{"id":"20230619-sublimitas-et-miseria-hominis","title":"Apostolic Letter “Sublimitas et Miseria Hominis” of the Holy Father Francis on the Fourth Centenary of the Birth of Blaise Pascal, 19 June 2023","issuer":null,"type":"Magisterial document","date":null,"authority":"Roman Pontiff","availableLanguages":["de","en","es","fr","it","la","pt"],"languages":{"de":{"code":"de","label":"Deutsch","contentFormat":"plain-text","text":"Apostolisches Schreiben »Sublimitas et miseria hominis« zum vierhundertsten Jahrestag der Geburt von Blaise Pascal (19. Juni 2023)\n\nDer Heilige Stuhl\n\nDeutsch\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nDer Heilige Stuhl\n\nMagisterium\n\nKalender\n\nLiturgische Feiern\n\nKarten für Päpstliche Audienzen und Feiern\n\nPäpste\n\nKardinalskollegium\n\nRömische Kurie und andere Organisationen\n\nSynode\n\nPresseamt\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nFranziskus\n\nApostolische Schreiben\n\nA\n\nA\n\nA\n\nPDF-Erstellung läuft.....\n\nAR\n\n- DE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\nAPOSTOLISCHES SCHREIBEN\n\n»SUBLIMITAS ET MISERIA HOMINIS«\n\nDES HEILIGEN VATERS\n\nPAPST FRANZISKUS\n\nZUM VIERHUNDERTSTEN JAHRESTAG DER GEBURT\n\nVON BLAISE PASCAL\n\nDie Größe und das Elend des Menschen bilden das Paradoxon, das im Mittelpunkt der Überlegungen und der Botschaft von Blaise Pascal steht, der vor vier Jahrhunderten, am 19. Juni 1623, in Clermont in Zentralfrankreich geboren wurde. Von Kindheit an und sein ganzes Leben lang suchte er nach der Wahrheit. Mit der Vernunft spürte er ihren Zeichen nach, insbesondere auf den Gebieten der Mathematik, der Geometrie, der Physik und der Philosophie. Schon sehr früh machte er außergewöhnliche Entdeckungen, die ihm zu einem großen Bekanntheitsgrad verhalfen. Aber er blieb nicht dabei stehen. In einem Jahrhundert großer Fortschritte auf so vielen Gebieten der Wissenschaft, begleitet von einem wachsenden Geist philosophischer und religiöser Skepsis, erwies sich Blaise Pascal als unermüdlicher Wahrheitssucher, der als solcher immer „ruhelos\" blieb, angezogen von neuen und weiteren Horizonten.\n\nGerade diese so scharfe und zugleich offene Vernunft hat in ihm nie die uralte und immer wieder neue Frage verstummen lassen, die in der menschlichen Seele widerhallt: »Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?« ( Ps 8,5). Diese Frage ist in das Herz eines jeden Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort, in jeder Zivilisation und Sprache, in jeder Religion eingeprägt. »Was ist der Mensch in der Natur?« – fragt sich Pascal – »ein Nichts im Vergleich zum Unendlichen, ein Ganzes im Vergleich zum Nichts«. [1] Und gleichzeitig ist die Frage dort, in diesem Psalm, eingebettet in die lebendige Liebesgeschichte zwischen Gott und seinem Volk, eine Geschichte, die sich im Fleisch des „Menschensohns“ Jesus Christus erfüllt hat, den der Vater bis zur Verlassenheit hingab, um ihn mit Pracht und Herrlichkeit zu krönen und ihn über alle Geschöpfe zu erhöhen (vgl. V. 6). Dieser Frage, die in einer Sprache gestellt wird, die sich so sehr von jener der Mathematik und Geometrie unterscheidet, hat sich Pascal nie verschlossen.\n\nAuf dieser Basis kann man, so scheint mir, in ihm eine Grundhaltung erkennen, die ich als „staunende Offenheit gegenüber der Wirklichkeit“ bezeichnen würde. Offenheit für andere Dimensionen des Wissens und der Existenz, Offenheit für andere, Offenheit für die Gesellschaft. Er stand zum Beispiel 1661 in Paris am Ursprung des ersten öffentlichen Verkehrsnetzes der Geschichte, den sogenannten „Carrosses à cinq sols“. Wenn ich das zu Beginn dieses Schreibens eigens betone, so tue ich das, um zu unterstreichen, dass weder seine Bekehrung zu Christus, insbesondere seit der „Feuernacht“ vom 23. November 1654, noch sein außerordentliches intellektuelles Bemühen um die Verteidigung des christlichen Glaubens ihn zu einem Sonderling in jener Epoche machten. Er war aufmerksam für die Probleme seiner Zeit und für die materiellen Bedürfnisse aller Bestandteile der Gesellschaft, in der er lebte.\n\nSeine Offenheit für die Wirklichkeit führte dazu, dass er sich auch in der Stunde seiner letzten Krankheit nicht vor den anderen verschloss. Aus dieser Zeit, als er neununddreißig Jahre alt war, sind diese Worte überliefert, die den letzten Schritt seines dem Evangelium folgenden Weges zum Ausdruck bringen: »Wenn die Ärzte Recht haben und Gott es zulässt, dass ich von dieser Krankheit genese, bin ich entschlossen, den Rest meines Lebens keine andere Arbeit oder Beschäftigung zu haben als den Dienst an den Armen«. [2] Es ist ergreifend festzustellen, dass ein so brillanter Denker wie Blaise Pascal in den letzten Tagen seines Lebens keine andere Dringlichkeit sah, als seine Kräfte für Werke der Barmherzigkeit einzusetzen: »Der einzige Gegenstand der Heiligen Schrift ist die Liebe«. [3]\n\nIch freue mich daher, dass die Vorsehung mir an diesem vierhundertsten Jahrestag seiner Geburt die Gelegenheit gibt, ihn zu würdigen und hervorzuheben, was mir in seinem Denken und Leben geeignet erscheint, die Christen unserer Zeit und alle Männer und Frauen guten Willens in ihrem Streben nach wahrem Glück anzuspornen: »Alle Menschen suchen nach dem Glück. Das gilt ohne Ausnahme, wie unterschiedlich auch die Mittel sein mögen, die sie dafür benutzen. Sie streben alle diesem Ziel zu«. [4] Vier Jahrhunderte nach seiner Geburt bleibt Pascal für uns der Weggefährte, der unsere Suche nach dem wahren Glück und, dem Geschenk des Glaubens entsprechend, unser demütiges und freudiges Bekenntnis zum gestorbenen und auferstandenen Herrn begleitet.\n\nEin in Christus Verliebter, der zu allen spricht\n\nWenn Blaise Pascal jeden berühren kann, dann vor allem, weil er auf bewundernswerte Weise über die menschliche Verfasstheit gesprochen hat. Es wäre jedoch irreführend, in ihm nur einen Spezialisten der menschlichen Sitten zu sehen, so genial er auch war. Das Monument, das seine Gedanken bilden, und von denen einzelne Formulierungen berühmt geblieben sind, kann nicht wirklich verstanden werden, wenn man verkennt, dass Jesus Christus und die Heilige Schrift sowohl ihren Mittelpunkt als auch ihren Schlüssel bilden. Wenn Pascal es unternahm, über den Menschen und über Gott zu sprechen, so tat er dies, weil er zu der Gewissheit gelangt war: »Wir erkennen nicht allein Gott nur durch Jesus Christus, sondern wir erkennen auch uns selbst nur durch Jesus Christus; wir erkennen Leben und Tod nur durch Jesus Christus. Ohne Jesus Christus wissen wir nicht, was unser Leben und unser Tod, was Gott und wir selbst sind. So erkennen wir nichts ohne die Heilige Schrift, die nur Jesus Christus zum Gegenstand hat, und sehen nur Dunkelheit«. [5] Damit diese Aussage von allen verstanden werden kann, ohne als eine rein lehrmäßige Behauptung betrachtet zu werden, die für diejenigen, die den Glauben der Kirche nicht teilen, unzugänglich ist, und ohne als eine Abwertung der legitimen Fähigkeiten des natürlichen Verstandes angesehen zu werden, verdient eine so extreme Behauptung, erläutert zu werden.\n\nGlaube, Liebe und Freiheit\n\nAls Christen müssen wir uns von der Versuchung fernhalten, unseren Glauben als eine unbestreitbare Gewissheit vor uns herzutragen, die sich allen unmittelbar erschließen würde. Pascal war sicherlich bestrebt, alle Menschen wissen zu lassen, dass »Gott und das Wahre untrennbar sind«. [6] Aber er wusste, dass der Glaubensakt durch die Gnade Gottes ermöglicht wird, die in einem freien Herzen empfangen wird. Er, dem durch den Glauben »der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, nicht der Philosophen und Gelehrten« [7] persönlich begegnet war, hatte in Jesus Christus den »Weg, die Wahrheit und das Leben« ( Joh 14,6) erkannt. Deshalb schlage ich all jenen, die weiterhin nach der Wahrheit suchen wollen – eine Aufgabe, die in diesem Leben kein Ende findet – vor, Blaise Pascal zuzuhören, einem Mann von außergewöhnlicher Intelligenz, der daran erinnern wollte, dass es außerhalb des Horizonts der Liebe keine Wahrheit gibt, die von Wert ist: »Sogar aus der Wahrheit macht man sich einen Götzen, denn die Wahrheit ohne die christliche Liebe ist nicht Gott, und sie ist sein Abbild und ein Götze, den man keineswegs lieben oder anbeten darf«. [8]\n\nPascal schützt uns so vor falschen Lehren, Aberglaube oder Ausschweifungen, die so viele von uns von dem dauerhaften Frieden und der dauerhaften Freude dessen fernhalten, der will, dass wir »das Leben und das Glück« wählen und nicht »den Tod und das Unglück« ( Dtn 30,15.19). Aber die Tragik unseres Lebens ist, dass wir manchmal schlecht sehen und daher schlechte Entscheidungen treffen. Tatsächlich können wir das Glück des Evangeliums nur dann verkosten, »wenn uns der Heilige Geist mit seiner ganzen Kraft durchdringt und uns von der Schwäche des Egoismus, der Bequemlichkeit und des Stolzes befreit«. [9] Außerdem gilt: »Ohne die Weisheit der Unterscheidung können wir leicht zu Marionetten werden, die den augenblicklichen Trends ausgeliefert sind«. [10] Daher können uns die Intelligenz und der lebendige Glaube von Blaise Pascal – der zeigen wollte, die christliche Religion sei »verehrungswürdig, weil sie den Menschen gut erkannt hat« und »liebenswert, weil sie das wahre Glück verheißt« [11] – helfen, durch die Dunkelheiten und Missgeschicke dieser Welt voranzuschreiten.\n\nEin herausragender wissenschaftlicher Geist\n\nAls seine Mutter 1626 stirbt, ist Blaise Pascal drei Jahre alt. Sein Vater Etienne, ein renommierter Jurist, ist ebenso für seine bemerkenswerten wissenschaftlichen Fähigkeiten bekannt, insbesondere in der Mathematik und Geometrie. Entschlossen, seine drei Kinder Jacqueline, Blaise und Gilberte allein zu erziehen, lässt er sich 1632 in Paris nieder. Schon sehr früh zeigt Blaise einen herausragenden Verstand und einen hohen Anspruch bei der Suche nach dem Wahren, wie seine Schwester Gilberte berichtet: »Von Kindheit an konnte er sich nur dem ergeben, was ihm offensichtlich als wahr erschien; so dass er, wenn man ihm keine guten Gründe gab, selbst nach ihnen suchte«. [12] Eines Tages ertappte der Vater seinen Sohn bei geometrischen Untersuchungen und stellte bald fest, dass der 12-jährige Blaise, ohne zu wissen, dass diese Theoreme in Büchern unter anderen Namen existierten, ganz allein die ersten zweiunddreißig Sätze von Euklid bewiesen hatte, indem er Figuren auf die Erde zeichnete. [13] Gilberte erinnert sich, dass ihr Vater »erschrocken über die Großartigkeit und die Leistung dieses Genies« war. [14]\n\nIn den folgenden Jahren wird Blaise Pascal sein enormes Talent mithilfe seiner Arbeitskraft fruchtbar werden lassen. Ab dem Alter von siebzehn Jahren verkehrte er mit den größten Gelehrten seiner Zeit. Schon bald folgte eine Entdeckung und Veröffentlichung auf die nächste. Im Jahre 1642, im Alter von 19 Jahren, erfand er eine Rechenmaschine, den Vorläufer unserer Taschenrechner. Blaise Pascal hat eine derart anregende Wirkung auf uns, da er uns an die Größe der menschlichen Vernunft erinnert und uns auffordert, diese zu nutzen, um die Welt um uns herum zu entschlüsseln. Der Geist der Geometrie, d.h. die Fähigkeit, die Funktionsweise der Dinge im Detail zu verstehen, wird ihm sein ganzes Leben lang von Nutzen sein, wie der herausragende Theologe Hans Urs von Balthasar feststellt: »Durch die der Geometrie und Naturwissenschaft als solcher eignende Präzision [wird er] instandgesetzt […], die ganz anders geartete Präzision etwa im Bereich der Existenz und des Christlichen zu erringen«. [15] Diese auf die natürliche Vernunft vertrauende Praxis, die ihn auch mit all seinen menschlichen Geschwistern auf der Suche nach Wahrheit solidarisch verbindet, sollte ihm helfen, die Grenzen des Verstandes selbst zu erkennen und sich so zugleich für die übernatürlichen Gründe der Offenbarung zu öffnen, gemäß einer Logik des Paradoxen, die sein philosophisches Markenzeichen und den literarischen Reiz seiner Gedanken ausmacht: »Die Kirche hat ebenso viel Mühe darauf verwenden müssen, gegen diejenigen, die es leugneten, zu beweisen, dass Jesus Christus ein Mensch war, wie zu beweisen, dass er Gott war, und die Wahrscheinlichkeit war für beides gleich groß«. [16]\n\nDie Philosophen\n\nViele von Pascals Schriften gehören großenteils zum philosophischen Themenbereich: Dies gilt insbesondere für seine Gedanken, diese posthum veröffentlichte Sammlung von Fragmenten, die Notizen oder Entwürfe eines von einem theologischen Projekt beseelten Philosophen sind, deren Kohärenz und ursprüngliche Ordnung die Forscher, wenn auch mit Variationen, zu rekonstruieren versuchen. Die leidenschaftliche Liebe zu Christus und der Dienst an den Armen, die ich eingangs erwähnte, waren nicht so sehr das Zeichen eines Bruchs im Geist dieses kühnen Jüngers, als vielmehr das Zeichen einer Vertiefung hin zur Radikalität des Evangeliums, Zeichen eines Fortschritts in Richtung der lebendigen Wahrheit des Herrn mit Hilfe der Gnade. Er, der die übernatürliche Gewissheit des Glaubens besaß und diesen so sehr als mit der Vernunft übereinstimmend betrachtete, obwohl er sie unendlich übersteigt, wollte die Diskussion mit denen, die seine Glaubensüberzeugung nicht teilten, so weit wie möglich vorantreiben, denn »jenen, die sie nicht haben, können wir sie nur durch vernünftige Überlegung geben, solange wir darauf warten, dass Gott sie ihnen durch das Gefühl des Herzens gibt«. [17] Unsere Generation wird gut daran tun, diese von Respekt und Geduld geprägte Verkündigung des Evangeliums nachzuahmen.\n\nUm Pascals Sichtweise des Christentums richtig zu verstehen, muss man daher seiner Philosophie große Bedeutung beimessen. Er bewunderte die Weisheit der antiken griechischen Philosophen, die als Mitglieder einer Polis in ihrer Kunst des guten Lebens zu Einfachheit und Ruhe fähig waren: »Man denkt sich Platon und Aristoteles nur mit langen schulmeisterlichen Gewändern. Das waren umgängliche Leute, die wie die anderen mit ihren Freunden lachten. Und wenn sie daran Vergnügen gefunden haben, ihre Gesetze und ihre Staatslehren zu schaffen, so haben sie es spielend getan. Das war der am wenigsten philosophische und am wenigsten ernsthafte Teil ihres Lebens; der philosophischste war, einfach und ruhig zu leben«. [18] Trotz ihrer Bedeutung und Nützlichkeit erkennt Pascal dennoch die Grenzen dieser Philosophen: Der Stoizismus führt zum Stolz, [19] der Skeptizismus zur Verzweiflung. [20] Die menschliche Vernunft ist zweifellos ein Wunder der Schöpfung, das den Menschen von allen anderen Geschöpfen unterscheidet, denn »der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur, aber er ist ein denkendes Schilfrohr«. [21] Man versteht also, dass die Grenzen der Philosophen schlichtweg die Grenzen der geschaffenen Vernunft sein werden. Denn Demokrit mag gesagt haben: »Ich spreche jetzt über alles«, [22] aber die Vernunft allein kann die höchsten und dringlichsten Fragen nicht lösen. Welches ist denn, sowohl zu Pascals Zeit als auch heute, das Thema, das für uns am wichtigsten ist? Es ist die Frage nach dem Gesamtsinn unserer Bestimmung, unseres Lebens und unserer Hoffnung auf ein Glück, von dem es uns nicht untersagt ist, es uns als ewig vorzustellen, das aber nur Gott schenken kann: »Nichts ist für den Menschen so wichtig wie sein Zustand; nichts ist ihm so furchtbar wie die Ewigkeit«. [23]\n\nWenn wir Pascals Gedanken betrachten, finden wir in gewisser Weise dieses Grundprinzip wieder: »Die Realität steht über der Idee«, denn Pascal lehrt uns, uns von den »verschiedene[n] Formen der Verschleierung der Wirklichkeit« fernzuhalten, von den »engelhaften Purismen« bis hin zu den »Intellektualismen ohne Weisheit«. [24] Nichts ist gefährlicher als ein abgehobenesDenken, so dass, wer den Menschen »zum Engel machen möchte, ihn zum Tier macht«. [25] Und die todbringenden Ideologien, unter denen wir weiterhin in wirtschaftlichen, sozialen, anthropologischen oder moralischen Bereichen leiden, halten diejenigen, die ihnen folgen, in Blasen von Meinungen gefangen, in denen die Idee an die Stelle der Wirklichkeit getreten ist.\n\nDie menschliche Verfasstheit\n\nPascals Philosophie, die voller Paradoxien ist, entspringt einem ebenso bescheidenen wie klaren Blick, der versucht, »die durch die Argumentation erhellte Wirklichkeit« [26] zu erreichen. Er geht von der Feststellung aus, dass der Mensch wie ein Fremder für sich selbst ist, groß und elend. Groß aufgrund seiner Vernunft, aufgrund seiner Fähigkeit, seine Leidenschaften zu zähmen, groß auch dadurch, »dass er sich als elend erkennt«. [27] Insbesondere sehnt er sich nach etwas anderem, als seine Instinkte zu befriedigen oder ihnen zu widerstehen, »denn was Natur bei den Tieren ist, das nennen wir Elend bei dem Menschen«. [28] Es besteht ein unerträgliches Missverhältnis einerseits zwischen unserem unendlichen Wollen, glücklich zu sein und die Wahrheit zu erkennen, und andererseits unserer begrenzten Vernunft und unserer körperlichen Schwäche, die zum Tod führt. Denn Pascals Stärke liegt auch in seinem unerbittlichen Realismus: »Man braucht keine allzu überragende Seele zu haben, um zu verstehen, dass es hier auf Erden keine wahrhaftige und beständige Freude gibt, dass all unsere Vergnügungen nichts weiter als Blendwerk sind, dass unsere Leiden unendlich sind und dass schließlich der Tod, der uns jeden Augenblick bedroht, uns unausbleiblich nach wenigen Jahren in die entsetzliche Notlage bringen muss, auf ewig entweder vernichtet oder unglücklich zu werden. Nichts ist wirklicher und nichts furchtbarer als dies. Geben wir uns für so unerschrocken aus, wie wir wollen: Dieses Ende ist für das schönste Leben der Welt zu erwarten«. [29] In diesem tragischen Zustand kann der Mensch natürlich nicht in sich selbst bleiben, denn sein Elend und die Ungewissheit seines Schicksals sind für ihn unerträglich. Er muss sich also ablenken, was Pascal gern zugibt: »Daher kommt es, dass die Menschen das Getümmel und die Aufregung so gernhaben«. [30] Denn wenn der Mensch sich nicht von seinem Zustand ablenkt – und wir wissen sehr wohl, wie wir uns durch Arbeit, Freizeit, Familien- oder Freundschaftsbeziehungen, aber leider auch durch die Laster, zu denen uns bestimmte Leidenschaften verleiten, zerstreuen können –, dann empfindet seine Menschennatur »seine Nichtigkeit, seine Verlassenheit, seine Unzulänglichkeit, seine Abhängigkeit, seine Ohnmacht, seine Leere. [Und es steigen] vom Grunde seiner Seele die Langeweile, der Trübsinn, die Traurigkeit, der Kummer, der Verdruss und die Verzweiflung [auf]«. [31] Und doch befriedigt oder erfüllt die Zerstreuung nicht unsere große Sehnsucht nach Leben und nach Glück. Das ist uns allen wohl bekannt.\n\nIn diesem Moment stellt Pascal dann seine große Hypothese auf: »Was rufen uns denn diese Gier und diese Unfähigkeit zu, wenn nicht dies, dass es einst im Menschen ein wahres Glück gegeben hat, von dem ihm jetzt nur das Zeichen und die ganz wesenlose Spur geblieben sind und die er nun vergebens mit allem auszufüllen trachtet, was ihn umgibt, wobei er von den fernen Dingen die Hilfe erwartet, die er von den gegenwärtigen nicht erhält, doch sie alle sind dazu nicht fähig, weil dieser unendliche Abgrund nur durch etwas Unendliches und Unwandelbares ausgefüllt werden kann, das heißt durch Gott selbst«. [32] Wenn der Mensch wie ein »entthronte[r] König« [33] ist, der nur danach strebt, seine verlorene Größe wiederzuerlangen, und sich doch als unfähig dazu ansieht, was ist er dann? »Welches Trugbild ist denn der Mensch? Welches noch nie dagewesene Etwas, welches Monstrum, welches Chaos, welcher Hort von Widersprüchen, welches Wunderding? Ein Richter über alle Dinge, ein schwacher Erdenwurm, ein Hüter der Wahrheit, eine Kloake der Ungewissheit und des Irrtums, Ruhm und Abschaum des Weltalls. Wer löst diese Verwirrung?«. [34] Pascal erkennt als Philosoph: »Je mehr Einsicht man hat, desto mehr Größe und Niedrigkeit entdeckt man im Menschen«, [35] aber diese Gegensätze sind unvereinbar. Denn die menschliche Vernunft kann sie nicht in Einklang bringen und das Rätsel nicht lösen.\n\nDaher stellt Pascal fest: Wenn es einen Gott gibt und der Mensch eine göttliche Offenbarung erhalten hat – wie es verschiedene Religionen behaupten – und wenn diese Offenbarung wahr ist, dann muss darin die Antwort liegen, nach der der Mensch sich sehnt, um die Widersprüche zu lösen, die ihn quälen: »Die Größe und das Elend des Menschen sind so offensichtlich, dass die wahre Religion uns unbedingt unterrichten muss, dass es im Menschen sowohl irgendein Hauptprinzip für seine Größe wie ein Hauptprinzip für sein Elend gibt. Sie muss uns außerdem eine Erklärung für diese erstaunlichen Widersprüchlichkeiten geben«. [36] Nachdem er die großen Religionen studiert hat, kommt Pascal zu dem Schluss, dass »kein Denken und keine aszetisch-mystische Praxis« einen Erlösungsweg bieten kann, es sei denn »durch das höhere Wahrheitskriterium der Gnadeneinstrahlung«. [37] Pascal schreibt, indem er sich vorstellt, was der wahre Gott uns sagen könnte: »Vergebens, o ihr Menschen, sucht ihr in euch selbst die Heilmittel für euer Elend. All eure Einsichten können nur bis zu der Erkenntnis gelangen, dass ihr nicht in euch selbst die Wahrheit und das Glück finden werdet. Die Philosophen haben es euch versprochen, und sie haben es nicht erreichen können. Sie wissen nicht, was euer wahres Glück ist, und auch nicht, was [euer wirklicher Stand] ist«. [38]\n\nAn diesem Punkt angelangt, will Pascal, der mit der einzigartigen Kraft seines Verstandes die menschliche Verfasstheit, die Heilige Schrift und die Tradition der Kirche ergründet hat, sich mit der Einfachheit des kindlichen Geistes als demütiger Zeuge des Evangeliums verstanden wissen. Er ist der Christ, der mit denen über Jesus Christus sprechen will, die etwas voreilig erklären, dass es keinen stichhaltigen Grund dafür gibt, an die Wahrheiten des Christentums zu glauben. Pascal hingegen weiß aus Erfahrung, dass das, was die Offenbarung beinhaltet, sich den Ansprüchen der Vernunft nicht nur nicht widersetzt, sondern die unerhörte Antwort bereithält, zu der keine Philosophie von sich aus hätte gelangen können.\n\nBekehrung: der Besuch des Herrn\n\nAm 23. November 1654 hatte Pascal ein sehr eindringliches Erlebnis, das man bis heute als seine „Feuernacht“ bezeichnet. Diese mystische Erfahrung, die ihn Freudentränen vergießen ließ, war für ihn so intensiv und bestimmend, dass er sie auf einem mit dem genauen Datum versehenen Stück Papier festhielt, dem „Mémorial“, das er in das Futter seines Mantels gesteckt hatte und das man erst nach seinem Tod entdeckt hat. Auch wenn man unmöglich genau wissen kann, was in jener Nacht in Pascals Seele geschah, scheint es sich um eine Begegnung zu handeln, deren Ähnlichkeit mit der für die gesamte Offenbarungs- und Heilsgeschichte grundlegenden Erfahrung des Mose am brennenden Dornbusch (vgl. Ex 3) er selbst erkannt hat. Der Begriff „Feuer“, [39] den Pascal an den Beginn des „Mémorial“ stellte, lädt uns dazu ein, diese Verbindung – unter Wahrung der entsprechenden Verhältnismäßigkeit – zu sehen. Die Parallele scheint von Pascal selbst angedeutet zu werden, der unmittelbar nach der Erwähnung des Feuers die Bezeichnung aufgriff, die sich der Herr Mose gegenüber gegeben hatte: »Der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs« ( Ex 3,6.15), und hinzufügte: »nicht der Philosophen und der Gelehrten. Gewissheit, Gewissheit, Empfinden, Freude, Frieden. Der Gott Jesu Christi«.\n\nJa, unser Gott ist Freude, und Blaise Pascal bezeugt dies der gesamten Kirche sowie jedem Gottsucher: »Es ist nicht der abstrakte Gott oder der kosmische Gott, nein. Es ist der Gott eines Menschen, eines Rufes, der Gott Abrahams, Isaaks, Jakobs; der Gott, der Gewissheit ist, der Empfinden ist, der Freude ist«. [40] Diese Begegnung, die Pascal die »Größe der menschlichen Seele« bestätigte, hat ihn mit dieser lebendigen und unerschöpflichen Freude erfüllt: »Freude, Freude, Freude, Weinen vor Freude«. Und diese göttliche Freude wird für Pascal zum Ort des Bekenntnisses und des Gebets: »Jesus Christus. Ich habe mich von ihm getrennt, ich habe mich ihm entzogen, habe ihn verleugnet und gekreuzigt.Möge ich niemals von ihm getrennt sein«. [41] Die Erfahrung der Liebe dieses personalen Gottes, Jesus Christus, der an unserer Geschichte teilgenommen hat und unaufhörlich an unserem Leben teilnimmt, nimmt Pascal mit auf den Weg einer tiefen Bekehrung und somit zu dieser – weil in der Liebe gelebten – »vollkommenen und süßen Entsagung« [42] von dem »alten Menschen des früheren Lebenswandels, der sich in den Begierden des Trugs zugrunde richtet« ( Eph 4,22).\n\nDer heilige Johannes Paul II. erinnerte in seiner Enzyklika über die Beziehung zwischen Glaube und Vernunft daran, dass Philosophen wie Pascal sich durch die Ablehnung jeglicher Anmaßung und durch die Wahl einer Haltung der Demut und des Mutes auszeichnen. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass »der Glaube die Vernunft von der Anmaßung befreit«. [43] Es ist klar, dass Pascal vor der Nacht des 23. November 1654 »keinerlei Zweifel an der Existenz Gottes hat. Er weiß auch, dass dieser Gott das höchste Gut ist. [...] Was ihm fehlt und was er erwartet, ist kein Wissen, sondern eine Macht, keine Wahrheit, sondern eine Kraft«. [44] Diese Kraft wird ihm aus Gnade geschenkt: Er fühlt sich mit Gewissheit und Freude von Jesus Christus angezogen: »Wir erkennen Gott allein durch Jesus Christus. Ohne diesen Mittler wird jede Gemeinschaft mit Gott aufgehoben«. [45] Jesus Christus zu entdecken bedeutet, den Retter und Befreier zu entdecken, den ich brauche: »Dieser Gott ist nichts anderes als der Heiland unseres Elends. Darum können wir Gott nur richtig erkennen, wenn wir unsere Sünden erkennen«. [46] Wie jede echte Bekehrung spielt sich auch Blaise Pascals Bekehrung in der Demut ab, die uns »von unserer abgeschotteten Geisteshaltung und aus unserer Selbstbezogenheit erlöst«. [47]\n\nBlaise Pascals überragender und unruhiger Verstand, der angesichts der Offenbarung Jesu Christi von Frieden und Freude erfüllt ist, lädt uns gemäß »der Ordnung des Herzens« [48] ein, in der Klarheit »dieser himmlischen Erleuchtung« [49] sicher zu wandeln. Denn wenn unser Gott ein »verborgener Gott« ( Jes 45,15) ist, dann deshalb, weil er »sich verbergen wollte«, [50] so dass unsere von der Gnade erleuchtete Vernunft nie damit fertig sein wird, ihn zu entdecken. Durch die Erleuchtung der Gnade also können wir ihn erkennen. Aber die Freiheit des Menschen muss sich öffnen; und so tröstet uns Jesus: »Du würdest mich nicht suchen, wenn du mich nicht gefunden hättest«. [51]\n\nDie Ordnung des Herzens und seine Gründe zu glauben\n\nNach den Worten Benedikts XVI. hat »die katholische Tradition von Anfang an den sogenannten Fideismus abgelehnt, also den Willen, auch gegen die Vernunft zu glauben«. [52] In diesem Sinne ist Pascal zutiefst der »Vernünftigkeit des Glaubens an Gott« [53] verpflichtet, nicht nur weil »der Verstand nicht gezwungen werden kann, etwas zu glauben, von dem er weiß, dass es falsch ist«, [54] sondern weil, »wenn man gegen die Prinzipien der Vernunft verstößt, unsere Religion absurd und lächerlich sein wird«. [55] Wenn aber der Glaube vernunftgemäß ist, so ist er auch eine Gabe Gottes und drängt sich damit nicht auf: »Man beweist nicht, dass man geliebt werden muss, indem man die Ursachen der Liebe geordnet darlegt; das wäre lächerlich«, [56] stellt Pascal mit seinem feinen Humor fest und zieht eine Parallele zwischen der menschlichen Liebe und der Art und Weise, wie Gott sich uns zeigt. Ebenso wenig wie die Liebe, »die sich anbietet, aber nicht aufdrängt – die Liebe Gottes drängt sich niemals auf«. [57] Jesus hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt (vgl. Joh 18,37), aber er wollte »sie denen, die ihr widersprachen, nicht mit Gewalt aufdrängen«. [58] Deshalb gibt es »genug Licht für jene, die nur zu suchen verlangen, und genug Finsternis für jene, die von gegenteiliger Veranlagung sind«. [59]\n\nEr kommt zu dem Schluss: »Der Glaube unterscheidet sich vom Beweis. Der eine ist menschlich, und der andere ist eine Gottesgabe«. [60] Daher ist es unmöglich zu glauben, »wenn Gott nicht das Herz dazu neigt«. [61] Wenn der Glaube einer höheren Ordnung als der der Vernunft angehört, bedeutet das gewiss nicht, dass er ihr entgegensteht, sondern dass er sie unendlich übersteigt. Pascals Werk zu lesen bedeutet also nicht in erster Linie, die Vernunft zu entdecken, die den Glauben erhellt; es bedeutet, sich in die Schule eines Christen von außergewöhnlichem Verstand zu begeben, der umso besser eine Ordnung zu ergründen wusste, die als Gabe Gottes über die Vernunft gestellt ist: »Der unendliche Abstand der Körper von den Geistern gibt ein Bild von dem unendlich viel unendlicheren Abstand der Geister von der christlichen Liebe, denn diese ist übernatürlich«. [62] Als Wissenschaftler, der in der Geometrie bewandert ist, d.h. in der Wissenschaft der im Raum verorteten Körper, und als Geometriker, der in der Philosophie bewandert ist, d.h. in der Wissenschaft der in der Geschichte verorteten Geister, konnte der von der Gnade des Glaubens erleuchtete Blaise Pascal die Gesamtheit seiner Erfahrung so niederschreiben: »Aus allen Körpern zusammen kann man nicht einen kleinen Gedanken hervorbringen. Das ist unmöglich und gehört zu einer anderen Ordnung. Aus allen Körpern und Geistern kann man keine Regung wahrer christlicher Liebe gewinnen, das ist unmöglich und gehört zu einer anderen, übernatürlichen Ordnung«. [63]\n\nWeder der geometrische Geist noch das philosophische Denken versetzen den Menschen in die Lage, allein zu einem »sehr scharfen Blick« auf die Welt und auf sich selbst zu gelangen. Wer sich auf die Details seiner Berechnungen beschränkt, genießt nicht den Überblick, der es ihm ermöglicht, „alle Prinzipien zu entdecken“. Dies ist das Verdienst des »feinsinnigen Geistes« ( esprit de finesse), dessen Verdienste Pascal ebenfalls hervorhebt, denn, wenn man versucht, die Wirklichkeit zu erfassen, »muss man das Problem auf einmal, mit einem einzigen Blick erfassen«. [64] Die Sphäre dieses feinsinnigen Geistes ist mit dem verbunden, was Pascal als „Herz“ bezeichnet: »Wir erkennen die Wahrheit nicht nur mit der Vernunft, sondern auch mit dem Herzen. Gerade auf diese letzte Art erkennen wir die ersten Prinzipien, und vergebens trachtet die vernünftige Überlegung, die nicht daran beteiligt ist, jene zu bekämpfen«. [65] Göttliche Wahrheiten, wie die Tatsache, dass der Gott, der uns erschaffen hat, die Liebe ist, dass er Vater, Sohn und Heiliger Geist ist, dass er Fleisch geworden ist in Jesus Christus, der zu unserem Heil gestorben und auferstanden ist, sind nicht mit der Vernunft beweisbar, sondern können durch die Gewissheit des Glaubens erkannt werden und gehen dann vom geistlichen Herzen auf den rationalen Verstand über, der sie als wahr erkennt und sie seinerseits darlegen kann: »Darum sind jene, denen Gott die Religion durch das Gefühl des Herzens gegeben hat, glückselig und ganz zu Recht überzeugt«. [66]\n\nPascal hat sich nie damit abgefunden, dass einige seiner Mitmenschen nicht nur Jesus Christus nicht kennen, sondern es aus Trägheit oder aufgrund ihrer Leidenschaften verschmähen, das Evangelium ernst zu nehmen. Denn an Jesus Christus entscheidet sich ihr Leben: »Die Unsterblichkeit der Seele ist etwas so überaus Wichtiges für uns, das uns so tief berührt, dass man jedes Empfinden verloren haben muss, wenn man ihr gegenüber gleichgültig ist und nicht wissen will, wie es sich mit ihr verhält. [...] Und deshalb mache ich unter denjenigen, die davon nicht überzeugt sind, einen außerordentlich großen Unterschied zwischen denen, die sich mit all ihrer Kraft bemühen, sich darüber zu unterrichten, und denen, die dahinleben, ohne sich darum zu sorgen und ohne daran zu denken«. [67] Wir selbst wissen gut, dass wir oft versuchen, vor dem Tod zu fliehen oder ihn zu beherrschen, indem wir vermeinen, »Gedanken an unsere Endlichkeit fernhalten« oder »dem Tod seine Macht nehmen und die Furcht vertreiben [zu können]. Der christliche Glaube ist jedoch kein Mittel, um die Angst vor dem Tod auszutreiben, sondern er hilft uns vielmehr, ihr zu begegnen. Früher oder später werden wir alle durch jene Tür gehen. Das wahre Licht, das das Geheimnis des Todes erleuchtet, kommt von der Auferstehung Christi«. [68] Nur die Gnade Gottes ermöglicht dem Herzen des Menschen den Zugang zur Ordnung der göttlichen Erkenntnis, zur Liebe. Dies veranlasste einen bedeutenden zeitgenössischen Kommentator Pascals zu schreiben, dass »das Denken nur dann ein christliches sein kann, wenn es zu dem gelangt, was Jesus Christus ins Werk setzt, nämlich die Liebe«. [69]\n\nPascal, die Kontroverse und die Liebe\n\nBevor ich zum Schluss komme, muss ich noch auf Pascals Beziehung zum Jansenismus eingehen. Eine seiner Schwestern, Jacqueline, war in Port-Royal in den Ordensstand eingetreten, in eine Kongregation, deren Theologie stark von Cornelius Jansen beeinflusst war. Dieser hatte eine Abhandlung mit dem Titel Augustinus verfasst, die 1640 erschienen ist. Nach seiner „Feuernacht“ war Pascal im Januar 1655 in die Abtei von Port-Royal gekommen, um dort Exerzitien zu machen. In den folgenden Monaten wurde an der Sorbonne, der Universität von Paris, eine bedeutende und schon alte Kontroverse zwischen den Jesuiten und den „Jansenisten“, die am Werk Augustinus festhielten, neu entfacht. Der Streit drehte sich hauptsächlich um die Frage nach der Gnade Gottes und um die Beziehung zwischen der Gnade und der menschlichen Natur, insbesondere ihrem freien Willen. Auch wenn Pascal nicht zur Kongregation von Port-Royal gehörte und kein Parteigänger war – er sollte schreiben: »Ich bin allein [...], ich bin gar nicht aus Port-Royal«, [70]– wurde er von den Jansenisten beauftragt, sie zu verteidigen, insbesondere weil er über eine kraftvolle Rhetorik verfügte. Dies tat er in den Jahren 1656 und 1657, indem er eine Reihe von achtzehn Briefen veröffentlichte, die sogenannten Provinciales.