tout l'homme soit impliqué, qu'il y développe sa créativité, son intelligence, sa connaissance du monde et des hommes. En outre, il y investit ses capacités de maîtrise de soi, de sacrifice personnel, de solidarité et de disponibilité pour promouvoir le bien commun. Pour cela, la première et la plus importante des tâches s'accomplit dans le cœur de l'homme, et la manière dont l'homme se consacre à la construction de son avenir dépend de la conception qu'il a de lui-même et de son destin. C'est à ce niveau que se situe la contribution spécifique et décisive de l'Eglise à la véritable culture. Elle favorise la qualité des comportements humains qui contribuent à former une culture de la paix, à l'encontre des modèles culturels qui absorbent l'homme dans la masse, méconnaissent le rôle de son initiative et de sa liberté et ne situent sa grandeur que dans les techniques conflictuelles et guerrières. L'Eglise rend ce service en prêchant la vérité sur la création du monde que Dieu a mise entre les mains des hommes pour la rendre féconde et la parfaire par leur travail, et en prêchant la vérité sur la rédemption par laquelle le Fils de Dieu a sauvé tous les hommes et, en même temps, les a unis les uns aux autres, les rendant responsables les uns des autres. La Sainte Ecriture nous parle constamment d'un engagement actif en faveur d'autrui et nous présente l'exigence d'une coresponsabilité qui doit impliquer tous les hommes.\n\nCette exigence ne s'arrête pas aux limites de la famille, ni même du peuple ou de l'Etat, mais elle concerne progressivement toute l'humanité, de telle sorte qu'aucun homme ne doit se considérer comme étranger ou indifférent au sort d'un autre membre de la famille humaine. Aucun homme ne peut affirmer qu'il n'est pas responsable du sort de son frère (cf. Gn 4, 9 ; Lc 10, 29-37 ; Mt 25, 31-46) ! Une sollicitude attentive et dévouée à l'égard du prochain au moment même où il en a besoin — facilitée aujourd'hui par les nouveaux moyens de communication sociale qui ont rendu les hommes plus proches les uns des autres — présente une importance particulière pour la recherche de modes de résolution, autres que la guerre, des conflits internationaux. Il n'est pas difficile d'affirmer que la puissance terrifiante des moyens de destruction, accessibles même aux petites et moyennes puissances, ainsi que les relations toujours plus étroites existant entre les peuples de toute la terre, rendent la limitation des conséquences d'un conflit très ardue ou pratiquement impossible.\n\n52. Le Pape Benoît XV et ses successeurs ont clairement compris ce danger (104), et moi-même, à l'occasion de la récente et dramatique guerre du Golfe persique, j'ai repris le cri : « Jamais plus la guerre ! ». Non, jamais plus la guerre, qui détruit la vie des innocents, qui apprend à tuer et qui bouleverse également la vie de ceux qui tuent, qui laisse derrière elle une traînée de rancoeurs et de haines, rendant plus difficile la juste solution des problèmes mêmes qui l'ont provoquée! De même qu'à l'intérieur des Etats est finalement venu le temps où le système de la vengeance privée et des représailles a été remplacé par l'autorité de la loi, de même il est maintenant urgent qu'un semblable progrès soit réalisé dans la communauté internationale. D'autre part, il ne faut pas oublier qu'aux racines de la guerre il y a généralement des motifs réels et graves: des injustices subies, la frustration d'aspirations légitimes, la misère et l'exploitation de foules humaines désespérées qui ne voient pas la possibilité effective d'améliorer leurs conditions de vie par des moyens pacifiques.\n\nC'est pourquoi l'autre nom de la paix est le développement (105). Il y a une responsabilité collective pour éviter la guerre, il y a de même une responsabilité collective pour promouvoir le développement. Sur le plan intérieur, il est possible, et c'est un devoir, de construire une économie sociale qui oriente son fonctionnement dans le sens du bien commun ; des interventions appropriées sont également nécessaires pour cela sur le plan international. Il faut donc consentir un vaste effort de compréhension mutuelle, de connaissance mutuelle et de sensibilisation des consciences. C'est là la culture désirée qui fait progresser la confiance dans les capacités humaines du pauvre et donc dans ses possibilités d'améliorer ses conditions de vie par son travail, ou d'apporter une contribution positive à la prospérité économique. Mais pour y parvenir, le pauvre — individu ou nation — a besoin de se voir offrir des conditions de vie favorables concrètement accessibles. Créer de telles conditions, c'est le but d'une concertation mondiale pour le développement qui suppose même le sacrifice de positions avantageuses de revenu et de puissance dont se prévalent les économies les plus développées (106).\n\nCela peut comporter d'importants changements dans les styles de vie établis, afin de limiter le gaspillage des ressources naturelles et des ressources humaines, pour permettre à tous les peuples et à tous les hommes sur la terre d'en disposer dans une mesure convenable. Il faut ajouter à cela la mise en valeur de nouveaux biens matériels et spirituels, fruits du travail et de la culture des peuples aujourd'hui marginalisés, arrivant ainsi à l'enrichissement humain global de la famille des nations.\n\nVI. L'HOMME EST LA ROUTE DE L'EGLISE\n\n53. Face à la misère du prolétariat, Léon XIII disait : « C'est avec assurance que Nous abordons ce sujet, et dans toute la plénitude de notre droit. [...] Nous taire serait aux yeux de tous négliger notre devoir » (107). Au cours des cent dernières années, l'Eglise a manifesté sa pensée à maintes reprises, suivant de près l'évolution continue de la question sociale, et elle ne l'a certes pas fait pour retrouver des privilèges du passé ou pour imposer son point de vue. Son but unique a été d'exercer sa sollicitude et ses responsabilités à l'égard de l'homme qui lui a été confié par le Christ lui-même, cet homme qui, comme le rappelle le deuxième Concile du Vatican, est la seule créature sur terre que Dieu ait voulue pour elle-même et pour lequel Dieu a son projet, à savoir la participation au salut éternel. Il ne s'agit pas de l'homme « abstrait », mais réel, de l'homme « concret », « historique ». Il s'agit de chaque homme, parce que chacun a été inclus dans le mystère de la Rédemption, et Jésus- Christ s'est uni à chacun, pour toujours, à travers ce mystère (108). Il s'ensuit que l'Eglise ne peut abandonner l'homme et que « cet homme est la première route que l'Eglise doit parcourir en accomplissant sa mission [...], route tracée par le Christ lui-même, route qui, de façon immuable, passe par le mystère de l'Incarnation et de la Rédemption » (109).\n\nTel est le principe, et le principe unique, qui inspire la doctrine sociale de l'Eglise. Si celle-ci a progressivement élaboré cette doctrine d'une manière systématique, surtout à partir de la date que nous commémorons, c'est parce que toute la richesse doctrinale de l'Eglise a pour horizon l'homme dans sa réalité concrète de pécheur et de juste.\n\n54. La doctrine sociale, aujourd'hui surtout, s'occupe de l'homme en tant qu'intégré dans le réseau complexe de relations des sociétés modernes. Les sciences humaines et la philosophie aident à bien saisir que l'homme est situé au centre de la société et à le mettre en mesure de mieux se comprendre lui- même en tant qu'«être social ». Mais seule la foi lui révèle pleinement sa véritable identité, et elle est précisément le point de départ de la doctrine sociale de l'Eglise qui, en s'appuyant sur tout ce que lui apportent les sciences et la philosophie, se propose d'assister l'homme sur le chemin du salut.\n\nL'encyclique Rerum novarum peut être considérée comme un apport important à l'analyse socio-économique de la fin du XIXème siècle, mais sa valeur particulière lui vient de ce qu'elle est un document du magistère qui s'inscrit bien dans la mission évangélisatrice de l'Eglise en même temps que beaucoup d'autres documents de cette nature. On en déduit que la doctrine sociale a par elle-même la valeur d'un instrument d'évangélisation : en tant que telle, à tout homme elle annonce Dieu et le mystère du salut dans le Christ, et, pour la même raison, elle révèle l'homme à lui-même. Sous cet éclairage, et seulement sous cet éclairage, elle s'occupe du reste : les droits humains de chacun et en particulier du « prolétariat », la famille et l'éducation, les devoirs de l'Etat, l'organisation de la société nationale et internationale, la vie économique, la culture, la guerre et la paix, le respect de la vie depuis le moment de la conception jusqu'à la mort.\n\n55. L'Eglise reçoit de la Révélation divine le « sens de l'homme ». « Pour connaître l'homme, l'homme vrai, l'homme intégral, il faut connaître Dieu », disait Paul VI, et aussitôt après il citait sainte Catherine de Sienne qui exprimait sous forme de prière la même idée : « Dans ta nature, Dieu éternel, je connaîtrai ma nature ».\n\nL'anthropologie chrétienne est donc en réalité un chapitre de la théologie, et, pour la même raison, la doctrine sociale de l'Eglise, en s'occupant de l'homme, en s'intéressant à lui et à sa manière de se comporter dans le monde, « appartient [...] au domaine de la théologie et spécialement de la théologie morale » (111). La dimension théologique apparaît donc nécessaire tant pour interpréter que pour résoudre les problèmes actuels de la convivialité humaine. Cela vaut — il convient de le noter — à la fois pour la solution « athée », qui prive l'homme de l'une de ses composantes fondamentales, la composante spirituelle, et pour les solutions inspirées par la permissivité et l'esprit de consommation, solutions qui, sous divers prétextes, cherchent à le convaincre de son indépendance par rapport à Dieu et à toute loi, l'enfermant dans un égoïsme qui finit par nuire à lui-même et à autrui.\n\nQuand elle annonce à l'homme le salut de Dieu, quand elle lui offre la vie divine et la lui communique par les sacrements, quand elle oriente sa vie par les commandements de l'amour de Dieu et du prochain, l'Eglise contribue à l'enrichissement de la dignité de l'homme. Mais, de même qu'elle ne peut jamais abandonner cette mission religieuse et transcendante en faveur de l'homme, de même, elle se rend compte que son œuvre affronte aujourd'hui des difficultés et des obstacles particuliers. Voilà pourquoi elle se consacre avec des forces et des méthodes toujours nouvelles à l'évangélisation qui assure le développement de tout l'homme. A la veille du troisième millénaire, elle reste « le signe et la sauvegarde du caractère transcendant de la personne humaine » (112), comme elle a toujours essayé de l'être depuis le début de son existence, cheminant avec l'homme tout au long de son histoire. L'encyclique Rerum novarum en est une expression significative.\n\n56. En ce centième anniversaire de l'encyclique, je voudrais remercier tous ceux qui ont fait l'effort d'étudier, d'approfondir et de répandre la doctrine sociale chrétienne. Pour cela, la collaboration des Eglises locales est indispensable, et je souhaite que le centenaire soit l'occasion d'un nouvel élan en faveur de l'étude, de la diffusion et de l'application de cette doctrine dans les multiples domaines.\n\nJe voudrais en particulier qu'on la fasse connaître et qu'on l'applique dans les pays où, après l'écroulement du socialisme réel, on paraît très désorienté face à la tâche de reconstruction. De leur côté, les pays occidentaux eux-mêmes courent le risque de voir dans cet effondrement la victoire unilatérale de leur système économique et ils ne se soucient donc pas d'y apporter maintenant les corrections qu'il faudrait. Quant aux pays du Tiers-Monde, ils se trouvent plus que jamais dans la dramatique situation du sous-développement, qui s'aggrave chaque jour.\n\nLéon XIII, après avoir formulé les principes et les orientations pour une solution de la question ouvrière, a écrit ce mot d'ordre : « Que chacun se mette sans délai à la part qui lui incombe de peur qu'en différant le remède on ne rende incurable un mal déjà si grave! ». Et il ajoutait : « Quant à l'Eglise, son action ne fera jamais défaut en aucune manière » (113).\n\n57. Pour l'Eglise, le message social de l'Evangile ne doit pas être considéré comme une théorie mais avant tout comme un fondement et une motivation de l'action. Stimulés par ce message, quelques-uns des premiers chrétiens distribuaient leurs biens aux pauvres, montrant qu'en dépit des différences de provenance sociale, une convivialité harmonieuse et solidaire était possible. Par la force de l'Evangile, au cours des siècles, les moines ont cultivé la terre, les religieux et religieuses ont fondé des hôpitaux et des asiles pour les pauvres, les confréries ainsi que des hommes et des femmes de toutes conditions se sont engagés en faveur des nécessiteux et des marginaux, dans la conviction que les paroles du Christ « ce que vous avez fait à l'un de ces plus petits de mes frères, c'est à moi que vous l'avez fait » (Mt 25, 40) ne devaient pas rester un vœu pieux mais devenir un engagement concret de leur vie.\n\nPlus que jamais, l'Eglise sait que son message social sera rendu crédible par le témoignage des œuvres plus encore que par sa cohérence et sa logique internes. C'est aussi de cette conviction que découle son option préférentielle pour les pauvres, qui n'est jamais exclusive ni discriminatoire à l'égard d'autres groupes. Il s'agit en effet d'une option qui ne vaut pas seulement pour la pauvreté matérielle : on sait bien que, surtout dans la société moderne, on trouve de nombreuses formes de pauvreté, économique mais aussi culturelle et religieuse. L'amour de l'Eglise pour les pauvres, qui est capital et qui fait partie de sa tradition constante, la pousse à se tourner vers le monde dans lequel, malgré le progrès technique et économique, la pauvreté menace de prendre des proportions gigantesques. Dans les pays occidentaux, il y a la pauvreté aux multiples formes des groupes marginaux, des personnes âgées et des malades, des victimes de la civilisation de consommation et, plus encore, celle d'une multitude de réfugiés et d'émigrés ; dans les pays en voie de développement, on voit poindre à l'horizon des crises qui seront dramatiques si l'on ne prend pas en temps voulu des mesures coordonnées au niveau international.\n\n58. L'amour pour l'homme, et en premier lieu pour le pauvre dans lequel l'Eglise voit le Christ, se traduit concrètement par la promotion de la justice. Celle-ci ne pourra jamais être pleinement mise en œuvre si les hommes ne voient pas celui qui est dans le besoin, qui demande un soutien pour vivre, non pas comme un gêneur ou un fardeau, mais comme un appel à faire le bien, la possibilité d'une richesse plus grande. Seule cette prise de conscience donnera le courage d'affronter le risque et le changement qu'implique toute tentative authentique de se porter au secours d'un autre homme. En effet, il ne s'agit pas seulement de donner de son superflu mais d'apporter son aide pour faire entrer dans le cycle du développement économique et humain des peuples entiers qui en sont exclus ou marginalisés. Ce sera possible non seulement si l'on puise dans le superflu, produit en abondance par notre monde, mais surtout si l'on change les styles de vie, les modèles de production et de consommation, les structures de pouvoir établies qui régissent aujourd'hui les sociétés. Il ne s'agit pas non plus de détruire des instruments d'organisation sociale qui ont fait leurs preuves, mais de les orienter en fonction d'une juste conception du bien commun de la famille humaine tout entière. Aujourd'hui est en vigueur ce qu'on appelle la « mondialisation de l'économie », phénomène qui ne doit pas être réprouvé car il peut créer des occasions extraordinaires de mieux-être. Mais on sent toujours davantage la nécessité qu'à cette internationalisation croissante de l'économie corresponde l'existence de bons organismes internationaux de contrôle et d'orientation, afin de guider l'économie elle-même vers le bien commun, ce qu'aucun Etat, fût-il le plus puissant de la terre, n'est plus en mesure de faire. Pour qu'un tel résultat puisse être atteint, il faut que s'accroisse la concertation entre les grands pays et que, dans les organismes internationaux spécialisés, les intérêts de la grande famille humaine soient équitablement représentés. Il faut également qu'en évaluant les conséquences de leurs décisions, ils tiennent toujours dûment compte des peuples et des pays qui ont peu de poids sur le marché international mais qui concentrent en eux les besoins les plus vifs et les plus douloureux, et ont besoin d'un plus grand soutien pour leur développement. Il est certain qu'il y a encore beaucoup à faire dans ce domaine.\n\n59. Afin que la justice s'accomplisse et que soient couronnées de succès les tentatives des hommes pour la mettre en œuvre, il est donc nécessaire que soit donnée la grâce qui vient de Dieu. Par la grâce, en collaboration avec la liberté des hommes, se réalise la mystérieuse présence de Dieu dans l'histoire, qui est la Providence.\n\nLa nouveauté dont on fait l'expérience à la suite du Christ doit être communiquée aux autres hommes dans la réalité concrète de leurs difficultés, de leurs luttes, de leurs problèmes et de leurs défis, afin que tout cela soit éclairé et rendu plus humain par la lumière de la foi. Celle-ci, en effet, n'aide pas seulement à trouver des solutions : elle permet aussi de supporter humainement les situations de souffrance, afin qu'en elles l'homme ne se perde pas et qu'il n'oublie pas sa dignité et sa vocation.\n\nEn outre, la doctrine sociale a une importante dimension interdisciplinaire. Pour mieux incarner l'unique vérité concernant l'homme dans des contextes sociaux, économiques et politiques différents et en continuel changement, cette doctrine entre en dialogue avec les diverses disciplines qui s'occupent de l'homme, elle en assimile les apports et elle les aide à s'orienter, dans une perspective plus vaste, vers le service de la personne, connue et aimée dans la plénitude de sa vocation.\n\nA côté de la dimension interdisciplinaire, il faut rappeler aussi la dimension pratique et, en un sens, expérimentale de cette doctrine. Elle se situe à la rencontre de la vie et de la conscience chrétienne avec les situations du monde, et elle se manifeste dans les efforts accomplis par les individus, les familles, les agents culturels et sociaux, les politiciens et les hommes d'Etat pour lui donner sa forme et son application dans l'histoire.\n\n60. En énonçant les principes de solution de la question ouvrière, Léon XIII écrivait : « Une question de cette importance demande encore à d'autres agents leur part d'activité et d'efforts » (114). Il était convaincu que les graves problèmes causés par la société industrielle ne pouvaient être résolus que par la collaboration entre toutes les forces. Cette affirmation est devenue un élément permanent de la doctrine sociale de l'Eglise, et cela explique notamment pourquoi Jean XXIII a adressé aussi à « tous les hommes de bonne volonté » son encyclique sur la paix.\n\nToutefois, le Pape Léon XIII constatait avec tristesse que les idéologies de son temps, particulièrement le libéralisme et le marxisme, refusaient cette collaboration. Depuis lors, bien des choses ont changé, surtout ces dernières années. Le monde prend toujours mieux conscience aujourd'hui de ce que la solution des graves problèmes nationaux et internationaux n'est pas seulement une question de production économique ou bien d'organisation juridique ou sociale, mais qu'elle requiert des valeurs précises d'ordre éthique et religieux, ainsi qu'un changement de mentalité, de comportement et de structures. L'Eglise se sent en particulier le devoir d'y apporter sa contribution et, comme je l'ai écrit dans l'encyclique Sollicitudo rei socialis, il y a un espoir fondé que même les nombreuses personnes qui ne professent pas une religion puissent contribuer à donner à la question sociale le fondement éthique qui s'impose (115).\n\nDans le même document, j'ai aussi lancé un appel aux Eglises chrétiennes et à toutes les grandes religions du monde, les invitant à donner un témoignage unanime des convictions communes sur la dignité de l'homme, créé par Dieu (116). Je suis convaincu, en effet, que les religions auront aujourd'hui et demain un rôle prépondérant dans la conservation de la paix et dans la construction d'une société digne de l'homme.\n\nD'autre part, il est demandé à tous les hommes de bonne volonté d'être disposés au dialogue et à la collaboration, et cela vaut en particulier pour les personnes et les groupes qui ont une responsabilité propre dans les domaines politique, économique et social, que ce soit au niveau national ou international.\n\n61. Au début de la société industrielle, c'est l'existence d'un « joug quasi servile » qui obligea mon prédécesseur à prendre la parole pour défendre l'homme. L'Eglise est restée fidèle à ce devoir au cours des cent ans qui se sont écoulés depuis. En effet, elle est intervenue à l'époque tumultueuse de la lutte des classes, après la première guerre mondiale, pour défendre l'homme contre l'exploitation économique et la tyrannie des systèmes totalitaires. Après la seconde guerre mondiale, elle a centré ses messages sociaux sur la dignité de la personne, insistant sur la destination universelle des biens matériels, sur un ordre social exempt d'oppression et fondé sur l'esprit de collaboration et de solidarité. Elle a sans cesse répété que la personne et la société ont besoin non seulement de ces biens mais aussi des valeurs spirituelles et religieuses. En outre, comme elle se rendait toujours mieux compte que trop d'hommes, loin de vivre dans le bien- être du monde occidental, subissent la misère des pays en voie de développement et sont dans une situation qui est encore celle du « joug quasi servile », elle s'est sentie et elle se sent obligée de dénoncer cette réalité en toute clarté et en toute franchise, bien qu'elle sache que ses appels ne seront pas toujours accueillis favorablement par tous.\n\nCent années après la publication de Rerum novarum, l'Eglise se trouve encore face à des « choses nouvelles » et à des défis nouveaux. C'est pourquoi ce centenaire doit confirmer dans leur effort tous les hommes de bonne volonté et en particulier les croyants.\n\n62. La présente encyclique a voulu regarder le passé mais surtout se tourner vers l'avenir. Comme Rerum novarum, elle se situe presque au seuil du nouveau siècle et elle entend, avec l'aide de Dieu, préparer sa venue.\n\nLa véritable et permanente « nouveauté des choses » vient en tout temps de la puissance infinie de Dieu, qui dit : « Voici, je fais toutes choses nouvelles » (Ap 21, 5). Ces paroles se réfèrent à l'accomplissement de l'histoire, quand le Christ « remettra la royauté à Dieu le Père... afin que Dieu soit tout en tous » (1 Co 15, 24.28). Mais le chrétien sait bien que la nouveauté que nous attendons dans sa plénitude au retour du Seigneur est présente depuis la création du monde, et plus exactement depuis que Dieu s'est fait homme en Jésus-Christ, et qu'avec lui et par lui il a fait une « création nouvelle » (2 Co 5, 17 ; cf. Ga 6, 15).\n\nAvant de conclure, je rends grâce encore une fois à Dieu tout-puissant qui a donné à son Eglise la lumière et la force nécessaires pour accompagner l'homme dans son cheminement terrestre vers son destin éternel. Au troisième millénaire aussi, l'Eglise continuera fidèlement à faire sienne la route de l'homme, sachant qu'elle ne marche pas toute seule mais avec le Christ, son Seigneur. C'est lui qui a fait sienne la route de l'homme et qui le conduit, même s'il ne s'en rend pas compte.\n\nPuisse Marie, Mère du Rédempteur, elle qui reste auprès du Christ dans sa marche vers les hommes et avec les hommes, et qui précède l'Eglise dans son pèlerinage de la foi, accompagner de sa maternelle intercession l'humanité vers le prochain millénaire, dans la fidélité à Celui qui « est le même hier et aujourd'hui » et qui « le sera à jamais » (cf. He 13, 8), Jésus-Christ, notre Seigneur, au nom duquel, de grand cœur, j'accorde à tous ma Bénédiction.\n\nDonné à Rome, près de Saint-Pierre, le 1er mai 1991 — mémoire de saint Joseph, travailleur —, en la treizième année de mon pontificat.\n\nCopyright © Dicastère pour la Communication\n\nLe Saint-Siège\n\nLe Saint-Siège","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/fr/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html","sha256":"d19a5e2f02114e40ff94a1a070517bc58ee675c0305c70921efdff23b9d2a72a","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/fr.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/fr.txt"}]},"it":{"code":"it","label":"Italiano","contentFormat":"plain-text","text":"Centesimus Annus (1° maggio 1991)\n\nLa Santa Sede\n\nitaliano\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nLa Santa Sede\n\nMagisterium\n\nCalendario\n\nCelebrazioni Liturgiche\n\nBiglietti Udienze e Celebrazioni Pontificie\n\nSommi Pontefici\n\nCollegio Cardinalizio\n\nCuria Romana e altre Organizzazioni\n\nSinodo\n\nSala Stampa\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nGiovanni Paolo II\n\nEncicliche\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGenerazione pdf in corso.....\n\nDE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- HU\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\n- ZH\n\nLETTERA ENCICLICA\n\nCENTESIMUS ANNUS\n\nDEL SOMMO PONTEFICE\n\nGIOVANNI PAOLO II\n\nNEL CENTENARIO DELLA \"RERUM NOVARUM\"\n\nIntroduzione\n\nVenerati Fratelli,\n\ncarissimi Figli e Figlie,\n\nsalute e Apostolica Benedizione!\n\n1. Il centenario della promulgazione dell'Enciclica del mio predecessore Leone XIII di v.m., che inizia con le parole Rerum novarum,1 segna una data di rilevante importanza nella presente storia della Chiesa ed anche nel mio pontificato. Essa, infatti, ha avuto il privilegio di esser commemorata con solenni Documenti dai Sommi Pontefici, a partire dal quarantesimo anniversario fino al novantesimo: si può dire che il suo iter storico è stato ritmato da altri scritti, che la rievocavano ed insieme la attualizzavano.2\n\nNel fare altrettanto per il centesimo anniversario su richiesta di numerosi Vescovi, istituzioni ecclesiali, centri di studi, imprenditori e lavoratori, sia a titolo individuale che come membri di associazioni, desidero anzitutto soddisfare il debito di gratitudine che l'intera Chiesa ha verso il grande Papa e il suo «immortale Documento».3 Desidero anche mostrare che la ricca linfa, che sale da quella radice, non si è esaurita col passare degli anni, ma è anzi diventata più feconda. Ne danno testimonianza le iniziative di vario genere che hanno preceduto, accompagnano e seguiranno questa celebrazione, iniziative promosse dalle Conferenze episcopali, da Organismi internazionali, da Università ed Istituti accademici, da Associazioni professionali e da altre istituzioni e persone in tante parti del mondo.\n\n2. La presente Enciclica partecipa a queste celebrazioni per ringraziare Dio, dal quale «discende ogni buon regalo e ogni dono perfetto» (Gc 1,17), poiché si è servito di un Documento emanato cento anni or sono dalla Sede di Pietro, operando nella Chiesa e nel mondo tanto bene e diffondendo tanta luce. La commemorazione, che qui vien fatta, riguarda l'Enciclica leoniana ed insieme le Encicliche e gli altri scritti dei miei predecessori, che hanno contribuito a renderla presente e operante nel tempo, costituendo quella che sarebbe stata chiamata «dottrina sociale», «insegnamento sociale», o anche «Magistero sociale» della Chiesa.\n\nAlla validità di tale insegnamento si riferiscono già due Encicliche che ho pubblicato negli anni del mio pontificato: la Laborem exercens sul lavoro umano e la Sollicitudo rei socialis sugli attuali problemi dello sviluppo degli uomini e dei popoli.4\n\n3. Intendo ora proporre una «rilettura» dell'Enciclica leoniana, invitando a «guardare indietro», al suo testo stesso per scoprire nuovamente la ricchezza dei principi fondamentali, in essa formulati, per la soluzione della questione operaia. Ma invito anche a «guardare intorno», alle «cose nuove», che ci circondano ed in cui ci troviamo, per così dire, immersi, ben diverse dalle «cose nuove» che contraddistinsero l'ultimo decennio del secolo passato. Invito, infine, a «guardare al futuro», quando già s'intravede il terzo Millennio dell'era cristiana, carico di incognite, ma anche di promesse. Incognite e promesse che fanno appello alla nostra immaginazione e creatività, stimolando anche la nostra responsabilità, quali discepoli dell'«unico maestro», Cristo (cf Mt 23,8), nell'indicare la via, nel proclamare la verità e nel comunicare la vita che è lui (cf Gv 14,6).\n\nCosì facendo, sarà confermato non solo il permanente valore di tale insegnamento, ma si manifesterà anche il vero senso della Tradizione della Chiesa, la quale, sempre viva e vitale, costruisce sopra il fondamento posto dai nostri padri nella fede e, segnatamente, sopra quel che gli Apostoli trasmisero alla Chiesa5 in nome di Gesù Cristo, il fondamento «che nessuno può sostituire» (cf 1 Cor 3,11).\n\nFu per la coscienza della sua missione di successore di Pietro che Leone XIII si propose di parlare, e la stessa coscienza anima oggi il suo successore. Come lui, e come i Pontefici prima e dopo di lui, mi ispiro all'immagine evangelica dello «scriba divenuto discepolo del Regno dei cieli», del quale il Signore dice che «è simile ad un padrone di casa, che dal suo tesoro sa trarre cose nuove e cose antiche» (Mt 13,52). Il tesoro è la grande corrente della Tradizione della Chiesa, che contiene le «cose antiche», ricevute e trasmesse da sempre, e permette di leggere le «cose nuove», in mezzo alle quali trascorre la vita della Chiesa e del mondo.\n\nDi tali cose che, incorporandosi alla Tradizione, diventano antiche ed offrono occasioni e materiale per il suo arricchimento e per l'arricchimento della vita di fede, fa parte anche l'operosità feconda di milioni e milioni di uomini, che, stimolati dal Magistero sociale, si sono sforzati di ispirarsi ad esso in ordine al proprio impegno nel mondo. Agendo individualmente, o variamente coordinati in gruppi, associazioni ed organizzazioni, essi hanno costituito come un grande movimento per la difesa della persona umana e la tutela della sua dignità, il che nelle alterne vicende della storia ha contribuito a costruire una società più giusta o, almeno, a porre argini e limiti all'ingiustizia.\n\nLa presente Enciclica mira a mettere in evidenza la fecondità dei principi espressi da Leone XIII, i quali appartengono al patrimonio dottrinale della Chiesa e, per tale titolo, impegnano l'autorità del suo Magistero. Ma la sollecitudine pastorale mi ha spinto, altresì, a proporre l'analisi di alcuni avvenimenti della storia recente. È superfluo rilevare che il considerare attentamente il corso degli avvenimenti per discernere le nuove esigenze dell'evangelizzazione fa parte del compito dei Pastori. Tale esame, tuttavia, non intende dare giudizi definitivi, in quanto di per sé non rientra nell'ambito specifico del Magistero.\n\nI - Tratti caratteristici della «Rerum Novarum»\n\n4. Sul finire del secolo scorso la Chiesa si trovò di fronte ad un processo storico, in atto già da qualche tempo, ma che raggiungeva allora un punto nevralgico. Fattore determinante di tale processo fu un insieme di radicali mutamenti avvenuti nel campo politico, economico e sociale, ma anche nell'ambito scientifico e tecnico, oltre al multiforme influsso delle ideologie dominanti. Risultato di questi cambiamenti era stata, in campo politico, una nuova concezione della società e dello Stato e, di conseguenza, dell'autorità. Una società tradizionale si dissolveva e cominciava a formarsene un'altra, carica della speranza di nuove libertà, ma anche dei pericoli di nuove forme di ingiustizia e servitù.\n\nIn campo economico, dove confluivano le scoperte e le applicazioni delle scienze, si era arrivati progressivamente a nuove strutture nella produzione dei beni di consumo. Era apparsa una nuova forma di proprietà, il capitale, e una nuova forma di lavoro, il lavoro salariato, caratterizzato da gravosi ritmi di produzione, senza i dovuti riguardi per il sesso, l'età o la situazione familiare, ma unicamente determinato dall'efficienza in vista dell'incremento del profitto.\n\nIl lavoro diventava così una merce, che poteva essere liberamente acquistata e venduta sul mercato ed il cui prezzo era regolato dalla legge della domanda e dell'offerta, senza tener conto del minimo vitale necessario per il sostentamento della persona e della sua famiglia. Per di più, il lavoratore non aveva nemmeno la sicurezza di riuscire a vendere la «propria merce», essendo continuamente minacciato dalla disoccupazione, la quale, in assenza di previdenze sociali, significava lo spettro della morte per fame.\n\nConseguenza di questa trasformazione era «la divisione della società in due classi separate da un abisso profondo»:6 tale situazione si intrecciava con l'accentuato mutamento di ordine politico. Così la teoria politica allora dominante cercava di promuovere, con leggi appropriate o, al contrario, con voluta assenza di qualsiasi intervento, la totale libertà economica. Nello stesso tempo, cominciava a sorgere in forma organizzata, e non poche volte violenta, un'altra concezione della proprietà e della vita economica, che implicava una nuova organizzazione politica e sociale.\n\nNel momento culminante di questa contrapposizione, quando ormai apparivano in piena luce la gravissima ingiustizia della realtà sociale, quale esisteva in molte parti, ed il pericolo di una rivoluzione favorita dalle concezioni allora chiamate «socialiste», Leone XIII intervenne con un Documento che affrontava in modo organico la «questione operaia». L'Enciclica era stata preceduta da altre, dedicate piuttosto ad insegnamenti di carattere politico, mentre altre ancora seguiranno più tardi.7 In questo contesto è da ricordare, in particolare, l'Enciclica Libertas praestantissimum, in cui era richiamato il legame costitutivo della libertà umana con la verità, tale che una libertà che rifiuti di vincolarsi alla verità scadrebbe in arbitrio e finirebbe col sottomettere se stessa alle passioni più vili e con l'autodistruggersi. Da cosa derivano, infatti, tutti i mali a cui la Rerum novarum vuole reagire se non da una libertà che, nel campo dell'attività economica e sociale, si distacca dalla verità dell'uomo?\n\nIl Pontefice si ispirava, inoltre, all'insegnamento dei predecessori, nonché ai molti Documenti episcopali, agli studi scientifici promossi da laici, all'azione di movimenti e associazioni cattoliche ed alle concrete realizzazioni in campo sociale, che contraddistinsero la vita della Chiesa nella seconda metà del XIX secolo.\n\n5. Le «cose nuove», alle quali il Papa si riferiva, erano tutt'altro che positive. Il primo paragrafo dell'Enciclica descrive le «cose nuove», che le han dato il nome, con parole forti: «Una volta suscitata la brama di cose nuove, che da tempo sta sconvolgendo gli Stati, ne sarebbe derivato come conseguenza che i desideri di cambiamenti si trasferissero alla fine dall'ordine politico al settore contiguo dell'economia. Difatti, i progressi incessanti dell'industria, le nuove strade aperte dalle professioni, le mutate relazioni tra padroni e operai; l'accumulo della ricchezza nelle mani di pochi, accanto alla miseria della moltitudine; la maggiore coscienza che i lavoratori hanno acquistato di sé e, di conseguenza, una maggiore unione tra essi ed inoltre il peggioramento dei costumi, tutte queste cose hanno fatto scoppiare un conflitto».8\n\nIl Papa, e con lui la Chiesa, come anche la comunità civile, si trovavano di fronte ad una società divisa da un conflitto, tanto più duro e inumano perché non conosceva regola né norma. Era il conflitto tra il capitale e il lavoro, o — come lo chiamava l'Enciclica — la questione operaia, e proprio su di esso, nei termini acutissimi in cui allora si prospettava, il Papa non esitò a dire la sua parola.\n\nSi presenta qui la prima riflessione, che l'Enciclica suggerisce per il tempo presente. Di fronte ad un conflitto che opponeva, quasi come «lupi», l'uomo all'uomo fin sul piano della sussistenza fisica degli uni e dell'opulenza degli altri, il Papa non dubitò di dover intervenire, in virtù del suo «ministero apostolico»,9 ossia della missione ricevuta da Gesù Cristo stesso di «pascere gli agnelli e le pecorelle» (cf Gv 21,15-17) e di «legare e sciogliere sulla terra» per il Regno dei cieli (cf Mt 16,19). Sua intenzione era certamente quella di ristabilire la pace, e il lettore contemporaneo non può non notare la severa condanna della lotta di classe, che egli pronunciava senza mezzi termini.10 Ma era ben consapevole del fatto che la pace si edifica sul fondamento della giustizia: contenuto essenziale dell'Enciclica fu appunto quello di proclamare le condizioni fondamentali della giustizia nella congiuntura economica e sociale di allora.11\n\nIn questo modo Leone XIII, sulle orme dei predecessori, stabiliva un paradigma permanente per la Chiesa. Questa, infatti, ha la sua parola da dire di fronte a determinate situazioni umane, individuali e comunitarie, nazionali e internazionali, per le quali formula una vera dottrina, un corpus, che le permette di analizzare le realtà sociali, di pronunciarsi su di esse e di indicare orientamenti per la giusta soluzione dei problemi che ne derivano.\n\nAi tempi di Leone XIII una simile concezione del diritto-dovere della Chiesa era ben lontana dall'essere comunemente ammessa. Prevaleva, infatti, una duplice tendenza: l'una orientata a questo mondo ed a questa vita, alla quale la fede doveva rimanere estranea; l'altra rivolta verso una salvezza puramente ultraterrena, che però non illuminava né orientava la presenza sulla terra. L'atteggiamento del Papa nel pubblicare la Rerum novarum conferì alla Chiesa quasi uno «statuto di cittadinanza» nelle mutevoli realtà della vita pubblica, e ciò si sarebbe affermato ancor più in seguito. In effetti, per la Chiesa insegnare e diffondere la dottrina sociale appartiene alla sua missione evangelizzatrice e fa parte essenziale del messaggio cristiano, perché tale dottrina ne propone le dirette conseguenze nella vita della società ed inquadra il lavoro quotidiano e le lotte per la giustizia nella testimonianza a Cristo Salvatore. Essa costituisce, altresì, una fonte di unità e di pace dinanzi ai conflitti che inevitabilmente insorgono nel settore economico-sociale. Diventa in tal modo possibile vivere le nuove situazioni senza avvilire la trascendente dignità della persona umana né in se stessi né negli avversari, ed avviarle a retta soluzione.\n\nOra, la validità di tale orientamento mi offre, a distanza di cento anni, l'opportunità di dare un contributo all'elaborazione della dottrina sociale cristiana. La «nuova evangelizzazione», di cui il mondo moderno ha urgente necessità e su cui ho più volte insistito, deve annoverare tra le sue componenti essenziali l'annuncio della dottrina sociale della Chiesa, idonea tuttora, come ai tempi di Leone XIII, ad indicare la retta via per rispondere alle grandi sfide dell'età contemporanea, mentre cresce il discredito delle ideologie. Come allora, bisogna ripetere che non c'è vera soluzione della «questione sociale» fuori del Vangelo e che, d'altra parte, le «cose nuove» possono trovare in esso il loro spazio di verità e la dovuta impostazione morale.\n\n6. Proponendosi di far luce sul conflitto che si era venuto a creare tra capitale e lavoro, Leone XIII affermava i diritti fondamentali dei lavoratori. Per questo, la chiave di lettura del testo leoniano è la dignità del lavoratore in quanto tale e, per ciò stesso, la dignità del lavoro, che viene definito come «l'attività umana ordinata a provvedere ai bisogni della vita, e specialmente alla conservazione».12 Il Pontefice qualifica il lavoro come «personale», perché «la forza attiva è inerente alla persona e del tutto propria di chi la esercita ed al cui vantaggio fu data».13 Il lavoro appartiene così alla vocazione di ogni persona; l'uomo, anzi, si esprime e si realizza nella sua attività di lavoro. Nello stesso tempo, il lavoro ha una dimensione «sociale» per la sua intima relazione sia con la famiglia, sia anche col bene comune, «poiché si può affermare con verità che il lavoro degli operai è quello che produce la ricchezza degli Stati».14 È quanto ho ripreso e sviluppato nell'Enciclica Laborem exercens.15\n\nUn altro principio rilevante è senza dubbio quello del diritto alla «proprietà privata».16 Lo spazio stesso, che l'Enciclica gli dedica, rivela l'importanza che gli si attribuisce. Il Papa è ben cosciente del fatto che la proprietà privata non è un valore assoluto, né tralascia di proclamare i principi di necessaria complementarità, come quello della destinazione universale dei beni della terra.17\n\nD'altra parte, è senz'altro vero che il tipo di proprietà privata, che egli precipuamente considera, è quello della proprietà della terra.18 Ciò, tuttavia, non impedisce che le ragioni addotte per tutelare la proprietà privata, ossia per affermare il diritto di possedere le cose necessarie per lo sviluppo personale e della propria famiglia — quale che sia la forma concreta che questo diritto può assumere —, conservino oggi il loro valore. Ciò deve essere nuovamente affermato sia di fronte ai cambiamenti, di cui siamo testimoni, avvenuti nei sistemi dove imperava la proprietà collettiva dei mezzi di produzione; sia anche di fronte ai crescenti fenomeni di povertà o, più esattamente, agli impedimenti della proprietà privata, che si presentano in tante parti del mondo, comprese quelle in cui predominano i sistemi che dell'affermazione del diritto di proprietà privata fanno il loro fulcro. A seguito di detti cambiamenti e della persistenza della povertà, si rivela necessaria una più profonda analisi del problema, come sarà sviluppata più avanti.\n\n7. In stretta relazione col diritto di proprietà l'Enciclica di Leone XIII afferma parimenti altri diritti, come propri e inalienabili della persona umana. Tra essi è preminente, per lo spazio che il Papa gli dedica e l'importanza che gli attribuisce, il «diritto naturale dell'uomo» a formare associazioni private; il che significa, anzitutto, il diritto a creare associazioni professionali di imprenditori e operai, o di soli operai.19 Si coglie qui la ragione per cui la Chiesa difende e approva la creazione di quelli che comunemente si chiamano sindacati, non certo per pregiudizi ideologici, né per cedere a una mentalità di classe, ma perché l'associarsi è un diritto naturale dell'essere umano e, dunque, anteriore rispetto alla sua integrazione nella società politica. Infatti, «non può lo Stato proibirne la formazione», perché «i diritti naturali lo Stato deve tutelarli, non distruggerli. Vietando tali associazioni, esso contraddice se stesso».20\n\nInsieme con questo diritto, che — è doveroso sottolineare — il Papa riconosce esplicitamente agli operai o, secondo il suo linguaggio, ai «proletari», sono affermati con eguale chiarezza il diritto alla «limitazione delle ore di lavoro», al legittimo riposo e ad un diverso trattamento dei fanciulli e delle donne21 quanto al tipo e alla durata del lavoro.\n\nSe si tiene presente ciò che dice la storia circa i procedimenti consentiti, o almeno non esclusi legalmente, in ordine alla contrattazione senza alcuna garanzia né quanto alle ore di lavoro, né quanto alle condizioni igieniche dell'ambiente ed ancora senza riguardo per l'età e il sesso dei candidati all'occupazione, ben si comprende la severa affermazione del Papa. «Non è giusto né umano — egli scrive — esigere dall'uomo tanto lavoro, da farne per la troppa fatica istupidire la mente e da fiaccarne il corpo». E con maggior precisione, riferendosi al contratto, inteso a far entrare in vigore simili «relazioni di lavoro», afferma: «In ogni convenzione stipulata tra padroni ed operai vi è sempre la condizione o espressa o sottintesa» che si sia provveduto convenientemente al riposo, proporzionato «alla somma delle energie consumate nel lavoro»; poi conclude: «Un patto contrario sarebbe immorale».22\n\n8. Subito dopo il Papa enuncia un altro diritto dell'operaio in quanto persona. Si tratta del diritto al «giusto salario», il quale non può essere lasciato «al libero consenso delle parti: sicché il datore di lavoro, pagata la mercede, ha fatto la sua parte, né sembra sia debitore di altro».23 Lo Stato — si diceva a quel tempo — non ha potere di intervenire nella determinazione di questi contratti, se non per assicurare l'adempimento di quanto è stato esplicitamente pattuito. Una simile concezione delle relazioni tra padroni e operai, puramente pragmatica ed ispirata ad un rigoroso individualismo, viene severamente biasimata nell'Enciclica, perché contraria alla duplice natura del lavoro, come fatto personale e necessario. Poiché, se il lavoro, in quanto personale, rientra nella disponibilità che ciascuno ha delle proprie facoltà ed energie, in quanto necessario è regolato dal grave obbligo che ciascuno ha di «conservarsi in vita»; «di qui nasce per necessaria conseguenza — conclude il Papa — il diritto di procurarsi i mezzi di sostentamento, che per la povera gente si riducono al salario del proprio lavoro».24\n\nIl salario deve essere sufficiente a mantenere l'operaio e la sua famiglia. Se il lavoratore, «costretto dalla necessità, o per timore del peggio, accetta patti più duri perché imposti dal proprietario o dall'imprenditore, e che volenti o nolenti debbono essere accettati, è chiaro che subisce una violenza contro la quale la giustizia protesta».25\n\nVolesse Dio che queste parole, scritte mentre avanzava il cosiddetto «capitalismo selvaggio», non debbano oggi essere ripetute con la medesima severità. Purtroppo, si riscontrano ancora oggi casi di contratti tra padroni e operai, nei quali è ignorata la più elementare giustizia in materia di lavoro minorile o femminile, circa gli orari di lavoro, lo stato igienico dei locali e l'equa retribuzione. E questo nonostante le Dichiarazioni e Convenzioni internazionali al riguardo,26 e le stesse leggi interne degli Stati. Il Papa attribuiva all'«autorità pubblica» lo «stretto dovere» di prendersi debita cura del benessere dei lavoratori, perché non facendolo si offendeva la giustizia; anzi, non esitava a parlare di «giustizia distributiva».27\n\n9. A tali diritti Leone XIII ne aggiunge un altro, sempre a proposito della condizione operaia, che desidero ricordare per l'importanza che ha: il diritto di adempiere liberamente i doveri religiosi. Il Papa lo proclama nel contesto degli altri diritti e doveri degli operai, nonostante il clima generale che, anche ai suoi tempi, considerava certe questioni come attinenti esclusivamente all'ambito privato. Egli afferma la necessità del riposo festivo, perché l'uomo sia riportato al pensiero dei beni celesti e al culto dovuto alla maestà divina.28 Di questo diritto, radicato in un comandamento, nessuno può privare l'uomo: «A nessuno è lecito violare impunemente la dignità dell'uomo, di cui Dio stesso dispone con grande rispetto»; di conseguenza, lo Stato deve assicurare all'operaio l'esercizio di tale libertà.29\n\nNon sbaglierebbe chi in questa limpida affermazione vedesse il germe del principio del diritto alla libertà religiosa, divenuto poi oggetto di molte solenni Dichiarazioni e Convenzioni internazionali,30 nonché della nota Dichiarazione conciliare e del mio ripetuto insegnamento.31 Al riguardo, ci si deve domandare se gli ordinamenti legali vigenti e la prassi delle società industrializzate assicurino oggi effettivamente l'elementare diritto al riposo festivo.\n\n10. Un'altra importante nota, ricca di insegnamenti per i nostri giorni, è la concezione dei rapporti tra lo Stato ed i cittadini. La Rerum novarum critica i due sistemi sociali ed economici: il socialismo e il liberalismo. Al primo è dedicata la parte iniziale, nella quale si riafferma il diritto alla proprietà privata; al secondo non è dedicata una speciale sezione, ma — cosa meritevole di attenzione — si riservano le critiche, quando si affronta il tema dei doveri dello Stato.32 Questo non può limitarsi a «provvedere ad una parte dei cittadini», cioè a quella ricca e prospera, e non può «trascurare l'altra», che rappresenta indubbiamente la grande maggioranza del corpo sociale; altrimenti si offende la giustizia, che vuole si renda a ciascuno il suo. «Tuttavia, nel tutelare questi diritti dei privati, si deve avere un riguardo speciale ai deboli e ai poveri. La classe dei ricchi, forte per se stessa, ha meno bisogno della pubblica difesa; la classe proletaria, mancando di un proprio sostegno, ha speciale necessità di cercarla nella protezione dello Stato. Perciò agli operai, che sono nel numero dei deboli e bisognosi, lo Stato deve rivolgere di preferenza le sue cure e provvidenze».33\n\nQuesti passi oggi hanno valore soprattutto di fronte alle nuove forme di povertà esistenti nel mondo, anche perché sono affermazioni che non dipendono da una determinata concezione dello Stato né da una particolare teoria politica. Il Papa ribadisce un elementare principio di ogni sana organizzazione politica, cioè che gli individui, quanto più sono indifesi in una società, tanto più necessitano dell'interessamento e della cura degli altri e, in particolare, dell'intervento dell'autorità pubblica.\n\nIn tal modo il principio, che oggi chiamiamo di solidarietà, e la cui validità, sia nell'ordine interno a ciascuna Nazione, sia nell'ordine internazionale, ho richiamato nella Sollicitudo rei socialis,34 si dimostra come uno dei principi basilari della concezione cristiana dell'organizzazione sociale e politica. Esso è più volte enunciato da Leone XIII col nome di «amicizia», che troviamo già nella filosofia greca; da Pio XI è designato col nome non meno significativo di «carità sociale», mentre Paolo VI, ampliando il concetto secondo le moderne e molteplici dimensioni della questione sociale, parlava di «civiltà dell'amore».35\n\n11. La rilettura dell'Enciclica alla luce delle realtà contemporanee permette di apprezzare la costante preoccupazione e dedizione della Chiesa verso quelle categorie di persone, che sono oggetto di predilezione da parte del Signore Gesù. Il contenuto del testo è un'eccellente testimonianza della continuità, nella Chiesa, della cosiddetta «opzione preferenziale per i poveri», opzione che ho definito come una «forma speciale di primato nell'esercizio della carità cristiana».36 L'Enciclica sulla «questione operaia», dunque, è un'Enciclica sui poveri e sulla terribile condizione, alla quale il nuovo e non di raro violento processo di industrializzazione aveva ridotto grandi moltitudini. Anche oggi, in gran parte del mondo, simili processi di trasformazione economica, sociale e politica producono i medesimi mali.\n\nSe Leone XIII si appella allo Stato per rimediare secondo giustizia alla condizione dei poveri, lo fa anche perché riconosce opportunamente che lo Stato ha il compito di sovraintendere al bene comune e di curare che ogni settore della vita sociale, non escluso quello economico, contribuisca a promuoverlo, pur nel rispetto della giusta autonomia di ciascuno di essi. Ciò, però, non deve far pensare che per Papa Leone ogni soluzione della questione sociale debba venire dallo Stato. Al contrario, egli insiste più volte sui necessari limiti dell'intervento dello Stato e sul suo carattere strumentale, giacché l'individuo, la famiglia e la società gli sono anteriori ed esso esiste per tutelare i diritti dell'uno e delle altre, e non già per soffocarli.37\n\nA nessuno sfugge l'attualità di queste riflessioni. Sull'importante tema delle limitazioni inerenti alla natura dello Stato converrà tornare più avanti; intanto, i punti sottolineati, non certo gli unici dell'Enciclica, si pongono in continuità nel Magistero sociale della Chiesa, anche alla luce di una sana concezione della proprietà privata, del lavoro, del processo economico, della realtà dello Stato e, prima di tutto, dell'uomo stesso. Altri temi saranno menzionati in seguito nell'esaminare taluni aspetti della realtà contemporanea; ma occorre tener presente fin d'ora che ciò che fa da trama e, in certo modo, da guida all'Enciclica ed a tutta la dottrina sociale della Chiesa, è la corretta concezione della persona umana e del suo valore unico, in quanto «l'uomo ... in terra è la sola creatura che Dio abbia voluto per se stessa».38 In lui ha scolpito la sua immagine e somiglianza (cf Gn 1,26), conferendogli una dignità incomparabile, sulla quale più volte insiste l'Enciclica. In effetti, al di là dei diritti che l'uomo acquista col proprio lavoro, esistono diritti che non sono il corrispettivo di nessuna opera da lui prestata, ma che derivano dall'essenziale sua dignità di persona.\n\nII - Verso le «cose nuove» di oggi\n\n12. La commemorazione della Rerum novarum non sarebbe adeguata, se non guardasse pure alla situazione di oggi. Già nel suo contenuto il Documento si presta ad una tale considerazione, perché il quadro storico e le previsioni ivi delineate si rivelano, alla luce di quanto è accaduto in seguito, sorprendentemente esatte.\n\nCiò è confermato, in particolare, dagli avvenimenti degli ultimi mesi dell'anno 1989 e dei primi del 1990. Essi e le conseguenti trasformazioni radicali non si spiegano se non in base alle situazioni anteriori, le quali, in certa misura, avevano cristallizzato o istituzionalizzato le previsioni di Leone XIII ed i segnali, sempre più inquieti, avvertiti dai suoi successori. Papa Leone, infatti, previde le conseguenze negative sotto tutti gli aspetti, politico, sociale ed economico, di un ordinamento della società quale proponeva il «socialismo», che allora era allo stadio di filosofia sociale e di movimento più o meno strutturato. Qualcuno potrebbe meravigliarsi del fatto che il Papa cominciava dal «socialismo» la critica delle soluzioni che si davano della «questione operaia», quando esso non si presentava ancora — come poi accadde — sotto la forma di uno Stato forte e potente con tutte le risorse a disposizione. Tuttavia, egli valutò esattamente il pericolo che rappresentava per le masse l'attraente presentazione di una soluzione tanto semplice quanto radicale della questione operaia di allora. Ciò risulta tanto più vero, se vien considerato in relazione con la paurosa condizione di ingiustizia in cui giacevano le masse proletarie nelle Nazioni da poco industrializzate.\n\nOccorre qui sottolineare due cose: da una parte, la grande lucidità nel percepire, in tutta la sua crudezza, la reale condizione dei proletari, uomini, donne e bambini; dall'altra, la non minore chiarezza con cui si intuisce il male di una soluzione che, sotto l'apparenza di un'inversione delle posizioni di poveri e ricchi, andava in realtà a detrimento di quegli stessi che si riprometteva di aiutare. Il rimedio si sarebbe così rivelato peggiore del male. Individuando la natura del socialismo del suo tempo nella soppressione della proprietà privata, Leone XIII arrivava al nodo della questione.\n\nLe sue parole meritano di essere rilette con attenzione: «Per rimediare a questo male (l'ingiusta distribuzione delle ricchezze e la miseria dei proletari), i socialisti spingono i poveri all'odio contro i ricchi, e sostengono che la proprietà privata deve essere abolita ed i beni di ciascuno debbono essere comuni a tutti ...; ma questa teoria, oltre a non risolvere la questione, non fa che danneggiare gli stessi operai, ed è inoltre ingiusta per molti motivi, giacché contro i diritti dei legittimi proprietari snatura le funzioni dello Stato e scompagina tutto l'ordine sociale».39 Non si potrebbero indicar meglio i mali indotti dall'instaurazione di questo tipo di socialismo come sistema di Stato: quello che avrebbe preso il nome di «socialismo reale».\n\n13. Approfondendo ora la riflessione e facendo anche riferimento a quanto è stato detto nelle Encicliche Laborem exercens e Sollicitudo rei socialis, bisogna aggiungere che l'errore fondamentale del socialismo è di carattere antropologico. Esso, infatti, considera il singolo uomo come un semplice elemento ed una molecola dell'organismo sociale, di modo che il bene dell'individuo viene del tutto subordinato al funzionamento del meccanismo economico-sociale, mentre ritiene, d'altro canto, che quel medesimo bene possa essere realizzato prescindendo dalla sua autonoma scelta, dalla sua unica ed esclusiva assunzione di responsabilità davanti al bene o al male. L'uomo così è ridotto ad una serie di relazioni sociali, e scompare il concetto di persona come soggetto autonomo di decisione morale, il quale costruisce mediante tale decisione l'ordine sociale. Da questa errata concezione della persona discendono la distorsione del diritto che definisce la sfera di esercizio della libertà, nonché l'opposizione alla proprietà privata. L'uomo, infatti, privo di qualcosa che possa «dir suo» e della possibilità di guadagnarsi da vivere con la sua iniziativa, viene a dipendere dalla macchina sociale e da coloro che la controllano: il che gli rende molto più difficile riconoscere la sua dignità di persona ed inceppa il cammino per la costituzione di un'autentica comunità umana.\n\nAl contrario, dalla concezione cristiana della persona segue necessariamente una visione giusta della società. Secondo la Rerum novarum e tutta la dottrina sociale della Chiesa, la socialità dell'uomo non si esaurisce nello Stato, ma si realizza in diversi gruppi intermedi, cominciando dalla famiglia fino ai gruppi economici, sociali, politici e culturali che, provenienti dalla stessa natura umana, hanno — sempre dentro il bene comune — la loro propria autonomia. È quello che ho chiamato la «soggettività» della società che, insieme alla soggettività dell'individuo, è stata annullata dal «socialismo reale».40\n\nSe ci si domanda poi donde nasca quell'errata concezione della natura della persona e della «soggettività» della società, bisogna rispondere che la prima causa è l'ateismo. È nella risposta all'appello di Dio, contenuto nell'essere delle cose, che l'uomo diventa consapevole della sua trascendente dignità. Ogni uomo deve dare questa risposta, nella quale consiste il culmine della sua umanità, e nessun meccanismo sociale o soggetto collettivo può sostituirlo. La negazione di Dio priva la persona del suo fondamento e, di conseguenza, induce a riorganizzare l'ordine sociale prescindendo dalla dignità e responsabilità della persona.\n\nL'ateismo di cui si parla, del resto, è strettamente connesso col razionalismo illuministico, che concepisce la realtà umana e sociale in modo meccanicistico. Si negano in tal modo l'intuizione ultima circa la vera grandezza dell'uomo, la sua trascendenza rispetto al mondo delle cose, la contraddizione ch'egli avverte nel suo cuore tra il desiderio di una pienezza di bene e la propria inadeguatezza a conseguirlo e, soprattutto, il bisogno di salvezza che ne deriva.\n\n14. Dalla medesima radice ateistica scaturisce anche la scelta dei mezzi di azione propria del socialismo, che è condannato nella Rerum novarum. Si tratta della lotta di classe. Il Papa, beninteso, non intende condannare ogni e qualsiasi forma di conflittualità sociale: la Chiesa sa bene che nella storia i conflitti di interessi tra diversi gruppi sociali insorgono inevitabilmente e che di fronte ad essi il cristiano deve spesso prender posizione con decisione e coerenza. L'Enciclica Laborem exercens, del resto, ha riconosciuto chiaramente il ruolo positivo del conflitto, quando esso si configuri come «lotta per la giustizia sociale»;41 e già la Quadragesimo anno scriveva: «La lotta di classe, infatti, quando si astenga dagli atti di violenza e dall'odio vicendevole, si trasforma a poco a poco in una onesta discussione, fondata nella ricerca della giustizia».42\n\nCiò che viene condannato nella lotta di classe è, piuttosto, l'idea di un conflitto che non è limitato da considerazioni di carattere etico o giuridico, che si rifiuta di rispettare la dignità della persona nell'altro (e, di conseguenza, in se stesso), che esclude, perciò, un ragionevole accomodamento e persegue non già il bene generale della società, bensì un interesse di parte che si sostituisce al bene comune e vuol distruggere ciò che gli si oppone. Si tratta, in una parola, della ripresentazione — sul terreno del confronto interno tra i gruppi sociali — della dottrina della «guerra totale», che il militarismo e l'imperialismo di quell'epoca imponevano nell'ambito dei rapporti internazionali. Tale dottrina alla ricerca del giusto equilibrio tra gli interessi delle diverse Nazioni sostituiva quella dell'assoluto prevalere della propria parte mediante la distruzione del potere di resistenza della parte avversa, distruzione attuata con ogni mezzo, non esclusi l'uso della menzogna, il terrore contro i civili, le armi di sterminio (che proprio in quegli anni cominciavano ad essere progettate). Lotta di classe in senso marxista e militarismo, dunque, hanno le stesse radici: l'ateismo e il disprezzo della persona umana, che fan prevalere il principio della forza su quello della ragione e del diritto.\n\n15. La Rerum novarum si oppone alla statalizzazione degli strumenti di produzione, che ridurrebbe ogni cittadino ad un «pezzo» nell'ingranaggio della macchina dello Stato. Non meno decisamente essa critica la concezione dello Stato che lascia il settore dell'economia totalmente al di fuori del suo campo di interesse e di azione. Esiste certo una legittima sfera di autonomia dell'agire economico, nella quale lo Stato non deve entrare. Questo, però, ha il compito di determinare la cornice giuridica, al cui interno si svolgono i rapporti economici, e di salvaguardare in tal modo le condizioni prime di un'economia libera, che presuppone una certa eguaglianza tra le parti, tale che una di esse non sia tanto più potente dell'altra da poterla ridurre praticamente in schiavitù.43\n\nA questo riguardo, la Rerum novarum indica la via delle giuste riforme, che restituiscano al lavoro la sua dignità di libera attività dell'uomo. Esse implicano un'assunzione di responsabilità da parte della società e dello Stato, diretta soprattutto a difendere il lavoratore contro l'incubo della disoccupazione. Ciò storicamente si è verificato in due modi convergenti: o con politiche economiche, volte ad assicurare la crescita equilibrata e la condizione di piena occupazione; o con le assicurazioni contro la disoccupazione e con politiche di riqualificazione professionale, capaci di facilitare il passaggio dei lavoratori da settori in crisi ad altri in sviluppo.\n\nInoltre, la società e lo Stato devono assicurare livelli salariali adeguati al mantenimento del lavoratore e della sua famiglia, inclusa una certa capacità di risparmio. Ciò richiede sforzi per dare ai lavoratori cognizioni e attitudini sempre migliori e tali da rendere il loro lavoro più qualificato e produttivo; ma richiede anche un'assidua sorveglianza ed adeguate misure legislative per stroncare fenomeni vergognosi di sfruttamento, soprattutto a danno dei lavoratori più deboli, immigrati o marginali. Decisivo in questo settore è il ruolo dei sindacati, che contrattano i minimi salariali e le condizioni di lavoro.\n\nInfine, bisogna garantire il rispetto di orari «umani» di lavoro e di riposo, oltre che il diritto di esprimere la propria personalità sul luogo di lavoro, senza essere violati in alcun modo nella propria coscienza o nella propria dignità. Anche qui è da richiamare il ruolo dei sindacati non solo come strumenti di contrattazione, ma anche come «luoghi» di espressione della personalità dei lavoratori: essi servono allo sviluppo di un'autentica cultura del lavoro ed aiutano i lavoratori a partecipare in modo pienamente umano alla vita dell'azienda.44\n\nAl conseguimento di questi fini lo Stato deve concorrere sia direttamente che indirettamente. Indirettamente e secondo il principio di sussidiarietà, creando le condizioni favorevoli al libero esercizio dell'attività economica, che porti ad una offerta abbondante di opportunità di lavoro e di fonti di ricchezza. Direttamente e secondo il principio di solidarietà, ponendo a difesa del più debole alcuni limiti all'autonomia delle parti, che decidono le condizioni di lavoro, ed assicurando in ogni caso un minimo vitale al lavoratore disoccupato.45\n\nL'Enciclica ed il Magistero sociale, ad essa collegato, ebbero una molteplice influenza negli anni tra il XIX e il XX secolo. Tale influenza si riflette in numerose riforme introdotte nei settori della previdenza sociale, delle pensioni, delle assicurazioni contro le malattie, della prevenzione degli infortuni, nel quadro di un maggiore rispetto dei diritti dei lavoratori.46\n\n16. Le riforme in parte furono realizzate dagli Stati, ma nella lotta per ottenerle ebbe un ruolo importante l'azione del Movimento operaio. Nato come reazione della coscienza morale contro situazioni di ingiustizia e di danno, esso esplicò una vasta attività sindacale, riformista, lontana dalle nebbie dell'ideologia e più vicina ai bisogni quotidiani dei lavoratori e, in questo ambito, i suoi sforzi si sommarono spesso a quelli dei cristiani per ottenere il miglioramento delle condizioni di vita dei lavoratori. In seguito, tale movimento fu, in certa misura, dominato proprio da quella ideologia marxista, contro la quale si volgeva la Rerum novarum.\n\nLe stesse riforme furono anche il risultato di un libero processo di auto-organizzazione della società, con la messa a punto di strumenti efficaci di solidarietà, atti a sostenere una crescita economica più rispettosa dei valori della persona. È da ricordare qui la multiforme attività, con un notevole contributo dei cristiani, nella fondazione di cooperative di produzione, di consumo e di credito, nel promuovere l'istruzione popolare e la formazione professionale, nella sperimentazione di varie forme di partecipazione alla vita dell'impresa e, in generale, della società.\n\nSe dunque, guardando al passato, c'è motivo di ringraziare Dio perché la grande Enciclica non è rimasta priva di risonanza nei cuori ed ha spinto ad una fattiva generosità, tuttavia bisogna riconoscere che l'annuncio profetico, in essa contenuto, non è stato compiutamente accolto dagli uomini di quel tempo, e proprio da ciò sono derivate assai gravi sciagure.\n\n17. Leggendo l'Enciclica in connessione con tutto il ricco Magistero leoniano,47 si nota come essa indichi, in fondo, le conseguenze sul terreno economico-sociale di un errore di più vasta portata. L'errore — come si è detto — consiste in una concezione della libertà umana che la sottrae all'obbedienza alla verità e, quindi, anche al dovere di rispettare i diritti degli altri uomini. Contenuto della libertà diventa allora l'amore di sé fino al disprezzo di Dio e del prossimo, amore che conduce all'affermazione illimitata del proprio interesse e non si lascia limitare da alcun obbligo di giustizia.48\n\nProprio questo errore giunse alle estreme conseguenze nel tragico ciclo delle guerre che sconvolsero l'Europa ed il mondo tra il 1914 e il 1945. Furono guerre derivanti dal militarismo e dal nazionalismo esasperato e dalle forme di totalitarismo, ad essi collegate, e guerre derivanti dalla lotta di classe, guerre civili ed ideologiche. Senza la terribile carica di odio e di rancore, accumulata a causa delle tante ingiustizie sia a livello internazionale che a quello interno ai singoli Stati, non sarebbero state possibili guerre di tale ferocia, in cui furono investite le energie di grandi Nazioni, in cui non si esitò davanti alla violazione dei diritti umani più sacri, e fu pianificato ed eseguito lo sterminio di interi popoli e gruppi sociali. Ricordiamo qui, in particolare, il popolo ebreo, il cui terribile destino è divenuto simbolo dell'aberrazione cui può giungere l'uomo, quando si volge contro Dio.\n\nTuttavia, l'odio e l'ingiustizia si impossessano di intere Nazioni e le spingono all'azione solo quando vengono legittimati ed organizzati da ideologie che si fondano su di essi piuttosto che sulla verità dell'uomo.49 La Rerum novarum combatteva le ideologie dell'odio ed indicava le vie per distruggere la violenza ed il rancore mediante la giustizia. Possa il ricordo di quei terribili avvenimenti guidare le azioni di tutti gli uomini e, in particolare, dei reggitori dei popoli nel nostro tempo, in cui altre ingiustizie alimentano nuovi odi e si delineano all'orizzonte nuove ideologie che esaltano la violenza.\n\n18. Certo, dal 1945 le armi tacciono nel Continente europeo; tuttavia, la vera pace — si ricordi — non è mai il risultato della vittoria militare, ma implica il superamento delle cause della guerra e l'autentica riconciliazione tra i popoli. Per molti anni, invece, si è avuta in Europa e nel mondo una situazione di non-guerra più che di autentica pace. Metà del Continente è caduta sotto il dominio della dittatura comunista, mentre l'altra metà si organizzava per difendersi contro un tale pericolo. Molti popoli perdono il potere di disporre di se stessi, vengono chiusi nei confini soffocanti di un impero, mentre si cerca di distruggere la loro memoria storica e la secolare radice della loro cultura. Masse enormi di uomini, in conseguenza di questa divisione violenta, sono costrette ad abbandonare la loro terra e forzatamente deportate.\n\nUna folle corsa agli armamenti assorbe le risorse necessarie per lo sviluppo delle economie interne e per l'aiuto alle Nazioni più sfavorite. Il progresso scientifico e tecnologico, che dovrebbe contribuire al benessere dell'uomo, viene trasformato in uno strumento di guerra: scienza e tecnica sono usate per produrre armi sempre più perfezionate e distruttive, mentre ad un'ideologia, che è perversione dell'autentica filosofia, si chiede di fornire giustificazioni dottrinali per la nuova guerra. E questa non è solo attesa e preparata, ma è anche combattuta con enorme spargimento di sangue in varie parti del mondo. La logica dei blocchi, o imperi, denunciata nei Documenti della Chiesa e di recente nell'Enciclica Sollicitudo rei socialis,50 fa sì che le controversie e discordie insorgenti nei Paesi del Terzo Mondo siano sistematicamente incrementate e sfruttate per creare difficoltà all'avversario.\n\nI gruppi estremisti, che cercano di risolvere tali controversie con le armi, trovano facilmente appoggi politici e militari, sono armati ed addestrati alla guerra, mentre coloro che si sforzano di trovare soluzioni pacifiche ed umane, nel rispetto dei legittimi interessi di tutte le parti, rimangono isolati e spesso cadono vittima dei loro avversari. Anche la militarizzazione di tanti Paesi del Terzo Mondo e le lotte fratricide che li hanno travagliati, la diffusione del terrorismo e di mezzi sempre più barbari di lotta politico-militare trovano una delle loro principali cause nella precarietà della pace che è seguita alla seconda guerra mondiale. Su tutto il mondo, infine, grava la minaccia di una guerra atomica, capace di condurre all'estinzione dell'umanità. La scienza, usata a fini militari, pone a disposizione dell'odio, incrementato dalle ideologie, lo strumento decisivo. Ma la guerra può terminare senza vincitori né vinti in un suicidio dell'umanità, ed allora bisogna ripudiare la logica che conduce ad essa, l'idea che la lotta per la distruzione dell'avversario, la contraddizione e la guerra stessa siano fattori di progresso e di avanzamento della storia.51 Quando si comprende la necessità di questo ripudio, devono necessariamente entrare in crisi sia la logica della «guerra totale» sia quella della «lotta di classe».\n\n19. Alla fine della seconda guerra mondiale, però, un tale sviluppo è ancora in formazione nelle coscienze, ed il dato che si impone all'attenzione è l'estensione del totalitarismo comunista su oltre metà dell'Europa e su parte del mondo. La guerra, che avrebbe dovuto restituire la libertà e restaurare il diritto delle genti, si conclude senza aver conseguito questi fini, anzi in un modo che per molti popoli, specialmente per quelli che più avevano sofferto, apertamente li contraddice. Si può dire che la situazione venutasi a creare ha dato luogo a diverse risposte.\n\nIn alcuni Paesi e sotto alcuni aspetti si assiste ad uno sforzo positivo per ricostruire, dopo le distruzioni della guerra, una società democratica e ispirata alla giustizia sociale, la quale priva il comunismo del potenziale rivoluzionario costituito da moltitudini sfruttate e oppresse. Tali tentativi in genere cercano di mantenere i meccanismi del libero mercato, assicurando mediante la stabilità della moneta e la sicurezza dei rapporti sociali le condizioni di una crescita economica stabile e sana, in cui gli uomini col loro lavoro possano costruire un futuro migliore per sé e per i propri figli. Al tempo stesso, essi cercano di evitare che i meccanismi di mercato siano l'unico termine di riferimento della vita associata e tendono ad assoggettarli ad un controllo pubblico, che faccia valere il principio della destinazione comune dei beni della terra. Una certa abbondanza delle offerte di lavoro, un solido sistema di sicurezza sociale e di avviamento professionale, la libertà di associazione e l'azione incisiva del sindacato, la previdenza in caso di disoccupazione, gli strumenti di partecipazione democratica alla vita sociale, in questo contesto dovrebbero sottrarre il lavoro alla condizione di «merce» e garantire la possibilità di svolgerlo dignitosamente.\n\nCi sono, poi, altre forze sociali e movimenti ideali che si oppongono al marxismo con la costruzione di sistemi di «sicurezza nazionale», miranti a controllare in modo capillare tutta la società per rendere impossibile l'infiltrazione marxista. Esaltando ed accrescendo la potenza dello Stato, essi intendono preservare i loro popoli dal comunismo; ma, ciò facendo, corrono il grave rischio di distruggere quella libertà e quei valori della persona, in nome dei quali bisogna opporsi ad esso.\n\nUn'altra forma di risposta pratica, infine, è rappresentata dalla società del benessere, o società dei consumi. Essa tende a sconfiggere il marxismo sul terreno di un puro materialismo, mostrando come una società di libero mercato possa conseguire un soddisfacimento più pieno dei bisogni materiali umani di quello assicurato dal comunismo, ed escludendo egualmente i valori spirituali.\n\nIn realtà, se da una parte è vero che questo modello sociale mostra il fallimento del marxismo di costruire una società nuova e migliore, dall'altra, negando autonoma esistenza e valore alla morale, al diritto, alla cultura e alla religione, converge con esso nel ridurre totalmente l'uomo alla sfera dell'economico e del soddisfacimento dei bisogni materiali.\n\n20. Nel medesimo periodo si svolge un grandioso processo di «decolonizzazione», per il quale numerosi Paesi acquistano o riacquistano l'indipendenza e il diritto a disporre liberamente di sé. Con la riconquista formale della sovranità statuale, però, questi Paesi si trovano spesso appena all'inizio del cammino nella costruzione di un'autentica indipendenza. Difatti, settori decisivi dell'economia rimangono ancora nelle mani di grandi imprese straniere, che non accettano di legarsi durevolmente allo sviluppo del Paese che le ospita, e la stessa vita politica è controllatata da forze straniere, mentre all'interno delle frontiere dello Stato convivono gruppi tribali, non ancora amalgamati in un'autentica comunità nazionale. Manca, inoltre, un ceto di professionisti competenti, capaci di far funzionare in modo onesto e regolare l'apparato dello Stato, e mancano anche i quadri per un'efficiente e responsabile gestione dell'economia.\n\nPosta questa situazione, a molti sembra che il marxismo possa offrire come una scorciatoia per l'edificazione della Nazione e dello Stato, e nascono perciò diverse varianti del socialismo con un carattere nazionale specifico. Si mescolano così nelle molte ideologie, che vengono a formarsi in misura di volta in volta diversa, legittime esigenze di riscatto nazionale, forme di nazionalismo ed anche di militarismo, principi tratti da antiche tradizioni popolari, talvolta consonanti con la dottrina sociale cristiana, e concetti del marxismo-leninismo.\n\n21. È da ricordare, infine, come dopo la seconda guerra mondiale ed anche per reazione ai suoi orrori, si è diffuso un sentimento più vivo dei diritti umani, che ha trovato riconoscimento in diversi Documenti internazionali52 e nell'elaborazione, si direbbe, di un nuovo «diritto delle genti», a cui la Santa Sede ha dato un costante contributo. Perno di questa evoluzione è stata l'Organizzazione delle Nazioni Unite. Non solo è cresciuta la coscienza del diritto dei singoli, ma anche quella dei diritti delle Nazioni, mentre si avverte meglio la necessità di agire per sanare i gravi squilibri tra le diverse aree geografiche del mondo che, in un certo senso, hanno trasferito il centro della questione sociale dall'ambito nazionale al livello internazionale.53\n\nNel prendere atto con soddisfazione di tale processo, non si può tuttavia tacere il fatto che il bilancio complessivo delle diverse politiche di aiuto allo sviluppo non è sempre positivo. Alle Nazioni Unite, inoltre, non è riuscito fino ad ora di costruire strumenti efficaci per la soluzione dei conflitti internazionali alternativi alla guerra, e sembra esser questo il problema più urgente che la comunità internazionale deve ancora risolvere.\n\nIII - L'anno 1989\n\n22. Partendo dalla situazione mondiale ora descritta, e già ampiamente esposta nell'Enciclica Sollicitudo rei socialis, si comprende l'inaspettata e promettente portata degli avvenimenti degli ultimi anni. Il loro culmine certo sono stati gli avvenimenti del 1989 nei Paesi dell'Europa centrale ed orientale, ma essi abbracciano un arco di tempo ed un orizzonte geografico più ampi. Nel corso degli anni '80 crollano progressivamente in alcuni Paesi dell'America Latina, ma anche dell'Africa e dell'Asia certi regimi dittatoriali ed oppressivi; in altri casi inizia un difficile, ma fecondo cammino di transizione verso forme politiche più partecipative e più giuste. Un contributo importante, anzi decisivo, ha dato l'impegno della Chiesa per la difesa e la promozione dei diritti dell'uomo: in ambienti fortemente ideologizzati, in cui lo schieramento di parte offuscava la consapevolezza della comune dignità umana, la Chiesa ha affermato con semplicità ed energia che ogni uomo — quali che siano le sue convinzioni personali — porta in sé l'immagine di Dio e, quindi, merita rispetto. In tale affermazione si è spesso riconosciuta la grande maggioranza del popolo, e ciò ha portato alla ricerca di forme di lotta e di soluzioni politiche più rispettose della dignità della persona.\n\nDa questo processo storico sono emerse nuove forme di democrazia, che offrono la speranza di un cambiamento nelle fragili strutture politiche e sociali, gravate dall'ipoteca di una penosa serie di ingiustizie e di rancori, oltre che da un'economia disastrata e da pesanti conflitti sociali. Mentre con tutta la Chiesa rendo grazie a Dio per la testimonianza, spesso eroica, che non pochi Pastori, intere comunità cristiane, singoli fedeli ed altri uomini di buona volontà hanno dato in tali difficili circostanze, prego perché egli sostenga gli sforzi di tutti per costruire un futuro migliore. È, questa, infatti una responsabilità non solo dei cittadini di quei Paesi, ma di tutti i cristiani e degli uomini di buona volontà. Si tratta di mostrare che i complessi problemi di quei popoli possono essere risolti col metodo del dialogo e della solidarietà, anziché con la lotta per la distruzione dell'avversario e con la guerra.\n\n23. Tra i numerosi fattori della caduta dei regimi oppressivi alcuni meritano di essere ricordati in particolare. Il fattore decisivo, che ha avviato i cambiamenti, è certamente la violazione dei diritti del lavoro. Non si può dimenticare che la crisi fondamentale dei sistemi, che pretendono di esprimere il governo ed anzi la dittatura degli operai, inizia con i grandi moti avvenuti in Polonia in nome della solidarietà. Sono le folle dei lavoratori a delegittimare l'ideologia, che presume di parlare in loro nome, ed a ritrovare e quasi riscoprire, partendo dall'esperienza vissuta e difficile del lavoro e dell'oppressione, espressioni e principi della dottrina sociale della Chiesa.\n\nMerita, poi, di essere sottolineato il fatto che alla caduta di un simile «blocco», o impero, si arriva quasi dappertutto mediante una lotta pacifica, che fa uso delle sole armi della verità e della giustizia. Mentre il marxismo riteneva che solo portando agli estremi le contraddizioni sociali fosse possibile arrivare alla loro soluzione mediante lo scontro violento, le lotte che hanno condotto al crollo del marxismo insistono con tenacia nel tentare tutte le vie del negoziato, del dialogo, della testimonianza della verità, facendo appello alla coscienza dell'avversario e cercando di risvegliare in lui il senso della comune dignità umana.\n\nSembrava che l'ordine europeo, uscito dalla seconda guerra mondiale e consacrato dagli Accordi di Yalta, potesse essere scosso soltanto da un'altra guerra. È stato, invece, superato dall'impegno non violento di uomini che, mentre si sono sempre rifiutati di cedere al potere della forza, hanno saputo trovare di volta in volta forme efficaci per rendere testimonianza alla verità. Ciò ha disarmato l'avversario, perché la violenza ha sempre bisogno di legittimarsi con la menzogna, di assumere, pur se falsamente, l'aspetto della difesa di un diritto o della risposta a una minaccia altrui.54 Ringrazio ancora Dio che ha sostenuto il cuore degli uomini nel tempo della difficile prova, pregando perché un tale esempio possa valere in altri luoghi ed in altre circostanze. Che gli uomini imparino a lottare per la giustizia senza violenza, rinunciando alla lotta di classe nelle controversie interne, come alla guerra in quelle internazionali.\n\n24. Il secondo fattore di crisi è certamente l'inefficienza del sistema economico, che non va considerata come un problema soltanto tecnico, ma piuttosto come conseguenza della violazione dei diritti umani all'iniziativa, alla proprietà ed alla libertà nel settore dell'economia. A questo aspetto va poi associata la dimensione culturale e nazionale: non è possibile comprendere l'uomo partendo unilateralmente dal settore dell'economia, né è possibile definirlo semplicemente in base all'appartenenza di classe. L'uomo è compreso in modo più esauriente, se viene inquadrato nella sfera della cultura attraverso il linguaggio, la storia e le posizioni che egli assume davanti agli eventi fondamentali dell'esistenza, come il nascere, l'amare, il lavorare, il morire. Al centro di ogni cultura sta l'atteggiamento che l'uomo assume davanti al mistero più grande: il mistero di Dio. Le culture delle diverse Nazioni sono, in fondo, altrettanti modi di affrontare la domanda circa il senso dell'esistenza personale: quando tale domanda viene eliminata, si corrompono la cultura e la vita morale delle Nazioni. Per questo, la lotta per la difesa del lavoro si è spontaneamente collegata a quella per la cultura e per i diritti nazionali.\n\nLa vera causa delle novità, però, è il vuoto spirituale provocato dall'ateismo, il quale ha lasciato prive di orientamento le giovani generazioni e in non rari casi le ha indotte, nell'insopprimibile ricerca della propria identità e del senso della vita, a riscoprire le radici religiose della cultura delle loro Nazioni e la stessa persona di Cristo, come risposta esistenzialmente adeguata al desiderio di bene, di verità e di vita che è nel cuore di ogni uomo. Questa ricerca è stata confortata dalla testimonianza di quanti, in circostanze difficili e nella persecuzione, sono rimasti fedeli a Dio. Il marxismo aveva promesso di sradicare il bisogno di Dio dal cuore dell'uomo, ma i risultati hanno dimostrato che non è possibile riuscirci senza sconvolgere il cuore.\n\n25. Gli avvenimenti dell' '89 offrono l'esempio del successo della volontà di negoziato e dello spirito evangelico contro un avversario deciso a non lasciarsi vincolare da principi morali: essi sono un monito per quanti, in nome del realismo politico, vogliono bandire dall'arena politica il diritto e la morale. Certo la lotta, che ha portato ai cambiamenti dell' '89, ha richiesto lucidità, moderazione, sofferenze e sacrifici; in un certo senso, essa è nata dalla preghiera, e sarebbe stata impensabile senza un'illimitata fiducia in Dio, Signore della storia, che ha nelle sue mani il cuore degli uomini. È unendo la propria sofferenza per la verità e per la libertà a quella di Cristo sulla Croce che l'uomo può compiere il miracolo della pace ed è in grado di scorgere il sentiero spesso angusto tra la viltà che cede al male e la violenza che, illudendosi di combatterlo, lo aggrava.\n\nNon si possono, tuttavia, ignorare gli innumerevoli condizionamenti, in mezzo ai quali la libertà del singolo uomo si trova ad operare: essi influenzano, sì, ma non determinano la libertà; rendono più o meno facile il suo esercizio, ma non possono distruggerla. Non solo non è lecito disattendere dal punto di vista etico la natura dell'uomo che è fatto per la libertà, ma ciò non è neppure possibile in pratica. Dove la società si organizza riducendo arbitrariamente o, addirittura, sopprimendo la sfera in cui la libertà legittimamente si esercita, il risultato è che la vita sociale progressivamente si disorganizza e decade.\n\nInoltre, l'uomo creato per la libertà porta in sé la ferita del peccato originale, che continuamente lo attira verso il male e lo rende bisognoso di redenzione. Questa dottrina non solo è parte integrante della Rivelazione cristiana, ma ha anche un grande valore ermeneutico, in quanto aiuta a comprendere la realtà umana. L'uomo tende verso il bene, ma è pure capace di male; può trascendere il suo interesse immediato e, tuttavia, rimanere ad esso legato. L'ordine sociale sarà tanto più solido, quanto più terrà conto di questo fatto e non opporrà l'interesse personale a quello della società nel suo insieme, ma cercherà piuttosto i modi della loro fruttuosa coordinazione. Difatti, dove l'interesse individuale è violentemente soppresso, esso è sostituito da un pesante sistema di controllo burocratico, che inaridisce le fonti dell'iniziativa e della creatività. Quando gli uomini ritengono di possedere il segreto di un'organizzazione sociale perfetta che renda impossibile il male, ritengono anche di poter usare tutti i mezzi, anche la violenza o la menzogna, per realizzarla. La politica diventa allora una «religione secolare», che si illude di costruire il paradiso in questo mondo. Ma qualsiasi società politica, che possiede la sua propria autonomia e le sue proprie leggi,55 non potrà mai esser confusa col Regno di Dio. La parabola evangelica del buon grano e della zizzania (cf Mt 13,24-30.36-43) insegna che spetta solo a Dio separare i soggetti del Regno ed i soggetti del Maligno, e che siffatto giudizio avrà luogo alla fine dei tempi. Pretendendo di anticipare fin d'ora il giudizio, l'uomo si sostituisce a Dio e si oppone alla sua pazienza.\n\nGrazie al sacrificio di Cristo sulla Croce, la vittoria del Regno di Dio è acquisita una volta per tutte; tuttavia, la condizione cristiana comporta la lotta contro le tentazioni e le forze del male. Solo alla fine della storia il Signore ritornerà nella gloria per il giudizio finale (cf Mt 25,31) con l'instaurazione dei cieli nuovi e della terra nuova (cf 2 Pt 3,13; Ap 21,1), ma, mentre dura il tempo, la lotta tra il bene e il male continua fin nel cuore dell'uomo.\n\nCiò che la Sacra Scrittura ci insegna in ordine ai destini del Regno di Dio non è senza conseguenze per la vita delle società temporali, le quali — come dice la parola — appartengono alle realtà del tempo con quanto esso comporta di imperfetto e di provvisorio. Il Regno di Dio, presente nel mondo senza essere del mondo, illumina l'ordine dell'umana società, mentre le energie della grazia lo penetrano e lo vivificano. Così son meglio avvertite le esigenze di una società degna dell'uomo, sono rettificate le deviazioni, è rafforzato il coraggio dell'operare per il bene. A tale compito di animazione evangelica delle realtà umane sono chiamati, unitamente a tutti gli uomini di buona volontà, i cristiani ed in special modo i laici.56\n\n26. Gli avvenimenti dell' '89 si sono svolti prevalentemente nei Paesi dell'Europa orientale e centrale; tuttavia, hanno un'importanza universale, poiché ne discendono conseguenze positive e negative che interessano tutta la famiglia umana. Tali conseguenze non hanno un carattere meccanico o fatalistico, ma sono piuttosto occasioni offerte alla libertà umana per collaborare col disegno misericordioso di Dio che agisce nella storia.\n\nPrima conseguenza è stato, in alcuni Paesi, l'incontro tra la Chiesa e il Movimento operaio, nato da una reazione di ordine etico ed esplicitamente cristiano contro una diffusa situazione di ingiustizia. Per circa un secolo detto Movimento era finito in parte sotto l'egemonia del marxismo, nella convinzione che i proletari, per lottare efficacemente contro l'oppressione, dovessero far proprie le teorie materialistiche ed economicistiche.\n\nNella crisi del marxismo riemergono le forme spontanee della coscienza operaia, che esprimono una domanda di giustizia e di riconoscimento della dignità del lavoro, conforme alla dottrina sociale della Chiesa.57 Il Movimento operaio confluisce in un più generale movimento degli uomini del lavoro e degli uomini di buona volontà per la liberazione della persona umana e per l'affermazione dei suoi diritti; esso investe oggi molti Paesi e, lungi dal contrapporsi alla Chiesa cattolica, guarda ad essa con interesse.\n\nLa crisi del marxismo non elimina nel mondo le situazioni di ingiustizia e di oppressione, da cui il marxismo stesso, strumentalizzandole, traeva alimento. A coloro che oggi sono alla ricerca di una nuova ed autentica teoria e prassi di liberazione, la Chiesa offre non solo la sua dottrina sociale e, in generale, il suo insegnamento circa la persona redenta in Cristo, ma anche il concreto suo impegno ed aiuto per combattere l'emarginazione e la sofferenza.\n\nNel recente passato il sincero desiderio di essere dalla parte degli oppressi e di non esser tagliati fuori dal corso della storia ha indotto molti credenti a cercare in diversi modi un impossibile compromesso tra marxismo e cristianesimo. Il tempo presente, mentre supera tutto ciò che c'era di caduco in quei tentativi, induce a riaffermare la positività di un'autentica teologia dell'integrale liberazione umana.58 Considerati da questo punto di vista, gli avvenimenti del 1989 risultano importanti anche per i Paesi del Terzo Mondo, che sono alla ricerca della via del loro sviluppo, come lo sono stati per quelli dell'Europa centrale ed orientale.\n\n27. La seconda conseguenza riguarda i popoli dell'Europa. Molte ingiustizie, individuali e sociali, regionali e nazionali, sono state commesse negli anni in cui dominava il comunismo ed anche prima; molti odi e rancori si sono accumulati. È reale il pericolo che questi riesplodano dopo il crollo della dittatura, provocando gravi conflitti e lutti, se verranno meno la tensione morale e la forza cosciente di rendere testimonianza alla verità che hanno animato gli sforzi nel tempo passato. È da auspicare che l'odio e la violenza non trionfino nei cuori, soprattutto di coloro che lottano per la giustizia, e cresca in tutti lo spirito di pace e di perdono.\n\nOccorrono, però, passi concreti per creare o consolidare strutture internazionali capaci di intervenire, per il conveniente arbitrato, nei conflitti che insorgono tra le Nazioni, sicché ciascuna di esse possa far valere i propri diritti e raggiungere il giusto accordo e la pacifica composizione con i diritti delle altre. Tutto ciò è particolarmente necessario per le Nazioni europee, unite intimamente tra loro nel vincolo della comune cultura e storia millenaria. Occorre un grande sforzo per la ricostruzione morale ed economica nei Paesi che hanno abbandonato il comunismo. Per molto tempo le relazioni economiche più elementari sono state distorte, ed anche fondamentali virtù legate al settore dell'economia, come la veridicità, l'affidabilità, la laboriosità, sono state mortificate. Occorre una paziente ricostruzione materiale e morale, mentre i popoli stremati da lunghe privazioni chiedono ai loro governanti risultati tangibili ed immediati di benessere ed adeguato soddisfacimento delle loro legittime aspirazioni.\n\nLa caduta del marxismo naturalmente ha avuto effetti di grande portata in ordine alla divisione della terra in mondi chiusi l'uno all'altro ed in gelosa concorrenza tra loro. Essa mette in luce più chiaramente la realtà dell'interdipendenza dei popoli, nonché il fatto che il lavoro umano per sua natura è destinato ad unire i popoli, non già a dividerli. La pace e la prosperità, infatti, sono beni che appartengono a tutto il genere umano, sicché non è possibile goderne correttamente e durevolmente se vengono ottenuti e conservati a danno di altri popoli e Nazioni, violando i loro diritti o escludendoli dalle fonti del benessere.\n\n28. Per alcuni Paesi di Europa inizia, in un certo senso, il vero dopoguerra. Il radicale riordinamento delle economie, fino a ieri collettivizzate, comporta problemi e sacrifici, i quali possono esser paragonati a quelli che i Paesi occidentali del Continente si imposero per la loro ricostruzione dopo il secondo conflitto mondiale. È giusto che nelle presenti difficoltà i Paesi ex-comunisti siano sostenuti dallo sforzo solidale delle altre Nazioni: ovviamente, essi devono essere i primi artefici del proprio sviluppo; ma deve esser data loro una ragionevole opportunità di realizzarlo, e ciò non può avvenire senza l'aiuto degli altri Paesi. Del resto, la presente condizione di difficoltà e di penuria è la conseguenza di un processo storico, di cui i Paesi ex-comunisti sono stati spesso oggetto, e non soggetto: essi, perciò, si trovano in tale situazione non per libera scelta o a causa di errori commessi, ma in conseguenza di tragici eventi storici imposti con la violenza, i quali hanno loro impedito di proseguire lungo la via dello sviluppo economico e civile.\n\nL'aiuto degli altri Paesi soprattutto europei, che hanno avuto parte nella medesima storia e ne portano le responsabilità, corrisponde ad un debito di giustizia. Ma corrisponde anche all'interesse ed al bene generale dell'Europa, che non potrà vivere in pace, se i conflitti di diversa natura, che emergono come conseguenza del passato, saranno resi più acuti da una situazione di disordine economico, di spirituale insoddisfazione e disperazione.\n\nQuesta esigenza, però, non deve indurre a rallentare gli sforzi per il sostegno e l'aiuto ai Paesi del Terzo Mondo, che soffrono spesso di condizioni di insufficienza e di povertà assai più gravi.59 Sarà necessario uno sforzo straordinario per mobilitare le risorse, di cui il mondo nel suo insieme non è privo, verso fini di crescita economica e di sviluppo comune, ridefinendo le priorità e le scale di valori, in base alle quali si decidono le scelte economiche e politiche. Ingenti risorse possono essere rese disponbili col disarmo degli enormi apparati militari, costruiti per il conflitto tra Est e Ovest. Esse potranno risultare ancora più ingenti, se si riuscirà a stabilire affidabili procedure per la soluzione dei conflitti, alternative alla guerra, ed a diffondere, quindi, il principio del controllo e della riduzione degli armamenti anche nei Paesi del Terzo Mondo, adottando opportune misure contro il loro commercio.60 Ma soprattutto sarà necessario abbandonare la mentalità che considera i poveri — persone e popoli — come un fardello e come fastidiosi importuni, che pretendono di consumare quanto altri han prodotto. I poveri chiedono il diritto di partecipare al godimento dei beni materiali e di mettere a frutto la loro capacità di lavoro, creando così un mondo più giusto e per tutti più prospero. L'elevazione dei poveri è una grande occasione per la crescita morale, culturale ed anche economica dell'intera umanità.\n\n29. Lo sviluppo, infine, non deve essere inteso in un modo esclusivamente economico, ma in senso integralmente umano.61 Non si tratta solo di elevare tutti i popoli al livello di cui godono oggi i Paesi più ricchi, ma di costruire nel lavoro solidale una vita più degna, di far crescere effettivamente la dignità e la creatività di ogni singola persona, la sua capacità di rispondere alla propria vocazione e, dunque, all'appello di Dio, in essa contenuto. Al culmine dello sviluppo sta l'esercizio del diritto-dovere di cercare Dio, di conoscerlo e di vivere secondo tale conoscenza.62 Nei regimi totalitari ed autoritari è stato portato all'estremo il principio del primato della forza sulla ragione. L'uomo è stato costretto a subire una concezione della realtà imposta con la forza, e non conseguita mediante lo sforzo della propria ragione e l'esercizio della propria libertà. Bisogna rovesciare quel principio e riconoscere integralmente i diritti della coscienza umana, legata solo alla verità sia naturale che rivelata. Nel riconoscimento di questi diritti consiste il fondamento primario di ogni ordinamento politico autenticamente libero.63 È importante riaffermare tale principio per vari motivi:\n\na) perché le antiche forme di totalitarismo e di autoritarismo non sono ancora del tutto debellate, ed esiste anzi il rischio che riprendano vigore: ciò sollecita ad un rinnovato sforzo di collaborazione e di solidarietà tra tutti i Paesi;\n\nb) perché nei Paesi sviluppati si fa a volte un'eccessiva propaganda dei valori puramente utilitaristici, con la sollecitazione sfrenata degli istinti e delle tendenze al godimento immediato, la quale rende difficile il riconoscimento ed il rispetto della gerarchia dei veri valori dell'umana esistenza;\n\nc) perché in alcuni Paesi emergono nuove forme di fondamentalismo religioso che, velatamente o anche apertamente, negano ai cittadini di fedi diverse da quelle della maggioranza il pieno esercizio dei loro diritti civili o religiosi, impediscono loro di entrare nel dibattito culturale, restringono il diritto della Chiesa a predicare il Vangelo e il diritto degli uomini, che ascoltano tale predicazione, ad accoglierla ed a convertirsi a Cristo. Nessun autentico progresso è possibile senza il rispetto del naturale ed originario diritto di conoscere la verità e di vivere secondo essa. A questo diritto è legato, come suo esercizio ed approfondimento, il diritto di scoprire e di accogliere liberamente Gesù Cristo, che è il vero bene dell'uomo.64\n\nIV - La proprietà privata e l'universale destinazione dei beni\n\n30. Nella Rerum novarum Leone XIII affermava con forza e con vari argomenti, contro il socialismo del suo tempo, il carattere naturale del diritto di proprietà privata.65 Tale diritto, fondamentale per l'autonomia e lo sviluppo della persona, è stato sempre difeso dalla Chiesa fino ai nostri giorni. Parimenti, la Chiesa insegna che la proprietà dei beni non è un diritto assoluto, ma porta inscritti nella sua natura di diritto umano i propri limiti.\n\nMentre proclamava il diritto di proprietà privata, il Pontefice affermava con pari chiarezza che l'«uso» dei beni, affidato alla libertà, è subordinato alla loro originaria destinazione comune di beni creati ed anche alla volontà di Gesù Cristo, manifestata nel Vangelo. Infatti scriveva: «I fortunati dunque sono ammoniti ...: i ricchi debbono tremare, pensando alle minacce di Gesù Cristo ...; dell'uso dei loro beni dovranno un giorno rendere rigorosissimo conto a Dio giudice»; e, citando san Tommaso d'Aquino, aggiungeva: «Ma se si domanda quale debba essere l'uso di tali beni, la Chiesa ... non esita a rispondere che a questo proposito l'uomo non deve possedere i beni esterni come propri, ma come comuni», perché «sopra le leggi e i giudizi degli uomini sta la legge, il giudizio di Cristo».66\n\nI successori di Leone XIII hanno ripetuto la duplice affermazione: la necessità e, quindi, la liceità della proprietà privata ed insieme i limiti che gravano su di essa.67 Anche il Concilio Vaticano II ha riproposto la dottrina tradizionale con parole che meritano di essere riportate esattamente: «L'uomo, usando di questi beni, deve considerare le cose esteriori che legittimamente possiede non solo come proprie, ma anche come comuni, nel senso che possono giovare non unicamente a lui, ma anche agli altri». E poco oltre: «La proprietà privata o un qualche potere sui beni esterni assicurano a ciascuno una zona del tutto necessaria di autonomia personale e familiare, e devono considerarsi come un prolungamento della libertà umana ... La stessa proprietà privata ha per sua natura anche una funzione sociale, che si fonda sulla legge della comune destinazione dei beni».68 La stessa dottrina ho ripreso prima nel discorso alla III Conferenza dell'Episcopato latino-americano a Puebla, e poi nelle Encicliche Laborem exercens e Sollicitudo rei socialis.69\n\n31. Rileggendo tale insegnamento sul diritto di proprietà e la destinazione comune dei beni in rapporto al nostro tempo, si può porre la domanda circa l'origine dei beni che sostentano la vita dell'uomo, soddisfano i suoi bisogni e sono oggetto dei suoi diritti.\n\nLa prima origine di tutto ciò che è bene è l'atto stesso di Dio che ha creato la terra e l'uomo, ed all'uomo ha dato la terra perché la domini col suo lavoro e ne goda i frutti (cf Gn 1,28-29). Dio ha dato la terra a tutto il genere umano, perché essa sostenti tutti i suoi membri, senza escludere né privilegiare nessuno. È qui la radice dell'universale destinazione dei beni della terra. Questa, in ragione della sua stessa fecondità e capacità di soddisfare i bisogni dell'uomo, è il primo dono di Dio per il sostentamento della vita umana. Ora, la terra non dona i suoi frutti senza una peculiare risposta dell'uomo al dono di Dio, cioè senza il lavoro: è mediante il lavoro che l'uomo, usando la sua intelligenza e la sua libertà, riesce a dominarla e ne fa la sua degna dimora. In tal modo egli fa propria una parte della terra, che appunto si è acquistata col lavoro. È qui l'origine della proprietà individuale. E ovviamente egli ha anche la responsabilità di non impedire che altri uomini abbiano la loro parte del dono di Dio, anzi deve cooperare con loro per dominare insieme tutta la terra.\n\nNella storia si ritrovano sempre questi due fattori, il lavoro e la terra, al principio di ogni società umana; non sempre, però, essi stanno nella medesima relazione tra loro. Un tempo la naturale fecondità della terra appariva e di fatto era il principale fattore della ricchezza, mentre il lavoro era come l'aiuto ed il sostegno di tale fecondità. Nel nostro tempo diventa sempre più rilevante il ruolo del lavoro umano, come fattore produttivo delle ricchezze immateriali e materiali; diventa, inoltre, evidente come il lavoro di un uomo si intrecci naturalmente con quello di altri uomini. Oggi più che mai lavorare è un lavorare con gli altri e un lavorare per gli altri: è un fare qualcosa per qualcuno. Il lavoro è tanto più fecondo e produttivo, quanto più l'uomo è capace di conoscere le potenzialità produttive della terra e di leggere in profondità i bisogni dell'altro uomo, per il quale il lavoro è fatto.\n\n32. Ma un'altra forma di proprietà esiste, in particolare, nel nostro tempo e riveste un'importanza non inferiore a quella della terra: è la proprietà della conoscenza, della tecnica e del sapere. Su questo tipo di proprietà si fonda la ricchezza delle Nazioni industrializzate molto più che su quella delle risorse naturali.\n\nSi è ora accennato al fatto che l'uomo lavora con gli altri uomini, partecipando ad un «lavoro sociale» che abbraccia cerchi progressivamente più ampi. Chi produce un oggetto, lo fa in genere, oltre che per l'uso personale, perché altri possano usarne dopo aver pagato il giusto prezzo, stabilito di comune accordo mediante una libera trattativa. Ora, proprio la capacità di conoscere tempestivamente i bisogni degli altri uomini e le combinazioni dei fattori produttivi più idonei a soddisfarli, è un'altra importante fonte di ricchezza nella società moderna. Del resto, molti beni non possono essere prodotti in modo adeguato dall'opera di un solo individuo, ma richiedono la collaborazione di molti al medesimo fine. Organizzare un tale sforzo produttivo, pianificare la sua durata nel tempo, procurare che esso corrisponda in modo positivo ai bisogni che deve soddisfare, assumendo i rischi necessari: è, anche questo, una fonte di ricchezza nell'odierna società. Così diventa sempre più evidente e determinante il ruolo del lavoro umano disciplinato e creativo e — quale parte essenziale di tale lavoro — delle capacità di iniziativa e di imprenditorialità.70\n\nUn tale processo, che mette concretamente in luce una verità sulla persona incessantemente affermata dal cristianesimo, deve essere riguardato con attenzione e favore. In effetti, la principale risorsa dell'uomo insieme con la terra è l'uomo stesso. È la sua intelligenza che fa scoprire le potenzialità produttive della terra e le multiformi modalità con cui i bisogni umani possono essere soddisfatti. È il suo disciplinato lavoro, in solidale collaborazione, che consente la creazione di comunità di lavoro sempre più ampie ed affidabili per operare la trasformazione dell'ambiente naturale e dello stesso ambiente umano. In questo processo sono coinvolte importanti virtù, come la diligenza, la laboriosità, la prudenza nell'assumere i ragionevoli rischi, l'affidabilità e la fedeltà nei rapporti interpersonali, la fortezza nell'esecuzione di decisioni difficili e dolorose, ma necessarie per il lavoro comune dell'azienda e per far fronte agli eventuali rovesci di fortuna.\n\nLa moderna economia d'impresa comporta aspetti positivi, la cui radice è la libertà della persona, che si esprime in campo economico come in tanti altri campi. L'economia, infatti, è un settore della multiforme attività umana, ed in essa, come in ogni altro campo, vale il diritto alla libertà, come il dovere di fare un uso responsabile di essa. Ma è importante notare che ci sono differenze specifiche tra queste tendenze della moderna società e quelle del passato anche recente. Se un tempo il fattore decisivo della produzione era la terra e più tardi il capitale, inteso come massa di macchinari e di beni strumentali, oggi il fattore decisivo è sempre più l'uomo stesso, e cioè la sua capacità di conoscenza che viene in luce mediante il sapere scientifico, la sua capacità di organizzazione solidale, la sua capacità di intuire e soddisfare il bisogno dell'altro.\n\n33. Non si possono, tuttavia, non denunciare i rischi ed i problemi connessi con questo tipo di processo. Di fatto, oggi molti uomini, forse la grande maggioranza, non dispongono di strumenti che consentono di entrare in modo effettivo ed umanamente degno all'interno di un sistema di impresa, nel quale il lavoro occupa una posizione davvero centrale. Essi non hanno la possibilità di acquisire le conoscenze di base, che permettono di esprimere la loro creatività e di sviluppare le loro potenzialità, né di entrare nella rete di conoscenze ed intercomunicazioni, che consentirebbe di vedere apprezzate ed utilizzate la loro qualità. Essi insomma, se non proprio sfruttati, sono ampiamente emarginati, e lo sviluppo economico si svolge, per così dire, sopra la loro testa, quando non restringe addirittura gli spazi già angusti delle loro antiche economie di sussistenza. Incapaci di resistere alla concorrenza di merci prodotte in modi nuovi e ben rispondenti ai bisogni, che prima essi solevano fronteggiare con forme organizzative tradizionali, allettati dallo splendore di un'opulenza ostentata, ma per loro irraggiungibile e, al tempo stesso, stretti dalla necessità, questi uomini affollano le città del Terzo Mondo, dove spesso sono culturalmente sradicati e si trovano in situazioni di violenta precarietà, senza possibilità di integrazione. Ad essi di fatto non si riconosce dignità, e talora si cerca di eliminarli dalla storia mediante forme coatte di controllo demografico, contrarie alla dignità umana.\n\nMolti altri uomini, pur non essendo del tutto emarginati, vivono all'interno di ambienti in cui è assolutamente primaria la lotta per il necessario e vigono ancora le regole del capitalismo delle origini, nella «spietatezza» di una situazione che non ha nulla da invidiare a quella dei momenti più bui della prima fase di industrializzazione. In altri casi è ancora la terra ad essere l'elemento centrale del processo economico, e coloro che la coltivano, esclusi dalla sua proprietà, sono ridotti in condizioni di semi-servitù.71 In questi casi si può ancora oggi, come al tempo della Rerum novarum, parlare di uno sfruttamento inumano. Nonostante i grandi mutamenti avvenuti nelle società più avanzate, le carenze umane del capitalismo, col conseguente dominio delle cose sugli uomini, sono tutt'altro che scomparse; anzi, per i poveri alla mancanza di beni materiali si è aggiunta quella del sapere e della conoscenza, che impedisce loro di uscire dallo stato di umiliante subordinazione.\n\nPurtroppo, la grande maggioranza degli abitanti del Terzo Mondo vive ancora in simili condizioni. Sarebbe, però, errato intendere questo Mondo in un senso soltanto geografico. In alcune regioni ed in alcuni settori sociali di esso sono stati attivati processi di sviluppo incentrati non tanto sulla valorizzazione delle risorse materiali, quanto su quella della «risorsa umana».\n\nIn anni non lontani è stato sostenuto che lo sviluppo dipendesse dall'isolamento dei Paesi più poveri dal mercato mondiale e dalla loro fiducia nelle sole proprie forze. L'esperienza recente ha dimostrato che i Paesi che si sono esclusi hanno conosciuto stagnazione e regresso, mentre hanno conosciuto lo sviluppo i Paesi che sono riusciti ad entrare nella generale interconnessione delle attività economiche a livello internazionale. Sembra, dunque, che il maggior problema sia quello di ottenere un equo accesso al mercato internazionale, fondato non sul principio unilaterale dello sfruttamento delle risorse naturali, ma sulla valorizzazione delle risorse umane.72\n\nAspetti tipici del Terzo Mondo, però, emergono anche nei Paesi sviluppati, dove l'incessante trasformazione dei modi di produrre e di consumare svaluta certe conoscenze già acquisite e professionalità consolidate, esigendo un continuo sforzo di riqualificazione e di aggiornamento. Coloro che non riescono a tenersi al passo con i tempi possono facilmente essere emarginati; insieme con essi lo sono gli anziani, i giovani incapaci di ben inserirsi nella vita sociale e, in genere, i soggetti più deboli e il cosiddetto Quarto Mondo. Anche la situazione della donna in queste condizioni è tutt'altro che facile.\n\n34. Sembra che, tanto a livello delle singole Nazioni quanto a quello dei rapporti internazionali, il libero mercato sia lo strumento più efficace per collocare le risorse e rispondere efficacemente ai bisogni. Ciò, tuttavia, vale solo per quei bisogni che sono «solvibili», che dispongono di un potere d'acquisto, e per quelle risorse che sono «vendibili», in grado di ottenere un prezzo adeguato. Ma esistono numerosi bisogni umani che non hanno accesso al mercato. È stretto dovere di giustizia e di verità impedire che i bisogni umani fondamentali rimangano insoddisfatti e che gli uomini che ne sono oppressi periscano. È, inoltre, necessario che questi uomini bisognosi siano aiutati ad acquisire le conoscenze, ad entrare nel circolo delle interconnessioni, a sviluppare le loro attitudini per valorizzare al meglio capacità e risorse. Prima ancora della logica dello scambio degli equivalenti e delle forme di giustizia, che le son proprie, esiste un qualcosa che è dovuto all'uomo perché è uomo, in forza della sua eminente dignità. Questo qualcosa dovuto comporta inseparabilmente la possibilità di sopravvivere e di dare un contributo attivo al bene comune dell'umanità.\n\nNei contesti di Terzo Mondo conservano la loro validità (in certi casi è ancora un traguardo da raggiungere) proprio quegli obiettivi indicati dalla Rerum novarum, per evitare la riduzione del lavoro dell'uomo e dell'uomo stesso al livello di una semplice merce: il salario sufficiente per la vita della famiglia; le assicurazioni sociali per la vecchiaia e la disoccupazione; la tutela adeguata delle condizioni di lavoro.\n\n35. Si apre qui un grande e fecondo campo di impegno e di lotta, nel nome della giustizia, per i sindacati e per le altre organizzazioni dei lavoratori, che ne difendono i diritti e ne tutelano la soggettività, svolgendo al tempo stesso una funzione essenziale di carattere culturale, per farli partecipare in modo più pieno e degno alla vita della Nazione ed aiutarli lungo il cammino dello sviluppo.\n\nIn questo senso si può giustamente parlare di lotta contro un sistema economico, inteso come metodo che assicura l'assoluta prevalenza del capitale, del possesso degli strumenti di produzione e della terra rispetto alla libera soggettività del lavoro dell'uomo.73 A questa lotta contro un tale sistema non si pone, come modello alternativo, il sistema socialista, che di fatto risulta essere un capitalismo di stato, ma una società del lavoro libero, dell'impresa e della partecipazione. Essa non si oppone al mercato, ma chiede che sia opportunamente controllato dalle forze sociali e dallo Stato, in modo da garantire la soddisfazione delle esigenze fondamentali di tutta la società.\n\nLa Chiesa riconosce la giusta funzione del profitto, come indicatore del buon andamento dell'azienda: quando un'azienda produce profitto, ciò significa che i fattori produttivi sono stati adeguatamente impiegati ed i corrispettivi bisogni umani debitamente soddisfatti. Tuttavia, il profitto non è l'unico indice delle condizioni dell'azienda. È possibile che i conti economici siano in ordine ed insieme che gli uomini, che costituiscono il patrimonio più prezioso dell'azienda, siano umiliati e offesi nella loro dignità. Oltre ad essere moralmente inammissibile, ciò non può non avere in prospettiva riflessi negativi anche per l'efficienza economica dell'azienda. Scopo dell'impresa, infatti, non è semplicemente la produzione del profitto, bensì l'esistenza stessa dell'impresa come comunità di uomini che, in diverso modo, perseguono il soddisfacimento dei loro fondamentali bisogni e costituiscono un particolare gruppo al servizio dell'intera società. Il profitto è un regolatore della vita dell'azienda, ma non è l'unico; ad esso va aggiunta la considerazione di altri fattori umani e morali che, a lungo periodo, sono almeno egualmente essenziali per la vita dell'impresa.\n\nSi è visto come è inaccettabile l'affermazione che la sconfitta del cosiddetto «socialismo reale» lasci il capitalismo come unico modello di organizzazione economica. Occorre rompere le barriere e i monopoli che lasciano tanti popoli ai margini dello sviluppo, assicurare a tutti — individui e Nazioni — le condizioni di base, che consentano di partecipare allo sviluppo. Tale obiettivo richiede sforzi programmati e responsabili da parte di tutta la comunità internazionale. Occorre che le Nazioni più forti sappiano offrire a quelle più deboli occasioni di inserimento nella vita internazionale, e che quelle più deboli sappiano cogliere tali occasioni, facendo gli sforzi e i sacrifici necessari, assicurando la stabilità del quadro politico ed economico, la certezza di prospettive per il futuro, la crescita delle capacità dei propri lavoratori, la formazione di imprenditori efficienti e consapevoli delle loro responsabilità.74\n\nAl presente sugli sforzi positivi che sono compiuti in proposito grava il problema, in gran parte ancora irrisolto, del debito estero dei Paesi più poveri. È certamente giusto il principio che i debiti debbano essere pagati; non è lecito, però, chiedere o pretendere un pagamento, quando questo verrebbe ad imporre di fatto scelte politiche tali da spingere alla fame e alla disperazione intere popolazioni. Non si può pretendere che i debiti contratti siano pagati con insopportabili sacrifici. In questi casi è necessario — come, del resto, sta in parte avvenendo — trovare modalità di alleggerimento, di dilazione o anche di estinzione del debito, compatibili col fondamentale diritto dei popoli alla sussistenza ed al progresso.\n\n36. Conviene ora rivolgere l'attenzione agli specifici problemi ed alle minacce, che insorgono all'interno delle economie più avanzate e sono connesse con le loro peculiari caratteristiche. Nelle precedenti fasi dello sviluppo, l'uomo è sempre vissuto sotto il peso della necessità: i suoi bisogni erano pochi, fissati in qualche modo già nelle strutture oggettive della sua costituzione corporea, e l'attività economica era orientata a soddisfarli. È chiaro che oggi il problema non è solo di offrirgli una quantità di beni sufficienti, ma è quello di rispondere ad una domanda di qualità: qualità delle merci da produrre e da consumare; qualità dei servizi di cui usufruire; qualità dell'ambiente e della vita in generale.\n\nLa domanda di un'esistenza qualitativamente più soddisfacente e più ricca è in sé cosa legittima; ma non si possono non sottolineare le nuove responsabilità ed i pericoli connessi con questa fase storica. Nel modo in cui insorgono e sono definiti i nuovi bisogni, è sempre operante una concezione più o meno adeguata dell'uomo e del suo vero bene: attraverso le scelte di produzione e di consumo si manifesta una determinata cultura, come concezione globale della vita. È qui che sorge il fenomeno del consumismo. Individuando nuovi bisogni e nuove modalità per il loro soddisfacimento, è necessario lasciarsi guidare da un'immagine integrale dell'uomo, che rispetti tutte le dimensioni del suo essere e subordini quelle materiali e istintive a quelle interiori e spirituali. Al contrario, rivolgendosi direttamente ai suoi istinti e prescindendo in diverso modo dalla sua realtà personale cosciente e libera, si possono creare abitudini di consumo e stili di vita oggettivamente illeciti e spesso dannosi per la sua salute fisica e spirituale. Il sistema economico non possiede al suo interno criteri che consentano di distinguere correttamente le forme nuove e più elevate di soddisfacimento dei bisogni umani dai nuovi bisogni indotti, che ostacolano la formazione di una matura personalità. È, perciò, necessaria ed urgente una grande opera educativa e culturale, la quale comprenda l'educazione dei consumatori ad un uso responsabile del loro potere di scelta, la formazione di un alto senso di responsabilità nei produttori e, soprattutto, nei professionisti delle comunicazioni di massa, oltre che il necessario intervento delle pubbliche Autorità.\n\nUn esempio vistoso di consumo artificiale, contrario alla salute e alla dignità dell'uomo e certo non facile a controllare, è quello della droga. La sua diffusione è indice di una grave disfunzione del sistema sociale e sottintende anch'essa una «lettura» materialistica e, in un certo senso, distruttiva dei bisogni umani. Così la capacità innovativa dell'economia libera finisce con l'attuarsi in modo unilaterale ed inadeguato. La droga come anche la pornografia ed altre forme di consumismo, sfruttando la fragilità dei deboli, tentano di riempire il vuoto spirituale che si è venuto a creare.\n\nNon è male desiderare di viver meglio, ma è sbagliato lo stile di vita che si presume esser migliore, quando è orientato all'avere e non all'essere e vuole avere di più non per essere di più, ma per consumare l'esistenza in un godimento fine a se stesso.75 È necessario, perciò, adoperarsi per costruire stili di vita, nei quali la ricerca del vero, del bello e del buono e la comunione con gli altri uomini per una crescita comune siano gli elementi che determinano le scelte dei consumi, dei risparmi e degli investimenti. In proposito, non posso ricordare solo il dovere della carità, cioè il dovere di sovvenire col proprio «superfluo» e, talvolta, anche col proprio «necessario» per dare ciò che è indispensabile alla vita del povero. Alludo al fatto che anche la scelta di investire in un luogo piuttosto che in un altro, in un settore produttivo piuttosto che in un altro, è sempre una scelta morale e culturale. Poste certe condizioni economiche e di stabilità politica assolutamente imprescindibili, la decisione di investire, cioè di offrire ad un popolo l'occasione di valorizzare il proprio lavoro, è anche determinata da un atteggiamento di simpatia e dalla fiducia nella Provvidenza, che rivelano la qualità umana di colui che decide.\n\n37. Del pari preoccupante, accanto al problema del consumismo e con esso strettamente connessa, è la questione ecologica. L'uomo, preso dal desiderio di avere e di godere, più che di essere e di crescere, consuma in maniera eccessiva e disordinata le risorse della terra e la sua stessa vita. Alla radice dell'insensata distruzione dell'ambiente naturale c'è un errore antropologico, purtroppo diffuso nel nostro tempo. L'uomo, che scopre la sua capacità di trasformare e, in un certo senso, di creare il mondo col proprio lavoro, dimentica che questo si svolge sempre sulla base della prima originaria donazione delle cose da parte di Dio. Egli pensa di poter disporre arbitrariamente della terra, assoggettandola senza riserve alla sua volontà, come se essa non avesse una propria forma ed una destinazione anteriore datale da Dio, che l'uomo può, sì, sviluppare, ma non deve tradire. Invece di svolgere il suo ruolo di collaboratore di Dio nell'opera della creazione, l'uomo si sostituisce a Dio e così finisce col provocare la ribellione della natura, piuttosto tiranneggiata che governata da lui.76\n\nSi avverte in ciò, prima di tutto, una povertà o meschinità dello sguardo dell'uomo, animato dal desiderio di possedere le cose anziché di riferirle alla verità, e privo di quell'atteggiamento disinteressato, gratuito, estetico che nasce dallo stupore per l'essere e per la bellezza, il quale fa leggere nelle cose visibili il messaggio del Dio invisibile che le ha create. Al riguardo, l'umanità di oggi deve essere conscia dei suoi doveri e compiti verso le generazioni future.\n\n38. Oltre all'irrazionale distruzione dell'ambiente naturale è qui da ricordare quella, ancor più grave, dell'ambiente umano, a cui peraltro si è lontani dal prestare la necessaria attenzione. Mentre ci si preoccupa giustamente, anche se molto meno del necessario, di preservare gli «habitat» naturali delle diverse specie animali minacciate di estinzione, perché ci si rende conto che ciascuna di esse apporta un particolare contributo all'equilibrio generale della terra, ci si impegna troppo poco per salvaguardare le condizioni morali di un'autentica «ecologia umana». Non solo la terra è stata data da Dio all'uomo, che deve usarla rispettando l'intenzione originaria di bene, secondo la quale gli è stata donata; ma l'uomo è donato a se stesso da Dio e deve, perciò, rispettare la struttura naturale e morale, di cui è stato dotato. Sono da menzionare, in questo contesto, i gravi problemi della moderna urbanizzazione, la necessità di un urbanesimo preoccupato della vita delle persone, come anche la debita attenzione ad un'«ecologia sociale» del lavoro.\n\nL'uomo riceve da Dio la sua essenziale dignità e con essa la capacità di trascendere ogni ordinamento della società verso la verità ed il bene. Egli, tuttavia, è anche condizionato dalla struttura sociale in cui vive, dall'educazione ricevuta e dall'ambiente. Questi elementi possono facilitare oppure ostacolare il suo vivere secondo verità. Le decisioni, grazie alle quali si costituisce un ambiente umano, possono creare specifiche strutture di peccato, impedendo la piena realizzazione di coloro che da esse sono variamente oppressi. Demolire tali strutture e sostituirle con più autentiche forme di convivenza è un compito che esige coraggio e pazienza.77\n\n39. La prima e fondamentale struttura a favore dell'«ecologia umana» è la famiglia, in seno alla quale l'uomo riceve le prime e determinanti nozioni intorno alla verità ed al bene, apprende che cosa vuol dire amare ed essere amati e, quindi, che cosa vuol dire in concreto essere una persona. Si intende qui la famiglia fondata sul matrimonio, in cui il dono reciproco di sé da parte dell'uomo e della donna crea un ambiente di vita nel quale il bambino può nascere e sviluppare le sue potenzialità, diventare consapevole della sua dignità e prepararsi ad affrontare il suo unico ed irripetibile destino. Spesso accade, invece, che l'uomo è scoraggiato dal realizzare le condizioni autentiche della riproduzione umana, ed è indotto a considerare se stesso e la propria vita come un insieme di sensazioni da sperimentare anziché come un'opera da compiere. Di qui nasce una mancanza di libertà che fa rinunciare all'impegno di legarsi stabilmente con un'altra persona e di generare dei figli, oppure induce a considerare costoro come una delle tante «cose» che è possibile avere o non avere, secondo i propri gusti, e che entrano in concorrenza con altre possibilità.\n\nOccorre tornare a considerare la famiglia come il santuario della vita. Essa, infatti, è sacra: è il luogo in cui la vita, dono di Dio, può essere adeguatamente accolta e protetta contro i molteplici attacchi a cui è esposta, e può svilupparsi secondo le esigenze di un'autentica crescita umana. Contro la cosiddetta cultura della morte, la famiglia costituisce la sede della cultura della vita.\n\nL'ingegno dell'uomo sembra orientarsi, in questo campo, più a limitare, sopprimere o annullare le fonti della vita ricorrendo perfino all'aborto, purtroppo così diffuso nel mondo, che a difendere e ad aprire le possibilità della vita stessa. Nell'Enciclica Sollicitudo rei socialis sono state denunciate le campagne sistematiche contro la natalità, che, in base ad una concezione distorta del problema demografico e in un clima di «assoluta mancanza di rispetto per la libertà di decisione delle persone interessate», le sottopongono non di rado «a intolleranti pressioni ... per piegarle a questa forma nuova di oppressione».78 Si tratta di politiche che con nuove tecniche estendono il loro raggio di azione fino ad arrivare, come in una «guerra chimica», ad avvelenare la vita di milioni di esseri umani indifesi.\n\nQueste critiche sono rivolte non tanto contro un sistema economico, quanto contro un sistema etico-culturale. L'economia, infatti, è solo un aspetto ed una dimensione della complessa attività umana. Se essa è assolutizzata, se la produzione ed il consumo delle merci finiscono con l'occupare il centro della vita sociale e diventano l'unico valore della società, non subordinato ad alcun altro, la causa va ricercata non solo e non tanto nel sistema economico stesso, quanto nel fatto che l'intero sistema socio-culturale, ignorando la dimensione etica e religiosa, si è indebolito e ormai si limita solo alla produzione dei beni e dei servizi.79\n\nTutto ciò si può riassumere affermando ancora una volta che la libertà economica è soltanto un elemento della libertà umana. Quando quella si rende autonoma, quando cioè l'uomo è visto più come un produttore o un consumatore di beni che come un soggetto che produce e consuma per vivere, allora perde la sua necessaria relazione con la persona umana e finisce con l'alienarla ed opprimerla.80\n\n40. È compito dello Stato provvedere alla difesa e alla tutela di quei beni collettivi, come l'ambiente naturale e l'ambiente umano, la cui salvaguardia non può essere assicurata dai semplici meccanismi di mercato. Come ai tempi del vecchio capitalismo lo Stato aveva il dovere di difendere i diritti fondamentali del lavoro, così ora col nuovo capitalismo esso e l'intera società hanno il dovere di difendere i beni collettivi che, tra l'altro, costituiscono la cornice al cui interno soltanto è possibile per ciascuno conseguire legittimamente i suoi fini individuali.\n\nSi ritrova qui un nuovo limite del mercato: ci sono bisogni collettivi e qualitativi che non possono essere soddisfatti mediante i suoi meccanismi; ci sono esigenze umane importanti che sfuggono alla sua logica; ci sono dei beni che, in base alla loro natura, non si possono e non si debbono vendere e comprare. Certo, i meccanismi di mercato offrono sicuri vantaggi: aiutano, tra l'altro, ad utilizzare meglio le risorse; favoriscono lo scambio dei prodotti e, soprattutto, pongono al centro la volontà e le preferenze della persona che nel contratto si incontrano con quelle di un'altra persona. Tuttavia, essi comportano il rischio di un'«idolatria» del mercato, che ignora l'esistenza dei beni che, per loro natura, non sono né possono essere semplici merci.