\n\nObwohl mehrere sogenannte „jansenistische“ Sätze tatsächlich glaubenswidrig waren, [71] was Pascal einräumte, so bestritt er, dass sie im Augustinus enthalten waren und von den Ordensmitgliedern in Port-Royal befolgt wurden. Einige seiner eigenen Behauptungen, zum Beispiel zur Prädestination, die aus der Theologie des späten Augustinus stammen und deren Formeln von Jansenius verschärft worden waren, klingen dennoch nicht richtig. Man muss allerdings verstehen, dass Augustinus im 5. Jahrhundert die Pelagianer bekämpfen wollte, die behaupteten, dass der Mensch aus eigener Kraft und ohne die Gnade Gottes Gutes tun und gerettet werden könne. Pascal glaubte aufrichtig, sich dem Pelagianismus oder dem Semipelagianismus zu widersetzen, den er in den Lehren der molinistischen Jesuiten zu erkennen glaubte (benannt nach dem Theologen Luis de Molina, der 1600 verstarb, dessen Einfluss aber Mitte des 17. Jahrhunderts noch lebendig war). Wir sollten ihm die Unbefangenheit und Aufrichtigkeit seiner Absichten zugutehalten.\n\nDieses Schreiben ist gewiss nicht der Ort, um diese Diskussion wieder zu eröffnen. Dennoch gilt das, was in Pascals Positionen eine richtige Warnung ist, auch für unsere Zeit: der »Neu-Pelagianismus«, [72] der »alles von der menschlichen Anstrengung, die durch Vorschriften und kirchliche Strukturen gelenkt wird« [73] abhängen lassen möchte, ist daran zu erkennen, dass er »mit der Anmaßung eines durch eigene Anstrengung verdienten Heils berauscht«. [74] Und wir müssen nun feststellen, dass Pascals letzte Position zur Gnade und insbesondere zur Tatsache, dass Gott »will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen« ( 1 Tim 2,4), am Ende seines Lebens in gänzlich katholischer Weise Ausdruck gefunden hat. [75]\n\nWie ich bereits zu Beginn sagte, hatte Blaise Pascal am Ende seines kurzen, aber außerordentlich reichen und fruchtbaren Lebens die Liebe zu seinen Brüdern und Schwestern an die erste Stelle gesetzt. Er fühlte und wusste sich als Glied eines Leibes, denn »als Gott den Himmel und die Erde geschaffen hatte, die das Glück ihres Daseins nicht empfinden, wollte er Wesen schaffen, die ihn erkennen und gemeinsam einen Leib von denkenden Gliedern bilden sollten«. [76] Als gläubiger Christ hat Pascal die Freude des Evangeliums verkostet, mit welchem der Geist »alle Dimensionen des Menschen« befruchten und heilen und »alle Menschen beim Mahl des Gottesreiches« [77] vereinen will. Als Pascal 1659 sein wunderbares Gebet, um Gott um den guten Gebrauch von Krankheiten zu bitten, verfasste, war er ein Mensch in Frieden, der sich nicht mehr an Kontoversen und nicht einmal mehr an der Apologetik beteiligte. Schwer krank und kurz vor dem Sterben, bat er um die Kommunion, dies geschah aber nicht unmittelbar. Daher bat er seine Schwester: »Da ich nicht im Haupt [Jesus Christus] kommunizieren kann, möchte ich gerne in den Gliedern kommunizieren«. [78] Und er »hatte den großen Wunsch, in der Gesellschaft der Armen zu sterben«. [79] »Er starb in der Einfachheit eines Kindes«, [80] sagte man über ihn kurz vor seinem letzten Atemzug am 19. August 1662. Nachdem er die Sakramente empfangen hatte, waren seine letzten Worte: »Möge Gott mich niemals verlassen«. [81]\n\nMögen sein großartiges Werk und das Beispiel seines Lebens, das so tief in Jesus Christus eingetaucht war, uns helfen, den Weg der Wahrheit, der Bekehrung und der Liebe bis zum Ende zu gehen. Denn das Leben eines Menschen ist so kurz: »Ewig in der Freude für einen Tag der Übung auf der Erde«. [82]\n\nRom, Sankt Johannes im Lateran, 19. Juni 2023\n\nFRANZISKUS\n\n[1] Pascal, Gedanken, Stuttgart 2021, Zählung nach Lafuma (im Folgenden: Laf.), 199.\n\n[2] G. Périer, Vie de M. Pascal, in Œuvres complètes, I, Paris 1998, 91.\n\n[3] Laf. 270.\n\n[4] Ebd., 148.\n\n[5] Ebd., 417.\n\n[6] B. Pascal, Entretien avec M. de Sacy, in De l’esprit géométrique, Paris 1985, 105.\n\n[7] Laf. 913.\n\n[8] Ebd., 926.\n\n[9] Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 65.\n\n[10] Ebd., 167.\n\n[11] Laf. 12.\n\n[12] G. Périer, op. cit., 64.\n\n[13] Vgl. ebd., 65.\n\n[14] Ebd.\n\n[15] „Pascal«“ in Herrlichkeit, Fächer der Stile II, Einsiedeln 1962, 545 f.\n\n[16] Laf. 307.\n\n[17] Ebd., 110.\n\n[18] Ebd., 533.\n\n[19] B. Pascal, Entretien avec M. de Sacy, op.cit., 113.\n\n[20] Vgl. Laf. 208.\n\n[21] Ebd., 200.\n\n[22] Ebd., 199.\n\n[23] Ebd., 427.\n\n[24] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 231.\n\n[25] Laf. 678.\n\n[26] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 232.\n\n[27] Laf. 114.\n\n[28] Ebd., 117.\n\n[29] Ebd., 427.\n\n[30] Ebd., 136.\n\n[31] Ebd., 622.\n\n[32] Ebd., 148.\n\n[33] Ebd., 116.\n\n[34] Ebd., 131.\n\n[35] Ebd., 613.\n\n[36] Ebd., 149.\n\n[37] H.U. von Balthasar, „Pascal“, op.cit., 549.\n\n[38] Laf. 149.\n\n[39] Ebd., 913.\n\n[40] Katechese, 3. Juni 2020.\n\n[41] Laf. 913. [Mémorial]\n\n[42] Ebd.\n\n[43] Vgl. Fides et ratio, 76: AAS 91 (1999), 64.\n\n[44] H. Gouhier, Blaise Pascal. Commentaires, Paris 1971, 44-45.\n\n[45] Laf. 189.\n\n[46] Ebd.\n\n[47] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 8.\n\n[48] Vgl. Laf. 298.\n\n[49] Ebd., 208.\n\n[50] Ebd., 242.\n\n[51] Ebd., 919.\n\n[52] Katechese, 21. November 2012.\n\n[53] Ebd.\n\n[54] Pascal, Entretien avec M. de Sacy, op. cit., S. 102.\n\n[55] Vgl. Laf. 173.\n\n[56] Ebd., 298.\n\n[57] Predigt am Christkönigssonntag, 20. November 2022.\n\n[58] Zweites vatikanisches Ökumenisches Konzil, Erklärung Dignitatis humanae, 11.\n\n[59] Laf. 149.\n\n[60] Ebd., 7.\n\n[61] Ebd., 380.\n\n[62] Ebd., 308.\n\n[63] Ebd.\n\n[64] Ebd., 512.\n\n[65] Ebd., 110.\n\n[66] Ebd.\n\n[67] Ebd., 427.\n\n[68] Katechese, 9. Februar 2022.\n\n[69] J.-L. Marion, La Métaphysique et après, Paris 2023, 356.\n\n[70] Dix-septième lettre provinciale, 1656.\n\n[71] Vgl. B. Neveu, L’erreur et son juge : remarques sur les censures doctrinales à l’époque moderne, Neapel 1993.\n\n[72] Vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Placuit Deo (22. Februar 2018); Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 57-59.\n\n[73] Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 59.\n\n[74] Apostolisches Schreiben Desiderio desideravi, 20.\n\n[75] Vgl. Laf. 931. Am Anfang dieses Fragments steht durchgestrichen dieser Satz: »Ich liebe alle Menschen wie meine Brüder, weil sie alle erlöst sind.«\n\n[76] Laf. 360.\n\n[77] Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium, 237.\n\n[78] G. Périer, op. cit., 92-93.\n\n[79] Ebd., 93.\n\n[80] Ebd.,90.\n\n[81] Ebd.,94.\n\n[82] »Mémorial«, Laf. 913.\n\nCopyright © Dikasterium für Kommunikation\n\nDer Heilige Stuhl\n\nDer Heilige Stuhl","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/francesco/de/apost_letters/documents/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis.html","sha256":"ab8caeb5fa54a7d12ce57e40c7ea24a1fcae128e352b58e558c2087b37968535","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/de.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/de.txt"}]},"en":{"code":"en","label":"English","contentFormat":"plain-text","text":"Apostolic Letter “Sublimitas et Miseria Hominis” of the Holy Father Francis on the Fourth Centenary of the Birth of Blaise Pascal (19 June 2023)\n\nThe Holy See\n\nEnglish\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nThe Holy See\n\nMagisterium\n\nCalendar\n\nLiturgical Celebrations\n\nTickets for Papal Audiences and Celebrations\n\nSupreme Pontiffs\n\nCollege of Cardinals\n\nRoman Curia and Other Organizations\n\nSynod\n\nPress Office\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nFrancis\n\nApostolic Letters\n\nA\n\nA\n\nA\n\nPDF generation in progress.....\n\nAR\n\n- DE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\nAPOSTOLIC LETTER\n\nSUBLIMITAS ET MISERIA HOMINIS\n\nOF THE HOLY FATHER\n\nFRANCIS\n\nON THE FOURTH CENTENARY OF THE BIRTH\n\nOF BLAISE PASCAL\n\nTHE GRANDEUR AND MISERY OF MAN. This paradox is central to the thought and enduring message of Blaise Pascal, born four centuries ago, on 19 June 1623 in Clermont in central France. From childhood, Pascal devoted his life to the pursuit of truth. By the use of reason, he sought its traces in the fields of mathematics, geometry, physics and philosophy, making remarkable discoveries and attaining great fame even at an early age. Yet he was not content with those achievements. In a century of great advances in many fields of science, accompanied by a growing spirit of philosophical and religious scepticism, Blaise Pascal proved to be a tireless seeker of truth, a “restless” spirit, open to ever new and greater horizons.\n\nPascal’s brilliant and inquisitive mind never ceased to ponder the question, ancient yet ever new, that wells up in the human heart: “What is man that you are mindful of him, the son of man that you care for him?” ( Ps 8:5). This question has perplexed men and women of every time and place, every culture, language and religion. “What is man in nature?” – Pascal asks – “Nothing with respect to the infinite, yet everything with respect to nothing”. [1] The question had been posed by the Psalmist in the context of the history of love between God and his people, a history culminating in the incarnation of the “Son of Man”, Jesus Christ, whom the Father gave up to forsakenness in order to crown him with glory and honour above every creature (cf. v. 6). To this question, raised in a language so different from that of mathematics and geometry, Pascal continued to devote his attention.\n\nFor this reason, I believe that it is fitting to describe Pascal as a man marked by a fundamental attitude of awe and openness to all reality. Openness to other dimensions of knowledge and life, openness to others, openness to society. For example, in 1661 he developed, in Paris, the first public transport system in history, the “five-penny coaches”. If I mention this at the beginning of this Letter, it is to make clear that neither his conversion to Christ, which began with the “night of fire” on 23 November 1654, nor his masterful intellectual defence of the Christian faith, made him any less a man of his time. He continued to be concerned with the questions that troubled his age and with the material needs of all the members of the society in which he lived.\n\nThis openness to the world around him kept him concerned for others even in his final illness, at only thirty-nine years of age. At this, the last stage of his earthly pilgrimage, he is reported to have said: “If the physicians tell the truth, and God grants that I recover from this sickness, I am resolved to have no other work or occupation for the rest of my life except to serve the poor”. [2] It is moving to realize that in the last days of his life, so great a genius as Blaise Pascal saw nothing more pressing than the need to devote his energies to works of mercy: “The sole object of Scripture is charity”. [3]\n\nI am pleased that on this, the fourth centenary of his birth, God’s providence grants me this opportunity to pay homage to Pascal, and to recall those aspects of his life and thought that I deem helpful to encourage Christians in our day, and their contemporaries of good will, in the pursuit of authentic happiness. For “all people seek to be happy. This is true without exception, whatever the different means they employ. All tend to the same goal”. [4] Four centuries after his birth, Pascal remains our travelling companion, accompanying our quest for true happiness and, through the gift of faith, our humble and joyful recognition of the crucified and risen Lord.\n\nA man in love with Christ, who speaks to everyone\n\nIf Blaise Pascal can attract everyone, it is above all because he spoke so convincingly of our human condition. Yet it would be mistaken to see in him merely an insightful observer of human behaviour. His monumental Pensées, some of whose individual aphorisms remain famous, cannot really be understood unless we realize that Jesus Christ and sacred Scripture are both their centre and the key to their understanding. For if Pascal proposed to speak of man and God, it was because he had arrived at the certainty that “not only do we know God solely through Jesus Christ, but we know ourselves solely through Jesus Christ. We do not know life and death except through Jesus Christ. Apart from Jesus Christ, we understand neither our life nor our death, neither God nor ourselves. Hence without the Scriptures, which speak solely of Jesus Christ, we know nothing and we see only darkness”. [5] If this daring statement is to be understood by all, and not considered a purely dogmatic assertion incomprehensible to those who do not share the Church’s faith, or a disparagement of the legitimate scope of natural reason, it needs to be clarified.\n\nFaith, love and freedom\n\nAs Christians, we need to avoid the temptation to present our faith as an incontestable certainty evident to everyone. Clearly, Pascal was concerned to make people realize that “God and truth are inseparable”, [6] yet he also knew that belief is possible only by the grace of God, embraced by a heart that is free. Through faith he had personally encountered “the God of Abraham, the God of Isaac, the God of Jacob, not the God of the philosophers and the learned”, [7] and had acknowledged Jesus Christ as “the way, and the truth, and the life” ( Jn 14:6). For this reason, I would suggest that everyone who wishes to persevere in seeking truth – a never-ending task in this life – should listen to Blaise Pascal, a man of prodigious intelligence who insisted that apart from the aspiration to love, no truth is worthwhile. “We make truth itself into an idol, for truth apart from charity is not God, but his image; it is an idol which must in no way be loved or worshipped”. [8]\n\nPascal would thus shield us from the false teachings, superstitions and libertinism that avert so many people from the lasting peace and joy of the One who desires that we should choose “life and good”, not “death and evil” ( Deut 30:15.19). Yet the tragedy of this life is that we at times fail to see clearly, and as a result, we choose poorly. For we cannot savour the joy of the Gospel unless “the Holy Spirit fills us with his power and frees us from our weakness, our selfishness, our complacency and our pride”. [9] What is more, “without the wisdom of discernment, we can become prey to every passing trend”. [10] That is why an appreciation of the living faith of Blaise Pascal, who sought to demonstrate that the Christian religion is “venerable because it truly knows man” and “lovable because it promises true good”, [11] can help us make our way through the shadows and sorrows of this world.\n\nAn outstanding scientific mind\n\nWhen his mother died in 1626, Blaise Pascal was three years old. His father, Étienne, a well-known jurist, was also renowned for his notable scientific gifts, particularly in the fields of mathematics and geometry. Choosing to provide personally for the education of his three children, Jacqueline, Blaise and Gilberte, he moved to Paris in 1632. Very quickly, Blaise showed exceptional intelligence and persistence in seeking truth. His sister Gilberte tells us that, “from childhood, he could only accept things that struck him as evidently true; as a result, when not provided with good reasons, he sought them himself”. [12] One day his father found Blaise studying geometry and suddenly realized that, without knowing that the same theorems could be found in books under other names, Blaise, at age twelve, entirely on his own, by drawing figures on the ground, had demonstrated the first 32 propositions of Euclid. [13] Gilberte recalled that their father was “astounded at the depth and the power of his intellect”. [14]\n\nIn the years that followed, Blaise Pascal worked intensely to make his immense talent bear fruit. At seventeen, he was in communication with the most learned men of his time. In quick succession came his discoveries and his publications. In 1642, at the age of nineteen, he invented an arithmetic machine, the ancestor of our modern computers. In this regard, Pascal speaks to our own times, for he reminds us of the grandeur of human reason and encourages us to employ it in understanding the mysteries of the world around us. His grasp of mathematics, the ability to understand in detail how things work, would prove helpful to him throughout his life. In the words of the eminent theologian Hans Urs von Balthasar: “He trained himself in the precision appropriate to mathematics and natural science as such, so as to attain that quite other precision appropriate to the realm of being and to the Christian realm”. [15] Pascal’s confidence in the use of natural reason, which unites him to all seekers of truth, enabled him both to acknowledge its limits and to be receptive to the supernatural reasons of divine revelation, with that sense of paradox that was to find expression in the philosophical depth and literary charm of his Pensées. “The Church expended as much effort in demonstrating that Jesus Christ was man against those who denied this, as she did in demonstrating that he was God; and both were equally evident”. [16]\n\nThe philosophers\n\nMany of Pascal’s writings are steeped in the language of philosophy. This is especially true of his Pensées, the collection of fragments, published posthumously, that are his notes and sketches for a philosophy inspired by a theological concern. Scholars have attempted, with varying results, to restore the collection’s original form and unity. Pascal’s passionate love for Christ and for serving the poor, which I mentioned earlier, were not so much the sign of a disconnect in the mind of this bold disciple, as of a deeper growth towards evangelical radicalism, a progression, aided by grace, towards the living truth of the Lord. Pascal, who possessed the supernatural certitude of faith and considered it fully compatible with reason while infinitely surpassing the latter, sought as much as possible to engage in dialogue with those who did not share his faith. For “to those who do not have faith, we cannot give it except by reasoning, as we wait for God to give it to them by moving their heart”. [17] Here we see a completely respectful and patient form of evangelization that our generation would do well to imitate.\n\nIt is necessary then, for a proper understanding of Pascal’s thinking on Christianity, to be attentive to his philosophy. He admired the wisdom of the ancient Greek philosophers, who sought with simplicity and tranquillity to live well as citizens of a polis: “We think of Plato and Aristotle as wearing the flowing robes of scholars. They were normal people, like everyone else, who enjoyed a good laugh with their friends. When they were composing their Laws and Politics, they did it for pleasure. It was the least philosophical and least serious part of their life; the most philosophical part was to live simply and peaceably”. [18] Yet for all their greatness and their usefulness, Pascal recognized the limits of those philosophies: Stoicism leads to pride; [19] scepticism to despair. [20] Human reason is a marvel of creation, which sets man apart from all other creatures, for “man is but a reed, the weakest in nature, yet he is a thinking reed”. [21] The limits of the philosophers are thus, quite simply, the limits of created reason. Democritus might well say, “I am going to speak about everything”, [22] but reason cannot, of itself, resolve the deepest and most urgent issues. In the end, both for the age of Pascal as well as for our own, what remains the greatest and most pressing question? It is that of the overall meaning of our destiny, our life and our hope, which is directed to a happiness that we are not forbidden to imagine as eternal, but which God alone can grant: “Nothing is as important to man as his own state; nothing to him is as fearsome as eternity”. [23]\n\nIn reflecting on Pascal’s Pensées, we constantly encounter, in one way or another, this fundamental principle: “reality is superior to ideas”. Pascal teaches us to keep our distance from “various means of masking reality”, from “angelic forms of purity” to “intellectual discourse bereft of wisdom”. [24] Nothing is more dangerous than a disembodied reason: “He who would act as an angel, acts as a beast”. [25] The baneful ideologies from which we continue to suffer in the areas of economics, social life, anthropology and morality, keep their followers imprisoned in a world of illusions, where ideas have replaced reality.\n\nThe human condition\n\nPascal’s philosophy, ever paradoxical, is grounded in an approach as simple as it is lucid: it seeks to attain to “reality illumined by reason”. [26] He starts by observing that man is in some way a stranger to himself, at once great and wretched. Great by virtue of his reason and his ability to master his passions, but great too “in that he acknowledges himself wretched”. [27] Indeed, man aspires to something other than satisfying or resisting his instincts, “for what is nature to animals, we call wretchedness in man”. [28] An intolerable disproportion exists between, on the one hand, our limitless desire for happiness and knowledge of truth, and, on the other, our limited reason and physical frailty, which ultimately ends in death. Pascal’s strength is also his relentless realism: “It does not take great intelligence to realize that here below there is no true and solid satisfaction, that all our pleasures are but vanity, that our ills are infinite, and that death, which threatens us constantly, will infallibly set before us, in a few years, the dread alternative of being annihilated or of being unhappy for all eternity. Nothing is more real than that, nor more frightening. We can act as bravely as we like: this is the end that awaits the finest life in the world”. [29] In this tragic condition, surely an individual cannot retreat into himself, for his wretchedness and the uncertainty of his destiny prove unbearable to him. As a result, he needs to distract himself. Pascal readily acknowledges this: “Hence it is that men so greatly love noise and commotion”. [30] For if a person does not divert himself from his condition – and we know very well how to divert ourselves by work, forms of leisure, relationships in family or among friends, but also, alas, by the vices to which certain passions lead – his humanity experiences “its nothingness, its abandonment, its insufficiency, its dependence, its powerlessness, its emptiness. [And there emerge] from the depths of his soul ennui, melancholy, sadness, chagrin, spite, despair”. [31] Diversion fails to satisfy, much less fulfil, our great desire for life and happiness. This is something that all of us know quite well.\n\nAt this point, Pascal sets forth his great argument. “What is it, then, that this longing and this feeling of helplessness cry out to us, if not that man once enjoyed a true happiness, of which there now remains but an empty trace that he tries in vain to fill with everything around him, seeking in things he lacks what he cannot obtain from those he has. Yet none of these can provide it, for this infinite abyss cannot be bridged except by an infinite and immutable object, which is God himself”. [32] If man is like “a dispossessed king”, [33] seeking only to recover his lost grandeur while knowing that he is incapable of doing so, then what is he? “What a fantastic creature is man, a novelty, a monstrosity, chaotic, contradictory, prodigious, judge of all things, feeble earthworm, bearer of truth, mire of uncertainty and error, glory and refuse of the universe! Who can undo this tangle?” [34] As a philosopher, Pascal saw clearly that “the greater our intelligence, the more we discover man’s grandeur and his baseness”, [35] and that these contradictions are irreconcilable. Human reason cannot make them agree, nor resolve the enigma.\n\nPascal goes on to argue that if there is a God, and if man has received a divine revelation – as a number of religions profess – and if that revelation is true, it must contain the answer we await in order to resolve the contradictions that cause us such anguish. “The greatness and wretchedness of man are so evident that the true religion must necessarily teach us both that there is in man a great principle of grandeur and a great principle of wretchedness. It must also account for these astonishing contradictions”. [36] From his study of the great religions, Pascal concludes that, “no thought and no ascetic-mystical practice can offer a way of redemption”, unless by “the higher criterion of truth found in the illumination of grace”. [37] “It is in vain,” Pascal writes, imagining what the true God might tell us, “that you seek in yourselves the remedy for your miseries. All your intelligence could only attain the knowledge that it is not in yourselves that you will find either truth or goodness. The philosophers promised it to you and they were unable to deliver. They know neither what is your true good, nor your veritable state”. [38]\n\nAfter applying his extraordinary intelligence to the study of the human condition, the sacred Scriptures and the Church’s tradition, Pascal now presents himself with childlike simplicity as a humble witness of the Gospel. As a Christian, he wishes to speak of Jesus Christ to those who have hastily concluded that there is no solid reason to believe in the truths of Christianity. For his part, he knows from experience that the content of divine revelation is not only not opposed to the demands of reason, but offers the amazing response that no philosophy could ever attain on its own.\n\nConversion: the visit of the Lord\n\nOn 23 November 1654, Pascal had a powerful experience that even now is referred to as his “night of fire”. This mystical experience, which caused him to weep tears of joy, was so intense and so decisive for him that he recorded it on a piece of paper, precisely dated, the “Memorial”, which he inserted in the lining of his coat, only to be discovered after his death. While it is impossible to know the exact nature of what took place in Pascal’s soul that night, it seems to have been an encounter which he himself acknowledged as analogous to the encounter, fundamental for the whole history of revelation and salvation, that Moses experienced in the presence of the burning bush (cf. Ex 3). The term “FIRE”, [39] which Pascal placed as the heading of the “Memorial”, invites us, relatively speaking, to make this comparison. The parallel would seem to be indicated by Pascal himself who, immediately after the evocation of fire, repeated the appellation that the Lord gave himself in the presence of Moses – “the God of Abraham, the God of Isaac, the God of Jacob” ( Ex 3:6.15) – and then added: “not of the philosophers and the sages. Certainty. Certainty. Feeling. Joy. Peace. God of Jesus Christ”.\n\nOur God is indeed joy, and Blaise Pascal testifies to this before the whole Church and before all those who seek God. “This is not the abstract God or the cosmic God, no. This is the God of a person, of a call, the God of Abraham, Isaac and Jacob, the God who is certitude, who is sentiment, who is joy”. [40] The encounter that night, which confirmed for Pascal the “grandeur of the human soul”, overwhelmed him with that same lively and fathomless joy: “Joy, joy, joy, tears of joy”. And that divine joy became for him an occasion of confession and prayer: “Jesus Christ. I separated myself from him. I fled him, denied him, crucified him. May I never be separated from him”. [41] Pascal’s experience of the love of God, who in Jesus Christ personally shared in our history and ceaselessly shares in our life, set Pascal on the path of profound conversion, a life of charity and thus the “complete and sweet renunciation” [42] of the “old self, corrupt and deluded by its lusts” ( Eph 4:22).\n\nAs Saint John Paul II noted in his encyclical on the relationship of faith and reason, “philosophers such as Pascal” are outstanding for their rejection of all presumption, as well as for their stance of humility and courage. They came to realize that “faith liberates reason from presumption”. [43] Certainly, prior to the night of 23 November 1654, Pascal “never doubted the existence of God. He also knew that God is the supreme good… What he lacked and longed for was not knowledge but power; not truth, but strength”. [44] That strength was now bestowed on him by grace, and he felt himself drawn with certitude and joy to Jesus Christ: “We know God only through Jesus Christ. Without this mediator, all communication with God is taken away”. [45] To discover Jesus Christ is to discover the Saviour and Liberator whom I need: “This God is nothing other than the redeemer of our miseries. Thus we can only really know God by knowing our iniquities”. [46] As with every authentic conversion, the conversion of Blaise Pascal took place in humility, which delivers us “from our narrowness and self-absorption”. [47]\n\nThe vast and restless intelligence of Blaise Pascal, brimming with peace and joy at the revelation of Jesus Christ, invites us, following “the order of the heart”, [48] to advance towards the brightness of “these heavenly lights”. [49] For if our God is a “hidden God” (cf. Is 45:15), it is because he “willed to conceal himself” [50] in such a way that our reason, illumined by grace, will never stop seeking to find him. Hence, it is by the illumination of grace that we come to know him. Yet our human freedom must be open to this, and indeed Jesus comforts us with these words: “You would not seek me if you had not found me”. [51]\n\nThe order of the heart and its reasons for believing\n\nIn the words of Pope Benedict XVI, “the Catholic tradition from the beginning has rejected what is called fideism, which is the desire to believe against reason”. [52] Pascal is likewise deeply attached to the “reasonableness of faith in God”, [53] not only because “the mind cannot be forced to believe what it knows to be false”, [54] but also because “if we contradict the principles of reason, our religion would be absurd and ridiculous”. [55] Yet while faith is reasonable, it remains a gift of God and may not be imposed. “We do not prove that we should be loved by setting out the reasons why; that would be ridiculous”, [56] Pascal tells us with his subtle humour, comparing human love and the way that God beckons us. Like human love, “which proposes but never imposes – the love of God never imposes itself”. [57] Jesus bore witness to the truth (cf. Jn 18:37), but “refused to use force to impose it on those who spoke out against it”. [58] That is why “there is enough light for those who desire only to see, and enough darkness for those disposed otherwise”. [59]\n\nPascal goes on to say that “faith differs from proof. One is human, while the other is God’s gift”. [60] Hence, it is impossible to believe “unless God inclines the heart”. [61] Although faith is of a higher order than reason, it does not follow that faith is opposed to reason; rather, faith infinitely surpasses reason. In reading Pascal’s work, we do not first encounter reason that clarifies faith, but a Christian of great logical rigour accounting for an order, graciously established by God, which transcends reason: “The infinite distance between bodies and minds represents the infinitely more infinite distance between minds and charity, for the latter is supernatural”. [62] As a scientist expert in geometry, the science of bodies positioned in space, and a mathematician expert in philosophy, the science of minds positioned in history, Blaise Pascal, enlightened by the grace of faith, could sum up his whole experience in these words: “From all bodies put together, one could not succeed in producing a tiny thought. That is impossible and of another order. From all bodies and minds, one could not draw an impulse of true charity. That is impossible and of another, supernatural order”. [63]\n\nNeither the operations of geometry nor philosophical reasoning permit us, of themselves, to arrive at a “very clear view” of the world or of ourselves. Those enmeshed in the details of their calculations do not benefit from the view of the whole that enables us to “see all the principles”. That is the task of the “spirit of finesse” which Pascal extols, for in attempting to grasp reality, “one must immediately take things in at a single glance”. [64] This intuitive vision has to do with what Pascal calls the “heart”. “We know the truth not only by reason but even more by the heart; it is by the latter that we come to know the first principles, and it is in vain that reasoning, which has no part in it, tries to refute them”. [65] Divinely revealed truths – such as the fact that the God who created us is love, that he is Father, Son and Holy Spirit, and that he became incarnate in Jesus Christ, who died and rose for our salvation – are not demonstrable by reason. They can only be known by the certitude of faith, and then pass immediately from the spiritual heart to the rational mind, which acknowledges their truth and can explicate them in turn. “This is why those to whom God has given religious faith by moving their hearts are blessed indeed and rightly convinced”. [66]\n\nPascal never grew resigned to the fact that some men and women not only do not know Jesus Christ, but disdain, out of laziness or due to their passions, to take the Gospel seriously. For in Jesus Christ their very lives are at stake. “The immortality of the soul is so important to us, something that touches us so deeply, that we need to have lost all feeling to be unconcerned with knowing what is at stake… And that is why, among those who are not convinced about this, I would distinguish clearly between those who make every effort to investigate it, and those who go about their lives without being concerned about it or thinking of it”. [67] We know very well that often we attempt to flee death, or to overcome it, thinking that we can “banish the thought of our finite existence” or “remove its power and dispel fear. But Christian faith is not a way of exorcizing the fear of death; rather, it helps us to face death. Sooner or later, we will all pass through that door… The true light that illumines the mystery of death comes from the resurrection of Christ”. [68] Only God’s grace enables the human heart to know God and to live a life of charity. This led an important commentator on Pascal in our own day to write that “thought does not become Christian unless it attains to that which Jesus Christ brought about, which is charity”. [69]\n\nPascal, controversy and charity\n\nBefore concluding, I must mention Pascal’s relationship to Jansenism. One of his sisters, Jacqueline, had entered religious life in Port-Royal, in a religious congregation the theology of which was greatly influenced by Cornelius Jansen, whose treatise Augustinus appeared in 1640. In January 1655, following his “night of fire”, Pascal made a retreat at the abbey of Port-Royal. In the months that followed, an important and lengthy dispute about the Augustinus arose between Jesuits and “Jansenists” at the Sorbonne, the university of Paris. The controversy dealt chiefly with the question of God’s grace and the relationship between grace and human nature, specifically our free will. Pascal, while not a member of the congregation of Port-Royal, nor given to taking sides – as he wrote, “I am alone…. I am not at all part of Port-Royal” [70] – was charged by the Jansenists to defend them, given his outstanding rhetorical skill. He did so in 1656 and 1657, publishing a series of eighteen writings known as The Provincial Letters.\n\nAlthough several propositions considered “Jansenist” were indeed contrary to the faith, [71] a fact that Pascal himself acknowledged, he maintained that those propositions were not present in the Augustinus or held by those associated with Port-Royal. Even so, some of his own statements, such as those on predestination, drawn from the later theology of Augustine and formulated more severely by Jansen, do not ring true. We should realize, however, that, just as Saint Augustine sought in the fifth century to combat the Pelagians, who claimed that man can, by his own powers and without God’s grace, do good and be saved, so Pascal, for his part, sincerely believed that he was battling an implicit pelagianism or semipelagianism in the teachings of the “Molinist” Jesuits, named after the theologian Luis de Molina, who had died in 1600 but was still quite influential in the middle of the seventeenth century. Let us credit Pascal with the candour and sincerity of his intentions.\n\nThis Letter is no place to reopen the question. Even so, what Pascal rightly warned against remains a source of concern for our own age: a “neo-pelagianism” [72] that would make everything depend on “human effort channelled by ecclesial rules and structures” [73] and can be recognized by the fact that it “intoxicates us with the presumption of a salvation earned through our own efforts”. [74] It should also be pointed out that Pascal’s final position on grace, and in particular the fact that God “desires everyone to be saved and to come to the knowledge of the truth” ( 1 Tim 2:4), was set out in perfectly Catholic terms at the end of his life. [75]\n\nAs I noted earlier, Blaise Pascal, at the conclusion of a life that was brief yet extraordinarily rich and fruitful, set the love of his brothers and sisters above all else. He felt and knew that he was a member of one body, for “God, having made the heaven and the earth which are not conscious of the happiness of their existence, wished to create beings who would know that happiness and constitute a body of thinking members”. [76] Pascal, as a lay Christian, savoured the joy of the Gospel, with which the Spirit wishes to heal and make fruitful “every aspect of humanity” and to bring “all men and women together at table in God’s Kingdom”. [77] When, in 1659, he composed his magnificent Prayer to Ask of God the Proper Use of Sickness, Pascal was a man at peace, no longer engaged in controversies or even apologetics. Gravely ill and at the point of dying, he asked to receive Holy Communion, but that was not immediately possible. So he asked his sister, “since I cannot communicate in the head [Jesus Christ], I would like to communicate in the members”. [78] He “greatly desired to die in the company of the poor”. [79] It was said of Pascal, shortly after he took his last breath on 19 August 1662, that “he died with the simplicity of a child”. [80] After receiving the sacraments, his last words were: “May God never abandon me”. [81]\n\nMay the brilliant work of Blaise Pascal and the example of his life, so profoundly immersed in Jesus Christ, help us to persevere to the end on the path of truth, conversion and charity. For this life passes away in a moment: “Everlasting joy in return for a single day’s effort on earth”. [82]\n\nRome, Saint John Lateran, 19 June 2023\n\nFRANCIS\n\n______________________________________________________\n\n[1] Pensées, B 72, L 199. In the citations of the Pensées that follow, the letters B and L refer, respectively, to the Brunschvicg and Lafuma numberings.\n\n[2] G. PERIER, Vie de M. Pascal, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, I, Paris, 1998, 91.\n\n[3] Pensées, B 670, L 270.\n\n[4] B 425, L 148.\n\n[5] B 546, L 417.\n\n[6] Entretien avec M. de Sacy, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, II, Paris, 2000, 90.\n\n[7] Pensées (Mémorial), L 913.\n\n[8] Pensées (Le Mystère de Jésus), B 582, L 926.\n\n[9] Apostolic Exhortation Gaudete et Exsultate, 65.\n\n[10] Ibid., 167.\n\n[11] Pensées, B 187, L 12.\n\n[12] G. PERIER , op. cit., 64.\n\n[13] Cf. ibid., 65.\n\n[14] Ibid.\n\n[15] “Pascal”, in: The Glory of the Lord, A Theological Aesthetics III: Lay Styles. San Francisco; New York: Ignatius Press, Crossroads Publications, 1986, p. 182.\n\n[16] Pensées, B 764, L 307.\n\n[17] B 282, L 110.\n\n[18] B 331, L 533.\n\n[19] PASCAL, Entretien avec M. de Sacy, op. cit., 98.\n\n[20] Cf. Pensées, B 435, L 208.\n\n[21] B 347, L 200.\n\n[22] B 72, L 199.\n\n[23] B 194, L 427.\n\n[24] Apostolic Exhortation Evangelii Gaudium, 231.\n\n[25] Pensées, B 358, L 678.\n\n[26] Apostolic Exhortation Evangelii Gaudium, 232.\n\n[27] Pensées, B 397, L 114.\n\n[28] B 409, L 117.\n\n[29] B 194, L 427.\n\n[30] B 139, L 136.\n\n[31] B 131, L 622.\n\n[32] B 425, L 148.\n\n[33] B 398, L 116.\n\n[34] B 434, L 131.\n\n[35] B 443, L 613.\n\n[36] B 430, L 149.\n\n[37] H.U. VON BALTHASAR , op. cit., p. 186.\n\n[38] Pensées, B 430, L 149.\n\n[39] Pensées (Mémorial), L 913.\n\n[40] Catechesis, 3 June 2020.\n\n[41] Pensées (Mémorial), L 913.\n\n[42] L 913.\n\n[43] Encyclical Letter Fides et Ratio (14 September 1998), 76: AAS 91 (1999), 64.\n\n[44] H. GOUHIER, Blaise Pascal. Commentaires, Paris, 1971, 44-45.\n\n[45] Pensées, B 547, L 189.\n\n[46] Ibid.\n\n[47] Apostolic Exhortation Evangelii Gaudium, 8.\n\n[48] Cf. Pensées, B 283, L 298.\n\n[49] B 435, L 208.\n\n[50] B 585, L 242.\n\n[51] Pensées (Le Mystère de Jésus), B 553, L 919.\n\n[52] Catechesis, 21 November 2012.\n\n[53] Ibid.\n\n[54] PASCAL, Entretien avec M. de Sacy, op. cit., p. 87.\n\n[55] Pensées, B 273, L 173.\n\n[56] B 283, L 298.\n\n[57] Homily for the Solemnity of Our Lord Jesus Christ, King of the Universe, 20 November 2022.\n\n[58] SECOND VATICAN ECUMENICAL COUNCIL, Declaration Dignitatis Humanae, 11.\n\n[59] Pensées, B 430, L 149.\n\n[60] B 248, L 7.\n\n[61] B 284, L 380.\n\n[62] B 793, L 308.\n\n[63] B 793, L 308.\n\n[64] B 1, L 512.\n\n[65] B 282, L 110.\n\n[66] Ibid.\n\n[67] B 194, L 427.\n\n[68] Catechesis, 9 February 2022.\n\n[69] J.-L. MARION, La Métaphysique et après, Paris, 2023, 356.\n\n[70] Dix-septième lettre provinciale, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, II, Paris, 2000, 781.\n\n[71] Cf. B. NEVEU, L’erreur et son juge: remarques sur les censures doctrinales à l’époque moderne, Naples, 1993.\n\n[72] Cf. CONGREGATION FOR THE DOCTRINE OF THE FAITH, Letter Placuit Deo (22 February 2018); Apostolic Exhortation Gaudete et Exsultate, 57-59.\n\n[73] Apostolic Exhortation Gaudete et Exsultatee, 59.\n\n[74] Apostolic Letter Desiderio Desideravi, 20.\n\n[75] Cf. Pensées (Le Mystère de Jésus), B 550, L 931. The initial words – “I love all men as my brothers, because all are redeemed” – are crossed out in the Lafuma edition.\n\n[76] B 482, L 360.\n\n[77] Apostolic Exhortation Evangelii Gaudium, 237.\n\n[78] G. PERIER , op. cit., pp. 92-93.\n\n[79] ID., op. cit., p. 93.\n\n[80] ID. op. cit., p. 90.\n\n[81] ID., op. cit., p. 94.\n\n[82] Pensées (Mémorial), L 913.\n\nCopyright © Dicastery for Communication\n\nThe Holy See\n\nThe Holy See","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/francesco/en/apost_letters/documents/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis.html","sha256":"b1913df51f7f9f113aba1c61919ba6e93f0baf53ba47d935beb3e76910bf435c","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/en.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/en.txt"}]},"es":{"code":"es","label":"Español","contentFormat":"plain-text","text":"Carta Apostólica \"Sublimitas et miseria hominis\" en el cuarto centenario del nacimiento de Blaise Pascal (19 de junio de 2023)\n\nLa Santa Sede\n\nespañol\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nLa Santa Sede\n\nMagisterium\n\nCalendario\n\nCelebraciones Litúrgicas\n\nBilletes Audiencias y Celebraciones papales\n\nSumos Pontífices\n\nColegio Cardenalicio\n\nCuria Romana y otras organizaciones\n\nSínodo\n\nOficina de Prensa\n\nVatican News\n\nL'Osservatore Romano\n\nFrancisco\n\nCartas Apostólicas\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGeneración de PDF en curso.....\n\nAR\n\n- DE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\nCARTA APOSTÓLICA\n\nSUBLIMITAS ET MISERIA HOMINIS\n\nDEL SANTO PADRE\n\nFRANCISCO\n\nEN EL CUARTO CENTENARIO DEL NACIMIENTO\n\nDE BLAISE PASCAL\n\nGrandeza y miseria del hombre forman la paradoja que está en el centro de la reflexión y el mensaje de Blaise Pascal, nacido hace cuatro siglos, el 19 de junio de 1623, en Clermont, en la zona central de Francia. Desde niño y durante toda su vida buscó la verdad. Con la razón rastreó sus signos, especialmente en los campos de las matemáticas, la geometría, la física y la filosofía. Realizó descubrimientos extraordinarios desde muy tierna edad, hasta el punto de alcanzar una fama considerable. Pero no se detuvo ahí. En un siglo de grandes progresos en muchos ámbitos de la ciencia, acompañados de un creciente espíritu de escepticismo filosófico y religioso, Blaise Pascal se mostró como un infatigable buscador de la verdad, y como tal permaneció siempre “inquieto”, atraído por nuevos y más amplios horizontes.\n\nPrecisamente esta razón, tan aguda y al mismo tiempo tan abierta, nunca acalló en él la pregunta antigua y siempre nueva que resuena en el alma humana: «¿Qué es el hombre para que pienses en él, el ser humano para que lo cuides?» ( Sal 8,5). Esta pregunta está grabada en el corazón de cada ser humano, de todo tiempo y lugar, de toda civilización y lengua, de toda religión. «¿Qué es el hombre en la naturaleza? ―se pregunta Pascal― Una nada respecto al infinito, un todo respecto a la nada». [1] Y al mismo tiempo el interrogante está incluido ahí, en ese Salmo, en el corazón de esa historia de amor entre Dios y su pueblo, historia cumplida en la carne del “Hijo del hombre” Jesucristo, que el Padre nos entregó hasta el abandono para coronarlo de gloria y esplendor sobre toda criatura (cf. v. 6). A este interrogante, planteado en un lenguaje tan diferente al matemático y geométrico, Pascal nunca se cerró.\n\nEn la base de esto, creo poder reconocer en él una actitud de fondo, que yo llamaría “asombrada apertura a la realidad”. Apertura a otras dimensiones del conocimiento y de la existencia, apertura a los demás, apertura a la sociedad. Por ejemplo, estuvo detrás de la creación, en 1661, en París, del primer sistema de transporte público de la historia, los “Carruajes de cinco centavos”. Si recalco este suceso desde el principio de esta carta, es para insistir en el hecho de que ni su conversión a Cristo, a partir sobre todo de su “Noche de fuego” del 23 de noviembre de 1654, ni su extraordinario esfuerzo intelectual en defensa de la fe cristiana lo convirtieron en una persona aislada de su época. Estaba atento a las cuestiones que en ese entonces eran más preocupantes, así como a las necesidades materiales de todos los que componían la sociedad en la que vivió.\n\nLa apertura a la realidad hizo que no se cerrara a los demás ni siquiera en la hora de su última enfermedad. De aquella época, cuando tenía treinta y nueve años, leemos las siguientes palabras, que expresan la etapa final de este camino evangélico: «Y si los médicos dicen verdad y Dios permite que salga de esta enfermedad, estoy resuelto a no tener más ocupaciones ni otro empleo del resto de mis días que el servicio de los pobres». [2] Es conmovedor constatar que, en los últimos días de su vida, un pensador tan brillante como Blaise Pascal no viera mayor urgencia que dedicar su energía a las obras de misericordia: «El único objeto de la Escritura es la caridad». [3]\n\nPor eso, en este cuarto centenario de su nacimiento, me alegra que la Providencia me dé la oportunidad de rendirle homenaje y de poner en evidencia lo que, en su pensamiento y en su vida, considero apropiado para estimular a los cristianos de nuestro tiempo y a todos nuestros contemporáneos de buena voluntad en la búsqueda de la verdadera felicidad: «Todos los hombres buscan la manera de ser felices. Esto no tiene excepción, por muy diferentes que sean los medios que empleen, todos tienden a este fin». [4] Cuatro siglos después de su nacimiento, Pascal sigue siendo para nosotros el compañero de camino que acompaña nuestra búsqueda de la verdadera felicidad y, según el don de la fe, nuestro reconocimiento humilde y gozoso del Señor muerto y resucitado.\n\nUn enamorado de Cristo que habla a todos\n\nSi Blaise Pascal es capaz de conmover a todo el mundo,es porque habló de la condición humana de una manera admirable. Sería engañoso, sin embargo, ver en él solamente a un especialista en moral humana, por muy brillante que fuera. El monumento formado por sus Pensamientos, algunas de cuyas fórmulas aisladas se han hecho célebres, no puede ser verdaderamente comprendido si se ignora que Jesucristo y la Sagrada Escritura son a la vez el centro y la clave. Pues si Pascal comenzó a hablar del hombre y de Dios, fue porque había llegado a la certeza de que «no solamente no conocemos a Dios más que por Jesucristo, sino que no nos conocemos a nosotros mismos más que por Jesucristo; no conocemos la vida, la muerte más que por Jesucristo. Fuera de Jesucristo no sabemos lo que es nuestra vida, ni nuestra muerte, ni Dios, ni nosotros mismos. De esta suerte, sin la Escritura que sólo tiene Jesucristo por objeto, no conocemos nada y sólo vemos oscuridad». [5] Para que pueda ser comprendida por todos, y no sea considerada sólo como una pura afirmación doctrinal inaccesible a los que no comparten la fe de la Iglesia, ni como una devaluación de las legítimas competencias de la inteligencia natural, una afirmación tan extrema merece ser clarificada.\n\nFe, amor y libertad\n\nComo cristianos, debemos mantenernos alejados de la tentación de presentar nuestra fe como una certeza indiscutible que se impone a todos. Pascal ciertamente tuvo la preocupación de hacer saber a todos los hombres que «Dios y la verdad son inseparables». [6] Pero sabía que el acto del creyente es posible por la gracia de Dios, recibida en un corazón libre. Él, que por la fe había tenido el encuentro personal con el «Dios de Abraham, Dios de Isaac, Dios de Jacob, no de los filósofos y de los sabios», [7] reconoció en Jesucristo «el Camino, la Verdad y la Vida» ( Jn 14,6). Esta es la razón por la que les propongo a todos los que quieran seguir buscando la verdad ―una tarea que nunca termina en esta vida― que escuchen a Blaise Pascal, hombre de inteligencia prodigiosa que quiso recordarnos cómo fuera de los objetivos del amor no hay verdad que valga la pena: «No hacemos un ídolo con la verdad misma, porque la verdad sin la caridad no es Dios y es su imagen y un ídolo al que no hay que amar ni adorar». [8]\n\nDe este modo, Pascal nos previene contra las falsas doctrinas, las supersticiones o el libertinaje que alejan a muchos de nosotros de la paz y la alegría duraderas de Aquel que quiere que elijamos «la vida y la felicidad», y no «la muerte y la desdicha» ( Dt 30,15). Pero la tragedia de nuestra vida es que a veces no vemos bien y, por lo tanto, elegimos mal. En realidad, sólo podemos gustar la felicidad del Evangelio «si el Espíritu Santo nos invade con toda su potencia y nos libera de la debilidad del egoísmo, de la comodidad, del orgullo». [9] Por otra parte, «sin la sabiduría del discernimiento podemos convertirnos fácilmente en marionetas a merced de las tendencias del momento». [10] Por eso la inteligencia y la fe viva de Blaise Pascal, quien quería demostrar que la religión cristiana es «venerable porque ha conocido bien al hombre» y «amable porque promete el verdadero bien», [11] pueden ayudarnos a atravesar las oscuridades y las desgracias de este mundo.\n\nUna mente científica excepcional\n\nCuando su madre murió en 1626, Blaise Pascal tenía tres años. Étienne, su padre, jurista de renombre, también era conocido por sus notables aptitudes científicas, particularmente en matemáticas y geometría. Decidiendo educar él solo a sus tres hijos, Jacqueline, Blaise y Gilberte, se trasladó a París en 1632. Desde muy temprana edad, Blaise mostró una mente excepcional y un alto nivel de exigencia en la búsqueda de la verdad, según relata su hermana Gilberte: «Desde su infancia sólo podía decidirse a aceptar lo que le parecía evidentemente cierto; de suerte que cuando no se le daban buenas razones, él mismo las buscaba». [12] Un día, el padre sorprendió a su hijo enfrascado en investigaciones de geometría y pronto se dio cuenta de que, sin saber que estos teoremas existían en los libros con otros nombres, Blaise, a la edad de doce años, había demostrado completamente solo, trazando figuras en el suelo, las treinta y dos primeras proposiciones de Euclides. [13] Gilberte recuerda entonces que su padre quedó «espantado de la grandeza y de la fuerza de aquel talento». [14]\n\nEn los años siguientes, Blaise Pascal haría crecer al máximo su inmenso talento, dedicándole a este toda su energía. Desde los diecisiete años se relacionaba con los más grandes científicos de su época. Los descubrimientos y las publicaciones se sucedieron con bastante rapidez. En 1642, a los diecinueve años, inventó una máquina de aritmética, antecesora de nuestras calculadoras. Blaise Pascal es sumamente estimulante para nosotros porque nos recuerda la grandeza de la razón humana y nos invita a utilizarla para descifrar el mundo que nos rodea. El esprit de géométrie, que es la capacidad de comprender en detalle el funcionamiento de las cosas, le servirá a lo largo de toda su vida, como señalaba el eminente teólogo Hans Urs von Balthasar: «Pascal es capaz […] de alcanzar desde los planos propios de la geometría y de las ciencias de la naturaleza, la precisión muy diferente y propia del plano de la existencia en general y de la vida cristiana en particular». [15] Esta práctica confiada de la razón natural, que lo hacía solidario con todos sus hermanos en busca de la verdad, le permitirá reconocer los límites de la inteligencia misma y, al mismo tiempo, abrirse a las razones sobrenaturales de la Revelación, según una lógica de la paradoja que es su peculiaridad filosófica y el encanto literario de sus Pensamientos: «Le ha costado tanto a la Iglesia demostrar que Jesucristo era hombre contra aquellos que lo negaban, como demostrar que era Dios; y las posibilidades eran igualmente grandes». [16]\n\nLos filósofos\n\nMuchos de los escritos de Pascal son, en gran medida, filosóficos. En particular sus Pensamientos, ese conjunto de fragmentos publicados póstumamente, que son las notas o borradores de un filósofo impulsado por un proyecto teológico, cuya coherencia y orden originales los investigadores se esfuerzan en reconstituir, no sin variaciones. El amor apasionado a Cristo y el servicio a los pobres que mencioné al principio no eran el signo de una ruptura en el espíritu de este discípulo audaz, sino el de una profundización hacia la radicalidad evangélica, una progresión hacia la verdad viva del Señor, con la ayuda de la gracia.Él, que tenía la certeza sobrenatural de la fe, y la veía tan acorde con la razón, aunque infinitamente superior a ella, quería llevar la discusión lo más lejos posible con los que no compartían su fe, porque a «aquellos que no la tienen, nosotros sólo podemos dársela por razonamiento, en espera de que Dios se la dé por sentimiento de corazón». [17] Una evangelización llena de respeto y paciencia, que nuestra generación haría bien en imitar.\n\nPara comprender plenamente el discurso de Pascal sobre el cristianismo es necesario, por tanto, estar atentos a su filosofía. Él admiraba la sabiduría de los antiguos filósofos griegos, capaces de sencillez y tranquilidad en su arte del buen vivir, como miembros de una polis: «No nos imaginamos a Platón y a Aristóteles más que con grandes togas de maestros. Eran gente sencilla como los demás, que se divertían con sus amigos. Y cuando se divirtieron haciendo sus leyes y sus políticas [es decir, las grandes obras filosóficas que son Las Leyes (de Platón) y La Política (de Aristóteles)], lo hicieron como quien juega. Era la parte menos filósofa y menos seria de su vida, la más filósofa era vivir simple y tranquilamente». [18] A pesar de su grandeza y su utilidad, Pascal, sin embargo, distingue los límites de esas filosofías: el estoicismo «conduce al orgullo», [19] el escepticismo, a la desesperación. [20] La razón humana es sin duda una maravilla de la creación, que diferencia al hombre de todas las demás criaturas, porque «el hombre es sólo una caña, la más débil de la naturaleza, pero es una caña que piensa». [21] Entendemos entonces que los límites de los filósofos serán simplemente los límites de la razón creada. Pues por mucho que Demócrito dijera: «Voy a hablar de todo», [22] la razón por sí sola no puede resolver los interrogantes más elevados y urgentes. ¿Cuál es, en efecto, tanto en la época de Pascal como hoy, el tema que más nos importa? Es el del sentido pleno de nuestro destino, de nuestra vida y de nuestra esperanza, el de una felicidad que no está prohibido concebir como eterna, pero que sólo Dios está autorizado a conceder: «Nada es tan importante para el hombre como su estado; nada le inspira tanto temor como la eternidad». [23]\n\nAl meditar sobre los Pensamientos de Pascal encontramos, en cierto modo, este principio fundamental: «la realidad es superior a la idea», ya que Pascal nos enseña a alejarnos de las «diversas formas de ocultar la realidad», desde los «purismos angélicos» hasta los «intelectualismos sin sabiduría». [24] No hay nada más peligroso que un pensamiento desencarnado: «El que quiere hacer el ángel, hace la bestia». [25] Y las ideologías mortíferas que continuamos padeciendo en los ámbitos económico, social, antropológico y moral mantienen a quienes las siguen dentro de burbujas de creencia donde la idea ha reemplazado a la realidad.\n\nLa condición humana\n\nLa filosofía de Pascal, llena de paradojas, es el resultado de una mirada tan humilde como lúcida, que pretende llegar a «la realidad iluminada por el razonamiento». [26] Parte de la constatación de que el hombre es un extraño para sí mismo, grande y miserable. Grande en su razón, en su habilidad para dominar las pasiones, grande incluso «porque se sabe miserable». [27] En concreto, aspira a algo más que a satisfacer sus instintos o resistirse a ellos, «porque lo que es naturaleza en los animales lo llamamos miseria en el hombre». [28] Hay una desproporción insoportable, por una parte, entre nuestra voluntad infinita de ser felices y de conocer la verdad; y, por otra, nuestra razón limitada y nuestra debilidad física, que conduce a la muerte. Puesto que la fuerza de Pascal también está en su realismo implacable, «no hay que tener el alma muy elevada para comprender que no hay aquí satisfacción verdadera y sólida, que todos nuestros placeres no son más que vanidad, que nuestros males son infinitos, y que, finalmente, la muerte, que nos amenaza a cada instante, debe ponernos infaliblemente, en pocos años, en la horrible necesidad de ser eternamente aniquilados o desgraciados. No hay nada más real que esto, ni más terrible. Hagámonos los valientes tanto como queramos: he aquí el final que espera a la vida más bella del mundo». [29] En esta condición trágica, se comprende que el hombre no pueda permanecer sólo en sí mismo, ya que su miseria y la incertidumbre de su destino son insoportables. Por tanto, necesita distraerse, lo que Pascal reconoce de buen grado: «De ahí viene que a los hombres les guste tanto el bullicio y el movimiento». [30] Porque si el hombre no disfruta de su condición ―y todos sabemos muy bien cómo distraernos con el trabajo, el ocio, las relaciones familiares o las amistades, pero también, por desgracia, con los vicios a los que nos conducen ciertas pasiones―, su humanidad «se da cuenta de su nulidad, de su abandono, de su insuficiencia, de su dependencia, de su impotencia, de su vacío. Al momento saldrán del fondo de su alma el tedio, la negrura, la tristeza, la pena, el despecho, la desesperación». [31] Y, sin embargo, la diversión no apacigua ni colma nuestro gran deseo de vida y felicidad. Esto todos lo sabemos bien.\n\nFue entonces cuando Pascal planteó su gran hipótesis: «¿Qué es pues lo que nos dice esta avidez y esta impotencia, sino que hubo antaño en el hombre una verdadera felicidad, de la que no le queda ahora más que la señal y la impronta vacía, y que trata inútilmente de llenar con todo lo que le rodea, buscando cosas ausentes y las ayudas que no obtiene de las presentes, pero de lo que son todas incapaces, porque ese abismo infinito sólo puede ser llenado por un objeto infinito e inmutable, es decir, por el mismo Dios?». [32] Si el hombre es como un «rey destronado», [33] que sólo quiere recuperar la grandeza perdida y, sin embargo, es incapaz de hacerlo, ¿entonces qué es?«¿Qué quimera es, pues, el hombre?, ¿qué novedad, qué monstruo, qué caos, qué montón de contradicciones, qué prodigio? Juez de todas las cosas, indefenso gusano, depositario de la verdad, cloaca de incertidumbre y de error, gloria y desecho del universo. ¿Quién desenredará ese embrollo?». [34] Pascal, como filósofo, ve claramente que «a medida que tenemos más luces descubrimos más grandeza y más bajeza en el hombre», [35] pero que estos opuestos son irreconciliables. Porque la razón humana no puede armonizarlos, ni resolver el enigma.\n\nPor eso Pascal señala que si Dios existe y si el hombre ha recibido una revelación divina ―como afirman muchas religiones―, y si esta revelación es verdadera, ahí debe encontrarse la respuesta que el hombre espera para resolver las contradicciones que lo torturan: «Las grandezas y las miserias del hombre son tan visibles que es necesariamente preciso que la verdadera religión nos enseñe que hay algún gran principio de grandeza en el hombre y que hay un gran principio de miseria. Es preciso además que nos explique esas asombrosas contradicciones». [36] Tras estudiar las grandes religiones, Pascal llegó a la conclusión de que «ningún pensar ni ningún obrar pueden ofrecer un camino de salvación», si no es «mediante el criterio superior de la verdad de la irradiación de la gracia en el alma». [37]«Es en vano, oh hombres ―escribió Pascal imaginando lo que el Dios verdadero podría decirnos― que busquéis en vosotros mismos los remedios para vuestras miserias. Todas vuestras luces sólo pueden llegar a conocer que no es en vosotros mismos donde encontraréis la verdad y el bien. Los filósofos os lo han prometido y no han podido hacerlo. No saben ni cuál es vuestra verdadera felicidad ni cuál es [vuestro verdadero estado]». [38]\n\nLlegado a este punto, Pascal, que ha escudriñado con la increíble fuerza de su inteligencia la condición humana, la Sagrada Escritura e incluso la tradición de la Iglesia, pretende proponerse con la sencillez del espíritu de infancia como humilde testigo del Evangelio; es ese cristiano que quiere hablar de Jesucristo a los que se apresuran a declarar que no hay ninguna razón sólida para creer en las verdades del cristianismo. Pascal, al contrario, sabe por experiencia que lo que dice la Revelación no sólo no se opone a las exigencias de la razón, sino que aporta la respuesta inaudita a la que ninguna filosofía habría podido llegar por sí misma.\n\nConversión: la visita del Señor\n\nEl 23 de noviembre de 1654, Pascal vivió una experiencia muy fuerte, que se conoce hasta hoy como su “Noche de fuego”. Esta experiencia mística, que le hizo derramar lágrimas de alegría, fue para él tan intensa y decisiva que la anotó en un pedazo de papel fechado con precisión, el “Memorial”, que había cosido en el forro de su abrigo, y que fue descubierto después de su muerte. Aunque es imposible saber exactamente cuál es la naturaleza de lo que sucedió en el alma de Pascal aquella noche, parece que se trató de un encuentro del que él mismo reconoció la analogía con aquel que fue fundamental para toda la historia de la revelación y de la salvación, y que Moisés vivió ante la zarza ardiente (cf. Ex 3). La palabra «fuego», [39]con la que Pascal quiso encabezar el “Memorial”, nos invita, en definitiva, a proponer esta interpretación. El paralelismo parece haber sido indicado por el mismo Pascal que, inmediatamente después de la evocación del fuego, retomó el título que el Señor se dio a sí mismo ante Moisés: «Dios de Abraham, Dios de Isaac, Dios de Jacob» ( Ex 3,6.15), añadiendo, «no de los filósofos y de los sabios. Certeza. Certeza. Sentimiento. Alegría. Paz. Dios de Jesucristo».\n\nSí, nuestro Dios es alegría, y Blaise Pascal lo testimonia a toda la Iglesia y a todo el que busca a Dios, «no es el Dios abstracto o el Dios cósmico, no. Es el Dios de una persona, de una llamada, el Dios de Abraham, de Isaac, de Jacob, el Dios que es certeza, que es sentimiento, que es alegría». [40]Este encuentro, que confirmó a Pascal la «grandeza del alma humana», lo llenó de esta alegría viva e inagotable: «Alegría, alegría, alegría, lágrimas de alegría». Y esta alegría divina se convirtió para Pascal en el lugar de la confesión y la oración: «Jesucristo. Me he separado de él, he huido de él, he renunciado a él, le he crucificado. ¡Que jamás sea separado de él!». [41] Es la experiencia del amor de este Dios personal, Jesucristo, que ha formado parte de nuestra historia y participa constantemente en nuestra vida, la que lleva a Pascal por el camino de la conversión profunda y, por tanto, a la «renunciación total y dulce», [42]vivida en el amor, al «hombre viejo, que se va corrompiendo por la seducción de la concupiscencia» ( Ef 4,22).