\n\n41. Il marxismo ha criticato le società borghesi capitalistiche, rimproverando loro la mercificazione e l'alienazione dell'esistenza umana. Certamente, questo rimprovero è basato su una concezione errata ed inadeguata dell'alienazione, che la fa derivare solo dalla sfera dei rapporti di produzione e di proprietà, cioè assegnandole un fondamento materialistico e, per di più, negando la legittimità e la positività delle relazioni di mercato anche nell'ambito che è loro proprio. Si finisce così con l'affermare che solo in una società di tipo collettivistico potrebbe essere eliminata l'alienazione. Ora, l'esperienza storica dei Paesi socialisti ha tristemente dimostrato che il collettivismo non sopprime l'alienazione, ma piuttosto l'accresce, aggiungendovi la penuria delle cose necessarie e l'inefficienza economica.\n\nL'esperienza storica dell'Occidente, da parte sua, dimostra che, se l'analisi e la fondazione marxista dell'alienazione sono false, tuttavia l'alienazione con la perdita del senso autentico dell'esistenza è un fatto reale anche nelle società occidentali. Essa si verifica nel consumo, quando l'uomo è implicato in una rete di false e superficiali soddisfazioni, anziché essere aiutato a fare l'autentica e concreta esperienza della sua personalità. Essa si verifica anche nel lavoro, quando è organizzato in modo tale da «massimizzare» soltanto i suoi frutti e proventi e non ci si preoccupa che il lavoratore, mediante il proprio lavoro, si realizzi di più o di meno come uomo, a seconda che cresca la sua partecipazione in un'autentica comunità solidale, oppure cresca il suo isolamento in un complesso di relazioni di esasperata competitività e di reciproca estraniazione, nel quale egli è considerato solo come un mezzo, e non come un fine.\n\nÈ necessario ricondurre il concetto di alienazione alla visione cristiana, ravvisando in esso l'inversione tra i mezzi e i fini: quando non riconosce il valore e la grandezza della persona in se stesso e nell'altro, l'uomo di fatto si priva della possibilità di fruire della propria umanità e di entrare in quella relazione di solidarietà e di comunione con gli altri uomini per cui Dio lo ha creato. È, infatti, mediante il libero dono di sé che l'uomo diventa autenticamente se stesso,81 e questo dono è reso possibile dall'essenziale «capacità di trascendenza» della persona umana. L'uomo non può donare se stesso ad un progetto solo umano della realtà, ad un ideale astratto o a false utopie. Egli, in quanto persona, può donare se stesso ad un'altra persona o ad altre persone e, infine, a Dio, che è l'autore del suo essere ed è l'unico che può pienamente accogliere il suo dono.82 È alienato l'uomo che rifiuta di trascendere se stesso e di vivere l'esperienza del dono di sé e della formazione di un'autentica comunità umana, orientata al suo destino ultimo che è Dio. È alienata la società che, nelle sue forme di organizzazione sociale, di produzione e di consumo, rende più difficile la realizzazione di questo dono ed il costituirsi di questa solidarietà interumana.\n\nNella società occidentale è stato superato lo sfruttamento, almeno nelle forme analizzate e descritte da Carlo Marx. Non è stata superata, invece, l'alienazione nelle varie forme di sfruttamento, quando gli uomini si strumentalizzano vicendevolmente e, nel soddisfacimento sempre più raffinato dei loro bisogni particolari e secondari, diventano sordi a quelli principali ed autentici, che devono regolare anche le modalità di soddisfacimento degli altri bisogni.83 L'uomo che si preoccupa solo o prevalentemente dell'avere e del godimento, non più capace di dominare i suoi istinti e le sue passioni e di subordinarle mediante l'obbedienza alla verità, non può essere libero: l'obbedienza alla verità su Dio e sull'uomo è la condizione prima della libertà, consentendogli di ordinare i propri bisogni, i propri desideri e le modalità del loro soddisfacimento secondo una giusta gerarchia, di modo che il possesso delle cose sia per lui un mezzo di crescita. Un ostacolo a tale crescita può venire dalla manipolazione operata da quei mezzi di comunicazione di massa che impongono, con la forza di una ben orchestrata insistenza, mode e movimenti di opinione, senza che sia possibile sottoporre a una disamina critica le premesse su cui essi si fondano.\n\n42. Ritornando ora alla domanda iniziale, si può forse dire che, dopo il fallimento del comunismo, il sistema sociale vincente sia il capitalismo, e che verso di esso vadano indirizzati gli sforzi dei Paesi che cercano di ricostruire la loro economia e la loro società? È forse questo il modello che bisogna proporre ai Paesi del Terzo Mondo, che cercano la via del vero progresso economico e civile?\n\nLa risposta è ovviamente complessa. Se con «capitalismo» si indica un sistema economico che riconosce il ruolo fondamentale e positivo dell'impresa, del mercato, della proprietà privata e della conseguente responsabilità per i mezzi di produzione, della libera creatività umana nel settore dell'economia, la risposta è certamente positiva, anche se forse sarebbe più appropriato parlare di «economia d'impresa», o di «economia di mercato», o semplicemente di «economia libera». Ma se con «capitalismo» si intende un sistema in cui la libertà nel settore dell'economia non è inquadrata in un solido contesto giuridico che la metta al servizio della libertà umana integrale e la consideri come una particolare dimensione di questa libertà, il cui centro è etico e religioso, allora la risposta è decisamente negativa.\n\nLa soluzione marxista è fallita, ma permangono nel mondo fenomeni di emarginazione e di sfruttamento, specialmente nel Terzo Mondo, nonché fenomeni di alienazione umana, specialmente nei Paesi più avanzati, contro i quali si leva con fermezza la voce della Chiesa. Tante moltitudini vivono tuttora in condizioni di grande miseria materiale e morale. Il crollo del sistema comunista in tanti Paesi elimina certo un ostacolo nell'affrontare in modo adeguato e realistico questi problemi, ma non basta a risolverli. C'è anzi il rischio che si diffonda un'ideologia radicale di tipo capitalistico, la quale rifiuta perfino di prenderli in considerazione, ritenendo a priori condannato all'insuccesso ogni tentativo di affrontarli, e ne affida fideisticamente la soluzione al libero sviluppo delle forze di mercato.\n\n43. La Chiesa non ha modelli da proporre. I modelli reali e veramente efficaci possono solo nascere nel quadro delle diverse situazioni storiche, grazie allo sforzo di tutti i responsabili che affrontino i problemi concreti in tutti i loro aspetti sociali, economici, politici e culturali che si intrecciano tra loro.84 A tale impegno la Chiesa offre, come indispensabile orientamento ideale, la propria dottrina sociale, che — come si è detto — riconosce la positività del mercato e dell'impresa, ma indica, nello stesso tempo, la necessità che questi siano orientati verso il bene comune. Essa riconosce anche la legittimità degli sforzi dei lavoratori per conseguire il pieno rispetto della loro dignità e spazi maggiori di partecipazione nella vita dell'azienda, di modo che, pur lavorando insieme con altri e sotto la direzione di altri, possano, in un certo senso, «lavorare in proprio»85 esercitando la loro intelligenza e libertà.\n\nL'integrale sviluppo della persona umana nel lavoro non contraddice, ma piuttosto favorisce la maggiore produttività ed efficacia del lavoro stesso, anche se ciò può indebolire assetti di potere consolidati. L'azienda non può esser considerata solo come una «società di capitali»; essa, al tempo stesso, è una «società di persone», di cui entrano a far parte in modo diverso e con specifiche responsabilità sia coloro che forniscono il capitale necessario per la sua attività, sia coloro che vi collaborano col loro lavoro. Per conseguire questi fini è ancora necessario un grande movimento associato dei lavoratori, il cui obiettivo è la liberazione e la promozione integrale della persona.\n\nAlla luce delle «cose nuove» di oggi è stato riletto il rapporto tra la proprietà individuale, o privata, e la destinazione universale dei beni. L'uomo realizza se stesso per mezzo della sua intelligenza e della sua libertà e, nel fare questo, assume come oggetto e come strumento le cose del mondo e di esse si appropria. In questo suo agire sta il fondamento del diritto all'iniziativa e alla proprietà individuale. Mediante il suo lavoro l'uomo s'impegna non solo per se stesso, ma anche per gli altri e con gli altri: ciascuno collabora al lavoro ed al bene altrui. L'uomo lavora per sovvenire ai bisogni della sua famiglia, della comunità di cui fa parte, della Nazione e, in definitiva, dell'umanità tutta.86 Egli, inoltre, collabora al lavoro degli altri, che operano nella stessa azienda, nonché al lavoro dei fornitori o al consumo dei clienti, in una catena di solidarietà che si estende progressivamente. La proprietà dei mezzi di produzione sia in campo industriale che agricolo è giusta e legittima, se serve ad un lavoro utile; diventa, invece, illegittima, quando non viene valorizzata o serve ad impedire il lavoro di altri, per ottenere un guadagno che non nasce dall'espansione globale del lavoro e della ricchezza sociale, ma piuttosto dalla loro compressione, dall'illecito sfruttamento, dalla speculazione e dalla rottura della solidarietà nel mondo del lavoro.87 Una tale proprietà non ha nessuna giustificazione e costituisce un abuso al cospetto di Dio e degli uomini.\n\nL'obbligo di guadagnare il pane col sudore della propria fronte suppone, al tempo stesso, un diritto. Una società in cui questo diritto sia sistematicamente negato, in cui le misure di politica economica non consentano ai lavoratori di raggiungere livelli soddisfacenti di occupazione, non può conseguire né la sua legittimazione etica né la pace sociale.88 Come la persona realizza pienamente se stessa nel libero dono di sé, così la proprietà si giustifica moralmente nel creare, nei modi e nei tempi dovuti, occasioni di lavoro e crescita umana per tutti.\n\nV - Stato e Cultura\n\n44. Leone XIII non ignorava che una sana teoria dello Stato è necessaria per assicurare il normale sviluppo delle attività umane: di quelle spirituali e di quelle materiali, che sono entrambe indispensabili.89 Per questo, in un passo della Rerum novarum egli presenta l'organizzazione della società secondo i tre poteri — legislativo, esecutivo e giudiziario —, e ciò in quel tempo costituiva una novità nell'insegnamento della Chiesa.90 Tale ordinamento riflette una visione realistica della natura sociale dell'uomo, la quale esige una legislazione adeguata a proteggere la libertà di tutti. A tal fine è preferibile che ogni potere sia bilanciato da altri poteri e da altre sfere di competenza, che lo mantengano nel suo giusto limite. È, questo, il principio dello «Stato di diritto», nel quale è sovrana la legge, e non la volontà arbitraria degli uomini.\n\nA questa concezione si è opposto nel tempo moderno il totalitarismo, il quale, nella forma marxista-leninista, ritiene che alcuni uomini, in virtù di una più profonda conoscenza delle leggi di sviluppo della società, o per una particolare collocazione di classe o per un contatto con le sorgenti più profonde della coscienza collettiva, sono esenti dall'errore e possono, quindi, arrogarsi l'esercizio di un potere assoluto. Va aggiunto che il totalitarismo nasce dalla negazione della verità in senso oggettivo: se non esiste una verità trascendente, obbedendo alla quale l'uomo acquista la sua piena identità, allora non esiste nessun principio sicuro che garantisca giusti rapporti tra gli uomini. Il loro interesse di classe, di gruppo, di Nazione li oppone inevitabilmente gli uni agli altri. Se non si riconosce la verità trascendente, allora trionfa la forza del potere, e ciascuno tende a utilizzare fino in fondo i mezzi di cui dispone per imporre il proprio interesse o la propria opinione, senza riguardo ai diritti dell'altro. Allora l'uomo viene rispettato solo nella misura in cui è possibile strumentalizzarlo per un'affermazione egoistica. La radice del moderno totalitarismo, dunque, è da individuare nella negazione della trascendente dignità della persona umana, immagine visibile del Dio invisibile e, proprio per questo, per sua natura stessa, soggetto di diritti che nessuno può violare: né l'individuo, né il gruppo, né la classe, né la Nazione o lo Stato. Non può farlo nemmeno la maggioranza di un corpo sociale, ponendosi contro la minoranza, emarginandola, opprimendola, sfruttandola o tentando di annientarla.91\n\n45. La cultura e la prassi del totalitarismo comportano anche la negazione della Chiesa. Lo Stato, oppure il partito, che ritiene di poter realizzare nella storia il bene assoluto e si erge al di sopra di tutti i valori, non può tollerare che sia affermato un criterio oggettivo del bene e del male oltre la volontà dei governanti, il quale, in determinate circostanze, può servire a giudicare il loro comportamento. Ciò spiega perché il totalitarismo cerca di distruggere la Chiesa o, almeno, di assoggettarla, facendola strumento del proprio apparato ideologico.92\n\nLo Stato totalitario, inoltre, tende ad assorbire in se stesso la Nazione, la società, la famiglia, le comunità religiose e le stesse persone. Difendendo la propria libertà, la Chiesa difende la persona, che deve obbedire a Dio piuttosto che agli uomini (cf At 5,29), la famiglia, le diverse organizzazioni sociali e le Nazioni, realtà tutte che godono di una propria sfera di autonomia e di sovranità.\n\n46. La Chiesa apprezza il sistema della democrazia, in quanto assicura la partecipazione dei cittadini alle scelte politiche e garantisce ai governati la possibilità sia di eleggere e controllare i propri governanti, sia di sostituirli in modo pacifico, ove ciò risulti opportuno.93 Essa, pertanto, non può favorire la formazione di gruppi dirigenti ristretti, i quali per interessi particolari o per fini ideologici usurpano il potere dello Stato.\n\nUn'autentica democrazia è possibile solo in uno Stato di diritto e sulla base di una retta concezione della persona umana. Essa esige che si verifichino le condizioni necessarie per la promozione sia delle singole persone mediante l'educazione e la formazione ai veri ideali, sia della «soggettività» della società mediante la creazione di strutture di partecipazione e di corresponsabilità. Oggi si tende ad affermare che l'agnosticismo ed il relativismo scettico sono la filosofia e l'atteggiamento fondamentale rispondenti alle forme politiche democratiche, e che quanti son convinti di conoscere la verità ed aderiscono con fermezza ad essa non sono affidabili dal punto di vista democratico, perché non accettano che la verità sia determinata dalla maggioranza o sia variabile a seconda dei diversi equilibri politici. A questo proposito, bisogna osservare che, se non esiste nessuna verità ultima la quale guida ed orienta l'azione politica, allora le idee e le convinzioni possono esser facilmente strumentalizzate per fini di potere. Una democrazia senza valori si converte facilmente in un totalitarismo aperto oppure subdolo, come dimostra la storia.\n\nNé la Chiesa chiude gli occhi davanti al pericolo del fanatismo, o fondamentalismo, di quanti, in nome di un'ideologia che si pretende scientifica o religiosa, ritengono di poter imporre agli altri uomini la loro concezione della verità e del bene. Non è di questo tipo la verità cristiana. Non essendo ideologica, la fede cristiana non presume di imprigionare in un rigido schema la cangiante realtà socio-politica e riconosce che la vita dell'uomo si realizza nella storia in condizioni diverse e non perfette. La Chiesa, pertanto, riaffermando costantemente la trascendente dignità della persona, ha come suo metodo il rispetto della libertà.94\n\nMa la libertà è pienamente valorizzata soltanto dall'accettazione della verità: in un mondo senza verità la libertà perde la sua consistenza, e l'uomo è esposto alla violenza delle passioni ed a condizionamenti aperti od occulti. Il cristiano vive la libertà (cf Gv 8,31-32) e la serve proponendo continuamente, secondo la natura missionaria della sua vocazione, la verità che ha conosciuto. Nel dialogo con gli altri uomini egli, attento ad ogni frammento di verità che incontri nell'esperienza di vita e nella cultura dei singoli e delle Nazioni, non rinuncerà ad affermare tutto ciò che gli hanno fatto conoscere la sua fede ed il corretto esercizio della ragione.95\n\n47. Dopo il crollo del totalitarismo comunista e di molti altri regimi totalitari e «di sicurezza nazionale», si assiste oggi al prevalere, non senza contrasti, dell'ideale democratico, unitamente ad una viva attenzione e preoccupazione per i diritti umani. Ma proprio per questo è necessario che i popoli che stanno riformando i loro ordinamenti diano alla democrazia un autentico e solido fondamento mediante l'esplicito riconoscimento di questi diritti.96 Tra i principali sono da ricordare: il diritto alla vita, di cui è parte integrante il diritto a crescere sotto il cuore della madre dopo essere stati generati; il diritto a vivere in una famiglia unita e in un ambiente morale, favorevole allo sviluppo della propria personalità; il diritto a maturare la propria intelligenza e la propria libertà nella ricerca e nella conoscenza della verità; il diritto a partecipare al lavoro per valorizzare i beni della terra ed a ricavare da esso il sostentamento proprio e dei propri cari; il diritto a fondare liberamente una famiglia ed a accogliere e educare i figli, esercitando responsabilmente la propria sessualità. Fonte e sintesi di questi diritti è, in un certo senso, la libertà religiosa, intesa come diritto a vivere nella verità della propria fede ed in conformità alla trascendente dignità della propria persona.97\n\nAnche nei Paesi dove vigono forme di governo democratico non sempre questi diritti sono del tutto rispettati. Né ci si riferisce soltanto allo scandalo dell'aborto, ma anche a diversi aspetti di una crisi dei sistemi democratici, che talvolta sembra abbiano smarrito la capacità di decidere secondo il bene comune. Le domande che si levano dalla società a volte non sono esaminate secondo criteri di giustizia e di moralità, ma piuttosto secondo la forza elettorale o finanziaria dei gruppi che le sostengono. Simili deviazioni del costume politico col tempo generano sfiducia ed apatia con la conseguente diminuzione della partecipazione politica e dello spirito civico in seno alla popolazione, che si sente danneggiata e delusa. Ne risulta la crescente incapacità di inquadrare gli interessi particolari in una coerente visione del bene comune. Questo, infatti, non è la semplice somma degli interessi particolari, ma implica la loro valutazione e composizione fatta in base ad un'equilibrata gerarchia di valori e, in ultima analisi, ad un'esatta comprensione della dignità e dei diritti della persona.98\n\nLa Chiesa rispetta la legittima autonomia dell'ordine democratico e non ha titolo per esprimere preferenze per l'una o l'altra soluzione istituzionale o costituzionale. Il contributo, che essa offre a tale ordine, è proprio quella visione della dignità della persona, la quale si manifesta in tutta la sua pienezza nel mistero del Verbo incarnato.99\n\n48. Queste considerazioni generali si riflettono anche sul ruolo dello Stato nel settore dell'economia. L'attività economica, in particolare quella dell'economia di mercato, non può svolgersi in un vuoto istituzionale, giuridico e politico. Essa suppone, al contrario, sicurezza circa le garanzie della libertà individuale e della proprietà, oltre che una moneta stabile e servizi pubblici efficienti. Il principale compito dello Stato, pertanto, è quello di garantire questa sicurezza, di modo che chi lavora e produce possa godere i frutti del proprio lavoro e, quindi, si senta stimolato a compierlo con efficienza e onestà. La mancanza di sicurezza, accompagnata dalla corruzione dei pubblici poteri e dalla diffusione di improprie fonti di arricchimento e di facili profitti, fondati su attività illegali o puramente speculative, è uno degli ostacoli principali per lo sviluppo e per l'ordine economico.\n\nAltro compito dello Stato è quello di sorvegliare e guidare l'esercizio dei diritti umani nel settore economico; ma in questo campo la prima responsabilità non è dello Stato, bensì dei singoli e dei diversi gruppi e associazioni in cui si articola la società. Non potrebbe lo Stato assicurare direttamente il diritto al lavoro di tutti i cittadini senza irreggimentare l'intera vita economica e mortificare la libera iniziativa dei singoli. Ciò, tuttavia, non significa che esso non abbia alcuna competenza in questo ambito, come hanno affermato i sostenitori di un'assenza di regole nella sfera economica. Lo Stato, anzi, ha il dovere di assecondare l'attività delle imprese, creando condizioni che assicurino occasioni di lavoro, stimolandola ove essa risulti insufficiente o sostenendola nei momenti di crisi.\n\nLo Stato, ancora, ha il diritto di intervenire quando situazioni particolari di monopolio creino remore o ostacoli per lo sviluppo. Ma, oltre a questi compiti di armonizzazione e di guida dello sviluppo, esso può svolgere funzioni di supplenza in situazioni eccezionali, quando settori sociali o sistemi di imprese, troppo deboli o in via di formazione, sono inadeguati al loro compito. Simili interventi di supplenza, giustificati da urgenti ragioni attinenti al bene comune, devono essere, per quanto possibile, limitati nel tempo, per non sottrarre stabilmente a detti settori e sistemi di imprese le competenze che sono loro proprie e per non dilatare eccessivamente l'ambito dell'intervento statale in modo pregiudizievole per la libertà sia economica che civile.\n\nSi è assistito negli ultimi anni ad un vasto ampliamento di tale sfera di intervento, che ha portato a costituire, in qualche modo, uno Stato di tipo nuovo: lo «Stato del benessere». Questi sviluppi si sono avuti in alcuni Stati per rispondere in modo più adeguato a molte necessità e bisogni, ponendo rimedio a forme di povertà e di privazione indegne della persona umana. Non sono, però, mancati eccessi ed abusi che hanno provocato, specialmente negli anni più recenti, dure critiche allo Stato del benessere, qualificato come «Stato assistenziale». Disfunzioni e difetti nello Stato assistenziale derivano da un'inadeguata comprensione dei compiti propri dello Stato. Anche in questo ambito deve essere rispettato il principio di sussidiarietà: una società di ordine superiore non deve interferire nella vita interna di una società di ordine inferiore, privandola delle sue competenze, ma deve piuttosto sostenerla in caso di necessità ed aiutarla a coordinare la sua azione con quella delle altre componenti sociali, in vista del bene comune.100\n\nIntervenendo direttamente e deresponsabilizzando la società, lo Stato assistenziale provoca la perdita di energie umane e l'aumento esagerato degli apparati pubblici, dominati da logiche burocratiche più che dalla preoccupazione di servire gli utenti, con enorme crescita delle spese. Sembra, infatti, che conosce meglio il bisogno e riesce meglio a soddisfarlo chi è ad esso più vicino e si fa prossimo al bisognoso. Si aggiunga che spesso un certo tipo di bisogni richiede una risposta che non sia solo materiale, ma che ne sappia cogliere la domanda umana più profonda. Si pensi anche alla condizione dei profughi, degli immigrati, degli anziani o dei malati ed a tutte le svariate forme che richiedono assistenza, come nel caso dei tossico-dipendenti: persone tutte che possono essere efficacemente aiutate solo da chi offre loro, oltre alle necessarie cure, un sostegno sinceramente fraterno.\n\n49. In questo campo la Chiesa, fedele al mandato di Cristo, suo Fondatore, è da sempre presente con le sue opere, per offrire all'uomo bisognoso un sostegno materiale che non lo umili e non lo riduca ad esser solo oggetto di assistenza, ma lo aiuti a uscire dalla precaria sua condizione, promovendone la dignità di persona. Con viva gratitudine a Dio bisogna segnalare che la carità operosa non si è mai spenta nella Chiesa ed anzi registra oggi un multiforme e confortante incremento. Al riguardo, merita speciale menzione il fenomeno del volontariato, che la Chiesa favorisce e promuove sollecitando tutti a collaborare per sostenerlo e incoraggiarlo nelle sue iniziative.\n\nPer superare la mentalità individualista, oggi diffusa, si richiede un concreto impegno di solidarietà e di carità, il quale inizia all'interno della famiglia col mutuo sostegno degli sposi e, poi, con la cura che le generazioni si prendono l'una dell'altra. In tal modo la famiglia si qualifica come comunità di lavoro e di solidarietà. Accade, però, che quando la famiglia decide di corrispondere pienamente alla propria vocazione, si può trovare priva dell'appoggio necessario da parte dello Stato e non dispone di risorse sufficienti. È urgente promuovere non solo politiche per la famiglia, ma anche politiche sociali, che abbiano come principale obiettivo la famiglia stessa, aiutandola, mediante l'assegnazione di adeguate risorse e di efficienti strumenti di sostegno, sia nell'educazione dei figli sia nella cura degli anziani, evitando il loro allontanamento dal nucleo familiare e rinsaldando i rapporti tra le generazioni.101\n\nOltre alla famiglia, svolgono funzioni primarie ed attivano specifiche reti di solidarietà anche altre società intermedie. Queste, infatti, maturano come reali comunità di persone ed innervano il tessuto sociale, impedendo che scada nell'anonimato ed in un'impersonale massificazione, purtroppo frequente nella moderna società. È nel molteplice intersecarsi dei rapporti che vive la persona e cresce la «soggettività della società». L'individuo oggi è spesso soffocato tra i due poli dello Stato e del mercato. Sembra, infatti, talvolta che egli esista soltanto come produttore e consumatore di merci, oppure come oggetto dell'amministrazione dello Stato, mentre si dimentica che la convivenza tra gli uomini non è finalizzata né al mercato né allo Stato, poiché possiede in se stessa un singolare valore che Stato e mercato devono servire. L'uomo è, prima di tutto, un essere che cerca la verità e si sforza di viverla e di approfondirla in un dialogo che coinvolge le generazioni passate e future.102\n\n50. Da tale ricerca aperta della verità, che si rinnova ad ogni generazione, si caratterizza la cultura della Nazione. In effetti, il patrimonio dei valori tramandati ed acquisiti è sempre sottoposto dai giovani a contestazione. Contestare, peraltro, non vuol dire necessariamente distruggere o rifiutare in modo aprioristico, ma vuol significare soprattutto mettere alla prova nella propria vita e, con tale verifica esistenziale, rendere quei valori più vivi, attuali e personali, discernendo ciò che nella tradizione è valido da falsità ed errori o da forme invecchiate, che possono esser sostituite da altre più adeguate ai tempi.\n\nIn questo contesto, conviene ricordare che anche l'evangelizzazione si inserisce nella cultura delle Nazioni, sostenendola nel suo cammino verso la verità ed aiutandola nel lavoro di purificazione e di arricchimento.103 Quando, però, una cultura si chiude in se stessa e cerca di perpetuare forme di vita invecchiate, rifiutando ogni scambio e confronto intorno alla verità dell'uomo, allora essa diventa sterile e si avvia a decadenza.\n\n51. Tutta l'attività umana ha luogo all'interno di una cultura e interagisce con essa. Per un'adeguata formazione di tale cultura si richiede il coinvolgimento di tutto l'uomo, il quale vi esplica la sua creatività, la sua intelligenza, la sua conoscenza del mondo e degli uomini. Egli, inoltre, vi investe la sua capacità di autodominio, di sacrificio personale, di solidarietà e di disponibilità per promuovere il bene comune. Per questo, il primo e più importante lavoro si compie nel cuore dell'uomo, ed il modo in cui questi si impegna a costruire il proprio futuro dipende dalla concezione che ha di se stesso e del suo destino. È a questo livello che si colloca il contributo specifico e decisivo della Chiesa in favore della vera cultura. Essa promuove le qualità dei comportamenti umani, che favoriscono la cultura della pace contro modelli che confondono l'uomo nella massa, disconoscono il ruolo della sua iniziativa e libertà e pongono la sua grandezza nelle arti del conflitto e della guerra. La Chiesa rende un tale servizio predicando la verità intorno alla creazione del mondo, che Dio ha posto nelle mani degli uomini perché lo rendano fecondo e più perfetto col loro lavoro, e predicando la verità intorno alla redenzione, per cui il Figlio di Dio ha salvato tutti gli uomini e, al tempo stesso, li ha uniti gli uni agli altri, rendendoli responsabili gli uni degli altri. La Sacra Scrittura ci parla continuamente di attivo impegno per il fratello e ci presenta l'esigenza di una corresponsabilità che deve abbracciare tutti gli uomini.\n\nQuesta esigenza non si ferma ai confini della propria famiglia, e neppure della Nazione o dello Stato, ma investe ordinatamente tutta l'umanità, sicché nessun uomo deve considerarsi estraneo o indifferente alla sorte di un altro membro della famiglia umana. Nessun uomo può affermare di non essere responsabile della sorte del proprio fratello (cf Gn 4,9; Lc 10,29-37; Mt 25,31-46)! L'attenta e premurosa sollecitudine verso il prossimo, nel momento stesso del bisogno, oggi facilitata anche dai nuovi mezzi di comunicazione che hanno reso gli uomini più vicini tra loro, è particolarmente importante in relazione alla ricerca degli strumenti di soluzione dei conflitti internazionali alternativi alla guerra. Non è difficile affermare che la potenza terrificante dei mezzi di distruzione, accessibili perfino alle medie e piccole potenze, e la sempre più stretta connessione, esistente tra i popoli di tutta la terra, rendono assai arduo o praticamente impossibile limitare le conseguenze di un conflitto.\n\n52. I pontefici Benedetto XV ed i suoi successori hanno lucidamente compreso questo pericolo,104 ed io stesso, in occasione della recente drammatica guerra nel Golfo Persico, ho ripetuto il grido: «Mai più la guerra!». No, mai più la guerra, che distrugge la vita degli innocenti, che insegna ad uccidere e sconvolge egualmente la vita degli uccisori, che lascia dietro di sé uno strascico di rancori e di odi, rendendo più difficile la giusta soluzione degli stessi problemi che l'hanno provocata! Come all'interno dei singoli Stati è giunto finalmente il tempo in cui il sistema della vendetta privata e della rappresaglia è stato sostituito dall'impero della legge, così è ora urgente che un simile progresso abbia luogo nella Comunità internazionale. Non bisogna, peraltro, dimenticare che alle radici della guerra ci sono in genere reali e gravi ragioni: ingiustizie subite, frustrazioni di legittime aspirazioni, miseria e sfruttamento di moltitudini umane disperate, le quali non vedono la reale possibilità di migliorare le loro condizioni con le vie della pace.\n\nPer questo, l'altro nome della pace è lo sviluppo.105 Come esiste la responsabilità collettiva di evitare la guerra, così esiste la responsabilità collettiva di promuovere lo sviluppo. Come a livello interno è possibile e doveroso costruire un'economia sociale che orienti il funzionamento del mercato verso il bene comune, allo stesso modo è necessario che ci siano interventi adeguati anche a livello internazionale. Perciò, bisogna fare un grande sforzo di reciproca comprensione, di conoscenza e di sensibilizzazione delle coscienze. È questa l'auspicata cultura che fa crescere la fiducia nelle potenzialità umane del povero e, quindi, nella sua capacità di migliorare la propria condizione mediante il lavoro, o di dare un positivo contributo al benessere economico. Per far questo, però, il povero — individuo o Nazione — ha bisogno che gli siano offerte condizioni realisticamente accessibili. Creare tali occasioni è il compito di una concertazione mondiale per lo sviluppo, che implica anche il sacrificio delle posizioni di rendita e di potere, di cui le economie più sviluppate si avvantaggiano.106\n\nCiò può comportare importanti cambiamenti negli stili di vita consolidati, al fine di limitare lo spreco delle risorse ambientali ed umane, permettendo così a tutti i popoli ed uomini della terra di averne in misura sufficiente. A ciò si deve aggiungere la valorizzazione dei nuovi beni materiali e spirituali, frutto del lavoro e della cultura dei popoli oggi emarginati, ottenendo così il complessivo arricchimento umano della famiglia delle Nazioni.\n\nVI - L'uomo è la via della Chiesa\n\n53. Di fronte alla miseria del proletariato Leone XIII diceva: «Affrontiamo con fiducia questo argomento e con pieno nostro diritto ... Ci parrebbe di mancare al nostro ufficio se tacessimo».107 Negli ultimi cento anni la Chiesa ha ripetutamente manifestato il suo pensiero, seguendo da vicino la continua evoluzione della questione sociale, e non ha certo fatto questo per recuperare privilegi del passato o per imporre una sua concezione. Suo unico scopo è stata la cura e responsabilità per l'uomo, a lei affidato da Cristo stesso, per questo uomo che, come il Concilio Vaticano II ricorda, è la sola creatura che Dio abbia voluto per se stessa e per cui Dio ha il suo progetto, cioè la partecipazione all'eterna salvezza. Non si tratta dell'uomo «astratto», ma dell'uomo reale, «concreto» e «storico»: si tratta di ciascun uomo, perché ciascuno è stato compreso nel mistero della redenzione e con ciascuno Cristo si è unito per sempre attraverso questo mistero.108 Ne consegue che la Chiesa non può abbandonare l'uomo, e che «questo uomo è la prima via che la Chiesa deve percorrere nel compimento della sua missione ..., la via tracciata da Cristo stesso, via che immutabilmente passa attraverso il mistero dell'incarnazione e della redenzione».109\n\nÈ, questa, solo questa l'ispirazione che presiede alla dottrina sociale della Chiesa. Se essa l'ha a mano a mano elaborata in forma sistematica, soprattutto a partire dalla data che commemoriamo, è perché tutta la ricchezza dottrinale della Chiesa ha come orizzonte l'uomo nella sua concreta realtà di peccatore e di giusto.\n\n54. La dottrina sociale oggi specialmente mira all'uomo, in quanto inserito nella complessa rete di relazioni delle società moderne. Le scienze umane e la filosofia sono di aiuto per interpretare la centralità dell'uomo dentro la società e per metterlo in grado di capir meglio se stesso, in quanto «essere sociale». Soltanto la fede, però, gli rivela pienamente la sua identità vera, e proprio da essa prende avvio la dottrina sociale della Chiesa, la quale, valendosi di tutti gli apporti delle scienze e della filosofia, si propone di assistere l'uomo nel cammino della salvezza.\n\nL'Enciclica Rerum novarum può essere letta come un importante apporto all'analisi socio-economica della fine del secolo XIX, ma il suo particolare valore le deriva dall'essere un Documento del Magistero, che ben si inserisce nella missione evangelizzatrice della Chiesa insieme con molti altri Documenti di questa natura. Da ciò si evince che la dottrina sociale ha di per sé il valore di uno strumento di evangelizzazione: in quanto tale, annuncia Dio ed il mistero di salvezza in Cristo ad ogni uomo e, per la medesima ragione, rivela l'uomo a se stesso. In questa luce, e solo in questa luce, si occupa del resto: dei diritti umani di ciascuno e, in particolare, del «proletariato», della famiglia e dell'educazione, dei doveri dello Stato, dell'ordinamento della società nazionale e internazionale, della vita economica, della cultura, della guerra e della pace, del rispetto alla vita dal momento del concepimento fino alla morte.\n\n55. La Chiesa riceve il «senso dell'uomo» dalla divina Rivelazione. «Per conoscere l'uomo, l'uomo vero, l'uomo integrale, bisogna conoscere Dio», diceva Paolo VI, e subito dopo citava santa Caterina da Siena, che esprimeva in preghiera lo stesso concetto: «Nella tua natura, Deità eterna, conoscerò la natura mia».110\n\nPertanto, l'antropologia cristiana è in realtà un capitolo della teologia e, per la stessa ragione, la dottrina sociale della Chiesa, preoccupandosi dell'uomo, interessandosi a lui e al suo modo di comportarsi nel mondo, «appartiene ... al campo della teologia e, specialmente, della teologia morale».111 La dimensione teologica risulta necessaria sia per interpretare che per risolvere gli attuali problemi della convivenza umana. Il che vale — conviene rilevarlo — tanto nei confronti della soluzione «atea», che priva l'uomo di una delle sue componenti fondamentali, quella spirituale, quanto nei confronti delle soluzioni permissive e consumistiche, le quali con vari pretesti mirano a convincerlo della sua indipendenza da ogni legge e da Dio, chiudendolo in un egoismo che finisce per nuocere a lui stesso ed agli altri.\n\nQuando annuncia all'uomo la salvezza di Dio, quando gli offre e comunica la vita divina mediante i sacramenti, quando orienta la sua vita con i comandamenti dell'amore di Dio e del prossimo, la Chiesa contribuisce all'arricchimento della dignità dell'uomo. Ma essa, come non può mai abbandonare questa sua missione religiosa e trascendente in favore dell'uomo, così si rende conto che la sua opera incontra oggi particolari difficoltà ed ostacoli. Ecco perché si impegna sempre con nuove forze e con nuovi metodi all'evangelizzazione che promuove tutto l'uomo. Anche alla vigilia del terzo Millennio, essa rimane «il segno e la salvaguardia del carattere trascendente della persona umana»,112 come ha sempre cercato di fare sin dall'inizio della sua esistenza, camminando insieme con l'uomo lungo tutta la storia. L'Enciclica Rerum novarum ne è un'espressione significativa.\n\n56. Nel centesimo anniversario di quest' Enciclica, desidero ringraziare tutti coloro che si sono impegnati a studiare, approfondire e divulgare la dottrina sociale cristiana. A questo fine è indispensabile la collaborazione delle Chiese locali, ed io auguro che la ricorrenza sia motivo di un rinnovato slancio per il suo studio, diffusione ed applicazione nei molteplici ambiti.\n\nDesidero, in particolare, che essa sia fatta conoscere e sia attuata nei diversi Paesi dove, dopo il crollo del socialismo reale, si manifesta un grave disorientamento nell'opera di ricostruzione. A loro volta, i Paesi occidentali corrono il pericolo di vedere in questo cedimento la vittoria unilaterale del proprio sistema economico, e non si preoccupano, perciò, di apportare ad esso le dovute correzioni. I Paesi del Terzo Mondo, poi, si trovano più che mai nella drammatica situazione del sottosviluppo, che ogni giorno si aggrava.\n\nLeone XIII, dopo aver formulato i principi e gli orientamenti per la soluzione della questione operaia, scrisse una parola decisiva: «Ciascuno faccia la parte che gli spetta e non indugi, perché il ritardo potrebbe render più difficile la cura di un male già tanto grave», aggiungendo anche: «Quanto alla Chiesa, essa non lascerà mai mancare in nessun modo l'opera sua».113\n\n57 Per la Chiesa il messaggio sociale del Vangelo non deve esser considerato una teoria, ma prima di tutto un fondamento e una motivazione per l'azione. Spinti da questo messaggio, alcuni dei primi cristiani distribuivano i loro beni ai poveri, testimoniando che, nonostante le diverse provenienze sociali, era possibile una convivenza pacifica e solidale. Con la forza del Vangelo, nel corso dei secoli, i monaci coltivarono le terre, i religiosi e le religiose fondarono ospedali e asili per i poveri, le confraternite, come pure uomini e donne di tutte le condizioni, si impegnarono in favore dei bisognosi e degli emarginati, essendo convinti che le parole di Cristo: «Ogni volta che farete queste cose a uno dei miei fratelli più piccoli, l'avete fatto a me» (Mt 25,40), non dovevano rimanere un pio desiderio, ma diventare un concreto impegno di vita.\n\nOggi più che mai la Chiesa è cosciente che il suo messaggio sociale troverà credibilità nella testimonianza delle opere, prima che nella sua coerenza e logica interna. Anche da questa consapevolezza deriva la sua opzione preferenziale per i poveri, la quale non è mai esclusiva né discriminante verso altri gruppi. Si tratta, infatti, di opzione che non vale soltanto per la povertà materiale, essendo noto che, specialmente nella società moderna, si trovano molte forme di povertà non solo economica, ma anche culturale e religiosa. L'amore della Chiesa per i poveri, che è determinante ed appartiene alla sua costante tradizione, la spinge a rivolgersi al mondo nel quale, nonostante il progresso tecnico-economico, la povertà minaccia di assumere forme gigantesche. Nei Paesi occidentali c'è la povertà multiforme dei gruppi emarginati, degli anziani e malati, delle vittime del consumismo e, più ancora, quella dei tanti profughi ed emigrati; nei Paesi in via di sviluppo si profilano all'orizzonte crisi drammatiche, se non si prenderanno in tempo misure internazionalmente coordinate.\n\n58. L'amore per l'uomo e, in primo luogo, per il povero, nel quale la Chiesa vede Cristo, si fa concreto nella promozione della giustizia. Questa non potrà mai essere pienamente realizzata, se gli uomini non riconosceranno nel bisognoso, che chiede un sostegno per la sua vita, non un importuno o un fardello, ma l'occasione di bene in sé, la possibilità di una ricchezza più grande. Solo questa consapevolezza infonderà il coraggio per affrontare il rischio ed il cambiamento impliciti in ogni autentico tentativo di venire in soccorso dell'altro uomo. Non si tratta, infatti, solo di dare il superfluo, ma di aiutare interi popoli, che ne sono esclusi o emarginati, ad entrare nel circolo dello sviluppo economico ed umano. Ciò sarà possibile non solo attingendo al superfluo, che il nostro mondo produce in abbondanza, ma soprattutto cambiando gli stili di vita, i modelli di produzione e di consumo, le strutture consolidate di potere che oggi reggono le società. Né si tratta di distruggere strumenti di organizzazione sociale che han dato buona prova di sé, ma di orientarli secondo un'adeguata concezione del bene comune in riferimento all'intera famiglia umana. Oggi è in atto la cosiddetta «mondializzazione dell'economia», fenomeno, questo, che non va deprecato, perché può creare straordinarie occasioni di maggior benessere. Sempre più sentito, però, è il bisogno che a questa crescente internazionalizzazione dell'economia corrispondano validi Organi internazionali di controllo e di guida, che indirizzino l'economia stessa al bene comune, cosa che ormai un singolo Stato, fosse anche il più potente della terra, non è in grado di fare. Per poter conseguire un tale risultato, occorre che cresca la concertazione tra i grandi Paesi e che negli Organismi internazionali siano equamente rappresentati gli interessi della grande famiglia umana. Occorre anche che essi, nel valutare le conseguenze delle loro decisioni, tengano sempre adeguato conto di quei popoli e Paesi che hanno scarso peso sul mercato internazionale, ma concentrano i bisogni più vivi e dolenti e necessitano di maggior sostegno per il loro sviluppo. Indubbiamente, in questo campo rimane molto da fare.\n\n59. Perché, dunque, si attui la giustizia ed abbiano successo i tentativi degli uomini per realizzarla, è necessario il dono della grazia, che viene da Dio. Per mezzo di essa, in collaborazione con la libertà degli uomini, si ottiene quella misteriosa presenza di Dio nella storia che è la Provvidenza.\n\nL'esperienza di novità vissuta nella sequela di Cristo esige di esser comunicata agli altri uomini nella concretezza delle loro difficoltà, lotte, problemi e sfide, perché siano illuminate e rese più umane dalla luce della fede. Questa, infatti, non aiuta soltanto a trovare le soluzioni, ma rende umanamente vivibili anche le situazioni di sofferenza, perché in esse l'uomo non si perda e non dimentichi la sua dignità e vocazione.\n\nLa dottrina sociale, inoltre, ha un'importante dimensione interdisciplinare. Per incarnare meglio in contesti sociali, economici e politici diversi e continuamente cangianti l'unica verità sull'uomo, tale dottrina entra in dialogo con le varie discipline che si occupano dell'uomo, ne integra in sé gli apporti e le aiuta ad aprirsi verso un orizzonte più ampio al servizio della singola persona, conosciuta ed amata nella pienezza della sua vocazione.\n\nAccanto alla dimensione interdisciplinare, poi, è da ricordare la dimensione pratica e, in un certo senso, sperimentale di questa dottrina. Essa si situa all'incrocio della vita e della coscienza cristiana con le situazioni del mondo e si manifesta negli sforzi che singoli, famiglie, operatori culturali e sociali, politici e uomini di Stato mettono in atto per darle forma e applicazione nella storia.\n\n60. Annunciando i principi per la soluzione della questione operaia, Leone XIII scriveva: «La soluzione di un problema così arduo richiede il concorso e l'efficace cooperazione anche di altri».114 Egli era convinto che i gravi problemi, causati dalla società industriale, potevano essere risolti soltanto mediante la collaborazione tra tutte le forze. Questa affermazione è diventata un elemento permanente della dottrina sociale della Chiesa, e ciò spiega, tra l'altro, perché Giovanni XXIII indirizzò la sua Enciclica sulla pace anche a «tutti gli uomini di buona volontà».\n\nPapa Leone, tuttavia, constatava con dolore che le ideologie del tempo, specialmente il liberalismo e il marxismo, rifiutavano questa collaborazione. Nel frattempo molte cose sono cambiate, specialmente negli anni più recenti. Il mondo odierno è sempre più consapevole che la soluzione dei gravi problemi nazionali e internazionali non è soltanto questione di produzione economica o di organizzazione giuridica o sociale, ma richiede precisi valori etico-religiosi, nonché cambiamento di mentalità, di comportamento e di strutture. La Chiesa si sente, in particolare, responsabile di offrire questo contributo, e — come ho scritto nell'Enciclica Sollicitudo rei socialis — c'è la fondata speranza che anche quel gruppo numeroso che non confessa una religione possa contribuire a dare il necessario fondamento etico alla questione sociale.115\n\nNello stesso Documento ho pure rivolto un appello alle Chiese cristiane e a tutte le grandi religioni del mondo, invitando ad offrire l'unanime testimonianza delle comuni convinzioni circa la dignità dell'uomo, creato da Dio.116 Sono persuaso, infatti, che le religioni oggi e domani avranno un ruolo preminente per la conservazione della pace e per la costruzione di una società degna dell'uomo.\n\nD'altra parte, la disponibilità al dialogo e alla collaborazione vale per tutti gli uomini di buona volontà e, in particolare, per le persone ed i gruppi che hanno una specifica responsabilità nel campo politico, economico e sociale, a livello sia nazionale che internazionale.\n\n61. All'inizio della società industriale, fu «il giogo quasi servile» che obbligò il mio predecessore a prendere la parola in difesa dell'uomo. A tale impegno nei cento anni trascorsi la Chiesa è rimasta fedele! Infatti, è intervenuta nel periodo turbolento della lotta di classe dopo la prima guerra mondiale, per difendere l'uomo dallo sfruttamento economico e dalla tirannia dei sistemi totalitari. Ha posto la dignità della persona al centro dei suoi messaggi sociali dopo la seconda guerra mondiale, insistendo sulla destinazione universale dei beni materiali, su un ordine sociale senza oppressione e fondato sullo spirito di collaborazione e di solidarietà. Ha poi ribadito costantemente che la persona e la società non hanno bisogno soltanto di questi beni, ma anche dei valori spirituali e religiosi. Inoltre, rendendosi conto sempre meglio che troppi uomini vivono non nel benessere del mondo occidentale, ma nella miseria dei Paesi in via di sviluppo, e subiscono una condizione che è ancora quella del «giogo quasi servile», essa ha sentito e sente l'obbligo di denunciare tale realtà con tutta chiarezza e franchezza, benché sappia che questo suo grido non sarà sempre accolto favorevolmente da tutti.\n\nA cento anni dalla pubblicazione della Rerum novarum la Chiesa si trova tuttora davanti a «cose nuove» e a nuove sfide. Perciò, il centenario deve confermare nell'impegno tutti gli uomini di buona volontà e, in particolare, i credenti.\n\n62. Questa mia Enciclica ha voluto guardare al passato, ma soprattutto è protesa verso il futuro. Come la Rerum novarum, essa si colloca quasi alla soglia del nuovo secolo ed intende, con l'aiuto di Dio, prepararne la venuta.\n\nLa vera e perenne «novità delle cose» in ogni tempo viene dall'infinita potenza divina, che dice: «Ecco, io faccio nuove tutte le cose» (Ap 21,5). Queste parole si riferiscono al compimento della storia, quando Cristo «consegnerà il regno a Dio Padre ..., perché Dio sia tutto in tutti» (1 Cor 15,24.28). Ma il cristiano sa bene che la novità, che attendiamo nella sua pienezza al ritorno del Signore, è presente fin dalla creazione del mondo e, più propriamente, da quando Dio si è fatto uomo in Gesù Cristo e con lui e per lui ha fatto una «nuova creazione» (2 Cor 5,17; Gal 6,15).\n\nNel concludere, ringrazio ancora Dio onnipotente, che ha dato alla sua Chiesa la luce e la forza di accompagnare l'uomo nel cammino terreno verso il destino eterno. Anche nel terzo Millennio la Chiesa sarà fedele nel fare propria la via dell'uomo, consapevole che non procede da sola, ma con Cristo, suo Signore. È lui che ha fatto propria la via dell'uomo e lo guida anche quando questi non se ne rende conto.\n\nMaria, la Madre del Redentore, la quale rimane accanto a Cristo nel suo cammino verso e con gli uomini, e precede la Chiesa nel pellegrinaggio della fede, accompagni con materna intercessione l'umanità verso il prossimo Millennio, in fedeltà a Colui che, «ieri come oggi, è lo stesso e lo sarà sempre» (cf Eb 13,8), Gesù Cristo, nostro Signore, nel cui nome tutti benedico di cuore.\n\nDato a Roma, presso San Pietro, il 1° maggio — memoria di San Giuseppe lavoratore — dell'anno 1991, decimoterzo di pontificato.\n\nGIOVANNI PAOLO II\n\n1 Leone XIII, lett. enc.\n\nRerum novarum (15 maggio 1891):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, XI, Romae 1892, 97-144.\n\n2 Pio XI, lett. enc.\n\nQuadragesimo anno (15 maggio 1931): AAS 23 (1931), 177-228; Pio XII,\n\nMessaggio radiofonico del 1° giugno 1941:\n\nAAS 33 (1941), 195-205; Giovanni XXIII, lett. enc.\n\nMater et Magistra (15 maggio 1961):\n\nAAS 53 (1961), 401-464; Paolo VI, epist. ap.\n\nOctogesima adveniens (14 maggio 1971):\n\nAAS 63 (1971), 401-441.\n\n3 Cf Pio XI, lett. enc.\n\nQuadragesimo anno, III,\n\nl.c., 228.\n\n4 Lett. enc.\n\nLaborem exercens (14 settembre 1981):\n\nAAS 73 (1981), 577- 647; Lett. enc.\n\nSollicitudo rei socialis (30 dicembre 1987);\n\nAAS 80 (1988): 513-586.\n\n5 Cf S. Ireneo,\n\nAdversus haereses, I, 10, 1; III, 4, 1:\n\nPG 7, 549 s.; 855 s.;\n\nS Ch. 264, 154 s.; 211, 44-46.\n\n6 Leone XIII, lett. enc.\n\nRerum novarum: l.c., 132.\n\n7 Cf, ad es., Leone XIII, epist. enc.\n\nArcanum, divinae sapientiae (10 febbraio 1880):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; epist. enc.\n\nDiuturnum illud (29 giugno 1881):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; lett. enc.\n\nLibertas praestantissimum (20 giugno 1888):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246; epist. enc.\n\nGraves de communi (18 gennaio 1901):\n\nLeonis XIII P.M. Acta, XXI, Romae 1902, 3-20.\n\n8 Lett. enc.\n\nRerum novarum: l.c., 97.\n\n9\n\nIbid.: l.c., 98.\n\n10 Cf\n\nibid.: l.c., 109 s.\n\n11 Cf\n\nibid.: descrizione delle condizioni di lavoro; associazioni operaie anti-cristiane:\n\nl.c., 110 s.; 136 s.\n\n12\n\nIbid.: l.c., 130; cf anche 114 s.\n\n13 Ibid.: l.c., 130.\n\n14 Ibid.: I.c., 123.\n\n15 Cf lett. enc. Laborem exercens, 1, 2, 6: l.c., 578-583; 589-592.\n\n16 Cf lett. enc. Rerum novarum: l.c., 99-107.\n\n17 Cf ibid.: l.c., 102 s.\n\n18 Cf ibid.: l.c., 101-104.\n\n19 Cf ibid.: I.c., 134 s.; 137 s.\n\n20 Ibid.: l.c., 135.\n\n21 Cf ibid.: l.c., 128-129.\n\n22\n\nIbid.: l.c., 129.\n\n23 Ibid.: l.c., 129.\n\n24 Ibid.: l.c., 130 s.\n\n25\n\nIbid.: l.c., 131.\n\n26 Cf Dichiarazione universale dei diritti dell’uomo.\n\n27 Cf lett. enc.\n\nRerum novarum: l.c., 121-123.\n\n28 Cf\n\nibid.: l.c., 127.\n\n29\n\nIbid.: l.c., 126 s.\n\n30 Cf Dichiarazione universale dei diritti dell’uomo; Dichiarazione sull’eliminazione di ogni forma di intolleranza e discriminazione fondate sulla religione o sulle convinzioni.\n\n31 Cf Conc. Ecum. Vat. II, Dichiarazione sulla libertà religiosa\n\nDignitatis humanae; Giovanni Paolo II,\n\nLettera ai capi di stato (1° settembre 1980):\n\nAAS 72 (1980), 1252-1260;\n\nMessaggio per la Giornata mondiale della pace 1988: AAS 80 (1988), 278-286.\n\n32 Cf lett. enc.\n\nRerum novarum: l.c., 99-105; 130 s.; 135.\n\n33 Ibid.: 1.c., 125.\n\n34 Cf lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 38-40: l.c., 564-569; cf anche Giovanni XXIII, lett. enc. Mater et Magistra, l.c., 407.\n\n35 Cf Leone XIII, lett. enc. Rerum novarum: l.c., 114-116; Pio XI, lett. enc. Quadragesimo anno, III,l.c., 208; Paolo VI, Omelia per la chiusura dell’Anno santo (25 dicembre 1975): AAS68 (1976), 145; Messaggio per la Giornata mondiale della pace 1977: AAS 68 (1976), 709.\n\n36 Lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l.c., 572.\n\n37 Cf lett. enc. Rerum novarum: l.c., 101 s.; 104 s.; 130 s.; 136.\n\n38 Conc. Ecum. Vat. II, cost. past. sulla chiesa nel mondo contemporaneo Gaudium et spes, 24.\n\n39 Lett. enc.\n\nRerum novarum: I.c., 99.\n\n40 Cf lett. enc.\n\nSollicitudo rei socialis, 15, 28:\n\nl.c., 530; 548 ss.\n\n41 Cf lett. enc.\n\nLaborem exercens, 11-15:\n\nl.c., 602-618.\n\n42 Pio XI, lett. enc.\n\nQuadragesimo anno, III:\n\nl.c., 213.\n\n43 Cf lett. enc. Rerum novarum: l.c., 121-125.\n\n44 Cf lett. enc. Laborem exercens, 20: l.c., 629-632; Discorso all’Organizzazione internazionale del lavoro (O.I.T.) a Ginevra (15 giugno 1982): Insegnamenti V/2 (1982), 2250-2266; Paolo VI, Discorso alla medesima Organizzazione (10 giugno 1969): AAS 61 (1969), 491-502.\n\n45 Cf lett. enc. Laborem exercens, 8: l.c., 594-598.\n\n46 Cf Pio XI, lett. enc. Quadragesimo anno: l.c., 178-181.\n\n47 Cf epist. enc. Arcanum divinae sapientiae (10 febbraio 1880): Leonis XIII P.M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; epist. enc. Diuturnum illud (29 giugno 1881): Leonis XIII P.M. acta, II, Romae 1882, 269-287; epist. enc. Immortale Dei (1° novembre 1885): Leonis XIII P.M. Acta, V, Romae 1886, 118-150; lett. enc. Sapientiae Christiane (10 gennaio 1890): Leonis XIII P.M. Acta, X, Romae 1891, 10-41; epist. enc. Quod apostolici muneris (28 dicembre 1878): Leonis XIII P.M. Acta, I, Romae 1881, 170-183; lett. enc, Libertas praestantissimum (20 giugno 1888): Leonis XIII P.M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246.\n\n48 Cf Leone XIII, lett. enc. Libertas praestantissimum: l.c., 224-226.\n\n49 Cf Messaggio per la Giornata mondiale della pace 1980: AAS 71 (1979), 1572-1580.\n\n50 Cf lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 20: l.c., 536 s.\n\n51 Cf Giovanni XXIII, lett. enc. Pacem in terris (11 aprile 1963), III: AAS 55 (1963), 286-289.\n\n52 Cf Dichiarazione universale dei diritti dell’uomo, del 1948; Giovanni XXIII, lett. enc. Pacem in terris, IV: l.c., 291-296; «Atto Finale» della Conferenza sulla sicurezza e la Cooperazione in Europa (CSCE), Helsinki 1975.\n\n53 Cf Paolo VI, lett. enc. Populorum progressio (26 marzo 1967), 61- 65: AAS 59 (1967), 287-289.\n\n54 Cf\n\nMessaggio per la Giornata mondiale della pace 1980:\n\nl.c., 1572- 1580.\n\n55 Cf Conc. Ecum. Vat. II, costituzione pastorale sulla chiesa nel mondo contemporaneo\n\nGaudium et spes, 36; 39.\n\n56 Cf esort. ap. Christifideles laici (30 dicembre 1988), 32-44: AAS 81 (1989), 431-481.\n\n57 Cf lett. enc.\n\nLaborem exercens, 20:\n\nl.c., 629-632.\n\n58 Cf Congregazione per la Dottrina della Fede, Istruzione sulla libertà cristiana e la liberazione Libertatis conscientia (22 marzo 1986): AAS 79 (1987), 554-599.\n\n59 Cf Discorso nella sede del Consiglio della C.E.A.O. in occasione del X anniversario dell’«Appello per il Sahel» (Ouagadougou, Burkina Faso 29 gennaio 1990): AAS 82 (1990), 816-821.\n\n60 Cf Giovanni XXIII, lett. enc. Pacem in terris, III: l.c., 286-288.\n\n61 Cf lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 27-28: l.c., 547-550; Paolo VI, lett. enc. Populorum progressio, 43-44: l.c., 278 s.\n\n62 Cf lett. enc.\n\nSollicitudo rei socialis, 29-31:\n\nl.c., 550-556.\n\n63 Cf Atto di Helsinki e Accordo di Vienna; Leone XIII, lett. enc. Libertas praestantissimum: l.c., 215-217\n\n64 Cf lett. enc. Redemptoris missio (7 dicembre 1990), 7: L’Osservatore Romano, 23 gennaio 1991.\n\n65 Cf lett. enc. Rerum novarum: l.c., 99-107; 131-133\n\n66 Ibid.: l.c., 111-113 s.\n\n67 Cf Pio XI, lett. enc. Quadragesimo anno, II: l.c., 191; Pio XII, Messaggio radiofonico del 1° giugno 1941: l.c., 199; Giovanni XXIII, lett. enc. Mater et Magistra: l.c. 428-429; Paolo VI, lett. enc. Populorum progressio, 22-24: l.c., 268 s.\n\n68 Cost. past. sulla chiesa nel mondo contemporaneo Gaudium et spes, 69; 71.\n\n69 Cf Discorso ai vescovi latinoamericani a Puebla (28 gennaio 1979), III, 4: AAS 71 (1979), 199-201; lett. enc. Laborem exercens, 14: l.c., 612- 616; lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l.c., 572-574.\n\n70 Cf lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 15: l.c., 528-531.\n\n71 Cf lett. enc. Laborem exercens, 21: l.c., 632-634.\n\n72 Cf Paolo VI, enc. Populorum progressio, 33-42: l.c., 273-278.\n\n73 Cf lett. enc. Laborem exercens, 7: l.c., 592-594.\n\n74 Cf ibid., l.c., 594-598.\n\n75 Cf Conc. Ecum. Vat. II, Cost. past. sulla chiesa nel mondo contemporaneo Gaudium et spes, 35; Paolo VI, lett. enc. Populorum progressio, 19: l.c., 266 s.\n\n76 Cf lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 34: l.c., 559; Messaggio per la Giornata mondiale della pace 1990: AAS 82 (1990), 147-156.\n\n77 Cf esort. ap. Reconciliatio et Paenitentia (2 dicembre 1984), 16: AAS 77 (1985), 213-217; Pio XI, lett. enc. Quadragesimo anno, III, l.c., 219.\n\n78 Lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 25: l.c., 544.\n\n79 Cf ibid, 34: l.c., 599 s.\n\n80 Cf lett. enc. Redemptor hominis (4 marzo 1979), 15: AAS 71 (1979), 286-289.\n\n81 Cf Conc. Ecum. Vat. II, cost. past. sulla chiesa nel mondo contemporaneo Gaudium et spes, 24.\n\n82 Cf ibid., 41.\n\n83 Cf ibid., 26.\n\n84 Cf Conc. Ecum. Vat. II, cost. past. sulla chiesa nel mondo contemporaneo Gaudium et spes, 36; Paolo VI, lett. ap. Octogesima adveniens, 2-5: l.c., 402-405.\n\n85 Cf lett. enc. Laborem exercens, 15: l.c., 616-618.\n\n86 Cf\n\nibid., 10:\n\nl. c., 600-602.\n\n87 Cf ibid., 14: l. c., 612-616.\n\n88 Cf ibid., 18: l. c., 622-625.\n\n89 Cf lett. enc. Rerum novarum; l. c., 126-128.\n\n90 Cf ibid., l. c., 121 s.\n\n91 Cf Leone XIII, lett. enc.\n\nLibertas praestantissimum;\n\nl. c., 224-226.\n\n92 Cf Conc. Ecum. Vat. II, cost. past. sulla Chiesa nel mondo contemporaneo\n\nGaudium et spes, 76.\n\n93 Cf\n\nibid. 29; Pio XII,\n\nRadiomessaggio natalizio del 24 dicembre 1944:\n\nAAS 37 (1945), 10-20.\n\n94 Cf Conc. Ecum. Vat. II, dich. sulla libertà religiosa\n\nDignitatis humanae.\n\n95 Cf lett. enc.\n\nRedemptoris missio, 11:\n\nL’Osservatore Romano, 23 gennaio 1991.\n\n96 Cf lett. enc.\n\nRedemptor hominis, 17:\n\nl. c. 270-272.\n\n97 Cf\n\nMessaggio per la Giornata mondiale della pace 1988:\n\nl. c., 1572-1580:\n\nMessaggio per la Giornata mondiale della pace 1991:\n\nL’Osservatore Romano, 19 dicembre 1990; Conc. Ecum. Vat. II, dich. sulla libertà religiosa\n\nDignitatis humanae, 1-2.\n\n98 Conc. Ecum. Vat. II, cost. past. sulla Chiesa nel mondo contemporaneo\n\nGaudium et spes, 26.\n\n99 Cf\n\nibid., 22.\n\n100 Cf Pio XI, lett. enc.\n\nQuadragesimo anno, I:\n\nl. c., 184-186.\n\n101 Cf esort. ap.\n\nFamiliaris consortio (22 novembre 1981), 45:\n\nAAS 74 (1982), 136 s.\n\n102 Cf\n\nAllocuzione all’UNESCO (2 giugno 1980):\n\nAAS 72 (1980), 735-752.\n\n103 Cf lett. enc.\n\nRedemptoris missio, 39; 52:\n\nL’Osservatore Romano, 23 gennaio 1991.\n\n104 Cf Benedetto XV, esort. Ubi primum (8 settembre 1914): AAS 6 (1914), 501 s.; Pio XI, Radiomessaggio a tutti i fedeli cattolici e a tutto il mondo (29 settembre 1938): AAS 30 (1938), 309 s.; Pio XII, Radiomessaggio a tutto il mondo (24 agosto 1939), 333-335; Giovanni XXIII, lett. enc. Pacem in terris, III: l. c., 285-289; Paolo VI, Discorso all’ONU (4 ottobre 1965): AAS 57 (1965), 877-885.\n\n105 Cf Paolo VI, lett. enc. Populorum progressio, 76-77: l. c., 294 s.\n\n106 Cf esort. ap. Familiaris consortio, 48: l. c., 139 s.\n\n107 Lett. enc., Rerum novarum: l. c., 107\n\n108 Cf lett. enc. Redemptor hominis, 13: l. c., 283.\n\n109\n\nIbid., 14:\n\nl. c., 284 s.\n\n110 Paolo VI, Omelia all’ultima sessione pubblica del Concilio Ecumenico Vaticano II (7 dicembre 1965): AAS 58 (1966), 58.\n\n111 Lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 41: l. c., 571.\n\n112 Conc. Ecum. Vat. II, cost. past. sulla Chiesa nel mondo contemporaneo Gaudium et spes, 76; cf Giovanni Paolo II, lett. enc. Redemptor hominis, 13: l. c., 283\n\n113 Lett. enc. Rerum novarum: l. c., 143.\n\n114 Ibid.: l. c., 107.\n\n115 Cf lett. enc. Sollicitudo rei socialis, 38: l. c., 564-566.\n\n116 Ibid., 47: l. c., 582.\n\nCopyright © Dicastero per la Comunicazione\n\nLa Santa Sede\n\nLa Santa Sede","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/it/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html","sha256":"7c0a0122b1a72c283cce33b6bcf639f7ad58969dc5d58cbc4c09f149a3f78973","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/it.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/it.txt"}]},"la":{"code":"la","label":"Latin","contentFormat":"plain-text","text":"Centesimus annus, Litterae Encyclicae saeculo ipso encyclis ab editis Litteris Rerum Novarum transacto, I Maii MCMXCI, Ioannes Paulus PP.II\n\nSancta Sedes\n\nLatin\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nSancta Sedes\n\nMagisterium\n\nCalendar\n\nLiturgical Celebrations\n\nTickets for Papal Audiences and Celebrations\n\nSupreme Pontiffs\n\nCollege of Cardinals\n\nRoman Curia and Other Organizations\n\nSynod\n\nPress Office\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nIoannes Paulus II\n\nLitterae Encyclicae\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGeneratio PDF in progressu.....\n\nDE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- HU\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\n- ZH\n\nIOANNIS PAULI PP. II\n\nSUMMI PONTIFICIS\n\nCENTESIMUS ANNUS\n\nLITTERAE ENCYCLICAE\n\nVENERABILIBUS IN EPISCOPATU FRATRIBUS\n\nCLERICISQUE ET RELIGIOSIS FAMILIIS\n\nECCLESIAE CATHOLICAE FIDELIBUS\n\nUNIVERSIS NECNON BONAE VOLUNTATIS HOMINIBUS\n\nSAECULO IPSO\n\nENCYCLICIS AB EDITIS LITTERIS\n\nRERUM NOVARUM\n\nTRANSACTO\n\nVenerati Fratres, carissimi Filii et Filiae,\n\nsalutem et Apostolicam Benedictionem.\n\n1. CENTESIMUS ANNUS a promulgatione Litterarum Encyclicarum Decessoris Nostri v.m. Leonis XIII, quae verbis Rerum novarum incipiunt (1), multum habet in praesenti Ecclesiae et Nostri etiam Pontificatus historia momentum. Singulariter enim illae praestant, quod sollemnibus Summorum Pontificum Documentis commemoratae sunt, a quadragesimo anno postquam foras elatae erant ad nonagesimum usque. Encyclicarum Rerum novarum iter historicum aliis scriptionibus esse notatum dici potest quae de illis monebant easque simul exsequebantur (2).\n\nCentesimo anno ex quo eaedem sunt editae idem facere statuentes plurium Episcoporum rogatu, Institutorum ecclesialium, Sedium studiorum, conductorum et opificum, tum uti privatorum tum uti consociationum participum, ante omnia cupimus gratiam ref erre quam tota Ecclesia debet Pontifici Maximo propter eius « immortales Litteras » (3). Cupimus etiam ostendere copiosum umorem qui ex ea scaturit radice non exhaustum esse procedentibus annis, quin immo esse abundantiorem factum. Id testantur varia incepta quae hanc celebrationem antecesserunt prosequuntur et sequentur, quaeque Conferentiae Episcopales paraverunt, Corpora internationalia, Studiorum Universitates et academicae Institutiones, Consociationes professoriae multaque alia Instituta et personae in tot mundi partibus.\n\n2. Hae Litterae Encyclicae huiusmodi celebrationes participant, ut gratiae Deo agantur a quo descendit « omne datum optimum et omne donum perfectum » (Iac 1, 17), quia hoc usus est Documento abhinc centum annos prodito a Petri Sede, tantum operans bonum in Ecclesia et in mundo tantamque diffundens lucem. Commemoratio, quae hic fit, ad Litteras Encyclicas Papae Leonis pertinet et simul ad Encyclicas et cetera scripta Nostrorum Decessorum quae multum contulerunt ad eas reddendas praesentes et efficientes volventibus temporibus, illud constituendo quod est postea vocatum « doctrina socialis » vel « disciplina socialis » vel etiam « Ecclesiae Magisterium sociale ».\n\nAd huius doctrinae auctoritatem respiciunt iam binae Litterae Encyclicae quas de re sociali edidimus Nostri Pontificatus annis: nempe Laborem exercens de hominum labore, et Sollicitudo rei socialis de progressus hominum populorumque praesentibus quaestionibus (4).\n\n3. Volumus nunc ut Encyclicae Papae Leonis relegantur invitantes ad « respectandum » in ipsius textum, ut rursus divitiae reperiantur principiorum fundamentalium, quae illae de enodatione quaestionis artificum enuntiant. Sed hortamur etiam ad « circumspectandum », in « res novas » quae nos circumsistunt et in quibus nos sumus demersi, ut ita dicamus; quae saepe longe dissimiles sunt earum « rerum novarum » quae superioris saeculi ultimum decennium distinxerunt. Adhortamur denique ad « futura inspectanda », cum iam aetatis christianae tertium imminet millennium, rerum incognitarum sed etiam promissionum plenum. Quae res et promissiones nostram mentem lacessunt vimque creatricem, nostrique tamquam 'unici magistri' Christi (cf. Mt 23, 8) discipulorum officii conscientiam excitant ut `viam' monstremus, `veritatem' profiteamur et `vitam' quae Ipse est (cf. Io 14, 6) nuntiemus.\n\nIta, non solum iterum affirmabitur perpetua huius modi doctrinae vis, sed se indicabit etiam verus sensus Traditionis Ecclesiae, quae semper viva et vitalis super fundamentum aedificat a nostris in fide patribus actum et praecipue super fundamentum quod Apostoli Ecclesiae tradiderunt (5) Iesu Christi nomine, fundamentum praeter quod « aliud nemo potest ponere » (1 Cor 3, 11).\n\nSui ut successoris Petri muneris conscientia monitus Leo XIII quaestionem tractavit et eadem conscientia eius movetur hodie successor. Sicut is, et ante eum ac post eum Pontifices, evangelicam imaginem repetimus scribae facti discipuli Regni caelorum, quem Dominus dicit similem esse « homini patri familias, qui profert de thesauro suo nova et vetera » (Mt 13, 52). Thesaurus magna est Ecclesiae Traditio quae « vetera » continet, accepta et tradita sine ulla intermissione, et simul sinit ut « nova » legantur, inter quae Ecclesiae et mundi vita procedit.\n\nAd haec nova quae Traditioni inserta fiunt vetera atque opportunitates et materiam suppeditant, qua et ipsa ditior evadat et vita fidei, pertinet etiam fecunda innumerabilium hominum industria qui Magisterii Socialis institutione impulsi hanc segui nisi sunt pro suo officio in mundo. Vel privatim agentes vel multipliciter in coetus consociationes et in corpora glomerati magnum ii generaverunt motum pro fiumana persona tuenda eiusque dignitate: qui quidem in alternis historiae eventibus multum profuit iustiori societati constituendae vel saltem iniustitiis coercendis et minuendis.\n\nHae Litterae Encyclicae eo spectant ut in lucem proferant fecunditatem principiorum quae Leo XIII enuntiavit quaeque ad doctrinae Ecclesiae patrimonium pertinent indeque eius magisterii auctoritatem obstringunt. Sed pastoralis sollicitudo Nos induxit etiam ad nonnullorum eventuum recentioris historiae inquisitionem proponendam. Supervacaneum est animadvertere muneris Pastorum partem esse attente considerare eventorum cursum ut cognoscantur novae evangelizationis necessitates. Non est tamen huius inquisitionis iudicia decretoria proferre, quandoquidem ex sese ad propriam magisterii provinciam non illud pertinet.\n\nCAPUT I\n\nENCYCLICARUM « RERUM NOVARUM »\n\nNOTAE PROPRIAE\n\n4. Superiore saeculo exeunte cursui historico occurrit Ecclesia, qui iamdudum in effectu erat sed tunc in magnum erat adductus discrimen. Huius cursus causa praecipua summa fuit mutationum maximi momenti, quae in politica oeconomica et sociali regione sed etiam in regione scientiae et technicae disciplinae factae erant, et insuper multiformis praeponderantium ideologiarum efficacitas. Earum mutationum exitus in provincia politica nova notio societatis et reipublicae fuerat ideoque auctoritatis. Translaticia societas dissolvebatur et alia formari coepta erat spe novorum libertatum conferta sed periculis etiam novorum iniustitiae et servitutis generum.\n\nIn campo oeconomico, quo inventa confluebant et scientiarum usus, gradatim perventum erat ad novas rationes pariendi bona hominibus consumenda. Novum apparuerat possessionis genus, id est pecuniae caput et novum genus laboris, nimirum mercede repensi ac duris rationibus conf ectionis signati, sine debita sexus aetatis vel condicionis familiaris observantia, sed tantummodo efficientia determinati, lucri incrementi causa.\n\nIta labor merx fiebat, quae emi poterai et venire in mercatu cuiusque pretium lege finiebatur postulationis et suppeditationis, nulla habita ratione rerum necessariarum ad sustentandam cum personam tum eius familiam. Praeterea ne certus quidem opif ex erat posse se « propriam » vendere « mercem », cum continuo periclitaretur sine opere esse quod, cum nullae essent providentiae sociales, quodammodo idem valebat ac fame confici posse.\n\nHuius mutationis exitus divisio erat societatis « in duas civium classes ... immenso inter utramque discrimine interiecto » (6). Eiusmodi conditio auctae mutationi politicae iungebatur. Ita vigens tunc politica ratio idoneis legibus, aut contra quolibet consulto interventu negletto, fovere nitebatur plenam libertatem oeconomicam. Eodem tempore oriebatur et constitute formabatur, et quidem non raro violenter, alia possessionis notio atque vitae oeconomicae, quae novum postulabat ordinem publicum et socialem.\n\nIn huius contrapositi culmine summo, cum iam perspicue apparerent immanis rerum socialium iniustitia, qualis multis in partibus erat, et periculum civilis commutationis, cui opiniones tunc « socialistae » vocatae favebant, Leo XIII auctoritatem suam interposuit per Documentum quod primum ordinatim conditionem opificum tractabat. Aliquot aliae Litterae illis Encyclicis antecesserunt potius ad institutiones publicas collatae, aliae autem eas sunt secutae (7). In his temporum rerumque adiunctis praecipue commemorandae sunt Encyclicae quae Libertas praestantissimum inscribuntur, ubi fatta mentio est vinculi constitutivi libertatis humanae cum veritate, talis quidem ut libertas, quae renueret se veritate obstringere, in arbitrium prolaberetur et recideret ad serviendum sordidissimis cupidinibus et ad se destruendam. Unde enim omnia mala oriuntur, quibus Encyclicae Rerum novarum obsistere volunt, nisi e libertate quae in campo industriae oeconomicae et socialis ab hominis veritate digreditur!\n\nPontifex ille adhaerescebat insuper antecessorum doctrinae necnon multis Documentis episcopalibus, scientiarum pervestigationibus a laicis provectis, motuum et consociationum catholicarum actioni atque operibus effectis in regione sociali quae Ecclesiae vitae altero dimidio XIX saeculi propria fuerunt.\n\n5. « Novae res », quas Romanus Pontif ex respiciebat, nequaquam bonae erant. In prima Encyclicarum paragrapho, « res novas » ille describit, unde conditum est nomen (Rerum novarum), gravibus quidem verbis « Rerum novarum semel excitatâ cupidine, quae diu quidem commovet civitates, illud erat consecuturum ut commutationum studia a rationibus politicis in oeconomicarum cognatum genus aliquando defluerent. Revera nova industriae incrementa novisque euntes itineribus artes: mutatae dominorum et mercenariorum rationes mutuae divitiarum in exiguo numero affluentia, in multitudine inopia: opificum cum de se confidentia maior, tum inter se necessitudo coniunctior, praeterea versi in deteriora mores, effecere, ut certamen erumperet » (8).\n\nLeo cumque ipso Ecclesia et civilis communitas sistebant ideo ante societatem conflictatione divisam, eo acriore et saeviore quod omnis regulae et normae erat expers. Conflictatio fuit inter pecuniae caput et laborem, vel — ut eam Encyclicae appellavere, — « conditio opificum », de qua circumscripta piane rationibus asperrimis quibus tunc ostendebatur suam Pontifex expromere non timuit sententiam.\n\nEst hic id cogitandum imprimis quod Encyclicae pro hoc nostro tempore suggerunt. Adversus dimicationem, quae hominem contra hominem quasi « lupos » opponebat, etiam alteros in periculo ad victum pertinente alteros in opulentia collocans, Leo non dubitava sibi esse auctoritatem suam interponendam, idque ex conscientia « apostolici muneris » (9), nempe officio ab ipso lesu Christo accepto 'pascendi agnos et oves' (cf. Io 21, 15-17) et 'solvendi ac ligandi in terra' pro Regno caelorum (cf. Mt 16, 19). Is profecto pacem restituere cogitabat nec eius aetatis lector potuit non notare obiurgationem certaminis classium quam ipse enuntiavit aperte (10). Sed bene sibi conscius erat pacem super iustitiae fundamentum aedificari: Encyclicarum summa principalis in eo fuit ut fundamentales condiciones iustitiae denuntiarentur in id temporis condicione oeconomica et sociali (11).\n\nHoc modo Leo XIII, decessorum vestigiis insistens perenne pro Ecclesia exemplum confirmavit. Haec enim habet quod dicat in certis humanis condicionibus, privatis et communibus nationalibus et internationalibus, de quibus veram profert doctrinam, corpus scilicet, quo ipsa usa res sociales inquirat, de iis suum aperiat consilium et directiones indicet ad componendas quaestiones inde exorientes.\n\nLeonis XIII temporibus longe aberat ut eiusmodi notio iurisofficii Ecclesiae communiter probaretur. Colebant namque duplicem maxime mentium inclinationem: alteram ad hunc mundum et ad hanc vitam spectantem a qua fides aliena manere debebat, alteram ad solam transmundanam salutem quae tamen praesentiam in terra nec illustrabat nec dirigebat. Tunc Pontificis animus in vulgandis Encyclicis Rerum novarum Ecclesiam quodam donabat « civitatis statuto » in mutabilibus hominum et Rerumpublicarum vitae publicae eventibus, idque est postea magis firmatum. Revera doctrinam socialem docere et diffundere ad Ecclesiae munus evangelizandi pertinet et nuntii christiani pars est, quandoquidem haec doctrina eius nuntii directas consecutiones exhibet in vita societatis, atque in Christo Salvatore testificando etiam cotidianum laborem quadrat ac contentiones pro iustìtia illi conexas. Ea insuper fontem instituit unitatis et pacis, in conflictationibus, quae necessario in provincia oriuntur oeconomica sociali. Sic fieri potest ut secundum novas condiciones vivatur, non minuta personae humanae transcendenti dignitate nec in seipsis nec ii1 adversariis, illaeque in iustam enodationem adducantur.\n\nNunc centum post annis huius propensionis vis opportunitatem Nobis praebet conferendi aliquid ad « doctrinam socialem christianam » elaborandam. « Nova evangelizatio », cuius mundus huius temporis vehementer indiget, et quam saepenumero sumus persecuti, debet suis in partibus potissimis doctrinae socialis Ecclesiae nuntium numerare, etiamnum aptae, sicut temporibus Leonis XIII, ad rectam viam ostendendam, qua magnae huius aetatis provocationes oppetantur, dum ideologiae plus plusque in dies de existimatione sua perdunt. Quemadmodum fecit Leo Pontifex, oportet repetamus non esse extra Evangelium solutionem « qua,estionis socialis » at contra « res novas » posse in eo suum veritatis spatium invenire rectamque moralem collocationem.\n\n6. Cum instituisset certamen illustrare, quod factum erat inter caput pecuniae et opus, Leo XIII opificum iura fundamentalia affirmavit. Eam ob causam principium legendi textum Leonis est opificis dignitas qua talis et eandem ob causam laboris dignitas qui sic definitur: « Hoc est enim operari, exercere se rerum comparandarum caussa, quae sint ad varios vitae usus, potissimumque ad tuitionem sui necessariae » (12). Pontifex affirmat laborem esse `personalem', « quia vis agens adhaeret personae, atque eius omnino est propria, a quo exercetur, et cuius est utilitati nata » (13). Ita labor ad vocationem pertinet cuiusque personae; quin homo suo labore se exprimit et perficit. Simul labor rationem habet 'socialem', tum ob suam cum familia necessitudinem tum etiam cum bono communi, cum « verissimum sit, non aliunde quam ex opificum labore gigni divitias civitatum » (14). Haec in Encyclicis Litteris Laborem exercens (15) iteravimus et enucleavimus.\n\nAliud magni momenti principium haud dubie istud est: iuris dominii personis singularibus tributi (16). Ipsum spatium, quod in Encyclicis huic iuri conceditur, quanti illud aestimetur ostendit. Pontifex quidem non ignorat possessionem privatam non pondus habere absolutum nec proclamare cessat principia alicuius completivae rationis, quale est principium bonorum terrae addictionis universalis (17).\n\nAliunde est sane verum genus privatae possessionis, quod is praecipue in oculis habet, genus esse possessionis terrae (18). At id non impedit quin causae allatae ad possessionem privatam tuendam, hoc est ut ius affirmetur possidendi necessaria ad personalem propriaeque familiae profectum — quaecumque est huius iuris forma certa et definita — vim suam retineant.\n\nId est rursus adseverandum tum in conspectu mutationum quas videmus in constitutionibus factas ubi opum ad producendum aptarum possessio communis praeponderabat, tum etiam in conspectu crescentium indiciorum paupertatis vel potius impedimentorum possessionis privatae quae emergunt in tot mundi partibus, iis non exceptis in quibus praevalent constitutiones quae affirmationem iuris possessionis privatae suum faciunt fundamentum. Propter memoratas rerum mutationes necnon permanentem egestatem necessaria omnino iudicatur altior quaedam totius quaestionis investigatio, perinde ac perficietur deinde.\n\n7. Arcte vero cum proprietatis iure inculcant Leonis XIII Encyclicae alia iura similiter quae ad humanam spectant personam neque ab ea abalienari possunt. Eminet inter haec, ipsam ob spatii amplitudinem quam ei Pontifex destinat ob pondusque simul quod illi tribuit, illud ius quo « privatas societates finire concessum est homini », scilicet « iure naturae », quod quidem etiam licere significat consociationes institui tum dominorum atque operariorum tum horum dumtaxat (19). Ratio hinc ducitur cur tueatur Ecclesia et probet constitutionem opificum collegiorum quae plerumque fere syndicatus nuncupantur: profecto non quibusdam ex opinionum praeiudiciis nec propter indulgentiam in mentem vel sententiam de classibus, sed quod se consociare « ius naturae » nominatim est hominibus innatum ideoque antecedens eorum insertionem politicam in societatem. Namque « est ... ad praesidium iuris naturalis instituta civitas, non ad interitum eaque si civium coetus sociari vetuerit, piane secum pugnantia agat » (20).\n\nUna autem hoc cum iure quod — uti efferri decet — Pontifex aperte opificibus adsignat sive, nempe secundum ipsius vocem, `proletariis', adfirmantur consimili claritate ius quoque ne opus « in plures extrahatur horas », ius ad quiescendi intervalla, ius diversum puerorum et decus in muliebri genere, quantum naturam attingit diuturnitatemque operis (21).\n\nSi praeterea eorum habetur ratio, quae tradit historia de rationibus legitimis aut iure saltem haud prohibitis, quod ad stipulationes pertinet, sine ulla praestita fide super operis horis neque de publicae salubritatis condicionibus in operis locis neglectisque prorsus aetate sexuque candidatorum ad opus, probissime gravitas percipitur Pontificis adseverationis. « Scilicet tantum exigi operis, ut hebescat animus labore nimio », — scribit ipse — « unaque corpus defatigationi succumbat, non iustitia, non humanitas patitur ». Atque accuratius contractum definiens, unde videlicet possint `operis rationes' reapse valere, adfirmat : « In omni obligatione, quae dominis atque artificibus invicem contrahatur, haec semper aut adscripta aut tacita condicio inest, utrique generi quiescendi ut cautum sit », « quantum cum viribus compensetur labore consumptis », et denique concludit: « neque enim honestum esset convenire secus » (22).\n\n8. Continuo vero post aliud Pontifex commemorat operarii tamquam personae ius. Ius quidem agitur 'salarli iusti' quod tamen definiri minime licet « libero consensu itaque dominus rei, pacta mercede persoluta, libera visse fidem, nec ultra debere quidquam videatur » (23). Status proinde — quem ad modum id dicebatur aetatis — intercedere non valet ut horum contractuum viae decernantur, nisi ut ea curet universa implenda quae conceptis sint verbis pacta. Similis insuper notio ipsarum necessitudinum dominos inter operariosque solummodo pragmatica et informata rigido studio cuiusque singillatim hominis acriter in Litteris Encyclicis vituperatur, quandoquidem duplici adversatur operis naturae, quippe quod esse debeat personale ac necessarium. Etenim si opus, quatenus personale est, ad ipsum pertinet liberum usum quem habet quisque facultatum propriarum et virium, verum quatenus necessarium est, gravi illo regitur officio quo nempe quemque oportet « manere in vita ». Quocirca colligit Pontif ex: « Hinc ius reperiendarum rerum, quibus vita sustentatur, necessario nascitur quarum rerum facultatem infimo cuique non nisi quaesita labore merces suppeditat » (24).\n\nAlendo opifici eiusque domui par sit merces necesse est. Quod si necessitate opifex coactus, aut mali peioris metu permotus duriorem conditionem accipiat, quae, etiamsi nolit, accipienda sit, quod a domino vel a redemptore operum imponitur, istud quidem est subire vim, cui iustitia reclamat » (25).\n\nUtinam hae voces tum conscriptae, cum sic appellatus « capitalismus effrenus » grassabatur, hodie ne pariter essent eadem cum severitate repetendae ! Proh dolor! etiamnum contractuum deprehenduntur exempla ubi quaevis minima praetermittitur iustitia in argumento illo laboris puerorum minorum vel mulierum, in operis horariis ac salubritate condicionum apud officinas, in ipsa tandem aequa mercede. Quod etiam contingit, quantumvis multae effectae sint Declarationes et Conventiones eadem de causa inter gentes (26) sintque pariter intra Nationes ipsas opportunae latae leges. Adscripsit proin Pontifex « officiis non paucis neque levibus » quidem ipsorum « populo bene consulentium principum » munus navandi simul operam ut opificum prospiceretur saluti ac prosperitati, quia iis praetermissis officiis iustitia violaretur ; quin nec loqui dubitavit de « distributiva ... iustitia » (27).\n\n9. Aliud dein ius Leo XIII iuribus istius modi adiungit quod aequabiliter operariorum respicit condicionem. Cuius ob momentum Nobis memorare magnopere placet : ius id est libere religionis obligationes complendi. Inter cetera sane iura officiaque opificum Pontifex illud reponit quamquam omnium fere animus eo tempore quasdam quaestiones iudicabat potius pertinentes funditus ad privatam vitam. Necessitatem ille confirmat quietis festivae ut ad cogitationem caelestium bonorum referatur homo necnon cultum divinae maiestati debitum (28). Hoc insuper iure nequit destituere quisquam hominem ut quod mandato etiam claro innitatur: « Nemini licet hominis dignitatem, de qua Deus ipse disponit cum magna reverentia, impune violare »; quapropter Statum confirmare oportet opifici ipsi talis usum libertatis (29).\n\nQuicumque vero hac in perlucida adfirmatione prima initia dispiciat principii illius de religiosae libertatis iure, quod est deinceps argumentum factum complurium sollemnium Declarationum atque Conventionum inter gentes (30) necnon proprietas ipsius Conciliaris Declarationis Nostrique simul magisterii (31), haudquaquam ipsemet erret. Qua in re interrogandum prorsus est vigentesne hodie legum institutiones et consuetudines societatum industriis fabrilibus auctarum revera primarium ius requietis festivae praestent.\n\n10. Alia magni quidem momenti nota, quae doctrinis abundat nostrum in tempus utilibus, ipsa notio est necessitudinum inter Statum intercedentium ac cives. Litterae Rerum novarum utrumque reprehendunt sociale et oeconomicum institutum socialismum videlicet et liberalismum. Illi nominatim dicatur prior Litterarum praevia pars, ubi proprietatis privatae denuo adfirmatur ius; huic autem non peculiaris inscribitur pars sed — quod memoratu est piane dignum — vituperationes intenduntur, cum totum argumentum officiorum Status perpenditur (32). Statui enim haud licet « parti civium consulere », quae scilicet dives est ac prospera, simul aliunde « partem negligere », quae sine dubio multitudinis socialis maximum complectitur numerum; secus iustitiae nocetur ipsi quae praecipit suum ut cuique reddatur. « In ipsis protegendis privatorum iuribus, praecipue est infirmorum atque inopum habenda ratio. Siquidem natio divitum, suis septa praesidiis, minus eget tutela publica miserum vulgus, nullis opibus suis tutum, in patrimonio reipublicae maxime nititur. Quocirca mercenarios, cum in multitudine egena numerentur, debet curà providentiâque singulari complecti respublica » (33).\n\nConsilia vero haec temporibus istis potissimum valent, conspectis novis egestatis formis per orbem, atque etiam quoniam adseverationes sunt quae iam non certa aliqua pendent ex Status notione neque unica e politica doctrina. Principale enim hic principium Pontifex premit cuiuslibet politicae institutionis ut singuli nempe cives, quo minus intra societatem defendantur, plus eo indigeant studiosis auxiliis curationeque aliorum et praesertim publicae auctoritatis subsidio.\n\nHoc nimirum pacto principium solidarietatis, prout nostra nominatur aetate, cuius vim simul intra cuiusque Nationis socialem ordinem simul inter orbis civitates Litteris inscriptis Sollicitudo rei socialis iteravimus (34), percipitur veluti primorum principiorum unum ipsius christianae mentis de rerum ordinatione sociali ac politica. Crebrius quidem a Leone XIII sub « amicitiae » titulo memoratur, quam apud Graecos iam reperimus philosophos; a Pontifice Pio IX nomine haud minus significante appellatur « socialis caritatis », dum Paulus VI ipse loquitur de « civili amoris cultu » (35), specie videlicet eiusdem rei prolatata secundum recentiores multiplicesque quaestionis socialis modos.\n\n11. Litterarum Encyclicarum repetitio sub lumine condicionum temporis nostri efficit quidem ut Ecclesiae perpetua sollicitudo ac devotio aestimetur illos erga hominum ordines qui ab ipso Iesu Domino magis diliguntur. Documenti enim res insigniter profecto continuatam in Ecclesia testificatur ita dictam « optionem praeoptatam pro pauperibus », quae et a Nobis ipsis definita quoque est « singularis forma primarum partium tenendarum in caritatis christianae exercitatione » (36). De « operariorum quaestione » Encyclicae sic ad egentes referuntur miseramque simul ad condicionem vitae in quam novus nec raro violentus processus machinalium industriarum permagnas hominum redegerat multitudines. At hodie quoque plurimis in orbis terrestris locis consimiles processus commutationis oeconomicae socialis politicae eadem ipsa mala important.\n\nCivitatem autem ipsam si Leo XIII cohortatur ut pauperum statui ad iustitiae normam prospiciat, idcirco sane hoc suscipit quoniam convenienter animadvertit Reipublicae esse bonum regere commune capereque consilia ut omnis vitae socialis provincia etiam oeconomica aliquid conducat ad illud provehendum bonum dum sui iuris condicionem singulorum observet. Hoc tamen neminem adducere debet ut ad Leonis Pontificis mentem arbitretur omnem difficultatis socialis dissolutionem ab ipso Statu proficisci oportere. Ex contrario quin immo saepius ille necessarios terminos inculcat intervenientis Status eiusque indolem uti instrumenti, cum unusquisque homo et familia et societas Statum antegrediantur ipseque eo exsistat ut iura tum illius tum earum defendat neve ea opprimat (37).\n\nPraesens vero harum cogitationum utilitas non quemquam quidem praeterit. Ad grave autem argumentum limitum Status ipsius naturae ingenitorum redire decebit postmodum. Interea tamen capita illustrata haec, quae non sola in Encyclicis notanda sunt, sese apte componunt cum sociali Ecclesiae Magisterio, recepta etiam sana notione privatae proprietatis et operis, progressionis oeconomicae et Status concreti at in primis hominis ipsius. Memorabuntur deinde aliae pariter quaestiones, cum rationes quaedam expendentur rerum istius aetatis; verum iam nunc illud prae oculis teneatur necesse est quod iter munit quodamque modo viam indicat Encyclicis Litteris universaeque item Ecclesiae sociali institutioni: nempe rectus personae humanae conceptus eiusque unicum momentum, quando homo « in terris sola creatura est quam Deus propter seipsam voluerit » (38). In illo enim suam sculpsit imaginem similitudinemque (cf. Gn 1, 26) atque incomparandam ei tribuit dignitatem quam saepius sane Encyclicae Litterae efferunt. Re quidem vera, ea extra iura quae opere sibi suo homo adipiscitur, alia inveniuntur pariter iura quae nulli ab homine peracto respondent operi sed quae ipsius veluti personae ex essentia ipsa profluunt.\n\nCAPUT II\n\nAD « NOVAS RES » HODIE VERSUS\n\n12. Nisi hodiernas quoque ad rerum condiciones conicerentur oculi, Litterarum « Rerum Novarum » manca omnino deficeret celebratio. Iam sua ob principia interiora Documentum sese praebet ad talem deliberationem aptissimum quoniam historica eventuum descriptio necnon venturae aetatis praesagium ibidem reposita mirum omnino in modum accurata exactaque deprehenduntur, iis perceptis quae post Litteras evenerant.\n\nNominatim vero illud confirmatur iudicium ipsis rerum conversionibus quae extremis anni MCMLXXXIX mensibus primisque anni mcmxc interciderunt. Etenim nec istae nec subsequentes penitus terrarum mutationes explanantur nisi secundum priores quasdam rerum condiciones quibus praevidentes Leonis XIII aestimationes quadamtenus concorporantur vel sanciuntur sicut et peiora usque temporum signa quae successores eius similiter perceperunt. Namque Leo Pontifex mala consectaria prospexit sub omni aspectu — politico sociali oeconomico — cuiusdam societatis regiminis « socialismum » suadentis qui id aetatis investigabatur per socialem aliquam philosophiam quique tractabatur tamquam motus plus minus bene ordinatus. Forsan quis miretur hodie cepisse a « socialismo » Pontificem initium reprehendendi remedia quae tum adderentur « opificum quaestioni », cum is nondum in alicuius Status figura subsisteret qui validus esset ac potens universis opibus et viribus praesto iacentibus, prout dein contigit. Subtiliter tamen ipse aestimavit periculum ne multitudines per speciem solutionis tam simplicis quam radicalis « operariorum quaestionis » tunc temporis allicerentur. Id quidem magis patet si sub lumine consideratur terribilis condicionis iniquitatis in qua turbae proletariae versabantur, in Nationibus quae modo ad fabriles industrias provectae erant.\n\nDuae res hic sunt collustrandae: primum mira quaedam claritudo, qua proletariorum vera percepta est condicio tota sua in atrocitate, tum virorum tum feminarum tum puerorum; deinde neque minor perspicuitas qua solutionis malum intellegitur, quod per inversionem quandam pauperum divitumque status detrimentum reapse iis quidem inferebat quos iuvare cupiebat. Remedium mali peius idcirco exstabat quam malum. In natura socialismi definienda illius aetatis, scilicet in privatis possessionibus demendis, Leo XIII penitus attigit quaestionis caput.\n\nIpsius verba digna sunt quae attente legantur « Ad huius sanationem mali Socialistae quidem, sollicitata egentium in locupletes invidia, evertere privatas bonorum possessiones contendunt oportere, earumque loco communia universis singulorum bona facere Sed est adeo eorum ratio ad contentionem dirimendam inepta, ut ipsum opificum genus afficiat incomm odo: eademque praeterea est valde iniusta, quia vim possessoribus legitimis affert, pervertit officia reipublicae, penitusque miscet civitates » (39). Mala nimirum melius non potuerunt ostendi quae huius generis socialismi constitutione inducta sunt, qui penitus rempublicam uti institutum occupabat quemque postea « socialismum realem » nuncupaturi erant.\n\n13. Si quam rem suscepimus altius perscrutamur, positis ob oculos Litterarum quoque Encyclicarum nostrarum verbis quae sunt Laborem exercens atque Sollicitudo rei socialis, hoc profecto est addendum, praecipuum errorem « socialismi » generis esse anthropologici. Inibi enim ipse homo elementum tantum consideratur atque corporis socialis particula ita ut uniuscuiusque bonum ad machinamenti socialis et oeconomici congruentem motum penitus subiciatur, dum contra idem individui bonum exsistere posse iudicatur sine libera ipsius electione minimeque spectato eius officio pro bono malove. Sic homo ad seriem quandam deducitur socialium oeconomicarumque necessitudinum atque notio personae evanescit veluti liberi subiecti cuiusdam moralis voluntatis, quod hanc per voluntatem ordinem socialem constituit. Ex hac autem perperam concepta de persona notione oriuntur iuris ipsius vitium, quod terminos definit libertatis personae eiusdemque condiciones, necnon privatae possessionis eversio. Etenim homo omnibus rebus si penitus diripitur ut aliquam rem « suam » nuncupare nequeat et si ipse facultate sustentandi se libero opere privatur, sociali videlicet machinae subditur et iis qui eandem gubernant: quapropter dignitatis personae humanae agnitio difficilior evadit atque sic iter impeditur quod verae humariae communitatis ad constitutionem perducit.\n\nAt contra ex christiana doctrina personae recta necessario societatis eruitur notio. Ad Rerum novarum sententias socialemque similiter Ecclesiae doctrinam socialitas hominis minime ab ipsa republica absorbetur, sed in aliis inferioribus sodaliciis explicatur, capto a familia initio usque ad oeconomicas et sociales politicas et culturales consociationes quae ex hominis natura orientes — bono communi usque servato — sua ipsorum fruuntur libertate. Id quidem ipsum « subiectivitatem societatis » vocavimus quae una cum individui subiectivitate a « socialismo reali » deleta est (40).\n\nSi quis ultro interroget unde haec personae humanae falsa notio ac societatis « subiectivitas » oriantur, necesse sit respondeat easdem potissimum ab atheismo dimanare. Deo autem ipsi qui rebus etiam mundanis iuvantibus vocat cum respondet homo, sibi fit idem conscius de sua transcendenti dignitate. Haec responsio ab unoquoque homine elici debet in qua humanitatis illius f astigium invenitur quamque nullum sociale machinamentum vel subiectum commune substituere potest. Si vero Deum haud esse asseverant, de persona ipsius detrahunt fundamentum; tum idcirco socialis ordo impellitur ut reficiatur, auctoritate penitus et personae dignitate neglecta.\n\nCeterum atheismus de quo disseritur arcte cum rationalismo illuministico coniungitur, qui humanam rem machinae modo iudicat. Itaque de germana hominis granditate hoc modo praeciduntur aestimatio suprema itemque eiusdem transcendentia prae mundanis rebus, discrepantia consiliorum in ipsius corde insita, cum inter boni plenitudinem iactatur et imparilitatem ad idem consequendum, et in primis salutis desiderium quod inde proficiscitur.\n\n14. Eadem ex radice et ratione atheistarum instrumenta colliguntur quae pertinent ad actionem propriam socialismi, qui Rerum novarum verbis damnatur. Agitur nimirum de contentione inter ordines. Pontif ex ipse — vere confiteamur — damnare non vult omnem et quamlibet controversiam socialem: probe enim novit Ecclesia inter societatis ordines quasdam exsurgere dimicationes aliqua quasi e necessitate, ob quas crebro est christiano decernendum prompte et congruenter. Ceterum Litterae Encyclicae quarum titulus Laborem Exercens contentionis aequitatem agnoverunt, cum ipsa 'pro sociali iustitia in certamen' vertitur (41). In Litteris Quadragesimo anno autem scribitur: « Classium enim pugna, modo ab inimicitiis mutuoque odio abstineat, paulatim transit in honestam quandam disceptationem, iustitiae studio fundatam » (42).\n\nDe contentione inter ordines potissimum damnatur notio cuiusdam pugnae quae non ethicis rationibus vel iuridicis finitur, quae videlicet dignitatem personae alterius respuit (eadem proinde semet quoque reicit ipsa), quae idcirco omnem accommodationem amovet atque nihil universum societatis bonum persequitur, sed bonum particulare quod in bonum commune subrogatur et cuncta adversa tollere studet. Revocatur denique doctrina de eo quod est « bellum universale », ratione quidem spectata controversiae de socialibus ordinibus, quod nimia rei bellicae cura cupidoque dominandi illa aetate ad necessitudines inter nationes inferebat. Pro congruenti aequabilitate perquirenda inter variarum nationum commoda doctrina inducebatur talis quae asseveraret propriam partem prorsus praevalere debere, adhibitis quoque mendaciis et in cives terroribus, et armis excidii totius (quae tunc temporis coepta sunt excogitari) ut adversariorum opes exstinguerentur. Inter ordines igitur certamen ad marxianam sententiam atque secundum nimium bellicae rei studium eiusdem stirpis sunt: ex atheismo scilicet oriuntur et humanae personae contemptione, unde roboris potius quam rationis iurisque praevaleat principium.\n\n15. Rerum novarum Litterae Encyclicae instrumentis rerum efficiendarum obstant quae publice ministrantur, quandocumque quilibet civis ita quasi « segmentum » denticulatae rotae fit in Statu. Eae simul resistunt pari cum impetu illis doctrinis, quae omnino detineri volunt extra Rempublicam rem oeconomicam. Certe oeconomicae actioni aliquid proprii legitime conceditur, a quo Civitas arcenda est. At ipsa iuridicas condiciones inducere debet, in quibus rationes oeconomicae explicentur, et sic prima principia servare in oeconomica libertate, quae aequalitatem quandam postulat inter partes, ne quaedam pars tantum polleat ut reliquae in servitutem revera redigantur (43).\n\nHac autem de re Rerum novarum Encyclicae Litterae suadent congruarum reformationum iter, quae operi dignitatem reddant ad liberas hominis actiones spectantem. Ipsae quidem conscientiam officii a societate postulant et a regimine, unde opifex contra gravissimam curam coactae vacuitatis lucrosorum operum potissimum defendatur. Praeteritis vero temporibus duas propter rationes eodem vergentes id fiebat, simul cum politica oeconomica ageretur quae aequum auctum iuvaret, simul cum coactae ab opere cessationis cautio interponeretur et renovata educatio in artibus et professionibus secundaretur, ut opifices ad res transire possent fioridiores ex operibus et muneribus minus valentibus et infirmatis.\n\nSocietas exinde et Status tanta salaria praestare debent ut convenienter sustententur opifex eiusdemque domus, peculii cuiusdam repositi data quoque facultate. Haud mediocrem id requirit nisum et conatum ad cognitiones opificibus praebendas et facultates magis magisque aptiores, ut eorum opus melius feraciusque evadat; verum assiduam quoque vigilantiam postulat idem, valde consentaneis iuvantibus legibus ut foeda abusio tollatur quae humilioris ordinis apprime respicit opifices, alienigenas item et segregatos. Decretoria existimantur hac in re opificum collegia, quae minima salaria paciscuntur et operis condiciones.\n\nOperis tandem horaria « humana » serventur quietisque necnon ius suam cuiusque indolem patefaciendi in ipso operis loco ac sine conscientiae ulla violatione dignitatisve. Munus hic profecto repetatur collegiorum quae sunt non modo pactionts veluti instrumentum verum etiam tamquam quidam « lo-ci », ubi opificum natura declaratur : ipsa quidem progressibus inserviunt certi cultus operis opemque pariter ferunt ut vitam modo vere humano fabricae participent opifices (44).\n\nHaec ad proposita consequenda tam directe quam oblique operam suam conferre debet Respublica: oblique scilicet necnon ad subsidiaritatis principium, feliciores quidem inducendo condiciones quae actionis oeconomicae libero usui favean t unde copiosae praebeantur operis opportunitates et divitiarum capita; directe ac secundum solidarietatis principium, fines quosdam qui humiliores tueantur constituendo ipsi partium libertati quae operis condiciones decernunt, itemque illud prospiciendo ut minimum vitale subsidium habeat opere carens opifex (45).\n\nLitterae hae Encyclicae et cum iis coniunctum Magisterium sociale in saeculi xIx et xx traiectu variam multiplicemque habuerunt vim. Quae vis in innumeris reformationibus conspicitur, in providentiis scilicet socialibus et pensionibus atque calamitatum cautionibus, intra rationes videlicet ampliores quibus melius opificum iura serventur (46).\n\n16. Hae autem reformationes a Nationibus partim inductae sunt, quibus tamen in obtinendis magnum praestitit officium industria opificum Motus. Repellendarum iniuriarum et damnorum causa exortus ex conscientia morali ceteroqui in ampia regione egit, in opificum collegiis, in reformationibus provehendis, procul a quarundam doctrinarum caligine proximusque contra opificibus eorundemque cotidianis necessitatibus. Hac in provincia eiusdem nisus cum christianorum opera iugati sunt, quo in melius obtineretur mutatio condicionum opificum vitae. Idem vero deinceps Motus ea ipsa temperabatur quademtenus marxiana opinatione cui refragatae Rerum novarum Litterae erant.\n\nReformationes ipsae etiam libero quodam processo societatis se ipsam bene componentis sunt illatae, solidarietatis apte conciliatis instrumentis, quae auctum quendam oeconomicum sustinerent personae bonis obsequentiorem. Multiplex hic est memoranda actio, bene christianis iuvantibus, in coetus sodalium condendos rerum gignendarum et consumendarum causa et pecuniae creditae gratia, in popularem institutionem provehendam et artis formationem, in varias formas experiendas easdemque ad fabricae vitam participandam versas et generatim societatis.\n\nEst igitur cur Deo gratias agamus, si praeterita respicimus, quandoquidem praeclarae hae Litterae Encyclicae haudquaquam expertes fuerunt vocis de cordibus resilientis, quin immo ad liberalitatem et sollertiam impulerunt; attamen oblivisci non possumus nuntium hunc propheticum ex iisdem Litteris piene non esse receptum illius temporis ab hominibus atque idcirco magnas evenisse calamitates.\n\n17. Si Litteras Encyclicas legimus prae oculis locuples Leonis Magisterium tenentes (47), prorsus animadvertimus, ad extremum in sociali provincia et oeconomica alicuius erroris latioris consectaria easdem significare. Error hic, ut supra memoravimus, in doctrina illa versatur libertatis humanae quae veritatis ab oboedentia ipsam abstrahit, ac propterea ab officio iurium observandorum alienorum. Libertas exinde fit sui amor usque ad Dei contemptionem et proximi, qui amor in immensum utilitatem suam extollit neque ullo vinculo finitur iustitiae (48).\n\nHic ipse error illa in bellorum serie ad pessimum exitum pervenit, quae Europam everterunt orbemque inter MCMXIV et mcmxix annum. Haec nempe bella ex militari furore orta sunt et elato nationis studio et quodam genere unius dominatus quibuscum iungebantur, et bella quae ex classium certamine originem trahebant tum etiam bella civilia et doctrinarum. Acre illud odium si demptum esset et invidia, quae nationes inter se atque propria intra moenia ob sociales iniurias concitaverat, talis profecto vastitas, in qua magnarum Nationum omnes insumptae sunt vires in qua omnia sancta violata in qua consilia capta sunt integras gentes necandi et sociales coetus, haudquaquam exstitisset. Meminimus omnino Iudaicam nationem, cuius sors veluti exemplum nunc habetur summum malorum quae homini contingere possunt contra Deum se vertenti.\n\nIamvero odium iniquitasque totas Nationes pervadunt easdemque ad agendum compellunt cum ipsa comprobantur et doctrinis illis conformantur quae in iis consistunt potius quam in hominis veritate (49). Rerum novarum Litterae cum doctrinis illis odium concitantibus dimicaverunt ac pariter viam commonstrarunt ad vim tollendam et per iustitiam invidiam. Utinam infelicissimorum illorum eventuum recordatio omnium hominum dirigat actus, nominatim populorum nostra aetate rectorum, ubi nova odia conflant aliae iniustitiae, ubi demum novae prospectantur doctrinae quae vim extollunt !\n\n18. Certe ab MCMXLV anno in Europa silent arma, vera tamen — id memoria teneatur — pax non exstat ex militum victoria, at potius ex causis remotis bellorum ex sinceraque inter populos concordia. Complures autem annos in Europa totoque orbe aliquod non-bellum potius viguit quam vera pax. Marxianus dominatus dimidiam Europaeae continentis partem temperavit, dum altera pars periculum illud idem vitare nitebatur. Multi igitur populi potestatem amittunt se ipsi moderandi, qui intra imperii presse strangulati fines cohibentur dum eorum historica memoria deletur et eorundem cultus saeculares radices. Innumerae gentes suum ipsorum solum deserere coguntur, partitione hac per vim inducta, et aliquo violentar amandantur.\n\nInsanum quidem armorum studium haurit opes necessarias ad progressum rerum oeconomicarum cuiusque Nationis necnon ad Civitates iuvandas improsperas. Humanae autem cognitionis progressio pariter ac technicae artis, quae hominum commoditati servire debet ac prosperitati, instrumentum fit belli. Arma quae efficiunt magis magisque perfecta et mortifera, adhibentur scientia et ars, dum ex ideologia quae philosophiae verae est perversio comprobatio postulatur et ratio ad novum bellum suscipiendum. Et id quidem bellum non modo praesentitur et providetur, verum etiam cruentam per caedem geritur multis terrarum in locis. Nationum foederatarum imperiorumve ratio, quae in Documentis Ecclesiae reprehenditur et recens in Litteris Encyclicis Sollicitudo rei socialis (50), facit ut omnes controversiae et dissentiones in Tertii Mundi Nationibus orientes excitentur et amplificentur, unde adversarii imperium in angustias adducatur.\n\nNovissimarum rerum molitores, qui controversias armis expedire contendunt, commode quidem politica fulcimenta et militaria reperiunt, armati videlicet et in rebus bellicis instituti; sed contra ii qui negotia pacifice solvere student et humaniter quique pariter congrua iura omnium partium servant, prorsus segregantur et ab adversariis suis circumveniuntur. « Tertii Mundi » quoque complurium Nationum militaris institutio atque intestina bella in quibus versantur, tum terrorum propagatio et magis magisque barbara instrumenta ad politicas militaresque pugnas adhibita, instabili pace potissimum foventur, quae bellum alterum mundanum consecuta est. Toti tandem orbi imminet atque instat bellum atomicum quod delere radicitus genus hominum potest. Ars denique et scientia in militares res versa praebet odio utique quibusdam doctrinis amplificato summum instrumentum. Quoniam vero bellum in interitum hominum ab ipsis patratum desinere potest, nullis quidem victoribus nullisque victis, via propterea funditus est declinanda quae eodem perducit, et sententia simul est repudianda: pugnam in adversarium delendum, contentionem et bellum ipsum, afferre profectum et progressum historiae (51). Necessitate nimirum huius immutationis intellecta, procul dubio oportet ambigere de « universalis belli » doctrina aeque ac « de certamine inter ordines ».\n\n19. Bello autem altero orbis terminato, talis progressio in hominis conscientia adhuc perficitur; et illud vero eminet et apparet: totalitarismum marxianum ultra proferri dimidiam Europae partem et in maxima orbis parte versari. Bellum profecto, cuius munus esse credebatur libertatem singulis restituere et ius gentium instaurare, re prorsus infecta ad exitum pervenit; quin immo, multis spectatis populis et iis qui praesertim belli diritatem passi sunt, cum his propositis omnino discrepat. Effecisse hanc ita natam condicionem asseverare licet responsa variantia.\n\nQuibusdam in Nationibus et quibusdam sub modis nisus conatusque conspiciuntur societatem popularem resarciendi post belli calamitates; quae societas iustitia sociali perfundatur et ipsum communismum vi cupiditateque rerum novarum exuat, quas hominum multitudines demonstrant vexatae et oppressati. Conamina autem haec liberi mercatus rationes plerumque servare nituntur, dum per stabiles res nummarias et in socialibus necessitudinibus per veram concordiam prospicitur talibus condicionibus ubi sanus sit auctus oeconomicus et constans, in quo homines sibi ipsi filiisque operantes prosperius, futurum tempus provident. Eodem tempore ipsi contendunt prohibere ne mercatus machinae novissimus finis habeantur pro tota hominis vita et publicae vigilantiae subicere eas volunt, unde terrae bonorum communis destinationis principium efficaciter imponatur.\n\nOperis occasiones frequentiores, socialis securitatis solidum institutum quod opus pariter procuret, libera consociatio collegiorum efficienter agentium, cautio si forte desit opus, instrumenta socialis vitae populariter partecipandae, debent hac in re opus ipsum ex « mercis » condicione vindicare et piane efficere ut id digne praestetur.\n\nVires deinde sociales adsunt aliae et motus quae marxismo resistunt ratione quadam inducta « nationalis securitatis » quae societati toti minutatim invigilet ut marxismus irrepere nequeat et illabi. Opibus autem Reipublicae celebratis cumulatisque cogitant a communismo arcere gentes. Sed hac adhibita via periculum prorsus est ne libertas personaeque bona tollantur, quorum sub titulo illi est obsistendum.\n\nAlia vero ratio et consuetudo in commodorum societate residet vel in rerum consumptionis societate, quae eadem intra regionem meri alicuius materialismi marxismum profligare cogitat, dum demonstrat societatem liberi mercatus plenius necessitates explere posse quam marxismum, sepositis similiter spiritalibus bonis.\n\nRevera sociale eiusmodi specimen, sicut hinc demonstrat placita marxiana conatibus defuisse novam creandi societatem atque meliorem, ita illinc, quotiens et vitae autonomiam et moralis rationis praestantiam necnon tum iuris tum humani cultus tum etiam Religionis momentum infitiatur, eatenus cum marxianis confluit, ut homines ad regionem oeconomiae omnino redigat et ad voluptatem usuum materialium.\n\n20. Eadem vero aetate ingens peragitur opus « coloniarum demolitionis » quo complures adipiscuntur aut denuo consequuntur Nationes sui iuris condicionem iusque ipsum de se libere decernendi. Maiestate autem sic status recuperata plerumque eaedem Civitates modo iter primum ingrediuntur ad veram suam libertatem stabiliendam. Partes namque praestantes ipsius rei familiaris seu oeconomicae adhuc retinentur magnis a societatibus extrariis quae se obligari perpetuo nolunt progressibus alicuius Nationis se accipientis; vita sic politica potestatibus exterioribus regitur, dum intra Civitatis ipsius fines versantur vivuntque simul tribus nondum in veram nationis communitatem conglobatae. Desideratur praeterea publicorum peritorum numerus a quibus probe honesteque Status temperentur instituta; item compages requiruntur aptae videlicet ad rem oeconomicam efficaciter gerendam.\n\nAnte hanc populorum praesentem condicionem existimant plurimi posse rationem marxistarum adferre quasi quoddam viae compendium ad Nationis ac Status institutionem; inde ergo variantes socialismi exoriuntur formae cum indole cuiusque nationis propria. Multis ideo cum doctrinis, quae vario quidem modo identidem componuntur, permiscentur legitima salutis patriae postulata necnon studia sui solius populi ac militaris ardoris, tum etiam quaedam principia popularibus e traditionibus deducta quae cum sociali christianorum doctrina non numquam concinunt, et notiones denique marxismi-leninismi.\n\n21. Reminisci tandem oportet, profligato altero omnium gentium bello nisuque facto contra eius crudelitates, acriorem disseminatam esse sollicitudinem de hominum iuribus quae ad extremum est agnita et suscepta variis in Documentis Nationum (52) ideoque in ipso contexendo — dici profecto licet — novo « iure gentium » cui Apostolica Sedes suas continenter contulit partes. Fulcimen et velut huius progressionis cardo fuit Consociatio Nationum Unitarum. At non una dumtaxat conscientia crevit iurium cuiusque hominis, verum singularum quoque Nationum, cum necesse esse simul intellegeretur aliquid effici ut magnae inaequabilitates sanarentur inter latiores orbis regiones, quae quodam pacto quaestionis socialis caput a nationum ipsarum provincia in omnium gentium circuitum transtulerunt (53).\n\nHac rerum progressione perlibenter denotata, aliunde tamen silentio praeteriri haud decet totam summam omnium viarum auxiliandi ipsis progressibus non semper in bonam exire partem. Nec ipsi quidem Consociationi Nationum Unitarum adhuc feliciter contigit ut idonea instrumenta conficiantur ad pugnas inter gentes absque bello dirimendas; quae nempe difficultas maxima videtur quam populorum communitas dissolvat in posterum oportebit.\n\nCAPUT III\n\nANNUS MCMLXXXIX\n\n22. Si ab orbis condicione ita descripta abundeque pariter Nostris in Litteris Sollicitudo rei socialis exposita aliquis proficiscetur, momentum inopinatum magnaeque simul spei comprehendet ipsorum eventuum his proximis annis. Eorum veluti apex attingitur per anni MCMLXXXIX eventa in Europae mediae et orientalis Nationibus sed quae temporis intervallum ac terrarum plagam multo latiorem complectuntur. Progredientibus enim annis a mcmLxxx ad mcmxc apud aliquot Americae Latinae verum etiam Africae et Asiae Civitates collabuntur quaedam dictaturae tyrannidisque gubernia ; alibi autem difficile quidem sed frugiferum suscipitur iter conversionis in civilis ordinis formas quae maiorem patiuntur participationem maioremque prae se ferunt iustitiam. Magni vero ponderis partes, quin immo et decretorias, illuc adtulit Ecclesiae officium in tutandis adiuvandisque hominis iuribus : in locis enim certa quadam doctrina permeatis, ubi copiae variarum factionum collectae sensum obscurabant communis hominum dignitatis, simpliciter at fortiter docuit Ecclesia unumquemque hominem, quaecumque ipsius interiores essent sententiae, imaginem in se Dei gestare ideoque observantiam et reverentiam mereri. Qua in adseveratione saepius consentiebat maior populi ipsius pars; id quod effecit ut contendendi viae rationesque solvendarum difficultatum politicarum quaererentur quae personae dignitatem servarent.\n\nEx hoc porro historiae progressu figurae novae emerserunt popularis regiminis, unde spes quoque elucet futurum esse ut res intra fragile involucrum politicarum socialiumque structurarum commutentur quae acerba catena iniuriarum odiorumque obligantur necnon statu rei oeconomicae conflictato ipsisque societatis gravibus pugnis. Gratias igitur dum referimus Deo cum universa Ecclesia pro heroico saepe testimonio quod plures pastores, communitates totae, christiani singuli aliique bonae voluntatis homines in adeo impeditis rerum adiunctis reddiderunt, precamur simul ut nisus omnium intentos in meliorem efficiendam aetatem venturam ipse sustentet. Illud enim munus non civium dumtaxat illarum Nationum est, verum christianorum cunctorum hominumque bonae voluntatis. Demonstrari enim interest implexas eorundem populorum quaestiones dirimi posse colloquii ac solidarietatis usu, exclusa dimicatione ad adversarium delendum ac bellica vi.\n\n23. Complura inter elementa interitus illius guberniorum imperiosorum quaedam sane sunt digna quae singillatim huc proferantur. Decretoria nimirum res, quae conversionibus initium dedit, iurium operis violatio est. Ilaud enim oblivisci licet intimum discrimen eorum regiminum, quae praedicare audeant aliquam gubernationem immo vero et dictaturam operariorum, magnis incipere cum motibus in Polonia sub solidarietatis scilicet appellatione. Opificum enim turbae ipsae exlegem reddunt eam philosophiam quae se pro illis loqui adserit, dum rursus inveniunt et quasi detegunt — proficiscentes nempe a solido quodam arduoque operis et oppressionis experimento —documenta ac principia socialis Ecclesiae institutionis.\n\nIllud dein oportet efferri: ad eversionem talis « molis » sive imperii ferme ubique perventum est per pacificam omnino contentionem quae armamentis solis utitur veritatis et iustitiae. Cum marxistarum placita defenderint dumtaxat repugnantiis socialibus ad extremum extrahendis fieri posse ut per violentam conflictationem eae dissolverentur repugnantiae, dimicationes quae marxismi importaverunt amotionem firmiter periclitari perseverant singulas disputationis diverbii ac testificationis veritatis vias appellantque adversariorum conscientiam in quibus excitare conantur communis dignitatis humanae sensum.\n\nOrdinatio totius Europae, quae altero ex orbis bello enata erat confirmataque Stipulationibus Yaltensibus, posse videbatur alio solo bello concuti. Superata illa ex contrario est minime violento hominum opere et officio qui, recusantes semper ne violentiae cederent impetibus, singulis datis opportunitatibus modos efficientes repererunt quibus veritatem testarentur. Hoc adversarium inermem reddidit, quoniam violentia ipsa necesse habet ut mendacio quasi legitima defendatur utque sibi, quantumvis falso, speciem induat alicuius tutelae iuris vel responsionis minationibus alienis factae (54). Grates Deo denuo agimus qui hominum corda sustinuerit asperae difficultatis tempore petimusque pariter precantes ut id genus alibi quoque exemplum et in aliis adiunctis utile esse possit. Utinam dempta omni vi discant homines pro iustitia luctari et aspernari item in litibus internis contentionem classium perinde ac bellum in dissensionibus inter nationes !\n\n24. Alia porro pars quaedam illius discriminis sine dubio est efficientia ipsa manca totius oeconomici instituti quod non technicum tantum impedimentum censeri debet sed consectarium humanorum iurium violatorum quae ad liberam industriam, ad proprietatem et ad agendi libertatem in re oeconomica spectabant. Eo similiter accedit ratio ipsa cultus humani patriaeque indolis intellegi enim non valet homo ex uno dumtaxat latere oeconomicae aestimationis neque definiri potest simpliciter, prout ad hunc illumve pertinet civium ordinem. Plenissime scilicet comprehenditur homo, si in aliquem inseritur ambitum culturae per linguam suam et historiam perque adfectionem quam coram praecipuis vitae eventibus ille colit, cuius generis sunt ortus ipse et amor, labor et mors. Mediam vero partem cuiuslibet culturae occupai hominis adfectus ante maximum omnium arcanum: Dei mysterium. Singularum namque Civitatum formae humani cultus totidem tandem rationes sunt quibus interrogationi respondeatur de sensu vitae uniuscuiusque hominis: subducta enim huius generis quaestione, et cultura Nationum et vita moralis pessum dantur. Quocirca dimicatio in operis humani defensionem suapte sponte coniungitur cum pugna pro humano animi cultu necnon Nationis ipsius iuribus.\n\nVera autem novitatis causa illud est spiritale vacuum Dei negatione inductum quod iuvenum saecula destituit recta ordinatione nec raro etiam ea permovit ut, dum propriam personam vitaeque sensum insuperabili quodam fervore conquirebant, religiosas demum radices culturae Nationum suarum denuo retegerent ac personam Christi Iesu ipsam, tamquam responsum suapte natura accommodatum illi siti veritatis et boni et vitae quae cuiusque inest cordi hominis. Quae insuper conquisitio testimonio confirmata est eorum, quotquot Deo perstiterunt fideles. Promiserat enim marxismus necessitatem Dei sublaturum se ex hominum animis; atqui commonstraverunt potius effecta id fieri nullo modo posse nisi totum simul subvertatur cor.\n\n25. Anni MCMLXXXIX eventus documentum praebent felicis exitus ipsius firmae tractandi voluntatis animique evangelici contra adversarium cui certum erat moralibus principiis non se devincire : admonent pariter omnes quicumque sub realismi cuiusdam politici nomine ex rerum politicarum campo ius ipsum depellere moralemque doctrinam nituntur. Poposcit nimirum dimicatio illa, quae anni MCMLXXXIX consectaria peperit, lucidam mentem et temperantiam, dolores et iacturas; quadamtenus vero coorta ea est e precatione nec cogitari quidem potuerat sine interminata de Deo fiducia, historiae Domino qui velut manibus suis corda tenet hominum. Si igitur suos pro veritate libertateque cruciatus homo coniungere novit cum Iesu Christi doloribus in Cruce, prodigium pacis patrare valet potestque aequabiliter ipse semitam saepius angustam dispicere inter animum pusillum malis cedentem hinc et illinc vim quae mala illa duplicat cum sese decipiat eadem vincere posse.\n\nAttamen praeteriri haud innumerabiles possunt condiciones inter quas singulorum hominum operari debet libertas: adficiunt certo, sed non vinciunt, libertatem; eius etiam exsecutionem faciliorem reddunt minusve facilem, at delere illam nequeunt. Non ideo solum non licet hominis naturam ethica ratione transire, quae in libertatem est nata, sed ne fieri quidem istud reapse potest. Quotiens enim ita disponitur societas ut temere imminuatur aut etiam exstinguatur tota regio ea, in qua iure exercetur libertas, consequitur ut socialis sensim vita dissuatur ac dilabatur.\n\nPraeterea ad libertatem conditus homo in sese vulnus originalis portat peccati quod in malum usque eum allicit facitque ut redemptione indigeat. Doctrina haec quidem non sola pars christianae Revelationis necessaria est, sed magnam quoque explicatricem virtutem secum infert, quatenus multum adiuvat ut humana perspiciatur veritas. In bonum namque tendit homo, mali tamen item capax est; proximum quidem potest commodum suum transgredi sed eo simul deligari. Eo igitur solidior erit societatis ordo, quo magis huius rei rationem duxerit renueritque commoditates singulorum bonis anteponere societatis totius simul sumptae, ac vias potius quaesiverit fructuosae eorum compositionis. Etenim ubicumque hominis cuiusque commodum vi opprimitur, in ipsius locum ponderosum sufficitur institutum publicae officiorum gubernationis quae fontes liberae industriae atque creatricis virtutis exsiccat. Cum homines se arbitrantur ultimam tenere rationem secretam absolutae ordinationis socialis quae malum prorsus inefficax reddat, licere aequabiliter credunt quaelibet usurpare instrumenta, vel ipsa mendacia aut crudelitatis consilia, ut illa ad effectum deducatur. Evadit tunc politica doctrina quaedam « saecularis religio » quae se falso existimat paradisum constituere posse hisce in terris. Verum tamen quaevis politica societas, cui propriae sunt sui iuris condicio suaeque leges (55), non poterit commisceri umquam cum Dei Regno. Evangelii parabola de herba bona ac zizaniis (cf. Mt 13, 24-30. 36-43) luculenter docet Dei esse solius sodales Regni et sodales Maligni segregare taleque iudicium ad temporum finem esse eventurum. Si quis audeat homo iam nunc illud praeoccupare iudicium, in Dei se locum subroget eiusque patientiae adversetur.\n\nPropter Christi in Cruce sacrificium semel in perpetuum reportata est Regni Dei victoria; christianorum tamen condicio pugnam postulat contra illecebras viresque mali. Historiae dumtaxat sub finem in gloria Dominus revertetur extremum peracturus iudicium (cf. Mt 25, 31), integratis scilicet caelis novis novaque terra (cf. 2 Pe 3, 13; Apg 21, 1); sed perdurante ipso tempore boni malique luctatio in medio fervet hominis animo.\n\nQuae omnia tradunt Sacrae Litterae de Regni Dei novissima sorte, suum pariter exserunt impulsum in societatum temporalium vitam quae — perinde ac nomen indicat earum — ad verum temporis statum pertinent cum omnibus imperfectis temporariisque illius rationibus. In mundo Regnum Dei ita exstans, quin de mundo sit, humanae ordinem societatis collustrat, cum gratiae vires pervadunt illum atque vivum reddunt. Hoc nimirum modo animadvertuntur melius postulata alicuius societatis homine dignae; errores castigantur; fortitudo ipsa corroboratur nempe operandi ad bonum. Quod ad officium evangelicae animationis rerum humanarum advocantur christiani ac praesertim laici (56) una sane cum universis voluntatis bonae hominibus.\n\n26. Potissimum intercesserunt anni MCMLXXXIX eventa in Europae orientalis mediaeque Civitatibus; universale tamen prae se ferunt momentum ac pondus, cum ex iis bona ac mala proficiscantur consectaria quibus omnis adficitur hominum familia. Hae quidem consecutiones non naturam demonstrant machinariam nec fatalem; sunt opportunitates potius hominum libertati tributae ut cum misericordi operentur Dei consilio inter humanam historiam agentis.\n\nPrima videlicet consecutio fuit quibusdam in Nationibus congressio Ecclesiae cum opificum Motu, qui enatus pridem erat ex contraria quadam impulsione indolis ethicae nominatimque christianae adversus passim diffusam iniustitiae condicionem. Integrum ferme per saeculum idem Motus partim subiacuerat marxismi dominatui cum persuasum haberetur, ut efficienter possent proletarii contra tyrannidem pugnare, debere eos opinationes materiales atque oeconomicas facere omnino suas.\n\nIntra ipsam marxismi dissolutionem exempla voluntaria erumpunt opificum conscientiae qui postulationem iustitiae pronuntiant atque agnitionis illius dignitatis quae operi humano insidet secundum socialem Ecclesiae doctrinam (57). Operariorum Motus ampliorem influit in coetum hominum labori addictorum bonaeque voluntatis ut persona humana liberetur eiusque vindicentur iura; ille Motus complures hodie amplexatur Nationes tantumque abest ut catholicae adversetur Ecclesiae, ut ad eam studiose omnino respiciat.\n\nMarxismi placitorum occasus ex orbe haudquaquam tollit iniustitiae oppressionisque condiciones, unde ipse marxismus immodice iis condicionibus abutens hauriebat alimoniam. Illis autem, a quibus hodie nova ac vera conquiritur liberationis doctrina et usus, offert Ecclesia non suum modo sociale magisterium in universumque praecepta sua de hominis persona a Christo redempta, verum solidum suum adiuvandi officium ut exclusio hominum suppliciumque devincantur.\n\nRecentiore hac aetate avida illa voluntas, qua quidam cupiverunt a parte stare oppressorum nec ab historiae ipsius seiungi curriculo, plures adduxit credentes ut multiplici modo inter rem marxistam et christianam quaerant compromissum quod effici minime potest. Suadet potius praesens hoc tempus, cum ea omnia supervaduntur quae iis in conatibus debilia fuerunt, ut bonitas iterum praedicetur integrae theologiae respicientis universam hominis liberationem.\" Hac quidem iudicandi ratione aestimati eventus anni mcmLxxxix praebent tandem pondus proprium etiam Tertii Mundi Nationibus quae suarum progressionum viam inquirunt haud secus ac fecerunt ante Europae mediae orientalisque Civitates.\n\n27. Altera dein spectat consecutio ad ipsos Europae populos. Sunt enim plurimae iniuriae admissae tum in singulos homines et societatem tum in regiones et nationes istis omnino annis quibus communismus dominabatur, quin et antea; odia tunc multa et inimicitiae increverunt. Periculum ita nunc verum exsistit ne intereunte dittatura recrudescant ea eliciantque contentiones doloresque graves, si moralis illa pugna def ecerit et conscia ipsa conatio testimonium veritati reddendi, quae omnia superioris temporis conamina incitaverunt. Optandum ideo est ne hominum in animis odium visque vincant eorum potissimum qui pro iustitia luctantur, sed ut pacis veniaeque studium in omnibus crescat.\n\nOpus tamen est solidis quibusdam consiliis quibus gignantur vel stabiliantur aliquae inter nationes structurae quae congruae disceptationis causa intercedant ipsis litibus apud Civitates coortis, unde earum quaeque perficere possit ut propria valeant iura et aequa impetretur consensio necnon placata conspiratio cum ceterarum Nationum iuribus. Quod totum necessarium praesertim Europae restat Civitatibus, inter se arctis vinculis quae iunguntur communis cultus humani et multorum saeculorum historiae. Permagnum flagitatur opus ut morali et oeconomica parte illae Nationes renoventur quae communismum reiecerunt. Diutius enim fundamentales rerum nummariarum rationes distortae deflexaeque sunt atque virtutes primariae cum oeconomica industria haerentes, cuius generis sunt veracitas fides navitas, immutatae sunt. Necesse est patientem effici rerum morumque renovationem, poscentibus nempe diutina destitutione miseris gentibus ut gubernatores sui effecta solida et proxima proferant alicuius prosperitatis utque legitimis suis optationibus convenienter satisfiat.