\n\nComo recordaba san Juan Pablo II en su encíclica sobre la relación entre fe y razón, filósofos como Blaise Pascal se distinguieron por su rechazo a toda presunción, así como por su elección de una postura hecha de humildad y de valentía. Experimentaron que «la fe libera la razón de la presunción». [43]Antes de la noche del 23 de noviembre de 1654, esto es claro, Pascal no duda de la existencia de Dios. Sabe también que este Dios es el bien supremo; lo que le falta y lo que espera no es un conocimiento sino un poder, no es una verdad sino una fuerza. [44] Ahora bien, esta fuerza le viene dada por la gracia; se siente atraído, con certeza y alegría, por Jesucristo: «Sólo conocemos a Dios por Jesucristo, sin ese mediador se suprime toda comunicación con Dios». [45]Descubrir a Jesucristo es descubrir al Salvador y Libertador que yo necesito: «Ese Dios que no es más que el reparador de nuestras miserias. Por eso no podemos conocer bien a Dios más que conociendo nuestras iniquidades». [46] Como toda auténtica conversión, la conversión de Blaise Pascal se lleva a cabo en la humildad, que nos libera «de nuestra conciencia aislada y de la autorreferencialidad». [47]\n\nLa inteligencia inmensa e inquieta de Blaise Pascal, colmada de paz y alegría ante la revelación de Jesucristo, nos invita, según el “método del corazón”, [48] a caminar con seguridad alumbrados por «esas celestes luces». [49]Porque si nuestro Dios es un “Dios escondido” (cf. Is 45,15), es porque Él «ha querido ocultarse», [50]de modo que nuestra razón, iluminada por la gracia, nunca habrá terminado de descubrirlo. Es, pues, por la iluminación de la gracia que podemos conocerlo. Pero la libertad del hombre debe abrirse; y una vez más Jesús nos consuela: «No me buscarías si no me hubieras encontrado». [51]\n\nEl orden del corazón y sus razones para creer\n\nEn palabras de Benedicto XVI, «la tradición católica, desde el inicio, ha rechazado el llamado fideísmo, que es la voluntad de creer contra la razón». [52] En esta línea, Pascal está profundamente apegado a «la razonabilidad de la fe en Dios», [53]no sólo porque «el espíritu no puede ser forzado a creer lo que él sabe que es falso», [54] sino porque, «si ofendemos los principios de la razón, nuestra religión será absurda y ridícula». [55]Pero si la fe es razonable, también es un don de Dios y no puede imponerse: «No se demuestra que debamos ser amados sometiendo a método las causas del amor; sería ridículo», [56]señala Pascal con la finura de su humor, estableciendo un paralelismo entre el amor humano y la forma en que Dios se nos manifiesta. Nada más que el amor, «que se propone pero no se impone —el amor de Dios nunca se impone». [57]Jesús dio testimonio de la verdad (cf. Jn 18,37) pero «no quiso imponerla por la fuerza a los que le contradecían». [58]Esta es la razón por la que «hay suficiente luz para aquellos que sólo desean ver, y bastante oscuridad para aquellos que tienen una disposición contraria». [59]\n\nY luego llega a afirmar que «la fe es diferente de la prueba. Ésta es humana, y aquella es un don de Dios». [60]Por tanto, es imposible creer «si Dios no inclina nuestro corazón». [61]Aunque la fe sea de un orden superior a la razón, esto no significa ciertamente que se oponga a ella, sino que la supera infinitamente. Leer, pues, la obra de Pascal no es, ante todo, descubrir la razón que ilumina la fe; es ponerse en la escuela de un cristiano con una racionalidad fuera de lo común, que tanto mejor supo dar cuenta de un orden establecido por el don de Dios superior a la razón: «La distancia infinita de los cuerpos a los espíritus representa la distancia, infinitamente más infinita, de los espíritus a la caridad porque ésta es sobrenatural». [62]Científico experto en geometría, es decir, en la ciencia de los cuerpos en el espacio, y geómetra experto en filosofía, es decir, en la ciencia de las mentes en la historia, Blaise Pascal, iluminado por la gracia de la fe, pudo así transcribir la totalidad de su experiencia: «De todos los cuerpos juntos no sabríamos hacer surgir un pequeño pensamiento. Esto es imposible y de un orden diferente. De todos los cuerpos y espíritus no se sabría sacar un impulso de verdadera caridad; esto es imposible y de un orden distinto, sobrenatural». [63]\n\nNi la inteligencia geométrica ni el razonamiento filosófico permiten al hombre llegar por sí solo a una «visión clara» del mundo y de sí mismo. El que está ocupado en los detalles de sus cálculos no tiene la ventaja de la visión de conjunto que le permite “ver todos los principios”. Esto es el resultado de la «inteligencia intuitiva», cuyos méritos también alaba Pascal, porque cuando se busca captar la realidad «hay que ver la cosa de golpe, de una sola mirada». [64]Esta inteligencia intuitiva está conectada con lo que Pascal llama el “corazón”: «Conocemos la verdad, no solamente por la razón, sino también por el corazón. De esta última manera es como conocemos los primeros principios y es en vano que el razonamiento, que no tiene ninguna parte en ello, trate de combatirlos». [65]Ahora bien, las verdades divinas, como el hecho de que el Dios que nos hizo es amor, que es Padre, Hijo y Espíritu Santo, que se encarnó en Jesucristo, que murió y resucitó para nuestra salvación, no se pueden demostrar por la razón, pero pueden ser conocidas por la certeza de la fe, y pasan entonces del corazón espiritual a la mente racional, que las reconoce como verdaderas y puede a su vez exponerlas: «Ésta es la razón por la que a aquellos a los que Dios ha dado la religión por sentimiento de corazón son bienaventurados y están muy legítimamente convencidos». [66]\n\nPascal nunca se resignó a que algunos de sus hermanos en humanidad no sólo no conocieran a Jesucristo, sino que desdeñaran tomarse en serio el Evangelio, por pereza o a causa de sus pasiones. Ya que es en Jesucristo donde se juegan la vida. «La inmortalidad del alma es una cosa que nos importa tanto, que nos interesa tan profundamente, que hay que haber perdido todo sentimiento para que nos sea indiferente saber en qué consiste. […] Y es por lo que, en aquellos que no están seguros de él, establezco una gran diferencia entre los que se afanan con todas sus fuerzas por conocerlo, y los que viven sin preocuparse ni pensar en ello». [67]Nosotros mismos tenemos conciencia de que a menudo buscamos huir de la muerte, o dominarla, pensando que podemos «alejar el pensamiento de nuestra finitud» o «quitarle su poder a la muerte y ahuyentar el miedo. Pero la fe cristiana no es una forma de exorcizar el miedo a la muerte, sino que nos ayuda a afrontarla. Antes o después todos nos iremos por esa puerta. [...] La verdadera luz que ilumina el misterio de la muerte viene de la resurrección de Cristo». [68]Sólo la gracia de Dios le permite al corazón humano acceder al orden del conocimiento divino, a la caridad. Esto llevó a un importante comentarista contemporáneo de Pascal a escribir que el pensamiento sólo puede ser cristiano si tiene acceso a aquello que Jesucristo pone en práctica, la caridad. [69]\n\nPascal, la controversia y la caridad\n\nAntes de concluir, es necesario mencionar la relación de Pascal con el jansenismo. Una de sus hermanas, Jacqueline, había entrado a la vida religiosa en Port-Royal, en una congregación cuya teología estaba fuertemente influenciada por Cornelius Jansen, conocido como Jansenio, que había escrito un tratado, el Augustinus, publicado en 1640. Después de su “Noche de fuego”, Pascal fue a hacer un retiro a la abadía de Port-Royal, en enero de 1655. Pero en los meses siguientes, una importante y antigua controversia que oponía los jesuitas a los “jansenistas”, que profesaban las ideas del Augustinus, volvió a aparecer en la Sorbona, la universidad de París. La controversia trataba principalmente sobre la cuestión de la gracia de Dios y sobre la relación de la gracia con la naturaleza humana, en particular con el libre albedrío. Pascal, aunque no pertenecía a la congregación de Port-Royal, y no era un hombre de partido –«no soy de Port-Royal […], estoy solo», [70] escribió― fue encargado por los jansenistas, especialmente por sus grandes dotes retórica, para que los defendiera. Así lo hizo en 1656 y 1657, publicando una serie de dieciocho cartas, denominadas Provinciales.\n\nPascal reconocía que varias proposiciones, llamadas “jansenistas”, eran efectivamente contrarias a la fe, [71]pero negaba que estuvieran presentes en el Augustinus y fueran seguidas por la gente de Port-Royal. Sin embargo, algunas de sus propias afirmaciones, como por ejemplo sobre la predestinación, tomadas de la teología del último san Agustín, cuyas fórmulas habían sido afiladas por Jansenio, no parecen correctas. Hay que entender, no obstante, que al igual que san Agustín había tratado de combatir a los pelagianos en el siglo V, que afirmaban que el hombre puede, por sus propias fuerzas y sin la gracia de Dios, hacer el bien y salvarse, Pascal pensaba sinceramente estar atacando entonces al pelagianismo o semipelagianismo, que creía identificar en las doctrinas seguidas por los jesuitas molinistas, llamados así por el teólogo Luis de Molina, fallecido en 1600 pero cuya influencia seguía muy viva a mediados del siglo XVII. Reconozcámosle la franqueza y la sinceridad de sus intenciones.\n\nEsta carta no es ciertamente el lugar para volver a abrir la cuestión. Sin embargo, la justa advertencia en las posiciones de Pascal sigue siendo válida para nuestro tiempo: el «neo-pelagianismo», [72]que haría depender todo «del esfuerzo humano encauzado por normas y estructuras eclesiales», [73]es reconocible por el hecho de que «nos intoxica con la presunción de una salvación ganada con nuestras fuerzas». [74]Es necesario afirmar ahora que la última posición de Pascal sobre la gracia, y en particular sobre el hecho de que Dios «quiere que todos se salven y lleguen al conocimiento de la verdad» ( 1 Tm 2,4), al final de su vida se expresó en términos perfectamente católicos. [75]\n\nComo mencionaba al principio, Blaise Pascal, al final de su corta pero extraordinariamente rica y fecunda vida, había puesto en primer lugar el amor a sus hermanos. Se sentía y se sabía miembro de un único cuerpo, porque «Dios, habiendo creado el cielo y la tierra que no sienten la dicha de su existencia, quiso crear seres que la conocieran y que compusieran un cuerpo de miembros pensantes». [76] Pascal, como fiel laico, experimentó la alegría del Evangelio, cuyo Espíritu quiere fecundar y sanar «todas las dimensiones del hombre» y reunir «a todos los hombres en la mesa del Reino». [77]Cuando compuso, en 1659, su magnífica Oración para pedir a Dios el buen uso de las enfermedades, Pascalera un hombre pacificado, que ya no se dedicaba a la polémica, ni tampoco a la apologética. Estando muy enfermo y a punto de morir, pidió comulgar, pero no le fue posible de inmediato. Entonces rogó a su hermana: «Ya que no puedo comulgar con la cabeza [Jesucristo], quisiera comulgar con los miembros». [78]Y «tenía un gran deseo de morir en la compañía de los pobres ». [79] Se dijo de él, poco antes de su último aliento, el 19 de agosto de 1662, que moría «con la sencillez de un niño». [80] Tras recibir los sacramentos, sus últimas palabras fueron: «¡Que Dios no me abandone jamás!». [81]\n\nQue su obra luminosa y los ejemplos de su vida, tan profundamente sumergida en Jesucristo, nos puedan ayudar a seguir hasta el final el camino de la verdad, la conversión y la caridad. Porque la vida de un hombre es muy breve: «Eternamente gozoso por un día de sufrimiento en la tierra». [82]\n\nRoma, San Juan de Letrán, 19 de junio de 2023\n\nFRANCISCO\n\n[1] Pensamientos, Laf. 199. Para la edición española de los escritos de Pascal se hace referencia a pensamientos, opúsculos, cartas en Blaise Pascal, Madrid 2012, utilizando para los Pensamientos la numeración de la edición francesa Lafuma.\n\n[2] G. Périer, Vida de Monsieur Pascal, en Blaise Pascal, Madrid 2012, 872.\n\n[3] B. Pascal, Pensamientos, Laf. 270.\n\n[4] Ibíd., Laf. 148.\n\n[5] Ibíd., Laf. 417.\n\n[6] Íd., Conversación con Monsieur de Saci, en Blaise Pascal, Madrid 2012, 884.\n\n[7] Íd., Pensamientos, “Memorial”, Laf. 913.\n\n[8] Ibíd., Laf. 926.\n\n[9] Exhort. ap. Gaudete et exsultate (19 marzo 2018), 65: AAS 110 (2018), 1129.\n\n[10] Ibíd., 167: AAS 110 (2018), 1158.\n\n[11] Pensamientos, Laf. 12.\n\n[12] G. Périer, Vida de Monsieur Pascal, op. cit., 841.\n\n[13] Cf. ibíd., 842.\n\n[14] Ibíd.\n\n[15] “Pascal”, en Gloria. Una estética teológica. Estilos Laicales, Madrid 1995, 191.\n\n[16] Pensamientos, Laf. 307.\n\n[17] Ibíd., Laf. 110.\n\n[18] Ibíd., Laf. 533.\n\n[19] Conversación con Monsieur de Saci, op. cit., 891.\n\n[20] Cf. Pensamientos, Laf. 208.\n\n[21] Ibíd.,Laf. 200.\n\n[22] Ibíd.,Laf. 199.\n\n[23] Ibíd.,Laf. 427.\n\n[24] Exhort. ap. Evangelii gaudium (24 noviembre 2013), 231: AAS 105 (2013), 1114.\n\n[25] Pensamientos, Laf. 678.\n\n[26] Exhort. ap. Evangelii gaudium (24 noviembre 2013), 232: AAS 105 (2013), 1114.\n\n[27] Pensamientos, Laf. 114.\n\n[28] Ibíd., Laf. 117.\n\n[29] Ibíd., Laf. 427.\n\n[30] Ibíd., Laf. 136.\n\n[31] Ibíd., Laf. 622.\n\n[32] Ibíd., Laf. 148.\n\n[33] Ibíd., Laf. 116.\n\n[34] Ibíd., Laf. 131.\n\n[35] Ibíd., Laf. 613.\n\n[36] Ibíd., Laf. 149.\n\n[37] H.U. von Balthasar, “Pascal”, en Gloria. Una estética teológica. Estilos Laicales, Madrid 1995, 194.\n\n[38] Pensamientos, Laf. 149.\n\n[39] Ibíd., Laf. 913.\n\n[40] Catequesis (3 junio 2020): L’Osservatore Romano, ed. semanal en lengua española (5 junio 2020), p. 12.\n\n[41] Pensamientos, Laf. 913.\n\n[42] Ibíd.\n\n[43] Carta enc. Fides et ratio (14 septiembre 1998), 76: AAS 91 (1999), 64.\n\n[44] Cf. H. Gouhier, Blaise Pascal. Commentaires, París 1971, 44-45.\n\n[45] Pensamientos, Laf. 189.\n\n[46] Ibíd.\n\n[47] Exhort. ap. Evangelii gaudium (24 noviembre 2013), 8: AAS 105 (2013), 1022.\n\n[48] Cf. Pensamientos, Laf. 298.\n\n[49] Ibíd., Laf. 208.\n\n[50] Ibíd., Laf. 242.\n\n[51] Ibíd., Laf. 919.\n\n[52] Catequesis (21 noviembre 2012): L’Osservatore Romano, ed. semanal en lengua española (25 noviembre 2012), p. 12.\n\n[53] Ibíd.\n\n[54] Conversación con Monsieur de Saci, op. cit., 881.\n\n[55] Pensamientos, Laf. 173.\n\n[56] Ibíd., Laf. 298.\n\n[57] Homilía en la Solemnidad de Nuestro Señor Jesucristo Rey del Universo (20 noviembre 2022): L’Osservatore Romano (21 noviembre 2022), p. 3.\n\n[58] Conc. Ecum. Vat. II, Decl. Dignitatis humanae (7 diciembre 1965), 11: AAS 58 (1966), 937.\n\n[59] Pensamientos, Laf. 149.\n\n[60] Ibíd.,Laf. 7.\n\n[61] Ibíd.,Laf. 380.\n\n[62] Ibíd.,Laf. 308.\n\n[63] Ibíd.\n\n[64] Ibíd., Laf. 512.\n\n[65] Ibíd., Laf. 110.\n\n[66] Ibíd.\n\n[67] Ibíd.,Laf. 427.\n\n[68] Catequesis (9 febrero 2022): L’Osservatore Romano (10 febrero 2022), p. 3.\n\n[69] Cf. J.-L. Marion, La Métaphysique et après, París 2023, 356.\n\n[70] Decimoséptima carta provincial, op. cit., 206.\n\n[71] Cf. B. Neveu, L’erreur et son juge: remarques sur les censures doctrinales à l’époque moderne, Naples 1993.\n\n[72] Cf. Congregación para la Doctrina de la Fe, Carta Placuit Deo (22 febrero 2018); Exhort. ap. Gaudete et exsultate (19 marzo 2018), 57-59: AAS 110 (2018), 1127-1128.\n\n[73] Exhort. ap. Gaudete et exsultate (19 marzo 2018), 59: AAS 110 (2018), 1128.\n\n[74] Carta ap. Desiderio desideravi (29 junio 2022), 20: L’Osservatore Romano (30 junio 2022), p. 9.\n\n[75] Cf. B. Pascal, Œuvres complètes, éd par L. Lafuma, París 1963, fr. 931, p. 623. Al comienzo de ese fragmento se encuentra, tachada, esta frase: «Amo a todos los hombres como hermanos míos porque todos están redimidos».\n\n[76] Pensamientos, Laf. 360.\n\n[77] Exhort. ap. Evangelii gaudium (24 noviembre 2013), 237: AAS 105 (2013), 1116.\n\n[78] G. Perier, Vida de Monsieur Pascal, op. cit., 873.\n\n[79] Ibíd., 874.\n\n[80] Ibíd., 871.\n\n[81] Ibíd., 875.\n\n[82] Pensamientos, “Memorial”, Laf. 913.\n\nCopyright © Dicasterio para la Comunicación\n\nLa Santa Sede\n\nLa Santa Sede","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/francesco/es/apost_letters/documents/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis.html","sha256":"f7816d4ae8d6ad7d23ee3a68a3c6d35fbee5185abb7da37c249d925f3743ee24","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/es.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/es.txt"}]},"fr":{"code":"fr","label":"Français","contentFormat":"plain-text","text":"Lettre apostolique Sublimitas et miseria hominis pour le quatrième centenaire de la naissance de Blaise Pascal (19 juin 2023)\n\nLe Saint-Siège\n\nfrançais\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nLe Saint-Siège\n\nMagisterium\n\nCalendrier\n\nCélébrations liturgiques\n\nBillets pour les audiences et les célébrations papales\n\nSouverains Pontifes\n\nCollège Cardinalice\n\nCurie Romaine et autres Organisations\n\nSynode\n\nBureau de presse\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nFrançois\n\nLettres Apostoliques\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGénération du PDF en cours.....\n\nAR\n\n- DE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\nLETTRE APOSTOLIQUE\n\nSUBLIMITAS ET MISERIA HOMINIS\n\nDU PAPE FRANÇOIS\n\nPOUR LE QUATRIÈME CENTENAIRE DE LA NAISSANCE\n\nDE BLAISE PASCAL\n\nGrandeur et misère de l’homme forment le paradoxe qui se trouve au cœur de la réflexion et du message de Blaise Pascal, né il y a quatre siècles, le 19 juin 1623, à Clermont, dans le centre de la France. Dès l'enfance et tout au long de sa vie, il a cherché la vérité. Avec la raison, il en a tracé les signes, notamment dans les domaines des mathématiques, de la géométrie, de la physique et de la philosophie. Très tôt, il a fait des découvertes extraordinaires, au point d'atteindre une renommée considérable. Mais il ne s'est pas arrêté là. Dans un siècle de grands progrès en de nombreux domaines scientifiques, accompagnés d'un esprit de scepticisme philosophique et religieux croissant, Blaise Pascal s'est montré un infatigable chercheur de vérité qui, en tant que tel, reste toujours “inquiet”, attiré par de nouveaux et futurs horizons.\n\nCette raison, si pointue et en même temps si ouverte en lui, n'a jamais fait taire la question ancienne et toujours nouvelle qui résonne dans l'âme humaine : « Qu'est-ce que l'homme pour que tu te souviennes de lui, le fils de l'homme pour que tu prennes soin de lui ? » ( Ps 8, 5). Cette question est gravée dans le cœur de tout être humain, de tout temps et en tout lieu, de toute civilisation et de toute langue, de toute religion. « Qu'est-ce que l’homme dans la nature ? - se demande Pascal -. Un néant à l’égard de l'infini, un tout à l’égard du néant ». [1] Et en même temps, la question est là, dans ce psaume, au cœur de cette histoire d'amour entre Dieu et son peuple, histoire accomplie dans la chair du \"Fils de l'homme\" Jésus-Christ, que le Père a livré jusqu'à l'abandon pour le couronner de gloire et d'honneur au-dessus de toute créature (v. 6). À cette interrogation, formulée dans un langage si différent du langage mathématique et géométrique, Pascal ne s'est jamais fermé.\n\nÀ l’origine, je crois pouvoir reconnaître chez lui une attitude de fond que j'appellerais une \"ouverture étonnée à la réalité\". Ouverture aux autres dimensions du savoir et de l'existence, ouverture aux autres, ouverture à la société. Par exemple, il est à l'origine, à Paris en 1661, du premier réseau de transports publics de l'histoire, les \"carrosses à cinq sols\". Si je mentionne cela au début de cette lettre, c'est pour insister sur le fait que ni sa conversion au Christ, surtout à partir de la \"Nuit de feu\" du 23 novembre 1654, ni son extraordinaire effort intellectuel pour défendre la foi chrétienne n'ont fait de lui un être isolé de son temps. Il était attentif aux problèmes les plus aigus de l'époque, ainsi qu'aux besoins matériels de toutes les composantes de la société dans laquelle il vivait.\n\nCette ouverture à la réalité a fait qu'il ne s'est pas fermé aux autres, même durant sa dernière maladie. C'est de cette époque, alors qu'il avait trente-neuf ans, que l’on rapporte ces paroles qui expriment l'étape finale de son parcours évangélique : « Si les médecins disent vrai, et que Dieu permette que je relève de cette maladie, je suis résolu de n’avoir d’autre occupation ni d’autre emploi tout le reste de mes jours que le service des pauvres ». [2] Il est touchant de constater que, dans les derniers jours de sa vie, un penseur aussi brillant que Blaise Pascal ne voyait pas d'autre urgence que de mettre son énergie au service de la miséricorde : « L'unique objet de l'Écriture est la charité ». [3]\n\nJe me réjouis donc que la providence, en ce quatrième centenaire de sa naissance, me donne l'occasion de lui rendre hommage et de souligner ce qui, dans sa pensée et dans sa vie, me paraît propre à stimuler les chrétiens de notre temps et tous les hommes et femmes de bonne volonté dans la recherche du vrai bonheur : « Tous les hommes recherchent d’être heureux. Cela est sans exception, quelques différents moyens qu’ils y emploient. Ils tendent tous à ce but ». [4] Quatre siècles après sa naissance, Pascal reste pour nous le compagnon de route qui accompagne notre recherche du vrai bonheur et, selon le don de la foi, notre reconnaissance humble et joyeuse du Seigneur mort et ressuscité.\n\nUn amoureux du Christ qui parle à chacun\n\nSi Blaise Pascal peut toucher tout le monde, c’est notamment parce qu’il a parlé de la condition humaine de façon admirable. Il serait toutefois trompeur de ne voir en lui qu’un spécialiste des mœurs humaines, aussi génial fût-il. Le monument que forment ses Pensées, dont certaines formules isolées sont restées célèbres, ne peut se comprendre réellement si l’on ignore que Jésus-Christ et l’Écriture Sainte en constituent à la fois le centre et la clé. Car si Pascal a entrepris de parler de l’homme et de Dieu, c’est parce qu’il était arrivé à la certitude que « non seulement nous ne connaissons Dieu que par Jésus‑Christ, mais nous ne nous connaissons nous-mêmes que par Jésus‑Christ. Nous ne connaissons la vie, la mort que par Jésus‑Christ. Hors de Jésus‑Christ, nous ne savons ce que c’est ni que notre vie ni que notre mort, ni que Dieu, ni que nous‑mêmes. Ainsi sans l’Écriture, qui n’a que Jésus‑Christ pour objet, nous ne connaissons rien et ne voyons qu’obscurité ». [5] Pour qu’elle soit entendue par tous, sans être regardée comme une pure affirmation doctrinale inaccessible à ceux qui ne partagent pas la foi de l’Église, ni comme une dévaluation des compétences légitimes de l’intelligence naturelle, une affirmation aussi extrême mérite d’être éclairée.\n\nFoi, amour et liberté\n\nNous devons, comme chrétiens, nous tenir éloignés de la tentation de brandir notre foi comme une certitude incontestable qui s’imposerait à tous. Pascal avait certes le souci de faire connaître à tous les hommes que « Dieu et le vrai sont inséparables ». [6] Mais il savait que l’acte du croyant est possible par la grâce de Dieu, reçue dans un cœur libre. Lui qui par la foi avait fait la rencontre personnelle du « Dieu d’Abraham, Dieu d’Isaac, Dieu de Jacob, non des philosophes et des savants », [7] avait reconnu en Jésus-Christ « le Chemin, la Vérité et la Vie » ( Jn 14, 6). C’est pourquoi je propose à tous ceux qui veulent continuer de rechercher la vérité – tâche qui en cette vie n’a pas de fin –, de se mettre à l’écoute de Blaise Pascal, un homme à l’intelligence prodigieuse qui a voulu rappeler qu’en dehors des visées de l’amour il n’y a pas de vérité qui vaille : « On se fait une idole de la vérité même, car la vérité hors de la charité n’est pas Dieu, et est son image et une idole qu’il ne faut point aimer ni adorer ». [8]\n\nPascal nous prémunit ainsi contre les fausses doctrines, les superstitions ou le libertinage qui tiennent tant d’entre nous éloignés de la paix et de la joie durables de Celui qui veut que nous choisissions « la vie et le bonheur », et non « la mort et le malheur » ( Dt 30, 15.19). Mais le drame de notre vie est que parfois nous voyons mal, et que par conséquent nous choisissons mal. En réalité, nous ne pouvons goûter au bonheur de l’Évangile « que si l’Esprit Saint nous envahit avec toute sa puissance et nous libère de la faiblesse de l’égoïsme, du confort, de l’orgueil ». [9] En outre, « sans la sagesse du discernement, nous pouvons devenir facilement des marionnettes à la merci des tendances du moment ». [10] C’est pourquoi l’intelligence et la foi vive de Blaise Pascal, qui a voulu montrer que la religion chrétienne est « vénérable parce qu’elle a bien connu l’homme » et « aimable parce qu’elle promet le vrai bien », [11] peuvent nous aider à progresser à travers les obscurités et les disgrâces de ce monde.\n\nUn esprit scientifique exceptionnel\n\nLorsque sa mère meurt en 1626, Blaise Pascal est âgé de trois ans. Etienne, son père, juriste réputé, est également renommé pour ses dispositions scientifiques remarquables, en particulier dans les mathématiques et la géométrie. Décidé à faire seul l’éducation de ses trois enfants Jacqueline, Blaise et Gilberte, il s’installe à Paris en 1632. Très tôt, Blaise montre une intelligence exceptionnelle, et une grande exigence dans la recherche du vrai, ainsi que le rapporte sa sœur Gilberte : « Dès son enfance, il ne pouvait se rendre qu’à ce qui lui paraissait vrai évidemment ; de sorte que, quand on ne lui donnait pas de bonnes raisons, il en cherchait lui-même ». [12] Un jour, le père surprit son fils dans des recherches de géométrie et s’aperçut bientôt que, sans savoir que ces théorèmes existaient dans des livres sous d’autres noms, Blaise, âgé de douze ans, avait démontré entièrement seul, en dessinant des figures sur le sol, les trente-deux premières propositions d’Euclide. [13] Gilberte se souvient alors que leur père fut « épouvanté de la grandeur et de la puissance de ce génie ». [14]\n\nDans les années qui suivront, Blaise Pascal fera fructifier son immense talent en y consacrant sa force de travail. Dès l’âge de dix-sept ans, il fréquente les plus grands savants de son temps. Assez vite, se succèdent les découvertes et les publications. En 1642, âgé de dix-neuf ans, il invente une machine d’arithmétique, ancêtre de nos calculatrices. Blaise Pascal a cela d’extrêmement stimulant pour nous qu’il nous rappelle la grandeur de la raison humaine, et nous invite à nous en servir pour déchiffrer le monde qui nous entoure. L’ esprit de géométrie, qui est cette aptitude à bien comprendre le fonctionnement des choses dans leur détail, lui sera utile toute sa vie, ainsi que le relève l’éminent théologien Hans Urs von Balthasar : « Grâce à la précision de la géométrie et des sciences de la nature, il est capable d’atteindre à celle, toute différente, qui existe par exemple dans le domaine de l’existence et de la vie chrétienne ». [15] Cette pratique confiante de la raison naturelle qui le rend solidaire de tous ses frères humains en quête de vérité lui permettra de reconnaître les limites de l’intelligence elle-même et, en même temps, de s’ouvrir aux raisons surnaturelles de la Révélation, selon une logique du paradoxe qui fait la marque philosophique et le charme littéraire de ses Pensées : « L’Église a eu autant de peine à montrer que Jésus-Christ était homme, contre ceux qui le niaient, qu’à montrer qu’il était Dieu ; et les apparences étaient aussi grandes ». [16]\n\nLes philosophes\n\nPlusieurs des écrits de Pascal relèvent pour une large part du discours philosophique. En particulier ses Pensées, cet ensemble de fragments publiés à titre posthume qui sont les notes ou les brouillons d’un philosophe animé d’un projet théologique, dont les chercheurs s’attachent à reconstituer, non sans variations, la cohérence et l’ordre originaires. L’amour éperdu pour le Christ et le service des pauvres que j’ai mentionnés au début ne furent pas tant la marque d’une rupture dans l’esprit de ce disciple audacieux, que celle d’un approfondissement vers la radicalité évangélique, d’une progression vers la vérité vivante du Seigneur, avec le secours de la grâce. Lui qui avait la certitude surnaturelle de la foi, et qui la voyait si conforme à la raison, quoique la dépassant infiniment, a voulu pousser le plus loin possible la discussion avec ceux qui ne partageaient pas sa foi, car à « ceux qui ne l’ont pas, nous ne pouvons la donner que par raisonnement en attendant que Dieu la leur donne par sentiment de cœur ». [17] Évangélisation toute de respect et de patience que notre génération aura intérêt à imiter.\n\nIl faut donc, pour bien comprendre le discours de Pascal sur le christianisme, être attentif à sa philosophie. Il admirait la sagesse des anciens philosophes grecs, capables de simplicité et de tranquillité dans leur art de bien vivre, comme membres d’une polis : « On ne s’imagine Platon et Aristote qu’avec de grandes robes de pédants. C’étaient des gens honnêtes et comme les autres, riants avec leurs amis. Et quand ils se sont divertis à faire leurs lois et leurs politiques, ils l’ont fait en se jouant. C’était la partie la moins philosophe et la moins sérieuse de leur vie ; la plus philosophe était de vivre simplement et tranquillement ». [18] Malgré leur grandeur et leur utilité, Pascal discerne pourtant les limites de ces philosophies : le stoïcisme mène à l’orgueil, [19] le scepticisme au désespoir. [20] La raison humaine est sans aucun doute une merveille de la création, qui distingue l’homme d’entre toutes les créatures, car « l’homme n’est qu’un roseau, le plus faible de la nature, mais c’est un roseau pensant ». [21] On comprend alors que les limites des philosophes seront tout simplement les limites de la raison créée. Car Démocrite avait beau affirmer : « Je vais parler de tout », [22] la raison ne peut, à elle seule, résoudre les questions les plus hautes et les plus urgentes. Quel est en effet, à l’époque de Pascal comme aussi de nos jours, le sujet qui nous importe le plus ? C’est celui du sens intégral de notre destinée, de notre vie, et de notre espérance, tendue vers d’un bonheur qu’il n’est pas interdit de concevoir comme éternel, mais que seul Dieu est autorisé à donner : « Rien n’est si important à l’homme que son état ; rien ne lui est si redoutable que l’éternité ». [23]\n\nEn méditant les Pensées de Pascal , on retrouve, en quelque manière, ce principe fondamental : « La réalité est supérieure à l’idée », car il nous apprend à nous tenir éloigné des « diverses manières d’occulter la réalité », depuis les « purismes angéliques » jusqu’aux « intellectualismes sans sagesse ». [24] Rien n’est plus dangereux qu’une pensée désincarnée : « Qui veut faire l’ange, fait la bête ». [25]Et les idéologies mortifères dont nous continuons de souffrir dans les domaines économiques, sociaux, anthropologiques ou moraux tiennent ceux qui les suivent dans des bulles de croyance où l’idée s’est substituée au réel.\n\nLa condition humaine\n\nLa philosophie de Pascal, toute en paradoxes, procède d’un regard aussi humble que lucide, qui cherche à atteindre « la réalité éclairée par le raisonnement ». [26] Il part du constat que l’homme est comme un étranger à lui-même, grand et misérable. Grand par sa raison, par sa capacité à dompter ses passions, grand même « en ce qu’il se connaît misérable ». [27] Notamment, il aspire à autre chose qu’à assouvir ses instincts ou à leur résister, « car ce qui est nature aux animaux nous l’appelons misère en l’homme ». [28] Il existe une disproportion insupportable entre d’un côté notre volonté infinie d’être heureux et de connaître la vérité, et de l’autre côté notre raison limitée et notre faiblesse physique, qui aboutit à la mort. Car la force de Pascal est aussi dans son réalisme implacable : « Il ne faut pas avoir l’âme fort élevée pour comprendre qu’il n’y a point ici de satisfaction véritable et solide, que tous nos plaisirs ne sont que vanité, que nos maux sont infinis, et qu’enfin la mort, qui nous menace à chaque instant, doit infailliblement nous mettre, dans peu d’années, dans l’horrible nécessité d’être éternellement ou anéantis ou malheureux. Il n’y a rien de plus réel que cela, ni de plus terrible. Faisons tant que nous voudrons les braves : voilà la fin qui attend la plus belle vie du monde ». [29]Dans cette condition tragique, bien sûr, l’homme ne peut pas rester en lui-même, car sa misère et l’incertitude de sa destinée lui sont insupportables. Il lui faut donc se distraire, ce que Pascal reconnaît volontiers : « De là vient que les hommes aiment tant le bruit et le remuement ». [30] Car si l’homme ne se divertit de sa condition – et nous savons tous fort bien nous divertir par le travail, les loisirs ou les relations familiales ou amicales, mais aussi hélas par les vices auxquels portent certaines passions – son humanité éprouve « son néant, son abandon, son insuffisance, sa dépendance, son impuissance, son vide. [Et il sort] du fond de son âme l’ennui, la noirceur, la tristesse, le chagrin, le dépit, le désespoir ». [31] Et pourtant le divertissement n’apaise ni ne comble notre grand désir de vie et de bonheur. Cela, tous, nous le savons bien.