\n\nLapsus marxismi maximos intulit impulsus ad orbis partitionem in clausos quosdam circulos, alium alii resistentem atque cunctos inter se invidia aliqua aemulantes. Clarius is etiam illuminavit ipsam veritatem communis populorum coniunctionis tum illud quoque verum: hominum laborem suapte natura intendi ad congregandas nec iam segregandas gentes. Pax enim et prosperitas bona sunt totius hominum generis propria, sic profecto ut iis recte ac longe perfrui non liceat si obtineantur aut retineantur aliis populis Nationibusque laesis, cum eorum violata sint iura vel ipsae a prosperitatis fontibus sint exclusae.\n\n28. Certas apud Europae gentes incohatur quodam modo verum tempus 'post bellum'. Intima enim refectio institutorum oeconomicorum ad recentiorem usque aetatem `collectivorum' secum importat difficultates et iacturas, quae comparari etiam possunt cum sacrificiis et damnis quibus sese oneraverunt Nationes occidentales Continentis ut post mundanum illud alterum bellum redintegrarentur. Aequum proin est hisce in impedimentis Nationes quondam communistarum gubernio temperatas, consentienti adiumento aliarum Civitatum sustentari; at pariter paret eas esse ipsas debere suorum progressuum auctrices. Concedatur tamen iis oportet rationabilis quaedam facultas ut id consequantur, quod sine reliquarum Civitatum sussidio contingere haud potest. Ceterum hodierna asperitatum ac indigentiae condicio ex quodam historico processu manavit, cuius Nationes olim communistae saepius obiectum fuerunt non subiectum: quam ob causam illo versantur in statu non libera sua voluntate nec ob errores a se admissos, verum propter consectaria luctuosorum eventuum quos vis ipsa iniecerat, unde sunt praepeditae quominus progressionis oeconomicae civilisque tramitem diutius persequerentur.\n\nCivitatum aliarum, in primis Europaearum, adiutorium quae scilicet iisdem in rerum eventibus partes egerunt ideoque onus earum in sese recipiunt, certo iustitiae respondet debito. At commodo etiam emolumentoque universali Europae congruit quae in pace vivere minime poterit si variae indolis certamina, ex prioribus temporibus veluti consectaria profluentia, multo acriora evaserint ob statum oeconomicae perturbationis, interioris inquietis ac desperationis.\n\nNecessitas vero haec efficere non debet ut consilia et incepta in auxilium ac praesidium « Tertii Mundi » Nationum tardentur, utpote quae saepius inopiae egestatisque condicionibus laborent multo nimirum gravioribus.\" Singulare quoddam postulabitur conamen ut cunctae copiae viresque colligantur, quibus indiget orbis universus, ad metam incrementi oeconomici communisque progressionis, illustratis prius potioribus rebus necnon bonorum gradibus secundum quos oeconomica et politica capienda sunt consilia. Opes immensae praesto esse poterunt, apparatibus disiectis militaribus qui erant ad contentionem inter Orientem Occidentemque confecti. Eaedem vero opes multo etiam maiores fient, si conventa omnino fide digna fatta erunt, quibus lites dissolvantur pro bellis consuetis, ac si propterea principium moderandi et diminuendi arma in Nationibus quoque Tertii Mundi invaluerit, initis rationibus opportunis contra eorundem mercaturam (60). Ante omnia autem erit necesse totam illam relinqui mentem quae pauperes — homines ac nationes — esse censeat onus quoddam et ingratas molestias, a quibus id omne absumatur quod alii peperint. Ius enim sibi egeni vindicant bonis concretis perfruendi atque convertendi suam operis potestatem in utilem fructum, dum omnem orbem sic reddunt iustiorem omnibusque simul prosperiorem . Pauperum levatio permagna est occasio moralis et culturalis et ipsius oeconomici progressus omnium hominum.\n\n29. Progressio denique non concipi debet aliqua ratione dumtaxat nummaria verum aestimatione prorsus humana (61). Non id solum hic interest ut populi cuncti eum tollantur ad prosperitatis gradum, quo ditiores hodie fruuntur Nationes, sed in hominum labore consociato ut dignior instituatur vita, ut insuper reapse dignitas navitasque creatrix cuiusque hominis succrescat necnon eius facultas respondendi vocationi propriae ideoque Dei ipsius appellationi in ea reconditae. In progressionis vero cacumine exercitatio consistit illius iuris-officii Deum quaerendi eumque cognoscendi ac secundum eam cognitionem vivendi (62).\n\nIn regiminibus vero tyrannidis et auctoritatis imperiosae principium est deductum ad extrema usque consectaria ipsius principatus violentiae prae ratione mentis. Coactus scilicet est homo ut rerum speciem pateretur vi iniunctam non adeptam suae rationis virtute nec libertatis suae usu. Illud itaque subverti oportet principium atque piane iura agnosci humanae conscientiae quae veritate sola vinciatur tam naturali quam revelata. His enim in agnitis iuribus princeps constat fundamentum omnis politici ordinis revera liberi (63). Magnopere igitur refert illud inculcari principium et varias quidem ob causas :\n\na) quoniam vetustae regiminis universalis auctoritatisque plenae figurae nondum sunt penitus superatae, quin immo periculum subsistit ne reviviscant; id quod renovatum studium suadet cooperationis et coniunctionis inter Nationes cunctas;\n\nb) quoniam in progressis iam Civitatibus interdum nimia peragitur propagatio et praedicatio bonorum tantummodo ad commoditatem spectantium, excitatis naturae instinctibus ac propensionibus ad subitam voluptatem, unde difficulter agnoscitur et observatur ordo verorum humanae vitae bonorum:\n\nc) quoniam quibusdam in Nationibus novae exoriuntur formae religiosi fundamentalismi quae, tecto vel etiam aperto modo, denegant civibus alterius religionis ac maioris civium partis plenam civilium vel religiosorum iurium illorum exercitationem, dum prohibent eos ne in culturae disceptationem ingrediantur atque circumscribunt ius Ecclesiae praedicandi Evangelium iusque hominum, audientium illam praedicationem, ut suscipiant eam et ad Christum sese convertant. Nulla veri nominis progressio effici potest nisi naturale ipsum primariumque servatur ius veritatis cognoscendae et secundum illam vivendi. Hoc iungitur cum iure naturali, tamquam exercitium eius altiorque persecutio, ius reperiendi et suscipiendi libere Iesum Christum qui verum est hominis bonum (64).\n\nCAPUT IV\n\nPOSSESSIO PRIVATA\n\nET\n\nUNIVERSALIS BONORUM ADDICTIO\n\n30. In Encyclicis Litteris Rerum novarum valide Leo XIII affirmabat variisque argumentis contra temporis sui socialismum iuris possessionis privatae indolem naturalem (65). Quod ius ad autonomiam et profectum personae pernecessarium est ab Ecclesia usque ad hanc nostram aetatem semper defensum. Item Ecclesia docet bonorum possessionem non esse ius absolutum sed in sua iuris humani natura terminum suum gerere inscriptum.\n\nDum ius possessionis privatae enuntiabat Pontif ex pari cum planitate affirmabat bonorum « usum » commissum libertati esse obnoxium ipsorum primigeniae bonorum creatorum communi destinationi et etiam lesu Christi voluntati in Evangelio significatae. Scripsit enim: « Fortunati monentur ...: terrori locupletibus esse debere Iesu Christi minas rationem de usu fortunarum Deo iudici severissime aliquando reddendam »; et memorans Sanctum Thomam Aquinatem addidit: « At vero si illud quaeratur, qualem esse usum bonorum necesse sit, Ecclesia quidem sine ulla dubitatione respondet quantum ad hoc, non debet homo habere res exteriores ut proprias, sed ut communes », quia « legibus iudiciisque hominum lex antecedit iudiciumque Christi » (66).\n\nLeonis XIII Successores duplicem affirmationem iteraverunt : possessionem privatam esse necessariam ideoque licitam, simul autem eandem esse circumscriptam (67). Concilium quoque Vaticanum II diligenter translaticiam doctrinam proposuit verbis quae ref erri utile est : « Homo, illis bonis utens, res exteriores quas legitime possidet non tantum tamquam sibi proprias, sed etiam tamquam communes habere debet, eo sensu ut non sibi tantum sed etiam aliis prodesse queant ». Et paulo ulterius : « Proprietas privata aut dominium quoddam in bona exteriora spatium piane necessarium ad personalem et familiarem autonomiam unicuique conferunt, et velut libertatis humanae extensio considerari debent Ipsa autem proprietas privata et indolem socialem natura sua habet, quae in communis destinationis bonorum lege fundatur » (68). Eandem doctrinam repetivimus Nos, primum in allocutione ad III Coetum Episcopatus Latino-Americani Pueblae collecti, deinde in Litteris Encyclicis Laborem exercens et Sollicitudo rei socialis (69).\n\n31. Cum haec relegitur institutio de iure possessionis deque communi bonorum destinatione respectu aetatis nostrae, quaeri potest de origine bonorum quae vitam hominis sustentant, eius necessitatibus satis faciunt et sunt eius iurium obiectum.\n\nOmnium, quae bona sunt, origo prima est ipsius Dei actus qui terram creavit et hominem hominique terram dedit ut in eam dominaretur labore suo eiusque frueretur fructibus (cf. Gn 9, 28-29). Deus terram dedit universo humano generi ut ea omnia huius membra sustentaret, nullo excluso nullo anteposito. Hic radix reperitur universalis destinationis bonorum terrae. Terra quidem, quoniam fecunda est et par necessitatibus hominis explendis, primum Dei donum est ad vitam humanam sustentandam. Terra autem suos non fert fructus sine peculiari hominis ad Dei donum responsione id est sine labore: per laborem homo utens intellegentia et liberiate sua in eam dominatur eamque suam facit dignam sedem. Hoc modo is suam facit eam terrae partem quam sibi opere comparavit. Ibi est possessionis privatae origo. Is, ut patet, etiam officio astringitur ne impediat quin alii homines suam doni Dei habeant partem; immo vero cum iis operam suam consociare debet ut universae terrae simul dominentur.\n\nIn historia semper haec duo, labor et terra, inveniuntur, cuiusque humanae societatis initio. Non semper tamen haec duo eandem habent inter se necessitudinem. Olim naturalis terrae fecunditas apparebat et reapse erat divitiarum pars praecipua, opus autem eiusmodi fecunditatis auxilium erat et columen. Nostra aetate laboris hominum plus plusque in dies partes excellunt, nempe ut idem adferat divitias corporeas et incorporeas; insuper evidens fit hominis cuiusque laborem natura sua cum labore aliorum hominum necti. Hodie praesertim laborare est cum aliis laborare et laborare pro aliis; est aliquid facere pro aliquo. Opus eo fecundius est et fertilius, quo homo intellegentior in cognoscenda vi feracitatis terrae est inque necessitatibus pernoscendis alterius hominis pro quo ipse operatur.\n\n32. Sed aliud possessionis genus est huius aetatis peculiare nec minus habet momentum quam terrae: possessio haec est cognitionis, technicae artis, totius scientiae. In hoc possessionis genere divitiae consistunt Nationum ad quaestuosae industriae incrementa provectarum, multo magis quam in possessione opum naturalium.\n\nDictum est nuper hominem cum aliis hominibus laborare, « sociale opus » participantem, quod circulos gradatim ampliores ipsamque universam terram comprehendit. Qui aliquid efficit praeterquam in usum suum, id facit plerumque ut alii eadem re utantur iusto pretio soluto communibus consiliis definito per liberam pactionem. Ipsa piane tempestive cognoscendi facultas aliorum hominum necessitates et concursiones earum rerum, quae quaestui sunt et aptiores ad illis satisfaciendum, alius est divitiarum fons in hodierna societate. Ceterum multa bona gigni non possunt efficaciter industria unius personae sed postulant ut multi eandem operam in idem communicent. Hunc nisum conciliare, eius diuturnitati cavere, curare ut vere is respondeat necessitatibus quas debet explere, pericula suscipere quae requiruntur hoc quoque est in hodierna societate fons divitiis fecundus. Ita evidentiores et usque praestantiores fiunt rationes laboris humani ordinati et efficientis et, sicut est huius laboris pars praecipua, facultatis consilia capiendi et opera conducendi (70).\n\nHaec via, quae in lucem profert veritatem de persona quam Christiana fides numquam affirmare destitit, est attente et studiose consideranda. Revera praecipua hominis copia ipse homo est una cum terra. Eius intellegentia efficit ut perspiciantur potentia feracitatis terrae et multiformes modi quibus humanis necessitatibus satisfieri possit. Eius bene temperatus labor in conspiranti cooperatione facit ut consortiones laboris constituantur ampliores et fiducia dignae ad naturalem et humanum ambitum mutandum. Hac ratione graves implicantur virtutes, quales diligentia sunt, sedulitas prudentia in aequis periculis suscipiendis, auctoritas et fidelitas in officiis inter personas, fortitudo in exsequendis difficilibus et acerbis propositis necessariis tamen ad administrationis opus commune et ad occurrendum fortunae vitiis quae accidere possunt.\n\nHodierna oeconomia administrationis utiles admittit aspectus, quorum fundamentum est personae libertas quae in regione oeconomica significatur sicut et in tot aliis. Etenim oeconomia pars est multiformis industriae humanae inque eam, sicut in quamlibet aliam regionem, ius valet libertatis sicut et officium ea utendi ex animi conscientia. Sed notari refert hodiernae societatis et praeteriti temporis etiam recentioris propensiones proprie differre inter se. Si olim proventuum causa potissima terra erat et postea pecuniae caput, acceptum tamquam acervus machinarum et bonorum ex instrumentis constantium, nulle causa praecipua usque magis ipse est homo, hoc est eius cognoscendi facultas quae apparet per cognitionem et disciplinas, facultas se ordinandi consociata voluntate, facultas necessitatem alterius intellegendi eandemque explendi.\n\n33. Attamen fieri non potest quin reprehendantur pericula et incommoda cum eiusmodi processu coniuncta. Re multi homines, fortasse eorum maior pars, instrumentis carent quae potestatem f aciunt ingrediendi modo certo et humaniter digno figuram conductionis et operis, in qua ipse labor locum obtinet principem. Hi sibi parere nequeunt primas cognitiones quibus possint suam efficiendi vim exprimere suamque augere potentiam. Nec habent facultatem se mutuo cognoscendi et secum communicandi, quae efficeret ut eorum dotes existimarentur et in usum converterentur. Hi ad summam, si non omnino quaestui sunt, large segregantur, et progressus oeconomicus fit, ut ita dicamus, super eorum capita, nisi forte prorsus iam angusta spatia contrahit veterum oeconomiarum ad victum solum pertinentium. Inhabiles ad obsistendum mercium aemulationi modis novis effectarum et postulatis bene respondentium, quibus ipsi antea prospicere solebant usitata rerum ordinationis forma, ostentatae opulentiae illecti splendore quam tamen assequi non possunt et simul egestate pressi, eiusmodi homines urbes Tertii Mundi frequentant, ubi saepe sunt quoad culturam eradicati et in violentae mutabilitatis condicionibus versantur, copiam habentes nullam se cum aliis consociandi; non iis dignitas attribuitur et interdum curatur ut de historia tollantur per vires cogentes ad imminuendam subolem humanae dignitati contrariam.\n\nMulti alii homines, etsi non omnino seiuncti, in rebus locisque vivunt, ubi omnino primaria est contentio de necessariis ubi adhuc regulae vigent capitalismi pristini tali in « crudelitate », ut haec nullo patto sit atrocitate minor quam duritia turbidissimorum temporum initialis processus quaestuosarum industriarum invectionis. Aliis in casibus adhuc terra est progressus oeconomici pars potissima et qui eam colunt, a possessione exclusi, rediguntur in dimidiatae servitutis condiciones (71). Hisce in casibus etiamnum, sicut tempore Encyclicarum Rerum novarum, loqui licet de abusione inhumana. Quamvis magnae mutationes factae sint in societatibus excultioribus, humana capitalismi vitia cum conseguenti dominatu rerum in homines minime defecerunt; immo, quod ad pauperes spectat, ad bonorum corporeorum penuriam addita est egestas doctrinae et educationis quae eos impedit ne se liberent sua indecora servitute.\n\nIncommode occidit quod talibus in condicionibus maior incolarum « Tertii Mundi » pars adhuc vivit. At non recte « Tertius Mundus » sola significatione geographica intellegi debet. In huius « Mundi » nonnullis regionibus et socialibus in eius partibus instituti sunt progressionis cursus qui innituntur non tam aestimatione opum corporearum quam « f acultatis humanae ».\n\nAnnis non remotis affirmatum est progressionem pendere ex separatione Nationum pauperiorum a totius orbis commercio et ex earum spe in propriis viribus posita. Recentiorum annorum experientia contra ostendit Nationes seclusas languisse et regressas esse, cum quae ingredi potuerint generalem negotiorum inter se conexionem in gradu internationali, fioruerint. Maxime igitur incomrnodum videtur aequum accessum adipisci ad mercaturam internationalem, positum quidem non in principio illo — unam tantum partem spectante — opibus naturalibus abutendi, sed potius in aestimatione opum humanarum (72).\n\nAspectus tamen « Tertii Mundi » proprii etiam in Nationibus cultis exstant ubi continua modorum efficiendi et consumendi mutatio dignitatem imminuit quarundam notionum iam adeptarum et professionum confirmatarum postulatque ideo continuum conatum recuperandae praestantiae et adcommodationis. Illi qui gradum temporum aequare nequeunt facile possunt segregari; cum iis sunt grandes natu, iuvenes qui non valent se bene inserere vitae sociali et generatim tenuiores et « Quartus Mundus » qui dicitur. Mulieris quoque condicio hoc in statu rerum est minime facilis.\n\n34. Simul quod ad singulas Nationes spectat simul quod rationes internationales, liberum commercium videtur efficacissima via ad opes collocandas et ad necessitatibus feliciter respondendum. Hoc tamen solum valet de eis necessitatibus, quae « ad solvendum sunt » quae pondus emptionis habent, et de opibus quae « ad vendendum » sunt quanti aequum est. Sed quaedam exsistunt postulata humana quae ad mercaturam non attinent. Grave est caritatis et iustitiae officium prohibere ne fundamentales humanae necessitates non satiatae maneant et homines qui iis premuntur pereant. Est praeterea necesse hos homines indigentes adiuvari ad consequendas cognitiones, ad ineundas mutuas conexiones, ad excolendas suas dotes et habilitates quibus possint suarum opum et f acultatum virtutem augere. Ante rationem permutationis rerum parium et ante iustitiae genera quae eius sunt propria, aliquid viget quod homini debetur quia homo est ob eius eminentem dignitatem. Hoc aliquid, quod debetur, potestatem flagitat qua quis superstes vivat et reapse ad bonum commune totius generis humani conducat.\n\nIn « Tertii Mundi » adiunctis totam suam servant vim, immo sunt quibusdam in casibus persequenda, ipsa proposita quae Encyclicae Rerum novarum indicaverunt ad impediendum ne hominis opus minueretur ipseque homo nuda fieret merx : salarium nempe quod vitae familiae sufficeret; publicas cautiones senectuti tutandae et operis vacationi vitandae ; aptam condicionum laboris tutelam.\n\n35. Magnus fecundusque campus patescit navitatis et contentionis, iustitiae nomine, pro opificum collegiis ceterisque operariorum consociationibus, quae eorum iura defendunt et subiectivam eorum indolem tuentur simulque munus potissimum sustinent spectans ad culturam, ut ii plenius et dignius vit.am Nationis communicent eiusque iter ad progressionem foveant.\n\nHoc sensu iure loqui licet de certamine contra rationem oeconomicam acceptam tamquam modum qui in tuto collocat principatum absolutum pecuniae capitis, possessionis instrumentorum, quibus bona gignuntur, et terrae, respectu liberae laboris hominis subiectivae indolis (73). Huic contra talem rationem certamini non proponitur, uti exemplar alternum, formula socialista, quae reapse esse videtur capitalismus reipublicae, sed societas liberi operis, conductionis et participationis. Ea scilicet me rcatui non opponitur sed convenienter est Reipublicae auctoritatibus temperanda ut totius societatis expleat necessitates.\n\nEcclesia probat iustas quaestus partes, tamquam administrationis prosperae indicem. Cum enim administratio lucrum gignit, constat vias bona efficiendi esse adhibitas apte et respondentibus humanis necessitatibus esse iuste satisfactum. Quaestus tamen non est solus condicionum administrationis index. Fieri potest ut computationes oeconomicae sapienter ordinatae sint et simul homines, qui administrationis sunt patrimonium praestantissimum, indigne afficiantur iniuria. Istud non solum est ratione morali reiciendum, sed praevideri certe potest id efficientiae quoque oeconomicae administrationis nociturum. Etenim eo spectat alicuius negotii administratio ut non modo quaestum gignat, verum etiam ut ipsa administratio supersit veluti hominem communitas qui diversis viis fundamentales suas necessitates explendas curant et coetum peculiarem constituunt toti societati servientem. Quaestus est vitae administrationis temperator, sed non unicus ; praeter illum enim alia humana elementa et moralia consideranda sunt quae, procedente tempore, saltem par momentum habent pro totius incepti vita.\n\nIam vidimus improbandam esse affirmationem ex qua, vieto « socialismo reali » uti aiebant, capitalismus unicum exstimetur exemplar constitutionis oeconomicae. Frangantur oportet eiusmodi obstacula et monopolia quae non sinunt tot populos progressus facere, omnibus praeterea personis et Nationibus caveatur de praecipuis condicionibus per quas progressio participetur. Eiusmodi propositum a tota communitate internationali postulat nisus praestitutos et conscios. Oportet Nationes fortiores opportunitatem tenuioribus dent se vitae internationali inserendi, et tenuiores talem amplectantur occasionem, necessariis coeptis et incommodis se dedendo, providendo stabilitati conspectus politici et nummarii necnon certae exspectationi in futurum, tum auctae propriorum opificum peritiae, formationi conductorum efficientium et sui officii consciorum (74).\n\nImpraesentiarum utilia incepta ad hoc propositum assequendum difficultate gravantur, quae magnam partem nondum est dirempta, debiti videlicet externi Nationum pauperiorum. Est quidem iustum illud: debita esse solvenda; sed non licebit exsolutionem petere vel exigere, si illa inducet revera ad tales electiones politicas, ut ingentes humanas multitudines ad famem agat et desperationem. Illicitum est postulare ut aes alienum contractum intolerabilibus cum incommodis solvatur. His in casibus necesse est — uti ceteroqui partim iam fit — modi inveniantur ad oneris debiti deminutionem, dilationem et etiam exstinctionem, congruentes cum fundamentali iure populorum ad victum et progressionem.\n\n36. Decet nulle peculiares quaestiones et minationes, quae exsistunt in oeconomiis provectioribus quaeque cum propriis earum notis coniunctae sunt, animadvertere. Anteactis progressus temporibus homo semper vixit re necessaria coactus. Pauca erant eius postulata, quodammodo eius corporis constitutione definita; et industria oeconomica inclinabat ad illa procuranda. Patet autem hodie non solum agi de bonorum sufficientium danda copia, sed etiam responsione reddenda postulationi bonitatis: haec est bonitas mercium conficiendarum et consumendarum; bonitas publicorum munerum, quibus homo fruitur, rerum locorumque adiunctorum et vitae universae bonitas.\n\nPostulatio ipsius vitae, natura sua acceptioris et ditioris, est per se legitima; tamen non possunt non in luce poni nova officia et pericula huic historico tempori cohaerentia. Modis, quibus novae necessitates oriuntur et definiuntur, semper subest notio plus minusve homini eiusque vero bono consentanea: ex delectibus bonorum efficiendorum et consumendorum certa se patefacit cultura, uti universalis vitae notio. Hinc oritur nimium rerum consumendarum studium. In deprehendendis novis necessitatibus novisque viis satisfaciendi eis, oportet quemque sinere se integra hominis imagine dirigi, quae observet momenta eius uti hominis et materialia ac naturalia interioribus et spiritalibus subiciat. Si quis autem suos directo spectat appetitus et praetermittit naturam personae suae consciae et liberae, importari possunt mores consumptionis et vitae consuetudines ipsae per se vitiosae aut eius corporis et animi sanitati nocentes. Institutum oeconomicum in se normas non habet quibus possit recte discernere modos novos et altiores satiandi necessitates humanas ab ipsis novis necessitatibus invectis, quae personae maturae formationi obstant. Necessarium igitur est, et urget magnum opus institutorium et culturale, quod comprehendat emptorum formationem ad prudentem usum potestatis suae seligendi ac formationem ipsorum effectorum ad acrem officii conscientiam et imprimis eorum qui artem exercent utendi instrumentis communicationis socialis, iam praeter necessarium civilium Auctoritatum interventum.\n\nMagnum exemplum consumptionis artificiosae, saluti et dignitati hominis contrariae, et certe non facilis inspectionis, est exemplum medicamenti stupefattivi. Eius diffusio signum est gravis vitii ordinis socialis eique etiam subiacet necessitatum humanarum « interpretatio » materialistica et quodammodo usuum humanorum destructiva. Potentia igitur novationis liberae oeconomiae ad effectum adducitur ab una parte tantum neque apte. Medicamentum stupefactivum perinde ac obscenitates aliaque genera nimiae rerum consumptionis, cum debilium abutuntur infirmitate, vacuum compiere spiritate volunt quod interea factum est.\n\nMalum non est melius vivere cupere sed mala est constitutio vitae, quae melior esse iudicatur, cum id spectat ut quis habeat non ut sit, et cum is plus habere vult non ut plus ipse sit sed ut vita absumatur supervacanea voluptate (75). Curandum est idcirco ut vitae rationes constituantur, in quibus conquisitio veri pulchri boni et communio cum ceteris hominibus propter communem progressionem electiones efficiant consumptionum, compendiorum, pecuniae collocationum. Quod ad hoc pertinet, non possumus solummodo monere de officio caritatis, id est de officio subveniendi per id « quod superest », et interdum etiam per id quod est « necessarium », ut res suppetant quae opus sunt ad pauperum vitam. Etiam significamus consilium pecuniam collocandi potius hic quam illic, in hac parte frugifera potius quam in alia, electionem esse semper moralem et culturalem. Certis definitisque condicionibus positis et rei oeconomicae et stabilitatis politicae quae praeteriri non possunt, propositum pecuniam collocandi, id est alicui populo occasionem dandi ut ex suo labore commoditatem percipiat, oritur etiam ex sensu benevolentiae et ex fiducia Providentiae, quae humanam indolem ostendunt illius qui consilium capit.\n\n37. Praeter consumptionis quaestionem, aliquid sollicitudinis habet estque illi arcte iuncta, quaestio oecologica. Homo enim magis habere cupiens et gaudere quam esse et crescere, immodice et sine moderatione opes terrae et suae ipsius vitae absorbet. Stultae locorum naturalium destructioni error subest anthropologicus nostra aetate sane diffusus. Homo, qui intellegit se posse suo opere mundum mutare et quodammodo « creare », obliviscitur hoc opus semper exerceri supra fundamentum primigeniae donationis rerum a Deo factae. Iste cogitat sibi licere arbitrio suo terra uti et frui eam sine condicione voluntati suae subicienti, ac si ea suam non habeat formam et destinationem priorem sibi a Deo tributam, quam homo potest quidem excolere non autem prodere debet. Nedum suo fungatur munere cooperatoris Dei in mundo, non recte homo in Dei locum succedit sicque abit ad concitandam naturae detrectationem quam is potius vexat quam gubernat (76).\n\nHac in re animadvertitur ante omnia egestas vel illiberalitas obtutus ac prospectus hominis, studentis nempe res potius possidere quam ad veritatem ref erre et destituti illo habitu sui immemore gratuito aesthetico, qui manat ab admiratione rerum quae sunt et pulchritudinis quique spectandum praebet in rebus aspectabilibus nuntium Dei invisibilis qui eas condidit. Quod ad hoc attinet, genus humanum conscium esse debet suorum munerum et officiorum erga futura saecula.\n\n38. Praeter insanam locorum naturalium destructionem illa sane gravior est hic commemoranda quae ad hominem ambitum pertinet in quam tamen rem longe abest ut necessaria consideratio intendatur. Dum enim iuste profecto, etsi multo minus quam oportet, cogitatur de areis naturalibus diversorum generum animalium, quae ne exstinguantur periculum est, quoniam intellegitur eorum unumquodque peculiariter conf erre ad terrae generalem temperationem, parum curatur de « oecologiae humanae » condicionibus moralibus tutandis. Non solum terra a Deo homini data est, qui ea uti debet primigenium propositum observans pro quo ei tamquam bonum est data; sed etiam homo sibi ipsi a Deo datus est eique est ideo observanda structura naturalis et moralis qua est donatus. Quod ad haec spectat, mentio est facienda gravium quaestionum urbanae vitae nuperius inductae ac necessitatis prospiciendi ut in eiusmodi studio urbanitatis consulatur vitae personarum, atque attentionis ad « oecologiam socialem laboris ».\n\nHomo suam essentialem a Deo accipit dignitatem simulque potestatem transcendendi omne societatis institutum usque ad veritatem et ad bonum. Is tamen condicionibus adstringitur structurae socialis in qua vivit, tum accepta educatione et locis exterioribusque rebus. Haec possunt efficere ut secundum veritatem aut facilius aut difficilius vivat. Consilia, quibus ambitus humanus constituitur, possunt ergo structuras proprias peccati parere, quae impediunt ne, qui iisdem varie premuntur, piene se qua homines perficiant. Tales structuras demoliri et pro illis veriores convictionis formas substituere, negotium est quod firmum postulat animum et patientiam (77).\n\n39. Prima et fundamentalis « oecologiae humanae » serviens compages est familia, in qua homo primas et praecipuas notiones recipit de veritate deque bono, discit quid sit amare et amari et idcirco, quid sit re esse personam. Intellegenda est hic familia matrimonio innisa, in qua mutuum viri et mulieris sui donum condicionem gignit vitae, in qua infans nasci potest et suas educare facultates, suae dignitatis conscius fieri et se praeparare ad sortem suam obeundam unicam ut quae iterari non possit. Saepe contra accidit ut homo deterreatur ab implendis condicionibus humanae procreationis, et inducatur ad putandum seipsum suamque vitam potius summam esse sensuum experiendorum quam opus efficiendum. Oritur hinc quaedam lacuna libertatis, quae perducit ad respuendum officium quo se perpetuo quis coniungat cum alla persona et filios generet, aut perducit ad liberos aestimandos unam ex tot « rebus » quae haberi possunt aut non haberi secundum propriam libidinem, quaeque cum aliis opportunitatibus certant.\n\nOportet rursus familia existimetur vitae sacrarium. Ea enim sacra est ; locus est ubi vita Dei donum apte potest accipi et defendi contra multiplices incursiones quibus obicitur, et crescere valet prout verus humanus postulat auctus. Adversus culturam mortis, quae dicitur, familia culturae ipsius vitae est sedes.\n\nHumana mens hac in re propendere potius videtur ad imminuendos tollendos vel delendos vitae fontes, etiam abortione adhibenda in mundo quidem diffusa, quam ad def endendas et aperiendas vias vitae. In Encyclicis Sollicitudo rei socialis vituperatae sunt constantes venditationes contra natorum numerum secundum falsam notionem quaestionis demographicae. Ibi namque « summa violatio patratur liberi eorum consilii, quorum interest, ... qui coercitionibus intolerabilibus haud raro sollicitantur, ut novae huic succumbant formae oppressionis » (78). Scilicet de agendi rationibus agitur quae per novas technicas ita se extendunt ut, quasi in « chemico bello », pluries centenorum milium hominum vitam corrumpant indefensorum.\n\nHae improbationes non tantum impugnant rationem oeconomicam, quantum rationem ethicam-culturalem. Oeconomia namque solummodo aspectus est et modus multiplicis humanae industriati. Si ea absoluta ducitur, si mercium confectio et consumptio principem locum tenent vitae socialis et evadunt unicum societatis bonum nulli alii obnoxium, hoc fit non solum nec tantopere propter rationem oeconomicam, quam ob id, quod ratio socialis-culturalis ignorans pondus ethicum et religiosum imminutum est et soli bonorum ac servitiorum effectioni vim tribuit (79).\n\nHaec omnia contrahi possunt rursus si affirmatur libertatem oeconomicam solummodo esse libertatis humanae partem. Cum ea autonoma fit, cum scilicet homo censetur confector aut consumptor bonorum potius quam persona quae efficit res et consumit ut vivat, tunc suam amittit cum persona humana necessariam coniunctionem et tandem eam abalienat et opprimit (80).\n\n40. Reipublicae est illa bona communia defendere et tueri, qualis sunt loca naturae et circumstantia resque exteriores hominis, quae protegi non possunt solis mercatus viis et rationibus. Sicut temporibus veteris capitalismi Respublica debebat iura laboris fundamentalia defendere, ita nunc novo in capitalismo et illa et universa societas bona communia defendere debent, quae ceteroquin saeptum sunt intra quod tantummodo potest quisque legitime sua ipsius consegui proposita.\n\nAlius hic mercatus terminus invenitur necessitates exsistunt communes et qualitativae, quae istius modis et institutis expleri nequeunt. Humana postulata exsistunt quae eius logicam consecutionem effugiunt. Bona exsistunt quae ex sua natura nec possunt nec debent venire et emi. Haud dubie, viae rationesque mercatus multa praebent auxilia; adiuvant praeter cetera, ad melius opibus utendum ; mercium commutationem fovent, et imprimis maximi faciunt voluntates et proposita personae humanae, quae in pactione incidunt in voluntatem et proposita alterius personae; attamen pericula afferunt « idololatriae » mercatus, qui bona esse nescit quae suapte natura nec sint nec esse possint simplices merces.\n\n41. Marxismus exprobravit societates medii ordinis civium possidentium, nominatim eas reprehendens quod vitam humanam mercem reddidissent et abalienassent. Haec obiurgatio nititur falsa et non sufficienti alienationis notione, quae eam promit e sola regione cognationum confectionis et possessionis, eam scilicet in materialismo ponens et insuper negans legitimas et utiles esse necessitudines mercatus etiam in sua ipsarum provincia. Ea doctrina ita demum affirmat una ordinatione sociali generis collectivi aboleri posse alienationem. At experientia historica Nationum socialistarum ostendit alienationem communismo non deleri sed augeri potius, addita rerum necessariarum penuria et oeconomica inefficacia.\n\nVicissim historica Occidentis experientia ostendit, si explicatio et fundamentum marxianum alienationis falsa sint, alienationem tamen cum veri sensus vitae amissione etiam in societatibus occidentalibus vigere. Haec in rebus consumendis fit, cum homo falsis levibusque voluptatibus implicatur potius quam adiuvatur ad suam humanitatem vere et reapse experiendam. Alienatio fit etiam in opere, cum hoc ita disponitur, ut suos fructus et reditus solos maximi ducat, nec curatur ut opifex suo labore plus aut minus se perficiat qua hominem, prout plus crescat concors communitatis promptae communicatio aut eius solitudo in acerrima commerciorum aemulatione et mutuae ignorationis, ubi eius humanitas instrumentum dumtaxat putatur non finis.\n\nOportet notio alienationis ad visionem christianam revocetur, pro qua instrumenta et proposita hominis invertuntur : cum non agnoscit praestantiam et magnitudinem personae in seipso et in altero, homo non potest sua humanitate frui nec illam necessitudinem et communionem cum ceteris hominibus participare ad quam Deus eum condidit. Per liberum enim sui donum homo vere is fit qui esse debet (81). Quod donum fieri potest ob essentialem facultatem transcendentiae personae humanae. Homo non potest humanae tantum rerum ordinationi se donare, abstractae cuidam cogitationi vel fucatae utopiae. Uti persona se ipsum potest donare alii personae vel aliis personis et denique Deo, qui auctor est illius rei quae ea est, et unus potest plene eius accipere donum (82). Alienatus est homo qui recusat se ipsum transcendere et donum sui experiri atque formationem verae communitatis humanae, directae ad sortem eius ultimam quae Deus est. Alienata est societas quae suis in formis ordinationis socialis et rerum confectionis atque consumptionis difficiliorem reddit traditionem huius doni et huius inter homines conspirationis constitutionem.\n\nIn societatibus occidentalibus est superatus quaestus immitis, saltem secundum illas formas, quas Carolus Marx inquirit et describit. Attamen superata non est alienatio in formis abutentis quaestus multiplicibus, cum homines sibi ipsis vicissim quaestui sunt et, dum usque exquisitius satisf aciunt peculiaribus et secundariis necessitatibus, necessitates praecipuas et veras spernunt quae etiam modos dirigere debent satisfaciendi ceteris postulatis (83). Homo qui solum curat ut potiatur rebus et fruatur, nec iam aptus ad cupiditates et impetus suos refrenandos atque per oboedientiam veritati subiciendos, liber esse non potest. Oboedientia veritati etiam veritati quoad Deum et hominem, est prima libertatis condicio. Nam efficit ut proprii usus, appetitus et modi ad eos sedandos secundum iustum ordinem disponantur ita sane ut rerum possessio ratio fiat qua homo crescat. Huic incremento obesse potest callida usurpatio instrumentorum communicationis socialis, quae bene dispositae pertinaciae vi pariunt consuetudines motusque opinionum, cum considerari non possint fundamenta quibus illa nituntur.\n\n42. Initialem quaestionem nunc repetentibus licetne nobis affermare, collapso communismo, capitalismum esse rationem socialem vincentem et ad illam spectare debere Nationum conatus quae operam dant suis oeconomiis reficiendis suisque societatibus? Estne hoc exemplar Nationibus Tertii Mundi proponendum quae verae progressionis oeconomicae et civilis quaerunt viam?\n\nResponsio sane implicata est. Si « capitalismus » existimatur ratio oeconomica, quae pondus praecipuum et positivum agnoscit administrationis, mercatus, possessionis privatae et hinc consequentis responsalis officii de instrumentis confectionis, liberae hominis facultatis moliendi in oeconomiae regione, responsio est certe adfirmans, etsi forte magis proprium est loqui de « oeconomia administrationis », vel « oeconomia mercatus », vel simpliciter « oeconomia libera ». At si « capitalismus » existimatur ratio, ubi libertas in provincia oeconomiae, non in solidum contextum politicum tamquam in formam stabilem includitur, qui eam immittat ad ministerium integrae libertatis humanae eamque putet peculiarem mensuram libertatis cuius cardo ethicus est et religiosus, tum responsio tantundem negans est.\n\nMarxismi solutio male cessit sed manent in mundo quaedam condiciones derelictionis et abusionis (praesertim in Tertio Mundo), necnon alienationis humanae (praecipue in Nationibus excultioribus), contra quas Ecclesia vocem suam fortiter attollit. Tot multitudines etiam nunc in miseria versantur cum corporum tum animorum. Marxismi casus in tot Nationibus aufert certe impedimentum in his quaestionibus apte et ad rerum veritatem obeundis sed eas non dirimit. Quin immo periculum est ne radicalis diffundatur ideologia capitalismo consentanea, quae renuit eas etiam tractandas suscipere, cum iam in antecessum putet irritum fore omnem nisum eis occurrendi, easque temere credit componendas augescentibus mercatus viribus.\n\n43. Ecclesia exempla non habet quae proponat. Exempla ad res attinentia et vere efficacia solum oriri possunt in diversis condicionibus historicis, si ii quorum est operam navant quaestionibus definite profligandis pro earum singulis aspectibus socialibus oeconomicis politicis et culturalibus quae mutuo nectuntur (84). Huic negotio Ecclesia praebet, tamquam necessariam directionem optimam, suam doctrinam socialem, qua — ut iam diximus — probatur utilitas mercatus et administrationis sed simul significatur necesse esse et illum et hanc in bonum intendi commune. Ea legitimos indicat conatus opificum, quibus plenam adipisci student suae dignitatis aestimationem et amplius vitam administrationis participare adeo ut, etsi cum aliis et sub aliis moderantibus, possint quodam modo, « in re propria laborare » (85), suam intellegentiam et libertatem exercentes.\n\nInteger personae humanae progressus in labore non adversatur quin immo feracitati et efficaciae adstipulatur operis, quamvis in controversiam deducere possit ordines potestatis defixos. Administratio haberi non potest tantummodo « capitum pecuniarum societas » ; ea simul est « societas personarum », cuius participes sunt, modo diverso et propriis cum oneribus, simul illi qui caput suppeditant ad eius actionem necessarium, simul qui per suum laborem cooperantur. Ut haec proposita capiantur, opus est etiam magno opificum motu sociato pro personae humanae liberatione et piena progressione.\n\n« Rebus novis » praelucentibus huius aetatis, est rursus ponderata necessidudo possessionis cuiusque seu privatae cum universali bonorum destinatione. Homo se perficit per suam intellegentiam et suam libertatem ; et hoc agens sumit uti obiectum et instrumentum res mundi easque suas facit. In hac ipsius industria nititur ius suscipiendi res easque privatim possidendi. Suo labore homo semper curam adhibet non de se solo, sed etiam de ceteris et cum ceteris eam suscipit quisque cooperatur alieno labori et bono. Homo laborat ut necessitatibus subveniat familiae suae, communitatis cuius est pars, Nationis et, ad summam, totius humani generis (86). Is insuper interest operibus aliorum qui in eadem administratione operantur, et etiam laboribus provisorum atque consumptioni clientium, instar coniunctionis continuae, quae gradatim se extendit. Etiam possessio instrumentorum bonis gignendis tum in quaestuosa industria, tum in agricultura iusta est et legitima, si labori utili servit; sed illicita evadit cum in profectum non vertitur, aut usurpatur ut labori alieno impedimento sit, ad lucrum consequendum, quod non oritur ex universali amplificatione operis et divitiarum socialium, sed potius ex horum coercitione, ex illicito lucro, ex quaestibus faciendis et ex abruptione illius necessitudinis in provincia laboris (87). Eiusmodi possessio nullam habet excusationem, sed est contra usus improbus coram Deo et hominibus.\n\nOfficium quaerendi victum in propriae frontis sudore simul ius quoddam praemittit. Societas, in qua hoc ius constanter negatur, in qua consilia rationis oeconomicae non sinunt opifices aptas adipisci operae condiciones, nec ut honesta probari potest nec iustam persequi pacem socialem (88). Sicut persona piene se perficit libero sui dono, ita possessio recte comprobatur si occasiones laboris et auctus humani pro omnibus generat ex modis temporibusque legitimis.\n\nCAPUT V\n\nCIVITAS ET ANIMI CULTUS\n\n44. Non Leo XIII nesciebat sanam Civitatis doctrinam omnino posci unde recte procederet humanarum actionum progressus, profectus videlicet rerum spiritalium et materialium quae essent utraeque necessariae (89). Hanc propter causam ipse quodam Rerum novarum loco societatis compagem demonstrat tribus potestatibus pollentis — potestate scilicet legum ferendarum, potestate exsecutoria et iudiciali idque vero illis temporibus novum quiddam habebatur in Ecclesiae magisterio (90). Ratio autem haec de natura sociali hominis intellectum rerum quendam ad veritatem versum ostendit, cui nempe legibus opus est congruentibus ad omnium libertatem tuendam. Idcirco satius est compensari omnem potestatem cum aliis muneribus imperiisque quae eiusdem servent fines. Hoc est « Civitatis iuris » principium, in qua non arbitrariae voluntates hominum, at leges potissimum dominantur.\n\nHuic vero doctrinae hodiernis temporibus totalitarismus obstitit, qui sub marxiana et leniniana specie existimat nonnullos peritiores gnarosque legum societatis progressus vel ex genere quodam oriundos et propiores collectivae cognitionis reconditioribus fontibus omnino carere erroribus atque proinde summam imperii sibi vindicare. Illud addatur: totalitarismum ex veritate obiective negata oriri: si enim transcendens non datur veritas cui obtemperans homo suam plenam capessit proprietatem, tum vero nullum datur principium stabile quod iustas necessitudines inter homines praestet. Etenim quod ordinis, coetus cuiusdam, Nationis proprium est necessario efficit ut alii contra alios decertent. Nisi transcendens aliqua veritas agnoscitur, vis imperii superat, atque quae habet instrumenta quisque penitus adhibere contendit ut suum commodum imponat suamque mentem, iuribus aliorum contemptis. Sic proinde tantundem homini parcitur, quantum veluti instrumentum adhiberi potest ad solum dominantium profectum. Hodierni igitur totalitarismi radix in negatione reperitur dignitatis transcendentis humanae personae, quae est visibilis imago Dei invisibilis, quapropter per se ipsa iurium subiectum, quam nemini licet violare : neque scilicet individuo, neque numero cuidam neque ordini neque Civitati Nationive. Ne maiori quidem socialis corporis parti istud permittitur contra minorem partem ut se ponat et eam secludat, opprimat, abutatur eandemque delere studeat (91).\n\n45. Cultus et totalitarismi usus Ecclesiae negationem pariter sibi conciliat. Civitas namque vel factio, quae bonum se absolutum efficere posse in historia existimat quaeque similiter ultra principia cuncta se locat, pati non potest iudicium obiectivum de bono maloque dari, extra Civitatis moderatorum voluntatem, quo pro re nata ipsorum quoque habitus et mores diiudicentur. Id quidem demonstrat cur totalitarismus Ecclesiam exstinguere conetur vel saltem eandem in servitutem redigere, ipsam adhibens sui apparatus doctrinalis instrumentum (92).\n\nOmnia moderans absolute Civitas Nationem exinde et societatem familiam ac religiosas communitates exsorbere et occupare contendit in se ipsosque homines singulos. Dum ergo suam libertatem tuetur Ecclesia, personae humanae libertatem tutatur ipsa, a qua Deo potius est oboediendum quam hominibus (cf. Act 5, 29), libertatem aequabiliter familiae, socialium institutorum et Nationum quae omnes suo fruuntur immunitatis ambitu et potestatis.\n\n46. Magni sane ducit Ecclesia populare regimen, quippe quod amplam tribuat civibus potestatem in politicis consiliis partes agendi, ac subditis pariter facultatem suppeditat sive praepositos eligendi ac temperandi, sive pacifice eosdem et pro opportunitate amovendi (93).\n\nIpsa ideo, ut conclusi praepositorum circuli constituantur, adiuvare non potest, qui emolumentorum privatorum gratia vel ex doctrinae principiis Civitatis regimen arripiunt.\n\nSincerum quidem populare regimen tantummodo in Civitate iuris exstare valet idemque in recta personae humanae notione consistit. Etenim haec poscit ut condiciones impleantur sive necessariae ad singulas personas provehendas, optimis traditis inculcatisque praeceptis, sive societatis subiectivitati necessariae, inducta participationis structura communisque officii. Hodiernis profecto temporibus arbitrantur homines agnosticismum itemque relativismum scepticum philosophiam agnosci ac primarium habitum, quae in genere Reipublicae populari inveniantur, atque eos quotquot sibi sint conscii se veritatem novisse eidemque firmiter adhaereant, non esse fidos quoad populare regimen, cum minime probent veritatem a maiore civium parte statui vel pro politicae vicissitudinis varietate flecti. Nunc vero illud est animadvertendum, nulla si sit postrema veritas quae quidem politicam actionem dirigat et moderetur, ideo notiones et persuasiones ad imperium adipiscendurn veluti instrumenta commode usurpari posse. Populare tandem regimen principiis carens in totalitarismum manifestum occultumve prompte vertitur, ut hominum annales commonstrant.\n\nHaudquaquam Ecclesia fanatismi vel fundamentalismi praetermittit periculum eorum qui sub doctrinae cuiusdam titulo, quae scientificam se audet praebere religiosamve, iniungere reliquis se posse existimant suam de veritate notionem et de bono. Ad hoc revera genus christiana veritas non pertinet.\n\nCum non sit ipsa ideologica, christiana fides certis cancellis versicolorem naturam socialium et politicarum rerum circumscribi non postulat, quae simul fatetur nempe hominis vitam per aetates effici in multiplicibus condicionibus nec semper iis perfectis. Ecclesia igitur, quandoquidem transcendentem hominis dignitatem agnoscit, libertatis observantiam tenet suam videlicet ut rationem et viam (94).\n\nAt suscepta tantummodo veritate piene et perfecte aestimatur libertas : sine veritate in terrarum orbe nihil sane habet ponderis libertas ac homo libidinum incursioni obicitur et condicionibus adstringitur apertis abditisque. Christianus autem libertatem vivit (cf. Io 8, 31-32) eidemque inservit, secundum suae vocationis naturam missionariam dum veritatem quam cognovit usque prae se fert. Omni autem veritatis spectata particula quae in cuiusque vitae experientia occurrit et singulorum Nationumque in cultura, ipse cum aliis hominibus colloquens testari non desistit id quod de humana persona docuit fides rectusque rationis usus (95).\n\n47. Totalitarismo marxiano necnon compluribus ex toto imperiosis regiminibus subversis et iis quibus « nationalis securitatis » nomen imposuerunt, popularis figura gubernii plerumque hodie prospectatur, quamvis insit aliquid concertationis, quacum de humanis iuribus iungitur studiosa sollicitudo. At hac ipsa de re necesse est populi suas leges emendaturi sincerum solidumque iaciant popularis auctoritatis fundamentum, palam illa iura agnoscentes (96). Inter ea primum ius vitae est memorandum cui ius sub praecordiis matris crescendi proxime consociatur postquam vita est concepta, tum etiam ius in iuncta familia agendi aetatem et in loco propriae personae ad progressum apto, tum augendi proprium intellectum propriamque libertatem in veritate anquirenda et ea congoscenda, praeterea ius opus faciendi, ut terrae bona recte percipiantur atque ex ipsa eveniat sustentatio cuiusque et eius necessariorum, tum denique ius f amiliam libere condendi filiosque suscipiendi et instituendi, dum sexualitas pro officio adhibetur. Fons exinde et talium iurium comprehensio est quodammodo religiosa libertas, quae veluti ius intellegitur in propriae fidei veritate vivendi et secundum transcendentem dignitatem propriae personae (97).\n\nIn Nationibus quoque illis, in quibus popularia florent regimina, haud semper iura integre servantur. Nec tantummodo sermo est de abortus scandalo, sed de variis etiam partibus discriminis popularium regiminum quae interdum potestatem secundum bonum commune decernendi amisisse videntur. Quae autem a societate hominum flagitantur, non excutiuntur secundum iustitiae iudicia et honestatis, sed ad suffragiorum vim rationemque nummariam illorum coetuum ex quibus pendent. Haec politici moris depravatio progrediente tempore diffidentiam gignit et socordiam; quapropter politica participatio imminuitur civisque sensus extenuatur apud ipsum populum qui detrimento se affici animadvertit et frustratione. Hanc propter causam illud evenit ut plus plusque difficulter particulares commoditates aptentur ad boni communis congruentem iudicationem. Bonum namque commune non est particularium bonorum summa, sed aestimationem quandam et compositionem requirit, quae aequo e bonorum ordine oriuntur, et certum intellectum dignitatis iuriumque humanae personae ad extremum deposcit (98).\n\nConvenientem libertatem popularis ordinis legitimam veretur Ecclesia quae nullo quidem pollet iure quamlibet formam legis constitutionisve anteponendi. Hac de re ipsa tantam eidem ordini opem fert ut personae humanae dignitas concipiatur, quae palam pleneque omnino in Verbi Incarnati mysterio declaratur (99).\n\n48. Ea autem quae consideravimus in partes recidunt Civitatis quod ad res oeconomicas attinet. Oeconomica enim actio, potissimum quae mercatum respicit, deficientibus institutionum legibus ac iudicialibus normis et politicis, explicari non potest. Contra ipsa fiduciam praeponit de libertate singulorum et rerum possessione praeter rem nummariam stabilem et publica ministeria valida. Itaque Civitatis praecipuum munus in securitate ponitur ita praestanda ut opifex aeque ac rerum confector sui fructibus operis frui possint atque inde ad opus efficaciter honesteque f aciendum concitentur. Haec quidem securitas si deest, grassante publicarum potestatum corruptione et increbrescentibus rei familiaris illicite augendae capitibus ac facili lucro, quae omnia in actibus constant illegitimis vel simpliciter speculativis, unum ex praecipuis habetur impedimentum ad progressum oeconomicumque ordinem.\n\nCivitas porro vigilare debet et exercitium humanorum iurium in oeconomica provincia moderari; sed primum munus hac de re non ad Civitatem spectat, verum ad singulos variasque consociationes et numeros, quibus coagmentatur societas. Civitas ius operis praestare directe non potest quin militari paene modo cunctam vitam oeconomicam gubernet et singulorum impulsum debilitet. Ex quo minime infertur nullum sustinere officium Regimen hac provincia, quem ad modum asseverarunt ii qui in re oeconomica nullas dari leges defendunt. Civitas immo administrationum operam fovere debet, condicionibus inducendis unde habeantur operis occasiones ut ea opera fortassis insufficiens excitetur et magnis difficultatibus imminentibus sustentetur.\n\nIus habet exinde Civitas ut auctoritatem suam interponat, cum monopoli condiciones impedimenta quaedam inferunt et ad progressionem retardationes. Sed haec praeter officia conciliationis et directionis ad progressum, in peculiaribus temporibus vicariam potestatem ipsa explere potest, cum societatis quaedam partes vel industriarum ordines, utpote debiles vel modo enati, suis officiis impares sunt. Vicaria haec opera, instantibus rationibus comprobata de bono communi, quantum fieri potest, intra certi temporis fines se continere debet, ne dictis societatis partibus et industriarum ordinibus propria munera usque subducantur neve immoderate interventum modus amplificetur Regiminis, unde nullum oeconomica libertas et civilis patiatur detrimentum.\n\nRecentioribus iam temporibus haec Civitatis actionum provincia valde ita prolata est, ut quodammodo novum Status genus exstiterit, scilicet « Civitas prosperitatis seu commodorum ». Hae progressiones evenerunt nonnullis in Civitatibus magis magisque ut aequarentur compluribus necessitatibus egestatibusque, cum de quibusdam paupertatibus et angustiis persona humana indignis inita essent consiliis. At vero non defuerunt intemperantiae et abusus quae recentioribus potissimum temporibus acerbas reprehensiones isti « Civitati commodorum » concitarent, «Civitati auxiliari » vocitatae. Vitia autem et pravitates « Civitatis auxiliaris » munerum ipsius Civitatis ex manco intellectu oriuntur. Hac quoque in re subsidiaritatis principium est servandum, per quod illud asseritur : superioris ordinis societatem invadere non debere societatis ordinis inferioris in interiorem vitam et eam propriis officiis exuere, quae ex contrario est potius in necessitatibus sustentanda et adiuvanda, ut eius actio cum reliquis socialibus partibus componatur, videlicet in bonum commune conversa (100).\n\nDirecte se admiscens et sensum ideo officii detrahens de societate Civitas auxiliaris sociales vires humanasque deprimit atque apparatum publicum amplificat qui saepe grapheocraticis rationibus gubernatur potius quam sollicitudine de ministerio civibus praestando, permagno sumptuum addito augmento. Qui necessitati autem est propinquior, quin immo egenti proximus, intellegere melius et subvenire posse is videtur. Illud exinde addatur cuiusdam generis postulatis esse occurrendum non modo materiali subsidio, verum eorum altiora humana requisita esse explenda. Cogitetur de exulum advenarumque condicionibus, simul et derelictorum, senum vel aegotorum deque omnibus variisque adiumentorum formis, ut in medicamento stupefactivo utentibus accidit cunctae hae personae, praeterquam medicinae curis, vere fraterno oblato praesidio iuvari efficaciter possunt.\n\n49. Suis quidem operibus hac in provincia semper adsistit Ecclesia, quae Christi mandato Conditoris sui obtemperans indigenti homini ad opem ferendam re semper praesto adest, ne ipse ulla afficiatur contumelia neque solummodo tutelae videatur obiectum, sed ut de suo statu attollatur per dignitatis personae provectum. Gratiis Deo immensis actis, est omnino asseverandum curiosam caritatem nunquam in Ecclesia defuisse, immo vero hisce temporibus varium exhibere et magnum incrementum. Peculiariter est de voluntariis ministeriis dicendum, quibus favet Ecclesia et, dum omnes ad consociatam operam concitat ut fulciantur augeanturque, eadem provehit. Ut mens autem suis ipsius finibus saepta quae nuper invaluit evincatur, solidum solidarietatis officium requiritur et caritatis quod intra familiam ex mutuo scilicet coniugum adiumento initium ducit, deinde ex cura quam inter se adhibent suboles. Hac via familia veluti operis communitas ostenditur et solidarietatis. Verumtamen piene congruere suae vocationi cum decernit familia, accidit ut subtrahi possit ipsa de necessariis Civitatis adiumentis, quae proinde consentaneis careat praesidiis. Instat igitur omnino illud: ut de familia ratio politica promoveatur itemque de societate, in qua ipsa familia principem obtineat locum quam convenientibus subsidiis efficientibusque instrumentis fulciri oportet, sive in liberis instituendis sive in senibus curandis, declinata eorum de familia expulsione et inter aetates vinculis necessitudinum confirmatis (101).\n\nExtra familiam vero, primas partes agunt nexusque aptant proprios solidarietatis aliae interpositae societates. Suo etenim fungentes munere, omnes hae societates veluti personarum communitates adolescunt quae veluti nervos socialis corporis paene texunt prohibentes quominus in ignota illud decidat et inter multitudines sine nomine misceatur, id quod tamen in hodierna societate percrebro, proh dolor, accidit. Inter necescitudinum nexus persona aetatem agit et « societatis subiectivitas » invalescit. Hodie homo saepe a duobus coangustatur lateribus, Civitate scilicet et mercatu. Tamquam enim solus rerum effector exstare interdum videtur et consumptor mercium vel Civitatis subiectum administrationis, dum illud ex animo excidit: hominum convictum neque ad mercatum ref erri neque ad Civitatem, cum in se collocet ipse peculiare bonum, cui tum a Civitate tum mercatu est serviendum. Is quidem est homo qui ante omnia veritatem perquirat quique similiter vivendo eandem compiere contendat eandemque altius percipere dialogo nempe cum praeteritis usque instituto ac venturis saeculis (102).\n\n50. Ex veritatis manifesta inquisitione quae in omnibus aetatibus renovatur, notio cultus et humanitatis denotatur Nationis. Nam bonorum translaticiorum adeptorumque depositum semper a iuvenibus reprehenditur. Quod ceteroquin verbum non significat respuere vel delere aliqua antecepta ratione sed potissimum declarat propriam vitam expendere, unde comprobatione hac bona vividiora evadant sintque huius temporis et ad personam, rebus in traditione validis segregatis a mendaciis et erroribus necnon veteribus formis amotis, in quarum locum habitus sufficiantur temporibus aptiores.\n\nHis quidem spectatis rebus illud quoque oportet memoretur: evangelizationem Nationum se insinuare in cultum, cui in via ad veritatem cuique in opere purgationis et locupletationis opem ipsa fert (103). Cum contra in se ipse circumcludit humanus cultus cumque obsoleta perpetuare nititur, omnibus communicationibus et de hominis veritate collationibus depulsis, tunc idem exarescit et decidere incipit.\n\n51. Cuncta hominis actio intra aliquam humani cultus compagem explicatur et ibidem reciprocatur. Ut congruus efformetur huiusmodi cultus, homo totus implicatur qui in hac re creatricem vim suam insumit et intellectum et mundi hominumque cognitionem, quique ibidem exinde dominationem sui ac sua sacrificia solidarietatem ac voluntatem ad bonum commune prosperandum adfert. Quapropter primum magisque praecipuum opus in hominis corde fit ac modus vero, quo futurum tempus proprium studet aedificare, pendet ex sui aestimatione propriaeque sortis. Hoc quidem loco Ecclesiae opera locatur peculiaris et decretoria pro cultu et humanitate. Ipsa enim excellentiam sustinet humanorum habituum qui pacis cultui favent, adversus specimina illa quae hominem cum multitudine miscent, cum eius partes non agnoscant eiusdemque libertatem, quae autem illius granditatem in certaminis artibus figunt et belli. Ecclesia ministerium suum reddit veritatem denuntians de mundi creatione, quem Deus hominum manibus commendavit, ut eundem fecundum efficerent suisque operibus perfectiorem, atque veritatem edicens de redemptione, qua Dei Filius omnes homines servavit et eadem opera homines inter se coniunxit ut alii aliorum sustinerent partes. Sacra Biblia de sollicito ministerio usque loquuntur in fratrem, quae item in omnes homines ad officium nos compellunt.\n\nHaec profecto necessitas haud finibus continetur familiae et ne Nationis quidem Civitatisve, sed cunctam humanam familiam ordinate ita complectitur ut nemo a sorte alterius membri generis hominum videatur alienus vel exsors. Nemo asseverare potest se sui fratris fati non esse participem (cf. Io 4, 97; Lc 10, 29-37; Mt 25, 31-46)! Prompta sane studiosaque sollicitudo de proximo instantibus necessitatibus hodie etiam novis expedita communicationis instrumentis, quae propiores inter se homines reddiderunt, peculiarem habet vim si rationes respiciuntur quibus pro bello inter Nationes solvantur contentiones. Nulla autem difficultate affirmatur internecionis apparatuum terrificam potentiam qui quidem minoribus quoque Nationibus praesto nunc sint, atque magis ac magis inter totius mundi populos necessitudinem efficere ut difficilius, vel potius omnino inverisimiliter, belli consectaria terminis quibusdam circumscribantur.\n\n52. Benedictus XV ac eiusdem successores hoc periculum liquido intellexerunt (104). Nos autem Persici Sinus ingruente atroci bello ipsi iterum clamavimus: « Numquam amplius bellum » i Minime, iam numquam bellum, innocentium vitam quod demit, quod docet necare et vitam pariter interfectorum evertit, quod odium et simultates continuas post se relinquit, quod denique quaestiones difficilius reddit expediendas ex quibus idem bellum ortum est ! Quem ad modum vero in singulis Civitatibus iam in locum privatae ultionis et clarigationis imperium legis ipsius suffectum est, ita tempus pariter instat ut in Communitate Nationum talis progressus augeatur. Non est autem obliviscendum bellum plerumque ex gravibus verisque rationibus exsistere hae sunt iniuriae quas homines patiuntur, legitimarum petitionum deceptiones, egestas et multitudinum ab omni spe deiectarum abusio, quibus per pacis semitas progrediendi et proficiendi facultas non datur.\n\nHac de causa alterum pacis nomen est progressio (105). Sicut omnium est officium bellum vitare, ita omnium est progressum provehere. Perinde atque intra Nationis fines socialis oeconomia explicari potest debetque, qua mercatus ipse ad bonum commune dirigatur, pari sane ratione necesse est inter Nationes id agatur. Oportet idcirco vehementer contendant homines ut se ipsi intellegant et cognoscant necnon conscientiae sensu imbuantur. Hic est optatus ille cultus qui fiduciam de humanis facultatibus cuiusque egeni duplicat vel de eius praeparatione apta ad suas levandas condiciones operis auxixilio atque in bonum oeconomicum operam suam conf erendam. At ut id consequatur pauper, — sive singularis sive Status — necesse habet veras dari stipulationes et facultates. Has condiciones praebere est munus totius orbis progressui faventis, quod nempe simul facit ut aliquid dominationis potestatisque amittatur quibus prosperiores oeconomiae plus ponenti (106).