\n\nC’est alors que Pascal pose sa grande hypothèse : « Qu’est-ce donc que nous crie cette avidité et cette impuissance sinon qu’il y a eu autrefois dans l’homme un véritable bonheur, dont il ne lui reste maintenant que la marque et la trace toute vide et qu’il essaye inutilement de remplir de tout ce qui l’environne, recherchant des choses absentes les secours qu’il n’obtient pas des présentes, mais qui en sont toutes incapables parce que ce gouffre infini ne peut être rempli que par un objet infini et immuable, c’est-à-dire que par Dieu même ». [32] Si l’homme est comme « un roi dépossédé », [33] qui ne tend qu’à retrouver sa grandeur perdue, et qui pourtant s’en voit incapable, qu’est-il donc ? « Quelle chimère est‑ce donc que l’homme, quelle nouveauté, quel monstre, quel chaos, quel sujet de contradiction, quel prodige, juge de toutes choses, imbécile ver de terre, dépositaire du vrai, cloaque d’incertitude et d’erreur, gloire et rebut de l’univers ! Qui démêlera cet embrouillement ? ». [34]Pascal, en philosophe, voit bien qu’à « mesure qu’on a de lumière, on découvre plus de grandeur et plus de bassesse dans l’homme », [35] mais que ces opposées sont inconciliables. Parce que la raison humaine ne peut pas les accorder, ni résoudre l’énigme.\n\nC’est pourquoi Pascal relève que s’il y a un Dieu et que l’homme a reçu une révélation divine – ainsi que nombre de religions en font état –, et que cette révélation est véritable, là doit se trouver la réponse que l’homme attend pour résoudre les contradictions qui le torturent : « Les grandeurs et les misères de l’homme sont tellement visibles qu’il faut nécessairement que la véritable religion nous enseigne et qu’il y a quelque grand principe de grandeur en l’homme et qu’il y a un grand principe de misère. Il faut encore qu’elle nous rende raison de ces étonnantes contrariétés ». [36] Or, ayant étudié les grandes religions, Pascal conclut qu’« aucune forme de pensée, aucune pratique ascétique et mystique ne peut offrir de voie de rédemption », si ce n’est par « le critère supérieur de vérité qu’est l’illumination de la grâce ». [37] « C’est en vain, ô hommes - écrit Pascal en imaginant ce que le vrai Dieu pourrait nous dire - que vous cherchez dans vous‑mêmes le remède à vos misères. Toutes vos lumières ne peuvent arriver qu’à connaître que ce n’est point dans vous‑mêmes que vous trouverez ni la vérité ni le bien. Les philosophes vous l’ont promis et ils n’ont pu le faire. Ils ne savent ni quel est votre véritable bien, ni quel est [votre véritable état] ». [38]\n\nArrivé à ce point, Pascal, qui a scruté avec la force rare de son intelligence la condition humaine, et l’Écriture Sainte, et encore la tradition de l’Église, entend se proposer avec la simplicité de l’esprit d’enfance en humble témoin de l’Évangile. Il est ce chrétien qui veut parler de Jésus-Christ à ceux qui décrètent un peu vite qu’il n’y a pas de raison solide de croire aux vérités du christianisme. Pascal, au contraire, sait d’expérience que ce qui est dans la Révélation non seulement ne s’oppose pas aux requêtes de la raison, mais apporte la réponse inouïe à laquelle nulle philosophie n’aurait pu arriver par elle-même.\n\nConversion : la visite du Seigneur\n\nLe 23 novembre 1654, Pascal a vécu une expérience très forte, que l’on appelle sa “Nuit de feu”. Cette expérience mystique, qui lui fit verser des pleurs de joie, a été si intense et si déterminante pour lui qu’il en a rendu compte sur un morceau de papier précisément daté, le Mémorial, qu’il avait glissé dans la doublure de son manteau, et que l’on n’a découvert qu’après sa mort. S’il est impossible de savoir exactement quelle est la nature de ce qui s’est passé dans l’âme de Pascal cette nuit-là, il apparaît qu’il s’agit d’une rencontre dont lui-même a reconnu l’analogie avec celle, fondamentale dans toute l’histoire de la révélation et du salut, vécue par Moïse devant le buisson ardent (cf. Ex 3). Le terme « Feu », [39] que Pascal a voulu placer en tête du Mémorial, nous invite, toute proportion gardée, à proposer ce rapprochement. Le parallèle semble indiqué par Pascal lui-même qui, immédiatement après l’évocation du feu, a repris le titre que le Seigneur s’était donné devant Moïse : « Dieu d’Abraham, Dieu d’Isaac, Dieu de Jacob » (Ex 3, 6.15), en ajoutant : « non des philosophes et des savants. Certitude. Certitude. Sentiment. Joie. Paix. Dieu de Jésus-Christ ».\n\nOui, notre Dieu est joie, et Blaise Pascal en témoigne à toute l’Église ainsi qu’à tout chercheur de Dieu : « Ce n’est pas le Dieu abstrait ou le Dieu cosmique, non. C’est le Dieu d’une personne, d’un appel, le Dieu d’Abraham, d’Isaac, de Jacob, le Dieu qui est certitude, qui est sentiment, qui est joie ». [40] Cette rencontre, qui a confirmé à Pascal la « grandeur de l’âme humaine », l’a comblé de cette joie vive et inépuisable : « Joie, joie, joie, pleurs de joie ». Et cette joie divine devient pour Pascal le lieu de la confession et de la prière : « Jésus-Christ. Je m’en suis séparé : je l’ai fui, renoncé, crucifié. Que je n’en sois jamais séparé ». [41] C’est l’expérience de l’amour de ce Dieu personnel, Jésus-Christ, puisqu’il a pris part à notre histoire et que sans cesse il prend part à notre vie, qui entraîne Pascal sur le chemin de la conversion profonde, et donc de cette « renonciation totale et douce», [42] parce que vécue dans la charité, à « l’homme ancien corrompu par les convoitises qui l’entraînent dans l’erreur » ( Ep 4, 22).\n\nComme le rappelait saint Jean-Paul II dans son Encyclique sur les rapports entre foi et raison, « des philosophes comme Blaise Pascal » s’illustrent par le refus de toute « présomption », ainsi que par leur choix d’une posture faite d’« humilité » autant que de « courage ». Ils ont fait l’expérience que « la foi libère la raison de la présomption ». [43] Avant la nuit du 23 novembre 1654, cela est clair, Pascal « n’a aucun doute sur l’existence de Dieu. Il sait aussi que ce Dieu est le souverain bien. […] Ce qui lui manque et ce qu’il attend, ce n’est pas un savoir mais un pouvoir, ce n’est pas une vérité mais une force ». [44] Or cette force lui est donnée par grâce : il se sent attiré, avec certitude et joie, par Jésus-Christ : « Nous ne connaissons Dieu que par J.-C. Sans ce médiateur est ôtée toute communication avec Dieu ». [45] Découvrir Jésus-Christ, c’est découvrir le Sauveur et Libérateur dont j’ai besoin : « Ce Dieu là n’est autre chose que le réparateur de notre misère. Ainsi nous ne pouvons bien connaître Dieu qu’en connaissant nos iniquités ». [46] Comme toute conversion authentique, la conversion de Blaise Pascal se joue dans l’humilité qui nous délivre « de notre conscience isolée et de l’autoréférence ». [47]\n\nL’intelligence immense et inquiète de Blaise Pascal, emplie de paix et de joie devant la révélation de Jésus-Christ, nous invite, selon l’“ordre du cœur”, [48] à marcher sûrement à la clarté de ces « célestes lumières ». [49] Car si notre Dieu est un “Dieu caché” (cf. Is 45, 15), c’est parce qu’il « s’est voulu cacher », [50] de sorte que notre raison, illuminée par la grâce, n’aura jamais fini de le découvrir. C’est donc par l’illumination de la grâce que l’on peut le connaître. Mais la liberté de l’homme doit s’ouvrir, et déjà Jésus nous console : « Tu ne me chercherais pas si tu ne m’avais trouvé ». [51]\n\nL’ordre du cœur et ses raisons de croire\n\nSelon les mots de Benoît XVI, « la tradition catholique depuis le début a rejeté ce que l’on appelle le fidéisme, qui est la volonté de croire contre la raison ». [52] Dans ce sens, Pascal est profondément attaché au « caractère raisonnable de la foi en Dieu », [53] non seulement parce que « l’esprit ne peut être forcé de croire ce qu’il sait être faux », [54] mais que « si on choque les principes de la raison, notre religion sera absurde et ridicule ». [55] Mais si la foi est raisonnable, elle est aussi un don de Dieu, et ne s’aurait s’imposer : « On ne prouve pas qu’on doit être aimé en exposant d’ordre les causes de l’amour, cela serait ridicule », [56] relève Pascal avec la finesse de son humour, en traçant un parallèle entre l’amour humain et la façon dont Dieu nous fait signe. Pas plus que l’amour, « qui se propose mais ne s’impose pas – l’amour de Dieu ne s’impose jamais ». [57] Jésus « a rendu témoignage à la vérité » (cf. Jn 18, 37) mais « n’a pas voulu l’imposer par la force à ses contradicteurs ». [58] C’est pourquoi « il y a assez de lumière pour ceux qui ne désirent que de voir, et assez d’obscurité pour ceux qui ont une disposition contraire ». [59]\n\nIl en vient à affirmer que « la foi est différente de la preuve. L’une est humaine, l’autre est un don de Dieu ». [60] Ainsi, il est impossible de croire « si Dieu n’incline le cœur ». [61] Si la foi est d’un ordre supérieur à la raison, cela ne signifie certainement pas qu’elle s’y oppose, mais qu’elle la dépasse infiniment. Lire l’œuvre de Pascal, ce n’est donc pas d’abord découvrir la raison qui éclaire la foi ; c’est se mettre à l’école d’un chrétien à la rationalité hors-normes, qui sut d’autant mieux rendre compte d’un ordre établi par le don de Dieu au-dessus de la raison : « La distance infinie des corps aux esprits figure la distance infiniment plus infinie des esprits à la charité car elle est surnaturelle ». [62]Scientifique rompu à la géométrie, c’est-à-dire à la science des corps posés dans l’espace, et géomètre rompu à la philosophie, c’est-à-dire à la science des esprits posés dans l’histoire, Blaise Pascal illuminé par la grâce de la foi pouvait ainsi transcrire la totalité de son expérience : « De tous les corps ensemble on ne saurait en faire réussir une petite pensée. Cela est impossible et d’un autre ordre. De tous les corps et esprits on n’en saurait tirer un mouvement de vraie charité. Cela est impossible et d’un autre ordre, surnaturel ». [63]\n\nNi l’ esprit de géométrie ni le raisonnement philosophique ne permettent à l’homme de parvenir seul à une « vue bien nette » du monde et de soi-même. Celui qui est penché sur les détails de ses calculs ne bénéficie pas de la vue d’ensemble qui permet de « voir tous les principes ». Cela, c’est le fait de l’ esprit de finesse, dont Pascal vante également les mérites, car lorsque l’on cherche à saisir la réalité, « il faut tout d’un coup voir la chose d’un seul regard ». [64] Cet esprit de finesse est relié à ce que Pascal nomme le “cœur” : « Nous connaissons la vérité non seulement par la raison mais encore par le cœur, c’est de cette dernière sorte que nous connaissons les premiers principes et c’est en vain que le raisonnement, qui n’y a point de part, essaie de les combattre ». [65] Or les vérités divines - comme le fait que le Dieu qui nous a faits est amour, qu’il est Père, Fils et Esprit-Saint, qu’il s’est incarné en Jésus-Christ, mort et ressuscité pour notre salut - ne sont pas démontrables par la raison, mais peuvent être connues par la certitude de la foi, et passent ensuite du cœur spirituel à l’esprit rationnel, qui les reconnaît pour vraies et peut les exposer à son tour : « C’est pourquoi ceux à qui Dieu a donné la religion par sentiment du cœur sont bien heureux et bien légitimement persuadés ». [66]\n\nPascal ne s’est jamais résigné à ce que certains de ses frères humains non seulement ne connaissent pas Jésus-Christ, mais dédaignent par paresse, ou à cause de leurs passions, de prendre l’Évangile au sérieux. Car c’est en Jésus-Christ que se joue leur vie. « L’immortalité de l’âme est une chose qui nous importe si fort, qui nous touche si profondément, qu’il faut avoir perdu tout sentiment pour être dans l’indifférence de savoir ce qui en est. […] Et c’est pourquoi, entre ceux qui n’en sont pas persuadés, je fais une extrême différence de ceux qui travaillent de toutes leurs forces à s’en instruire, à ceux qui vivent sans s’en mettre en peine et sans y penser ». [67] Nous-mêmes savons bien que nous cherchons souvent à fuir la mort, ou à la maîtriser, pensant que nous pourrions « écarter la pensée de notre finitude » ou « ôter à la mort son pouvoir et chasser la peur. Mais la foi chrétienne n’est pas une façon d’exorciser la peur de la mort, elle nous aide plutôt à l’affronter. Tôt ou tard, tous nous passerons par cette porte. La vraie lumière qui éclaire le mystère de la mort vient de la résurrection du Christ ». [68]Seule la grâce de Dieu permet au cœur de l’homme d’accéder à l’ordre de la connaissance divine, à la charité. Ce qui fait écrire à un important commentateur contemporain de Pascal que « la pensée ne parvient à penser chrétiennement que si elle accède à ce que Jésus-Christ met en œuvre, la charité ». [69]\n\nPascal, la controverse et la charité\n\nAvant de conclure, il me faut évoquer les rapports de Pascal avec le Jansénisme. L’une de ses sœurs, Jacqueline, était entrée en religion à Port-Royal, dans une congrégation dont la théologie était très influencée par Cornelius Jansen, dit Jansénius, lequel avait composé un traité, l’ Augustinus, paru en 1640. Après sa « nuit de feu », Pascal était venu faire une retraite à l’abbaye de Port-Royal, en janvier 1655. Or, dans les mois qui suivirent, une controverse importante et déjà ancienne opposant les Jésuites aux “jansénistes” qui étaient attachés à l’ Augustinus, se réveilla à la Sorbonne, l’université de Paris. La querelle portait principalement sur la question de la grâce de Dieu, et sur les rapports de la grâce et de la nature humaine, en particulier son libre-arbitre. Pascal, quoiqu’il n’appartînt pas à la congrégation de Port-Royal, et qu’il ne fût pas un homme de parti – « Je suis seul […], je ne suis point de Port-Royal », [70] écrira-t-il – fut chargé par les Jansénistes de les défendre, notamment parce que son art rhétorique était puissant. Il le fit en 1656 et 1657, en publiant une série de dix-huit lettres, dites Provinciales.\n\nSi plusieurs propositions dites “jansénistes” étaient effectivement contraires à la foi, [71] ce que Pascal reconnaissait, il contestait qu’elles fussent présentes dans l’ Augustinus, et suivies par les gens de Port-Royal. Certaines de ses propres affirmations, néanmoins, ayant trait par exemple à la prédestination, tirées de la théologie du dernier saint Augustin, dont les formules avaient été affûtées par Jansénius, ne sonnent pas juste. Il faut toutefois comprendre que, comme saint Augustin avait voulu combattre au V e siècle les Pélagiens, lesquels affirmaient que l’homme peut, par ses propres forces et sans la grâce de Dieu, faire le bien et être sauvé, Pascal crut sincèrement s’attaquer alors au pélagianisme ou au semi-pélagianisme qu’il croyait identifier dans les doctrines suivies par les Jésuites molinistes, du nom du théologien Luis de Molina, mort en 1600 mais à l’influence encore vivace au milieu du XVII e siècle. Faisons-lui crédit de la franchise et de la sincérité de ses intentions.\n\nCette lettre n’est certes pas le lieu pour rouvrir la question. Toutefois, ce qu’il y a de juste mise en garde dans les positions de Pascal vaut encore pour notre temps : le néo-pélagianisme, [72] qui voudrait que tout dépende « de l’effort humain canalisé par des normes et des structures ecclésiales », [73] se reconnaît à ce qu’il « nous enivre de la présomption d’un salut gagné par nos propres efforts ». [74] Et il faut maintenant affirmer que l’ultime position de Pascal quant à la grâce, et au fait en particulier que Dieu « veut que tous les hommes soient sauvés et parviennent à la pleine connaissance de la vérité » ( 1 Tm 2, 4), s’énonçait en termes parfaitement catholiques à la fin de sa vie. [75]\n\nComme je le disais au début, Blaise Pascal, à la fin de sa vie, brève mais d’une richesse et d’une fécondité extraordinaires, avait mis l’amour de ses frères à la toute première place. Il se sentait et se savait membre d’un seul corps, car « Dieu ayant fait le ciel et la terre qui ne sentent point le bonheur de leur être, il a voulu faire des êtres qui le connussent et qui composassent un corps de membres pensants ». [76] Pascal, à sa place de fidèle laïc, a goûté à la joie de l’Évangile, dont l’Esprit veut féconder et guérir « toutes les dimensions de l’homme » et réunir « tous les hommes à la table du Royaume ». [77] Alors qu’il compose sa magnifique Prière pour demander à Dieu le bon usage des maladies en 1659, Pascal est un homme pacifié qui ne se situe plus dans la controverse, ni même dans l’apologétique. Très malade et sur le point de mourir, il demanda à communier, mais cela ne se fit pas immédiatement. Il demanda donc à sa sœur : « Ne pouvant pas communier dans le chef [Jésus-Christ], je voudrais bien communier dans les membres ». [78] Et il « avait un grand désir de mourir en la compagnie des pauvres ». [79] « Il meurt dans la simplicité d’un enfant », [80] dit-on de lui peu de temps avant son dernier souffle le 19 août 1662. Après avoir reçu les Sacrements, ses dernières paroles furent : « Que Dieu ne m’abandonne jamais ». [81]\n\nPuissent son œuvre de lumière et les exemples de sa vie si profondément baptisée en Jésus-Christ, nous aider à parcourir jusqu’au bout le chemin de la vérité, de la conversion et de la charité. Car la vie d’un homme est si courte : « Éternellement en joie pour un jour d’exercice sur la terre ». [82]\n\nRome, Saint-Jean-de-Latran, le 19 juin 2023\n\nFRANÇOIS\n\n_________________________________________________________\n\n[1] Pascal, Pensées, numérotation Lafuma, n. 199.\n\n[2] G. Périer, Vie de M. Pascal, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, I, Paris, 1998, p. 91.\n\n[3] Pascal, Pensées, Laf., n. 270.\n\n[4] Ibid., n. 148.\n\n[5] Ibid., n. 417.\n\n[6] Pascal, Entretien avec M. de Sacy, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, II, Paris, 2000, p. 90.\n\n[7] Pascal, Pensées ( Mémorial), Laf., n. 913.\n\n[8] Pascal, Pensées ( Le Mystère de Jésus), Laf., n. 926.\n\n[9] Exhort. ap. Gaudete et exsultate, n. 65.\n\n[10] Ibid., n. 167.\n\n[11] Pascal, Pensées, Laf., n. 12.\n\n[12] G. Périer, op. cit., p. 64.\n\n[13] Cf. ibid., p. 65.\n\n[14] Ibid.\n\n[15] « Pascal », in La Gloire et la Croix, Styles, II., Paris, 1972, p. 78.\n\n[16] Pascal, Pensées, Laf., n. 307.\n\n[17] Ibid., n. 110.\n\n[18] Ibid., n. 533.\n\n[19] Cf. Pascal, Entretien avec M. de Sacy, op. cit., p. 98.\n\n[20] Cf. Pascal, Pensées, Laf., n. 208.\n\n[21] Ibid., n. 200.\n\n[22] Ibid., n. 199.\n\n[23] Ibid., n. 427.\n\n[24] Exhort. ap. Evangelii Gaudium, n. 231.\n\n[25] Pascal, Pensées, Laf., n. 678.\n\n[26] Exhort. ap. Evangelii Gaudium, n. 232.\n\n[27] Pascal, Pensées, Laf., n. 114.\n\n[28] Ibid., n. 117.\n\n[29] Ibid., n. 427.\n\n[30] Ibid., n. 136.\n\n[31] Ibid., n. 622.\n\n[32] Ibid., n. 148.\n\n[33] Ibid., n. 116.\n\n[34] Ibid., n. 131.\n\n[35] Ibid., n. 613.\n\n[36] Ibid., n. 149.\n\n[37] H.U. von Balthasar, op. cit., p. 82.\n\n[38] Pascal, Pensées, Laf., n. 149.\n\n[39] Pascal, Pensées ( Mémorial), Laf., n. 913.\n\n[40] Catéchèse, 3 juin 2020.\n\n[41] Pascal, Pensées ( Mémorial), Laf., n. 913.\n\n[42] Ibid.\n\n[43] Lett. Enc. Fides et Ratio, n. 76 : AAS 91 (1999), p. 64.\n\n[44] H. Gouhier, Blaise Pascal. Commentaires, Paris, 1971, p. 44-45.\n\n[45] Pascal, Pensées, Laf., n. 189.\n\n[46] Ibid.\n\n[47] Exhort. ap. Evangelii Gaudium, n. 8.\n\n[48] Cf. Pascal, Pensées, Laf., n. 298.\n\n[49] Ibid., n. 208.\n\n[50] Ibid., n. 242.\n\n[51] Pascal, Pensées ( Le Mystère de Jésus), Laf., n. 919.\n\n[52] Catéchèse, 21 novembre 2012.\n\n[53] Ibid.\n\n[54] Pascal, Entretien avec M. de Sacy, op. cit., p. 87.\n\n[55] Pascal, Pensées, Laf., n. 173.\n\n[56] Ibid., n. 298.\n\n[57] Homélie en la Solennité du Christ-Roi de l’Univers, 20 novembre 2022.\n\n[58] Conc. Oecum. Vat. II, Decl. Dignitatis humanae, n. 11.\n\n[59] Pascal, Pensées, Laf., n. 149.\n\n[60] Ibid., n. 7.\n\n[61] Ibid., n. 380.\n\n[62] Ibid., n. 308.\n\n[63] Ibid.\n\n[64] Ibid., n. 512.\n\n[65] Ibid., n. 110.\n\n[66] Ibid.\n\n[67] Ibid., n. 427.\n\n[68] Catéchèse, 9 février 2022.\n\n[69] J.-L. Marion, La Métaphysique et après, Paris, 2023, p. 356.\n\n[70] Pascal, Dix-septième lettre provinciale, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, II, Paris, 2000, p. 781.\n\n[71] Cf. B. Neveu, L’erreur et son juge : remarques sur les censures doctrinales à l’époque moderne, Naples, 1993.\n\n[72] Cf. Cong. pour la Doctrine de la Foi, Lett. Placuit Deo (22 février 2018) ; Exhort. ap. Gaudete et exsultate, nn. 57-59.\n\n[73] Exhort. ap. Gaudete et exsultate, n. 59.\n\n[74] Lett. ap. Desiderio desideravi, n. 20.\n\n[75] Cf. Pascal Pensées ( Le Mystère de Jésus), Laf., n. 931. Au début de ce passage on trouve, entre parenthèses, cette phrase: « J’aime tous les hommes comme mes frères, parce qu’ils sont tous rachetés ».\n\n[76] Pascal, Pensées, Laf., n. 360.\n\n[77] Exhort. ap. Evangelii Gaudium, n. 237.\n\n[78] G. Périer, op. cit., p. 92-93.\n\n[79] Ibid., p. 93.\n\n[80] Ibid., p. 90.\n\n[81] Ibid., p. 94.\n\n[82] Pascal, Pensées ( Mémorial), Laf., n. 913.\n\nCopyright © Dicastère pour la Communication\n\nLe Saint-Siège\n\nLe Saint-Siège","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/francesco/fr/apost_letters/documents/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis.html","sha256":"0c709a351299574a5a29809cfff3341a3044b824ac09b9df9450899645399f88","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/fr.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/fr.txt"}]},"it":{"code":"it","label":"Italiano","contentFormat":"plain-text","text":"Lettera Apostolica \"Sublimitas et miseria hominis\" nel IV centenario della nascita di Blaise Pascal (19 giugno 2023)\n\nLa Santa Sede\n\nitaliano\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nLa Santa Sede\n\nMagisterium\n\nCalendario\n\nCelebrazioni Liturgiche\n\nBiglietti Udienze e Celebrazioni Pontificie\n\nSommi Pontefici\n\nCollegio Cardinalizio\n\nCuria Romana e altre Organizzazioni\n\nSinodo\n\nSala Stampa\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nFrancesco\n\nLettere Apostoliche\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGenerazione pdf in corso.....\n\nAR\n\n- DE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\nLETTERA APOSTOLICA\n\nSUBLIMITAS ET MISERIA HOMINIS\n\nDEL SANTO PADRE\n\nFRANCESCO\n\nNEL QUARTO CENTENARIO DELLA NASCITA\n\nDI BLAISE PASCAL\n\nGrandezza e miseria dell’uomo formano il paradosso che sta al centro della riflessione e del messaggio di Blaise Pascal, nato quattro secoli fa, il 19 giugno 1623, a Clermont, nella Francia centrale. Fin da bambino e per tutta la vita egli ha cercato la verità. Con la ragione ne ha rintracciato i segni, specialmente nei campi della matematica, della geometria, della fisica e della filosofia. Ha fatto precocemente scoperte straordinarie, tanto da raggiungere una fama notevole. Ma non si è fermato lì. In un secolo di grandi progressi in tanti campi della scienza, accompagnati da un crescente spirito di scetticismo filosofico e religioso, Blaise Pascal si è mostrato un infaticabile ricercatore del vero, che come tale rimane sempre “inquieto”, attratto da nuovi e ulteriori orizzonti.\n\nProprio questa ragione così acuta e al tempo stesso così aperta, in lui non metteva mai a tacere la domanda antica e sempre nuova che risuona nell’animo umano: «Che cosa è mai l’uomo perché di lui ti ricordi, il figlio dell’uomo, perché te ne curi?» ( Sal 8,5). Questa domanda è impressa nel cuore di ogni essere umano, di ogni tempo e luogo, di ogni civiltà e lingua, di ogni religione. «Che cos’è un uomo nella natura? – si chiede Pascal – Un nulla rispetto all’infinito, un tutto rispetto al nulla». [1] E al tempo stesso l’interrogativo è incastonato lì, in quel Salmo, nel vivo di quella storia d’amore tra Dio e il suo popolo, storia compiuta nella carne del “Figlio dell’uomo” Gesù Cristo, che il Padre ha donato fino all’abbandono per coronarlo di gloria e di onore al di sopra di ogni creatura (cfr v. 6). A tale interrogativo, posto in un linguaggio così diverso da quello matematico e geometrico, Pascal non si è mai chiuso.\n\nAlla base di questo mi pare di poter riconoscere in lui un atteggiamento di fondo, che definirei “stupita apertura alla realtà”. Apertura alle altre dimensioni del sapere e dell’esistenza, apertura agli altri, apertura alla società. Ad esempio, egli fu all’origine, nel 1661, a Parigi, della prima rete di trasporti pubblici della storia, le cosiddette “Carrozze a cinque sols”. Se faccio tale sottolineatura all’inizio di questa lettera, è per insistere sul fatto che né la sua conversione a Cristo, a partire specialmente dalla “Notte di fuoco” del 23 novembre 1654, né il suo straordinario sforzo intellettuale di difesa della fede cristiana hanno fatto di lui una persona isolata dal suo tempo. Era attento ai problemi allora più sentiti, come pure ai bisogni materiali di tutte le componenti della società in cui viveva.\n\nApertura alla realtà ha significato per lui non chiudersi agli altri nemmeno nell’ora dell’ultima malattia. Di quel periodo, quando aveva trentanove anni, si riportano queste parole, che esprimono il passo conclusivo del suo cammino evangelico: «Se i medici dicono il vero, e Dio permette che mi rialzi da questa malattia, sono deciso a non avere alcun altro impiego né altra occupazione per tutto il resto della mia vita che il servizio ai poveri». [2] È commovente constatare che, negli ultimi giorni della sua vita, un pensatore così geniale come Blaise Pascal non vedesse altra urgenza al di sopra di quella di mettere le sue energie nelle opere di misericordia: «L’unico oggetto della Scrittura è la carità». [3]\n\nMi rallegro dunque del fatto che la provvidenza, in questo quarto centenario della sua nascita, mi offra l’occasione di rendergli omaggio e di evidenziare ciò che, nel suo pensiero e nella sua vita, mi sembra adatto a stimolare i cristiani del nostro tempo e tutti gli uomini e le donne di buona volontà nella ricerca della vera felicità: «Tutti gli uomini cercano di essere felici. Non ci sono eccezioni, per quanto diversi possano essere i mezzi impiegati. Tutti mirano a questo fine». [4] Quattro secoli dopo la sua nascita, Pascal rimane per noi il compagno di strada che accompagna la nostra ricerca della vera felicità e, secondo il dono della fede, il nostro riconoscimento umile e gioioso del Signore morto e risorto.\n\nUn innamorato di Cristo che parla a tutti\n\nSe Blaise Pascal può toccare tutti, è soprattutto perché ha parlato mirabilmente della condizione umana. Sarebbe tuttavia sbagliato non vedere in lui che uno specialista, per quanto geniale, dei costumi umani. Il monumento che formano i suoi Pensieri, di cui alcune formule isolate sono rimaste celebri, non si può comprendere realmente se si ignora che Gesù Cristo e la Sacra Scrittura ne costituiscono al contempo il centro e la chiave. Se infatti Pascal ha iniziato a parlare dell’uomo e di Dio, è perché era arrivato alla certezza che «non solo non conosciamo Dio se non tramite Gesù Cristo, ma non conosciamo noi stessi se non tramite Gesù Cristo. Non conosciamo la vita, la morte, se non tramite Gesù Cristo. Fuori di Gesù Cristo non sappiamo cos’è né la nostra vita, né la nostra morte, né Dio né noi stessi. Così senza la Scrittura, che ha per unico oggetto Gesù Cristo, non conosciamo nulla e vediamo solo oscurità». [5] Perché possa essere capita da tutti, senza venir considerata come una pura affermazione dottrinale inaccessibile a quanti non condividono la fede della Chiesa, né come una svalutazione delle legittime competenze dell’intelligenza naturale, un’affermazione così estrema merita di essere chiarita.\n\nFede, amore e libertà\n\nCome cristiani dobbiamo tenerci lontani dalla tentazione di brandire la nostra fede come una certezza incontestabile che si imporrebbe a tutti. Pascal aveva certamente la preoccupazione di far conoscere a tutti che «Dio e il vero sono inseparabili». [6] Ma sapeva che l’atto di credere è possibile per la grazia di Dio, ricevuta in un cuore libero. Lui, che per la fede aveva fatto l’incontro personale con il «Dio di Abramo, Dio di Isacco, Dio di Giacobbe, non dei filosofi e dei sapienti», [7] aveva riconosciuto in Gesù Cristo «la via, la verità e la vita» ( Gv 14,6). Perciò propongo a tutti coloro che vogliono continuare a ricercare la verità – impresa che in questa vita non ha mai fine – di mettersi in ascolto di Blaise Pascal, un uomo dall’intelligenza prodigiosa che ha voluto ricordare che al di fuori della prospettiva dell’amore non c’è verità che valga: «Ci si fa un idolo persino della verità stessa, perché la verità fuori della carità non è Dio, ma è la sua immagine e un idolo che non bisogna amare, né adorare». [8]\n\nPascal ci premunisce così contro le false dottrine, le superstizioni o il libertinaggio, che tengono tanti di noi lontani dalla pace e dalla gioia durature di Colui che vuole che scegliamo «la vita e il bene» e non «la morte e il male» ( Dt 30,15). Ma il dramma della nostra vita è che talvolta vediamo male e, di conseguenza, scegliamo male. In realtà, noi possiamo assaporare la felicità del Vangelo solo «se lo Spirito Santo ci pervade con tutta la sua potenza e ci libera dalla debolezza dell’egoismo, della pigrizia, dell’orgoglio». [9] Inoltre, «senza la sapienza del discernimento possiamo trasformarci facilmente in burattini alla mercé delle tendenze del momento». [10] Per questo l’intelligenza e la fede viva di Pascal, che ha voluto mostrare che la religione cristiana è «venerabile perché ha conosciuto bene l’uomo», e «amabile perché promette il vero bene», [11] possono aiutarci ad avanzare attraverso le oscurità e le disgrazie di questo mondo.\n\nUna mente scientifica eccezionale\n\nQuando sua madre muore, nel 1626, Blaise Pascal ha tre anni. Étienne, suo padre, giurista di fama, è rinomato anche per le sue notevoli doti scientifiche, in particolare nella matematica e nella geometria. Deciso a curare da solo l’educazione dei suoi tre figli Jacqueline, Blaise et Gilberte, si stabilisce a Parigi nel 1632. Ben presto, Blaise dà prova di una mente eccezionale e di una spiccata esigenza di ricercare il vero, così come riferisce la sorella Gilberte: «Fin dall’infanzia, non poteva arrendersi se non a ciò che gli apparisse manifestamente vero; così che, quando non gli si davano buone ragioni, ne ricercava lui stesso». [12] Un giorno, il padre sorprese il figlio in ricerche di geometria e si accorse subito che, senza sapere che quei teoremi esistevano nei libri sotto altri nomi, Blaise, dodicenne, aveva dimostrato completamente da solo, disegnando delle figure per terra, le trentadue prime proposizioni di Euclide. [13] Gilberte si ricorda a tale proposito che il padre fu «spaventato dalla grandezza e dalla potenza di quell’ingegno». [14]\n\nNegli anni che seguirono, Blaise Pascal metterà a frutto il suo immenso talento consacrandovi la sua forza di lavoro. A partire dai diciassette anni frequenta i maggiori dotti del suo tempo. Presto si succedono le scoperte e le pubblicazioni. Nel 1642, a diciannove anni, inventa una macchina di aritmetica, antenata delle nostre calcolatrici. Blaise Pascal ha questo di estremamente stimolante per noi, che ci richiama la grandezza della ragione umana, e ci invita a servircene per decifrare il mondo che ci circonda. L’ esprit de géométrie, che è tale attitudine a comprendere in dettaglio il funzionamento delle cose, gli sarà utile per tutta la vita, come osserva l’eminente teologo Hans Urs von Balthasar: «[Egli] si rende capace inoltre, dalla precisione propria dei piani della geometria e delle scienze della natura, di raggiungere la precisione tutta diversa che è propria del piano dell’esistenza in genere e della sfera cristiana». [15] Questo esercizio fiducioso della ragione naturale, che lo rende solidale con tutti i fratelli umani in cerca di verità, gli permetterà di riconoscere i limiti dell’intelligenza stessa e, nel contempo, di aprirsi alle ragioni soprannaturali della Rivelazione, secondo una logica del paradosso che costituisce il suo marchio filosofico e il fascino letterario dei suoi Pensieri: «Alla Chiesa fu altrettanto difficile mostrare, contro chi lo negava, che Gesù Cristo era uomo, quanto mostrare che era Dio. E le apparenze erano altrettanto grandi». [16]\n\nI filosofi\n\nMolti scritti di Pascal rientrano in larga parte nel discorso filosofico. In particolare i Pensieri, quell’insieme di frammenti pubblicati postumi che sono le note o le bozze di un filosofo animato da un progetto teologico, di cui i ricercatori si sforzano di ricostruire, non senza variazioni, la coerenza e l’ordine originari. L’amore appassionato per Cristo e il servizio ai poveri, che ho menzionato all’inizio, non sono stati tanto il segno di una frattura nello spirito di questo discepolo coraggioso, quanto quello di un approfondimento verso la radicalità evangelica, di un avanzare verso la vivente verità del Signore, con l’aiuto della grazia. Lui, che aveva la certezza soprannaturale della fede e che la vedeva tanto conforme alla ragione, benché oltrepassandola infinitamente, ha voluto spingere il più avanti possibile la discussione con quanti non condividevano la sua fede, poiché a «quanti non la posseggono, non possiamo darla se non mediante il ragionamento, in attesa che Dio la doni loro mediante il sentimento del cuore». [17] Evangelizzazione piena di rispetto e di pazienza, che la nostra generazione avrà interesse ad imitare.