\n\nTalibus autem consiliis captis, modus vivendi fixus valde mutari potest, ut scilicet humanarum facultatum et terrarum dissipatio circumscribatur iisdemque sic homines populique huius orbis satis frui sinantur. Quibus autem rebus novorum materialium bonorum spiritaliumque additur aestimatio, quae ipso ex opere fabrili cultuque animi oriuntur populorum nunc seclusorum. Sic demum divitiarum humanarum amplificatio in universum obtinetur ad Nationum pertinens familiam.\n\nCAPUT VI\n\nVIA EST ECCLESIAE HOMO\n\n53. Proletariatus coram miseria collocatus adseveravit Leo XIII : « Confidenter ad argumentum aggredimur ac piane iure Nostro, ... neglexisse officium taciturnitate videremur » (107). Centum scilicet proximis hisce annis crebrius suam Ecclesia aperuit mentem, ex propinquo sectata quaestionis socialis progredientem enodationem neque id sane fecit ut temporis transacti renovet privilegia neve suam quandam imponat orbis speciem. Unicum nempe eius fuit propositum curam exsequi atque officium proprium de homine, quod a Christo ipso est ilei creditum, nimirum hoc de homine qui Concilio Vaticano Secundo commonente sola creatura est quam Deus propter seipsam voluerit, id est ut aeternae particeps esset salutis. Haud profecto de homine agitur `abstracto', verum solido, 'concreto' et `historico': de unoquoque homine est sermo quandoquidem singuli redemptionis mysterio continentur et cum singulis sese in sempiternum Christus coniunxit idem per mysterium (108). Sequitur ideo hinc ut Ecclesiae hominem deserere non liceat et sit « hic ipse homo ... prima veluti via, quam Ecclesia in suo munere implendo emetiatur oportet, quam ipse Christus aperuit quaeque per mysterium Incarnationis et Redemptionis constanter transit » (109).\n\nHaec una denique cogitatio est quae socialem moderatur Ecclesiae doctrinam. Si vero eam paulatim Ecclesia ordinato aliquo modo enucleavit, ab illo praesertim anno quem commemoramus, idcirco hoc fecit quod integri doctrinarum Ecclesiae thesauri habent tamquam definientem orbem ipsum hominem in tota veritate illius uti peccatoris et iusti.\n\n54. Hodie autem potissimum respicit sociale magisterium hominem, ut qui in compagem implicatam necessitudinum ipsarum societatis recentis sit insertus. Disciplinae quidem humanae ac philosophia magno sunt adiumento interpretandis primis hominis partibus in societate, unde etiam possit homo se intellegere melius ipsum utpote « ens sociale ». At fides dumtaxat plane recludit ei veram propriamque indolem et ab ea omnino fide socialis Ecclesiae dottrina proficiscitur quae scientiarum philosophiaeque fructibus usa suscipit hominem salutis in itinere iuvandum.\n\nAccipi Litterae Rerum novarum possunt perinde atque magni ponderis additamentum inquisitioni socio-oeconomicae exeunte superiore saeculo undevicesimo; sed praecipua earum vis inde videlicet colligitur quod Magisterii Documentum sunt quod cum evangelizandi Ecclesiae opere congruit sicut et plura alia huius generis Documenta. Comprobatur hinc sociale magisterium ex sese virtutem praebere cuiusdam instrumenti ad evangelizandum: quatenus huius est naturae, Deum nuntiat eiusque in Christo salutem omnibus hominibus eademque de causa hominem sibi ipsi demonstrat. Hac porro ratione et hac sola sub luce pertractantur reliqua : humana cuiusque iura nominatimque « proletariorum », iura familiae et educationis, Status officia, constitutio societatis in singulis Nationibus et inter Nationes, vita oeconomica et animi cultura, pax et bellum, reverentia erga vitam a conceptione ad mortem usque.\n\n55. Divina e Revelatione « hominis sensum » percipit Ecclesia. « Etenim ut nos hominem, hominem verum, hominem integrum penitus noscamus, Deum ipsum antea cognoscamus necesse est », ait Paulus VI qui continuo post Sanctae Catharinae Senensis protulit sermones quae idem sua significavit prece: « In tua natura, aeterne Deus, naturam meam cognoscam » (110).\n\nHanc ob causam exstat anthropologia christiana revera aliquod theologiae caput eademque de re socialis Ecclesiae doctrina, dum hominem tractat de homine curat eiusque moribus in mundo, « theologiae ac quidem theologiae morali accensetur » (111). Haec theologica ratio necessaria videtur tum ad intellegendas tum etiam ad recentes humanae consortionis difficultates dissolvendas. Id quod pertinet tam ad remedium « atheum » — hoc est inculcandum quod hominem una quadam parte ipsius praecipua destituit nempe spiritali, quam ad solutiones maximae indulgentiae rerumque consumptionis, quae diversis oblatis excusationibus eo tandem spectant ut persuadeant homini liberum esse illum omni a lege ac Deo ipso, dum concludit eum intra sui solius amorem ac studium unde demum et ei nocet et ceteris.\n\nCum vero salutem Dei nuntiat Ecclesia, cum participem eum per sacramenta reddit divinae vitae quam offert, cum amoris Dei mandatis proximique vitam illius dirigit, plurimum confert Ecclesia hominis locupletandae dignitati. Sed, sicut hoc suum religiosum transcendens munus pro homine deserere non potest, ita profecto sibi est Ecclesia conscia permagnas hodie obices ac difficultates suae obstare industriae. Haec igitur causa est cur novis semper viribus ac viis sese dedat evangelizationi totum provehenti hominem. Tertio quoque ingressuro mille annorum spatio, remanet « signum et tutamentum transcendentiae humanae personae » (112), quem ad modum efficere semper studuit primis a vitae suae initiis ambulans videlicet cum homine per saeculorum aetates. Huius sunt rei praestans documentum Litterae Rerum novarum.\n\n56. Centesimo earum sic anno expleto universis iis gratias referre gestimus qui operam navant ut socialem doctrinam perdiscant alteque perscrutentur ac pervulgent. Quem in finem necessaria est Ecclesiarum localium adiutrix actio optamusque propterea ut commemoratio haec opportunitatem inferat novi cuiusdam fervoris in doctrinis illis vestigandis disseminandis et applicandis multiplici nimirum in loco. Nominatim vero volumus ut sociale magisterium cognoscatur ad effectumque deducatur variis iis in Nationibus ubi exstincto iam socialismo reali pergravis emergit rerum turbatio in ipso restaurationis opere. Occidentis vicissim imminet Nationibus periculum ne in ista prolapsione victoriam unicam deprehendant proprii oeconomici instituti neve idcirco omittant eidem instituto necessarias adf erre emendationes. Tertii vero Mundi Civitates magis quam antehac in extrema tardantur condicione inferiorum progressuum quae in singulos ingravescit dies.\n\nPrincipiis autem normisque contextis, quibus operariorum quaestio expediretur, scripsit Leo XIII decretorios sermones : « Accingendum ad suas cuique partes, et maturrime quidem, ne tantae iam molis incommodum fiat insanabilius cunctatione medicinae » addiditque etiam : « Ad Ecclesiam quod spectat, desiderari operam suam nullo tempore nulloque modo sinet » (113).\n\n57. Ab Ecclesia haberi non potest socialis Evangelii tius tamquam ars quaedam et nuda sententia, verum fundamentum in primis occasioque agendi. Quo permoti quidem nuntio aliqui primis de christianis bona sua egenis partiebantur simulque ideo testabantur, licet diversis venissent e societatis ordinibus, fieri tamen posse ut pacati sociatique una viverent. Evangelii virtute monachi volventibus saeculis arva colebant, religiosi ac religiosae valetudinaria condebant et perfugia excipiendis pauperibus, confraternitates perinde atque viri mulieresque cuiuslibet status pro egentibus et exclusis se obligabant officio benevolentiae cum persuasum sibi haberent Christi dieta « Quamdiu fecistis uni de his fratribus meis minimis, mihi fecistis » (Mt 25, 40) haud permanere pium quoddam debere optatum sed solidum evadere potius vitae opus. Magis quam umquam sibi conscia est Ecclesia suum nuntium socialem prius in operum testimoniis auctoritatem et fidem habiturum, quam in ipsius congruentia interioreque ratione. Ex hac quoque conscientia pauperum optio peculiaris oritur, quae vero alios coetus nunquam repellit neque seiungit. Agitur namque de optione quae non modo rerum egestatem respicit, cum piane liqueat hodierna potissimum in societate complures species exstare paupertatis non tantummodo oeconomicae, verum et doctrinalis et religiosae. Ecclesiae in pauperes studium, quod praeponderans est quodque in eiusdem translaticiis consuetudinibus usque continuatur, ipsam compellit ut ad mundum illum se convertat, in quo quamvis technicus vigeat oeconomicusque progressus, in eo tanta est paupertas ut immanem faciem suscipiat. In regionibus ad occidentem vergentibus, multiformis reperitur paupertas quae derelictorum ordines respicit senum aegrotorumque consumismo obnoxiorum et, quod plus est, paupertas quae ad exules pertinet et emigrantes; in progredientibus autem Nationibus, permagna discrimina prospectantur, nisi temperi aptata inter Nationes adhibentur remedia.\n\n58. Erga hominem profecto dilectio imprimisque in pauperem, in quo Christum reperit Ecclesia, iustitiae provectu efficitur, quae quidem nunquam piene perficitur, nisi homines egenum agnoscunt, vitae quoddam petentem subsidium, non importunum aliquem onusve, sed veluti occasionem ipsius boni faciendi et maiorum divitiarum copiam. Haec tantummodo conscientia animum addet ut quis periculum adeat et animi immutationem, quae in vero conamine insunt ad homini opem ferendam. Nam non agitur tantum de rebus dandis superfluentibus sed de integris populis iuvandis, amotis et seiunctis, qui progressionis oeconomicae rationem ne ingrediantur prohibentur. Id fieri tunc modo poterit si de superfluis detrahetur quae affatim profert terra, at in primis si mutati erunt vivendi mores rationesque efficiendi et consumendi res necnon ìpsae regiminis compages iam obfirmatae quibus hodie regitur societas. Non sane refert ordinis socialis deleri instituta quae sint adhuc piane probata sed dirigi eadem ad consentaneam boni communis aestimationem, respecta universali hominum familia. Geritur enim hodie sic dicta « mundialis rerum nummariarum administratio », quae quidem haudquaquam est respuenda, quandoquidem maioris multo prosperitatis opportunitates importare potest singulares. Verum magis usque necesse esse percipitur huic mundiali et universali oeconomiae tractationi potentia Instituta omnium gentium respondeant moderandi ordinandique causa, unde ipsa oeconomica populorum gubernatio in bonum commune collineetur; illud vero unusquisque Status, quantumvis ipse terrarum omnium sit valentissimus, perficere tamen nequit. Haec autem ut attingatur meta, invalescere oportet inter Civitates maiores conspirationem atque ipsa commoda bonaque maximae hominum communitatis aequabiliter apud Instituta gentium protegi. Dum praeterea consectaria perpenduntur propriorum consiliorum, rationem convenienter habere debent illa populorum ac Statuum qui apud mundanum mercatum minus quidem valent sed qui acerbiores gravioresque intra se necessitates complectuntur, quocirca maioribus egent adiumentis ut progrediantur. Nihil profecto dubii quin hac in parte plurima supersint facienda.\n\n59. Iustitia igitur ut compleatur feliciterque cedant hominum conatus ad eam exsequendam, gratiae manus a Deo profluens postulatur. Ea nempe agente et hominum simul operante libertate contingit arcana illa Dei praesentia in rebus gestis terrarum quae Providentia est.\n\nNovitatis experimentum, quae in Christi sequela fit, cum aliis est communicandum hominibus in cotidiana concretaque veritate eorum difficultatum et contentionum, quaestionum et provocationum ut fidei lumine collustrentur humanioresque evadant. Ea enim non adiuvat tantummodo ut remedia reperiantur sed tolerabiles etiam hominibus reddit condiciones doloris ne iis homo suffocetur neve suae ipsius dignitatis obliviscatur ac vocationis.\n\nMagni deinde momenti rationem prae se fert doctrina socialis quae ad omnes simul iunctas disciplinas pertinet. Quo namque melius unica de nomine veritas veluti concorporetur in eventibus socialibus oeconomicis politicis sane diversis semperque variantibus, ingreditur haec doctrina diverbium variis cum illis disciplinis quae hominem pertractant, dum earum fructus in se perficit eisque subvenit ut in latiorem patescant provinciam ministerii erga quamque humanam personam quae cognoscitur ac diligitur in vocationis suae plenitudine.\n\nIuxta hanc coniunctionem reliquis cum disciplinis commemoretur oportet utilitas liuius socialis doctrinae et quadamtenus experimentalis indoles. Ibi enim sistit ubi vita christianorum conscientiaque offendunt mundi condiciones ac se demonstrandam dat in ipsis nisibus quos singuli fideles et f amiliae, ministri culturales et sociales, politici et Statuum moderatores complent ut eidem doctrinae certam addant figuram et usum in historia.\n\n60. Principia iiisa recensens ad opificum solvendam quaestionem scripsit Leo XIII « Profecto aliorum quoque operam et contentionem tanta haec causa desiderat »(114). Persuasum scilicet ei erat, nisi omnium virium et copiarum consensio haberetur, graves difficultates ex industriarum fabrilium societate profectas expediri non posse. Haec deinceps adfirmatio pars socialis Ecclesiae magisterii perpetua est facta unde explicatur quoque quam ob rem Pontifex loannes XXIII Litteras suas Encyclicas de pace omnium gentium inscripserit simul « universis bonae voluntatis hominibus ».\n\nDolens tamen Leo XIII animum advertebat magnas opinationum scholas eiusdem aetatis, liberalismum praesertim ac marxismum, consociatam hanc repudiare operam. Interea vero complura, hisce potissimum recentioribus annis, sunt mutata. Sibi magis est magisque conscius hodiernus orbis sanationem magnarum difficultatum in nationibus et inter nationes minime reponi in oeconomica dumtaxat rerum effectione aut iuridica quadam socialive ordinatione societatis, sed definita exposcere principia ethica et religiosa necnon animorum conversionem et morum et structurarum. Se particulatim officio obstringi videt Ecclesia has agendi partes ac — sicut in Litteris Encyclicis Sollicitudo rei socialis perscripsimus — solida elucet spes futurum ut permagnus eorum hominum numerus qui nullam profiteantur religionem aliquid conferre valeat ut sociali quaestioni necessarium ethicae naturae fundamentum subiciant (115).\n\nIisdem praeterea in Litteris christianas etiam compellavimus Ecclesias cunctasque orbis religiones diffusas ut concors redderent testimonium iam sententiarum communium de hominis dignitate a Deo conditi (116) .Certo enim novimus praestantes fore religionum partes hodie ac deinceps pacem ad servandam hominisque dignam constituendam societatem.\n\nCeterum promptus in collocutionem et cooperationem animus ad omnes spectat bonae voluntatis homines maximeque singulos et eorum manipulus quibus proprium est tale officium in regione politica sociali nummaria tum intra tum inter nationes.\n\n61. Enata modo industriarum societate impulit Decessorem Nostrum « prope servile iugum » ut pro hominis defensione eloqueretur. Eidem dein muneri centum annos continuos fidelis perstitit Ecclesia! Re enim vera, turbatis iis temporibus, cum civium ordines inter se dimicarent, post primum omnium gentium bellum intercessit ipsa ut ab oeconomica hominem abusione et tyrannide regiminum absolutorum defenderet. In media autem parte nuntiorum socialium suorum post alterum universale bellum collocavit personae dignitatem, dum universalem bonorum corporeorum destinationem inculcabat necnon socialem aliquem ordinem qui oppressione careret consisteretque in adiutricis operae et mutuae necessitudinis voluntate. Postmodum sine intermissione praedicabat non opus his solis bonis esse ipsi personae ac societati, verum etiam spiritalibus ac religiosis thesauris. Tum etiam, cum melius usque comprehendat nimium multos versari homines non in orbis occidentis prosperitate sed progredientium paulatim Nationum in egestate eosque fortunam perpeti quae etiamnum eadem sit i ac « prope servile ugum », necesse sibi esse sensit ac sentit hanc rerum condicionem veram omni pronuntiare cum perspicuitate et libertate, licet hunc suum clamorem noverit non ab omnibus benigne semper exceptum iri.\n\nCentum itaque annis elapsis, ex quo Litterae Rerum novarum prodiere, adhuc « rebus novis » novisque provocationibus obvia fit Ecclesia. Qua de causa confirmare decet centenariam hanc recordationem officium bonae voluntatis hominum omnium in primisque credentium.\n\n62. Ad praeteritam videlicet aetatem hae Nostrae respexerunt Litterae, at praesertim in venturam protenduntur. Perinde ac suo tempore Rerum novarum Litterae, sic profecto hae Nostrae in limine novi sistunt saeculi ad cuius introitum viam, opitulante Deo, munire contendunt.\n\nVera quidem ac sempiterna « rerum novitas » quolibet tempore ex divina exoritur potestate quae adfirmat : « Ecce nova facio omnia » (Apc 21, 5). Dieta haec ad historia referuntur consummationem, cum Christus « tradiderit regnum Deo et Patri ..., ut sit Deus omnia in omnibus » (1 Cor 15, 24. 28). Exploratum autem habet christianus « novitatem », quam plenam exspectemus revertente Domino, iam inde adesse ab orbe condito, sive potius ex quo in Christo Iesu homo sit factus Deus et cum ipso ac per ipsum effecta sit « nova creatura » .(2 Cor 5, 17).\n\nFinem ita facientes Nos scribendi rursus Omnipotenti ref erimus grates Deo ut qui lucem suae Ecclesiae tribuerit ac virtutem ut terrestri in itinere hominem comitetur ad aevum sempiternum. Haud minus Tertio procedente Mille annorum spatio sese fidelem praebebit Ecclesia, cum suam hominis viam faciet, neque ignorabit non solam progredi se, verum cum Christo una Domino suo. Ipse enim suam hominis viam fecit eumque ducit quamvis eiusdem ductus ignarum.\n\nRedemptoris Mater Maria, Christo continenter adhaerens in via ad homines cumque hominibus atque Ecclesiam in fidei peregrinatione antecedens, hominum genus materna sua prosequatur precatione proximum ad Millenium, fidissima ipsius administra qui « heri et hodie idem, et in saecula (Heb 13, 8) est Iesus Christus, Dominus noster, cuius demum nomine singulis ex animo benedicimus Nos.\n\nDatum Romae, apud Sanctum Petrum, Kalendis Maiis, in memoria Sancti Iosephi Opificis, anno MCMXCI Pontificatus Nostri tertio decimo.\n\nIOANNES PAULUS PP. II\n\n(1) Leo PP. XIII, Litt. Enc. Rerum novarum (15 Maii 1891): Leonis XIII P. M. Acta, XI, Romae 1892, 97-144.\n\n(2) Pius PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno (15 Maii 1931): AAS 23 (1931), 177-228; Pius PP. XII, Nuntius radiophonicus die 1 Iunii 1941 datus: AAS 33 (1941), 195-205; IOANNES PP. XXIII, Litt. Enc. Mater et Magistra (15 Maii 1961): AAS 53 (1961), 401-464; PAULUS PP. VI, Ep. Apost. Octogesima adveniens (14 Maii 1971): AAS 63 (1971), 401-441.\n\n(3) Cf. Plus PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno, III: i. mem., 228.\n\n(4) Litt. Enc. Laborem exercens (14 Septembris 1981): AAS 73 (1981), 577-647; Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis (30 Decembris 1987): AAS 80 (1988), 513-586.\n\n(5) Cf. S. IRENAEUS, Adversus haereses, 1, 10, 1; 3, 4, 1: PG 7, 549 s. ; 855 s. ; S. Ch. 264, 154 s. ; 211, 44-46.\n\n(6) LEO PP. XIII, Litt. Enc. Rerum novarum: 1. mem., 132.\n\n(7) Cf. ex. gr., LEO PP. XIII, Ep. Enc. Arcanum divinae sapientiae (10 Februarii 1880): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Ep. Enc. Diuturnum illud (29 Iunii 1881): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; Litt. Enc. Libertas praestantissimum (20 Iunii 1888): Leonis XIII P. M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246; Ep. Enc. Graves de communi (18 Ianuarii 1901): Leonis XIII P. M. Acta, XXI, Romae 1902, 3-20.\n\n(8) Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 97.\n\n(9) Ibid.: l. mem., 98.\n\n(10) Cf. Ibid.: l. mem., 109 s.\n\n(11) Cf. Ibid.: descriptio condicionum laboris; opificum consociationes Christianae religioni non consentaneae : l. mem., 110 s. ; 136 s.\n\n(12) Ibid.: l. mem., 130; cf. 114 s.\n\n(13) Ibid.: l. mem., 130.\n\n(14) Ibid., 27: l. mem., 123.\n\n(15) Cf. Litt. Enc. Laborem exercens, 1, 2, 6: l. mem., 578-583; 589-592.\n\n(16) Cf. Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 99-107.\n\n(17) Cf. Ibid.: l. mem., 102 s.\n\n(18) Cf. Ibid.: l. mem., 101-104.\n\n(19) Cf. Ibid.: l. mem., 134 s., 137 s.\n\n(20) Ibid.: l. mem., 135.\n\n(21) Cf. Ibid.: l. mem., 128-129.\n\n(22) Ibid.: l. mem., 129.\n\n(23) Ibid.: l. mem., 129.\n\n(24) Ibid.: l. mem., 130 s.\n\n(25) Ibid.: l. mem., 131.\n\n(26) Cf. Declaratio Universalis de Hominis Iuribus, anno 1948 habita.\n\n(27) Cf. Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 121-123.\n\n(28) Cf. Ibid.: l. mem., 127.\n\n(29) Ibid.: l. mem., 126 s.\n\n(30) Declaratio Universalis de Hominis Iuribus, anno 1948 habita; Declaratio de abolenda quavis forma intolerantiae et discriminis, quae innituntur in religione vel in propria opinione.\n\n(31) Cf. CONC. OEC. VAT. II, Declaratio Dignitatis humanae de Libertate religiosa; IOANNES PAULUS PP. II, Epistula ad Moderatores Nationum (1 Septembrls 1980): AAS 72 (1980), 1252-1260; Nuntius pro Mundiali Die Paci fovendae dicato 1988: AAS 80 (1988), 278-286.\n\n(32) Cf. Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 99-105; 130 s.; 135.\n\n(33) Ibid.: l. mem., 125.\n\n(34) Cf. Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 38-40: l. mem., 564-569; cf. quoque IOANNES PP. XXIII, Litt. Enc. Mater et Magistra: l. mem., 407.\n\n(35) Cf. LEO PP. XIII, Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 114-116; PIUS PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno, III: l. mem., 208; PAULUS PP. VI, Homilia exeunte Anno Iubilaei (25 Decembris 1975): AAS 68 (1976), 145; Nuntius pro Mundiali Die Paci fovendae dicato 1977: AAS 68 (1976), 709.\n\n(36) Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l. mem., 572.\n\n(37) Cf. Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 101 s.; 104 s.; 130 s.; 136.\n\n(38) CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in tumido hulus temporis, 24.\n\n(39) Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 99.\n\n(40) Cf. LItt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 15, 28: l. mem., 530; 548 s.\n\n(41) Cf. Litt. Enc. Laborem exercens, 11-15: l. mem., 602-618.\n\n(42) PIUS PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno, III: l. mem., 213.\n\n(43) Cf. Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 121-125.\n\n(44) Cf. Litt. Enc. Laborem exercens, 20: l. mem., 629-632; Allocutio ad Consilium Internationale Laboris (O.I.T.) habita Genavae (15 Iunii 1982): Insegnamenti V/2 (1982), 2250-2266; PAULUS PP. VI, Allocutio ad idem Consilium (10 Iunli 1969): AAS 61 (1969), 491-502.\n\n(45) Cf. Litt. Enc. Laborem exercens, 8: l. mem., 594-598.\n\n(46) PIUS PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno: l. mem., 178-181.\n\n(47) Cf. Ep. Apost. Arcanum divinae sapientiae (10 Februarii 1880): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Ep. Enc. Diuturnum illud (29 Iunii 1881): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; Ep. Enc. Immortale Dei (1 Novembris 1885): Leonis XIII P. M. Acta, V, Romae 1886, 118-150; Litt. Enc. Sapientiae Christianae (10 Ianuarii 1890): Leonis XIII P. M. Acta, X, Romae 1891, 10-41; Ep. Enc. Quod Apostolici muneris (28 Decembris 1878): Leonis XIII P. M. Acta, I, Romae 1881, 170-183; Litt. Enc. Libertas praestantissimum (20 Iunii 1888): Leonis XIII P. M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246.\n\n(48) Cf. LEO PP. XIII, Litt. Enc. Libertas praestantissimum: I. mem., 224-226.\n\n(49) Cf. Nuntius pro Mundiali Die Paci fovendae dicato 1980: AAS 71 (1979), 1572-1580.\n\n(50) Cf. Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 20: l. mem., 536 s.\n\n(51) Cf. IOANNES PP. XXIII, Litt. Enc. Pacem in terris (11 Aprilis 1963), III: AAS 55 (1963), 286-289.\n\n(52) Cf. Declaratio Universalis de Hominis Iuribus, anno 1948 habita; IOANNES XXIII Litt. Enc. Pacem in terris, IV: l. mem., 291-296; « Actus Finalis » Conferentiae pro Securitate et Cooperatione in Europa (CSCE), Helsinkii, anno 1975.\n\n(53) Cf. PAULUS PP. VI, Litt. Enc. Populorum progressio (26 Maii 1967), 61-65: AAS 59 (1967), 287-289.\n\n(54) Cf. Nuntius pro Mundiali Die Paci fovendae dicato 1980: l. mem., 1572-1580.\n\n(55) Cf. CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in mundo huius temporis, 36; 39.\n\n(56) Cf. Adhort. Apost. post-synodalis Christifideles laici (30 Decembris 1988), 3244: AAS 81 (1989), 431-481.\n\n(57) Cf. Litt. Enc. Laborem exercens, 20: l. mem., 629-632.\n\n(58) Cf. CONGREGATIO PRO DOCTRINA FIDEI, Instructio Libertatis conscientia de libertate Christiana et liberatione (22 Martii 1986): AAS 79 (1987), 554-599.\n\n(59) Cf. Allocutio in aedibus Consilii compendiariis litteris C.E.A.O. nuncupati elapso anno a Sumrni Pontificis « Adhortatione pro Sahelia » (Uagadugi, in Burkina Fasana Natione, 29 Ianuarii 1990): AAS 82 (1990), 816-821.\n\n(60) Cf. IOANNES PP. XXIII, Litt. Enc. Pacem in terris, III: l. mem., 286-288.\n\n(61) Cf. Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 27-28: l. mem., 547-550; PAULUS PP. VI, Litt. Enc. Populorum progressio, 43-44: l. mem., 278 s.\n\n(62) Cf. Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 29-31: l. mem., 550-556.\n\n(63) Cf. Documentum Helsinkii et Pactio Vindobonensis; LEO PP. XIII, Litt. Enc. Libertas praestantissimum: l. mem., 215-217.\n\n(64) Cf. Litt. Enc. Redemptoris missio (7 Decembris 1990), 7: diurnarium «L'Osservatore Romano », 23 Ianuarii 1991.\n\n(65) Cf. Litt. Enc. Rerum novarum: I. mem., 99-107; 131-133.\n\n(66) Ibid.: l. mem., 111-113 s.\n\n(67) Cf. Pius PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno, II: l. mem., 191; PIUS PP. XII, Nuntius radiophonicus die 1 Iunii 1941 datus: l. mem., 199; IOANNE8 PP. XXIII, Litt. Enc. Mater et Magistra: l. mem., 428-429; PAULUS PP. VI, Litt. Enc. Populorum progressio, 22-24: l. mem., 268 s.\n\n(68) Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in mundo huius temporis, 69; 71.\n\n(69) Cf. Allocutio habita Pueblae ad episcopos Americae Latinae (28 Ianuarii 1979), III, 4: AAS 71 (1979), 199-201; Litt. Enc. Laborem exercens, 14: l. mem., 612-616; Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l. mem., 572-574.\n\n(70) Cf. Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 15: l. mem., 528-531.\n\n(71) Cf. Litt. Enc. Laborem exercens, 21: l. mem., 632-634.\n\n(72) Cf. PAULUS PP. VI, Litt. Enc. Populorum progressio, 33-42: l. mem., 273-278.\n\n(73) Cf. Litt. Enc. Laborem exercens, 7: l. mem., 592-594.\n\n(74) Cf. Ibid., 8: I. mem., 594-598.\n\n(75) Cf. CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in mundo huius temporis, 35; PAULUS PP. VI, Litt. Enc. Populorum prog ressio, 19: l. mem., 266 s.\n\n(76) Cf. Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 34: l. mem., 559 s.; Nuntius pro Mundiali Die Paci fovendae dicato 1990: AAS 82 (1990), 147-156.\n\n(77) Cf. Adhort. Apost. post-synodalis Reconciliatio et Paenitentia (2 Decembris 1984), 16: AAS 77 (1985), 213-217; PIUS PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno, III: l. mem., 219.\n\n(78) Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 25: l. mem., 544.\n\n(79) Cf. Ibid., 34: l. mem., 559 s.\n\n(80) Cf. Litt. Enc. Redemptor hominis (4 Martii 1979), 15: AAS 71 (1979), 286-289.\n\n(81) Cf. CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in mundo huius temporis, 24.\n\n(82) Cf. Ibid., 41.\n\n(83) Cf. Ibid., 26.\n\n(84) Cf. CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in mundo hulus temporls, 36; PAULUS PP. VI, Ep. Apost. Octogesima adveniens, 2-5: l. mem., 402-405.\n\n(85) CL Litt. Enc. Laborem exercens, 15: l. mem., 616-618.\n\n(86) Cf. Ibid., 10: l. mem., 600-602.\n\n(87) Cf. Ibid., 14: l. mem., 612-616.\n\n(88) Cf. Ibid., 18: l. mem., 622-625.\n\n(89) Cf. Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 126-128.\n\n(90) Cf. Ibid.: 1. mem., 121 s.\n\n(91) Cf. LEO PP. XIII, Lltt. Enc. Libertas praestantissimum: l. mem., 224-226.\n\n(92) Cf. CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesla in mundo huius temporis, 76.\n\n(93) Cf. Ibid., 29; Pius PP. XII, Nuntius radiophonicus natalicius die 24 Decembrls 1944 datus: AAS 37 (1945), 10-20.\n\n(94) Cf. CONC. OEC. VAT. II, Declaratio Dignitatis humanae de Libertate religiosa.\n\n(95) Cf. Litt. Enc. Redemptoris missio, 11: diurnarium « L'Osservatore Romano », 23 Ianuarii 1991.\n\n(96) Cf. Litt. Enc. Redemptor hominis, 17: l. mem., 270-272.\n\n(97) Cf. Nuntius pro Mundiali Die Paci fovendae dicato 1988: l. mem., 1572-1580; Nuntius pro Mundiali Die Paci fovendae dicato 1991: diurnarium « L'Osservatore Romano », 19 Decembris 1990; CONC. OEC. VAT. II, Declaratio Dignitatis humanae de Libertate religiosa, 1-2.\n\n(98) CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in mundo huius temporis, 26.\n\n(99) Cf. Ibid., 22.\n\n(100) Cf. PIUS PP. XI, Litt. Enc. Quadragesimo anno, I: l. mem., 184-186.\n\n(101) Cf. Adhort. Apost. Familiaris consortio (22 Novembris 1981), 45: AAS 74 (1982), 136s.\n\n(102) Cf. Allocutio ad Unitarum Nationum Consilium cui nomen «UNESCO» (2 Iunii 1980): AAS 72 (1980), 735-752.\n\n(103) Cf. Litt. Enc. Redemptoris missio, 39; 52: diurnarium « L'Osservatore Romano », 23 lanuarii 1991.\n\n(104) Cf. BENEDICTUS PP. XV, Adhort. Ubi primum (8 Septembris 1914): AAS 6 (1914), 501 s.; Pius PP. XI, Nuntius radiophonicus universis fidelibus catholicis totique orbi (29 Septembris 1938): AAS 30 (1938), 309 s.; Pius PP. XII, Nuntius radiophonicus toti orbi (24 Augusti 1939): AAS 31 (1939), 333-335; IOANNES PP. XXIII, Litt. Enc. Pacem in terris, III: l. mem., 285-289; PAULUS PP. VI, Allocutio ad Nationnum Unitarum Coetum (4 Octobris 1965): AAS 57 (1965), 877-885.\n\n(105) Cf. PAULUS PP. VI, Litt. Enc. Populorunt progressio, 76-77: l. mem., 294 s.\n\n(106) Cf. Adhort. Apost. Farniliaris consortio, 48: l. mem., 139 s.\n\n(107) Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 107.\n\n(108) Cf. Litt. Enc. Redemptor hominis, 13: l. mem., 283.\n\n(109) Ibid., 14: l. mem., 284 s.\n\n(110) PAULUS PP. VI, Homilia habita in ultima publica Sessione Concilii Oecumenici Vaticani II (7 Decembris 1965): AAS 58 (1966), 58.\n\n(111) Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 41: l. mem., 571.\n\n(112) CONC. OEC. VAT. II, Const. past. Gaudium et spes de Ecclesia in mundo huius teruporis, 76; cf. IOANNES PAULUS PP. II, Lltt. Enc. Redemptor hominis, 13: l. mem., 283.\n\n(113) Litt. Enc. Rerum novarum: l. mem., 143.\n\n(114) Ibid.: l. mem., 107.\n\n(115) Cf. Litt. Enc. Sollicitudo rei socialis, 38: l. mem., 564-566.\n\n(116) Cf. Ibid., 47: l. mem., 582.\n\nCopyright © Dicasterium pro Communicatione\n\nSancta Sedes\n\nSancta Sedes","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/la/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html","sha256":"4e38bf89e5944baebd3c92d3d862788e1e089b22e1f2e49e04aa292502272d6d","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/la.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/la.txt"}]},"pt":{"code":"pt","label":"Português","contentFormat":"plain-text","text":"Centesimus Annus (1º de maio de 1991)\n\nA Santa Sé\n\nportuguês\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nA Santa Sé\n\nMagisterium\n\nCalendário\n\nCelebrações litúrgicas\n\nBilhetes para audiências e celebrações papais\n\nSumos Pontífices\n\nColégio Cardinalício\n\nCúria Romana e outras Organizações\n\nSínodo\n\nSala de Imprensa\n\nVatican News - Radio Varicana\n\nL'Osservatore Romano\n\nJoão Paulo II\n\nEncíclicas\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGeração de PDF em andamento.....\n\nDE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- HU\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\n- ZH\n\nCARTA ENCÍCLICA\n\nCENTESIMUS ANNUS\n\nDO SUMO PONTÍFICE\n\nJOÃO PAULO II\n\nAOS VENERÁVEIS IRMÃOS NO EPISCOPADO\n\nAO CLERO\n\nÀS FAMÍLIAS RELIGIOSAS\n\nAOS FIÉIS DA IGREJA CATÓLICA\n\nE A TODOS OS HOMENS\n\nDE BOA VONTADE\n\nNO CENTENÁRIO DA RERUM NOVARUM\n\nVeneráveis Irmãos,\n\ncaríssimos Filhos e Filhas,\n\nsaúde e Bênção Apostólica!\n\nINTRODUÇÃO\n\n1. O CENTENÁRIO da promulgação da Encíclica do meu predecessor Leão XIII de veneranda memória, que inicia com as palavras Rerum novarum [1], assinala uma data de importância relevante na história presente da Igreja e também no meu pontificado. De facto, aquela teve o singular privilégio de ser comemorada por Documentos solenes dos Sumos Pontífices, desde o seu quadragésimo aniversário até ao nonagésimo. Podemos assim dizer que o seu trajecto histórico foi ritmado por outros escritos, que simultâneamente a reevocavam e actualizavam [2].\n\nAo propor-me fazer o mesmo no seu centenário, solicitado por numerosos Bispos, instituições eclesiais, centros de estudos, empresários e trabalhadores, tanto a título individual como na qualidade de membros de diversas associações, desejo antes de mais satisfazer o débito de gratidão que a Igreja inteira tem para com o grande Papa Leão XIII e o seu «imortal Documento» [3]. Quero também mostrar que a seiva abundante, que sobe daquela raiz, não secou com o passar dos anos, pelo contrário tornou-se mais fecunda. Disso mesmo são testemunho as iniciativas de vário género que precederam, acompanham e seguirão esta celebração, iniciativas promovidas pelas Conferências episcopais, por Organismos internacionais, por Universidades e Institutos académicos, por Associações profissionais e por outras instituições e pessoas, em muitas partes do mundo.\n\n2. A presente Encíclica participa nestas celebrações, para agradecer a Deus, do Qual «provém toda a boa dádiva e todo o dom perfeito» (Tg 1, 17), que quis servir-Se de um documento emanado há cem anos da Cátedra de Pedro, para operar na Igreja e no mundo imenso bem e difundir tanta luz. A comemoração, aqui feita, refere-se à Encíclica leonina, mas engloba depois também as Encíclicas e outros escritos dos meus predecessores, que contribuíram para a tornar presente e operante ao longo do tempo, constituindo aquela que seria chamada «doutrina social», «ensino social», ou ainda «Magistério social» da Igreja.\n\nÀ validade de tal ensinamento se referem já duas Encíclicas que publiquei nos anos do meu pontificado: a Laborem exercens acerca do trabalho humano, e a Sollicitudo rei socialis sobre os actuais problemas do desenvolvimento dos homens e dos povos [4].\n\n3. Desejo agora propor uma «releitura» da Encíclica leonina, convidando a «olhar para trás», ao próprio texto, para descobrir de novo a riqueza dos princípios fundamentais, nela formulados, sobre a solução da questão operária. Mas convido também a «olhar ao redor», às «coisas novas», que nos circundam e em que nos encontramos como que imersos, frequentemente muito diversas das «coisas novas» que caracterizaram o último decénio do século passado. Enfim, convido a «olhar ao futuro», quando já se entrevê o terceiro Milénio da era cristã, carregado de incógnitas, mas também de promessas. Incógnitas e promessas que apelam à nossa imaginação e criatividade, estimulando também a nossa responsabilidade, como discípulos do «único Mestre», Cristo (cf. Mt 23, 8), de indicar o «caminho», proclamar a «verdade» e comunicar «a vida» que é Ele próprio (cf. Jo 14, 6).\n\nProcedendo deste modo, será confirmado não só o valor permanente do seu ensinamento, mas manifestar-se-á também o verdadeiro sentido da Tradição da Igreja, que, sempre viva e vivificante, constrói sobre o fundamento posto pelos nossos pais na fé e, designadamente, sobre o que «os Apóstolos transmitiram à Igreja» [5] em nome de Jesus Cristo, o fundamento «que ninguém pode substituir» (1 Cor 3, 11).\n\nFoi movido pela consciência da sua missão de sucessor de Pedro que Leão XIII se propôs falar, e a mesma consciência anima hoje o seu sucessor. Como ele, e os Pontífices anteriores e posteriores, me inspiro na imagem evangélica do «escriba instruído nas coisas do Reino dos Céus», do qual o Senhor diz que «é semelhante a um pai de família, que do seu tesouro tira coisas novas e antigas» (Mt 13, 52). O tesouro é a grande corrente da Tradição da Igreja, que contém as «coisas antigas», desde sempre recebidas e transmitidas, e que permite ler as «coisas novas», no meio das quais transcorre a vida da Igreja e do mundo.\n\nEntre essas coisas que, incorporando-se na Tradição, se tornam antigas e oferecem ocasião e material para o seu enriquecimento e para uma maior valorização da vida de fé, conta-se também a actividade fecunda de milhões e milhões de homens que, estimulados pelo ensinamento do Magistério social, procuraram inspirar-se nele para o próprio compromisso no mundo. Actuando individualmente ou inseridos em grupos, associações e organizações, constituíram como que um grande movimento empenhado na defesa da pessoa humana e na tutela da sua dignidade, o que tem contribuído para construir, nas diversas vicissitudes da história, uma sociedade mais justa, ou pelo menos a colocar barreiras e limites à injustiça.\n\nA presente Encíclica visa pôr em evidência a fecundidade dos princípios expressos por Leão XIII, que pertencem ao património doutrinal da Igreja, e, como tais, empenham a autoridade do seu Magistério. Mas a solicitude pastoral levou-me também a propor a análise de alguns acontecimentos da história recente. É supérfluo dizer que a atenta consideração do evoluir dos acontecimentos, para discernir as novas exigências da evangelização, faz parte da tarefa dos pastores. Tal exame, no entanto, não pretende dar juízos definitivos, não fazendo parte, por si, do âmbito específico do Magistério.\n\nI. TRAÇOS CARACTERÍSTICOS DA \"RERUM NOVARUM\"\n\n4. No final do século passado, a Igreja encontrou-se diante de um processo histórico, em movimento já há algum tempo, mas que então atingia um ponto nevrálgico. Factor determinante desse processo foi um conjunto de mudanças radicais verificadas no campo político, económico e social, no âmbito científico e técnico, além da influência multiforme das ideologias predominantes. Resultado destas alterações foi, no campo político, uma nova concepção da sociedade e do Estado e, consequentemente, da autoridade. Uma sociedade tradicional se dissolvia, e começava-se a formar uma outra, cheia da esperança de novas liberdades, mas também dos perigos de novas formas de injustiça e escravidão.\n\nNo campo económico, para onde confluíam as descobertas e as aplicações das ciências, chegara-se progressivamente a novas estruturas na produção dos bens de consumo. Surgira uma nova forma de propriedade, o capital, e uma nova forma de trabalho, o assalariado, caracterizado por pesados ritmos de produção, sem horário nem qualquer atenção ao sexo, idade ou situação familiar, mas determinado apenas pela eficiência, na perspectiva do incremento do lucro.\n\nO trabalho tornava-se assim uma mercadoria, que podia ser livremente comprada e vendida no mercado, e cujo preço era determinado pela lei da procura e da oferta, sem olhar ao mínimo necessário para o sustento vital da pessoa e sua família. E a maior parte das vezes o trabalhador nem sequer estava seguro de conseguir vender desse modo a «própria mercadoria», vendo-se continuamente ameaçado pelo desemprego, o que significava, na ausência de qualquer forma de previdência social, o espectro da morte pela fome.\n\nConsequência desta transformação era «a divisão da sociedade em duas classes, separadas por um abismo profundo» [6]: esta situação estava entrelaçada com uma acentuada alteração de ordem política. De facto, a teoria política então predominante procurava promover, com leis apropriadas ou, pelo contrário, com voluntária abstenção de qualquer intervenção, a total liberdade económica. Ao mesmo tempo, começava a surgir, de forma organizada e tantas vezes violenta, uma outra concepção da propriedade e da vida económica, que implicava uma nova organização política e social.\n\nNo momento culminante desta contraposição, quando aparecia já em plena luz a gravíssima injustiça da realidade social, presente em muitas situações, e o perigo de uma revolução alimentada pelas concepções então denominadas «socialistas», Leão XIII intervém com um Documento, que afrontava de maneira orgânica a «questão operária». A Encíclica fora precedida por algumas, mais dedicadas a ensinamentos de carácter político, e outras a seguirão mais tarde [7]. Neste contexto, deve-se lembrar particularmente a Encíclica Libertas praestantissimum, onde Leão XIII fazia ressaltar o vínculo constitutivo da liberdade humana com a verdade, de tal modo que uma liberdade que por si própria recusasse vincular-se à verdade, degeneraria em arbítrio e acabaria por submeter-se às paixões mais vis, e por se autodestruir. Com efeito, de que derivam todos os males contra os quais a Rerum novarum quis reagir, senão de uma liberdade que, no campo da actividade económica e social, se separa inteiramente da verdade do homem?\n\nO Pontífice inspirava-se, além disso, no ensino dos predecessores, bem como nos muitos Documentos episcopais, nos estudos científicos de leigos, na acção de movimentos e associações católicas e em tantas iniciativas realizadas no campo social, que marcaram a vida da Igreja, na segunda metade do século XIX.\n\n5. As «coisas novas» a que o Papa se referia, estavam longe de ser positivas. O primeiro parágrafo da Encíclica descreve as «coisas novas», que lhe deram o nome, com traços fortes: «Dado que uma ânsia ardente de coisas novas já há tempos agitava os Estados, seguir-se-lhe-ia como consequência que os desejos de mudança acabariam por se transferir do campo político para o sector conexo da economia. De facto, os progressos incessantes da indústria, os novos caminhos abertos ao emprego, as diversas relações entre patrões e operários; o acumular da riqueza nas mãos de poucos, ao lado da miséria de muitos; a maior consciência que os trabalhadores adquiriram de si mesmos e, por conseguinte, uma maior união entre eles, e além disso a decadência dos costumes, todas estas coisas fizeram deflagrar um conflito» [8].\n\nO Papa, e com ele a Igreja, bem como a comunidade civil, encontram-se frente a uma sociedade dividida por um conflito, tanto mais duro e desumano por não conhecer regra nem directriz. Foi precisamente sobre o conflito entre o capital e o trabalho, ou — como o chamava a Encíclica — a questão operária, nos termos gravíssimos que então se revelava, que o Papa não hesitou em dizer a sua palavra.\n\nAparece aqui a primeira reflexão, que a Encíclica sugere para o tempo presente. Em face de um conflito que opunha, quase como «lobos», o homem ao próprio homem, exactamente no plano da sobrevivência vital de uns e da opulência dos outros, o Papa não duvidou ser seu dever intervir, em virtude do seu «ministério apostólico» [9], ou seja, da missão recebida do próprio Jesus Cristo de «apascentar os cordeiros e as ovelhas» (cf. Jo 21, 15-17) e de «ligar e desligar na terra» para o Reino dos Céus (cf. Mt 16, 19). A sua intenção era com certeza restabelecer a paz, e o leitor contemporâneo não pode deixar de notar a severa condenação da luta de classes, que ele proferia sem meios termos [10]. Porém, estava bem consciente do facto de que a paz se edifica sobre o fundamento da justiça: o conteúdo essencial da Encíclica foi precisamente a proclamação das condições fundamentais da justiça na conjuntura económica e social de então [11].\n\nDeste modo Leão XIII, no rasto dos predecessores, estabelecia um paradigma permanente para a Igreja. Esta, com efeito, tem a sua palavra a dizer perante determinadas situações humanas, individuais e comunitárias, nacionais e internacionais, para as quais formula uma verdadeira doutrina, um corpus, que lhe permite analisar as realidades sociais, pronunciar-se sobre elas e indicar directrizes para a justa solução dos problemas que daí derivam.\n\nNo tempo de Leão XIII, semelhante concepção do direito-dever da Igreja estava muito longe de ser comummente aceite. Prevalecia, de facto, uma dupla tendência: uma orientada para este mundo e esta vida, à qual a fé devia permanecer estranha; e outra dedicada a uma salvação puramente ultraterrena, que todavia não iluminava nem orientava a presença sobre a terra. A própria atitude do Papa de publicar a Rerum novarum conferiu à Igreja quase um «estatuto de cidadania» no meio das variáveis realidades da vida pública, e isto confirmar-se-ia ainda mais em seguida. Efectivamente, para a Igreja, ensinar e difundir a doutrina social pertence à sua missão evangelizadora e faz parte essencial da mensagem cristã, porque essa doutrina propõe as suas consequências directas na vida da sociedade e enquadra o trabalho diário e as lutas pela justiça no testemunho de Cristo Salvador. Ela constitui, além disso, uma fonte de unidade e de paz, em face dos conflitos que inevitavelmente se levantam no sector económico-social. Torna-se possível desse modo viver as novas situações sem envilecer a dignidade transcendente da pessoa humana, nem em si próprio nem nos adversários, e encaminhá-las para uma recta solução.\n\nOra, a validade de tal orientação oferece-me, à distância de cem anos, a oportunidade de dar um contributo para a elaboração da «doutrina social cristã». A «nova evangelização», da qual o mundo moderno tem urgente necessidade, e sobre a qual várias vezes insisti, deve incluir entre as suas componentes essenciais o anúncio da doutrina social da Igreja, tão idónea hoje como no tempo de Leão XIII para indicar o recto caminho de resposta aos grandes desafios da idade contemporânea, enquanto cresce o descrédito das ideologias. Como então, é preciso repetir que não existe verdadeira solução para a «questão social» fora do Evangelho e que, por outro lado, as «coisas novas» podem encontrar neste o seu espaço de verdade e a devida avaliação moral.\n\n6. Propondo-se projectar luz sobre o conflito que se estava a adensar entre capital e trabalho, Leão XIII afirmava os direitos fundamentais dos trabalhadores. Por isso, a chave de leitura do texto leonino é a dignidade do trabalhador em quanto tal e, por isso mesmo, a dignidade do trabalho, que aparece definido como «a actividade humana destinada a prover às necessidades da vida, e especialmente à sua conservação» [12]. O Pontífice qualifica o trabalho como «pessoal», já que «a força activa é inerente à pessoa, totalmente pertencente a quem a exercita, e foi-lhe dada para seu proveito» [13]. O trabalho pertence assim à vocação de cada pessoa; mais, o homem exprime-se e realiza-se na sua actividade laborativa. Simultaneamente o trabalho tem uma dimensão social, pela sua íntima relação quer com a família, quer com o bem comum, «porque pode-se afirmar de verdade que o trabalho dos operários é o que produz as riquezas dos Estados» [14]. Isto mesmo retomei e desenvolvi na Encíclica Laborem exercens [15].\n\nUm outro princípio relevante, é, sem dúvida, o do direito à «propriedade privada» [16]. O próprio espaço, que lhe dedica a Encíclica, revela a importância que lhe atribui. O Papa está bem consciente do facto de que a propriedade privada não é um valor absoluto, nem deixa de proclamar os princípios complementares, como o do destino universal dos bens da terra [17].\n\nPor outro lado, é certo também que o tipo de propriedade privada, que ele principalmente considera, é o da posse da terra [18]. Todavia isso não impede que as razões aduzidas para tutelar a propriedade privada, ou seja, para afirmar o direito a possuir as coisas necessárias para o desenvolvimento pessoal e da própria família — nas diversas formas concretas que este direito possa assumir — conservem hoje o seu valor. Isto deve ser novamente afirmado quer perante as mudanças, de que hoje somos testemunhas, verificadas nos sistemas onde imperava a propriedade colectiva dos meios de produção, quer defronte aos crescentes fenómenos de pobreza ou, mais exactamente, às privações da propriedade privada, que se apresentam aos nossos olhos em muitas partes do mundo, inclusive naquelas onde predominam os sistemas cujo fulcro é precisamente a afirmação do direito de propriedade privada. Na sequência dessas alterações e da persistência da pobreza, torna-se necessária uma análise mais profunda do problema, que será desenvolvida mais adiante.\n\n7. Em estreita relação com o tema do direito de propriedade a Encíclica de Leão XIII afirma de igual modo outros direitos, como próprios e inalienáveis da pessoa humana. Entre eles, é proeminente, pelo espaço que lhe dedica e a importância que lhe atribui, o «direito natural do homem» a formar associações privadas; o que, significa primariamente o direito de criar associações profissionais de empresários e operários, ou apenas de operários [19]. Daqui a razão pela qual a Igreja defende e aprova a criação daquilo que agora designamos por sindicatos, não certamente por preconceitos ideológicos nem por cedência a uma mentalidade de classe, mas porque o associar-se é um «direito natural» do ser humano e, portanto, anterior à sua integração na sociedade política. De facto, «o Estado não pode proibir a sua formação», porque ele «deve tutelar os direitos naturais, não destruí-los. Impedindo tais associações, ele contradiz-se a si mesmo» [20].\n\nEm conjunto com este direito, que o Papa — é justo sublinhá-lo — reconhece explicitamente aos operários, ou, segundo a sua linguagem, aos «proletários», são afirmados com igual clareza os direitos à «limitação das horas de trabalho», ao legítimo repouso, e a um tratamento diverso aos menores e às mulheres [21] no que se refere ao tipo e duração do trabalho.\n\nSe se tem presente o que a história diz acerca dos processos consentidos, ou pelo menos não excluidos legalmente, em ordem à contratação, sem qualquer garantia quanto às horas de trabalho, nem quanto às condições higiénicas do ambiente, e ainda sem atender à idade e ao sexo dos candidatos ao emprego, é bem compreensível a severa afirmação do Papa. «Não é justo nem humano — escreve ele — exigir do homem um trabalho tal que, devido à exagerada fadiga, lhe faça brutalizar a mente e debilitar o corpo». E pormenorizando no que se refere ao contrato, que devia fazer entrar em vigor tais «relações de trabalho», afirma: «em toda a convenção estipulada entre patrões e operários, exista sempre a condição expressa ou subentendida» que preveja convenientemente o repouso proporcional «à soma das energias despendidas no trabalho»; depois conclui: «um pacto contrário seria imoral» [22].\n\n8. Imediatamente a seguir o Papa enuncia um outro direito do operário como pessoa. Trata-se do direito ao «justo salário», que não pode ser deixado «ao livre acordo das partes: de modo que o dador de trabalho, uma vez paga a mercadoria, fez a sua parte, sem de nada mais ser devedor»[23]. O Estado, não tem poder — dizia-se naquele tempo — para intervir na determinação destes contratos, mas apenas para garantir o cumprimento de quanto fora explicitamente estipulado. Semelhante concepção das relações entre patrões e operários, puramente pragmática e inspirada num rígido individualismo, é severamente reprovada na Encíclica, enquanto contrária à dupla natureza do trabalho, como facto pessoal e necessário. Com efeito, se o trabalho, na sua dimensão pessoal, pertence à disponibilidade de que cada um goza das próprias faculdades e energias, todavia enquanto necessário, é regulado pela obrigação grave que pende sobre cada um de «conservar a vida»; «daqui nasce por necessária consequência — conclui o Papa — o direito de procurar os meios de sustento, que, para a gente pobre, se reduzem ao salário do próprio trabalho» [24].\n\nO salário deve ser suficiente para manter o operário e a sua família. Se o trabalhador, «pressionado pela necessidade, ou pelo medo do pior, aceita contratos mais duros porque impostos pelo proprietário ou pelo empresário, e que, por vontade ou sem ela, devem ser aceites, é claro que sofre uma violência, contra a qual a justiça protesta» [25].\n\nQueira Deus que estas palavras, escritas enquanto crescia o que foi chamado «capitalismo selvagem», não tenham hoje de ser repetidas com a mesma severidade. Infelizmente ainda hoje é frequente encontrar casos de contratos entre patrões e operários, nos quais se ignora a mais elementar justiça, em matéria de trabalho de menores ou feminino, dos horários de trabalho, do estado higiénico dos locais de trabalho, e da legítima retribuição. E isto não obstante as Declarações e Convenções internacionais sobre o assunto [26], e as próprias leis internas dos Estados. O Papa atribuía à «autoridade puíblica», o «estrito dever» de cuidar adequadamente do bem-estar dos trabalhadores, porque se o não fizesse, ofenderia a justiça; não hesitava mesmo em falar de «justiça distributiva» [27].\n\n9. A tais direitos, Leão XIII junta outro, sempre a propósito da condição operária, que considero necessário recordar expressamente, devido à importância que tem: é o direito de cumprir livremente os deveres religiosos. O Papa quis proclamá-lo no mesmo contexto dos outros direitos e deveres dos operários, e isso não obstante o clima geral que, também no seu tempo, considerava certas questões como pertencentes exclusivamente ao âmbito individual. Ele afirma a necessidade do repouso festivo, a fim de que o homem seja levado ao pensamento dos bens celestes e ao culto devido à majestade divina [28]. Deste direito, radicado num mandamento, ninguém pode privar o homem: «a ninguém é lícito violar impunemente a dignidade do homem, e o Estado deve assegurar ao operário o exercício dessa liberdade» [29].\n\nNão se equivocaria quem visse, nesta clara afirmação, o gérmen do princípio do direito à liberdade religiosa, que foi depois objecto de muitas Declarações solenes e Convenções internacionais [30], bem como da nossa Declaração conciliar e do meu constante ensinamento [31]. A propósito, devemos interrogar-nos se os dispositivos legais vigentes e a práxis das sociedades industrializadas asseguram hoje efectivamente o exercício do direito elementar ao repouso festivo.\n\n10. Outra nota importante, rica de ensinamentos para os nossos dias, é a concepção das relações entre o Estado e os cidadãos. A Rerum novarum critica os dois sistemas sociais e económicos: o socialismo e o liberalismo. Ao primeiro, é dedicada a parte inicial, na qual se reafirma o direito à propriedade privada; ao segundo, não se dedica nenhuma secção especial, mas — facto merecedor de atenção — inserem-se as críticas, quando se aborda o tema dos deveres do Estado [32]. Este não pode limitar-se a «providenciar a favor de uma parte dos cidadãos», isto é, a rica e próspera, nem pode «transcurar a outra», que representa sem dúvida a larga maioria do corpo social; caso contrário, ofende-se a justiça, que quer que se dê a cada um o que lhe pertence. «Todavia, na tutela destes direitos pessoais, tenha-se uma atenção especial com os débeis e os pobres. A classe dos ricos, forte por si mesma, tem menos necessidade de defesa pública; a classe proletária, carente de um apoio próprio, tem uma necessidade especial de o procurar na protecção do Estado. Por isso aos operários, que se contam no número dos débeis e necessitados, o Estado deve preferentemente dirigir os seus cuidados e as suas providências» [33].\n\nEstes passos têm hoje valor sobretudo em face das novas formas de pobreza existentes no mundo, tanto mais que são afirmações que não dependem de uma determinada concepção do Estado nem de uma particular teoria política. O Papa reafirma um princípio elementar de qualquer sã organização política, ou seja, os indivíduos quanto mais indefesos aparecem numa sociedade, tanto mais necessitam da atenção e do cuidado dos outros e, particularmente da intervenção da autoridade pública.\n\nDeste modo o princípio, que hoje designamos de solidariedade, e cuja validade, quer na ordem interna de cada Nação, quer na ordem internacional, sublinhei na Sollicitudo rei socialis [34], apresenta-se como um dos princípios basilares da concepção cristã da organização social e política. Várias vezes Leão XIII o enuncia, com o nome «amizade», que encontrámos já na filosofia grega; desde Pio XI é designado pela expressão mais significativa «caridade social», enquanto Paulo VI, ampliando o conceito na linha das múltiplas dimensões actuais da questão social, falava de «civilização do amor» [35].\n\n11. A releitura da Encíclica à luz da realidade contemporânea, permite apreciar a constante preocupação e dedicação da Igreja a favor daquelas categorias de pessoas, que são objecto de predilecção por parte do Senhor Jesus. O próprio conteúdo do texto é um testemunho excelente da continuidade, na Igreja, daquela que agora se designa «opção preferencial pelos pobres», opção que defini como «uma forma especial de primado na prática da caridade cristã» [36]. A Encíclica sobre a «questão operária» é, pois, um documento sobre os pobres, e sobre a terrível condição à qual o novo e não raramente violento processo de industrialização reduzira enormes multidões. Também hoje, numa grande parte do mundo, semelhantes processos de transformação económica, social e política produzem os mesmos males.\n\nSe Leão XIII recorre ao Estado para dar o justo remédio à condição dos pobres, é porque reconhece oportunamente que o Estado tem o dever de promover o bem comum, e de procurar que os diversos âmbitos da vida social, sem excluir o económico, contribuam para realizar aquele, embora no respeito da legítima autonomia de cada um deles. Isto, contudo, não deve fazer pensar que, para o Papa Leão XIII, toda a solução da questão social se deverá esperar do Estado. Pelo contrário, ele insiste várias vezes sobre os necessários limites à intervenção do Estado e sobre o seu carácter instrumental, já que o indivíduo, a família e a sociedade lhe são anteriores, e ele existe para tutelar os direitos de um e de outras, e não para os sufocar [37].\n\nA ninguém escapa a actualidade destas reflexões. Sobre o importante tema dos limites inerentes à natureza do Estado, convirá voltar mais adiante. De momento, os pontos sublinhados, não certamente os únicos da Encíclica, põem-se na continuidade do Magistério social da Igreja e à luz também de uma sã concepção da propriedade privada, do trabalho, do processo económico, da realidade do Estado e, acima de tudo, do próprio homem. Outros temas serão depois mencionados, ao examinar alguns aspectos da realidade contemporânea; mas será conveniente desde já ter presente que aquilo que serve de trama e, em certo sentido, de linha condutora à Encíclica, e a toda a doutrina social da Igreja, é a correcta concepção da pessoa humana e do seu valor único, enquanto «o homem (è) a única criatura sobre a terra a ser querida por Deus por si mesma»[38]. Nele gravou a Sua imagem e semelhança (cf. Gn 1, 26), conferindo-lhe uma dignidade incomparável, sobre a qual a Encíclica retorna várias vezes. Com efeito, além dos direitos que cada homem adquire com o próprio trabalho, existem direitos que não são correlativos a qualquer obra por ele realizada, mas derivam da sua dignidade essencial de pessoa.\n\nII. RUMO ÀS \"COISAS NOVAS\" DE HOJE\n\n12. A comemoração da Rerum novarum não seria adequada, se não olhasse também à situação de hoje. Já no seu conteúdo, o Documento se presta a uma tal consideração, porque o quadro histórico e as previsões, aí delineadas, se revelam, à luz de quanto aconteceu no período sucessivo, surpreendentemente exactas.\n\nIsto foi confirmado de modo particular pelos acontecimentos dos últimos meses do ano de 1989 e dos primeiros de 1990. Estes e as consequentes transformações radicais só se explicam com base nas situações anteriores, que em certa medida tinham materializado e institucionalizado as previsões de Leão XIII e os sinais, cada vez mais inquietantes, observados pelos seus sucessores. Aquele Pontífice, com efeito, previa as consequências negativas, sobre todos os aspectos — político, social e económico — de uma organização da sociedade, tal como a propunha o «socialismo», que então estava ainda no estado de filosofia social e de movimento mais ou menos estruturado. Alguém poderia admirar-se do facto de que o Papa começasse pelo «socialismo», a crítica das soluções que se davam à «questão operária», quando ele ainda não se apresentava — como depois aconteceu — sob a forma de um Estado forte e poderoso, com todos os recursos à disposição. Todavia Leão XIII mediu bem o perigo que representava, para as massas, a apresentação atraente de uma solução tão simples quão radical da «questão operária». Isto torna-se tanto mais verdadeiro se se considera em função da pavorosa situação de injustiça em que jaziam as massas proletárias, nas Nações há pouco industrializadas.\n\nOcorre aqui sublinhar duas coisas: por um lado, a extraordinária lucidez na apreensão, em toda a sua crueza, da verdadeira condição dos proletários, homens, mulheres e crianças; por outro lado, a não menor clareza com que intuiu o mal de uma solução que, sob a aparência de uma inversão das posições de pobres e ricos, redundava de facto em detrimento daqueles mesmos que se propunha ajudar. O remédio revelar-se-ia pior que a doença. Individuando a natureza do socialismo de então, como sendo a supressão da propriedade privada, Leão XIII atingia o fundo da questão.\n\nAs suas palavras merecem ser relidas com atenção: «Para remediar este mal (a injusta distribuição das riquezas e a miséria dos proletários), os socialistas excitam, nos pobres, o ódio contra os ricos, e defendem que a propriedade privada deve ser abolida, e os bens de cada um tornarem-se comuns a todos (...), mas esta teoria, além de não resolver a questão, acaba por prejudicar os próprios operários, e é até injusta por muitos motivos, já que vai contra os direitos dos legítimos proprietários, falseia as funções do Estado, e subverte toda a ordem social» [39]. Não se poderia indicar melhor os males derivados da instauração deste tipo de socialismo como sistema de Estado: aquele tomaria o nome de «socialismo real».\n\n13. Aprofundando agora a reflexão delineada, e fazendo ainda referência ao que foi dito nas Encíclicas Laborem exercens e Sollicitudo rei socialis, é preciso acrescentar que o erro fundamental do socialismo é de carácter antropológico. De facto, ele considera cada homem simplesmente como um elemento e uma molécula do organismo social, de tal modo que o bem do indivíduo aparece totalmente subordinado ao funcionamento do mecanismo económico-social, enquanto, por outro lado, defende que esse mesmo bem se pode realizar prescindindo da livre opção, da sua única e exclusiva decisão responsável em face do bem ou do mal. O homem é reduzido a uma série de relações sociais, e desaparece o conceito de pessoa como sujeito autónomo de decisão moral, que constrói, através dessa decisão, o ordenamento social. Desta errada concepção da pessoa, deriva a distorção do direito, que define o âmbito do exercício da liberdade, bem como a oposição à propriedade privada. O homem, de facto, privado de algo que possa «dizer seu» e da possibilidade de ganhar com que viver por sua iniciativa, acaba por depender da máquina social e daqueles que a controlam, o que lhe torna muito mais difícil reconhecer a sua dignidade de pessoa e impede o caminho para a constituição de uma autêntica comunidade humana.\n\nPelo contrário, da concepção cristã da pessoa segue-se necessariamente uma justa visão da sociedade. Segundo a Rerum novarum e toda a doutrina social da Igreja, a sociabilidade do homem não se esgota no Estado, mas realiza-se em diversos aglomerados intermédios, desde a família até aos grupos económicos, sociais, políticos e culturais, os quais, provenientes da própria natureza humana, estão dotados — subordinando-se sempre ao bem comum — da sua própria autonomia. É o que designei de «subjectividade» da sociedade, que foi anulada pelo «socialismo real» [40].\n\nSe se questiona ulteriormente onde nasce aquela errada concepção da natureza da pessoa e da subjectividade da sociedade, é necessário responder que a sua causa primeira é o ateísmo. É na resposta ao apelo de Deus, contido no ser das coisas, que o homem toma consciência da sua dignidade transcendente. Cada homem deve dar esta resposta, na qual se encontra o clímax da sua humanidade, e nenhum mecanismo social ou sujeito colectivo o pode substituir. A negação de Deus priva a pessoa do seu fundamento e consequentemente induz a reorganizar a ordem social, prescindido da dignidade e responsabilidade da pessoa.\n\nO referido ateísmo está, aliás, estritamente conexo com o racionalismo iluminístico, que concebe a realidade humana e social do homem, de maneira mecanicista. Nega-se deste modo a intuição última sobre a verdadeira grandeza do homem, a sua transcendência relativamente ao mundo das coisas, a contradição que percebe no seu coração entre o desejo de uma plenitude de bem e a própria incapacidade de o conseguir e, sobretudo, a necessidade da salvação que daí deriva.