\n\nOccorre dunque, per comprendere bene il discorso di Pascal sul cristianesimo, essere attenti alla sua filosofia. Egli ammirava la sapienza degli antichi filosofi greci, capaci di semplicità e di tranquillità nella loro arte di ben vivere, come membri di una polis: «Ci si immagina Platone e Aristotele con grandi paludamenti da pedanti. Erano gentiluomini ed erano come gli altri, pronti a ridere con i loro amici. E quando si sono divertiti a scrivere le loro Leggi e la loro Politica, l’hanno fatto per diletto. Era la parte meno filosofica e meno seria della loro vita, giacché la più filosofica era di vivere semplicemente e tranquillamente». [18] Malgrado la loro grandezza e la loro utilità, Pascal tuttavia riconosce i limiti di questi filosofi: lo stoicismo porta all’orgoglio, [19] lo scetticismo alla disperazione. [20] La ragione umana è senza alcun dubbio una meraviglia della creazione, che distingue l’uomo tra tutte le creature, perché «l’uomo non è che una canna, la più debole della natura, ma è una canna che pensa». [21] Si comprende allora che i limiti dei filosofi saranno semplicemente i limiti della ragione creata. Democrito, infatti, aveva un bel dire: «Parlerò di tutto»; [22] la ragione non può, da sola, risolvere le questioni più alte e più urgenti. Qual è, effettivamente, all’epoca di Pascal come pure ai nostri giorni, il tema che più ci interessa? È quello del senso integrale del nostro destino, della nostra vita, e della nostra speranza, protesa a una felicità che non è proibito di concepire eterna, ma che solo Dio è autorizzato a donare: «Nulla è tanto importante per l’uomo quanto il suo stato. Nulla è tanto temibile per lui quanto l’eternità». [23]\n\nMeditando i Pensieri di Pascal, si ritrova, in qualche modo, questo principio fondamentale: «la realtà è superiore all’idea», perché Pascal ci insegna a tenerci lontano da «diverse forme di occultamento della realtà», dai «purismi angelicati» agli «intellettualismi senza saggezza». [24] Niente è più pericoloso di un pensiero disincarnato: «Chi vuole fare l’angelo fa la bestia». [25] E le ideologie mortifere di cui continuiamo a soffrire in ambito economico, sociale, antropologico e morale tengono quanti le seguono dentro bolle di credenza dove l’idea si è sostituita alla realtà.\n\nLa condizione umana\n\nLa filosofia di Pascal, tutta in paradossi, procede da uno sguardo tanto umile quanto lucido, che cerca di raggiungere «la realtà illuminata dal ragionamento». [26] Egli parte dalla constatazione che l’uomo è come un estraneo a sé stesso, grande e miserabile. Grande per la sua ragione, per la sua capacità di dominare le sue passioni, grande anche «in quanto si riconosce miserabile». [27] In particolare, aspira ad altro che ad appagare i propri istinti o a resistervi, «infatti, ciò che è natura negli animali, noi la chiamiamo miseria nell’uomo». [28] Esiste una sproporzione insopportabile tra, da una parte, la nostra volontà infinita di essere felici e di conoscere la verità e, dall’altra, la nostra ragione limitata e la nostra debolezza fisica, che conduce alla morte. Perché la forza di Pascal è anche nel suo implacabile realismo: «Non occorre un’anima molto elevata per capire che in questo mondo non esistono soddisfazioni autentiche e stabili, che tutti i nostri piaceri non sono altro che vanità e i nostri mali sono infiniti, e che infine la morte, che ci minaccia ad ogni istante, deve immancabilmente metterci entro pochi anni nell’orribile necessità di essere eternamente o annientati o infelici. Nulla è più reale né più terribile di questo. Facciamo pure gli spavaldi quanto vogliamo: ecco la fine che attende la vita più bella del mondo». [29] In questa condizione tragica, si comprende che l’uomo non possa rimanere in sé stesso, poiché la sua miseria e l’incertezza del suo destino gli risultano insopportabili. Ha bisogno quindi di distrarsi, ciò che Pascal riconosce di buon grado: «Da qui deriva che gli uomini amano tanto il clamore e il movimento». [30] Se infatti l’uomo non si distrae dalla propria condizione – e tutti sappiamo tanto bene distrarci con il lavoro, i piaceri o le relazioni familiari o amicali, ma ahimè anche con i vizi a cui ci portano certe passioni – la sua umanità sperimenta «il suo nulla, il suo abbandono, la sua insufficienza, la sua dipendenza, la sua impotenza, il suo vuoto. [Ed escono] dal fondo della sua anima […] la noia, l’umor nero, la tristezza, il dispiacere, la stizza, la disperazione». [31] E tuttavia il divertimento non placa, né colma, il nostro grande desiderio di vita e di felicità. Questo, tutti noi lo sappiamo bene.\n\nÈ allora che Pascal pone la sua grande ipotesi: «Cosa dunque ci gridano quest’avidità e quest’impotenza, se non che un tempo ci fu nell’uomo un’autentica felicità di cui ora gli restano soltanto il segno e l’orma del tutto vuota, che egli tenta invano di riempire con tutto ciò che lo circonda, chiedendo alle cose assenti l’aiuto che non ottiene dalle presenti? Ma invano, perché quest’abisso infinito non può essere colmato se non da un oggetto infinito e immutabile, ossia da Dio stesso». [32] Se l’uomo è come «un re spodestato», [33] che tende solo a ritrovare la grandezza perduta e che tuttavia se ne vede incapace, chi è dunque? «Quale chimera è dunque l’uomo? Quale stramberia, quale mostruosità, quale caos, quale soggetto di contraddizioni, quale prodigio? Giudice di tutte le cose, debole verme della terra, depositario del vero, cloaca di incertezza e di errore, gloria e rifiuto dell’universo. Chi sbroglierà questo groviglio?». [34] Pascal, come filosofo, vede bene che «quanto più si hanno lumi, tanto più si scopre grandezza e bassezza nell’uomo», [35] ma che questi opposti sono inconciliabili. Perché la ragione umana non può armonizzarli, né risolvere l’enigma.\n\nPer questo Pascal rileva che, se c’è un Dio e se l’uomo ha ricevuto una rivelazione divina – come diverse religioni affermano – e se tale rivelazione è veritiera, là deve trovarsi la risposta che l’uomo attende per risolvere le contraddizioni che lo tormentano: «Le grandezze e le miserie dell’uomo sono così palesi che necessariamente occorre che la vera religione ci insegni che c’è nell’uomo qualche grande principio di grandezza, e che c’è un grande principio di miseria. Inoltre, occorre che essa ci spieghi questi stupefacenti contrasti». [36] Ora, avendo studiato le grandi religioni, Pascal conclude che «nessun pensare e nessun fare ascetico-mistico può offrire una via di salvezza», se non a partire dal «superiore criterio di verità della irradiazione della grazia nell’anima». [37]«Invano, o uomini – scrive Pascal immaginando ciò che il vero Dio potrebbe dirci – cercate in voi stessi il rimedio alle vostre miserie. Tutti i vostri lumi possono giungere al massimo a capire che non troverete in voi né la verità né il bene. I filosofi ve l’hanno promesso e non vi sono riusciti. Essi non sanno né quale sia il vostro vero bene, né quale sia la vostra vera condizione». [38]\n\nArrivato a questo punto, Pascal, che ha scrutato con la singolare forza della sua intelligenza la condizione umana, la Sacra Scrittura e la tradizione della Chiesa, intende proporsi con la semplicità dello spirito d’infanzia quale umile testimone del Vangelo. È quel cristiano che vuole parlare di Gesù Cristo a quanti concludono un po’ in fretta che non ci sono ragioni consistenti per credere alle verità del cristianesimo. Pascal, al contrario, sa per esperienza che ciò che si trova nella Rivelazione non solo non si oppone alle richieste della ragione, ma apporta la risposta inaudita alla quale nessuna filosofia avrebbe potuto giungere da sé stessa.\n\nConversione: la visita del Signore\n\nIl 23 novembre 1654, Pascal ha vissuto un’esperienza fortissima, di cui si parla fino ad oggi come della sua “Notte di fuoco”. Questa esperienza mistica, che gli fece versare lacrime di gioia, è stata così intensa e così determinante per lui che l’ha registrata su un pezzo di carta datato con precisione, il “Memoriale”, che egli aveva infilato nella fodera del suo mantello e che è stato scoperto solo dopo la sua morte. Se è impossibile sapere esattamente quale sia la natura di ciò che accadde nell’anima di Pascal quella notte, sembra trattarsi di un incontro di cui egli stesso ha riconosciuto l’analogia con quello, fondamentale in tutta la storia della rivelazione e della salvezza, vissuto da Mosè davanti al roveto ardente (cfr Es 3). Il termine «fuoco», [39] che Pascal ha voluto collocare in testa al “Memoriale”, ci invita, con le debite proporzioni, a proporre tale accostamento. Il parallelismo sembra indicato da Pascal stesso che, immediatamente dopo l’evocazione del fuoco, ha ripreso il titolo che il Signore si era dato davanti a Mosè: «Dio di Abramo, Dio di Isacco, Dio di Giacobbe» ( Es 3,6.15), aggiungendo: «non dei filosofi e dei sapienti. Certezza, certezza, sensazione, gioia, pace. Dio di Gesù Cristo».\n\nSì, il nostro Dio è gioia, e Blaise Pascal lo testimonia a tutta la Chiesa come pure a tutti i cercatori di Dio: «Non è il Dio astratto o il Dio cosmico, no. È il Dio di una persona, di una chiamata, il Dio di Abramo, di Isacco, di Giacobbe, il Dio che è certezza, che è sentimento, che è gioia». [40] Quell’incontro, che ha confermato a Pascal la «grandezza dell’anima umana», l’ha colmato di questa gioia viva e inesauribile: «Gioia, gioia, gioia, lacrime di gioia». E questa gioia divina diventa per Pascal il luogo della confessione e della preghiera: «Gesù Cristo. Mi sono separato da lui, l’ho fuggito, rinnegato, crocifisso. Che io non sia mai separato da lui!». [41] È l’esperienza dell’amore di quel Dio personale, Gesù Cristo, il quale ha preso parte alla nostra storia e incessantemente prende parte alla nostra vita, a trascinare Pascal sulla via della conversione profonda e quindi della «rinuncia totale e dolce» [42], perché vissuta nella carità, all’«uomo vecchio che si corrompe seguendo le passioni ingannevoli» ( Ef 4,22).\n\nCome ricordava San Giovanni Paolo II nella sua Enciclica sui rapporti tra fede e ragione, filosofi come Pascal si distinguono per il rifiuto di ogni presunzione e per la loro scelta di un atteggiamento fatto tanto di umiltà quanto di coraggio. Hanno sperimentato che la fede «libera la ragione dalla presunzione». [43] Prima della notte del 23 novembre 1654, questo è chiaro, Pascal «non ha alcun dubbio sull’esistenza di Dio. Sa anche che questo Dio è il sommo bene. […] Ciò che gli manca, e che attende, non è un sapere ma un potere, non una verità ma una forza». [44] Ora questa forza gli viene donata per grazia: egli si sente attratto, con certezza e con gioia, da Gesù Cristo: «Conosciamo Dio solo per mezzo di Gesù Cristo. Senza questo mediatore è esclusa ogni comunicazione con Dio». [45] Scoprire Gesù Cristo è scoprire il Salvatore e Liberatore di cui ho bisogno: «Quel Dio non è altro che il riparatore della nostra miseria. Perciò non possiamo conoscere bene Dio senza conoscere le nostre iniquità». [46] Come ogni autentica conversione, la conversione di Blaise Pascal avviene nell’umiltà, che ci libera «dalla nostra coscienza isolata e dall’autoreferenzialità». [47]\n\nL’intelligenza immensa e inquieta di Blaise Pascal, colmata di pace e di gioia davanti alla rivelazione di Gesù Cristo, ci invita, secondo “l’ordine del cuore”, [48] a camminare con sicurezza rischiarati da «questi lumi celesti». [49] Infatti, se il nostro Dio è un “Dio nascosto” (cfr Is 45,15), è perché Lui «volle nascondersi», [50] così che la nostra ragione, illuminata dalla grazia, non avrà mai finito di scoprirlo. È dunque per l’illuminazione della grazia che lo si può conoscere. Ma la libertà dell’uomo deve aprirsi; e ancora Gesù ci consola: «Tu non mi cercheresti se non mi avessi trovato». [51]\n\nL’ordine del cuore e le sue ragioni di credere\n\nSecondo le parole di Benedetto XVI, «la tradizione cattolica sin dall’inizio ha rigettato il cosiddetto fideismo, che è la volontà di credere contro la ragione». [52] In questa linea Pascal è profondamente attaccato alla «ragionevolezza della fede in Dio», [53] non solo perché «la mente non può essere costretta a credere ciò che sa essere falso», [54] ma perché «se si urtano i principi della ragione, la nostra religione sarà assurda e ridicola». [55] Ma, se la fede è ragionevole, è anche un dono di Dio e non potrebbe imporsi: «Non si dimostra che si deve essere amati esponendo con ordine le cause dell’amore. Sarebbe ridicolo», [56] osserva Pascal con la finezza del suo umorismo, tracciando un parallelo tra l’amore umano e la maniera in cui Dio si manifesta a noi. Niente più che l’amore, «che si propone ma non s’impone - l’amore di Dio non si impone mai». [57] Gesù ha reso testimonianza alla verità (cfr Gv 18,37) ma «non volle imporla con la forza a coloro che la respingevano». [58] Per questo «c’è abbastanza luce per chi desidera solo vedere, e abbastanza oscurità per chi ha una disposizione opposta». [59]\n\nGiunge quindi ad affermare che «la fede è diversa dalla prova. L’una è umana, l’altra è un dono di Dio». [60] Perciò, è impossibile credere «se Dio non inclina il cuore». [61] Se la fede è di un ordine superiore alla ragione, ciò non significa affatto che vi si opponga, ma che la supera infinitamente. Leggere l’opera di Pascal non è dunque anzitutto scoprire la ragione che illumina la fede; è mettersi alla scuola di un cristiano di razionalità eccezionale, che ha saputo tanto meglio rendere conto di un ordine stabilito dal dono di Dio al di sopra della ragione: «La distanza infinita tra i corpi e le menti raffigura la distanza infinitamente più infinita tra le menti e la carità, poiché questa è soprannaturale». [62] Scienziato esperto di geometria, vale a dire della scienza dei corpi posti nello spazio, e geometra esperto di filosofia, vale a dire della scienza delle menti poste nella storia, Blaise Pascal illuminato dalla grazia della fede poteva così trascrivere la totalità della sua esperienza: «Da tutti i corpi insieme non si saprebbe far uscire un piccolo pensiero: è impossibile, appartiene a un altro ordine. Da tutti i corpi e da tutte le menti non si può trarre un moto di vera carità: è impossibile, appartiene a un altro ordine, soprannaturale». [63]\n\nNé l’intelligenza geometrica né il ragionamento filosofico permettono all’uomo di giungere da solo a «una vista molto nitida» sul mondo e su sé stessi. Chi è riverso sui dettagli dei suoi calcoli non beneficia della visione d’insieme che permette di “scorgere tutti i principi”. Questo appartiene all’«intelligenza intuitiva», di cui Pascal vanta ugualmente i meriti, poiché quando si cerca di cogliere la realtà, «bisogna vedere la cosa all’istante, con un solo colpo d’occhio». [64] Questa intelligenza intuitiva è connessa con ciò che Pascal chiama il “cuore”: «Conosciamo la realtà non solo con la ragione, ma anche con il cuore. È in quest’ultimo modo che conosciamo i primi principi, e invano il ragionamento, che non vi partecipa affatto, cerca di metterli in dubbio». [65] Ora, le verità divine, come il fatto che il Dio che ci ha fatti è amore, che è Padre, Figlio e Spirito Santo, che si è incarnato in Gesù Cristo, morto e risorto per la nostra salvezza, non sono dimostrabili con la ragione, ma possono essere conosciute con la certezza della fede, e passano poi dal cuore spirituale alla mente razionale, che le riconosce come vere e può a sua volta esporle: «Ecco perché coloro cui Dio ha dato la religione mediante il sentimento del cuore sono ben fortunati e ben legittimamente convinti». [66]\n\nPascal non si è mai rassegnato al fatto che alcuni suoi fratelli in umanità non solo non conoscono Gesù Cristo, ma disdegnano per pigrizia, o a causa delle loro passioni, di prendere sul serio il Vangelo. Infatti è in Gesù Cristo che si gioca la loro vita. «L’immortalità dell’anima è una cosa che ci preme a tal punto, ci tocca così profondamente, che bisogna essere del tutto insensati per non essere interessati a conoscere come stanno le cose. […] Ragion per cui, nell’ambito di coloro che non ne sono convinti, io pongo un’estrema differenza tra quanti si impegnano con tutte le loro forze per istruirsi, e quanti vivono senza darsene pena né pensiero». [67] Noi stessi sappiamo bene che spesso cerchiamo di fuggire la morte, o di dominarla, pensando di poter «allontanare il pensiero della nostra finitudine» o «togliere alla morte il suo potere e scacciare il timore. Ma la fede cristiana non è un modo per esorcizzare la paura della morte, piuttosto ci aiuta ad affrontarla. Prima o poi, tutti andremo per quella porta. La vera luce che illumina il mistero della morte viene dalla risurrezione di Cristo». [68] Solo la grazia di Dio permette al cuore dell’uomo di accedere all’ordine della conoscenza divina, alla carità. Questo ha fatto scrivere a un importante commentatore contemporaneo di Pascal che «il pensiero non arriva a pensare cristianamente se non accede a ciò che Gesù Cristo mette in atto, la carità». [69]\n\nPascal, la controversia e la carità\n\nPrima di concludere, è necessario evocare i rapporti di Pascal con il Giansenismo. Una delle sue sorelle, Jacqueline, era entrata nella vita religiosa a Port-Royal, in una congregazione la cui teologia era molto influenzata da Cornelius Jansen, il quale aveva composto un trattato, l’ Augustinus, pubblicato nel 1640. Dopo la sua “Notte di fuoco”, Pascal si era recato a fare un ritiro all’abbazia di Port-Royal, nel gennaio 1655. Ora, nei mesi seguenti, una controversia importante e già antica, che opponeva i Gesuiti ai “Giansenisti”, legati all’ Augustinus, si risvegliò alla Sorbona, l’università di Parigi. La disputa verteva principalmente sulla questione della grazia di Dio e sui rapporti tra la grazia e la natura umana, in particolare il suo libero arbitrio. Pascal, benché non appartenesse alla congregazione di Port-Royal, e benché non fosse un uomo di parte – «sono solo, egli scrive, […] non sono affatto di Port-Royal» [70] – fu incaricato dai Giansenisti di difenderli, soprattutto perché la sua arte retorica era potente. Lo fece nel 1656 e nel 1657, pubblicando una serie di diciotto lettere, denominate Provinciali.\n\nSe molte proposizioni dette “gianseniste” erano effettivamente contrarie alla fede, [71] ciò che Pascal riconosceva, egli contestava che esse fossero presenti nell’ Augustinus e seguite dai membri di Port-Royal. Alcune delle sue stesse affermazioni, però, concernenti ad esempio la predestinazione, tratte dalla teologia dell’ultimo Sant’Agostino, le cui formule erano state già affilate da Giansenio, non suonano giuste. Bisogna tuttavia comprendere che, come Sant’Agostino aveva voluto combattere nel V secolo i Pelagiani, i quali sostenevano che l’uomo può con le proprie forze e senza la grazia di Dio fare il bene ed essere salvato, Pascal ha creduto sinceramente di opporsi al pelagianesimo o al semi-pelagianesimo che riteneva di identificare nelle dottrine seguite dai Gesuiti molinisti (dal nome del teologo Luis de Molina, morto nel 1600 ma il cui influsso era ancora vivo a metà del XVII secolo). Facciamogli credito sulla franchezza e la sincerità delle sue intenzioni.\n\nQuesta lettera non è certo il luogo per riaprire la questione. Tuttavia, ciò che vi è di giusta messa in guardia nelle posizioni di Pascal vale ancora per il nostro tempo: il «neo-pelagianesimo», [72] che vorrebbe far dipendere tutto «dallo sforzo umano incanalato attraverso norme e strutture ecclesiali», [73] si riconosce dal fatto che «ci intossica con la presunzione di una salvezza guadagnata con le nostre forze». [74] E occorre ora affermare che l’ultima posizione di Pascal quanto alla grazia, e in particolare al fatto che Dio «vuole che tutti gli uomini siano salvati e giungano alla conoscenza della verità» ( 1 Tm 2,4), si enunciava in termini perfettamente cattolici alla fine della sua vita. [75]\n\nCome dicevo in apertura, Blaise Pascal, al termine della sua vita breve ma di una ricchezza e fecondità straordinarie, aveva messo l’amore dei fratelli al primo posto. Egli si sentiva e si sapeva membro di un unico corpo, perché «Dio, dopo aver creato il cielo e la terra, che non sentono affatto la felicità del loro essere, volle creare degli esseri capaci di conoscerlo e di costituire un corpo di membra pensanti». [76] Pascal, nella sua posizione di fedele laico, ha gustato la gioia del Vangelo, con cui lo Spirito vuole fecondare e guarire «tutte le dimensioni dell’uomo» e riunire «tutti gli uomini alla mensa del Regno». [77] Quando compone la sua magnifica Preghiera per domandare a Dio il buon uso delle malattie, nel 1659, Pascal è un uomo pacificato, che non si pone più nella controversia, e neppure nell’apologetica. Essendo molto malato e sul punto di morire, chiede di comunicarsi, ma questo non avviene immediatamente. Allora domanda alla sorella: «Non potendo comunicare nel capo [Gesù Cristo], vorrei comunicare nelle membra». [78] E «aveva un gran desiderio di morire in compagnia dei poveri». [79] «Muore nella semplicità di un bambino», [80] si dice di lui poco prima del suo ultimo respiro, il 19 agosto 1662. Dopo aver ricevuto i Sacramenti, le sue ultime parole furono: «Che Dio non mi abbandoni mai». [81]\n\nPossano la sua opera luminosa e gli esempi della sua vita, così profondamente battezzata in Gesù Cristo, aiutarci a percorrere sino alla fine il cammino della verità, della conversione e della carità. Perché la vita di un uomo è tanto breve: «Eternamente nella gioia per un giorno di prova sulla terra». [82]\n\nRoma, San Giovanni in Laterano, 19 giugno 2023\n\nFRANCESCO\n\n__________________________________________________________\n\n[1] Pensieri, n. 230.Per l’edizione italiana degli scritti di Pascal si fa riferimento a Opere complete, a cura di Maria Vita Romeo, Firenze-Milano 2020.\n\n[2] G. Périer, Vie de M. Pascal, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, I, Paris 1998, « Bibliothèque de la Pléiade » (34), 91.\n\n[3] B. Pascal, Pensieri, n. 301.\n\n[4] Ibid., n. 181.\n\n[5] Ibid., n. 36.\n\n[6] Id., Colloquio di Pascal con il Signor de Saci su Epitteto e Montaigne, 28: Opere complete, cit., 1539.\n\n[7] Pensieri, n. 757 [il Memoriale].\n\n[8] Ibid., n. 767.\n\n[9] Esort. ap. Gaudete et exsultate, 65.\n\n[10] Ibid., 167.\n\n[11] Pensieri, n. 46.\n\n[12] G. Périer, op. cit., 64.\n\n[13] Cfr ibid., 65.\n\n[14] Ibid.\n\n[15] “Pascal”, in Gloria. Un’estetica teologica. III. Stili laicali, Milano 1976, 169.\n\n[16] Pensieri, n. 338.\n\n[17] Ibid., n. 142.\n\n[18] Ibid., n. 457.\n\n[19] Cfr Colloquio di Pascal con il Signor de Saci su Epitteto e Montaigne, [57]: Opere complete, cit., 1551.\n\n[20] Cfr Pensieri, n. 240.\n\n[21] Ibid., n. 231.\n\n[22] Ibid., n. 230.\n\n[23] Ibid., n. 682.\n\n[24] Esort. ap. Evangelii gaudium, 231.\n\n[25] Pensieri, n. 558.\n\n[26] Esort. ap. Evangelii gaudium, 232.\n\n[27] Pensieri, n. 146.\n\n[28] Ibid., n. 149.\n\n[29] Ibid., n. 682.\n\n[30] Ibid., n. 168.\n\n[31] Ibid., n. 515.\n\n[32] Ibid., n. 181.\n\n[33] Ibid., n. 148.\n\n[34] Ibid., n. 164.\n\n[35] Ibid., n. 506.\n\n[36] Ibid., n. 182.\n\n[37] H.U. von Balthasar, “Pascal”, in Gloria. Un’estetica teologica, III, Stili laicali, Milano 1976, 172.\n\n[38] Pensieri, n. 182.\n\n[39] Ibid., n. 757.\n\n[40] Catechesi, 3 giugno 2020.\n\n[41] Pensieri, n. 757 [il Memoriale].\n\n[42] Ibid.\n\n[43] Fides et ratio (14 settembre 1998), 76: AAS 91 (1999), 64.\n\n[44] H. Gouhier, Blaise Pascal. Commentaires, Paris 1971, 44-45.\n\n[45] Pensieri, n. 221.\n\n[46] Ibid.\n\n[47] Esort. ap. Evangelii gaudium, 8.\n\n[48] Pensieri, n. 329.\n\n[49] Ibid., n. 240.\n\n[50] Ibid., n. 275.\n\n[51] Ibid., n. 762.\n\n[52] Catechesi, 21 novembre 2012.\n\n[53] Ibid.\n\n[54] Colloquio di Pascal con il Signor de Saci su Epitteto e Montaigne, [12]: Opere complete, cit., 1535.\n\n[55] Pensieri, n. 204.\n\n[56] Ibid., n. 329.\n\n[57] Omelia nella Solennità di Cristo Re dell’universo, 20 novembre 2022.\n\n[58] Conc. Ecum. Vat. II, Dich. Dignitatis humanae, 11.\n\n[59] Pensieri, n. 182.\n\n[60] Ibid., n. 41.\n\n[61] Ibid., n. 412.\n\n[62] Ibid., n. 339.\n\n[63] Ibid.\n\n[64] Ibid., n. 671.\n\n[65] Ibid., n. 142.\n\n[66] Ibid.\n\n[67] Ibid., n. 682.\n\n[68] Catechesi, 9 febbraio 2022.\n\n[69] J.-L. Marion, La Métaphysique et après, Paris 2023, 356.\n\n[70] Diciassettesima lettera provinciale: Opere Complete, cit., 1267.\n\n[71] Cfr B. Neveu, L’erreur et son juge : remarques sur les censures doctrinales à l’époque moderne, Naples 1993.\n\n[72] Cfr Congr. per la Dottrina della Fede, Lettera Placuit Deo (22 febbraio 2018); Esort. ap. Gaudete et exsultate, 57-59.\n\n[73] Esort. ap. Gaudete et exsultate, 59.\n\n[74] Lett. ap. Desiderio desideravi, 20.\n\n[75] Cfr B. Pascal, Œuvres complètes, éd par L. Lafuma, Paris 1963, n. 931, p. 623. All’inizio di tale frammento si trova, barrata, questa frase: «Amo tutti gli uomini come miei fratelli, perché sono tutti redenti».\n\n[76] Pensieri, n. 392.\n\n[77] Esort. ap. Evangelii gaudium, 237.\n\n[78] G. Périer, op. cit., 92-93.\n\n[79] Ibid., 93.\n\n[80] Ibid., 90.\n\n[81] Ibid., 94.\n\n[82] B. Pascal, Œuvres complètes, par L. Lafuma, cit., n. 913.\n\nCopyright © Dicastero per la Comunicazione\n\nLa Santa Sede\n\nLa Santa Sede","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/francesco/it/apost_letters/documents/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis.html","sha256":"26e2ba590cbf4bcc217520f39b1db320fd80b6d853d455cb58bed648e8d4e712","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/it.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/it.txt"}]},"la":{"code":"la","label":"Latin","contentFormat":"plain-text","text":"Litterae Apostolicae “Sublimitas et miseria hominis” IV centesima occurrente memoria ab ortu Blasii Pascal (die XIX mensis Iunii, anno MMXXIII)\n\nSancta Sedes\n\nLatin\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nSancta Sedes\n\nMagisterium\n\nCalendar\n\nLiturgical Celebrations\n\nTickets for Papal Audiences and Celebrations\n\nSupreme Pontiffs\n\nCollege of Cardinals\n\nRoman Curia and Other Organizations\n\nSynod\n\nPress Office\n\nVatican News - Radio Vaticana\n\nL'Osservatore Romano\n\nFranciscus - latino\n\nApostolic Letters\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGeneratio PDF in progressu.....\n\nAR\n\n- DE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\nFRANCISCI\n\nSUMMI PONTIFICIS\n\nLITTERAE APOSTOLICAE\n\nSUBLIMITAS ET MISERIA HOMINIS\n\nIV CENTESIMA OCCURRENTE MEMORIA AB ORTU BLASII PASCAL\n\nSublimitas et miseria hominis admirabile illud constituunt locum obtinens praecipuum in cogitatione ac nuntio Blasii Pascal, qui die XIX mensis Iunii anno MDCXXIII Claromonte in Francogallia mediana natus est. Inde a puero et per totam vitam veritatis fuit indagator. Cuius nempe ex usu rationis, praesertim in mathematicis, geometricis, physicis et in philosophia detexit signa. Extraordinaria ante tempus ita repperit, ut magnam sibi existimationem colligeret. At ibi non constitit. Saeculo quidem tot magnorum scientiae progressuum, quos augescens philosophicae religiosaequae dubitationis spiritus comitabatur, Blasius Pascal strenuum veri inquisitorem se ostendit, qui ut talis semper “inquietus” perstat, novis aliisque finibus pellectus.\n\nHaec ipsa tam acuta simulque opera patens ratio numquam in eo obmutescebat antiquam et usque novam sopiebat percontationem, quae in hominis anima personat: «Quid est homo, quod memor es eius, aut filius hominis, quoniam visitas eum?» ( Ps 8, 5). Haec percontatio cuiusque hominis cordi inest insculpta, cuiusvis temporis locique, cultus, loquelae, religionis. «Quid est homo in rerum natura? – sibi quaerit Pascal – Nihil pro infinito, pro nihilo totum». [1] Eadem ibi inclusa est percontatio, in illo Psalmo, in media illa amoris inter Deum et eius populum historia in carne “Filii hominis” Iesu Christi perfecta, quem etiam derelictum dono dedit Pater, ut gloria et honore coronaret eum super opera manuum suarum (cfr v. 6). Ab hac percontatione, mathematicis et geometricis tam dissimili requisita sermone, Pascal numquam discessit.\n\nHic habitum agnosci posse videmur praecipuum, quem “stupentem aditum ad res” definiamus, aditum scilicet ad alias sciendi existendique partes, aditum ad alios, aditum ad societatem. Exempli gratia, primus ipse fuit, qui Parisiis, anno MDCLXI, publica vehicula – “Currus a quinque nummis” vocata – instituenda curavit. Quod his ineuntibus litteris efferimus, ut instemus quod neque eius ad Christum conversio, initio potissimum sumpto ab illa «Nocte ignea» diei XXIII mensis Novembris anno MDCLIV, neque extraordinarius intellectus conatus christianae fidei defendendae eum a saeculo distraxerunt. Studiosus enim fuit quaestionum temporis sui animos maxime afficientium, sicut et rerum necessitatum omnium societatis participum, intra quam vitam degebat.\n\nRei patere voluit in eo, ne hora quidem morbi postremi, ab aliis non recedere. Illius temporis, cum quadragesimum ageret annum, haec verba referuntur, ubi novissimus locus reperitur evangelici eius itineris: «Si medici verum dicunt atque Deus sinit, ut ex hoc morbo me reficiam, mihi propono per reliquum vitae tempus nullum aliud habere officium, nullum aliud munus, nisi pauperum famulatum». [2] Movet utique animadvertere quod in postremis vitae diebus tam praeclarus cogitator, videlicet Blasius Pascal, nullam aliam viderit superiorem necessitatem quam ut vires impenderet in opera misericordiae: «Una Scripturae res obiecta est caritas». [3]\n\nLaetamur itaque quod providentia, quarta centesima ab eius ortu interveniente memoria, facultatem praebeat honoris ei maxime praestandi ac simul ostendendi quae in cogitationibus suis suaque vita christifideles aetatis nostrae necnon viros feminasque bonae voluntatis huius temporis ad veram beatitudinem quaerendam concitare videntur: «Cuncti felices esse student. Nulla datur exceptio, quamvis alius alia instrumenta adhibeat. Ad hunc finem ipsi contendunt». [4] Quattuor saeculis post eius ortum, Pascal nobis itineris manet comes, qui nos verum bonum quaerentes prosequitur aeque ac, secundum donum fidei, humilem nostram laetamque Domini, qui mortuus est et resurrexit, agnitionem.\n\nChristi amator, qui omnibus loquitur\n\nOmnes Blasius Pascal permovere valet potissimum quia de humana condicione mirabiliter locutus est. Fallitur tamen qui eum non respiciat, quamvis summi ingenii virum, hominum morum peritum. Scripta quae eius Cogitationes componunt, quarum sententiae singulares quaedam praeclarae habentur, revera intellegi non possunt, si ignoratur Iesum Christum ac Scripturam Sacram eorundem simul fontem esse et explanationis clavem. De homine ac de Deo enim loqui coepit Pascal praecipue quod certitudinem attigit «non modo nos Deum per Iesum Christum novisse, non aliter verum nos ipsos ac per Iesum Christum novisse. Vitam ac mortem non novimus, nisi per Iesum Christum. Extra Iesum Christum nescimus quid sit vita nostra, mors nostra, Deus, nos ipsi. Sine Scriptura perinde, cuius obiectum nihil aliud est quam Iesus Christus, nihil novimus et obscuritatem tantum videmus». [5] Haec tam maxima asseveratio explanari meretur, quae ab omnibus intellegi possit neque pro mera doctrinae voce haberi Ecclesiae fidem haud communicantibus invia vel pro legitimae facultatis naturalis intellectus imminutione.\n\nFides, amor ac libertas\n\nCum christifideles simus, abscedere nos oportet a temptatione fidei nostrae argumenti instar sine controversia intentandae, quod omnibus iniungatur. Studebat sane Pascal, ut universi homines docerentur «Deum ac verum seiungi non posse». [6] Sciebat autem actum credentis ex Dei gratia fieri posse, a libero corde recepta. Qui ex fide «Deum Abraham, Deum Isaac, Deum Iacob, non philosophorum ac sapientium» [7] ipse convenerat, in Iesu Christo «Viam, Veritatem et Vitam» ( Io 14, 6) agnoverat. Quapropter eos omnes veritatem perquirentes – cuius rei in hac vita nullus est finis – cohortamur, ut Blasio Pascal aures praebere studeant, viro intellectu mirifico, qui nullam recordari voluit extra conspectum amoris vigere veritatem: «Ipsam veritatem idolum facimus, quoniam veritas extra caritatem non est Deus, sed eiusdem imago atque idolum, quod nec amandum est nec adorandum». [8]\n\nNobis ita praecavet Pascal a fallacibus doctrinis, superstitionibus vel intemperantiis, quae tot nostrum pace et gaudio mansuris arcent eius qui vult nos eligere «vitam et bonum» et non «mortem et malum» ( Dt 30, 15). Vitam nostram gravat quod nonnumquam, male cum videamus, malum ergo deligimus. Revera, tum modo Evangelii gaudio delectari possumus, «si Spiritus Sanctus invadit nos omni sua virtute nosque liberat ab infirmitate nimii studii nostri, ignaviae, elationis». [9] Praeterea, «absque discernendi prudentia facile commutari possumus in neurospasta, illius temporis proclivitatibus mancipata». [10] Proinde, intellectus et fides viva Blasii Pascal, qui ostendere nobis voluit religionem christianam esse «venerabilem, quia hominem bene cognitum habuit» et «amandam, qui verum bonum promittit», [11] subvenire nobis possunt, ut obscuritates et miserias huius mundi procedamus transeuntes.