\n\n14. Da mesma raiz ateísta, deriva ainda a escolha dos meios de acção, própria do socialismo, que é condenada na Rerum novarum. Trata-se da luta de classes. O Papa — entenda-se! — não pretende condenar toda e qualquer forma de conflitualidade social. A Igreja sabe bem que, ao longo da história, os conflitos de interesses entre diversos grupos sociais surgem inevitavelmente, e que, perante eles, o cristão deve muitas vezes tomar posição decidida e coerentemente. A Encíclica Laborem exercens, aliás, reconheceu claramente o papel positivo do conflito, quando ele se configura como «luta pela justiça social»;[41] e na Quadragesimo anno escrevia-se: «com efeito, a luta de classes, quando se abstém dos actos de violência e do ódio mútuo, transforma-se pouco a pouco numa honesta discussão, fundada na busca da justiça» [42].\n\nO que se condena na luta de classes é principalmente a ideia de um conflito que não é limitado por considerações de carácter ético ou jurídico, que se recusa a respeitar a dignidade da pessoa no outro (e, por consequência, em si próprio), que exclui por isso um entendimento razoável, e visa não já a formulação do bem geral da sociedade inteira, mas sim o interesse de uma parte que se substitui ao bem comum e quer destruir o que se lhe opõe. Trata-se, numa palavra, da representação — no terreno do confronto interno entre os grupos sociais — da doutrina da «guerra total», que o militarismo e o imperialismo daquela época impunham no âmbito das relações internacionais. Tal doutrina substituía a procura do justo equilíbrio entre os interesses das diversas Nações, pela prevalência absoluta da posição da própria parte, mediante a destruição da resistência da parte contrária, destruição realizada com todos os meios, sem excluir o uso da mentira, o terror contra os civis, as armas de extermínio, que naqueles anos começavam a ser projetadas. Luta de classes em sentido marxista e militarismo têm, portanto, a mesma raiz: o ateísmo e o desprezo da pessoa humana, que fazem prevalecer o princípio da força sobre o da razão e do direito.\n\n15. A Rerum novarum opõe-se à colectivização pelo Estado dos meios de produção, que reduziria cada cidadão a uma «peça» na engrenagem da máquina do Estado. Igualmente critica uma concepção do Estado que deixe totalmente a esfera da economia fora do seu campo de interesse e de acção. Existe com certeza uma legítima esfera de autonomia do agir económico, onde o Estado não deve entrar. Compete a este, porém, a tarefa de determinar o enquadramento jurídico dentro do qual se desenrolem os relacionamentos económicos, e de salvaguardar deste modo as condições primárias de uma livre economia, que pressupõe uma certa igualdade entre as partes, de modo que uma delas não seja de tal maneira mais poderosa que a outra que praticamente a possa reduzir à escravidão [43].\n\nA este propósito, a Rerum novarum aponta o caminho de justas reformas, que restituam ao trabalho a sua dignidade de livre actividade do homem. Aquelas implicam uma tomada de posição responsável por parte da sociedade e do Estado, tendente sobretudo a defender o trabalhador contra o pesadelo do desemprego. Isto verificou-se historicamente de dois modos convergentes: ou com políticas económicas, visando assegurar o crescimento equilibrado e a condição de pleno emprego; ou com os seguros de desemprego e com políticas de requalificação profissional capazes de facilitar a passagem dos trabalhadores dos sectores em crise para outros em expansão.\n\nAlém disso, a sociedade e o Estado devem assegurar níveis salariais adequados ao sustento do trabalhador e da sua família, inclusive com uma certa margem de poupança. Isto exige esforços para dar aos trabalhadores conhecimentos e comportamentos melhores, capazes de tornar o seu trabalho mais qualificado e produtivo; mas requer também uma vigilância assídua e adequadas medidas legislativas para truncar fenómenos vergonhosos de desfrutamento, com prejuízo sobretudo dos trabalhadores mais débeis, imigrantes ou marginalizados. Decisiva, neste sector, é a função dos sindicatos, que ajustam os mínimos salariais e as condições de trabalho.\n\nPor último, é necessário garantir o respeito de horários «humanos» de trabalho e de repouso, bem como o direito de exprimir a própria personalidade no lugar de trabalho, sem serem violados seja de que modo for na própria consciência ou dignidade. Faz-se apelo de novo aqui ao papel dos sindicatos não só como instrumentos de contratação, mas também como «lugares» de expressão da personalidade dos trabalhadores: aqueles servem para o desenvolvimento de uma autêntica cultura do trabalho e ajudam os trabalhadores a participarem de modo plenamente humano na vida da empresa [44].\n\nPara a realização destes objectivos, o Estado deve concorrer tanto directa como indirectamente. Indirectamente e segundo o princípio de subsidiariedade, criando as condições favoráveis ao livre exercício da actividade económica, que leve a uma oferta abundante de postos de trabalho e de fontes de riqueza. Directamente e segundo o princípio de solidariedade, pondo, em defesa do mais débil, algumas limitações à autonomia das partes, que decidem as condições de trabalho, e assegurando em todo o caso um mínimo de condições de vida ao desempregado [45].\n\nA Encíclica e o Magistério social, a ela conexo, tiveram uma múltipla influência naqueles anos entre os séculos XIX e XX. Essa influência é visível em numerosas reformas introduzidas nos sectores da previdência social, das pensões, dos seguros contra a doença, da prevenção de acidentes, no quadro de um maior respeito dos direitos dos trabalhadores [46].\n\n16. Tais reformas foram, em parte, realizadas pelos Estados, mas, na luta para as obter, desempenhou um importante papel a acção do Movimento operário. Nascido como reacção da consciência moral contra situações de injustiça e de dano, ele desenvolveu um vasto campo de actividade sindical, reformista, distante das utopias da ideologia e mais próxima às carências quotidianas dos trabalhadores e, neste âmbito, os seus esforços juntaram-se muitas vezes aos dos cristãos para obter o melhoramento humano das condições de vida dos trabalhadores. Logo a seguir, tal Movimento foi, em certa medida, dominado por aquela mesma ideologia marxista, contra a qual se dirigia a Rerum novarum.\n\nEssas mesmas reformas foram também o resultado de um processo livre de auto-organização da sociedade, com a criação de instrumentos eficazes de solidariedade, capazes de sustentar um crescimento económico mais respeitador dos valores da pessoa. Recorde-se aqui a multiforme actividade, com um notável contributo dos cristãos, na fundação de cooperativas de produção, de consumo e de crédito, na promoção da instrução popular e formação profissional, na experimentação de várias formas de participação na vida da empresa e, em geral, da sociedade.\n\nSe, portanto, olhando ao passado, há motivo para agradecer a Deus porque a grande Encíclica não ficou privada de ressonância nos corações e impeliu a uma activa generosidade, todavia é preciso reconhecer o facto de que o anúncio profético, nela contido, não foi cabalmente acolhido pelos homens daquele tempo, e precisamente dessa atitude vieram desgraças muito graves.\n\n17. Lendo a Encíclica, em conexão com todo o rico Magistério leonino [47], nota-se como ela indica fundamentalmente as consequências, no terreno económico-social, de um erro de muito mais vastas dimensões. O erro, como se disse, consiste numa concepção da liberdade humana que a desvincula da obediência à verdade e, por conseguinte, também do dever de respeitar os direitos dos outros. O conteúdo da liberdade reduz-se então ao amor de si próprio, até chegar ao desprezo de Deus e do próximo, amor que conduz à afirmação ilimitada do interesse próprio, sem se deixar conter por qualquer obrigação de justiça [48].\n\nEste erro atingiu as suas consequências extremas no trágico ciclo das guerras que revolveram a Europa e o mundo entre 1914 e 1945. Foram guerras ditadas pelo militarismo e pelo nacionalismo exacerbado, e pelas formas de totalitarismo a esses ligadas, e guerras derivadas da luta de classes, guerras civis e ideológicas. Sem a terrível carga de ódio e rancor, acumulada por causa de tanta injustiça quer a nível internacional quer a nível da injustiça social interna de cada Estado, não seriam possíveis guerras de tamanha ferocidade em que foram investidas as energias de grandes Nações, em que não se hesitou em violar os direitos humanos mais sagrados, e foi planificado e executado o extermínio de povos e grupos sociais inteiros. Recorde-se aqui, em particular, o povo hebreu, cujo destino terrível se tornou um símbolo da aberração a que pode chegar o homem, quando se volta contra Deus.\n\nTodavia o ódio e a injustiça só se apoderam de inteiras Nações e fazem-nas entrar em acção, quando são legitimados e organizados por ideologias que se fundamentam mais naqueles do que na verdade do homem [49]. A Rerum novarum combatia as ideologias do ódio e indicava os caminhos para destruir a violência e o rancor, mediante a justiça. Possa a memória desses terríveis acontecimentos guiar as acções dos homens e, de modo particular, dos dirigentes dos povos no nosso tempo, em que outras injustiças alimentam novos ódios e se desenham no horizonte novas ideologias que exaltam a violência.\n\n18. É verdade que, desde 1945, as armas silenciam no Continente europeu; mas a verdadeira paz — deve-se lembrar — nunca é o resultado da vitória militar, mas implica o superamento das causas da guerra e a autêntica reconciliação entre os povos. Durante muitos anos, de facto, houve, na Europa e no mundo, mais uma situação de não-guerra do que de paz verdadeira. Metade do Continente caiu sob o domínio da ditadura comunista, enquanto a outra metade se organizava para se defender contra tal perigo. Muitos povos perdem o poder de dispor de si próprios, vêem-se encerrados nos limites sufocantes de um império, enquanto se procura destruir a sua memória histórica e a raiz secular da sua cultura. Multidões enormes são forçadas a abandonar a sua terra e violentamente deportadas.\n\nUma corrida louca aos armamentos absorve os recursos necessários para um equilibrado progresso das economias internas e para auxílio às Nações mais desfavorecidas. O progresso científico e tecnológico, que deveria contribuir para o bem estar do homem, acaba transformado num instrumento de guerra: ciência e técnica são usadas para produzir armas cada vez mais aperfeiçoadas e destrutivas, enquanto a uma ideologia, que não passa de uma perversão da autêntica filosofia, se pede que forneça justificações doutrinais para a nova guerra. E esta não é apenas temida e preparada, mas é combatida, com enorme derramamento de sangue, em várias partes do mundo. A lógica dos blocos ou impérios, já denunciada nos diversos Documentos da Igreja, sendo o mais recente a Encíclica Sollicitudo rei socialis [50], faz com que todas as controvérsias e discórdias, que surgem nos Países do Terceiro Mundo, sejam sistematicamente incrementadas e aproveitadas para criar dificuldades ao adversário.\n\nOs grupos extremistas, que procuram resolver tais controvérsias com as armas, encontram facilmente apoios políticos e militares, são armados e adestrados para a guerra, enquanto aqueles que se esforçam por encontrar soluções pacíficas e humanas, no respeito dos legítimos interesses de todas as partes, permanecem isolados e muitas vezes caiem vítimas dos seus adversários. Mesmo a militarização de tantos Países do «Terceiro Mundo» e as lutas fratricidas que os atormentaram, a difusão do terrorismo e de meios cada vez mais bárbaros de luta político-militar, encontram uma das suas causas primárias na paz precária que se seguiu à II Guerra Mundial. Sobre todo o mundo, enfim, grava a ameaça de uma guerra atómica, capaz de levar à extinção da humanidade. A ciência, usada para fins militares, pôs à disposição do ódio, incrementado pelas ideologias, o instrumento decisivo. Mas a guerra pode terminar sem vencedores nem vencidos num suicídio da humanidade, e então é necessário rejeitar a lógica que a ela conduz, ou seja, a ideia de que a luta pela destruição do adversário, a contradição e a própria guerra são factores de progresso e avanço da história [51]. Quando se compreende a necessidade dessa rejeição, devem necessariamente entrar em crise quer a lógica da «guerra total» quer a da «luta de classes».\n\n19. No fim da II Guerra Mundial, porém, um tal desenvolvimento está ainda em formação nas consciências, e o dado mais saliente é o estender-se do totalitarismo comunista sobre mais de metade da Europa e parte do mundo. A guerra, que deveria restituir a liberdade aos indivíduos e restaurar os direitos dos povos, terminou sem ter conseguido estes fins; pelo contrário, acabou de um modo que, para muitos povos, especialmente para aqueles que mais tinham sofrido, abertamente os contradiz. Pode-se dizer que a situação criada deu lugar a diversas respostas.\n\nEm alguns Países, e sob alguns aspectos, assiste-se a um esforço positivo para reconstruir, depois das destruições da guerra, uma sociedade democrática e inspirada na justiça social, a qual priva o comunismo do potencial revolucionário, constituído por multidões exploradas e oprimidas. Estas tentativas procuram em geral preservar os mecanismos do livre mercado, assegurando através da estabilidade da moeda e da firmeza das relações sociais, as condições de um crescimento económico estável e sadio, no qual as pessoas, com o seu trabalho, podem construir um futuro melhor para si e para os próprios filhos. Simultaneamente, estes países procuram evitar que os mecanismos de mercado sejam o único termo de referência da vida associada e tendem a submetê-los a um controle público que faça valer o princípio do destino comum dos bens da terra. Uma certa abundância de ofertas de trabalho, um sólido sistema de segurança social e de acesso profissional, a liberdade de associação e a acção incisiva do sindicato, a previdência em caso de desemprego, os instrumentos de participação democrática na vida social, neste contexto, deveriam subtrair o trabalho da condição de «mercadoria» e garantir a possibilidade de realizá-lo com dignidade.\n\nExistem, depois, outras forças sociais e movimentos de ideias que se opõem ao marxismo com a construção de sistemas de «segurança nacional», visando controlar de modo capilar toda a sociedade, para tornar impossível a infiltração marxista. Exaltando e aumentando o poder do Estado, elas pretendem preservar o seu povo do comunismo; mas, fazendo isso, correm o grave risco de destruir aquela liberdade e aqueles valores da pessoa, em nome dos quais é preciso opor-se àquele.\n\nOutra forma de resposta prática, enfim, está representada pela sociedade do bem-estar, ou sociedade do consumo. Ela tende a derrotar o marxismo no terreno de um puro materialismo, mostrando como uma sociedade de livre mercado pode conseguir uma satisfação mais plena das necessidades materiais humanas que a defendida pelo comunismo, e excluindo igualmente os valores espirituais. Na verdade, se por um lado é certo que este modelo social mostra a falência do marxismo ao construir uma sociedade nova e melhor, por outro lado, negando a existência autónoma e o valor da moral, do direito, da cultura e da religião, coincide com ele na total redução do homem à esfera do económico e da satisfação das necessidades materiais.\n\n20. No mesmo período, desenvolve-se um grandioso processo de «descolonização», pelo qual numerosos Países adquirem ou reconquistam a independência e o direito de disporem livremente de si. Com a aquisição formal da soberania estatal, porém, estes Países muitas vezes estão apenas no início do caminho para a construção de uma autêntica independência. De facto, sectores decisivos da economia permanecem ainda nas mãos de grandes empresas estrangeiras, que recusam ligar-se estavelmente ao progresso do País que as acolhe, e a própria vida política é controlada por forças estrangeiras, enquanto, dentro das fronteiras do Estado, convivem grupos tribais, ainda não amalgamados numa autêntica comunidade nacional. Falta, além disso, uma classe de profissionais competentes, capazes de fazer funcionar de modo honesto e normal o aparelho do Estado, e não existem também os quadros para uma eficiente e responsável gestão da economia.\n\nDada a situação, a muitos parece que o comunismo poderia oferecer como que um atalho para a edificação da Nação e do Estado, e nascem, por isso, diversas variantes do socialismo com um carácter nacional específico. Misturam-se assim, nas múltiplas ideologias que acabam por se formar, em proporções variáveis, exigências legítimas de salvação nacional, formas de nacionalismo e de militarismo, princípios vindos de antigas tradições populares, por vezes conformes à doutrina social cristã, e conceitos do marxismo-leninismo.\n\n21. Recorde-se, enfim, como, depois da II Guerra Mundial e mesmo por reacção aos seus erros, se difundiu um sentimento mais vivo dos direitos humanos, que foi reconhecido em diversos Documentos internacionais [52], e na elaboração, poder-se-ia dizer, de um novo «direito dos povos», a que a Santa Sé deu constante contributo. Fulcro desta evolução foi a Organização das Nações Unidas. Cresceu não só a consciência do direito dos indivíduos, mas também a dos direitos das Nações, enquanto se adverte mais claramente a necessidade de actuar para sanar os graves desequilíbrios entre as diversas áreas do mundo, o que transferiu, em certo sentido, o centro da questão social do âmbito nacional para o nível internacional [53].\n\nAo registar, com satisfação, um tal processo, não se pode todavia silenciar o facto de que o balanço geral das diversas políticas de auxílio ao desenvolvimento não é sempre positivo. Além disso, as Nações Unidas ainda não conseguiram construir instrumentos eficazes, alternativos à guerra, na solução dos conflitos internacionais, e este parece ser o problema mais urgente que a comunidade internacional tem para resolver.\n\nIII. O ANO 1989\n\n22. Partindo da situação mundial que acabamos de descrever, e que aparece já exposta na Encíclica Sollicitudo rei socialis, é que se compreende bem o inesperado e promissor alcance dos factos dos últimos anos. O seu ponto mais alto é constituído pelos acontecimentos de 1989, nos Países da Europa central e oriental, mas eles abraçam um arco de tempo e um horizonte geográfico mais amplo. No decurso dos anos '80, caem progressivamente certos regimes ditatoriais e opressivos em alguns Países da América Latina, e também da África e da Ásia. Noutros casos, inicia-se um difícil, mas fecundo caminho de transição para formas políticas mais participativas e mais justas. Contributo importante, mesmo decisivo, veio do empenho da Igreja na defesa e promoção dos direitos do homem: em ambientes fortemente ideologizados, onde a filiação partidária ofuscava o sentimento da dignidade humana comum, a Igreja, com simplicidade e coragem afirmou que todo o homem, — sejam quais forem as suas convições pessoais — traz gravada em si a imagem de Deus e, por isso, merece respeito. Com esta afirmação, muitas vezes se identificou a grande maioria do povo, o que levou à procura de formas de luta e de soluções políticas mais respeitadoras da dignidade da pessoa.\n\nDeste processo histórico, emergiram novas formas de democracia, que oferecem a esperança de uma alteração nas frágeis estruturas políticas e sociais, agravadas pela hipoteca de uma penosa série de injustiças e rancores, além de uma economia desastrosa e de duros conflitos sociais. Ao mesmo tempo que, com toda a Igreja, agradeço a Deus o testemunho, muitas vezes heróico, que tantos Pastores, comunidades cristãs, simples fiéis e outros homens de boa vontade deram nessas difíceis circunstâncias, suplico-Lhe que ampare os esforços para construir um futuro melhor. Este constitui uma responsabilidade não só dos cidadãos desses Países, mas de todos os cristãos e dos homens de boa vontade. Trata-se de mostrar que os complexos problemas de tais povos obtêm melhor resolução pelo método do diálogo e da solidariedade, do que pela luta até à destruição do adversário, e pela guerra.\n\n23. De entre os numerosos factores que concorreram para a queda dos regimes opressivos, alguns merecem uma referência particular. O factor decisivo, que desencadeou as mudanças, é certamente a violação dos direitos do trabalho. Não se pode esquecer que a crise fundamental dos sistemas, que pretendem exprimir o governo ou, melhor, a ditadura do proletariado, inicia com os grandes movimentos verificados na Polónia, em nome da solidariedade. São as multidões dos trabalhadores a tornar ilegítima a ideologia, que presume falar em nome deles, a reencontrar e quase redescobrir expressões e princípios da doutrina social da Igreja, a partir da experiência difícil do trabalho e da opressão que viveram.\n\nMerece, portanto, ser sublinhado o facto de, quase por todo o lado, se ter chegado à queda de semelhante «bloco» ou império, através de uma luta pacífica que lançou mão apenas das armas da verdade e da justiça. Enquanto o marxismo defendia que somente extremando as contradições sociais, através do embate violento, seria possível chegar à sua solução, as lutas que conduziram ao derrube do marxismo insistem com tenácia em tentar todas as vias da negociação, do diálogo, do testemunho da verdade, fazendo apelo à consciência do adversário e procurando despertar nele o sentido da dignidade humana comum.\n\nParecia que a configuração europeia, saída da segunda guerra mundial e consagrada no Tratado de Ialta, só poderia ser abalada por outra guerra. Pelo contrário, foi superada pelo empenho não violento de homens que sempre se recusaram a ceder ao poder da força, e ao mesmo tempo souberam encontrar aqui e ali formas eficazes para dar testemunho da verdade. Isto desarmou o adversário, porque a violência sempre tem necessidade de se legitimar com a mentira, ou seja, de assumir, mesmo se falsamente, o aspecto da defesa de um direito ou de resposta a uma ameaça de outrem [54]. Agradeço a Deus ainda por ter sustentado o coração dos homens durante o tempo da difícil prova, e pedimos-Lhe que um tal exemplo possa valer em outros lugares e circunstâncias. Que os homens aprendam a lutar pela justiça sem violência, renunciando tanto à luta de classes nas controvérsias internas, como à guerra nas internacionais.\n\n24. O segundo factor de crise é com certeza a ineficácia do sistema económico, que não deve ser considerada apenas como um problema técnico, mas sobretudo como consequência da violação dos direitos humanos à iniciativa, à propriedade e à liberdade no sector da economia. A este aspecto, está ainda associada a dimensão cultural e nacional: não é possível compreender o homem, partindo unilateralmente do sector da economia, nem ele pode ser definido simplesmente com base na sua inserção de classe. A compreensão do homem torna-se mais exaustiva, se o virmos enquadrado na esfera da cultura, através da linguagem, da história e das posições que ele adopta diante dos acontecimentos fundamentais da existência, tais como o nascimento, o amor, o trabalho, a morte. No centro de cada cultura, está o comportamento que o homem assume diante do mistério maior: o mistério de Deus. As culturas das diversas Nações constituem fundamentalmente modos diferentes de enfrentar a questão sobre o sentido da existência pessoal: quando esta questão é eliminada, corrompem-se a cultura e a vida moral das Nações. Por isso, a luta pela defesa do trabalho une-se espontaneamente a esta, a favor da cultura e dos direitos nacionais.\n\nA verdadeira causa das mudanças, porém, está no vazio espiritual provocado pelo ateísmo, que deixou as jovens gerações privadas de orientação e induziu-as em diversos casos, devido à irreprimível busca da própria identidade e do sentido da vida, a redescobrir as raízes religiosas da cultura das suas Nações e a própria Pessoa de Cristo, como resposta existencialmente adequada ao desejo de bem, de verdade, e de vida que mora no coração de cada homem. Esta procura encontrou guia e apoio no testemunho de quantos, em circunstâncias difíceis e até na perseguição, permaneceram fiéis a Deus. O marxismo tinha prometido desenraizar do coração do homem a necessidade de Deus, mas os resultados demonstram que não é possível consegui-lo sem desordenar o coração.\n\n25. Os factos de '89 oferecem o exemplo do sucesso da vontade de negociação e do espírito evangélico, contra um adversário decidido a não se deixar vincular por princípios morais: eles são uma advertência para quantos, em nome do realismo político, querem banir o direito e a moral da arena política. É certo que a luta, que levou às mudanças de '89, exigiu lucidez, moderação, sofrimentos e sacrifícios; em certo sentido, aquela nasceu da oração, e teria sido impensável sem uma confiança ilimitada em Deus, Senhor da história, que tem nas suas mãos o coração dos homens. Só unindo o próprio sofrimento pela verdade e pela liberdade ao de Cristo na Cruz, é que o homem pode realizar o milagre da paz e discernir a senda frequentemente estreita entre a cobardia que cede ao mal, e a violência que, na ilusão de o estar a combater, ainda o agrava mais.\n\nTodavia não é possível ignorar os inumeráveis condicionalismos, em que a liberdade do indivíduo se exerce: esses influenciam mas não determinam a liberdade; tornam mais ou menos fácil o seu exercício, mas não a podem destruir. Não é lícito do ponto de vista ético nem praticável menosprezar a natureza do homem que está feito para a liberdade. Na sociedade onde a sua organização reduz arbitrariamente ou até suprime a esfera em que a liberdade legitimamente se exerce, o resultado é que a vida social progressivamente se desorganiza e definha.\n\nAlém disso, o homem, criado para a liberdade, leva em si a ferida do pecado original, que continuamente o atrai para o mal e o torna necessitado de redenção. Esta doutrina é não só parte integrante da Revelação cristã, mas tem também um grande valor hermenêutico, enquanto ajuda a compreender a realidade humana. O homem tende para o bem, mas é igualmente capaz do mal; pode transcender o seu interesse imediato, e contudo permanecer ligado a ele. A ordem social será tanto mais sólida, quanto mais tiver em conta este facto e não contrapuser o interesse pessoal ao da sociedade no seu todo, mas procurar modos para a sua coordenação frutuosa. Com efeito, onde o interesse individual é violentamente suprimido, acaba substituído por um pesado sistema de controle burocrático, que esteriliza as fontes da iniciativa e criatividade. Quando os homens julgam possuir o segredo de uma organização social perfeita que torne o mal impossível, consideram também poder usar todos os meios, inclusive a violência e a mentira, para a realizar. A política torna-se então uma «religião secular», que se ilude de poder construir o Paraíso neste mundo. Mas qualquer sociedade política, que possui a sua própria autonomia e as suas próprias leis [55], nunca poderá ser confundida com o Reino de Deus. A parábola evangélica da boa semente e do joio (cf. Mt 13, 24-30. 36-43) ensina que apenas a Deus compete separar os filhos do Reino e os filhos do Maligno, e que o julgamento terá lugar no fim dos tempos. Pretendendo antecipar o juízo para agora, o homem substitui-se a Deus e opõe-se à sua paciência.\n\nGraças ao sacrifício de Cristo na Cruz, a vitória do Reino de Deus está garantida de uma vez para sempre; todavia, a condição cristã comporta a luta contra as tentações e as forças do mal. Somente no fim da história é que o Senhor voltará glorioso para o juízo final (cf. Mt 25, 31), com a instauração dos novos céus e da nova terra (cf. 2 Ped 3, 13; Ap 21, 1), mas, enquanto perdura o tempo, a luta entre o bem e o mal continua, mesmo no coração do homem.\n\nO que a Sagrada Escritura nos ensina sobre os caminhos do Reino de Deus tem valor e incidência na vida das sociedades temporais, que — segundo quanto ficou dito — pertencem às realidades do tempo, com sua dimensão de imperfeito e provisório. O Reino de Deus presente no mundo sem ser do mundo, ilumina a ordem da sociedade humana, enquanto a força da graça a penetra e a vivifica. Assim notam-se melhor as exigências de uma sociedade digna do homem, são rectificados os desvios, é reforçada a coragem do agir em favor do bem. A esta tarefa de animação evangélica das realidades humanas estão chamados, juntamente com todos os homens de boa vontade, os cristãos, e de modo especial os leigos [56].\n\n26. Os acontecimentos de '89 desenrolam-se prevalentemente nos Países da Europa oriental e central; têm todavia uma importância universal, já que deles provêm consequências positivas e negativas que interessam a toda a família humana. Tais consequências não se revestem de um carácter mecânico-fatalista, trata-se antes de ocasiões oferecidas à liberdade humana para colaborar com o desígnio misericordioso de Deus que actua na história.\n\nA primeira consequência, em alguns Países, foi o encontro entre a Igreja e o Movimento operário, nascido de uma reacção de ordem ética e explicitamente cristã, contra uma geral situação de injustiça. O referido Movimento, durante um século aproximadamente, esteve em parte sob a hegemonia do marxismo, na convicção de que, para lutar eficazmente contra a opressão, os proletários deveriam apropriar-se das teorias materialistas e economicistas.\n\nNa crise do marxismo, ressurgem as formas espontâneas da consciência operária, que exprimem um pedido de justiça e reconhecimento da dignidade do trabalho, segundo a doutrina social da Igreja [57]. O Movimento operário insere-se numa movimentação mais geral dos homens do trabalho e dos homens de boa vontade a favor da libertação da pessoa humana e da afirmação dos seus direitos; aquele cresce hoje em muitos Países, e, longe de se contrapor à Igreja Católica, olha-a com esperança.\n\nA crise do marxismo não elimina as situações de injustiça e de opressão no mundo, das quais o próprio marxismo, instrumentalizando-as, tirava alimento. Àqueles que hoje estão à procura de uma nova e autêntica teoria e práxis de libertação, a Igreja oferece não só a sua doutrina social e, de um modo geral, o seu ensinamento acerca da pessoa redimida em Cristo, mas também o seu empenhamento concreto no combate da marginalização e do sofrimento.\n\nEm passado recente, o desejo sincero de se colocar da parte dos oprimidos e de não ser lançado fora do curso da história induziu muitos crentes a procurar de diversos modos um compromisso impossível entre marxismo e cristianismo. O tempo presente, enquanto supera tudo o que havia de caduco nessas tentativas, convida a reafirmar a positividade de uma autêntica teologia da libertação humana integral [58]. Considerados sob este ponto de vista, os acontecimentos de 1989 revelam-se importantes também para os Países do «Terceiro Mundo», que estão à procura do caminho do seu desenvolvimento, num processo idêntico àqueles da Europa central e oriental.\n\n27. A segunda consequência diz respeito aos povos da Europa. Muitas injustiças individuais e sociais, regionais e nacionais se cometeram nos anos em que dominava o comunismo, e mesmo antes; muitos ódios e rancores se acumularam. É real o perigo de que estes expludam de novo após a queda da ditadura, provocando graves conflitos e lutos, se diminuírem a tensão moral e a força consciente de prestar testemunho da verdade, que animaram os esforços do tempo passado. É de desejar que o ódio e a violência não triunfem nos corações, sobretudo daqueles que lutam pela justiça, e que cresça em todos o espírito de paz e de perdão.\n\nSão necessários, porém, passos concretos para criar ou consolidar estruturas internacionais, capazes de intervir numa arbitragem conveniente dos conflitos que se levantam entre as Nações, de modo que cada uma delas possa fazer valer os próprios direitos e alcançar um acordo justo e a pacífica composição com os direitos das outras. Tudo isto se mostra particularmente necessário nas Nações europeias, unidas intimamente entre si pelo vínculo da cultura comum e história milenária. Impõe-se um grande esforço para a reconstrução moral e económica dos Países que abandonaram o comunismo. Durante muito tempo, as relações económicas mais elementares foram distorcidas, e virtudes fundamentais ligadas ao sector da economia, tais como a veracidade, a confiança, a laboriosidade, foram descuradas. É precisa uma paciente renovação material e moral, enquanto os povos, esgotados por longas privações, pedem aos seus governantes resultados tangíveis e imediatos de bem-estar e satisfação adequada das suas legítimas aspirações.\n\nA queda do marxismo teve naturalmente efeitos de grande alcance no referente à divisão da terra em mundos fechados e em ciosa concorrência entre si. Ela faz sobressair mais claramente a realidade da interdependência dos povos, bem como o facto de o trabalho humano, por sua natureza, estar destinado a unir os povos, e não a dividi-los. A paz e a prosperidade, de facto, são bens que pertencem, por natureza, a todo o género humano, de tal modo que não é possível gozar deles de forma correcta e duradoura, se forem obtidos e conservados em prejuízo de outros povos e Nações, violando os seus direitos, ou excluindo-os das fontes do bem-estar.\n\n28. De certo modo, em alguns Países da Europa, tem início agora o verdadeiro pós-guerra. A reorganização radical das economias, até há pouco colectivizadas, comporta problemas e sacrifícios, que podem ser comparados àqueles que os Países ocidentais do Continente se impuseram para a sua reconstrução após o segundo conflito mundial. É justo que, nas dificuldades presentes, os Países ex-comunistas sejam sustentados pelo esforço solidário das outras Nações: obviamente aqueles devem ser os primeiros artífices do próprio progresso; mas deve-lhes ser dada uma razoável oportunidade de o realizar, o que só pode acontecer com a ajuda dos outros Países. De resto, a presente condição de dificuldades e de necessidade é consequência de um processo histórico do qual os países ex-comunistas foram frequentemente objecto, e não sujeito: encontram-se, por isso, em tal situação não por livre escolha ou por causa de erros cometidos, mas em consequência de trágicos eventos históricos, impostos pela violência, impedindo-os de prosseguir ao longo da estrada do desenvolvimento económico e civil.\n\nO auxílio dos outros Países, em particular da Europa, que tomaram parte na mesma história e por ela respondem, equivale a um débito de justiça. Mas corresponde também ao interesse e ao bem geral da Europa, que não poderá viver em paz, se os mais diversos conflitos resultantes do passado se aguçarem ainda mais por uma situação de desordem económica, de insatisfação e desespero espiritual.\n\nEsta exigência, porém, não deve levar a diminuir os esforços de apoio e ajuda aos Países do «Terceiro Mundo», que muitas vezes sofrem condições de carência e pobreza bastante mais graves [59]. Será necessário um extraordinário esforço para mobilizar os recursos, de que o mundo no seu todo não está privado, em ordem a objectivos de crescimento económico e desenvolvimento comum, redefinindo as prioridades e as escalas de valores, que estão servindo de base para decidir as opções económicas e políticas. Imensos recursos podem tornar-se disponíveis, com a desarticulação dos enormes arsenais militares, construídos para o conflito entre o Leste e o Oeste. Aqueles poder-se-ão tornar ainda maiores, se se conseguir estabelecer processos seguros de alternativa à guerra para a solução dos conflitos, e difundir, portanto, o princípio do controle e da redução dos armamentos, mesmo nos Países do «Terceiro Mundo», adoptando oportunas medidas contra o seu comércio [60]. Mas sobretudo será necessário abandonar uma mentalidade que considera os pobres — pessoas e povos — como um fardo e como importunos maçadores, que pretendem consumir tudo o que os outros produziram. Os pobres pedem o direito de participar no usufruto dos bens materiais e de fazer render a sua capacidade de trabalho, criando assim um mundo mais justo e mais próspero para todos. A elevação dos pobres é uma grande ocasião para o crescimento moral, cultural e até económico da humanidade inteira.\n\n29. Enfim, o progresso não deve ser entendido de modo exclusivamente económico, mas num sentido integralmente humano [61]. Não se trata apenas de elevar todos os povos ao nível que hoje gozam somente os Países mais ricos, mas de construir no trabalho solidário uma vida mais digna, fazer crescer efectivamente a dignidade e a criatividade de cada pessoa, a sua capacidade de corresponder à própria vocação e, portanto, ao apelo de Deus. No ponto máximo do desenvolvimento, está o exercício do direito-dever de procurar Deus, de O conhecer e viver segundo tal conhecimento [62]. Nos regimes totalitários e autoritários, foi levado ao extremo o princípio do primado da força sobre a razão. O homem foi obrigado a suportar uma concepção da realidade imposta pela força, e não conseguida através do esforço da própria razão e do exercício da sua liberdade. É necessário abater aquele princípio e reconhecer integralmente os direitos da consciência humana, apenas ligada à verdade, seja natural ou revelada. No reconhecimento destes direitos, está o fundamento principal de toda a ordenação política autenticamente livre [63]. É importante reafirmar este princípio, por vários motivos:\n\na) porque as antigas formas de totalitarismo e autoritarismo não foram ainda completamente debeladas, existindo mesmo o risco de ganharem de novo vigor: isto apela a um renovado esforço de colaboração e de solidariedade entre todos os Países;\n\nb) porque nos Países desenvolvidos, às vezes é feita uma excessiva propaganda dos valores puramente utilitários, com uma solicitação desenfreada dos instintos e das tendências ao prazer imediato, o que torna difícil o reconhecimento e o respeito da hierarquia dos verdadeiros valores da existência humana;\n\nc) porque, em alguns Países, emergem novas formas de fundamentalismo religioso que, velada ou até abertamente, negam, aos cidadãos de crenças diversas daquela da maioria, o pleno exercício dos seus direitos civis ou religiosos, impedem-nos de entrar no debate cultural, restringem à Igreja o direito de pregar o Evangelho e o direito dos ouvintes dessa pregação, de a acolher e de se converterem a Cristo. Não é possível qualquer progresso autêntico sem o respeito do direito natural e originário mais basilar: o de conhecer a verdade e viver nela. A este direito está ligado, como seu exercício e aprofundamento, o direito de descobrir e de escolher livremente Jesus Cristo, que é o verdadeiro bem do homem [64].\n\nIV. A PROPRIETADE PRIVADA E O DESTINO UNIVERSAL DOS BENS\n\n30. Na Rerum novarum, Leão XIII, com diversos argumentos, insistia fortemente, contra o socialismo do seu tempo, no carácter natural do direito de propriedade privada [65]. Este direito, fundamental para a autonomia e o desenvolvimento da pessoa, foi sempre defendido pela Igreja até aos nossos dias. De igual modo a Igreja ensina que a propriedade dos bens não é um direito absoluto, mas, na sua natureza de direito humano, traz inscritos os próprios limites.\n\nO Pontífice ao proclamar o direito de propriedade privada, afirmava com igual clareza que o «uso» das coisas, confiado à liberdade, está subordinado ao seu originário destino comum de bens criados e ainda à vontade de Jesus Cristo manifestada no Evangelho. Com efeito, escrevia: «os abastados, portanto, são advertidos (...); os ricos devem tremer, pensando nas ameaças de Jesus Cristo (...); do uso dos seus bens deverão um dia prestar rigorosíssimas contas a Deus Juiz»; e, citando S. Tomás de Aquino, acrescentava: «Mas se se perguntar qual deve ser o uso desses bens, a Igreja (...) não hesita em responder que, a este propósito, o homem não deve possuir os bens externos como próprios, mas como comuns», porque «acima das leis e juízos dos homens está a lei, o juízo de Cristo» [66].\n\nOs sucessores de Leão XIII repetiram a dupla afirmação: a necessidade e, por conseguinte, a liceidade da propriedade privada e conjuntamente os limites que pesam sobre ela [67]. Também o Concílio Vaticano II repropôs a doutrina tradicional com palavras que merecem ser textualmente referidas: «o homem, usando destes bens, não deve considerar as coisas exteriores que legitimamente possui só como próprias, mas também como comuns, no sentido de que podem beneficiar não apenas a si, mas também aos outros». E pouco depois: «A propriedade privada ou um certo domínio sobre os bens externos asseguram a cada um a indispensável esfera de autonomia pessoal e familiar, e devem ser considerados como que uma extensão da liberdade humana (...). A própria propriedade privada é, por sua natureza, de índole social, fundada na lei do destino comum dos bens» [68]. Retomei a mesma doutrina, primeiramente no discurso à III Conferência do Episcopado latino-americano, em Puebla, e depois nas Encíclicas Laborem exercens e Sollicitudo rei socialis [69].\n\n31. Relendo esse ensinamento relativo ao direito de propriedade e ao destino comum dos bens, no horizonte do nosso tempo, pode-se colocar a questão acerca da origem dos bens que sustentam a vida do homem, satisfazem as suas carências e são objecto dos seus direitos.\n\nA origem primeira de tudo o que é bem é o próprio acto de Deus que criou a terra e o homem, e ao homem deu a terra para que a domine com o seu tabalho e goze dos seus frutos (cf. Gen 1, 28-29). Deus deu a terra a todo o género humano, para que ela sustente todos os seus membros sem excluir nem privilegiar ninguém. Está aqui a raiz do destino universal dos bens da terra. Esta, pela sua própria fecundidade e capacidade de satisfazer as necessidades do homem, constitui o primeiro dom de Deus para o sustento da vida humana. Ora, a terra não dá os seus frutos, sem uma peculiar resposta do homem ao dom de Deus, isto é, sem o trabalho: é mediante o trabalho que o homem, usando da sua inteligência e liberdade, consegue dominá-la e estabelecer nela a sua digna morada. Deste modo, ele apropria-se de uma parte da terra, adquirida precisamente com o trabalho. Está aqui a origem da propriedade individual. Obviamente ele tem também a responsabilidade de não impedir que os outros homens tenham igualmente a sua parte no dom de Deus, pelo contrário, deve cooperar com eles para conjuntamente dominarem toda a terra.\n\nAo longo da história, sempre se encontram estes dois factores — o trabalho e a terra —, no princípio de cada sociedade humana; nem sempre, porém, guardam a mesma relação entre si. Outrora a fecundidade natural da terra revelava-se e, de facto, era o principal factor de riqueza, sendo o trabalho uma espécie de ajuda e apoio a tal fecundidade. No nosso tempo, torna-se cada vez mais relevante o papel do trabalho humano, como factor produtivo das riquezas espirituais e materiais; aparece, além disso, evidente como o trabalho de um homem se cruza naturalmente com o de outros homens. Hoje mais do que nunca, trabalhar é um trabalhar com os outros e um trabalhar para os outros: torna-se cada vez mais um fazer qualquer coisa para alguém. O trabalho é tanto mais fecundo e produtivo, quanto mais o homem é capaz de conhecer as potencialidades criativas da terra e de ler profundamente as necessidades do outro homem, para o qual é feito o trabalho.\n\n32. Mas existe, em particular no nosso tempo, uma outra forma de propriedade, que reveste uma importância nada inferior à da terra: é a propriedade do conhecimento, da técnica e do saber. A riqueza das Nações industrializadas funda-se muito mais sobre este tipo de propriedade, do que sobre a dos recursos naturais.\n\nAcenou-se pouco antes ao facto de que o homem trabalha com os outros homens, participando num «trabalho social» que engloba progressivamente círculos cada vez mais amplos. Quem produz um objecto, para além do uso pessoal, fá-lo em geral para que outros o possam usar também, depois de ter pago o preço justo, estabelecido de comum acordo, mediante uma livre negociação. Ora, precisamente a capacidade de conhecer a tempo as carências dos outros homens e as combinações dos factores produtivos mais idóneos para as satisfazer, é outra importante fonte de riqueza na sociedade moderna. Aliás, muitos bens não podem ser adequadamente produzidos através de um único indivíduo, mas requerem a colaboração de muitos para o mesmo fim. Organizar um tal esforço produtivo, planear a sua duração no tempo, procurar que corresponda positivamente às necessidades que deve satisfazer, assumindo os riscos necessários: também esta é uma fonte de riqueza na sociedade actual. Assim aparece cada vez mais evidente e determinante o papel do trabalho humano disciplinado e criativo e — enquanto parte essencial desse trabalho — das capacidades de iniciativa empresarial [70].\n\nUm tal processo, que faz concretamente ressaltar uma verdade da pessoa, afirmada incessantemente pelo cristianismo, deve ser visto com atenção e favor. Efectivamente, a riqueza principal do homem é, em conjunto com a terra, o próprio homem. É a sua inteligência que o leva a descobrir as potencialidades produtivas da terra e as múltiplas modalidades através das quais podem ser satisfeitas as necessidades humanas. É o seu trabalho disciplinado, em colaboração solidária, que permite a criação de comunidades de trabalho cada vez mais amplas e eficientes para operar a transformação do ambiente natural e do próprio ambiente humano. Para este processo, concorrem importantes virtudes, tais como a diligência, a laboriosidade, a prudência em assumir riscos razoáveis, a confiança e fidelidade nas relações interpessoais, a coragem na execução de decisões difíceis e dolorosas, mas necessárias para o trabalho comum da empresa, e para enfrentar os eventuais reveses da vida.\n\nA moderna economia de empresa comporta aspectos positivos, cuja raiz é a liberdade da pessoa, que se exprime no campo económico e em muitos outros campos. A economia, de facto, é apenas um sector da multiforme actividade humana, e nela, como em qualquer outro campo, vale o direito à liberdade, da mesma forma que o dever de a usar responsavelmente. Mas é importante notar a existência de diferenças específicas entre essas tendências da sociedade actual, e as do passado, mesmo se recente. Se outrora o factor decisivo da produção era a terra e mais tarde o capital, visto como o conjunto de maquinaria e de bens instrumentais, hoje o factor decisivo é cada vez mais o próprio homem, isto é, a sua capacidade de conhecimento que se revela no saber científico, a sua capacidade de organização solidária, a sua capacidade de intuir e satisfazer a necessidade do outro.\n\n33. Contudo não se podem deixar de denunciar os riscos e os problemas conexos com este tipo de processo. De facto, hoje muitos homens, talvez a maioria, não dispõem de instrumentos que consintam entrar, de modo efectivo e humanamente digno, dentro de um sistema de empresa, no qual o trabalho ocupa uma posição verdadeiramente central. Não têm a possibilidade de adquirir os conhecimentos de base que permitam exprimir a sua criatividade e desenvolver as suas potencialidades, nem de penetrar na rede de conhecimentos e intercomunicações, que lhes consentiria ver apreciadas e utilizadas as suas qualidades. Em suma, eles, se não são propriamente explorados, vêem-se amplamente marginalizados, e o progresso económico desenvolve-se, por assim dizer, por cima das suas cabeças, quando não restringe ainda mais os espaços já estreitos das suas economias tradicionais de subsistência. Incapazes de resistir à concorrência de mercadorias produzidas em moldes novos e adequados às necessidades — que antes eles costumavam resolver através das formas organizativas tradicionais —, aliciados pelo esplendor de uma opulência ostensiva, mas para eles inacessível, e ao mesmo tempo constrangidos pela necessidade, estes homens aglomeram- -se nas cidades do Terceiro Mundo, onde com frequência aparecem culturalmente desenraizados e encontram-se em situações de precariedade violenta, sem possibilidade de integração. Não se lhes reconhece, de facto, dignidade, e procura-se às vezes eliminá- -los da história por meio de formas coercivas de controle demográfico, contrárias à dignidade humana.\n\nMuitos outros, embora não estando totalmente marginalizados, vivem inseridos em ambientes onde a luta pelo necessário é absolutamente primária, e vigoram ainda as regras do capitalismo original, na «crueldade» de uma situação que nada fica a dever à dos momentos mais negros da primeira fase da industrialização. Noutros casos, a terra é ainda o elemento central do processo económico, e aqueles que a cultivam, excluídos da sua posse, estão reduzidos a condições de semi-escravatura [71]. Nestas situações pode-se ainda hoje, como no tempo da Rerum novarum, falar de exploração desumana. Apesar das grandes mudanças verificadas nas sociedades mais avançadas, as carências humanas do capitalismo, com o consequente domínio das coisas sobre os homens, ainda não desapareceram; pelo contrário, para os pobres à carência dos bens materiais juntou-se a do conhecimento e da ciência, que lhes impede de sair do estado de humilhante subordinação.\n\nInfelizmente a grande maioria dos habitantes do Terceiro Mundo vive ainda nestas condições. Seria errado, porém, imaginar este Mundo, num sentido somente geográfico. Em algumas regiões e em alguns sectores sociais, foram activados processos de desenvolvimento centrados na valorização não tanto dos recursos materiais, mas dos «recursos humanos».\n\nHá relativamente poucos anos, afirmou-se que o desenvolvimento dos Países mais pobres dependeria do seu isolamento do mercado mundial, e da confiança apenas nas próprias forças. A recente experiência demonstrou que os Países que foram excluídos registaram estagnação e recessão, enquanto conheceram o desenvolvimento aqueles que conseguiram entrar na corrente geral de interligação das actividades económicas a nível internacional. O maior problema, portanto, parece ser a obtenção de um acesso equitativo ao mercado internacional, não fundado sobre o princípio unilateral do aproveitamento dos recursos naturais, mas sobre a valorização dos recursos humanos [72].\n\nAspectos típicos do Terceiro Mundo emergem também nos Países desenvolvidos, onde a transformação incessante das modalidades de produção e consumo desvaloriza certos conhecimentos já adquiridos e capacidades profissionais consolidadas, exigindo um esforço contínuo de requalificação e actualização. Aqueles que não conseguem acompanhar os tempos podem facilmente ser marginalizados; juntamente com eles são-no os anciãos, os jovens incapazes de se inserirem na vida social e, de um modo geral, os sujeitos mais débeis e o denominado Quarto Mundo. Nestas condições, também a situação da mulher se apresenta muito difícil.\n\n34. Tanto a nível da cada Nação, como no das relações internacionais, o livre mercado parece ser o instrumento mais eficaz para dinamizar os recursos e corresponder eficazmente às necessidades. Isto, contudo, vale apenas para as necessidades «solvíveis», que gozam da possibilidade de aquisição, e para os recursos que são «comercializavéis», isto é, capazes de obter um preço adequado. Mas existem numerosas carências humanas, sem acesso ao mercado. É estrito dever de justiça e verdade impedir que as necessidades humanas fundamentais permaneçam insatisfeitas e que pereçam os homens por elas oprimidos. Além disso, é necessário que estes homens carenciados sejam ajudados a adquirir os conhecimentos, a entrar no círculo de relações, a desenvolver as suas aptidões, para melhor valorizar as suas capacidades e recursos. Ainda antes da lógica da comercialização dos valores equivalentes e das formas de justiça, que lhe são próprias, existe algo que é devido ao homem porque é homem, com base na sua eminente dignidade. Esse algo que é devido comporta inseparavelmente a possibilidade de sobreviver e de dar um contributo activo para o bem comum da humanidade.\n\nNo contexto do Terceiro Mundo, conservam a sua validade (em certos casos é ainda uma meta a ser alcançada), aqueles mesmos objectivos indicados pela Rerum novarum para evitar a redução do trabalho humano e do próprio homem ao nível de simples mercadoria: o salário suficiente para a vida da família, seguros sociais para a ancianidade e o desemprego, a tutela adequada das condições de trabalho.\n\n35. Abre-se aqui um grande e fecundo campo de empenhamento e luta, em nome da justiça, para os sindicatos e outras organizações dos trabalhadores que defendem direitos e tutelam o indivíduo, realizando simultaneamente uma função essencial de carácter cultural, com a finalidade de os fazer participar de modo mais pleno e digno na vida da Nação, e de os ajudar ao longo do caminho do progresso.\n\nNeste sentido, é correcto falar de luta contra um sistema económico, visto como método que assegura a prevalência absoluta do capital, da posse dos meios de produção e da terra, relativamente à livre subjectividade do trabalho do homem [73]. Nesta luta contra um tal sistema, não se veja, como modelo alternativo, o sistema socialista, que, de facto, não passa de um capitalismo de estado, mas uma sociedade do trabalho livre, da empresa e da participação. Esta não se contrapõe ao livre mercado, mas requer que ele seja oportunamente controlado pelas forças sociais e estatais, de modo a garantir a satisfação das exigências fundamentais de toda a sociedade.\n\nA Igreja reconhece a justa função do lucro, como indicador do bom funcionamento da empresa: quando esta dá lucro, isso significa que os factores produtivos foram adequadamente usados e as correlativas necessidades humanas devidamente satisfeitas. Todavia o lucro não é o único indicador das condições da empresa. Pode acontecer que a contabilidade esteja em ordem e simultaneamente os homens, que constituem o património mais precioso da empresa, sejam humilhados e ofendidos na sua dignidade. Além de ser moralmente inadmissível, isso não pode deixar de se reflectir futuramente de modo negativo na própria eficiência económica da empresa. Com efeito, o objectivo desta não é simplesmente o lucro, mas sim a própria existência da empresa como comunidade de homens que, de diverso modo, procuram a satisfação das suas necessidades fundamentais e constituem um grupo especial ao serviço de toda a sociedade. O lucro é um regulador da vida da empresa, mas não o único; a ele se deve associar a consideração de outros factores humanos e morais que, a longo prazo, são igualmente essenciais para a vida da empresa.\n\nComo vimos lá atrás, é inaceitável a afirmação de que a derrocada do denominado «socialismo real» deixe o capitalismo como único modelo de organização económica. Torna-se necessário quebrar as barreiras e os monopólios que deixam tantos povos à margem do progresso, e garantir, a todos os indivíduos e Nações, as condições basilares que lhes permitam participar no desenvolvimento. Tal objectivo requer esforços programados e responsáveis por parte de toda a comunidade internacional. É necessário que as Nações mais fortes saibam oferecer às mais débeis, ocasiões de inserção na vida internacional e que as mais débeis saibam aproveitar essas ocasiões, realizando os esforços e sacrifícios necessários, assegurando a estabilidade do quadro político e económico, a certeza de perspectivas para o futuro, o crescimento da capacidade dos próprios trabalhadores, a formação de empresários eficientes e conscientes das suas responsabilidades [74].\n\nActualmente, sobre os esforços positivos realizados com tal finalidade, pesa o problema, em grande medida ainda por resolver, da dívida externa dos Países mais pobres. Com certeza que é justo o princípio de que as dívidas devem ser pagas; não é lícito, porém, pedir ou pretender um pagamento, quando esse levaria de facto a impor opções políticas tais que condenariam à fome e ao desespero populações inteiras. Não se pode pretender que as dívidas contraídas sejam pagas com sacrifícios insuportáveis. Nestes casos, é necessário — como, de resto, está sucedendo em certa medida — encontrar modalidades para mitigar, reescalonar ou até cancelar a dívida, compatíveis com o direito fundamental dos povos à subsistência e ao progresso.\n\n36. Convém agora prestar atenção aos problemas específicos e às ameaças, que se levantam no interior das economias mais avançadas e que estão conexas com as suas características peculiares. Nas fases precedentes do desenvolvimento, o homem sempre viveu sob o peso da necessidade. As suas carências eram poucas, de algum modo já fixadas nas estruturas objectivas da sua constituição corpórea, e a actividade económica estava orientada à sua satisfação. Hoje é claro que o problema não é só oferecer-lhes uma quantidade suficiente de bens, mas de responder a uma exigência de qualidade: qualidade das mercadorias a produzir e a consumir, qualidade dos serviços a ser utilizados, qualidade do ambiente e da vida em geral.\n\nO pedido de uma existência qualitativamente mais satisfatória e mais rica é, em si mesmo, legítimo; mas devemos sublinhar as novas responsabilidades e os perigos conexos com esta fase histórica. No mundo onde surgem e se definem as novas necessidades, está sempre subjacente uma concepção mais ou menos adequada do homem e do seu verdadeiro bem: através das opções de produção e de consumo, manifesta-se uma determinada cultura, como concepção global da vida. É aqui que surge o fenómeno do consumismo. Individuando novas necessidades e novas modalidades para a sua satisfação, é necessário deixar-se guiar por uma imagem integral do homem, que respeite todas as dimensões do seu ser e subordine as necessidades materiais e instintivas às interiores e espirituais. Caso contrário, explorando directamente os seus instintos e prescindindo, de diversos modos, da sua realidade pessoal consciente e livre, podem-se criar hábitos de consumo e estilos de vida objectivamente ilícitos, e frequentemente prejudiciais à sua saúde física e espiritual. O sistema económico, em si mesmo, não possui critérios que permitam distinguir correctamente as formas novas e mais elevadas de satisfação das necessidades humanas, das necessidades artificialmente criadas que se opõem à formação de uma personalidade madura. Torna-se por isso necessária e urgente, uma grande obra educativa e cultural, que abranja a educação dos consumidores para um uso responsável do seu poder de escolha, a formação de um alto sentido de responsabilidade nos produtores, e, sobretudo, nos profissionais dos mass-media, além da necessária intervenção das Autoridades públicas.\n\nUm exemplo flagrante de consumo artificial, contrário à saúde e à dignidade do homem, certamente difícil de ser controlado, é o da droga. A sua difusão é índice de uma grave disfunção do sistema social, e subentende igualmente uma «leitura» materialista, em certo sentido, destrutiva das necessidades humanas. Deste modo a capacidade de inovação da livre economia termina actuando-se de modo unilateral e inadequado. A droga, como também a pornografia e outras formas de consumismo, explorando a fragilidade dos débeis, tentam preencher o vazio espiritual que se veio a criar.\n\nNão é mal desejar uma vida melhor, mas é errado o estilo de vida que se presume ser melhor, quando ela é orientada ao ter e não ao ser, e deseja ter mais não para ser mais, mas para consumir a existência no prazer, visto como fim em si próprio [75]. É necessário, por isso, esforçar-se por construir estilos de vida, nos quais a busca do verdadeiro, do belo e do bom, e a comunhão com os outros homens, em ordem ao crescimento comum, sejam os elementos que determinam as opções do consumo, da poupança e do investimento. A propósito disto, não posso limitar-me a recordar o dever da caridade, isto é, o dever de acorrer com o «supérfluo», e às vezes até com o «necessário» para garantir o indispensável à vida do pobre. Mas aludo também ao facto de que a opção de investir num lugar em vez de outro, neste sector produtivo e não naquele, é sempre uma escolha moral e cultural. Postas certas condições económicas e de estabilidade política absolutamente imprescindíveis, a decisão de investir, isto é, de oferecer a um povo a ocasião de valorizar o próprio trabalho, é determinada também por uma atitude de solidariedade e pela confiança na Providência divina, que revela a qualidade humana daquele que decide.\n\n37. Igualmente preocupante, ao lado do problema do consumismo e com ele estritamente ligada, é a questão ecológica. O homem, tomado mais pelo desejo do ter e do prazer, do que pelo de ser e de crescer, consome de maneira excessiva e desordenada os recursos da terra e da sua própria vida. Na raiz da destruição insensata do ambiente natural, há um erro antropológico, infelizmente muito espalhado no nosso tempo. O homem, que descobre a sua capacidade de transformar e, de certo modo, criar o mundo com o próprio trabalho, esquece que este se desenrola sempre sobre a base da doação originária das coisas por parte de Deus. Pensa que pode dispor arbitrariamente da terra, submetendo-a sem reservas à sua vontade, como se ela não possuísse uma forma própria e um destino anterior que Deus lhe deu, e que o homem pode, sim, desenvolver, mas não deve trair. Em vez de realizar o seu papel de colaborador de Deus na obra da criação, o homem substitui-se a Deus, e deste modo acaba por provocar a revolta da natureza, mais tiranizada que governada por ele [76].\n\nNota-se aqui, antes de mais, uma pobreza ou mesquinhez da visão humana, mais animada pelo desejo de possuir as coisas do que relacioná-las com a verdade, privado do comportamento desinteressado, gratuito, estético que brota do assombro diante do ser e da beleza, que leva a ler, nas coisas visíveis, a mensagem do Deus invisível que as criou. A respeito disso, a humanidade de hoje deve estar consciente dos seus deveres e tarefas, em vista das gerações futuras.\n\n38. Além da destruição irracional do ambiente natural, é de recordar aqui outra ainda mais grave, qual é a do ambiente humano, a que se está ainda longe de prestar a necessária atenção. Enquanto justamente nos preocupamos, apesar de bem menos do que o necessário, em preservar o «habitat» natural das diversas espécies animais ameaçadas de extinção, porque nos damos conta da particular contribuição que cada uma delas dá ao equilíbrio geral da terra, empenhamo-nos demasiado pouco em salvaguardar as condições morais de uma autêntica «ecologia humana». Não só a terra foi dada por Deus ao homem, que a deve usar respeitando a intenção originária de bem, segundo a qual lhe foi entregue; mas o homem é doado a si mesmo por Deus, devendo por isso respeitar a estrutura natural e moral, de que foi dotado. Neste contexto, são de mencionar os graves problemas da moderna urbanização, a necessidade de um urbanismo preocupado com a vida das pessoas, bem como a devida atenção a uma «ecologia social» do trabalho.\n\nO homem recebe de Deus a sua dignidade essencial e com ela a capacidade de transcender todo o regime da sociedade, rumo à verdade e ao bem. Contudo está fortemente condicionado também pela estrutura social em que vive, pela educação recebida e pelo ambiente. Estes elementos tanto podem facilitar como dificultar o seu viver conforme à verdade. As decisões, graças às quais se constitui um ambiente humano, podem criar estruturas específicas de pecado, impedindo a plena realização daqueles que vivem de diversos modos oprimidos por elas. Destruir tais estruturas, substituindo-as por formas de convivência mais autênticas é uma tarefa que exige coragem e paciência [77].