\n\nSpiritus scientiae eximius\n\nCum mater eius anno MDCXXVI in caelum migravit, Blasius Pascal puer erat trium annorum. Stephanus, pater eius, clarus legis peritus, celebratus etiam fuit insignibus dotibus suis in scientiis praesertim mathematicis et geometricis. Inito consilio institutionis filiorum – Iacobae, Blasii et Gilbertae – comminus curandae, anno MDCXXXII Parisiis domicilium constituit. Blasius ingenium iamiam ostendebat eximium et conspicuum desiderium veritatis exquirendae, sicuti soror eius Gilberta narrat: «Iam a pueritia, adeo cedere aspernebat nisi solum veritati, quam ei videretur manifestam, ut rationes, quas ei alii non providerent ratas, ipse inquirebat». [12] Pater quondam filium in quaestionibus geometricis versantem deprehendit et statim animadvertit Blasium, vix duodecim annos natum, Euclidis duo et triginta propositiones illas, quas sub aliis nominibus in libris ignorabat explanatas, plane solum demonstravisse, figuris super terra delineatis. [13] De eo meminit Gilberta patrem esse «ab excellentia virtuteque tanti intellectus perculsum». [14]\n\nSequentibus annis, Blasius Pascal inaestimabile ingenium suum perfecit, cui vires suas consecravit. Inde a decimo et octavo aetatis anno maximos temporis sui eruditos frequentavit atque inventiones editionesque citius successerunt. Anno MDCXLII, dum aetatis suae vicesimum agebat annum, apparatum arithmeticum excogitavit, qui avus habendus est machinae nostrae calculatoriae. Hanc magnam vim Blasius Pascal adhibet nobis praestantiae revocandae humanae rationis, qui ad eam adhibendam vocamur, ut mundum circa nos explanet. Spiritus geometricus, qui ex hoc constat ingenio singulariter intellegendi quomodo res suis muneribus fungantur, totam vitam profuit ei, sicuti clarissimus theologus Ioannes Ursus von Balthasar disputavit: «Valet insuper e subtilitate propositorum geometricorum et scientiarum naturae omnino aliam attingere subtilitatem propositorum exsistentiae generaliter et doctrinae christianae». [15] Haec confidens exercitatio rationis naturalis, quae eum participem facit universae hominum fraternitatis veritatem perquirentium, ipsius intellectus limites ei recognoscere concessit una et Revelationis rationibus naturae modos excedentibus sese pandere secundum mentem paradoxorum, quae insigne eius philosophicum sunt et docta venustas eius Cogitationum: «Ecclesiae adversus abnegatores pariter arduum fuit Iesum Christum hominem esse ac Deum exhibere. Et species pariter erant ingentes». [16]\n\nPhilosophi\n\nMulta scripta Blasii Pascal plerumque ad sermonem philosophicum pertinent, praesertim Cogitationes, quae corpus sunt fragmentorum post mortem typis datum sub specie adnotationum seu adumbrationum philosophi cuiusdam theologico propositum conciti, cuius inquisitores, haud sine varietate lectionum, conituntur restituere cohaerentiam atque ordinem genuinum. Cupidus amor Christi et servitium pauperum, quod in prooemio memoratus sum, non tantum cuiusdam hiatus in spiritu huius audacis discipuli fuerunt signum, quantum altioris perceptionis genuini intellectus Evangelii, alicuius progressus, auxiliante gratia, ad vivam veritatem Domini. Qui, supernaturali eiusdem persuasione praeditus, fidem videbat tam congruentem rationi, quam quae infinitum quantum excedat, disputationem cum ipsius fidem non communicantibus ulterius propellere voluit, quandoquidem «eam dare non possumus eius egentibus, nisi per ratiocinationem, exspectantes ut Deus iisdem eam donet per intellectum cordis». [17] De evangelizatione agebatur reverentia patientiaque suffulta, quam aetati nostrae decebit imitari.\n\nAd Blasii Pascal sermonem de Christi fide bene intellegendum, oportet ergo philosophiam eius diligenter attendere. Sapientiam admirabatur antiquorum philosophorum graecorum, qui compotes fuerunt simplicitate aequitate animi in suae vitae conversatione, sicuti sodales unius civitatis (πόλις): «Platonem vel Aristotelem animo concipimus magnis morosorum paludamentis indutos. Homines autem fuerunt probi et sicut ceteri, parati qui cum amicis riderent. Cum porro delectati sunt Leges vel Politicam scribendo, hoc fecerunt delectionis causa. Pars illa fuit minime philosophica ac severa eorum vitae, cum maxime philosophica simpliciter placideque fuisset vivere». [18]\n\nClaritate eorumque utilitate praetermissa, Pascal horum philosophorum tamen agnovit fines: Stoicorum doctrina superbia animos inflat, [19] Scepticorum desperatione. [20] Procul dubio, humana ratio naturae rerum est portentum, quod hominum genus inter cunctas creaturas effert, quia «Homo haud quidam calamus est, fragilissimus omnium, sed calamus est cogitans». [21] Intellegitur itaque fines philosophorum fines simpliciter esse rationis creatae. Nam, frustra Democritus dictitabat: «De omnibus loquar», [22] cum ratio per se sola quaestiones summas atque instantissimas solvere nequeat. Nam, quid, tempore Blasii Pascal sicut et nostris diebus, est argumentum quod maxime interest nostra? Argumentum est de sortis nostrae, de vitae nostrae integro sensu, ac de spe nostra, quae ad felicitatem porrigitur, quam nefas non est existimare aeternam, sed Deo soli licet donare: «Nihil tam maximi momenti est homini quam condicio sua, nihil tam metuendum quam aeternitas». [23] Blasii Pascal Cogitationes meditantes, decretum hoc aliquo modo reperimus: «Res maior est forma», quia Pascal nos docet, ut abstineamus «a variis speciebus rei dissimulandae», ab «angelicis morositatibus», ab «eruditionibus sine sapientia». [24] Nihil perniciosius est quam cogitatio re destituta: «Quis angelus fieri vult, facit bestiam». [25] Et letales doctrinae, quibus in re oeconomica, sociali, anthropologica ac morali continenter laboramus, detinent asseclas suos intra receptacula persuasionis, ubi forma in locum rei succedit.\n\nDe hominum statu\n\nDoctrina Blasii Pascal, omnino paradoxis perfusa, ex tam humili quam perspicuo intuitu procedit, qui «rem ratiocinatione illustratam» [26] attingere studet. Primum animadvertit hominem quasi sibi ipsi extraneum esse, sublimem ac miserum. Sublimis est propter rationem suam, ob facultatem suam cupiditates dominandi, et sublimis etiam «quia se miserum confitetur». [27] Maxime aliter quam suis satisfacere impetibus vel potius eosdem cohibere appetit, «cum, quod est natura in animantibus, in hominibus miseriam appellemus». [28] Intolerabilis exstat incongruentia et inter infinitam nostram voluntatem beatitudinis experiendae ac veritatis cognoscendae et finitam nostram rationem ac corporis imbecillitatem, quae ad mortem ducit. Blasii Pascal vis enim etiam in implacabili eius rerum consideratione invenitur: «Non oportet animum praecelsum habere, ut intellegamus veras ac firmas delectationes in hoc mundo nullas esse et omnes voluptates nostras nihil aliud esse nisi vanitatem et mala nostra infinita et mortem, denique, quae nobis iugiter instat, post aliquot annis profecto necesse esse, ut horribilem necessitatem nobis imponat vel interitos vel miseros esse in aeternum. Nihil hac re certius est, nec taetrius. Audacter agamus sane: en exitus reliquus pulcherrimae vitae mundi». [29] Hac in infelici condicione homo plane non potest in semetipso saeptus manere, cum miseria eius atque incerta fortuna intolerandae ei sint. Opus est ei igitur animum remittere, sicuti Pascal facile agnoscit: «Hinc fit ut homines admodum clamorem frequentiamque diligant». [30] Nam si enim homo a sua condicione animum non avertit – scimus enim tam commode omnes animum relaxare opere voluptatibusve vel necessitudinibus cum propinquis vel amicis, sed, proh dolor, vitiis etiam, ad quae impetus quidam nos ducunt –, eius humanitas experitur «nihilum suum, alienationem suam, inopiam suam, servitutem suam, infirmitatem suam, inanitatem suam. Et ex ima eius anima [prodeunt] taedium, intemperies, tristitia, molestia, indignatio, desperatio». [31] Oblectamentum tamen neque exstinguit neque replet magnam vitae et beatitudinis cupiditatem. Quod omnes vero comperimus.\n\nTum vero Pascal magnam coniecturam suam capit: «Quid ergo aviditas haec, quid impotentia haec nos monet, nisi quod adfuit olim in homine sincera beatitudo, cuius nunc tantum signum et fere inane vestigium ei supersunt, quae frustra ille omnibus circumstantibus rebus refercire conatur, absentia in subsidium devocans, quod a praesentibus non impetrat? Sed frustra, nam immensum hoc barathrum numquam repleri potest, nisi a re infinita atque aeterna, id est a Deo ipso». [32] Si sicut «rex imperio exspoliatus» [33] est, ad maiestatem amissam recipiendam tantum propensus, cui tamen sentit se mancum, quid est ergo homo? «Quae vana imago est ergo homo? Quae novitas, quod monstrum, quae congeries, qui subiectus discrepans, quod prodigium? Omnium rerum iudex, debilis terrae vermis, custos veri, abagis et erroris receptaculum, gloria et detrectatio universi: quis hunc nodum expediet?». [34] Pascal, uti philosophus, bene perspicit quod «quo magis homo ratione utitur, eo magis in eo sublimitas et ignominia inveniuntur», [35] quorum nulla est discrepantium coniunctio. Humana ratio, enim, ea componere non potest neque aenigma solvere.\n\nProinde, Pascal animadvertit, si adest Deus et divinam accepit revelationem homo – sicut aliquae religiones asseverant – et eadem revelatio verax est, ibi responsum reperiendum esse optatum ad discrepantia solvenda quae eundem hominem excruciant: «Sublimitates et miseriae hominis ita manifestae sunt, ut necesse sit veram religionem nos docere altum quoddam sive sublimitatis principium sive miseriae homini inesse. Eidem religioni praeterea explicanda sunt admirabilia haec discrepantia». [36] Ideo, magnis perspectis religionibus, Pascal colligit «nullam cogitationem nullumque asceticum vel mysticum inceptum viam salutis exhibere posse», nisi ex «superiore veritatis ratione gratiae in animam collustratae». [37] «Frustra, homines – scribit Pascal, fingens quae verus Deus sit dicturus nobis – quaeritis in vobis miseriarum vestrarum remedia. Omnes illuminatae rationes vestrae summum assequi valent, ut intellegatis vos neque veritatem neque bonum in vobis reperire posse. Quae licet polliciti vobis essent philosophi, minime tamen cesserunt. Iidem enim nesciunt sive quid sit verum bonum vestrum sive quae vestra vera condicio». [38]\n\nHic Pascal, singulari sui ingenii vi humanam condicionem, Sacram Scripturam et Ecclesiae traditionem perscrutatus, infantiae spiritus simplicitate consilium init se proponendi humilem Evangelii testem. Christifidelis est ille, qui de Iesu Christo iis loqui vult, qui callide constituunt validas deesse rationes ad veritates Christi fidei credendas. Pascal contra expertus est thesauros Revelationis non modo rationis postulatis haud obici, sed etiam inauditum deferre responsum, quod nulla philosophia ex se assequi potuisset.\n\nConversio: visitatio Domini\n\nDie XXIII mensis Novembris anni MDCLIV, Pascal altissimam experientiam vixit, quae usque ad hunc diem “noctis igneae” nomine nuncupata est. Hic mysticus sane usus, qui fletus laetitiae in eo excivit, tam vehemens magnique momenti ei fuit, ut memoriam eius quadam in chartula adiecto die referret, cui Memorialis tribuit titulum, quae, in panno subtus tunicae eius abscondita, solummodo post eius mortem inventa est. Quamvis rei pernosci nequeat natura, quae in anima Blasii ea nocte accidit, de occursu tamen agi videtur, cuius ipse similitudinem agnovit cum illo in universa revelationis historia et salutis summo, quem habuit Moysës ante rubum ardentem (cfr Ex 3). Vox «ignis», [39] quae Pascal capiti Memorialis sui imponere voluit, nos monet, ut, debitis attentis dissimilitudinibus, haec rerum cognatio inquiramus. Utriusque eventuum conexionem Pascal ipse videtur efferre, qui statim post ignis evocationem titulum, quem Dominus sibi attribuerat coram Moyse, resumpsit: «Deus Abraham, Deus Isaac, Deus Iacob» ( Ex 3, 6.15), sane adiungens: «Non philosophorum et sapientium. Fides certa, fides certa, animi sensus, laetitia, pax. Deus Iesu Christi».\n\nIta est: Deus noster laetitia est, quod Blasius Pascal coram universa Ecclesia sicut et omnibus Deum quaerentibus testatur: «Deus minime est notio modo mente intellecta vel Deus cosmicus: minime quidem! Deus est Deus alicuius personae, alicuius vocationis, Deus Abraham, Isaac, Iacob, Deus qui certitudo est, animi sensus, gaudium». [40] Hic occursus, qui Blasio Pascal «sublimitatem animae humanae» confirmavit, gaudio vivo atque inexhausto eum implevit: «Gaudium, gaudium, gaudium, lacrimae laetitiae». Divinum hoc gaudium eidem confessionis et precationis locus fit: «Iesus Christus. Ego quidem ab eo discessi, ab eo effugi, eiuravi eum, cruci affixi eum. Utinam numquam ab eo discedam!». [41] Experientia amoris illius Dei personalis, Iesu Christi, qui nostram historiam participavit et iugiter vitam nostram participat, Blasium Pascal trahit in iter altae conversionis ac proinde «summae et dulcis detrectationis», [42] cum in caritate peragatur, veteris hominis, «qui corrumpitur secundum desideria erroris» ( Eph 4, 22).\n\nSicut sanctus Ioannes Paulus II suis in magnis Litteris encyclicis de necessitudinis natura inter fidem et rationem meminerat: «Philosophi veluti Blasius Pascal» recusatione eminent cuiuslibet «insolentiae» et electione habitus pariter «humilitate» et «audacia» suffulti. [43] Hi quidem experti sunt «fidem rationem a praesumptione liberare». Iam ante noctem diei XXIII mensis Novembris anni MDCLIV videlicet Blasium Pascal de existentiam Dei nullam habere dubitationem: «Scit etiam illum Deum summum bonum esse. [...] Id quo caret et quod exspectat, non est intellectus sed imperium, non veritas sed vis». [44] Nunc quidem haec vis ei ex gratia data est: ipse certa fide ac laetitia animadvertit se a Iesu Christo attrahi: «Deum non novimus, nisi per Iesum Christum. Hoc sine mediatore omne commercium nostrum cum Deo excuditur». [45] Invenire Iesum Christum vult Salvatorem et Liberatorem, quem indigemus, invenire: «Deus ille aliud non est quam miseriae nostrae reparator. Deum igitur bene nequimus cognoscere incognitis iniquitatibus nostris». [46] Velut omnis vera conversio, Blasii Pascal conversio in humilitate fit, quae «a nostra solitaria conscientia et ab animo suipsius testimoniali» [47] nos liberat.\n\nImmensum atque inquietum Blasii Pascal ingenium, coram Iesu Christi revelatione pace et gaudio referto, nos monet, secundum «cordis rationem», [48] ut «his caelestibus luminibus» [49] collustrati secure procedamus. Si enim Deus noster «Deus qui se abscondit» (cfr Is 45, 15) est, hoc fit quia «se abscondere voluit», [50] ut ratio nostra, gratia illuminante, eum numquam revelare desinat. Itaque, per gratiae illuminationem eum cognoscere possumus. Opus autem est, ut hominis libertas pandatur; et Iesus nos adhuc consolat: «Non me quaesieris, nisi me inveneris». [51]\n\nDe cordis ordine et credendi rationibus\n\nAd Decessoris Nostri Benedicti XVI verba, «ab initio traditio catholica fidem rationi antepositam reiecit, quae enim adversus rationem est credendi voluntas». [52] Item Pascal funditus adhaeret «fidei in Deum intellectui», [53] quia non solum «mens cogi non potest, ut quae novit falsa credat», [54] sed etiam «si rationis principia evertuntur, absurda ac ridicula erit religio nostra». [55] Si autem fides rationi est consentanea, etiam Dei donum est, quod nemini inculcari potest: «Quod egemus amari amoris causarum composita non probatur dictione. Risum hoc movet», [56] monet urbanitate sua Pascal, qui comparationem inter humanum amorem instituit et modum, quo ostenditur nobis Deus: prorsus pariter et amor ille, «qui praebet se, sed minime ingerit, amor Dei se ingerit numquam». [57] Iesus «testimonium perhibuit veritati» (cf. Mt 4, 8-10; Io 6, 15), sed «eam tamen contradicentibus vi imponere noluit». [58] Proinde, «sat lucis est modo videndi appetentibus et sat obscuritatis contrariam animi indolem habentibus». [59]\n\nAd asseverandum porro accedit quod «a probatione differt fides. Illa humana est, haec autem Dei donum». [60] Proinde, credere nequitur, «nisi Deus cor ad fidem inclinet». [61] Si ordinem superiorem, qui rationi praeest, appetit fides, hoc nullomodo vult hanc repugnare illi, sed infinite praeeminere. In scriptis ergo philosophi Pascal non invenimus imprimis rationem collustrantem fidem, sed christianum magistrum intellectus miri, qui ordinem praeclare docere valuit a Deo supra ipsam rationem donatum: «Infinitum discrimen inter corpora et spiritus imago est infinite infinitioris discriminis inter spiritum et caritatem, quae naturam superat». [62] Vir doctus geoemetriae studiosus, scientiae scilicet corporum in spatio positorum, atque geometra philosophiae studiosus, scientiae scilicet spirituum in historia positorum, Blasius Pascal, fidei collustratus gratia, experientiae suae universitatem plene sic exprimebat: «Ne exigua quidem cogitatio de universitate corporum germinari posset: nam fieri non potest, quia ad alium ordinem hoc pertinet. Ex universitate corporum sprituumque verae caritatis fluxus emicuit, nam fieri non potest, quia ad alium ordinem hoc pertinet, qui naturam superat». [63]\n\nNeque intellectus geometricus neque philosophica ratiocinatio concedunt hominem attingere solum mundi ac sui ipsius «limpidiorem visionem». Qui in computationis minimis intenditur, in universitate minime proficit, quae “omnia principia intellegere” permittit. Hoc «intellectus perceptionis» est, cuius merita Pascal pariter extollit, quia, si verum arripere contenditur, «res videnda est extemplo atque uno subitoque conspectu». [64] Qui intellectus perceptionis locus est a Pascal nuncupatus “cor”: «Rem non modo ratione, sed etiam corde cognoscimus. Hac tantum via prima cognoscimus principia, quibus frustra ratiocinatio, nihil sane illis communicans, conatur obstare». [65] Divinae veritates, ergo, necnon quod Deus, qui nos creavit, amor est et Pater, Filius et Spiritus Sanctus est et incarnatus in Iesu Christo est et mortuus et pro nostra salute resurrexit, ratione demonstrari nequeunt, sed certa fide cognosci possunt atque e sensibus spiritualibus ad intellectum rationalem deinde transire, qui eas veras agnoscit et invicem explicare potest: «Propter hoc qui per cordis sensus fidem a Deo acceperunt valde beati sunt et iuste legitimeque ad credendum adducti». [66]\n\nIesum Christum non solum ignorare, sed ignaviae vel passionum causa Evangelium attente non considerare aliquos humana natura fratres Pascal numquam perpessus est. In Iesu Christo enim eorum vita disceptatur. «Animae immortalitas ita urget nos, adeo funditus nos tangit, ut omnino insanos oporteat nos esse, qui eam exquirere neglegamus. […]. Proinde, inter eos, qui de his non persuadentur, eos prorsus discerno qui maxima diligentia discere student ab illis qui vivunt horum immemores et securi». [67] Ipsi comperimus nos mortem saepe fugere vel continere conari, confisi «humanae finitudinis cogitationem amovere» nos posse vel «morti imperium eripere eiusque metum declinare. Christiana autem fides modus non est mortis formidinis expellendae, sed nos potius ducit ad eandem obeundam. Ianuam illam serius ocius omnes transibimus. Vera lux mortis mysterium illuminans e Christi resurrectione manat». [68] Sola gratia Dei cordi hominis concedit ad divinam cognitionem seu ad caritatem accedere. Insignis aetatis nostrae philosophi Pascal interpres de hoc scripsit: «Nullomodo christiane cogitat cogitatio, nisi ad caritatem a Christo operatam accedat». [69]\n\nPascal, controversia et caritas\n\nPriusquam ad finem perveniamus Blasii Pascal necessitudines cum Iansenismo oportet ponderare. Una ex sororibus eius, Iacoba, vitam religiosam apud Portum Regalem in Congregatione quadam erat ingressa, cuius theologicam doctrinam penitus Cornelius Jansen affecerat, Iansenii cognomine appellatus, qui tractatum composuerat, cui titulus Augustinus, anno MDCXL editum. Eius post «noctem igneam», Pascal secesserat meditaturus apud abbatiam Portus Regalis, mense Ianuario anno MDCLV. Consequentibus mensibus, magna controversia et quidem antiqua apud Sorbonam studiorum universitatem Parisiensem Iesuitas et «Iansenistas» opponebat, qui Augustinus conectebantur. De Dei gratia et de necessitudine inter gratiam et humanam naturam plerumque disputabatur, potissimum de libero arbitrio. Licet ad Congregationem Portus Regalis non pertineret et natura sua huius illiusve partis non esset sectator – scribit enim «Equidem solus sum […] ad Portum Regalem neutiquam pertineo» [70] –, Iansenistae officium ei defensionis suae detulerunt, praesertim propter artis eius rhetoricae celebratam virtutem. Quo munere annis MDCLVI et MDCLVII functus est, seriem quandam duodeviginti epistolarum evulgans, quae Provinciales nuncupantur.\n\nQuamquam complures propositiones «iansenistae», quae dicuntur, fidem revera aversabant, [71] sicuti ipse agnovit, Pascal infitiabatur tamen eas in Augustinus contentas esse et a membris Portus Regalis acceptas. Nonnullae nihilominus postremi Augustini asseverationes, ad praedestinationem exempli gratia attinentes, quas Iansenius subtilius adhibuerat, rectae non videntur. Intellegere necesse est, sicuti V saeculo sanctus Augustinus Pelagianis refragari voluerat, qui asseverabant hominem suis viribus et absque Dei gratia bonum operari ac salvari posse, Pascal sincere decrevisse doctrinam pelagianam vel semipelagianam oppugnare, quam a Iesuitis «molinistis» (ex nomine theologi Aloisii de Molina, anno MDC mortui, cuius auctoritatem medio saeculo XVII adhuc plane vigebat) suffultam censebat. De eius propositorum sincera integritate ei nobis est concedendum.\n\nHae litterae locus prorsus non sunt quaestionis iterandae. Attamen, quod aeque fuit de Pascal propositis cavendum, id adhuc nostris temporibus viget: “neopelagianismus”, [72] ad cuius sententiam omnia pendent «ex humano conatu, qui per normas et ecclesialia instituta exprimitur», [73] ex eo agnoscitur, quod «vitiat nos praesumptione salutis, quae nostris conatibus adipiscimur». [74] Praecipue insuper edicere oportet postremam Pascal de gratia sententiam, et peculiariter de Deo qui «omnes homines vult salvos fieri et ad agnitionem veritatis venire» ( 1 Tim 2, 4), verbis plane catholicis eius sub vitae finem esse enuntiatam. [75]\n\nQuomodo has litteras incohantes diximus, Blasius Pascal, sub eius brevis vitae, at admodum divitis ac fecundae finem, primum locum fratribus diligendis destinavit. Ipse sentiebat se atque putabat unius corporis membrum, quandoquidem «Deus postquam caelum et terram creaverat, quae naturae suae felicitatem minime animadvertunt, creaturas facere voluit, quae eum cognoscere possent atque membrorum cogitantium esse corpus». [76] Pascal, sicut fidelis laicus, Evangelii gaudium gustavit, cuius gratia Spiritus «omnia hominis adiuncta» fecundare ac sanare vult atque «universos homines in Regni mensam» coadunare. [77] Cum anno MDCLIX miram Precationem ad sanum morborum usum a Deo petendum composuit, Pascal vir reperitur pacatus, qui controversias ipsamque apologeticum sermonem amplius non persequitur. Graviter aegrotans necnon iamiam moriturus, sacram Communionem postulavit, quod autem factum non est extemplo. A sorore sua idcirco quaesivit: «Quandoquidem cum Capite [scilicet: Iesu Christo] communicare non possum, cum membris quidem velim communicare». [78] Et «magnopere mori ille optabat in pauperum turba». [79] «Simplicitate infantis obit»: [80] sic de eo dicitur paulo ante ultimum eius spiritum, die XIX mensis Augusti anno MDCLXII. Sacramentis receptis, haec novissima fuerunt eius verba: «Ne umquam me deserat Deus». [81]\n\nUtinam lucida eius opera aeque ac eius vitae exemplum, in Iesu Christo funditus baptizatae, nos adiuvent ad veritatis, conversionis caritatisque iter usque ad finem peragrandum. Hominis vita enim brevissima est: «Aeterna in laetitia pro uno probationis die in terra». [82]\n\nDatum Romae, Laterani, die XIX mensis Iunii, anno MMXXIII, Pontificatus Nostri undecimo.\n\nFranciscus\n\n[1] Cogitationes, n. 230: adhibita est editio Blaise Pascal, Opere complete, a cura di Maria Vita Romeo, Florentiae - Mediolani 2020 ( Bompiani. Il pensiero occidentale), 2384.\n\n[2] G. Périer, Vita docti viri Pascal, in Œuvres complètes, par M. Le Guern, I, Parisiis 1998 ( Bibliothèque de la Pléiade, 34), 91.\n\n[3] B. Pascal, Cogitationes, n. 301: ed. Romeo, 2422.\n\n[4] Ibid., n. 181: ed. Romeo, 2360.\n\n[5] Ibid., n. 36: ed. Romeo, 2290.\n\n[6] Id., Colloquium cum domino de Saci da Epicteto et Montaigne, 28: ed. Romeo, 1539.\n\n[7] Id. Cogitationes, n. 757 (seu Memoriale): ed. Romeo, 2744.\n\n[8] Ibid., n. 767: ed. Romeo, 2758.\n\n[9] Adhort. ap. Gaudete et exsultate (19 Martii 2018), 65: AAS 110 (2018), 1129.\n\n[10] Ibid., 167: AAS 110 (2018), 1158.\n\n[11] B. Pascal, Cogitationes, n. 46: ed. Romeo, 2294.\n\n[12] G. Perier, Vita docti viri Pascal, 64.\n\n[13] Cfr ibid., 65.\n\n[14] Ibid.\n\n[15] Sub voce « Pascal», in Gloria. Un’estetica teologica. III: Stili laicali: Dante, Giovanni della Croce, Pascal, Hamann, Solovev, Hopkins, Péguy, Mediolani 1976 ( Già e non ancora, 6), 169 .\n\n[16] B. Pascal, Cogitationes, n. 338: ed. Romeo, 2440.\n\n[17] Ibid., n. 142: ed. Romeo, 2334-2336.\n\n[18] Ibid., n. 457: ed. Romeo, 2518-2520.\n\n[19] Cfr Id., Colloquium Blasii Pascal cum domino de Saci de Epicteto et Montaigne, 57: ed. Romeo, 1551.\n\n[20] Cfr Id., Cogitationes, n. 240: ed. Romeo, 2394-2396.\n\n[21] Ibid., n. 231: ed. Romeo, 2392.\n\n[22] Ibid., n. 230: ed. Romeo, 2386.\n\n[23] Ibid., n. 682: ed. Romeo, 2642.\n\n[24] Franciscus, Adhort. ap. Evangelii gaudium (24 Novembris 2013), 231: AAS 105 (2013), 1114.\n\n[25] B. Pascal, Cogitationes, n. 558: ed. Romeo, 2562.\n\n[26] Franciscus, Adhort. ap. Evangelii gaudium (24 Novembris 2013), 232: AAS 105 (2013), 1114.\n\n[27] B. Pascal, Cogitationes, n. 146: ed. Romeo, 2336.\n\n[28] Ibid., n. 149: ed. Romeo, 2336.\n\n[29] Ibid., n. 682: ed. Romeo, 2640.\n\n[30] Ibid., n. 168: ed. Romeo, 2350.\n\n[31] Ibid., n. 515: ed. Romeo, 2550.\n\n[32] Ibid., n. 181: ed. Romeo, 2360.\n\n[33] Ibid., n. 148: ed. Romeo, 2336.\n\n[34] Ibid., n. 164: ed. Romeo, 2344.\n\n[35] Ibid., n. 506: ed. Romeo, 2546.\n\n[36] Ibid., n. 182: ed. Romeo, 2362.\n\n[37] H.U. von Balthasar, s.v. « Pascal», in Gloria. Un’estetica teologica, III, 172.\n\n[38] B. Pascal, Cogitationes, n. 182: ed. Romeo, 2364.\n\n[39] Ibid., n. 757 (seu Memoriale): ed. Romeo, 2742.\n\n[40] Franciscus, Catechesis (3 Iunii 2020): L’Osservatore Romano 160/126 (4 Iunii 2020), 8.\n\n[41] B. Pascal, Cogitationes, n. 757 (seu Memoriale): ed. Romeo, 2744.\n\n[42] Ibid.\n\n[43] Fides et ratio (14 Septembris 1998), 76: AAS 91 (1999), 64.\n\n[44] H. Gouhier, Blaise Pascal. Commentaires, Parisiis 1971 2 ( Bibliothèque d’histoire de la philosophie), 44-45.\n\n[45] B. Pascal, Cogitationes, n. 221: ed. Romeo, 2378.\n\n[46] Ibid.\n\n[47] Franciscus, Adhort. ap. Evangelii gaudium (24 Novembris 2013), 8: AAS 105 (2013), 1022.\n\n[48] B. Pascal, Cogitationes, n. 329: ed. Romeo, 2438.\n\n[49] Ibid., n. 240: ed. Romeo, 2396.\n\n[50] Ibid., n. 275: ed. Romeo, 2408.\n\n[51] Ibid., n. 762: ed. Romeo, 2750.\n\n[52] Catechesis (21 Novembris 2012): L’Osservatore Romano 152/269 (22 Novembris 2012), 8.\n\n[53] Ibid.\n\n[54] Id., Colloquium Blasii Pascal cum domino de Saci de Epicteto et Montaigne, 12: ed. Romeo, 1535.\n\n[55] B. Pascal, Cogitationes, n. 204: ed. Romeo, 2374.\n\n[56] Ibid., n. 329: ed. Romeo, 2438.\n\n[57] Franciscus, Homilia in sollemnitatem Domini nostri Iesu Christi universorum Regis (20 Novembris 2022): L’Osservatore Romano 162/266 (21 Novembris 2022), 3.\n\n[58] Concilium Oecumenicum Vaticanum II, Decl. Dignitatis humanae (7 Decembris 1965), 11: AAS 58 (1966), 937.\n\n[59] B. Pascal, Cogitationes, n. 182: ed. Romeo, 2368.\n\n[60] Ibid., n. 41: ed. Romeo, 2292.\n\n[61] Ibid., n. 412: ed. Romeo, 2468.\n\n[62] Ibid., n. 339: ed. Romeo, 2440.\n\n[63] Ibid.: ed. Romeo, 2442.\n\n[64] Ibid., n. 671: ed. Romeo, 2626.\n\n[65] Ibid., n. 142: ed. Romeo, 2334.\n\n[66] Ibid.\n\n[67] Ibid., n. 682: ed. Romeo, 2640.\n\n[68] Franciscus, Catechesis (9 Februarii 2022) : L’Osservatore Romano 162/32 (9 Februarii 2022), 2.\n\n[69] J.-L. Marion, La métaphysique et après. Essai sur l’historicité et sur les époques de la philosophie, Parisiis 2023 ( Grasset, Essai), 356.\n\n[70] B. Pascal, Epistula provincialis XVII: ed. Romeo, 1267.\n\n[71] Cfr B. Neveu, L’erreur et son juge: remarques sur les censures doctrinales à l’époque moderne, Neapoli 1993 ( Istituto Italiano per gli Studi filosofici. Serie Studi, 12).\n\n[72] Cfr Congregatio pro Docrina Fidei, Epistula Placuit Deo (22 Februarii 2018): AAS 110 (2018), 427-436; Franciscus, Adhort. ap. Gaudete et exsultate (19 Martii 2018), 57-59: AAS 110 (2018), 1127-1128.\n\n[73] Ibid., 59: AAS 110 (2018), 1128.\n\n[74] Litt. ap. Desiderio desideravi (29 Iunii 2022), 20: L’Osservatore Romano 162/147 (30 Iunii 2022), 9.\n\n[75] Cfr Cogitationes, n. 771: ed. Romeo, 2762; cfr B. Pascal, Œuvres complètes. Présentation et notes de L. Lafuma, Parisiis 1963 ( L’intégrale), n. 931, p. 623, ubi, ineunte cogitatione, aliquo modo expuncta inveniuntur verba: «Amo omnes homines quasi fratres mei essent, quia omnes redempti sunt».\n\n[76] B. Pascal, Cogitationes, n. 392: ed. Romeo, 2462.\n\n[77] Franciscus, Adhort. ap. Evangelii gaudium (24 Novembris 2013), 273: AAS 105 (2013), 1130.\n\n[78] G. Périer, Vita docti viri Pascal, 92-93.\n\n[79] Ibid., 93.\n\n[80] Ibid., 90.\n\n[81] Ibid., 94.\n\n[82] B. Pascal, Cogitationes, ed. Lafuma, n. 913, p. 618 (e fragmentis in copiis non recensitis).\n\nCopyright © Dicasterium pro Communicatione\n\nSancta Sedes\n\nSancta Sedes","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/francesco/la/apost_letters/documents/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis.html","sha256":"57f1c92779e8deac9ae9caa9b2c397a2394790671d2ab7564750ac256553dd91","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/la.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/la.txt"}]},"pt":{"code":"pt","label":"Português","contentFormat":"plain-text","text":"Carta Apostólica Sublimitas et miseria hominis do Santo Padre no IV centenário do nascimento de Blaise Pascal (19 de junho de 2023)\n\nA Santa Sé\n\nportuguês\n\nFrançais\n\nEnglish\n\nItaliano\n\nPortuguês\n\nEspañol\n\nDeutsch\n\nPolski\n\nالعربيّة\n\n中文\n\nLatine\n\n×\n\nA Santa Sé\n\nMagisterium\n\nCalendário\n\nCelebrações litúrgicas\n\nBilhetes para audiências e celebrações papais\n\nSumos Pontífices\n\nColégio Cardinalício\n\nCúria Romana e outras Organizações\n\nSínodo\n\nSala de Imprensa\n\nVatican News - Radio Varicana\n\nL'Osservatore Romano\n\nFrancisco\n\nCartas Apostólicas\n\nA\n\nA\n\nA\n\nGeração de PDF em andamento.....\n\nAR\n\n- DE\n\n- EN\n\n- ES\n\n- FR\n\n- IT\n\n- LA\n\n- PL\n\n- PT\n\nCARTA APOSTÓLICA\n\nSUBLIMITAS ET MISERIA HOMINIS\n\nDO SANTO PADRE FRANCISCO\n\nNO IV CENTENÁRIO DO NASCIMENTO\n\nDE BLAISE PASCAL\n\nGrandeza e miséria do homem é o paradoxo que está no centro da reflexão e mensagem de Blaise Pascal, nascido há quatro séculos, em 19 de junho de 1623, em Clermont, no centro da França. Desde criança e por toda a vida, procurou a verdade. Com a razão, esquadrinhou os sinais dela, especialmente nos campos da matemática, geometria, física e filosofia. Em idade ainda muito precoce, fez descobertas extraordinárias, alcançando fama considerável. Mas não ficou por aí. Num século de grandes progressos em muitos campos da ciência, acompanhados porém dum crescente espírito de ceticismo filosófico e religioso, Blaise Pascal mostrou-se um incansável investigador do verdadeiro: como tal, permanece sempre «inquieto», atraído por novos e mais amplos horizontes.\n\nNa verdade, uma razão assim arguta e, ao mesmo tempo, tão aberta nunca silenciava nele a questão, antiga e sempre nova, que ressoa no ânimo humano: «Que é o homem para Te lembrares dele, o filho do homem para com ele Te preocupares?» ( Sal 8, 5). Esta pergunta está gravada no coração de cada ser humano, em todo o tempo e lugar, de qualquer civilização e língua, independentemente da sua religião. Assim vemos Pascal interrogar-se: «Que é um homem na natureza? Um nada comparado com o infinito, um tudo comparado com o nada». [1] É o mesmo interrogativo que aparece encastoado lá no Salmo 8, no centro duma história de amor entre Deus e o seu povo, história realizada na carne do «Filho do homem», Jesus Cristo, que o Pai entregou até ao ponto de Lhe fazer sentir o seu abandono para O coroar de glória e honra acima de toda a criatura (8, 6). A tal interrogativo, expresso numa linguagem muito diferente das linguagens da matemática e da geometria, Pascal nunca se fechou.\n\nNa base disto, parece-me poder reconhecer nele uma atitude de fundo, que definiria «abertura estupefacta à realidade», que é abertura às outras dimensões do saber e da existência, abertura aos outros, abertura à sociedade. Por exemplo, em 1661 esteve na origem, em Paris, da primeira rede de transportes públicos da história, as designadas «Carrosses à cinq sols». Se o sublinho desde o início desta Carta, é para insistir no facto de que nem a sua conversão a Cristo, sobretudo a partir da sua «Noite de Fogo» em 23 de novembro de 1654, nem o seu extraordinário esforço intelectual de defesa da fé cristã fizeram dele uma pessoa isolada do seu tempo. Estava atento aos problemas então mais sentidos, bem como às necessidades materiais de todos os componentes da sociedade em que vivia.\n\nPara ele, a abertura à realidade significava não se fechar aos outros, nem mesmo na hora da sua última doença. Deste período (tinha ele trinta e nove anos), chegam-nos palavras que exprimem o passo conclusivo de tal caminho evangélico: «Se os médicos falam verdade (e Deus permita que eu recupere desta doença), estou decidido para o resto da minha vida a não ter outro emprego nem outra ocupação além do serviço aos pobres». [2] É comovente constatar que, nos últimos dias da sua vida, um pensador tão genial como Blaise Pascal não via urgência mais sublime para investir as suas energias do que as obras de misericórdia: «O único objeto da Escritura é a caridade». [3]\n\nAlegro-me, pois, pelo facto de a Providência me ter dado, neste IV centenário do seu nascimento, ocasião de lhe prestar uma especial homenagem e evidenciar, no seu pensamento e na sua vida, aquilo que me parece capaz de estimular os cristãos do nosso tempo e todos os homens e mulheres de boa vontade na busca da verdadeira felicidade: «Que todos os homens procuram ser felizes, é regra sem exceção, por mais diversos que sejam os meios a que recorrem. Todos tendem para esta finalidade». [4] Quatro séculos depois do seu nascimento, Pascal continua a ser para nós o companheiro de estrada que acompanha a nossa busca da verdadeira felicidade e, na medida do dom da fé, o nosso reconhecimento humilde e jubiloso do Senhor morto e ressuscitado.\n\nUm enamorado de Cristo, que fala a todos\n\nSe Blaise Pascal consegue tocar a todos, é sobretudo porque falou admiravelmente da condição humana. Mas seria errado ver nele apenas um especialista, embora genial, dos costumes humanos. O monumento formado pelos seus Pensamentos, de que alguns ditos isolados ficaram célebres, não se pode compreender realmente se se ignora que Jesus Cristo e a Sagrada Escritura constituem simultaneamente o centro e a chave do mesmo. Com efeito, se Pascal começou a falar do homem e de Deus, foi por ter chegado à certeza de que «não só conhecemos a Deus unicamente por Jesus Cristo, mas também nos conhecemos a nós mesmos apenas por Jesus Cristo. Só conhecemos a vida, a morte por meio de Jesus Cristo. Fora de Jesus Cristo, não sabemos o que é a nossa vida, a nossa morte, nem quem é Deus nem mesmo o que somos nós. Portanto sem a Escritura, cujo único objeto é Jesus Cristo, não conhecemos nada e não vemos senão escuridão». [5] Uma afirmação assim extrema merece ser esclarecida, para ser compreendida por todos sem ser vista como pura afirmação doutrinal inacessível a quantos não partilham da fé da Igreja, nem como uma desvalorização das legítimas competências da inteligência natural.\n\nFé, amor e liberdade\n\nComo cristãos, devemos precaver-nos da tentação de brandir a nossa fé como uma certeza incontestável que se imporia a todos. Pascal tinha, sem dúvida, a preocupação de dar a conhecer a todos que «Deus e o verdadeiro são inseparáveis »; [6] mas sabia que o ato de crer é possível pela graça de Deus, recebida num coração livre. Ele que, pela fé, chegara ao encontro pessoal com «o Deus de Abraão, o Deus de Isaac, o Deus de Jacob, não dos filósofos nem dos eruditos», [7] tinha reconhecido em Jesus Cristo «o Caminho, a Verdade e a Vida» ( Jo 14, 6). Por isso, a quantos querem continuar a buscar a verdade – tarefa sem fim, nesta vida –, proponho-lhes que se coloquem à escuta de Blaise Pascal, um homem de inteligência prodigiosa que quis recordar que, fora da perspetiva do amor, não há verdade que valha a pena: «Faz-se um ídolo até da própria verdade, pois a verdade fora da caridade não é Deus, é sua imagem e um ídolo que não se deve amar nem adorar ». [8]\n\nAssim nos adverte Pascal contra as falsas doutrinas, as superstições ou a libertinagem que mantêm, a tantos de nós, longe da paz e alegria duradouras d’Aquele que deseja que escolhamos a vida e a felicidade, não a morte e a desventura (cf. Dt 30, 15.19). O drama, porém, da nossa vida é que às vezes vemos mal e, consequentemente, escolhemos mal. Na realidade, só podemos saborear a felicidade do Evangelho, «se o Espírito Santo nos permear com toda a sua força e nos libertar da fraqueza do egoísmo, da preguiça, do orgulho». [9] Além disso, «sem a sapiência do discernimento, podemos facilmente transformar-nos em marionetes à mercê das tendências da ocasião». [10] Por isso mesmo a inteligência e a fé viva de Blaise Pascal, que quis mostrar que a religião cristã é «venerável porque conhece bem o homem» e «amável porque promete o verdadeiro bem», [11] podem-nos ajudar a avançar por entre as trevas e as desgraças deste mundo.\n\nUma mente científica excecional\n\nQuando sua mãe morreu em 1626, Blaise Pascal tinha três anos de idade. O pai Estêvão, um considerado jurista, é igualmente renomado pelas suas notáveis inclinações científicas, principalmente para a matemática e a geometria. Decidido a educar sozinho os seus três filhos – Jacqueline, Blaise e Gilberte –, instala-se em Paris no ano de 1632. Desde muito cedo, Blaise deu mostras duma mente excecional e duma grande exigência na busca da verdade, como refere sua irmã Gilberte: «Desde a infância, ele só se rendia àquilo que lhe parecia manifestamente verdadeiro; de tal modo que, quando não se lhe davam boas razões, procurava-as ele mesmo». [12] Um dia o pai surpreendeu o filho nas pesquisas de geometria e logo se apercebeu que Blaise, de doze anos, sem saber que tais teoremas existiam em livros com outros nomes, demonstrara completamente sozinho, desenhando por terra figuras, as primeiras trinta e duas proposições de Euclides. [13] Gilberte lembra-se de que então o pai ficou «espantado com a grandeza e o talento deste génio». [14]\n\nNos anos que se seguiram, Blaise Pascal fará frutificar o seu enorme talento, consagrando-lhe a própria força de trabalho. Desde os dezassete anos, frequenta os maiores sábios do seu tempo. Sucedem-se rapidamente as suas descobertas e publicações. Em 1642 (tinha ele dezanove anos), inventa uma máquina de aritmética, antecessora das nossas calculadoras. Blaise Pascal aparece-nos extremamente estimulante, já que nos recorda a grandeza da razão humana e convida a usá-la para decifrar o mundo que nos rodeia. A inteligência geométrica, ou seja, aquela sua capacidade de compreender em detalhe o funcionamento das coisas, ser-lhe-á útil toda a vida, como observou o eminente teólogo Hans Urs von Balthasar: «Da precisão própria dos domínios da geometria e das ciências da natureza, ele é capaz de alcançar a precisão muito diferente que é própria do domínio da existência em geral e da esfera cristã». [15] Este exercício cheio de confiança na razão natural, que o torna solidário com todos os seus semelhantes à procura da verdade, permitir-lhe-á reconhecer os limites da própria inteligência e, ao mesmo tempo, abrir-se às razões sobrenaturais da Revelação, atendo-se àquela lógica do paradoxo que confere a marca filosófica e o encanto literário aos seus Pensamentos: «A Igreja teve tanta dificuldade em mostrar que Jesus Cristo era homem, contra aqueles que o negavam, como a teve para mostrar que era Deus; e todavia os indícios eram tamanhos». [16]\n\nOs filósofos\n\nSobressai um discurso filosófico em muitos escritos de Pascal, em particular nos seus Pensamentos: esse conjunto de fragmentos, publicados postumamente, que são as notas ou os rascunhos dum filósofo animado por um projeto teológico, cujos pesquisadores se empenham em reconstituir, não sem variações, a coerência e a ordem original. O amor apaixonado por Cristo e o serviço dos pobres, que mencionei no início, não foram tanto o sinal duma fratura no espírito deste discípulo corajoso, como sobretudo um aprofundamento rumo à radicalidade evangélica, o avançar para a verdade viva do Senhor com a ajuda da graça. Ele que tinha a certeza sobrenatural da fé, vendo-a claramente conforme à razão embora a ultrapasse infinitamente, quis levar o mais longe possível o debate com quantos não partilhavam a sua fé, porque, «àqueles que a não têm, só a podemos dar pelo raciocínio, esperando que Deus lha conceda pelo sentimento do coração ». [17] Trata-se duma evangelização cheia de respeito e paciência, que a nossa geração fará bem em imitar.\n\nPortanto, para se compreender bem o discurso de Pascal sobre o cristianismo, é necessário estar atento à sua filosofia. Admirava a sabedoria dos filósofos gregos antigos, capazes de simplicidade e tranquilidade na sua arte de bem viver, como membros duma polis: «Não consegue imaginar Platão e Aristóteles como pedantes com grandes vestes. Eram pessoas honestas como as outras, rindo com os seus amigos. E, quando se divertiram a fazer as suas leis e as suas políticas [isto é, as grandes obras filosóficas que são As Leis (Platão) e A Política (Aristóteles)], fizeram-no como um jogo. Era a parte menos filosófica e mais divertida da sua vida; a mais filosófica era viver de forma simples e tranquila». [18] Não obstante a sua importância e utilidade, Pascal não deixa de discernir os limites destes filósofos: o estoicismo leva ao orgulho, [19] o ceticismo ao desespero. [20] A razão humana é, sem dúvida alguma, uma maravilha da criação, que distingue o homem dentre todas as criaturas, porque «o homem não passa duma cana, a mais frágil da natureza, mas é uma cana pensante». [21] Compreende-se assim que os limites dos filósofos sejam simplesmente os limites da razão criada. Por mais que Demócrito afirme «vou falar de tudo», [22] a verdade é que a razão sozinha não pode resolver as questões mais elevadas e impelentes. De facto, tanto na época de Pascal como hoje, qual é o assunto de maior interesse para nós? É o sentido integral do nosso destino, da nossa vida e da nossa esperança, concretamente uma felicidade que nada nos proíbe conceber como eterna, mas que só Deus é capaz de no-la dar: «Não há nada de tão importante para o homem como a sua condição; para ele, nada é tão assombroso como a eternidade». [23]\n\nMeditando os Pensamentos de Pascal, encontramos de certa forma este princípio fundamental: «A realidade é superior à ideia», porque Pascal ensina a desviar-nos das «várias formas de ocultar a realidade», desde os «purismos angélicos» aos «intelectualismos sem sabedoria». [24] Nada é mais perigoso do que um pensamento desencarnado: «Quem quer fazer o anjo, faz a besta». [25] E as ideologias mortíferas, de que se continua a enfermar em âmbito económico, social, antropológico ou moral, mantêm os seus sequazes em redomas duma convicção onde a ideia substituiu o real.\n\nA condição humana\n\nA filosofia de Pascal, toda ela em paradoxos, deriva dum olhar simultaneamente humilde e lúcido, que procura alcançar a «realidade iluminada pelo raciocínio». [26] Parte da constatação de que o homem é como um estranho para si mesmo, grande e miserável; grande pela sua razão, a sua capacidade de dominar as paixões, grande até «na medida em que se reconhece miserável». [27] De modo particular aspira a algo mais do que satisfazer os próprios instintos ou resistir-lhes, «porque, aquilo que é natureza nos animais, chamamos-lhe miséria no homem». [28] Há uma desproporção insuportável entre a nossa vontade infinita de ser feliz e conhecer a verdade, por um lado, e, por outro, a nossa razão limitada e a nossa fragilidade física que leva à morte. De facto, a força de Pascal está também no seu inexorável realismo: «Não é preciso ter uma alma muito elevada para compreender que aqui não há satisfação verdadeira e sólida, que todos os nossos prazeres não passam de vaidade, que os nossos males são infinitos e que por fim a morte (ameaça de cada momento) há de infalivelmente colocar-nos, em poucos anos, no perigo terrível de sermos eternamente aniquilados ou infelizes. Não há nada de mais real do que isto, nem de mais terrível. Façamos os valorosos por mais que quisermos; aquele é o fim que espera a vida mais bela do mundo». [29] Nesta trágica condição, compreende-se que o homem não possa permanecer fechado em si mesmo, porque lhe são insuportáveis a sua miséria e a incerteza do seu destino. Daí a necessidade de se distrair, o que Pascal admite de bom grado: «É por isso que os homens amam tanto o barulho e o movimento». [30] Porque se o homem não se distrai da sua condição – e todos sabemos muito bem distrair-nos não só com o trabalho, os prazeres, as relações familiares ou amistosas, mas também, infelizmente, com os vícios a que levam certas paixões –, a sua humanidade experimenta «o seu nada, o seu abandono, a sua insuficiência, a sua dependência, a sua impotência, o seu vazio. [E saem] do fundo da sua alma o tédio, o mau humor, a tristeza, o desgosto, o rancor, o desespero». [31] E, no entanto, o divertimento não acalma nem satisfaz o nosso grande desejo de vida e felicidade. Isto, todos nós o sabemos bem!\n\nÉ neste ponto que Pascal coloca a sua grande hipótese: «Que nos grita esta avidez e esta impotência senão que outrora houve no homem uma verdadeira felicidade, da qual agora lhe restam apenas as marcas e os vestígios completamente vazios e que tenta em vão preencher com tudo o que o rodeia, buscando nas coisas ausentes a ajuda que não obtém das presentes, mas que são todas incapazes disso porque este abismo infinito não pode ser preenchido senão por um objeto infinito e imutável, isto é, pelo próprio Deus». [32] Se o homem é como «um rei destronado», [33] que tende unicamente a recuperar a grandeza perdida mas vê-se incapaz disso, que é ele então? «Qual quimera é então o homem, qual raridade, qual monstruosidade, qual caos, qual sujeito de contradições, qual prodígio, juiz de todas as coisas, frágil verme da terra, depositário do verdadeiro, cloaca de incerteza e de erro, glória e escória do universo? Quem desenvencilhará este emaranhado?». [34] Pascal, como filósofo, vê claramente que, «à medida que vamos tendo luz, se descobre mais grandeza e mais baixeza no homem», [35] mas que estes opostos são inconciliáveis, porque a razão humana não consegue harmonizá-los, nem resolver o enigma.\n\nPor este motivo Pascal sublinha que, se existe um Deus e se o homem recebeu uma revelação divina – como afirmam diversas religiões – e se esta revelação é verdadeira, deve encontrar-se nela a resposta que o homem espera para resolver as contradições que o atormentam: «As grandezas e as misérias do homem são tão visíveis que é preciso necessariamente que a verdadeira religião nos ensine se existe qualquer grande princípio de grandeza no homem e se existe um grande princípio de miséria. E é preciso ainda que ela nos dê a razão de ser destes contrastes assombrosos». [36] Ora, depois de estudar as grandes religiões, Pascal conclui que «nenhuma forma de pensamento, nenhuma prática ascética e mística pode oferecer um caminho de salvação», senão a partir do «critério superior de verdade que é a irradiação da graça na alma». [37] «Em vão, ó homens – escreve Pascal, imaginando o que poderia dizer-nos o verdadeiro Deus –, procurais em vós mesmos o remédio para as vossas misérias. Todas as vossas luzes podem, no máximo, compreender que não encontrareis em vós mesmos nem a verdade nem o bem. Os filósofos prometeram-vos isso, e não o conseguiram. Não sabem qual seja o vosso verdadeiro bem, nem qual seja a vossa verdadeira condição». [38]\n\nChegado a este ponto, Pascal que perscrutou, com a força singular da sua inteligência, a condição humana, a Sagrada Escritura e a tradição da Igreja, pretende, com a simplicidade do espírito de infância, propor-se como humilde testemunha do Evangelho. É um cristão que quer falar de Jesus Cristo àqueles que decidiram, um pouco precipitadamente, que não há motivos sólidos para acreditar nas verdades do cristianismo. Pascal, ao contrário, sabe por experiência que o conteúdo da Revelação não só não se opõe às exigências da razão, mas traz a resposta inaudita a que nenhuma filosofia teria podido chegar por si mesma.\n\nConversão: a visita do Senhor\n\nNo dia 23 de novembro de 1654, Pascal viveu uma experiência muito forte, de que se fala até agora como a sua «Noite de Fogo». Esta experiência mística, que o fez derramar lágrimas de alegria, foi tão intensa e decisiva para ele que a escreveu num pedaço de papel datado com precisão, o «Memorial», que guardara no forro do casaco sendo descoberto só depois da sua morte. É impossível saber a natureza exata do que se passou na alma de Pascal naquela noite, mas parece tratar-se dum encontro de que ele próprio reconheceu a analogia com aqueloutro, fundamental em toda a história da revelação e da salvação, vivido por Moisés diante da sarça ardente (cf. Ex 3). O termo « FOGO», [39]que Pascal quis colocar no cimo do «Memorial», convida-nos, ressalvadas as devidas proporções, a propor uma tal aproximação. O paralelismo parece ser indicado pelo próprio Pascal quando, imediatamente depois da evocação do fogo, retomou o título que o Senhor tomou para Si mesmo ao apresentar-Se a Moisés: «Deus de Abraão, Deus de Isaac e Deus de Jacob» ( Ex 3, 6.15), acrescentando: «não dos filósofos e dos eruditos. Certeza, certeza, sentimento, alegria, paz. Deus de Jesus Cristo».\n\nSim, o nosso Deus é alegria, e Blaise Pascal testemunha-o a toda a Igreja, bem como a quantos buscam a Deus:«Não se trata do Deus abstrato nem do Deus cósmico, não! É o Deus duma pessoa, duma chamada, o Deus de Abraão, de Isaac, de Jacob, o Deus que é certeza, que é sentimento, que é alegria». [40] Este encontro, que confirmou a Pascal a «grandeza da alma humana», cumulou-o duma alegria viva e inesgotável: «Alegria, alegria, alegria, lágrimas de alegria». E esta alegria divina torna-se, para Pascal, o lugar da profissão de fé e da oração: «Jesus Cristo. Estive separado d’Ele: fugi d’Ele, abandonei-O, reneguei-O, crucifiquei-O. Que eu nunca mais viva separado d’Ele». [41] É a experiência do amor daquele Deus pessoal, Jesus Cristo – desde que tomou parte na nossa história e incessantemente toma parte na nossa vida –, que introduz Pascal no caminho da conversão profunda e, consequentemente, desta «renúncia total e suave» [42] (porque vivida na caridade) ao «homem antigo corrompido por desejos enganadores» ( Ef 4, 22).\n\nComo recordava São João Paulo II na sua Encíclica sobre as relações entre fé e razão, «filósofos, como Blaise Pascal», distinguiram-se pela recusa de qualquer «presunção», bem como pela sua opção por uma postura feita de «humildade» e simultaneamente de «coragem». Experimentaram que a fé «liberta a razão da presunção». [43] É claro que Pascal, já antes da noite de 23 de novembro de 1654, «não tinha dúvida alguma sobre a existência de Deus. Sabe também que este Deus é o sumo bem. (…) O que lhe falta e que ele espera, não é um saber mas um poder, não é uma verdade, mas uma força». [44] Agora esta força foi-lhe dada pela graça: sente-se atraído, com certeza e alegria, por Jesus Cristo: «Não conhecemos Deus senão por Jesus Cristo. Sem este mediador, está cortada toda a comunicação com Deus». [45] Descobrir Jesus Cristo é descobrir o Salvador e Libertador de que tenho necessidade: «Este Deus não é senão o reparador da nossa miséria. Por isso não podemos conhecer bem a Deus, sem conhecer as nossas iniquidades». [46] Como toda a conversão autêntica, a conversão de Blaise Pascal realiza-se na humildade, que nos liberta «da nossa consciência isolada e da autorreferencialidade». [47]\n\nA inteligência imensa e inquieta de Blaise Pascal, repleta de paz e alegria perante a revelação de Jesus Cristo, convida-nos, segundo «a ordem do coração», [48] a caminhar com segurança iluminados por «estas luzes celestes». [49] Com efeito, se o nosso Deus é um «Deus escondido» ( Is 45, 15) é porque Ele «Se quis esconder», [50] de tal modo que a nossa razão, iluminada pela graça, nunca acabará de O descobrir. Portanto é pela iluminação da graça que O podemos conhecer. Mas a liberdade do homem deve abrir-se, apressando-Se Jesus a consolar-nos: «Tu não Me procurarias, se não me tivesses já encontrado». [51]\n\nA ordem do coração e as suas razões de crer\n\nSegundo as palavras de Bento XVI, «desde os primórdios, a tradição católica rejeitou o chamado fideísmo, que é a vontade de crer contra a razão». [52] Nesta linha, Pascal está profundamente apegado ao «bom senso da fé em Deus», [53] não só porque «a mente não pode ser forçada a crer naquilo que sabe ser falso», [54] mas também porque, «se ofender os princípios da razão, a nossa religião será absurda e ridícula». [55] Entretanto, se a fé é razoável, ela é também um dom de Deus, e não se pode impor: «Seria ridículo provar que alguém deve ser amado limitando-se a expor ordenadamente as causas do amor», [56] observa Pascal com o seu subtil humorismo, traçando um paralelo entre o amor humano e a forma como Deus Se nos manifesta. À semelhança do amor «que se propõe, mas não se impõe, o amor de Deus nunca se impõe». [57] Jesus «deu testemunho da verdade (cf. Jo 18, 37), mas não a quis impor pela força aos seus contraditores». [58] É por isso que «há bastante luz para quem nada mais deseja senão ver, e bastante escuridão para quem possui a disposição oposta». [59]\n\nE prossegue afirmando que «a fé é diferente da prova. Esta é humana, aquela é um dom de Deus». [60] Por isso é impossível acreditar, «se Deus não inclina o coração». [61] Se a fé é duma ordem superior à razão, isto não significa de modo algum que se lhe opõe, mas que a supera infinitamente. Portanto ler a obra de Pascal não é descobrir, antes de tudo, que a razão esclarece a fé; mas entrar na escola dum cristão de racionalidade excecional, que soube melhor que ninguém dar-se conta duma ordem estabelecida, por dom de Deus, acima da razão: «A distância infinita entre os corpos e as mentes representa a distância imensamente mais infinita entre as mentes e a caridade, porque esta é sobrenatural». [62] Cientista perito de geometria, isto é, da ciência dos corpos colocados no espaço, e geómetra perito de filosofia, isto é, da ciência das mentes colocadas na história, Blaise Pascal, iluminado pela graça da fé, podia resumir assim a totalidade da sua experiência: «De todos os corpos juntos, não se conseguiria fazer sair um pequeno pensamento: é impossível, pertence a outra ordem. De todos os corpos e de todas as mentes não se pode tirar um impulso de verdadeira caridade: é impossível, pertence a outra ordem, à ordem sobrenatural ». [63]\n\nNem a inteligência geométrica nem o raciocínio filosófico permitem ao homem chegar, sozinho, a uma «visão perfeitamente nítida» do mundo e de si mesmo. A pessoa que se debruça sobre os detalhes dos seus cálculos, não beneficia da visão de conjunto que permite «entrever todos os princípios». Isto pertence à «inteligência intuitiva», cujos méritos se devem atribuir também a Pascal, porque, quando se procura ler a realidade, «é preciso vê-la de improviso e com um único olhar». [64] Esta inteligência intuitiva está ligada àquilo que Pascal chama o «coração»: «Conhecemos a realidade não só com a razão, mas também com o coração. É desta última forma que conhecemos os primeiros princípios e, em vão, procura pô-los em dúvida o raciocínio, que não tem parte nisso». [65] Ora as verdades divinas – tais como Deus que nos criou é amor; Ele é Pai, Filho e Espírito Santo; encarnou em Jesus Cristo, morreu e ressuscitou para nossa salvação – não são demonstráveis com a razão, mas podem ser conhecidas com a certeza da fé, passando então do coração espiritual à mente racional, que as reconhece como verdadeiras e pode por sua vez apresentá-las: «É por isso que aqueles a quem Deus deu a religião pelo sentimento do coração aparecem tão felizes e legitimamente convictos». [66]\n\nPascal nunca se resignou com o facto de alguns dos seus semelhantes não só não conhecerem Jesus Cristo, mas, por preguiça ou por causa das suas paixões, desdenharem levar o Evangelho a sério. Com efeito, é em Jesus Cristo que se joga a vida deles. «A imortalidade da alma é algo que de tal maneira nos pressiona, nos toca tão profundamente, que é preciso ser totalmente insensato para não estar interessado em saber como estão as coisas. (…) E é por isso que, no âmbito daqueles que não se sentem convictos, faço uma diferença extrema entre os que trabalham com todas as suas forças para se instruir e os que vivem sem se preocupar nem pensar nisso». [67] Nós próprios sabemos bem que muitas vezes procuramos fugir da morte ou dominá-la, pensando que poderíamos «banir o pensamento da nossa finitude» ou «retirar o poder da morte e afastar o medo. Mas a fé cristã não é uma forma de exorcizar o medo da morte; pelo contrário, ajuda-nos a enfrentá-la. Mais cedo ou mais tarde, todos nós passaremos por aquela porta. A verdadeira luz que ilumina o mistério da morte provém da ressurreição de Cristo». [68] Só a graça de Deus permite ao coração do homem ter acesso à ordem do conhecimento divino, à caridade. Isto levou um importante comentarista, contemporâneo de Pascal, a escrever que «o pensamento só consegue pensar cristãmente, se tiver acesso àquilo que Jesus Cristo implementa: a caridade». [69]\n\nPascal, a controvérsia e a caridade\n\nAntes de concluir, é necessário evocar as relações de Pascal com o jansenismo. Uma das suas irmãs, Jacqueline, entrara para a vida religiosa em Port-Royal, numa congregação cuja teologia estava muito influenciada por Cornelius Jansen, dito Jansénio, que compusera um tratado, Augustinus, publicado em 1640. Já depois da sua «Noite de Fogo», Pascal fora fazer um retiro na abadia de Port-Royal, em janeiro de 1655. Ora, nos meses seguintes, reacendeu-se na Sorbona, a Universidade de Paris, uma controvérsia importante e já antiga contrapondo os jesuítas aos «jansenistas», que estavam ligados ao tratado Augustinus. A disputa centrou-se principalmente na questão da graça de Deus e na relação da graça com a natureza humana, em particular o livre arbítrio. Pascal, embora não pertencesse à congregação de Port-Royal nem tomasse partido (escreverá: «sou sozinho (…), não sou de Port-Royal» [70]), todavia foi encarregado pelos jansenistas de os defender, sobretudo porque era potente a sua arte retórica. Fê-lo em 1656 e 1657, publicando uma série de dezoito cartas, denominadas Provinciais.\n\nMuitas propostas ditas «jansenistas» eram realmente contrárias à fé, [71] e Pascal reconhecia-o, mas contestava que elas estivessem presentes no Augustinus e fossem seguidas pelos membros de Port-Royal. Entretanto algumas das suas próprias afirmações, relativas por exemplo à predestinação, tiradas da teologia do último período de Santo Agostinho, cujas fórmulas foram aperfeiçoadas por Jansénio, não soam como verdadeiras. Todavia é preciso compreender que, assim como Santo Agostinho quis combater no século V os pelagianos, que afirmavam que o homem pode, por suas próprias forças e sem a graça de Deus, fazer o bem e ser salvo, assim também Pascal acreditava sinceramente que então estava a atacar o pelagianismo ou o semipelagianismo, que ele julgava identificar nas doutrinas seguidas pelos jesuítas molinistas (do nome do teólogo Luís de Molina, falecido em 1600, mas cuja influência ainda estava viva a meados do século XVII). Demos crédito à franqueza e sinceridade das suas intenções.\n\nEsta Carta não é certamente o lugar para reabrir a questão. Entretanto aquilo que se adverte como justo nas posições de Pascal é válido ainda para o nosso tempo: há que reconhecer que o «neopelagianismo», [72] ao pretender que «tudo depende do esforço humano canalizado através de normas e estruturas eclesiais», [73] «nos intoxica com a presunção de uma salvação ganha com as nossas forças». [74] E podemos afirmar que a última posição de Pascal relativamente à graça e, em particular, ao facto de que Deus «quer que todos os homens sejam salvos e cheguem ao conhecimento da verdade» ( 1 Tm 2, 4), aparece enunciada em termos perfeitamente católicos no final da sua vida. [75]\n\nComo fazia notar quase ao princípio, Blaise Pascal, no termo da sua vida, breve mas duma riqueza e fecundidade extraordinárias, colocou o amor dos seus irmãos em primeiro lugar. Sentia-se e reconhecia-se membro de um só corpo, porque «Deus tendo feito o céu e a terra, que não sente a felicidade do seu ser, quis criar seres capazes de a conhecerem e formarem um corpo de membros pensantes ». [76] Na sua posição de fiel leigo, Pascal saboreou a alegria do Evangelho, com que o Espírito quer fecundar e curar «todas as dimensões do homem» e reunir «todos os homens à volta da mesa do Reino». [77] Em 1659, quando compôs a magnífica Oração para pedir a Deus o bom uso das doenças, Pascal é um homem pacificado, que já não se situa na controvérsia, nem mesmo na apologética. Estando muito doente e à beira da morte, pede para comungar, mas não o pôde fazer imediatamente. Então dirige estas palavras à sua irmã: «Não podendo comungar a cabeça [Jesus Cristo], queria comungar os membros». [78] E «tinha um grande desejo de morrer na companhia dos pobres». [79] «Morre com a simplicidade duma criança»: [80] diz-se dele pouco antes de exalar o último respiro em 19 de agosto de 1662. Depois de receber os Sacramentos, as últimas palavras foram: «Que Deus nunca me abandone». [81]\n\nPossam a sua obra luminosa e os exemplos da sua vida, tão profundamente batizada em Jesus Cristo, ajudar-nos a percorrer até ao fim o caminho da verdade, da conversão e da caridade. Pois a vida dum homem é tão curta: «Alegria eterna por um dia de trabalho na terra». [82]\n\nRoma – São João de Latrão, 19 de junho de 2023\n\nFRANCISCO\n\n______________________________________________\n\n[1] Blaise Pascal, Pensamentos, 199 (segundo a numeração Lafuma; daqui em diante: Laf.).\n\n[2] Gilbert Périer, Vida de Pascal, in Michel Le Guern (ed.), Obras completas, I (Paris 1998), p. 91.\n\n[3] Blaise Pascal, Pensamentos, Laf. 270.\n\n[4] Laf. 148.\n\n[5] Laf. 417.\n\n[6] Blaise Pascal, «Conversação com Sacy», in O espírito geométrico ( Paris 1985), p. 105.\n\n[7] Laf. 913.\n\n[8] Laf. 926.\n\n[9] Francisco, Exort. ap. Gaudete et exsultate (19/III/2018), 65.\n\n[10] Ibid., 167.\n\n[11] Laf. 12.\n\n[12] Gilbert Périer, op. cit., p. 64.\n\n[13] Cf. ibid., p. 65.\n\n[14] Ibid., p. 65.\n\n[15] «Pascal», in A Glória e a Cruz. Estilos, II (Paris 1972), p. 78.\n\n[16] Laf. 307.\n\n[17] Laf. 110.\n\n[18] Laf. 533.\n\n[19] Cf. Blaise Pascal, «Conversação com Sacy», op. cit., p. 113.\n\n[20] Cf. Laf. 208.\n\n[21] Laf. 200.\n\n[22] Laf. 199.\n\n[23] Laf. 427.\n\n[24] Francisco, Exort. ap. Evangelii gaudium (24/XI/2013), 231.\n\n[25] Laf. 678.\n\n[26] Exort. ap. Evangelii gaudium, 232.\n\n[27] Laf. 114.\n\n[28] Laf. 117.\n\n[29] Laf. 427.\n\n[30] Laf. 136.\n\n[31] Laf. 622.\n\n[32] Laf. 148.\n\n[33] Laf. 116.\n\n[34] Laf. 131.\n\n[35] Laf. 613.\n\n[36] Laf. 149.\n\n[37] Hans Urs von Balthasar, op. cit., p. 82.\n\n[38] Laf. 149.\n\n[39] Laf. 913.\n\n[40] Francisco, Catequese, Audiência Geral de 03/VI/2020.\n\n[41] Laf. 913.\n\n[42] Laf. 913.\n\n[43] Carta enc. Fides et ratio (14/IX/1998), 76: AAS 91 (1999), 64.\n\n[44] Henri Gouhier, Blaise Pascal. Comentários (Paris 1971), p. 44-45.\n\n[45] Laf. 189.\n\n[46] Laf. 189.\n\n[47] Exort. ap. Evangelii gaudium, 8.\n\n[48] Laf. 298.\n\n[49] Laf. 208.\n\n[50] Laf. 242.\n\n[51] Laf. 919.\n\n[52] Catequese, Audiência Geral de 21/XI/2012.\n\n[53] Ibid.\n\n[54] Blaise Pascal, «Conversação com Sacy», op. cit., p. 102.\n\n[55] Laf. 173.\n\n[56] Laf. 298.\n\n[57] Francisco , Homilia na Solenidade de Cristo Rei do Universo (20/XI/2022).\n\n[58] Conc. Ecum. Vat. II, Decl. Dignitatis humanae (07/XII/1965), 11.\n\n[59] Laf. 149.\n\n[60] Laf. 7.\n\n[61] Laf. 380.\n\n[62] Laf. 308.\n\n[63] Laf. 308.\n\n[64] Laf. 512.\n\n[65] Laf. 110.\n\n[66] Laf. 110.\n\n[67] Laf. 427.\n\n[68] Francisco, Catequese, Audiência Geral de 09/II/2022.\n\n[69] Jean-Luc Marion, A Metafísica e depois (Paris 2023), p. 356.\n\n[70] Décima-sétima Carta Provincial, 1656.\n\n[71] Cf. Bruno Neveu, O erro e seu juiz: considerações sobre as censuras doutrinais na modernidade (Naples 1993).\n\n[72] Cf. Dicastério para a Doutrina da Fé, Carta Placuit Deo (22/II/2018); Francisco, Exort. ap. Gaudete et exsultate, 57-59.\n\n[73] Exort. ap. Gaudete et exsultate, 59.\n\n[74] Francisco, Carta ap. Desiderio desideravi (29/VI/2022), 20.\n\n[75] Cf. Laf. 931. No lugar indicado, aparece, riscada, esta frase: «Amo todos os homens como meus irmãos, porque todos estão redimidos».\n\n[76] Laf. 360.\n\n[77] Exort. ap. Evangelii gaudium, 237.\n\n[78] Gilbert Périer, op. cit., p. 92-93.\n\n[79] Ibid., 93.\n\n[80] Ibid., 90.\n\n[81] Ibid., 94.\n\n[82] «Memorial», Laf. 913.\n\nCopyright © Dicastério para a Comunicação\n\nA Santa Sé\n\nA Santa Sé","witnesses":[{"sourceUrl":"https://www.vatican.va/content/francesco/pt/apost_letters/documents/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis.html","sha256":"802095759d313f8a37bd06861b70a2b37b0f0971afbbe9f31a88c143b21eda72","localUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/pt.html","textUrl":"assets/docs/magisterium/source-corpus/20230619-sublimitas-et-miseria-hominis-2452e457e4/pt.txt"}]}}}