\n\n39. A primeira e fundamental estrutura a favor da «ecologia humana» é a família, no seio da qual o homem recebe as primeiras e determinantes noções acerca da verdade e do bem, aprende o que significa amar e ser amado e, consequentemente, o que quer dizer, em concreto, ser uma pessoa. Pensa-se aqui na família fundada sobre o matrimónio, onde a doação recíproca de si mesmo, por parte do homem e da mulher, cria um ambiente vital onde a criança pode nascer e desenvolver as suas potencialidades, tornar-se consciente da sua dignidade e preparar-se para enfrentar o seu único e irrepetível destino. Muitas vezes dá-se o inverso; o homem é desencorajado de realizar as autênticas condições da geração humana, e aliciado a considerar-se a si próprio e à sua vida mais como um conjunto de sensações a ser experimentadas do que como uma obra a realizar. Daqui nasce uma carência de liberdade que o leva a renunciar ao compromisso de se ligar estavelmente com outra pessoa e de gerar filhos, ou que o induz a considerar estes últimos como uma de tantas «coisas» que é possível ter ou não ter, segundo os próprios gostos, e que entram em concorrência com outras possibilidades.\n\nÉ necessário voltar a considerar a família como o santuário da vida. De facto, ela é sagrada: é o lugar onde a vida, dom de Deus, pode ser convenientemente acolhida e protegida contra os múltiplos ataques a que está exposta, e pode desenvolver-se segundo as exigências de um crescimento humano autêntico. Contra a denominada cultura da morte, a família constitui a sede da cultura da vida.\n\nO engenho humano parece orientar-se, nesse campo, mais para limitar, suprimir ou anular as fontes da vida, chegando até ao recurso do aborto, infelizmente tão espalhado pelo mundo, do que para defender e criar possibilidades à mesma vida. Na Encíclica Sollicitudo rei socialis, foram denunciadas as campanhas sistemáticas contra a natalidade, que, baseadas numa concepção distorcida do problema demográfico e num clima de «absoluta falta de respeito pela liberdade de decisão das pessoas interessadas», as submetem muitas vezes «a pressões intoleráveis (...) a fim de cederem a esta nova forma de opressão»[78]. Trata-se de políticas que, com novas técnicas, estendem o seu raio de acção até ao ponto de chegarem, como numa «guerra química», a envenenar a vida de milhões de seres humanos indefesos.\n\nEstas críticas, são dirigidas não tanto contra um sistema económico, quanto contra um sistema ético-cultural. De facto, a economia é apenas um aspecto e uma dimensão da complexa actividade humana. Se ela for absolutizada, se a produção e o consumo das coisas acabar por ocupar o centro da vida social, tornando-se o único valor verdadeiro da sociedade, não subordinado a nenhum outro, a causa terá de ser procurada não tanto no próprio sistema económico, quanto no facto de que todo o sistema socio-cultural, ignorando a dimensão ética e religiosa, ficou debilitado, limitando-se apenas à produção dos bens e dos serviços [79].\n\nTudo isto se pode resumir afirmando mais uma vez que a liberdade económica é apenas um elemento da liberdade humana. Quando aquela se torna autónoma, isto é, quando o homem é visto mais como um produtor ou um consumidor de bens do que como um sujeito que produz e consome para viver, então ela perde a sua necessária relação com a pessoa humana e acaba por a alienar e oprimir [80].\n\n40. É tarefa do Estado prover à defesa e tutela de certos bens colectivos como o ambiente natural e o ambiente humano, cuja salvaguarda não pode ser garantida por simples mecanismos de mercado. Como nos tempos do antigo capitalismo, o Estado tinha o dever de defender os direitos fundamentais do trabalho, assim diante do novo capitalismo, ele e toda sociedade têm a obrigação de defender os bens colectivos que, entre outras coisas, constituem o enquadramento dentro do qual cada um poderá conseguir legitimamente os seus fins individuais.\n\nAcha-se aqui um novo limite do mercado: há necessidades colectivas e qualitativas, que não podem ser satisfeitas através dos seus mecanismos; existem exigências humanas importantes, que escapam à sua lógica; há bens que, devido à sua natureza, não se podem nem se devem vender e comprar. Certamente os mecanismos de mercado oferecem seguras vantagens: ajudam, entre outras coisas, a utilizar melhor os recursos, favorecem o intercâmbio dos produtos e, sobretudo, põem no centro a vontade e as preferências da pessoa que, no contrato, se encontram com as de outrem. Todavia eles comportam o risco de uma «idolatria» do mercado, que ignora a existência de bens que, pela sua natureza, não são nem podem ser simples mercadoria.\n\n41. O marxismo criticou as sociedades burguesas capitalistas, censurando-as pela «coisificação» e alienação da existência humana. Certamente esta censura baseia-se numa concepção errada e inadequada da alienação, porque restringe a sua causa apenas à esfera das relações de produção e propriedade, isto é, atribuindo-lhe um fundamento materialista e, além disso, negando a legitimidade e a positividade das relações de mercado, inclusive no âmbito que lhes é próprio. Acaba assim por afirmar que a alienação só poderia ser eliminada numa sociedade de tipo colectivista. Ora a experiência história dos Países socialistas demonstrou tristemente que o colectivismo não suprime a alienação, antes a aumenta, enquanto a ela junta ainda a carência das coisas necessárias e a ineficácia económica.\n\nA experiência histórica do Ocidente, por sua vez, demonstra que, embora sejam falsas a análise e a fundamentação marxista da alienação, todavia esta, com a perda do sentido autêntico da existência, é também uma experiência real nas sociedades ocidentais. Ela verifica-se no consumo, quando o homem se vê implicado numa rede de falsas e superficiais satisfações, em vez de ser ajudado a fazer a autêntica e concreta experiência da sua personalidade. A alienação verifica-se também no trabalho, quando é organizado de modo a «maximizar» apenas os seus frutos e rendimentos, não se preocupando de que o trabalhador, por meio de seu trabalho, se realize mais ou menos como homem, conforme cresça a sua participação numa autêntica comunidade humana solidária, ou então cresça o seu isolamento num complexo de relações de exacerbada competição e de recíproco alheamento, no qual ele aparece considerado apenas como um meio, e não como um fim.\n\nÉ necessário reconduzir o conceito de alienação à perspectiva cristã, reconhecendo-a como a inversão dos meios pelos fins: quando o homem não reconhece o valor e a grandeza da pessoa em si próprio e no outro, de facto priva-se da possibilidade de usufruir da própria humanidade e de entrar na relação de solidariedade e de comunhão com os outros homens para a qual Deus o criou. Com efeito, é mediante o livre dom de si que o homem se torna autenticamente ele próprio [81], e este dom é possível graças à essencial «capacidade de transcendência» da pessoa humana. O homem não se pode doar a um projecto somente humano da realidade, nem a um ideal abstracto ou a falsas utopias. Ele, enquanto pessoa, consegue doar-se a uma outra pessoa ou outras pessoas e, enfim, a Deus, que é o autor do seu ser e o único que pode acolher plenamente o seu dom [82]. Alienado é o homem que recusa transcender-se a si próprio e viver a experiência do dom de si e da formação de uma autêntica comunidade humana, orientada para o seu destino último, que é Deus. Alienada é a sociedade que, nas suas formas de organização social, de produção e de consumo, torna mais difícil a realização deste dom e a constituição dessa solidariedade inter-humana.\n\nNa sociedade ocidental foi superada a exploração, pelo menos nas formas analisadas e descritas por Karl Marx. Pelo contrário, não foi superada a alienação nas várias formas de exploração quando os homens se instrumentalizam mutuamente e, na satisfação cada vez mais refinada das suas necessidades particulares e secundárias, se tornam surdos às suas carências verdadeiras e autênticas, que devem regular as modalidades de satisfação das outras necessidades [83]. O homem que se preocupa só ou prevalentemente do ter e do prazer, incapaz já de dominar os seus instintos e paixões e de subordiná-los pela obediência à verdade, não pode ser livre: a obediência à verdade sobre Deus e o homem é a primeira condição da liberdade, permitindo-lhe ordenar as próprias necessidades, os próprios desejos e as modalidades da sua satisfação, segundo uma justa hierarquia, de modo que a posse das coisas seja para ele um meio de crescimento. Um obstáculo a tal crescimento pode vir da manipulação realizada por alguns meios de comunicação social que impõem, pela força de uma bem orquestrada insistência, modos e movimentos de opinião, sem ser possível submeter a um exame crítico as premissas sobre as quais se fundamentam.\n\n42. Voltando agora à questão inicial, pode-se porventura dizer que, após a falência do comunismo, o sistema social vencedor é o capitalismo e que para ele se devem encaminhar os esforços dos Países que procuram reconstruir as suas economias e a sua sociedade? É, porventura, este o modelo que se deve propor aos Países do Terceiro Mundo, que procuram a estrada do verdadeiro progresso económico e civil?\n\nA resposta apresenta-se obviamente complexa. Se por «capitalismo» se indica um sistema económico que reconhece o papel fundamental e positivo da empresa, do mercado, da propriedade privada e da consequente responsabilidade pelos meios de produção, da livre criatividade humana no sector da economia, a resposta é certamente positiva, embora talvez fosse mais apropriado falar de «economia de empresa», ou de «economia de mercado», ou simplesmente de «economia livre». Mas se por «capitalismo» se entende um sistema onde a liberdade no sector da economia não está enquadrada num sólido contexto jurídico que a coloque ao serviço da liberdade humana integral e a considere como uma particular dimensão desta liberdade, cujo centro seja ético e religioso, então a resposta é sem dúvida negativa.\n\nA solução marxista faliu, mas permanecem no mundo fenómenos de marginalização e de exploração, especialmente no Terceiro Mundo, e fenómenos de alienação humana, especialmente nos Países mais avançados, contra os quais se levanta com firmeza a voz da Igreja. Tantas multidões vivem ainda agora em condições de grande miséria material e moral. A queda do sistema comunista, em tantos países, elimina certamente um obstáculo para enfrentar de modo adequado e realístico estes problemas, mas não basta para resolvê-los. Existe até o risco de se difundir uma ideologia radical de tipo capitalista, que se recusa mesmo a tomá-los em conta, considerando a priori condenada ao fracasso toda a tentativa de os encarar e confia fideisticamente a sua solução ao livre desenvolvimento das forças de mercado.\n\n43. A Igreja não tem modelos a propor. Os modelos reais e eficazes poderão nascer apenas no quadro das diversas situações históricas, graças ao esforço dos responsáveis que enfrentam os problemas concretos em todos os seus aspectos sociais, económicos, políticos e culturais que se entrelaçam mutuamente [84]. A esse empenhamento, a Igreja oferece, como orientação ideal indispensável, a própria doutrina social que — como se disse — reconhece o valor positivo do mercado e da empresa, mas indica ao mesmo tempo a necessidade de que estes sejam orientados para o bem comum. Ela reconhece também a legitimidade dos esforços dos trabalhadores para conseguirem o pleno respeito da sua dignidade e espaços maiores de participação na vida da empresa, de modo que eles, embora trabalhando em conjunto com outros e sob a direcção de outros, possam em certo sentido «trabalhar por conta própria» [85] exercitando a sua inteligência e liberdade.\n\nO desenvolvimento integral da pessoa humana no trabalho não contradiz, antes favorece a maior produtividade e eficácia do próprio trabalho, embora isso possa enfraquecer estruturas consolidadas de poder. A empresa não pode ser considerada apenas como uma «sociedade de capitais»; é simultaneamente uma «sociedade de pessoas», da qual fazem parte, de modo diverso e com específicas responsabilidades, quer aqueles que fornecem o capital necessário para a sua actividade, quer aqueles que à colaboram com o seu trabalho. Para conseguir este fim, é ainda necessário um grande movimento associado dos trabalhadores, cujo objectivo é a libertação e a promoção integral da pessoa.\n\nÀ luz das «coisas novas» de hoje, foi relida a relação entre a propriedade individual, ou privada, e o destino universal dos bens. O homem realiza-se através da sua inteligência e da sua liberdade e, ao fazê-lo, assume como objecto e instrumento as coisas do mundo e delas se apropria. Neste seu agir, está o fundamento do direito à iniciativa e à propriedade individual. Mediante o seu trabalho, o homem empenha-se não só para proveito próprio, mas também para os outros e com os outros: cada um colabora para o trabalho e o bem dos outros. O homem trabalha para acorrer às necessidades da sua família, da comunidade de que faz parte, da Nação e, em definitivo, da humanidade inteira [86]. Além disso, colabora para o trabalho dos outros, que operam na mesma empresa, como também para o trabalho dos fornecedores ou para o consumo dos clientes, numa cadeia de solidariedade que se alarga progressivamente. A posse dos meios de produção, tanto no campo industrial como no agrícola, é justa e legítima, se serve para um trabalho útil; pelo contrário, torna-se ilegítima, quando não é valorizada ou serve para impedir o trabalho dos outros, para obter um ganho que não provém da expansão global do trabalho humano e da riqueza social, mas antes da sua repressão, da ilícita exploração, da especulação, e da ruptura da solidariedade no mundo do trabalho [87]. Semelhante propriedade não tem qualquer justificação, e constitui um abuso diante de Deus e dos homens.\n\nA obrigação de ganhar o pão com o suor do próprio rosto supõe, ao mesmo tempo, um direito. Uma sociedade onde este direito seja sistematicamente negado, onde as medidas de política económica não consintam aos trabalhadores alcançarem níveis satisfatórios de ocupação, não pode conseguir nem a sua legitimação ética nem a paz social [88]. Tal como a pessoa se realiza plenamente na livre doação de si própria, assim a propriedade se justifica moralmente na criação, em moldes e tempos devidos, de ocasiões de trabalho e crescimento humano para todos.\n\nV. ESTADO E CULTURA\n\n44. Leão XIII não ignorava que uma sã teoria do Estado é necessária para assegurar o desenvolvimento normal das actividades humanas: tanto as espirituais, como as materiais, sendo ambas indispensáveis [89]. Por isso, numa passagem da Rerum novarum, ele apresenta a organização da sociedade segundo três poderes — legislativo, executivo e judicial — o que constituía, naquele tempo, uma novidade no ensinamento da Igreja [9]. Tal ordenamento reflecte uma visão realista da natureza social do homem a qual exige uma legislação adequada para proteger a liberdade de todos. Para tal fim é preferível que cada poder seja equilibrado por outros poderes e outras esferas de competência que o mantenham no seu justo limite. Este é o princípio do «Estado de direito», no qual é soberana a lei, e não a vontade arbitrária dos homens.\n\nA esta concepção se opôs, nos tempos modernos, o totalitarismo, o qual, na forma marxista-leninista, defende que alguns homens, em virtude de um conhecimento mais profundo das leis do desenvolvimento da sociedade, ou de uma particular consciência de classe ou por um contacto com as fontes mais profundas da consciência colectiva, estão isentos de erro e podem, por conseguinte, arrogar-se o exercício de um poder absoluto. Acrescente-se que o totalitarismo nasce da negação da verdade em sentido objectivo: se não existe uma verdade transcendente, na obediência à qual o homem adquire a sua plena identidade, então não há qualquer princípio seguro que garanta relações justas entre os homens. Com efeito, o seu interesse de classe, de grupo, de Nação, contrapõe-nos inevitavelmente uns aos outros. Se não se reconhece a verdade transcendente, triunfa a força do poder, e cada um tende a aproveitar-se ao máximo dos meios à sua disposição para impor o próprio interesse ou opinião, sem atender aos direitos do outro. Então o homem é respeitado apenas na medida em que for possível instrumentalizá-lo no sentido de uma afirmação egoísta. A raiz do totalitarismo moderno, portanto, deve ser individuada na negação da transcendente dignidade da pessoa humana, imagem visível de Deus invisível e, precisamente por isso, pela sua própria natureza, sujeito de direitos que ninguém pode violar: seja indivíduo, grupo, classe, Nação ou Estado. Nem tão-pouco o pode fazer a maioria de um corpo social, lançando-se contra a minoria, marginalizando, oprimindo, explorando ou tentando destruí-la [91].\n\n45. A cultura e a práxis do totalitarismo comportam também a negação da Igreja. O Estado, ou então o partido, que pretende poder realizar na história o bem absoluto e se arvora por cima de todos os valores, não pode tolerar que seja afirmado um critério objectivo do bem e do mal, para além da vontade dos governantes, o qual, em determinadas circunstâncias, pode servir para julgar o seu comportamento. Isto explica porquê o totalitarismo procura destruir a Igreja ou, pelo menos, subjugá-la, fazendo-a instrumento do próprio aparelho ideológico [92].\n\nO Estado totalitário tende, ainda, a absorver em si próprio a Nação, a sociedade, a família, as comunidades religiosas e as próprias pessoas. Defendendo a própria liberdade, a Igreja defende a pessoa, que deve obedecer antes a Deus que aos homens (cf. Act 5, 29), a família, as diversas organizações sociais e as Nações, realidades essas que gozam de uma específica esfera de autonomia e soberania.\n\n46. A Igreja encara com simpatia o sistema da democracia, enquanto assegura a participação dos cidadãos nas opções políticas e garante aos governados a possibilidade quer de escolher e controlar os próprios governantes, quer de os substituir pacificamente, quando tal se torne oportuno; [93] ela não pode, portanto, favorecer a formação de grupos restritos de dirigentes, que usurpam o poder do Estado a favor dos seus interesses particulares ou dos objectivos ideológicos.\n\nUma autêntica democracia só é possível num Estado de direito e sobre a base de uma recta concepção da pessoa humana. Aquela exige que se verifiquem as condições necessárias à promoção quer dos indivíduos através da educação e da formação nos verdadeiros ideais, quer da «subjectividade» da sociedade, mediante a criação de estruturas de participação e co-responsabilidade. Hoje tende-se a afirmar que o agnosticismo e o relativismo céptico constituem a filosofia e o comportamento fundamental mais idóneos às formas políticas democráticas, e que todos quantos estão convencidos de conhecer a verdade e firmemente aderem a ela não são dignos de confiança do ponto de vista democrático, porque não aceitam que a verdade seja determinada pela maioria ou seja variável segundo os diversos equilíbrios políticos. A este propósito, é necessário notar que, se não existe nenhuma verdade última que guie e oriente a acção política, então as ideias e as convicções podem ser facilmente instrumentalizadas para fins de poder. Uma democracia sem valores converte-se facilmente num totalitarismo aberto ou dissimulado, como a história demonstra.\n\nA Igreja também não fecha os olhos diante do perigo do fanatismo, ou fundamentalismo, daqueles que, em nome de uma ideologia que se pretende científica ou religiosa, defendem poder impor aos outros homens a sua concepção da verdade e do bem. Não é deste tipo a verdade cristã. Não sendo ideológica, a fé cristã não presume encarcerar num esquema rígido a variável realidade sócio-política e reconhece que a vida do homem se realiza na história, em condições diversas e não perfeitas. A Igreja, portanto, reafirmando constantemente a dignidade transcendente da pessoa, tem, por método, o respeito da liberdade [94].\n\nMas a liberdade só é plenamente valorizada pela aceitação da verdade: num mundo sem verdade, a liberdade perde a sua consistência, e o homem acaba exposto à violência das paixões e a condicionalismos visíveis ou ocultos. O cristão vive a liberdade (cf. Jo 8, 31-32), e serve-a propondo continuamente, segundo a natureza missionária da sua vocação, a verdade que conheceu. No diálogo com os outros homens, ele, atento a toda a parcela de verdade que encontre na experiência de vida e na cultura dos indivíduos e das Nações, não renunciará a afirmar tudo o que a sua fé e o recto uso da razão lhe deram a conhecer [95].\n\n47. Após a queda do totalitarismo comunista e de muitos outros regimes totalitários e de «segurança nacional», assistimos hoje à prevalência, não sem con- trastes, do ideal democrático, em conjunto com uma viva atenção e preocupação pelos direitos humanos. Mas, exactamente por isso, é necessário que os povos, que estão reformando os seus regimes, dêem à democracia um autêntico e sólido fundamento mediante o reconhecimento explícito dos referidos direitos [96]. Entre os principais, recordem-se: o direito à vida, do qual é parte integrante o direito a crescer à sombra do coração da mãe depois de ser gerado; o direito a viver numa família unida e num ambiente moral favorável ao desenvolvimento da própria personalidade; o direito a maturar a sua inteligência e liberdade na procura e no conhecimento da verdade; o direito a participar no trabalho para valorizar os bens da terra e a obter dele o sustento próprio e dos seus familiares; o direito a fundar uma família e a acolher e educar os filhos, exercitando responsavelmente a sua sexualidade. Fonte e síntese destes direitos é, em certo sentido, a liberdade religiosa, entendida como direito a viver na verdade da própria fé e em conformidade com a dignidade transcendente da pessoa [97].\n\nTambém nos Países onde vigoram formas de governo democrático, nem sempre estes direitos são totalmente respeitados. Não se trata apenas do escândalo do aborto, mas de diversos aspectos de uma crise dos sistemas democráticos, que às vezes parecem ter perdido a capacidade de decidir segundo o bem comum. As questões levantadas pela sociedade não são examinadas à luz dos critérios de justiça e moralidade, mas antes na base da força eleitoral ou financiária dos grupos que as apoiam. Semelhantes desvios da prática política geram, com o tempo, desconfiança e apatia e consequentemente diminuição da participação política e do espírito cívico, no seio da população, que se sente prejudicada e desiludida. Disso resulta a crescente incapacidade de enquadrar os interesses particulares numa coerente visão do bem comum. Este efectivamente não é a mera soma dos interesses particulares, mas implica a sua avaliação e composição feita com base numa equilibrada hierarquia de valores e, em última análise, numa correcta compreensão da dignidade e dos direitos da pessoa [98].\n\nA Igreja respeita a legítima autonomia da ordem democrática, mas não é sua atribuição manifestar preferência por uma ou outra solução institucional ou constitucional. O contributo, por ela oferecido nesta ordem, é precisamente aquela visão da dignidade da pessoa, que se revela em toda a sua plenitude no mistério do Verbo encarnado [99].\n\n48. Estas considerações gerais reflectem-se também no papel do Estado no sector da economia. A actividade económica, em particular a da economia de mercado, não se pode realizar num vazio institucional, jurídico e político. Pelo contrário, supõe segurança no referente às garantias da liberdade individual e da propriedade, além de uma moeda estável e serviços públicos eficientes. A principal tarefa do Estado é, portanto, a de garantir esta segurança, de modo que quem trabalha e produz possa gozar dos frutos do próprio trabalho e, consequentemente, se sinta estimulado a cumpri-lo com eficiência e honestidade. A falta de segurança, acompanhada pela corrupção dos poderes públicos e pela difusão de fontes impróprias de enriquecimento e de lucros fáceis fundados em actividades ilegais ou puramente especulativas, é um dos obstáculos principais ao desenvolvimento e à ordem económica.\n\nOutra tarefa do Estado é a de vigiar e orientar o exercício dos direitos humanos, no sector económico; neste campo, porém, a primeira responsabilidade não é do Estado, mas dos indivíduos e dos diversos grupos e associações em que se articula a sociedade. O Estado não poderia assegurar directamente o direito de todos os cidadãos ao trabalho, sem uma excessiva estruturação da vida económica e restrição da livre iniciativa dos indivíduos. Contudo isto não significa que ele não tenha qualquer competência neste âmbito, como afirmaram aqueles que defendiam uma ausência completa de regras na esfera económica. Pelo contrário, o Estado tem o dever de secundar a actividade das empresas, criando as condições que garantam ocasiões de trabalho, estimulando-a onde for insuficiente e apoiando-a nos momentos de crise.\n\nO Estado tem também o direito de intervir quando situações particulares de monopólio criem atrasos ou obstáculos ao desenvolvimento. Mas, além destas tarefas de harmonização e condução do progresso, pode desempenhar funções de suplência em situações excepcionais, quando sectores sociais ou sistemas de empresas, demasiado débeis ou em vias de formação, se mostram inadequados à sua missão. Estas intervenções de suplência, justificadas por urgentes razões que se prendem com o bem comum, devem ser, quanto possível, limitadas no tempo, para não retirar permanentemente aos mencionados sectores e sistemas de empresas as competências que lhes são próprias e para não ampliar excessivamente o âmbito da intervenção estatal, tornando-se prejudicial tanto à liberdade económica como à civil.\n\nAssistiu-se, nos últimos anos, a um vasto alargamento dessa esfera de intervenção, o que levou a constituir, de algum modo, um novo tipo de estado, o «Estado do bem-estar». Esta alteração deu-se em alguns Países, para responder de modo mais adequado a muitas necessidades e carências, dando remédio a formas de pobreza e privação indignas da pessoa humana. Não faltaram, porém, excessos e abusos que provocaram, especialmente nos anos mais recentes, fortes críticas ao Estado do bem-estar, qualificado como «Estado assistencial». As anomalias e defeitos, no Estado assistencial, derivam de uma inadequada compreensão das suas próprias tarefas. Também neste âmbito, se deve respeitar o princípio de subsidiariedade: uma sociedade de ordem superior não deve interferir na vida interna de uma sociedade de ordem inferior, privando-a das suas competências, mas deve antes apoiá-la em caso de necessidade e ajudá-la a coordenar a sua acção com a das outras componentes sociais, tendo em vista o bem comum [100].\n\nAo intervir directamente, irresponsabilizando a sociedade, o Estado assistencial provoca a perda de energias humanas e o aumento exagerado do sector estatal, dominando mais por lógicas burocráticas do que pela preocupação de servir os usuários com um acréscimo enorme das despesas. De facto, parece conhecer melhor a necessidade e ser mais capaz de satisfazê-la quem a ela está mais vizinho e vai ao encontro do necessitado. Acrescente-se que, frequentemente, um certo tipo de necessidades requer uma resposta que não seja apenas material, mas que saiba compreender nelas a exigência humana mais profunda. Pense-se na condição dos refugiados, emigrantes, anciãos ou doentes e em todas as diversas formas que exigem assistência, como no caso dos toxicómanos: todas estas são pessoas que podem ser ajudadas eficazmente apenas por quem lhes ofereça, além dos cuidados necessários, um apoio sinceramente fraterno.\n\n49. Neste campo, a Igreja fiel ao mandato de Cristo, seu Fundador, sempre esteve presente com as suas obras para oferecer ao homem carente um auxílio material que não o humilde e não o reduza a ser apenas objecto de assistência, mas o ajude a sair da sua precária condição, promovendo a sua dignidade de pessoa. Com profunda gratidão a Deus, deve-se registar que a caridade operativa nunca faltou na Igreja, verificando-se até um variado e reconfortante incremento hoje. A propósito, merece especial menção o fenómeno do voluntariado que a Igreja favorece e promove apelando à colaboração de todos para sustentá-lo e encorajá-lo nas suas iniciativas.\n\nPara superar a mentalidade individualista hoje difundida, requer-se um concreto empenho de solidariedade e caridade que tem início no seio da família com o apoio mútuo dos esposos, e depois com os cuidados que uma geração presta à outra. Assim a família qualifica-se como comunidade de trabalho e de solidariedade. Acontece porém que, quando ela se decide a corresponder plenamente à própria vocação, pode-se encontrar privada do apoio necessário por parte do Estado, e não dispõe de recursos suficientes. É urgente promover não apenas políticas para a família, mas também políticas sociais, que tenham como principal objectivo a própria família, ajudando-a, mediante a atribuição de recursos adequados e de instrumentos eficazes de apoio quer na educação dos filhos quer no cuidado dos anciãos, evitando o seu afastamento do núcleo familiar e reforçando os laços entre as gerações [101].\n\nAlém da família, também outras sociedades intermédias desenvolvem funções primárias e constróem específicas redes de solidariedade. Estas, de facto, maturam como comunidades reais de pessoas e dinamizam o tecido social, impedindo-o de cair no anonimato e na massificação, infelizmente frequente na sociedade moderna. É na múltipla actuação de relações que vive a pessoa e cresce a «subjectividade» da sociedade. O indivíduo é hoje muitas vezes sufocado entre os dois pólos: o Estado e o mercado. Às vezes dá a impressão de que ele existe apenas como produtor e consumidor de mercadorias ou então como objecto da administração do Estado, esquecendo-se que a convivência entre os homens não se reduz ao mercado nem ao Estado, já que a pessoa possui em si mesma um valor singular, ao qual devem servir o Estado e o mercado. O homem é, acima de tudo, um ser que procura a verdade e se esforça por vivê-la e aprofundá-la num diálogo contínuo que envolve as gerações passadas e as futuras [102].\n\n50. Por esta procura clara da verdade que se renova em cada geração, caracteriza-se a cultura da Nação. Com efeito, o património dos valores transmitidos e adquiridos é não raro submetido pelos jovens à contestação. Contestar, de resto, não quer dizer necessariamente destruir ou rejeitar de modo apriorístico, mas sobretudo pôr à prova na própria vida e, por meio desta verificação existencial, tornar tais valores mais vivos, actuais e personalizados, discernindo o que na tradição é válido daquilo que é falso e errado ou constitui formas antiquadas, que podem ser substituídas por outras mais adequadas aos novos tempos.\n\nNeste contexto, convém lembrar que também a evangelização se insere na cultura das Nações, sustentando-a no seu caminho rumo à verdade e ajudando-a no trabalho de purificação e de enriquecimento [103]. Quando, no entanto, uma cultura se fecha em si própria e procura perpetuar formas antiquadas de vida, recusando qualquer mudança e confronto com a verdade do homem, então ela torna-se estéril e entra em decadência.\n\n51. Toda a actividade humana tem lugar no seio de uma cultura e integra-se nela. Para uma adequada formação de tal cultura, se requer a participação de todo o homem, que aí aplica a sua a criatividade, a sua inteligência, o seu conhecimento do mundo e dos homens. Aí investe ainda a sua capacidade de autodomínio, de sacrifício pessoal, de solidariedade e disponibilidade para promover o bem comum. Por isso, o primeiro e maior trabalho realiza-se no coração do homem, e o modo como ele se empenha em construir o seu futuro depende da concepção que tem de si mesmo e do seu destino. É a este nível que se coloca o contributo específico e decisivo da Igreja a favor da verdadeira cultura. Ela promove as qualidades dos comportamentos humanos, que favorecem a cultura da paz, contra os modelos que confundem o homem na massa, ignoram o papel da sua iniciativa e liberdade e põem a sua grandeza nas artes do conflito e da guerra. A Igreja presta este serviço, pregando a verdade relativa à criação do mundo, que Deus colocou nas mãos dos homens para que o tornem fecundo e mais perfeito com o seu trabalho, e pregando a verdade referente à redenção, pela qual o Filho de Deus salvou todos os homens e, simultaneamente, uniu-os entre si, tornando-os responsáveis uns pelos outros. A Sagrada Escritura fala-nos continuamente do compromisso activo a favor do irmão e apresenta-nos a exigência de uma co-responsabilidade que deve abraçar todos os homens.\n\nEsta exigência não se restringe aos limites da própria família, nem sequer da Nação ou do Estado, mas abarca ordenadamente a humanidade inteira, de modo que ninguém se pode considerar alheio ou indiferente à sorte de outro membro da família humana. Ninguém pode afirmar que não é responsável pela sorte do próprio irmão (cf. Gn 4, 9; Lc 10, 29-37; Mt 25, 31-46)! A atenta e pressurosa solicitude em relação ao próximo, na hora da necessidade, facilitada hoje também pelos novos meios de comunicação que tornaram os homens mais vizinhos entre si, é particularmente importante quando se trata de encontrar os instrumentos de solução dos conflitos internacionais alternativos à guerra. Não é difícil afirmar que a terrível capacidade dos meios de destruição, acessíveis já às médias e pequenas potências, e a conexão cada vez mais estreita entre os povos de toda a terra, tornam muito difícil ou praticamente impossível limitar as consequências de um conflito.\n\n52. Os pontífices Bento XV e seus sucessores compreenderam lucidamente este perigo [104], e eu próprio, por ocasião da recente guerra dramática no Golfo Pérsico, repeti o grito: «Nunca mais a guerra»! Nunca mais a guerra, que destrói a vida dos inocentes, que ensina a matar e igualmente perturba a vida dos assassinos, que deixa atrás de si um cortejo de rancores e de ódios, tornando mais difícil a justa solução dos próprios problemas que a provocaram! Como dentro dos Estados chegou finalmente o tempo em que o sistema da vingança privada e da represália foi substituído pelo império da lei, do mesmo modo é agora urgente que um progresso semelhante tenha lugar na Comunidade internacional. Não se deve esquecer também que, na raiz da guerra, geralmente há reais e graves razões: injustiças sofridas, frustração de legítimas aspirações, miséria e exploração de multidões humanas desesperadas, que não vêem possibilidade real de melhorar as suas condições, através dos caminhos da paz.\n\nPor isso, o outro nome da paz é o desenvolvimento [105]. Como existe a responsabilidade colectiva de evitar a guerra, do mesmo modo há a responsabilidade colectiva de promover o desenvolvimento. Como a nível interno é possível e obrigatório construir uma economia social que oriente o funcionamento do mercado para o bem comum, assim é necessário que hajam intervenções adequadas a nível internacional. Por isso deve-se fazer um grande esforço de recíproca compreensão, de conhecimento e de sensibilização da consciência. É esta a cultura almejada que faz crescer a confiança nas potencialidades humanas do pobre e, consequentemente, na sua capacidade de melhorar a sua condição através do trabalho, ou de dar um contributo positivo ao bem-estar económico. Para o fazer, porém, o pobre — indivíduo ou Nação — tem necessidade que lhe sejam oferecidas condições realisticamente acessíveis. Criar essas ocasiões é a tarefa de uma concertação mundial para o desenvolvimento, que implica inclusive o sacrifício das situações de lucro e de poder, usufruídas pelas economias mais desenvolvidas [106].\n\nIsto pode acarretar importantes mudanças nos estilos consolidados de vida, com o objectivo de limitar o desperdício dos recursos ambientais e humanos, permitindo assim a todos os homens e povos da terra dispôr deles em medida suficiente. Acrescente-se a isso a valorização dos novos bens materiais e espirituais, fruto do trabalho e da cultura dos povos hoje marginalizados, obtendo-se assim o global enriquecimento humano da família das Nações.\n\nVI. O HOMEM É O CAMINHO DA IGREJA\n\n53. Em face da miséria do proletariado, Leão XIII dizia: «Abordamos este argumento com confiança e no nosso pleno direito (...). Parecer-nos-ia faltar à nossa missão, se calássemos» [107]. Nos últimos 100 anos, a Igreja manifestou repetidamente o seu pensamento, seguindo de perto a evolução contínua da questão social. Não o fez para recuperar privilégios do passado ou para impor a sua concepção social. O seu único objectivo era o cuidado e a responsabilidade pelo homem, a Ela confiado pelo próprio Cristo: por este homem que, como o Concílio Vaticano II recorda, é a única criatura sobre a terra a ser querida por Deus por si mesma, e para a qual Deus tem o seu projecto, isto é, a participação na salvação eterna. Não se trata do homem «abstracto», mas do homem real, «concreto», «histórico»: trata-se de cada homem, porque cada um foi englobado no mistério da redenção e Cristo uniu-se com cada um para sempre, através desse mistério [108]. Disto se segue que a Igreja não pode abandonar o homem e que «este homem é o primeiro caminho que a Igreja deve percorrer na realização da sua missão (...) o caminho traçado pelo próprio Cristo, caminho que invariavelmente passa pelo mistério da incarnação e da redenção» [109].\n\nA inspiração que preside à doutrina social da Igreja é esta, e só esta. Se a foi elaborando pouco a pouco de forma sistemática, sobretudo a partir da data que comemoramos, é porque toda a riqueza doutrinal da Igreja tem como horizonte o homem, na sua concreta realidade de pecador e de justo.\n\n54. A doutrina social hoje especialmente visa o homem, enquanto inserido na complexa rede de relações das sociedades modernas. As ciências humanas e a filosofia servem de ajuda para interpretar a centralidade do homem dentro da sociedade, e para o capacitarem a uma melhor compreensão de si mesmo, enquanto «ser social». Todavia somente a fé lhe revela plenamente a sua verdadeira identidade, e é dela precisamente que parte a doutrina social da Igreja, que, recolhendo todos os contributos das ciências e da filosofia, se propõe assistir o homem no caminho da salvação.\n\nA Encíclica Rerum novarum pode ser lida como um importante contributo à análise sócio-económica do fim do século XIX, mas o seu valor particular deriva de ela ser um Documento do Magistério que se insere perfeitamente na missão evangelizadora da Igreja, conjuntamente com muitos outros Documentos desta natureza. Daqui resulta que a doutrina social, por si mesma, tem o valor de um instrumento de evangelização: enquanto tal, anuncia Deus e o mistério de salvação em Cristo a cada homem e, pela mesma razão, revela o homem a si mesmo. A esta luz, e somente nela, se ocupa do resto: dos direitos humanos de cada um e, em particular, do «proletariado», da família e da educação, dos deveres do Estado, do ordenamento da sociedade nacional e internacional, da vida económica, da cultura, da guerra e da paz, do respeito pela vida desde o momento da concepção até à morte.\n\n55. A Igreja recebe o «sentido do homem» da Revelação divina. «Para conhecer o homem, o homem verdadeiro, o homem integral, é preciso conhecer Deus», dizia Paulo VI, citando imediatamente Santa Catarina de Sena, que, em oração, exprimia a mesma doutrina: «Na tua natureza, Divindade eterna, conhecerei a minha natureza» [110].\n\nPortanto, a antropologia cristã é realmente um capítulo da teologia e, pela mesma razão, a doutrina social da Igreja, ocupando-se do homem, interassando-se por ele e pelo seu modo de se comportar no mundo, «pertence (...) ao campo da teologia e especialmente da teologia moral» [111]. A dimensão teológica revela-se necessária para interpretar e resolver os problemas actuais da convivência humana. Isto é válido — tenha-se na devida conta — tanto no que se refere à solução «ateia», que priva o homem de uma das suas componentes fundamentais, a espiritual, quanto no que diz respeito às soluções permissivas e consumísticas, que buscam, sob vários pretextos, convencê-lo da sua independência de toda a lei e de Deus, encerrando-o num egoísmo que acaba por lesar a si e aos outros.\n\nQuando a Igreja anuncia ao homem a salvação de Deus, quando lhe oferece e comunica, através dos sacramentos, a vida divina, quando orienta a sua vida segundo os mandamentos do amor a Deus e ao próximo, contribui para a valorização da dignidade do homem. Mas como nunca poderá abandonar esta sua missão religiosa e transcendente a favor do homem, eis porque se empenha sempre com novas forças e novos métodos na evangelização que promove o homem todo. Apesar de se dar conta de que a sua obra encontra hoje particulares dificuldades e obstáculos, a Igreja, quase ao início do Terceiro Milénio, permanece «sinal e salvaguarda do carácter transcendente da pessoa humana» [112] como, aliás, sempre procurou fazer, desde o princípio da sua existência, caminhando conjuntamente com o homem, ao longo de toda a história. A Encíclica Rerum novarum é disso uma expressão significativa.\n\n56. Quero agradecer, no centenário desta Encíclica, a todos os que se empenharam em estudar, aprofundar e divulgar a doutrina social cristã. Para este fim, é indispensável a colaboração das Igrejas locais e faço votos de que a ocorrência seja motivo de um novo estímulo para o seu estudo, divulgação e aplicação nos múltiplos âmbitos da realidade.\n\nDesejava, de modo particular, que ela fosse dada a conhecer e actuada nos Países, onde, após a queda do socialismo real, se revela uma grave desorientação na obra de reconstrução. Por sua vez os Países ocidentais correm o perigo de verem, nesta derrocada, a vitória unilateral do próprio sistema sócio-económico, sem se preocuparem, por isso, em fazerem nele as devidas correcções. Depois os Países do Terceiro Mundo encontram-se mais que nunca na dramática situação do subdesenvolvimento, que cada dia se torna mais grave.\n\nLeão XIII, depois de ter formulado os princípios e as orientações para a solução da questão operária, escreveu esta palavra decisiva: «Cada um realize a parte que lhe compete e não demore porque o atraso poderia ainda tornar mais difícil a cura de um mal já tão grave», acrescentando ainda: «Quanto à Igreja, não deixará de modo nenhum faltar a sua quota-parte» [113].\n\n57. Para a Igreja, a mensagem social do Evangelho não deve ser considerada uma teoria, mas sobretudo um fundamento e uma motivação para a acção. Impelidos por esta mensagem, alguns dos primeiros cristãos distribuíam os seus bens pelos pobres e davam testemunho de que era possível uma convivência pacífica e solidária, apesar das diversas proveniências sociais. Pela força do Evangelho, ao longo dos séculos, os monges cultivaram as terras, os religiosos e as religiosas fundaram hospitais e asilos para os pobres, as confrarias, bem como homens e mulheres de todas as condições empenharam-se a favor dos pobres e dos marginalizados, convencidos de que as palavras de Cristo: «Cada vez que fizestes estas coisas a um dos meus irmãos mais pequeninos, a Mim o fizestes» (Mt 25, 40), não deviam permanecer um piedoso desejo, mas tornar-se um compromisso concreto de vida.\n\nA Igreja está consciente hoje mais que nunca de que a sua mensagem social encontrará credibilidade primeiro no testemunho das obras e só depois na sua coerência e lógica interna. Desta convicção provém também a sua opção preferencial pelos pobres, que nunca será exclusiva nem discriminatória relativamente aos outros grupos. Trata-se, de facto, de uma opção que não se estende apenas à pobreza material, dado que se encontram, especialmente na sociedade moderna, formas de pobreza não só económica mas também cultural e religiosa. O amor da Igreja pelos pobres, que é decisivo e pertence à sua constante tradição, impele-a a dirigir-se ao mundo no qual, apesar do progresso técnico-económico, a pobreza ameaça assumir formas gigantescas. Nos Países ocidentais, existe a variada pobreza dos grupos marginalizados, dos anciãos e doentes, das vítimas do consumismo, e ainda de tantos refugiados e emigrantes; nos Países em vias de desenvolvimento, desenham-se no horizonte crises dramáticas se não forem tomadas medidas internacionalmente coordenadas.\n\n58. O amor ao homem — e em primeiro lugar ao pobre, no qual a Igreja vê Cristo — concretiza-se na promoção da justiça. Esta nunca se poderá realizar plenamente, se os homens não deixarem de ver no necessitado, que pede ajuda para a sua vida, um importuno ou um fardo, para reconhecerem nele a ocasião de um bem em si, a possibilidade de uma riqueza maior. Só esta consciência dará a coragem para enfrentar o risco e a mudança implícita em toda a tentativa de ir em socorro do outro homem. De facto, não se trata apenas de «dar o supérfluo», mas de ajudar povos inteiros, que dele estão excluídos ou marginalizados, a entrarem no círculo do desenvolvimento económico e humano. Isto será possível não só fazendo uso do supérfluo, que o nosso mundo produz em abundância, mas sobretudo alterando os estilos de vida, os modelos de produção e de consumo, as estruturas consolidadas de poder, que hoje regem as sociedades. Não se trata de destruir instrumentos de organização social que deram boa prova de si, mas principalmente de os orientar segundo uma concepção adequada do bem comum dirigido a toda a família humana. Hoje está-se a verificar a denominada «mundialização da economia», fenómeno este que não deve ser desprezado, porque pode criar ocasiões extraordinárias de maior bem-estar. Mas é sentida uma necessidade cada vez maior de que a esta crescente internacionalização da economia correspondam válidos organismos internacionais de controle e orientação que encaminhem a economia para o bem comum, já que nenhum Estado por si só, ainda que fosse o mais poderoso da terra, seria capaz de o fazer. Para poder conseguir tal resultado é necessário que cresça o entendimento entre os grandes Países, e que nos organismos internacionais sejam equitativamente representados os interesses da grande família humana. Mas impõe-se também que, ao avaliarem as consequências das suas decisões, tenham em devida conta aqueles povos e Países que têm escasso peso no mercado internacional, mas em si concentram as necessidades mais graves e dolorosas, e necessitam de maior apoio para o seu desenvolvimento. Sem dúvida, há ainda muito a fazer neste campo.\n\n59. Para se cumprir a justiça e serem bem sucedidas as tentativas dos homens para a realizar, é necessário o dom da graça que vem de Deus. Por meio dela, em colaboração com a liberdade dos homens, obtém-se aquela misteriosa presença de Deus na história que é a Providência.\n\nA experiência da novidade vivida no seguimento de Cristo requer a sua comunicação aos outros homens, nas situações concretas das suas dificuldades, lutas, problemas e desafios, para que sejam iluminadas e tornadas mais humanas à luz da fé. Esta não ajuda simplesmente a encontrar soluções, mas torna humanamente aceitáveis inclusive as situações de sofrimento, de modo que nelas o homem não se perca nem esqueça a sua dignidade e vocação.\n\nA doutrina social tem, além disso, uma importante dimensão interdisciplinar. Para encarnar melhor nos diversos contextos sociais, económicos e políticos em contínua mutação, essa doutrina entra em diálogo com diversas disciplinas que se ocupam do homem, assumindo em si os contributos que delas provêm, e ajudando-as, por sua vez, a abrir-se numa dimensão mais ampla ao serviço de cada pessoa, conhecida e amada na plenitude da sua vocação.\n\nA par desta dimensão interdisciplinar, aparece depois a dimensão prática e em certo sentido experimental desta doutrina. De facto, ela situa-se no cruzamento da vida e da consciência cristã com as situações do mundo e exprime-se nos esforços que indivíduos, famílias, agentes culturais e sociais, políticos e homens de Estado realizam para lhe dar forma e aplicação na história.\n\n60. Ao anunciar os princípios para a solução da questão operária, Leão XIII escrevia: «A solução de um problema tão árduo requer o concurso e a cooperação eficaz de outros também» [114]. Ele estava convencido que os graves problemas, causados pela sociedade industrial, só podiam ser resolvidos pela colaboração entre todas as forças intervenientes. Essa afirmação tornou-se um elemento permanente da doutrina social da Igreja, e isto explica, entre outras razões, porquê o Papa João XXIII dirigiu a sua Encíclica sobre a paz, também a «todos os homens de boa vontade».\n\nTodavia Leão XIII constatava com tristeza que as ideologias do tempo, especialmente o liberalismo e o marxismo, recusavam essa colaboração. Entretanto muitas coisas mudaram, especialmente nos últimos anos. O mundo de hoje está sempre mais consciente de que a solução dos graves problemas nacionais e internacionais não é apenas uma questão de produção económica ou de uma organização jurídica ou social, mas requer valores ético-religiosos específicos, bem como mudanças de mentalidade, de comportamentos e de estruturas. A Igreja sente-se particularmente responsável em oferecer este contributo e, como escrevi na Encíclica Sollicitudo rei socialis, há fundada esperança de que mesmo o grupo numeroso dos que não professam explicitamente uma religião possa contribuir para esse fundamento ético necessário à questão social [115].\n\nNo mesmo Documento, dirigi precisamente um apelo às Igrejas cristãs e a todas as grandes religiões do mundo, convidando-as a dar um testemunho unânime das nossas convicções comuns sobre a dignidade do homem, criado por Deus [116]. De facto, estou persuadido que as religiões têm hoje e continuarão a ter um papel proeminente a desempenhar na conservação da paz e na construção de uma sociedade digna do homem.\n\nA disponibilidade para o diálogo e colaboração vale, além disso, para todos os homens de boa vontade e, de modo particular, para as pessoas e grupos com uma responsabilidade específica no campo político, económico e social tanto a nível nacional como internacional.\n\n61. No início da sociedade industrial, foi «o jugo quase servil» que obrigou o meu predecessor a tomar a palavra em defesa do homem. Nestes cem anos, a Igreja permaneceu fiel a esse empenho! De facto, interveio nos anos turbulentos da luta de classes, a seguir à primeira guerra mundial, para defender o homem da exploração económica e da tirania dos sistemas totalitários. Colocou a dignidade de pessoa no centro das suas mensagens sociais, após a segunda guerra mundial, insistindo sobre o destino universal dos bens materiais, sobre uma ordem social sem opressão e fundada no espírito de colaboração e solidariedade. Depois reiterou constantemente que a pessoa e a sociedade não têm necessidade apenas destes bens, mas também de valores espirituais e religiosos. Além disso, tendo verificado cada vez mais como tantos homens vivem, não no bem-estar do mundo ocidental, mas na miséria dos Países em vias de desenvolvimento e padecem uma condição que é ainda a do «jugo quase servil», sentiu-se na obrigação de denunciar essa realidade clara e francamente, embora sabendo que este seu grito não será sempre acolhido favoravelmente por todos.\n\nCem anos depois da publicação da Rerum novarum, a Igreja encontra-se ainda diante de «coisas novas» e de novos desafios. Por isso, este centenário da Encíclica deve confirmar em sua tarefa todos os «homens de boa vontade», e especialmente os crentes.\n\n62. Esta minha Encíclica quis olhar ao passado, mas ela está sobretudo lançada para o futuro. Como a Rerum novarum, ela coloca-se quase no limiar do novo século e deseja, com a ajuda de Deus, preparar a sua vinda.\n\nA verdadeira e perene «novidade das coisas» em cada tempo provém do infinito poder divino, que diz: «Eis que eu faço novas todas as coisas» (Ap 21, 5). Estas palavras referem-se à conclusão da história quando Cristo «entregar o reino a Deus Pai (...) para que Deus seja tudo em todos» (1 Cor 15, 24.28). Mas o cristão sabe que esta novidade, cuja plenitude aguardamos com o Regresso do Senhor, está presente desde a criação do mundo, e, mais precisamente, desde que Deus se fez homem em Jesus Cristo, e com Ele e por Ele realizou uma «nova criação» (2 Cor 5, 17; Gal 6, 15).\n\nAo concluir, quero agradecer a Deus omnipotente por ter dado à sua Igreja a luz e a força para acompanhar o homem no seu caminho terreno para o destino eterno. A Igreja, também no Terceiro Milénio, permanecerá fiel no assumir como próprio o caminho do homem, sabendo que não caminha só, mas com Cristo, seu Senhor. Foi Ele que fez Seu o caminho do homem, e o guia mesmo quando ele disso não se dá conta.\n\nMaria, a Mãe do Redentor, que permaneceu ao lado de Cristo, no seu caminho ao encontro dos homens e com os homens, e precede a Igreja na peregrinação da fé, acompanhe, com Sua maternal intercessão, a humanidade em direcção ao próximo Milénio, na fidelidade Àquele que «ontem como hoje, é o mesmo e sê-lo-á para sempre» (cf. Heb 13, 8), Jesus Cristo, Nosso Senhor, em Nome do Qual a todos abençoo.\n\nDado em Roma, junto de S. Pedro, na memória de S. José Operário, dia 1 de Maio do ano de 1991, décimo terceiro de pontificado.\n\nIOANNES PAULUS PP. II\n\nReferências\n\n[1]. Leão XIII, Enc. Rerum novarum (15 de maio de 1891): Leonis XIII P. M. Acta, XI, Romae 1892, 97-144.\n\n[2]. Pio XI, Enc. Quadragesimo anno (15 de maio de 1931): AAS 23 (1931), 177-228; Pio XII, Radiomensagem 1 de junho de 1941: AAS 33 (1941), 195-205; João XXIII, Enc. Mater et Magistra (15 de maio de 1961): AAS 53 (1961), 401-464; Paulo VI, Cart. Apost. Octogesima adveniens (14 de maio de 1971): AAS 63 (1971), 401-441).\n\n[3]. Cf. Pio XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 228.\n\n[4]. Enc. Sollicitudo rei socialis (30 de dezembro de 1987): AAS 84 ( 1988), 513-586.\n\n[5]. Cf. S. Ireneo, Adversus haereses, I, 10; III, 4, 1: PG 7, 549 s.; 855 s.; S. Ch. 264, 154 s.; 211, 44-46.\n\n[6]. Leão XIII, Enc. Rerum novarum: l. c., 132.\n\n[7]. Cf., por exemplo, Leão XIII, Enc. Arcanum divinae sapientiae (10 de fevereiro de 1880): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Enc. Diuturnum illud (29 de junho de 1881): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; Enc. Libertas praestantissimum (20 de junho de 1888): Leonis XIII P. M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246; Enc. Graves de communi (18 de janeiro de 1901): Leonis XIII P. M. Acta, XXI, Romae 1902, 3-20.\n\n[8]. Enc. Rerum novarum: l. c., 97.\n\n[9]. Ibid.: l. c., 98.\n\n[10]. Cf. ibid.: l. c., 109 s.\n\n[11]. Cf. ibid., 16: descrição das condições de trabalho; associações obras anticristãs: l. c., 110 s.; 136 s.\n\n[12]. Ibid.: l. c., 130; cf. também 114 s.\n\n[13]. Ibid.: l. c., 130.\n\n[14]. Ibid.: l. c., 123.\n\n[15]. Cf. Enc. Laborem exercens, 1, 2, 6: l. c., 578-583; 589-592.\n\n[16]. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 99-107.\n\n[17]. Cf. ibid.: l. c., 102 s.\n\n[18]. Cf, ibid.: l. c., 101-104.\n\n[19]. Cf, ibid.: l. c., 134 s.; 137 s.\n\n[20]. Ibid.: l. c., 135.\n\n[21]. Ibid.: l. c., 128-129.\n\n[22]. Ibid.: l. c., 129.\n\n[23]. Ibid.: l. c., 129.\n\n[24]. Ibid.: l. c., 130 s.\n\n[25]. Ibid.: l. c., 131.\n\n[26]. Cf. Declaração Universal dos Direitos Humanos.\n\n[27]. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 121-123.\n\n[28]. Cf , ibid.: l. c., 127.\n\n[29]. Ibid.: l. c., 126.\n\n[30]. Cf. Declaração Universal dos Direitos Humanos; Declaração sobre a eliminação de todas as formas de intolerância e discriminação fundadas na religião ou nas convicções.\n\n[31]. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Declaração Dignitatis humanae sobre a liberdade religiosa, João Paulo II, Carta aos Chefes de Estado (1º de setembro de 1980): AAS 72 (1980),1252-1260; Mensagem para o Dia Mundial da Paz 1988: AAS 80 (1988), 278-286.\n\n[32]. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 99-105; 130 s.; 135.\n\n[33]. Ibid.: l. c., 125.\n\n[34]. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 38-40; l. c., 564-569; João XXIII, Enc. Mater et Magistra, l. c., 407.\n\n[35]. Cf. Leão XIII, Enc. Rerum novarum: l. c., 114-116; Pio XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 208; Paulo VI, Homilia na missa de encerramento do Ano Santo (25 de dezembro de 1975): AAS 68 (1976), 145; Mensagem para o dia Mundial da Paz 1977: AAS 68 ( 1976), 709.\n\n[36]. Enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l. c., 572.\n\n[37]. Cf. Leão XIII, Enc. Rerum novarum: l. c., 101 s.;104 s.; 130 s.; 136.\n\n[38]. Conc. Ecum. Vat. II, Const, past. Gaudium et spes, sobre a Igreja no mundo atual, 24.\n\n[39]. Enc. Rerum novarum: l. c., 99.\n\n[40]. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 15, 28: l. c., 530; 548 s.\n\n[41]. Cf. Enc. Laborem exercens, 11-15: l. c., 602-618.\n\n[42]. Pio XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 213.\n\n[43]. Cf. Enc. Rerum novarum: l.c., 121-125.\n\n[44]. Cf. Enc. Laborem exercens, 20: l. c., 629-632; Discurso à Organização Internacional do Trabalho (O.I.T.) em Genebra (15 de junho de 1982): Insegnamenti V/2 (1982), 2250-2266; Paulo VI, Discurso à mesma Organização ( 10 de junho de 1969): AAS 61 ( 1969), 491-502.\n\n45. Cf. Enc. Laborem exercens, 8: l. c., 594-598.\n\n[46]. Cf. Pio XI, Enc. Quadragesimo anno: l. c., 181.\n\n[47]. Cf. Enc. Arcanum divinae sapientiae ( 10 de fevereiro de 1880): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 10-40; Enc. Diuturnum illud (29 de junho de 1881): Leonis XIII P. M. Acta, II, Romae 1882, 269-287; Enc. Immortale Dei ( 1 de novembro de 1885 ): Leonis XIII P. M. Acta, V, Romae 1886, 118-150; Enc. Sapientiae christianae (10 de janeiro de 1890): Leonis XIII P. M. Acta, X, Romae 1891,10-41; Enc. Quod Apostolici muneris (28 de dezembro de 1878): Leonis XIII P. M. Acta, I, Romae 1881,170-183; Enc. Libertas praestantissimum (20 junio 1888): Leonis XIII P. M. Acta, VIII, Romae 1889, 212-246.\n\n[48]. Cf. Leão XIII, Enc. Libertas praestantissimum: l. c., 224-226.\n\n[49]. Cf. Mensagem para o Dia Mundial da Paz 1980: AAS 71 (1979), 1572-1580.\n\n[50]. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 20: l. c., 536 s.\n\n[51]. Cf. João XXIII, Enc. Pacem in terris (11 de abril de 1963), III; AAS 55 ( 1963 ), 286-289.\n\n[52]. Cf. Declaração Universal dos Direitos do Homem, de 1948; João XXI I I, Enc. Pacem in terris, IV: l. c., 291-296; «Acta Final» da Conferência sobre a Segurança e a Cooperação na Europa (CSCE), Helsinque 1975.\n\n[53]. Cf. Paulo VI, Enc. Populorum progressio (26 de março de 1967), 61-65: AAS 59 (1967), 287-289.\n\n[54]. Cf. Mensagem para o Dia Mundial da Paz 1980: l. c., 1572-1580.\n\n[55]. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Gaudium et spes, Const. past. sobre a Igreja no mundo atual, 36; 39.\n\n[56]. Cf. Exort. Ap. Christifideles laici (30 de dezembro de 1988), 32-44: ASS 81 (1989), 431-481.\n\n[57]. Cf. Enc. Laborem exercens, 20: l. c., 629-632.\n\n[58]. Congregação para a Doutrina da Fé, Instrução sobre a liberdade cristã e libertação Libertatis conscientia (22 de março de 1986): ASS 79 (1987), 554-559.\n\n[59]. Cf. Discurso na sede do Conselho da Comunidade Económica da África Ocidental, por ocasião do X aniversário da «Chamada em favor do Sahel» (Ouagadougou, Burkina Faso, 29 de janeiro de 1990): ASS 82 (1990), 816-821.\n\n[60]. Cf. João XXIII, Enc. Pacem in terris, III: l, c., 286-288.\n\n[61]. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 27-28: l. c., 547-550; Paulo VI, Enc. Populorum progressio, 43-44: l. c., 278 s.\n\n[62]. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 29-31: l. c., 550-556.\n\n[63]. Cf. Acta de Helsinque e Acordo de Viena; León XIII, Enc. Libertas praestantissimum: l. c., 215-217.\n\n[64]. Cf. Enc. Redemptoris missio (7 de dezembro de 1990)\n\n[65]. Cf. Enc, Rerum novarum: l. c., 99-107; 131-133.\n\n[66]. Ibid.: l. c., 111.113 s.\n\n[67]. Cf, Pio XI, Enc. Quadragesimo anno, II: l. c., 191; Pío XII, Radiomensagem, 1 de junho de 1941: l, c., 199; João XXIII, Enc. Mater et Magistra: l. c., 428-429; Paulo VI, Enc. Populorum progressio, 22-24: l. c., 268 s.\n\n[68]. Const, past. Gaudium et spes, sobre a Igreja no mundo atual, 69; 71.\n\n[69] Discurso aos Bispos latino-americanos em Puebla, 28 de janeiro de 1979, III, 4: AAS 71 (1979),199-201; Enc, Laborem exercens, 14: l. c., 612-616; Enc. Sollicitudo rei socialis, 42: l. c., 572-574.\n\n[70]. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 15: l.c., 528-531.\n\n[71].Cf. Enc. Laborem exercens, 21: l.c., 632-634.\n\n[72]. Cf. Paulo VI, Enc. Populorum progressio, 33-42: l. c., 273-278.\n\n[73]. Cf. Enc. Laborem exercens, 7: l.c., 592-594.\n\n[74]. Cf. ibid., 8: l. c., 594-598.\n\n[75]. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre a Igreja no mundo atual, 35; Paulo VI, Enc. Populorum progressio, 19: l. c., 266 s.\n\n[76]. Cf. Enc. Sollicitudo rei socialis, 34: l. c., 559 s.; Mensagem para o Dia Mundial da Paz 1990: AAS 82 ( 1990), 147-156.\n\n[77]. Cf. Exort. Ap. Reconciliatio et paenitentia (2 de dezembro de 1984), 16: AAS 77 (1985), 213-217; Pio XI, Enc. Quadragesimo anno, III: l. c., 219.\n\n[78]. Enc. Sollicitudo rei socialis, 25: l. c., 544.\n\n[79]. Ibid., 34: l. c., 559 s.\n\n[80]. Cf. Enc. Redemptor hominis (4 de março de 1979), 15: AAS 71 ( 1979), 286-289.\n\n[81]. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const, past. Gaudium et spes, sobre a Igreja no mundo atual, 24.\n\n[82]. Cf . ibid., 41.\n\n[83]. Cf. ibid., 26.\n\n[84]. Cf. ibid. Paulo VI, Cart. Ap. Octogesima adveniens, 2-5: L. c., 402-405.\n\n[85]. Cf. Enc. Laborem exercens, 15: l. c., 616-618.\n\n[86]. Cf. ibid,, 10: l. c., 600-602.\n\n[87]. Cf, ibid,, 14: l. c., 612-616.\n\n[88]. Cf. ibid., 18: l. c., 622-625.\n\n[89]. Cf. Enc. Rerum novarum: l. c., 126-128.\n\n[90]. Cf. ibid.: l. c., 121 s,\n\n[91]. Cf. Leão XIII, Enc. Libertas praestantissimum: l. c., 224-226.\n\n[92]. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre a Igreja no mundo atual, 76.\n\n[93]. Cf. ibid., 29; Pio XII, Radiomensagem de Natal (24 de dezembro de 1944): AAS 37 (1945), 10-20.\n\n[94]. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Declaração Dignitatis humanae, sobre a liberdade religiosa.\n\n[95]. Cf. Enc. Redemptoris missio, 11.\n\n[96]. Enc. Redemptor hominis , 17: l. c., 270-272.\n\n[97]. Cf. Mensagem para o Dia Mundial da Paz 1988: l. c., 1572-1580; Mensagem para o Dia Mundial da Paz 1991; Conc. Ecum. Vat. II, Declaração Dignitatis humanae, sobre a liberdade religiosa, 1-2.\n\n[98]. Cf. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre a Igreja no mundo atual, 26.\n\n[99]. Cf. ibid., 22.\n\n[100]. Cf. Pio XI, Enc. Quadragesimo anno, I: l.c., 184-186.\n\n[101]. Cf. Exort. Ap. Familiaris consortio (22 de novembro de 1981), 45: AAS 74 (1982), 136 s.\n\n[102]. Cf. Discurso à UNESCO (2 de junho de 1980): AAS 72 (1980), 735-752.\n\n[103]. Cf. Enc. Redemptoris missio, 39; 52.\n\n[104]. Cf. Bento XV, Exort. Ubi primum (8 de setembro de 1914): AAS 6 (1914), 501 s.; Pio XI, Radiomensagem a todos os fiéis católicos e a todo o mundo (29 de setembro de 1938): AAS 30 (1938), 309 s.; Pio XII, Radiomensagem a todo o mundo (24 de agosto de 1939): AAS 31 (1939), 333-335; João XXIII, Enc. Pacem in terris, III: l c., 285-289; Paulo VI, Discurso à O.N.U. (4 de outubro de 1965): AAS 57 ( 1965 ), 877-885.\n\n[105]. Cf. Paulo VI, Enc. Populorum progressio, 76-77: l. c., 294 s.\n\n[106]. Cf. Exort. Ap. Familiaris consortio, 48: l. c., 139 s.\n\n[107]. Enc. Rerum novarum: l. c., 107.\n\n[108]. Cf. Enc. Redemptor hominis , 13: l. c., 283.\n\n[109]. Ibid., 14: l. c., 284 s.\n\n[110]. Paulo VI, Discurso na última sessão pública do Concílio Vaticano II (7 de dezembro de 1965): AAS 58 (1966), 58.\n\n[111]. Enc. Sollicitudo rei socialis, 41: l. c., 571.\n\n[112]. Conc. Ecum. Vat. II, Const. past. Gaudium et spes, sobre a Igreja no mundo atual, 76; cf. João Paulo II, Enc. Redemptor hominis , 13: l. c., 283.\n\n[113]. Enc. Rerum novarum: l. c., 143.\n\n[114]. Ibid., 13: l.c., 107.\n\n[115]. Cf. Sollicitudo rei socialis, 38: l. c., 564-566.\n\n[116]. Cf. ibid., 47: l. c., 582.\n\nCopyright © Dicastério para a Comunicação\n\nA Santa Sé\n\nA Santa Sé","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/pt/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_01051991_centesimus-annus.html","sha256":"a5bdf576b3aca2523446b9e1366c83e5c92c5117a87fa58b00f018950ac52d88","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/pt.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/centesimus-annus-bf2a8c942e/pt.txt"}]}}}
